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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Landkarten


Liathano
17.06.2008, 20:00
Ihr alle kennt das sicher - ihr schlagt einen Fantasyzyklus auf und sofort seht ihr eine mehr oder minder detaillierte Karte der Welt, in die ihr für die Stunden eurer Lektüre abtauchen werdet.
Mal ist es die Karte einer Stadt, eines Grundstücks (z.B. die Magiergilde bei Canavan), mal ein Land/Kontinent oder auch eine ganze Weltkarte (z.B. Jennifer Fallons "Der unsterbliche Prinz").
Manchmal sind die Karten in Farbe, sehr detailliert und mit viel "Drumherum", mal sehr schlicht und stilisiert.
Und manchmal fehlen sie einfach komplett.

Wie bewertet ihr den Sinn und Unsinn von Karten? Greift ihr manchmal auf diese zurück oder reicht euch der Entwurf, der in eurer Vorstellung entsteht? Fehlt euch etwas, wenn in einem Buch, in dem viele Orte bereist werden, keine Karte vorhanden ist?

Ich persönlich mag dieses "Gimmick", besonders wenn es sich um >klassische< Questromane handelt, wo durch's ganze Land gereist wird. Dann blätter ich schonmal zur Karte, auch, wenn im Nachhinein dieser oder jener Ort erwähnt wird und ich mich vergewissern will, wo/was das nun war.
Aber es ist nicht so, dass ich großen Wert auf so eine Zugabe legen würde, oder gar darauf, wie diese gestaltet ist (sie sollte allerdings schon dem Buchinhalt entsprechen ;) ). Bei manchen Büchern denke ich schon, "Hm, da hätt ich jetzt gern was zum Nachschlagen" (z.B. "The lies of Locke Lamora" oder auch die Geraltbücher), aber auch hier hilft oftmals ein Blick ins Internet.

Sehr schöne Seiten gibt es hier:
http://daelstorm.thegraveyard.org/maps.php (Farbige Karten zu GRRM, Guy G. Kay, Bakker, Erikson)
http://www.fantasy-atlas.org/ (So ziemlich alles, was das Herz begehrt! ;) )

Auch historische Romane und sogar Krimis enthalten manchmal Karten und nicht zu vergessen RPG's und Games.

Übrigens: Wer schon mal selbst eine Karte gezeichnet/entworfen hat, der kann diese gern hier posten. Ich kann mir vorstellen, dass auch einige Schreiberlinge da kein unbeschriebenes Blatt sind.
Hilfe dazu findet man in einschlägigen Foren für Kartographen oder z.B.
hier (http://www.fantasymaps.com/101/).

Warin
17.06.2008, 20:57
Also ich finde Landkarten recht hilfreich und sie geben einem Buch direkt eine hochwertigere Anmutung, finde ich.

Auch historische Romane und sogar Krimis enthalten manchmal Karten und nicht zu vergessen RPG's und Games.Und Mangas! Ich behaupte mal, Nausicaä wäre ohne die Karten in den Bänden, die auch den Verlauf der Kriege wiedergeben, deutlich schwerer zu verstehen. Ich habe die Karten auch beim Lesen ausgeklappt und den Verlauf der Handlung nachvollzogen. Und auf der Rückseite ist immer noch Platz für ein schönes Poster*ja*

Verräter
17.06.2008, 21:27
Nun... ungefähr wissen wo alles ist sollte man schon. Ich selbst zerbreche mir gerade um die Entfernung einiger Städte in meinem eigenen Land den Kopf und ob ich die Landesgrenzen verschieben sollte, aber das ist unwichtig.

Im Wüstenplanet von Frank Herbert hat mir persönlich die Karte sehr geholfen, gerade ab der Mitte des Buches musste ich immer mal wieder dort hineinschauen.
Wenn die Karte wirklich gut ist und dem Leser hilft die Entfernungen (und Ähnliches) sich besser vorstellen zu können, bin ich sehr für Karten.

Es gibt aber auch die Kehrseite. In den alten Dunkelelf Büchern (Salvatore) ist eine Karte von Menzoberranzan (hmm... nicht sicher ob richtig geschrieben) abgebildet, die absolut nutzlos ist. Für die Geschichte an sich ist das völlig unerheblich und erkennen kann man dort ohnehin nichts. Ähnliches mit irgendeinem Ork(-Blabla)-Buch, wobei ich das nicht bis zum Ende gelesen habe, aber soweit ich kam war die Karte nutzlos und hat sich teilweise nicht mit der Erzählung gedeckt. (Zumindest was Blickrichtungen angeht und was man dort sehen soll/die Person gesehen haben soll)
In einem solchen Fall lieber komplett weg lassen!

SargAsmus
17.06.2008, 21:35
ich finde karten immer super in einem fantasy-buch. sie zeigen auch, dass sich der autor über die beschriebene welt gedanken gemacht hat, dass er während des schreibens eine art masterplan hatte. ich schaue mir die karte immer zuerst an, um so schon einmal vor dem lesen in die welt einzutauchen.

Nejira
17.06.2008, 22:29
Ich liebe Karten in Fantasyromanen!
Solange sie einen Sinn haben.

Vor allem wenn viel gereist wird, oder von wichtigen Orten die Rede ist, dann will ich wissen, in welchem Land ich mich befinde, wie weit die Entfernungen sind, wie die Umgebung aussieht...
Außerdem gibt es mir als Leser das Gefühl von Tiefe. So als hätte ich mit der Geschichte in dem Buch nur einen winzig kleinen Teil von einer riesigen Welt vor mir. Davon kann ich nicht genug bekommen!
Außerdem kann man bei manchen Karten viele kleine Details entdecken. Seen, Gebirge, Wälder und Städte sind dort verzeichnet, die in der Geschichte keine Rolle spielen. Aber sie sind da. Der Autor hat sie sich ausgedacht und ihnen Namen gegeben. Deshalb kann ich als Leser in Gedanken dorthin reisen.

Kurzum - ich liebe Landkarten. Wenn ich ein Buch aufschlage und als erstes eine Landkarte sehe, dann verdoppelt sich die Vorfreude.

Heryst
18.06.2008, 13:04
Die Karten in Fantasy-Büchern sind doch meist das erste, was ich mir anschaue.
Ein paar Minuten nehme ich mir Zeit und betrachte die Karte einfach. Schaue, wo welche Ortschaft ist und versuche mir dass auch gleich zu merken.
Ja, wenn eine Gruppe von A nach B, dann nach C reist, dann ist eine Karte wirklich sehr hilfreich. Bei guten Karten hat man dann gleich das Wissen, wie lang eine Reise dauern wird.

Die Kehrseite ist mir ehrlich gesagt noch nicht unter gekommen. Vielleicht hatte ich Glück, oder ich habe das alles so verstanden.

