Hathor
12.06.2008, 11:09
Der kleine Ben hat nichts Kindliches an sich. Er ist mehr ein bösartiger Troll als ein menschliches Wesen, und wie ein finsteres Verhängnis bricht er über die Familienidylle Harriets und Davids herein. "Das fünfte Kind" ist eine eindringliche Parabel auf das Abgründige und Dunkle im Menschen und auf die Kraft unerschütterlicher Liebe.
Die Literatur-Nobelpreisträgerin hat sich hier an ein sehr schwieriges Thema gewagt und sicher viel Stoff zum Nachdenken und Diskutieren gegeben. Es ist ein sehr schön geschriebener Roman mit aufrüttelndem Inhalt.
Auf nur 219 Seiten zeichnet die Autorin das Bild eines Paares, das sich den Traum von einer großen Familie erfüllt und dessen Traum nach vier wunderbaren Kindern durch das fünfte Kind zerbricht.
Beim Lesen schwankte ich zwischen Verständnis für die geplagte Mutter, die sich - am Ende ihrer seelischen und körperlichen Kräfte - um den Zusammenhalt der Familie bemüht und Unverständnis für ihre Handlungen. Am meisten hat mich der Gedanke an die anderen vier Kinder beschäftigt, deren Kindheit zum Trauma wurde.
Wie weit darf eine Mutter gehen?
Muss sie alle ihre Kinder lieben und sie um jeden Preis beschützen?
Haben alle Kinder einer Familie das Recht auf Glück?
Darf man das Wohlergehen eines einzelnen vernachlässigen, wenn dafür viele andere glücklich werden können?
Gibt es wirklich Kinder, die als Ungeheuer geboren werden?
Ein wenig würde dieses Buch auch in die Horrorabteilung passen.
Die Literatur-Nobelpreisträgerin hat sich hier an ein sehr schwieriges Thema gewagt und sicher viel Stoff zum Nachdenken und Diskutieren gegeben. Es ist ein sehr schön geschriebener Roman mit aufrüttelndem Inhalt.
Auf nur 219 Seiten zeichnet die Autorin das Bild eines Paares, das sich den Traum von einer großen Familie erfüllt und dessen Traum nach vier wunderbaren Kindern durch das fünfte Kind zerbricht.
Beim Lesen schwankte ich zwischen Verständnis für die geplagte Mutter, die sich - am Ende ihrer seelischen und körperlichen Kräfte - um den Zusammenhalt der Familie bemüht und Unverständnis für ihre Handlungen. Am meisten hat mich der Gedanke an die anderen vier Kinder beschäftigt, deren Kindheit zum Trauma wurde.
Wie weit darf eine Mutter gehen?
Muss sie alle ihre Kinder lieben und sie um jeden Preis beschützen?
Haben alle Kinder einer Familie das Recht auf Glück?
Darf man das Wohlergehen eines einzelnen vernachlässigen, wenn dafür viele andere glücklich werden können?
Gibt es wirklich Kinder, die als Ungeheuer geboren werden?
Ein wenig würde dieses Buch auch in die Horrorabteilung passen.