Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : The Blair Witch Project
Das Blair Witch Projekt führt uns auf die Spur von drei Filmstudenten, die eine Dokumentation über die legendäre Blair Witch in Burkittsville, Maryland, drehen wollen. Zuerst filmen sie ein paar Bauernlümmel (und erhalten dabei einige Informationen über die sagenumwobene Hexe), dann gehen die drei unter der Führung von Heather (die Schauspieler tragen im Film ihre eigenen Namen!) in den nahegelegenen Wald, in dem die Hexe angeblich leben soll. Von diesem Trip kehren die drei niemals zurück. Was wir, die Zuschauer, sehen, ist das "rekonstruierte" Material, das die drei der Nachwelt hinterlassen haben. Material, das nur bedingt erschlossen und verstanden werden kann. Die drei, so erfährt der Zuschauer, haben sich im Wald verirrt, wo sie von einer unbekannten Kreatur in Angst und Schrecken versetzt wurden.
Der Film war für mich verstörend. Zum einen fand ich diese Kameraführung viel zu übertrieben und zu sehr auf "Echt-Doku" getrimmt. Das hat mich wirklich gestört und oft von der Handlung abgelenkt.
Die Story selbst ist reißerisch erzählt, manchmal war die Spannung wirklich nervenzerfetzend. Der Schluss hat mich dann doch ein wenig enttäuscht, er kam zu abrupt.
Ich kann nicht behaupten, dass mir der Film gefallen hat. Aber eine gewisse Faszination kann ich ihm auch nicht absprechen.
Blair Witch 2 kenne ich nicht, und ich habe auch nicht das Bedürfnis, ihn anzusehen.
Ich fand Blair Witch echt klasse. Was dir nicht gefallen hat, fand ich wiederum mal wieder gut. Gerade dadurch das die Kameraführung zum Teil echt ruppig war hat man doch das Gefühl bekommen mitten drin zu sein.
Gut der Schluß war mist aber ansonsten ein mal ganz anderer Horrorfilm.
Bei diesem Film wusste ich lang nicht was ich davon halten soll und bin mir auch heut noch nicht sicher. So richtig vom Hocker gerissen hat er mich jedenfalls nicht.
Ich fand die Kameraführung nicht schlecht, war mal was anderes, wenn auch zeitweise bissi übertrieben. Dennoch hatte der ganze Film etwas an sich, das faszinierte.
Außerdem war die ganze Gesichte, wenn man anfangs unaufmerksam war (und das war ich beim ersten Mal sehen) nicht wirklich stimmig. Erst als ich einige Zeit später zu dem gezwungenen Vergnügen kam, ihn noch mal sehen zu dürfen, hab ich mich dann auch mit dem Ende zufrieden stellen können. Aber für einen Horrorfilm, fehlte mir noch das gewisse Etwas.
Im alten Forum hab ich schon zwei Rezensionen zu diesem Film geschrieben. Ich kann das ja hier in einer abgekürzten Fassung wieder machen *g*
- Kameraführung war sehr stimmig und passte sehr gut. Habe dies keinesfalls als Störung empfunden, im Gegenteil
- Charaktere und das damit verbundende Geschreie und Gemotze authentisch
- Das Böse, das man im gesamten Film nicht sieht, dennoch aber präsent ist, ist angsteinflößend
- Einige Szenen waren mehr als gelungen:
Die Rückgabe der Zähne
Die Kinderstimmen in der Nacht
Die wahr gewordene Saga am Ende des Films (1 Kind steht in der Ecke...)
Entgegengesetzt vieler Meinungen, finde ich das Ende sehr gelungen. Zawr kam es auch für mich sehr abrupt, aber ein besseres hätte es meiner Meinung nicht geben können. Es hat einfach im Gesamtkonzept gepasst!
Blair Witch 2 kenne ich nicht, und ich habe auch nicht das Bedürfnis, ihn anzusehen.
Lass es! Ich sags dir: Lass es! Erstens ist der zweite Teil nicht im Entferntesten so authentisch wie der erste und zweitens sind die Schauspieler ziemlich schlecht. So sehe ich das, natürlich kann man sich da gerne eine andere Meinung dazu holen.
mushroom
01.02.2008, 17:12
also ich find den schon sehr gut, gerade die kameraführung ist doch das interessante daran! also den kann ich jedem absolut weiterempfehlen!