Ollowain
18.06.2008, 13:57
In Romanen, in denen viel gereist wird, finde ich Karten überaus hilfreich - aber nicht zwingend notwendig. Seekarten beispielsweise sind nicht gerade hilfreich, genauso wie Karten, die so sehr verziert sind, dass der Maßstab verzerrt wird, sodass man nicht mehr viel mit der Karte anfangen kann. Oder noch viel schöner: Sie nicht stimmen und/oder (wichtige) Orte sind nicht eingezeichnet^^"
Sowas ist mir auch schon untergekommen, aber zum Glück in Büchern, die man ganz einfach ohne Karte zu lesen waren.
Am besten gefielen mir bisher die Karten im Herrn der Ringe: Richtige Landkarten in die auch Handelsstraßen und Pässe benannt und eingezeichnet sind :D

Wenn man die Reise aber nachvollziehen und mitverfolgen kann, ohne eine Karte zu rate ziehen zu müssen, ist es für mich aber ein größeres Plus, als eine schöne, übersichtliche Karte, auf die man wirklich angewiesen ist^^

Wenn sich ein Buch wie Kenneth Oppels Wolkenpanther zu einem großen Teil auf einem Luftschiff (oder Schiff) spielt, finde ich es gut, wenn statt einer Landkarte eine Zeichnung des Gefährts dabei ist. So bekommt man einen gewissen Eindruck, von dem Gefährt und kann (zumindest bei Schiffen) auch mal selbst darauf zurückgreifen.

Wie ich aus Landkarten reagiere ist unterschiedlich: Mal schaue ich sie mir vorm Lesen genau an, mal überblättere ich sie einfach. :rolleyes:
Meiner Meinung nach verleiten Karten auch gerne mal dazu, Wegbeschreibungen u.ä. ungenau zu lesen, da man ja eine Karte hat, auf der man zur Not alles mitverfolgen kann.

PoiSonPaiNter
18.06.2008, 20:17
Landkarten sind toll! :)
Kenn sie zwar noch nicht aus soo vielen Büchern, aber in denen ich die gesehen hab, bzw in den Mangas, sind sie angebracht und interessant.
Da ich sowieso keine räumliches Vorstellungsvermögen habe, sind sie für mich sehr nützlich! :D

Außerdem ist es immer wieder interessant zu sehen, wo was war bzw wo was liegt. Obwohl ich die alte Karte in Ritus sehr kompliziert fand, aber das liegt wohl eher an meinen Kartenlesefähigkeiten als an der Darstellung! *lol*

Ein Problem ist dabei aber auch mein Namensgedächtnis! :D Deswegen find ich auch diese Namens"register" die es in den Reclam- oder Hamburger Leseheften immer in den alten Theaterstücken gibt ganz praktisch, da man (bzw. ich) doch schon mal vergisst wer was war! *lol* Das mit dem Beschreiben von bestimmten Fahrzeugen, Fluggeräten, Schiffen, etc. ist auch sehr interessant. Das ist zB bei One Piece gut gelöst worden! :D

Zu vollgestopft sollte eine Karte aber auch nicht sein, dann ist sie wirklich unübersichtlich! :(
Eigentlich ist es egal, was als "Beilage" mit abgebildet ist, ich verbring erstmal ne Weile damit es genau zu betrachten! *lol*

Haramis
18.06.2008, 20:59
Um die Landkarten im LotR oder im Hobbit bin ich sehr froh - ich könnte die Reisen sonst nicht nachvollziehen, weil ich immer irgendwann den Faden verliere.
Auch in den meisten anderen Fantasybüchern sind sie nützlich, da man schon zu Beginn eine ungefähre Vorstellung der Welt bekommt und sich manches doch nochmal verdeutlichen kann.
Ich tue mir nämlich immer sehr schwer, Richtungsangaben etc in den Texten gedanklich richtig umzusetzen. Da ist eine Visualisierung sprich Karte doch nützlich. :D

Triss Merigold
19.06.2008, 10:48
Ich kann mich nur anschließen, Karten sind hilfreich, interessant und zeigen eben, dass der Autor sich reichlich Gedanken gemacht hat.
Als ich mir überlegt habe, wo ich mir eine Karte gewünscht hätte, bin ich auch sofort auf die Geralt-Saga gekommen. Gerade dort ist Geralt in jedem Kapitel an einem anderen Ort, der meist nicht wirklich beschrieben ist, weil Sapkowski sich mehr mit dem Geschehen und den Dialogen beschäftigt, als mit der öden (manchmal aber wünschenswerten) Beschreibung der Landschaft.

Ansonsten finde ich auch in RPGs Karten unabdingbar. Beispielsweise bei Sacred - was würde man da ohne Karte machen?! Oder Baldurs Gate? Ich glaube, da hätte man ewig dran zu sitzen und auch keinen Spaß daran.

Ich bin auch dabei, eine selbstentworfene Karte zu verbessern, aber irgendwie bin ich sehr unzufrieden und werde so oder so irgendwann alles neu machen. Aber der Link von "Fantasy Mapmaking" hilft mir sehr :)

ExLibris
19.06.2008, 12:40
Mir gehts genauso, Landkarten finde ich sehr hilfreich. Auf einen Blick kann man sich eine Übersicht über Dimension und Verlauf der Geschichte verschaffen. Ich finde Landschaftsbeschreibungen, Himmelsrichtungen, Gebirgsketten relativ mühsam zu lesen. Ein Blick auf die Karte hilft mir da sehr. Vielleicht fehlt es mir auch ein bisschen an geografischem Verständnis oder Vorstellungsvermögen, aber weite Entfernungen und Wegbeschreibungen ergeben bei mir oft kein rechtes Bild. Ich folge einem Weg und stehe dann vor einem See, wo in meiner Vorstellung eigentlich schon dieses oder jenes Gebirge beginnt, so ungefähr. Beim HdR wär es mir ohne Karte wesentlich schwerer gefallen, die Übersicht zu behalten.

Außerdem verrät die Karte auch einiges über die Geschichte selbst, noch bevor man zu lesen beginnt. Ob es viele verschiedene Orte gibt, ob man weit wandern wird, wieviele Stationen es geben wird, usw. Wenn ich während dem Lesen einen Blick darauf werfe, kann ich vergleichen wo ich mich gerade befinde, und was wohl noch passieren wird um zu diesem oder jenem Ort zu kommen.
Negativ ist mir eigentlich noch keine Karte aufgefallen, manche passen im Maßstab vielleicht nicht so sehr zur Beschreibung, aber so genau nehm ich das nicht. Überladene oder zu sehr verzierte Karten sind mir lieber als garkeine, ich greife höchstens nicht so oft auf sie zurück.

Maranwe
19.06.2008, 18:03
http://www.fantasy-atlas.org/ (So ziemlich alles, was das Herz begehrt! ;) )


ICh bin auch ein riesiger Kartenfan =) Hab schon ettliche an der Wand hängen ind Postergrösse. Halt immer wenn ich eine schöne Welt besuche, sei es in einem Buch oder einem Game, versuche ich an eine Karte zu kommen. Glücklicherweise sind diese oftmals schon dabei =) ich find die so schön und ausserdem sind sie sehr praktisch. ZB. bei einem Game kann man halt eben einen Blick an die Wand machen und man weiss gleich wo man sich wiedermal verlaufen hat *g*

Der Link ist echt super. Hat ja irre viele und auch sehr schöne Karten ^_^ Tolkiens Mittelerde ist auch sehr schön da =)

Faern
20.06.2008, 16:06
Landkarten sind ein nettes Gimmick. Man sieht visuell wo was passiert und wohin die Reise geht. Allerdings kann ich auch gut darauf verzichten, da es für die Story meist unerheblich ist, wo genau in der Welt etwas passiert.
Verschnörkelte Karten, die eigentlich gar keinen Informationsgehalt haben (z.B. die in Hennens Elfentrilogie), könnten sich die Verleger aber von mir aus sparen. :)

Waterstorm
20.06.2008, 17:57
Ich finde es schön wenn es eine Karte in einem Buch hat welche die Welt veranschaulicht. Allerdings gucke ich mir die vielleicht kurz an und dann nicht mehr. Während ich das Buch lese, mache ich mir meine eigenen Bilder und infolgedessen auch eigene Karten. Mir ist es ziemlich egal wie genau sich der Autor die Welt bildlich vorgestellt hat, solange mir die Story gefällt passt das. Während dem Lesen habe ich sowieso keine Zeit die Karte anzuschauen. Da bin ich zu sehr in der Geschichte versunken.

