Hathor
26.01.2008, 17:49
Ungarn zwischen den Weltkriegen. Der Bauernjunge Béla zieht vom Land zu seiner jungen, lebenshungrigen Mutter in die Budapester Vorstadt. Sein Entschluss ist gefasst: Er will die Armut hinter sich lassen und sie erobern, diese märchenhafte, andere Welt. Als Liftboy in einem Luxushotel taucht er in die dekadente Gesellschaft der Reichen und Schönen ein. Als eines Nachts die schöne, geheimnisvolle Gattin seiner Exzellenz nach ihm klingelt, glaubt Béla seine Stunde gekommen ...
Ohne Übertreibung: das ist einer der perfektesten Romane, die ich je gelesen habe. Und ich kenne eine ganze Menge davon.
Janos Székely schreibt hervorragend, seine Sprache ist wunderschön. Er zeichnet ein Bild Ungarns der 1920er Jahre derart fein und doch kraftvoll, die Lebensart der Reichen und Schönen im krassen Gegensatz zum Elend der Massen. Die Schicksale haben mich tief betroffen gemacht, die Charaktere haben mich tief berührt.
Was mir immer wieder in Romanen gefällt: wenn keine Schwarzweißmalerei betrieben wird. Wenn die Charaktere mit allen Stärken und Schwächen beschrieben werden und agieren dürefen. Wenn niemand restlos gut oder restlos schlecht ist.
816 Seiten ist das Buch dick, aber Langeweile kam in keinem einzigen Absatz auf. Ich bedauere es sehr, dass Janos Székely seine Absicht aufgegeben hat, weitere Fortsetzungen zu schreiben. Obwohl der Roman an sich abgeschlossen ist, hätte mich Bélas weiteres Schicksal sehr interessiert.
Ohne Übertreibung: das ist einer der perfektesten Romane, die ich je gelesen habe. Und ich kenne eine ganze Menge davon.
Janos Székely schreibt hervorragend, seine Sprache ist wunderschön. Er zeichnet ein Bild Ungarns der 1920er Jahre derart fein und doch kraftvoll, die Lebensart der Reichen und Schönen im krassen Gegensatz zum Elend der Massen. Die Schicksale haben mich tief betroffen gemacht, die Charaktere haben mich tief berührt.
Was mir immer wieder in Romanen gefällt: wenn keine Schwarzweißmalerei betrieben wird. Wenn die Charaktere mit allen Stärken und Schwächen beschrieben werden und agieren dürefen. Wenn niemand restlos gut oder restlos schlecht ist.
816 Seiten ist das Buch dick, aber Langeweile kam in keinem einzigen Absatz auf. Ich bedauere es sehr, dass Janos Székely seine Absicht aufgegeben hat, weitere Fortsetzungen zu schreiben. Obwohl der Roman an sich abgeschlossen ist, hätte mich Bélas weiteres Schicksal sehr interessiert.