Das Einzige, was ich einigermaßen angsteinflößend fand, waren die Nachtszenen (Stichwort Kinderstimmen) und das Ende.
Ansonsten fand ich die Handkameraführung schon im Kino eher nervig denn realistisch....
Ich fand den Film einfach sensationell, als er neu rauskam. Ein ganz anderes, auf "billig aber realistisch" getrimmtes Konzept, dass sich sehr nett absetzte von den ganzen Scharen von Trickexperten, die an normalen Horrorfilmen werkeln. Einer von den ganz wenigen Filmen des Genres, die wirklich Angst einflößen können, und das ohne einen Tropfen Blut zu vergiessen.
ExLibris
07.03.2008, 08:22
Blair Witch Project war auf jeden Fall etwas Neues. Und mir hat er damals ziemlich Angst eingeflößt! Das einfach Konzept hatte große Wirkung. Ein Horrorfilm, der ganz auf große Effekte verzichtet, und nur mit der psychischen Angst arbeitet, ja fast schon spielt, denn man sieht ja bis zum Schluss nichts. Man fürchtet sich allein aufgrund der Angst und der Panik die die Darsteller vermitteln.
Ich fand auch die relativ unbekannten Schauspieler haben überzeugend gearbeitet.
Dazu fällt mir die Szene ein, als das Mädchen (Namen vergessen) im Zelt sitzt, heult und sich bei allen entschuldigt. Das war schon überzeugend gespielt.
Was mich an dem ganzen Blair Witch Hype bis heute fasziniert, war das Gerücht, dass sei alles wirklich passiert. Wahrscheinlich war es nur als PR-Gag gedacht gewesen. Aber mir ist tatsächlich passiert, dass ich mich mit Leuten über den Film unterhalten habe, die geglaubt haben das sei echt.
nevermore
23.04.2008, 01:03
Ich fand den ersten Blairwitch-Film klasse, grade weil er so pseudo-dokumentarisch und scheinbar-amateurhaft inszeniert war und man nie wirklich erfuhr, was mit der Hexe Sache war. Ich fand das pseudo-dokumentarische total glaubwürdig. Die Charaktere scheiterten letztlich an ihrer eigenen Vorstellungskraft und Paranoia.
Ich bin eigentlich eine alte Häsin, was derartige Filme betrifft, und nicht ganz so einfach aus der Ruhe zu bringen. Aber Blairwitch I war der erste Film in ca. 10 Jahren, der mich dazu brachte, mich auf dem Weg vom Kino zum Parkplatz meines Autos umzudrehen.
ExLibris
23.04.2008, 08:12
Aber Blairwitch I war der erste Film in ca. 10 Jahren, der mich dazu brachte, mich auf dem Weg vom Kino zum Parkplatz meines Autos umzudrehen.
Ging mir ähnlich! Seit Blairwitch überleg ich es mir zweimal, ob ich beim Hundespaziergang den Waldweg verlasse. :p
Mal abgesehen von den mysteriösen Geräuschen im Film und der Geschichte über die Hexe, lebt die Atmosphäre ja davon, dass sie sich verirrt haben. Ich fand es spannend wie die Personen darauf reagieren. Witzig, gelangweilt, genervt, ängstlich, aggressiv, hysterisch, apathisch.
Das war für mich eine sehr realistische Schilderung, wie sich eine Gruppe verhalten könnte, die sich im Wald verirrt. Weitergehen bringt nichts, sich hinsetzen und warten jedoch genauso wenig. Im Film erzeugte das irgendwie klaustrophobische Zustände.
Mad Bull
23.04.2008, 10:46
Auch für mich was Blair Witch Projekt ein Volltreffer.
Ich habe da mal ein Gerücht aufgefangen, das die Kosten für den Film
ca. 50 000 Dollar beliefen. Wenn das stimmt, dann stimmt auch die Legende, das es Leute gibt die alles zu Gold machen was sie anfassen.
nevermore
23.04.2008, 11:48
Mal abgesehen von den mysteriösen Geräuschen im Film und der Geschichte über die Hexe, lebt die Atmosphäre ja davon, dass sie sich verirrt haben. Ich fand es spannend wie die Personen darauf reagieren. Witzig, gelangweilt, genervt, ängstlich, aggressiv, hysterisch, apathisch.