John Doe
21.06.2008, 01:03
Landkarten sind ein nettes Gimmick. Man sieht visuell wo was passiert und wohin die Reise geht. Allerdings kann ich auch gut darauf verzichten, da es für die Story meist unerheblich ist, wo genau in der Welt etwas passiert.

So in etwa sehe ich das auch. In den meisten Büchern, die ich kenne, ist die Karte zwar ein nettes Extra, aber nicht zwingend notwendig, um der Geschichte folgen zu können. Einzig beim "Silmarillion" habe ich bis jetzt oft die Karte zu Rate gezogen, da die vielen Handlungsstränge dieses Romans (wenn es denn überhaupt einer ist) nur unzureichend miteinander verknüpft sind und man sich deswegen schlecht orientieren kann, wo was wann in "Beleriand" geschieht.
Im Spiel "The Elder Scrolls III: Morrowind" war ich auch oft auf die beigefügte Landkarte angewiesen, um die vielen Orte in seiner riesigen Welt schneller auffinden zu können.

Annvian
21.06.2008, 16:08
Ich finde Karten immer sehr schön. Sie sind sehr hilfreich, um bei manchen Welten den Aufbau selbiger überhaupt verstehen zu können.
Denke ich mal an "Die Schwarzen Juwelen" von Anne Bishop. Es gibt dort keine Karte(n), was wirklich schrecklich ist. Ihre Welt besteht aus drei Reichen, die irgendwie miteinandern verbunden sind, aber bildlich vorstellen kann man sich das nicht so richtig. Wobei es hier auch schwer wäre eine Karte zu zeichnen.
Bei Tolkien finde ich die Karten immer sehr schön. Ich hatte den Westen Mittelerdes (wo ist eigentlich der Rest?^^) mal als Poster in meinem Zimmer. Konnte ich immer schön draufstarren und mich freuen. *clap*

Was ich aber nicht leiden kann, sind Karten, auf denen Ortnamen deutsch und teilweise dann aber englisch sind. Entweder hüh oder hott. Aber wenn im Norden z.B. eine "See der Trostlosen Geister" ist und im Westen - was weiß ich - "World's End", dann stimmt doch da irgendwas nicht. Das habe ich aber schon bei mehreren Büchern beobachten müssen, dass der Autor sich scheinbar nicht zwischen deutschen und englischen Begriffen entscheiden kann. Oder die Übersetzung ist Schuld, kann ja auch sein. Trotzdem ekelhaft!

Mim
21.06.2008, 17:28
Bei Büchern ist es mir ehrlich gesagt meistens egal, ob es eine Karte gibt oder nicht.
Gibt es keine Karte, stelle ich mir alles selber vor. Gibt es eine, greife ich gezwungenermaßen immer öfter dazu, um sie mir anzugucken. Eben weil ich weiß, dass es da eine Karte gibt, die die Welt genau beschreibt. Da bleibt mir kein Platz für meine eigene Phantasie, die Karte ist die Richtlinie und gut ist. Man weiß dann schließlich, wie die Welt aussehen muss, für die eigene Kreativität ist kein Platz mehr.
Jedoch finde ich für Bücher, in denen es ständige Ortswechsel gibt, weil aus etlichen verschiedenen Perspektiven geschrieben wurde, eine Karte teilweise sehr hilfreich. Bei einem einzelnen Erzählstrang klappt das Lesen und Verstehen aber wundervoll ohne.

Serafine
26.06.2008, 20:37
Eine Karte muss ich nicht unbedingt bei einem Buch dabei haben. Ich sehe sie mir zwar am Anfang an, aber ich kann mich einfach nicht mit Karten zu recht finden. Es ist aber jedem Autor selbst überlassen eine Karte für seinen Roman anfertigen zu lassen, auch wenn diese eher überflüsig ist und nicht immer dazu beiträgt sich in einer Welt zu recht zu finden. Außerdem finde ich es sowieso besser wenn man noch richtig über die Landsschaft etc. nachdenken kann.

Rotkätzchen
26.06.2008, 22:30
Naja, dass Karten UNBEDINGT nötig sind, solche Romane sind eher selten. Oder zumindest kenne ich wenige, bei denen man ohne Karte verloren wäre. Trotzdem ist es immer eine schöne Beilage.

Essenziell ist sie beim Silmarillion von Tolkien, wie schon gesagt wurde. Zwar wendet Tolkien ganze Kapitel auf, um Landschaften, Gebirgszüge und Reiche zu beschreiben und zu dokumentieren, doch mit den unzählichen Namen und Flüssen und Landstrichen wäre man ohne Karte einfach aufgeschmissen. Ob sie nötig sind, sollte der jeweilige Autor am besten wissen.

Allanon
27.06.2008, 07:48
Land.- bzw. auch Stadtkarten finde ich sehr hilfreich, der Leser hat es viel leichter sich in der jeweiligen Welt zu orientieren. Daneben bekommt man einen genaueren Eindruck wie der Autor sich seine Welt vorgestellt hat. Da durch Karten die Grenzen des Geschehens abgesteckt sind, kann der Autor mehr darin investieren Details zu beschreiben, der Leser hingegen braucht sich nicht unbedingt durch die Wirren von zig Seiten zu kämpfen in denen es nur Land- hoch und runter geht.

liebe Grüße

Allanon

Mila
27.06.2008, 15:10
Ich finde es schön wenn es eine Karte in einem Buch hat welche die Welt veranschaulicht. Allerdings gucke ich mir die vielleicht kurz an und dann nicht mehr. Während ich das Buch lese, mache ich mir meine eigenen Bilder und infolgedessen auch eigene Karten. Mir ist es ziemlich egal wie genau sich der Autor die Welt bildlich vorgestellt hat, solange mir die Story gefällt passt das. Während dem Lesen habe ich sowieso keine Zeit die Karte anzuschauen. Da bin ich zu sehr in der Geschichte versunken.

Ich sehe das ganz genauso wie du.
Eine Karte ist immer schön und somit ein toller Anfang für ein Buch. Auch, wenn man die Karte später nicht mehr oft zu Rate zieht (wie ich es mache). Es sieht einfach schöner so aus :D

Ich hab mal versucht (ich glaube bei "Das Rad der Zeit", was ich übrigens nach dem 5. oder 6. Band abgebrochen habe) zwischendurch auf die Karte zu gucken, um zu sehen, wo genau sich die Personen befinden. Habe das aber schnell wieder aufgegeben. Es nervt einfach, bringt nichts und stört den Lesefluss. Ich meine, ich stelle mir dadurch die Umgebung nicht anders vor oder so *g*

Mürtz
04.07.2008, 22:31
Also ich finde, dass Karten von Gebäuden oder einem bestimmten Gelände, in dem sich ein großer Teil der Geschichte abspielt (wie z. B. bei Emelan, die Schattenkämpferin oder das Licht des Orakels), manchmal sehr hilfreich sein können. Gerade bei der Schattenkämpferin hat mir die Karte sehr weitergeholfen, weil ich mir dadurch die ganze Gilde räumlich viel besser vorstellen konnte, und auch, wo genau sich welche Szene abspielt.

Aber das Beste an Karten ist doch immer noch, sie selbst zu zeichnen! :)
Egal ob mit Bleistift, Buntstiften, Wasserfarben, Finelinern oder Filzstiften - mir jedenfalls macht das immer unheimlichen Spaß! :D

Hathor
05.07.2008, 12:47
Landkarten sind toll. Landkarten sind wichtig. In Reiseführern und Reiseberichten.

In Fantasyromanen nerven sie mich. Am liebsten sind mir Karten, die herausnehmbar und weglegbar sind. Denn wenn beispielsweise am Anfang des Buches eine Karte ist, fühle ich mich immer wieder verpflichtet, darauf nachzusehen. Obwohl es mir eigentlich piepegal ist, ob der Ort Hintertupfing zehn oder zwanzig Meilen nach Vordertupfing kommt und ob der Fluss in Nordsüdrichtung oder Ostwestrichtung oder in Mäandern im Sand verläuft...

Ich mag es, wenn ein Autor so gut (be)schreiben kann, dass ich mir die Gegend oder die Marschrichtung der Helden auch ohne Landkarte vorstellen kann. Wenn der Autor das nicht kann, dann brauche ich erst recht keine Karte. Denn dann kommt mir das erzählerische Unvermögen des Autors erst so richtig zu Bewusstsein.

Kaya
06.08.2008, 20:37
Mir gefällt es immer sehr wenn ich ein Buch aufschlage und dann gleich eine Karte sehe. Sie hilft dabei sich die Welt besser vorzustellen und man weiß immer gleich wo sich die Hauptcharaktere befinden. Was mich an Karten stört ist wenn es ein großes Meer gibt und dieses im Westen liegt weil ich das schon so in vielen Büchern gesehen hab. Mir würde es aber gefallen wenn die Karten von dem Schwarz-Weiß-Schema abweichen würden, ich will jetzt nicht das die Karte knallbunt ist sondern einfach nur ein paar zusätzliche Farben z.B. von J.R.R. Tolkien - Der Herr der Ringe da ist in der Karte ja noch die Farbe Rot dabei aber leider das große Meer im Westen...Tja man kanns nicht jedem Recht machen^^

ich
07.08.2008, 22:42
Ich schätze Mal, hier gibt es eh niemanden, der etwas gegen Langkarten hat. Falls doch, gehöre ich nicht dazu.*les*

Livrion
07.08.2008, 23:08
Denn dann kommt mir das erzählerische Unvermögen des Autors erst so richtig zu Bewusstsein.

Kommt auf die Ausmaße an.
Kein Autor, sei er noch so gut, könnte dir allein durch seine erzählerischen Fertigkeiten darstellen, was es heißt, einmal quer durch den Kongo zu wandern. Am Ende hätte man jedenfalls kein komplexes Bild des Landes vor Augen.

Und wenn er es schafft, würde so manch einer wieder über zu lange Landschaftsbeschreibungen meckern.

Mir helfen Landkarten jedenfalls.

Dorrien
08.08.2008, 09:27
Ich finde Landkarten gehören gerade bei Fantasy zu einem Buch auf jeden Fall dazu.

Wenn ich z.B. an Herr der Ringe denke, wäre ich ohne karte, trotz einer sehr detailierten Erzählweise und eigener Vorstellungskraft und Phantasie , doch ein bißchen aufgeschmissen gewesen.

Auch bei "Die Gilde der schwarzen Magier" von Trudi Canavan fand ich gerade die Karte der Gilde durchaus Hilfreich.

Aber auch hier ist es wie mit allem anderen auf dieser Welt. ist immer Geschmacksache udn die sind ja bekanntlich verschieden.

Hathor
11.08.2008, 22:08
@Elyvrion: Da hast du meinen Satz ja ganz schön aus dem Kontext gerissen und die Hauptsache unterschlagen ;)

Aber egal.
Ich bleibe dabei: bei fiktiven Geschichten brauche ich keine Karte. Ebensowenig wie ich eine Illustration der Charaktere brauche. Wozu auch? Ich kann ja doch nicht diesen fiktiven Ort bereisen und brauche daher auch keinen Wegweiser.

Wenn eine Karte allerdings schön gezeichnet ist, hat sie als Dekoration natürlich ästhetischen Wert :D

KOSMOS77
31.08.2008, 18:52
Ich finde Karten sehr sinnvoll gerade bei Fantasy.Weil es meistens immer eigene Welten gibt.Bei manchen Büchern hat es mich schon gestört das keine Karte dabei war und man echt keinen Plan hatte wo die Leute gerade waren.

Amandil
31.08.2008, 20:34
ich mag auch karten in fantasybüchern, da man sich dort immer gut orientieren kann und immer genau weiß wo was stattfindet. man versetzt sich meiner meinung nach auch mehr in die welt des buches.

Antigone
01.09.2008, 08:30
NOrmalerweise mag ich Landkarten in Fantasy-Büchern - da kann man immer bequem nachschauen, wo der Held gerade ist. Außerdem gibt es dem ganzen so einen hübschen "realistischen" Anstrich.

Aber im MOment mag ich Landkarten gar nicht, weil ich nämlich gerade zu meinem eigenen Roman eine zeichnen sollte. Dh. alles, wo ich mich bis dato in vage Ortsbeschreibungen und schwammige Zeitangaben geflüchtet hatte, muss ich mir jetzt wirklich mal gründlich überlegen, und das gefällt mir gar nicht... *grummel*

lg, A.

kilim
01.09.2008, 09:42
Also ich hab nichts gegen ne schöne Landkarte einzuwenden, aber dringend notwendig ist sie nicht.
Es kommt eben nur drauf an, wie der Autor seine eigene Welt (oder Stadt) beschreibt. Ein richtig guter Autor bringt (meiner Meinung nach) den Leser dazu, sich den Ort der Handlung, auch ohne eine gezeichnete Landkarte, gut vorstellen zu können.
Zum Beispiel hab ich von Ankh-Morpork (hey Terry Pratchett) noch keine Karte gesehen, aber diese Stadt wird (zugegebenermaßen, aufgestückelt auf mehrere Bücher) so gut beschrieben, dass man nach einiger zeit sogar selbst ne Karte zeichnen könnte...
Also... die Karten von Mittelerde sind echt klasse. Es gibt aber auch andere, wo man wirklich merkt, dass sich irgendwie niemand so recht Mühe gegeben hat.
Aber... Karten -> toll... muss aber nicht unbedingt sein.

Hui... das wars ;)

@ Antigone: Wieso musst du ne Karte zeichnen? Und... ja, wenn man nen Roman schreibt, dann muss man sich wirklich von Anfang an über die Zeitlinie und auch über das Aussehen der erschaffenen Welt 100%ig klar sein.
Ansonsten kommt man irgendwann völlig durcheinander.

Und für alle als Anmerkung: Ich arbeite im Moment an einem kleinen "Sachbuch" in dem ich auf lustige Weise zu erklären versuche, wie man am Besten ne eigene Welt (mit allem drum und dran) erschafft.
Sobald es auf euch losgelassen werden kann, schreib ichs hier ins Forum. :)

Antigone
01.09.2008, 10:42
wenn man nen Roman schreibt, dann muss man sich wirklich von Anfang an über die Zeitlinie und auch über das Aussehen der erschaffenen Welt 100%ig klar sein.
Ansonsten kommt man irgendwann völlig durcheinander.

Und genau das ist der Grund, warum ich es jetzt doch tun MUSS.

lg, A.

Hathor
01.09.2008, 16:47
Ich lese gerade einen historischen Roman aus der Zeit Karls des Großen. Und hier ist eine Landkarte sehr praktisch, denn so kann ich immer nachsehen, wo die Grenze zu Neustrien, Austrien oder dem Langobardenreich verläuft.

Ich korrigiere also mein erstes Statement dahingehend, dass Landkarten nicht nur in Reiseführern, sondern auch in historischen Romanen sehr hilfreich sind.

zyrozz
01.09.2008, 18:02
Also ich muss sagen das Landkarten am Anfang eines Buches schon total super aussehn, mir persönlich bringen sie aber nichts da ich mir durch meine eigene Vorstellung das Land vorstelle was der Autor beschreibt, das passiert bei mir sogar automatisch. Genauso wie gemahlte Charakter auf dem Buchcover gut aussehn, meine Vorstellungskraft die aber immer anders aussehn lässt.

Nightfarer
03.09.2008, 14:09
Landkarten sind schon gut, wenn man die in Büchern hat, bei manchen kommt man einfach nicht mehr hinterher wo die Hauptfigur jetzt überhaupt ist. (z. B. Feuerbote, da wäre eine karte nicht schlecht gewesen).
Aber Grundsätzlich kommt es für mich darauf an, ob der Autor wirklich eine Karte braucht oder nicht. Sie sind schön zum Ansehen und zurechtfinden, doch manchmal einfach unnötig. Es kommt immer auf den Leser an, jeder hat so seinen eigenen Geschmack.

An'wén
03.09.2008, 18:18
Karten sind für mich auch ganz wichtig, denn gerade durch eine schön gestaltete Karte gewinnen die Bücher noch eine ganz andere Athmosphäre ... es gibt dem Ganzen eine ganz andere Tiefe, denn eine Karte beweist in den meisten Fällen, dass man sich nicht nur eine ganz nette Geschichte ausgedacht, sondern gleich eine ganze Welt erdacht hat.

Enduni
12.09.2008, 21:26
Ich mag Karten in Fantasy grundsätzlich. Nicht nur, weil sie das einzige sind, was ich halbwegs passabel zeichnen kann, auch mag ich es, wie die meisten, eben genau zu wissen, wo man denn jetzt ist. Manchmal geht eine Reise über mehrere hunderte Seiten lang, manchmal wechseln die Orte einfach ... und es wird unübersichtlich. Blick in die Karte hilft, weiterlesen und keine Fragen dazu mehr im Hinterkopf haben. :)
Zum Nutzen einer Karte als Fantasyautor aus meiner Sicht; Enorm. Ohne eine solche Karte würde ich mich nicht in meiner eigenen Welt zurecht finden und sie wäre garantiert nicht so detailliert oder namensreich wie mit Karte. Die Flüsse, Gebirge, Städte, der ganze leere Platz da regt mich einfach an, mir Namen und Geschichten für die Gebiete zu überlegen, eben das Ganze mit Leben zu füllen. Ich habe ein grobes Gerüst und klatsche meine Gedanken daran; sehr spaßig. Auch sind Karten unerlässlich, wenn es um politische Konflikte geht. Denn die Geographie ist es meistens, die Kriege auslöst, die den Handel und das Handeln der Menschen bestimmt. Wo eine Wüste liegt, müssen Karawanenstädte sein, wo eine Küste liegt, ist zweifelsohne eine Küstenstadt, wo ein Berg oder ein Kreuzweg liegt, ist obligatorischerweise eine ziemlich wehrhafte oder aber florierende Stadt aufgebaut. Flüsse und ressourcenreiche Gebiete locken die Menschen an. All solche Gedanken kann ich mir nicht aus dem Blauen heraus machen, sondern sie kommen mir eben erst mit dem Zeichen. Sonst würde ich meine Gedanken eben nur in leere Luft klatschen.

Gruß,
Enduni

Das Forenpelztier
13.09.2008, 17:12
Ich habe etwa mit neun begonnen, mir Fantasygeschichten auszudenken, die sich dann quasi wie Filme in meinem Kopf abspielten. Das Problem war aber, dass es eigentlich keine richtige Welt gab, in welcher sie spielten.

Deshalb begann ich etwa mit zwölf, Karten zu zeichnen. Diese Karten sahen grauenhaft auf, aber dank dieser Karten begannen meine Geschichten langsam, Substanz zu kriegen. Sie wurden farbiger.

Ich denke, ohne Karte und Welt wäre es mir gar nicht möglich, eine Geschichte zu schreiben.

Black Knight
27.09.2008, 14:20
Für mich muss schon eine Karte da sein.
Ich lege bei einem Fantasyzyklus gerne den Weg, den die Charaktere gingen mit meinem Finger zurück. Außerdem ist es immer interessant zu sehen was es noch für Orte in der Geschichte gibt.;)

Das mit dem Sachbuch ist eine geniale Idee!*grins*
Ich versuch selber Geschichten zu schreiben aber ich komm dann einfach nicht weiter. Aber an Ideen mangelts mir nicht.
Gruß Black Knight

Ts4EVER
27.09.2008, 15:01
Zum Beispiel hab ich von Ankh-Morpork (hey Terry Pratchett) noch keine Karte gesehen, aber diese Stadt wird (zugegebenermaßen, aufgestückelt auf mehrere Bücher) so gut beschrieben, dass man nach einiger zeit sogar selbst ne Karte zeichnen könnte...


In der englischen Version von "Night Watch" gibt es eine Karte der Stadt.

Relind
13.10.2008, 14:34
Ich persönlcih finde, dass Karten wirklich total hilfreich sind, wenn man sich die "Welt" und Umgebung eines Fantasy-Romans bildlich vorstellen will.
Es gibt zwar auch Karten in denen Kaum mehr eingezeichnet ist, als der Weg, den die Hauptperson zurücklegt und wo man dann gerne wüsste, was so drumherum sein soll, weil zwar über die Umgebungen dort geredet wird, aber sie nicht eingezeichnet sind.
In dem Fall bringt einen die Karte einerseits weiter, andererseits ist sie auch ein wenig verwirrend.
LG
Relind

Conan
22.10.2008, 20:44
Für mich sind Landkarten ein ganz nettes Extra in einem Buch - oder besser gesagt zu einer Geschichte, viel mehr jedoch nicht. Wenn ich ein Buch lese und eine Karte vorhanden ist, dann ist das schön, aber nicht sehr wichtig. Ich werfe auch meistens erst ganz zum Schluss einen genauen Blick darauf. Dann sehe ich natürlich auch, ob die Welt auf der Karte genauso oder zumindest so ähnlich aussieht, wie ich sie mir während des Lesens vorgestellt habe.
Vorher greife ich eigentlich nie auf sie zurück, denn die eigentliche Handlung ist mir wichtiger, als gleich zu wissen, ob nun ein bestimmter Ort z.B. im Norden oder Süden liegt. Eine schön detailliert gezeichnete Karte hat auch für mich mehr einen estätischen Wert, als einen informativen.
Was ich gar nicht leiden kann ist, wenn die Karte nur lose im Buch beiliegt - das wirkt auf mich wie eine Art "Beipackzettel". Denn bei einem Buch braucht meiner Meinung nach nichts extra zu liegen. Eine Karte (wenn sie denn sein muss) sollte sich irgendwo in den letzten Seiten der Lektüre befinden, das wäre am besten.

Ich kann mir allerdings gut vorstellen, das für einen Autor eine Karte gewiss wesentlich wichtiger ist als für mich. Denn wie hier schon geschrieben wurde, kann sie beim Erschaffen neuer Welten ungemein hilfreich sein, um einerseits den Überblick zu behalten und andererseits, um neue Ideen mit in die Geschichte einzubringen. Mir muss sie der Autor allerdings nicht unbedingt zeigen, denn wenn ihm die Beschreibungen in seinem Buch gut gelungen sind, dann kann ich mir die Lage der Orte auch aus der Handlung "herauslesen".

Nilrea
22.10.2008, 21:28
Es kommt ganz auf die Karte an. Wenn sie mir gut gefällt, dann mag ich Karten in einem Buch sehr gerne. Zum Beispiel natürlich die von Mittelerde oder auch aus dem Rad der Zeit. Da schaue ich dann auch während des Lesens drauf um mich zurechtzufinden.

Allerdings sollte eine Karte schon eine Karte sein, finde ich. Es gibt Bücher, die sind praktisch nur eine Skizzierung, grob die Länder und jeweiligen Hauptstädte eingezeichnet und das wars dann. Ein Beipiel dafür ist z.b. "Die Zwerge". Soweit, wie diese Karten einem helfen kann man es sich auch sehr gut selber vorstellen und es stört eher die Fantasie als dass es der Vorstellungskraft hilft, sich die Welt besser vorzustellen.
Solche Karten mögen dann für den Autor hilfreich sein, aber dann soll er sie auch für sich behalten.

Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass für diese Karten lediglich 10 min von dem Buchdesinger aufgewendet wurden, eben weil in einem ‘richtigen‘ Fantasy Buch auch eine Karte sein muss, was ich für völligen Blödsinn halte. Theoretisch war sowieso Tolkien der erste, der damit angefangen hat und das heißt doch noch lange nicht, dass ihn alle nachahmen müssen.

Enduni
23.10.2008, 16:33
*besser weiß* Noch vor Tolkien hat Robert E. Howard für seine Conanbücher eigene Karten entworfen, selbst wenn sie nicht für den Roman oder die Kurzgeschichten gedacht waren, sondern mehr als Gedächtnisstütze für ihn. Auch wenn der Conanschöpfer natürlich nicht unbedingt den Einfallsreichtum bei Völkern und Namen hatte, den der gute Tolkien an den Tag legte, war er mit der Karte doch etwas schneller. ,) Aber sicher kam auch ihm irgendjemand zuvor. :)

Gruß,

marxn
23.10.2008, 17:02
Karten sind cool!!!

Ich schaue mir sehr gern Karten an und zeichne auch selbst gern welche.
Sie geben mir bei vielen Büchern einfach en Rückhalt und außerdem erfährt man durch Karten auch bestimmte Aspekte der Story, man bekommt ein gefühl für die Weite des Landes, kann sehen wie realistisch der Autor seine Story umgesetzt hat. Hat er sich über bewährte Klischees wie z.B. die kühlen Nordmänner oder die lebendigen Südländer hinweggesetzt oder nicht. Sicher sind das meist Sachen, die dem scharfsinnigen Leser auch durch die Lektüre auffallen dürften, aber für den gemütlichen Leser, der gern auch mal vergisst, was auf den letzten paar Seiten stand, ist so eine Karte schon echt knorke^^.

Angelius
28.10.2008, 19:53
Ich lege eigentlich recht viel Wert auf eine Karte. Sie hilft mir bei der Orientierung in einer bei Fantasybüchern oft komplexen Welt. Doch ich komme auch ohne aus. Meine Lieblingsbücher sind sogar ohne eine Karte (First Law Trilogie). Insgesammt ein äußerst nettes und brauchbares Gimmik, macht das Buch meiner Meinung nach qualitativ hochwertiger, wie z.B ein Gebundenes Buch oft schöner ist als ein Taschenbuch.

LiN
07.11.2008, 20:49
Die Karten in Büchern gefallen mir oft sehr, vor allem, wenn man sieht, dass sie gezeichnet wurden und nicht per Computer animiert sind!^^
Ich finde sie am hilfreichsten, wenn die Charakter des Buches eine Reise oder Ähnliches unternehmen, da man so die Wege, die eingeschlagen werden, genau verfolgen kann.
Ansonsten verlasse ich mich oft auf meine eigene Vorstellungskraft.
Doch Karten sind schon was schönes, wenn sie genau und vorstellbar gezeichnet sind. Manche der Zeichnungen erinnern mich immer eher an ein Spielfeld oder ein Kinderbuch mit Bildern, doch wieder andere haben echt Klasse! :)

Jedenfalls sind sie ein nützlicher Zusatz, der es einem ungemein erleichtert, sich in der Welt zu orientieren. *ja*

Fanni_
07.11.2008, 20:56
Bei mir isch es net so das mir ohne Karte was fehlt aber wenn eine Karte enthalten isch dan schau i scho öfter ma nach zB um zu wissen wie weit die Personen gereist sind.

Invisible Hand
09.02.2009, 22:33
Ich mochte Karten schon immer und habe früher auch oft selber welche gezeichnet.

Es hilft mir in die Welt einzutauchen und sie mir zu visualisieren. Mir passiert es sonst oft, dass ich mir etwas in bestimmter Weise vorstelle und das dann von der Geschichte später widerlegt wird. So was zerstört dann immer die Atmosphäre.

Silberblut
14.03.2009, 11:18
Eine Karte ist immer sehr hilfreich. Natürlich finde ich es besser, wenn sie zudem noch gut gezeichnet und detailliert ist, wie es zum Beispiel bei Andreas Hancocks Illustrationen der Fall ist.

Wichtig ist mir aber auch, dass auf gewisse geographische Dinge geachtet wird. Unter welchen Bedingungen haben sich Gebirge aufgetürmt? Passt das Klima zur Lage im Gradnetz und lässt sich mit maritimen und kontinentalen Einflüssen vereinbaren? Fantasy bedeutet für mich nicht, dass man solche groben Fehler begehen und zur Not mit Magie erklären darf.

engelchen
11.04.2009, 12:35
Wichtig ist mir aber auch, dass auf gewisse geographische Dinge geachtet wird. Unter welchen Bedingungen haben sich Gebirge aufgetürmt? Passt das Klima zur Lage im Gradnetz und lässt sich mit maritimen und kontinentalen Einflüssen vereinbaren? Fantasy bedeutet für mich nicht, dass man solche groben Fehler begehen und zur Not mit Magie erklären darf.

da hast du auch recht, aber wenn ein Autor nun von all diesen Dingen keine Ahnung hat? Mal ehrlich, Fantasy ist doch eh total unrealistisch, mit den gnazen Drachen, Elfen, usw. Warum also ausgerechnet bei deiner Landkarte auf die Realität pochen? Das finde ich unnötig. Schließlich müssen nicht alle Welten so aufgebaut sein wie unsere, oder? Es könnte ja auch sein, dass die Welt eine Scheibe ist, die sonne darüber wandert, und wenn man zu weit mit dem Schiff fährt, fällt man runter. *grins**grins*

Ansonsten schließe ich mich euren Meinungen an, Karten sind extrem hilfreich und veranschaulichen das gnaze sehr. Zum Beispiel beim Auge der Seherin fand ich es sehr schade, dass keine Karte vorhanden war.

Mürtz
13.04.2009, 13:03
Wichtig ist mir aber auch, dass auf gewisse geographische Dinge geachtet wird. Unter welchen Bedingungen haben sich Gebirge aufgetürmt? Passt das Klima zur Lage im Gradnetz und lässt sich mit maritimen und kontinentalen Einflüssen vereinbaren? Fantasy bedeutet für mich nicht, dass man solche groben Fehler begehen und zur Not mit Magie erklären darf.

Solche Details sind mir auch sehr wichtig, und genau das ist mein Problem, wenn ich selbst Geschichten zu schreiben versuche. Immer dann, wenn ich das Gefühl habe, jetzt endlich ist meine Welt geografisch/klimatisch und so weiter logisch aufgebaut, entdecke ich den nächsten Fehler. *schmoll* :rolleyes:

Meine bis jetzt beste Methode, dieses Problem zu umschiffen, ist, das Gebiet, in dem die Geschichte spielt, so klein wie möglich zu halten, dann kann man am wenigsten falsch machen... :D

Silberblut
13.04.2009, 13:08
da hast du auch recht, aber wenn ein Autor nun von all diesen Dingen keine Ahnung hat? Mal ehrlich, Fantasy ist doch eh total unrealistisch, mit den gnazen Drachen, Elfen, usw. Warum also ausgerechnet bei deiner Landkarte auf die Realität pochen? Das finde ich unnötig. Schließlich müssen nicht alle Welten so aufgebaut sein wie unsere, oder? Es könnte ja auch sein, dass die Welt eine Scheibe ist, die sonne darüber wandert, und wenn man zu weit mit dem Schiff fährt, fällt man runter. *grins**grins*

Ich bevorzuge es, wenn eine Fantasywelt nicht völlig befremdlich wirkt. Das liegt auch daran, dass ich mich trotz meiner Vorliebe für Fantasyliteratur für alle Arten von Wissenschaften interessiere. Schließlich basiert die Fantasyliteratur auf Mythen und Legenden der realen Welt, da ist es nur naheliegend, wenn man den Bezug noch deutlich zur Geltung bringt. Fantasywelten sollten sich nicht allzu weit von der Realität entfernen, denn dann wird es schwierig, die Stimmigkeit zu bewahren.

SargAsmus
13.04.2009, 13:33
Wichtig ist mir aber auch, dass auf gewisse geographische Dinge geachtet wird. Unter welchen Bedingungen haben sich Gebirge aufgetürmt? Passt das Klima zur Lage im Gradnetz und lässt sich mit maritimen und kontinentalen Einflüssen vereinbaren? Fantasy bedeutet für mich nicht, dass man solche groben Fehler begehen und zur Not mit Magie erklären darf.

da hast du scheinbar ganz andere vorlieben als ich. wenn in einer fantasywelt kräfte wirken (nennen wir sie mal magie), die mMn in der realen welt so nicht existieren, dann kann auch die gestaltung der welt völlig neuartig sein und muss nicht zwangsweise den uns bekannten regeln folgen. das ist so ähnlich wie mond und erde: auf dem einen himmelskörper wirkt das wasser als kraft nicht, auf dem anderen eben doch. für mich ist es gerade die aufgabe des fantasy-genres, welten mit regeln und gesetzen zu erschaffen, die NICHT an die realen angepasst sind. sonst kann ich auch die biographie eines physikers lesen. wichtig ist mir aber, dass die welt in sich stimmig ist.
ich mag karten in büchern, um mich besser orientieren zu können und grössenverhältnisse (zB wüste vs fruchtbares land) besser einschätzen zu können. die entstehung der welt interessiert mich primär nur, wenn sie für die geschichte interessant ist.

Yarea
15.04.2009, 17:51
Ich mag Karten ebenfalls, sehe auch oft Routen nach, vergleiche Heeresaufstellungen und versuche so schon im Vorherein die taktischen Vorzüge der jeweiligen Seite zu erraten. (Was z.B. Rückzugsmöglichkeiten, Einengung, Untergrund etc. betreffen kann)
Ich bin nicht der Meinung, das alles umbedingt klimatisch korrekt aufgebaut werden muss, doch dass ein Regenwald nicht natlos in eine Wüste übergeht, das verlange ich schon;)
Es kommt aber auf jeden Fall auch immer auf die jeweilige Welt und das Verhältnis von Fantastischem zu Realem an. Ist eine Welt von vornherein komplett anders, da kann der Autor auch sagen das Wasser fliegt.
(Schönes Beispiel dafür: die Spiegelweltromane von Terry Pratchet. Die Welt ist eine Scheibe, die auf dem Rücken von vier Elefanten steht, die wiederum auf dem Rücken einer riesigen Schildkröte stehen die durch das All wandert. In dieser Welt ist Licht auch eine träge Masse u.v.m.)
Unterscheidet sie sich in den Naturgesetzen aber nicht von unsrigen, sondern ist eher eine magische Mittelalterversion, verlange ich schon eine gewisse Grundlogik auch aus wissenschaftlicher Sicht.

AQUILA
18.04.2009, 08:18
Mir persönlich gefallen Karten in Fantasyromanen sehr gut- sofern sie gut gemacht sind.
Ich bevorzuge die etwas größeren, herausnehmbaren Karten, wie beispielsweise in der Herr der Ringe Collectors Edition.
Ich finde es angenehmer vor einer herausnehmbaren Karte zu sitzen und den Weg meines Helden verfolgen zu können als immer umblättern zu müssen um irgendwo auf einer mini Karte zu entschlüsseln wo der Held sich denn gerade herumtreibt.

Wenn die Karten gut gemacht sind, egal ob im Buch oder zum herausnehmen, finde ich sie generell auf jeden Fall hilfreich

Alex
18.04.2009, 13:58
manchmal benutze ich diese Karten wen die Handlung schnell von einem Ort auf den anderen geht und ich überprüfen will ob ich alles verstanden habe.
:):):):):):)
Grundsätzlich aber eher nicht weil ich dan so ihn die Handlung versunken bin das mir das andere dan egal ist.:D:D
manchmal ist es auch so das man diese Harten überhaubt nicht versteht weil sie schlecht gedruckt oder zu viel beschrieben sind.
Dan verlasse ich mich ganz auf meine Fantasy und stelle mir es einfach so vor:D:D:D.

Silberblut
19.04.2009, 12:56
da hast du scheinbar ganz andere vorlieben als ich. wenn in einer fantasywelt kräfte wirken (nennen wir sie mal magie), die mMn in der realen welt so nicht existieren, dann kann auch die gestaltung der welt völlig neuartig sein und muss nicht zwangsweise den uns bekannten regeln folgen. das ist so ähnlich wie mond und erde: auf dem einen himmelskörper wirkt das wasser als kraft nicht, auf dem anderen eben doch. für mich ist es gerade die aufgabe des fantasy-genres, welten mit regeln und gesetzen zu erschaffen, die NICHT an die realen angepasst sind. sonst kann ich auch die biographie eines physikers lesen. wichtig ist mir aber, dass die welt in sich stimmig ist.
Natürlich geht das. Doch es dürfte sich als schwierig erweisen, eine völlig eigenständige Welt zu erschaffen, in der die Naturgesetze eine untergeordnete Rolle spielen, ohne dass die Stimmigkeit darunter leidet. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass ich einen konkreten Realitätsbezug brauche, immerhin bietet unsere Welt so viel, dass daraus etwas Phantastisches erschaffen kann, ohne alles bisher Dagewesene auf den Kopf zu stellen. Daher habe ich eine Vorliebe für den phantastischen Realismus entwickelt - und dazu gehört natürlich primär, dass die Welt realistisch wirkt - Tektonik, Klima, Vegetationszonen ...

Meine Vorstellung der Magie lässt sich wohl am ehesten mit der Macht aus Star Wars beschreiben. Ein Korrekturfaktor, ein unbewegter Beweger, der selten aktiv ins Geschehen eingreift, sondern die Dinge in die richtigen Bahnen lenkt, wann immer es die Gelegenheit erlaubt. Sie ersetzt nicht die Naturgesetze - sie ergänzt diese. Das verleiht ihr in meinen Augen ein noch geheimnisvolleres Wesen, da sie ja nicht greifbar ist. Diese Vorstellung ist wohl auch ausschlaggebend safür, dass die Welt möglichst realistisch wirken soll, da sie die Naturgesetze eben nicht ersetzt.

Logos
20.04.2009, 21:27
Zitat von Silberblut
Natürlich geht das. Doch es dürfte sich als schwierig erweisen, eine völlig eigenständige Welt zu erschaffen, in der die Naturgesetze eine untergeordnete Rolle spielen, ohne dass die Stimmigkeit darunter leidet. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass ich einen konkreten Realitätsbezug brauche, immerhin bietet unsere Welt so viel, dass daraus etwas Phantastisches erschaffen kann, ohne alles bisher Dagewesene auf den Kopf zu stellen. Daher habe ich eine Vorliebe für den phantastischen Realismus entwickelt - und dazu gehört natürlich primär, dass die Welt realistisch wirkt - Tektonik, Klima, Vegetationszonen ...


Hm, da in vielen Fantasy Geschichen nicht selten schwebende Städte auf Felsen und unendlich tiefe Schluchten vorkommen, finde ich es schwierig zu sagen, ob überhaupt physikalische Gesetze eine Rolle spielen. Zunächst einmal müsste man definieren was ein Naturgesetz in der jeweilgen Welt bedeutet.
Wenn die Erdoberfläche auf der Karte selbst gemeint ist, dann sind der Fantasy keine Grenzen gesetzt.
Steht ein Kilometerhoher Haufen von spitzen Felsen im Flachland, wie Helgrind in Eragon, dann könnte es sich um einen Shiprock, also um einem zerfallenen Vulkan handeln. Plötzlich auftretende Gewitter benötigen keine genauere meteorologische Logik, denn bei den meisten Karten ist ein riesiges schier endloses Meer abgebildet, hinter dem sich aber Kontinente verbergen könnten, die für relevante Strömungen verantwortlich sind. Zu weiteren Phänomenen fehlt mir jetzt leider die Fantasy.:D
Nur so nebenbei, ich bin kein Paolini Fan, aber mir gefielen bestimmte Beschreibungen der Umgebung, wie zum Beispiel die Entstehung eines Meeresstrudels und ganz simpel die Darstellung der Berggipfel des Beorgebirges, die nur bis zu einer bestimmten Höhe Gletscher besitzen und oberhalb der Zone, wo Wasserpartikel immer seltener auftreten, aus kahlem Fels bestehen. Insofern wird die Physik erfolgreich für phantastische Phänomene verwendet, denn sowieso erschöpft sich die menschliche Fantasy aus bekannten Abläufen, derren Grenzen erforscht werden will.

Ach ja und ich liebe Karten. Besonders wenn eine Geschichte darüber handelt und bereits herumgegrübelt werden kann, wie der Ablauf der Erzählung sein könnte. Falls keine Karte vorhanden ist, so wird eine imaginäre Karte automatisch produziert.*ja*

Dragonologist
08.02.2010, 14:53
Wenn im Buch gleich auf der ersten Seite eine Landkarte ist, überblättere ich sie einfach. Noch sagen mir die Orte nichts und oft sind sie so simpel, dass ich erst Wissen über die Orte sammeln muss, damit sie mich auch auf der Karte faszinieren. Am Besten finde ich Anhänge, wo man, wenn einem das Buch gefallen hat, noch weiter eintauchen kann. Also eine Faltkarte hinten statt vorne. Ich mag auch Karten, die ich illustrieren und einfärben kann; ich zeichne sehr gerne und besonders Karten zeichnen ist eine wunderschöne Beschäftigung, bei der sich Geschichten im Kopf entwickeln.
Selten verfolge ich Wege nach, die im Buch beschrieben sind; es ist eher so, dass ich mir bei Fantasy-Landkarten überlege, was noch nicht beschrieben wurde und welche Abenteuer ich dort erleben würde.
Und Landkarten sollten gut sein, eher detailliert und mit nicht allzu vielen weißen Flecken; ebenso mag ich klare Abgrenzungen von Land und See und was ich nicht leiden kann, sind Karten die an allen Seiten kein Ende haben, wo es einfach weiß weitergeht, wenn man den Rahmen des Bildes weiterdenkt.

Koboldkind
13.02.2010, 23:00
Karten im Buch sind gut. Ich liebe Karten, gut designt, daher ist eine, wo man sieht das sie nur der Orientierung halber dabei ist, bei mir auch gleich ein Minuspunkt. Die Orte und alles sagen mir zwar noch nichts, aber ich blättere immer wieder gerne zurück. Ich brauche eben meine Orientierung.

Vor allen für mich selbst mache ich zu meinen Geschichten sehr gerne Landkarten. Da kann ich nachvollziehen, wo welches Volk liegt, welche Landschaftlichen Eigenheiten es gibt und wo welche Städte liegen, und kann ungefähr abschätzen, wie lange eine Reise von A nach B realistisch braucht (ansonsten neige ich dazu, die Reise in drei Tagen abzukürzen). Das HeRing gut 1 1/2 Jahre gedauert hat hätte ich so nie geglaubt, wenn es nicht diese schicke Karte gäbe.
An sich dürfen die Karten aber auch gerne mehr Details enthalten. Ansonsten kann man sie ja auch weglassen. In der Fantasy, sag ich mal pauschal, braucht man sie eigentlich auch nicht, weil man sich als Leser die Welten doch selbst zusammenreimt. Es war ja schon ein Riesenakt, die Karte von Ankh-Morpork zu machen, Pratchett meine ja selbst, dass er seine Karte hat und der Leser seine eigene. Wo genau auf der Scheibenwelt liegen die ganzen Kontinente? Liegt ganz im Ermessen des Lesers.

Michael
14.02.2010, 21:39
Eine richtig gute und schön gezeichnete Landkarte schmückt nicht nur ein Buch, sie macht die fantastische Welt auch ein klein bisschen wirklicher und anfassbarer. Bei umfangreichen Geschichten (wie HdR) helfen sie, den Faden nicht zu verlieren und die Geschichte nachvollziehen zu können (Entfernungen, Reisezeiten, Grenzen usw.) Schlechte Karten kann man gottseidank ignorieren.