Das war für mich eine sehr realistische Schilderung, wie sich eine Gruppe verhalten könnte, die sich im Wald verirrt. Weitergehen bringt nichts, sich hinsetzen und warten jedoch genauso wenig. Im Film erzeugte das irgendwie klaustrophobische Zustände.
Ich fand die Darstellung auch vollkommen realistisch und glaubwürdig. Das Schlimmste an dem Film ist ja, dass man nie sieht, was eigentlich los ist! Ständig nur irgendwelche seltsamen Geräusche, Voodoo-Männchen, die in den Bäumen rumhängen, selbst das Ende ist vollkommen undurchsichtig.
Ich habe da mal ein Gerücht aufgefangen, das die Kosten für den Film ca. 50 000 Dollar beliefen. Wenn das stimmt, dann stimmt auch die Legende, das es Leute gibt die alles zu Gold machen was sie anfassen.
Ich hab grad mal in der engl. Wikipedia nachgeschlagen, die geben 22.000 Dollar als Produktionsbudget an.
ExLibris
23.04.2008, 12:55
lt. Wikipedia deutschspr.
Weltweit spielte er über 248 Millionen US-Dollar ein, wodurch er, dank seiner sehr niedrigen Produktionskosten von nur 60.000 Dollar,[2] zu den Filmen mit dem extremsten Verhältnis von hohen Einnahmen und niedrigen Produktionskosten gehört.
So oder so, ein tolles Konzept! :D
Das nachfolgende bezieht sich ausschließlich auf den ersten Teil:
Ich bin absoluter Fan vom Blair Witch Projekt.
Dieser pseudodokumentarischer Stil sorgt zu einem Großteil für die Spannung und das Ende war wirklich gelungen.
Allerdings muß ich dazusagen, dass das BWP eigentlich kein Film sondern ein multimediales Erlebnis ist. Parallel zum Film gab es eine Webseite, die schon lange vor Filmstart das Gerücht streute, dass das Material authentisch sei (und ziemlich viele glauben das auch heute noch). Noch interessanter ist jedoch, dass es parallel dazu Bücher gab, die die "alten" Sagen aufgreifen. Sogar ein Buch über den im Film erwähnten Rustin Parr existiert. Und dann die "historischen Beweise", die angeblich existieren - z.B. ein Film von 1940 über Rustin. Nur - weder ist das Material echt, noch die Sage oder der Mythos, noch Rustin Parr und die angeblichen Morde in den 40'ern und schon gar nicht die Beweise. All das entstand durch die Schaffer des Filmes.
Meiner Meinung nach erschließt sich der Film zwar von alleine, aber durch die Bücher, die der Sage Fleisch verleihen und den Film noch unheimlicher wirken lassen, da noch mehr Authentizität vorgegaukelt wird.
Auch die Kritik an der "Überreaktion" der Schauspieler kann ich teilweise nicht ganz verstehen. Ich habe danach mal ein Interview mit den Schauspielern gelesen und meine mich erinnern zu können, dass die Schauspieler diese Drehtage wirklich mit relativ wenig Schlaf und Nahrung verbracht haben um auf Maske und ähnliches verzichten zu können und um den Realismus auf die Spitze zu treiben. Zudem haben sie angeblich während der Drehzeit keine anderen Menschen gesehen, sondern Anweisungen jeden Morgen per Zettel gefunden.
Kein Wunder also, dass die Schauspieler Rotz und Wasser heulten (wenn man mir ein paar Tage lang nur trockenen Reis zustecken würde, würd ich auch rumheulen).
Umso enttäuschender fand ich Teil 2 (der einfach nur öde war und mit der faszinierenden Thematik nichts mehr zu tun hatte) oder an BWP angelehnte Filme (z.B. Dark area, der einfach nur abgekupfert wurde - und das auch noch schlecht).
Auch die Kritik an der "Überreaktion" der Schauspieler kann ich teilweise nicht ganz verstehen. Ich habe danach mal ein Interview mit den Schauspielern gelesen und meine mich erinnern zu können, dass die Schauspieler diese Drehtage wirklich mit relativ wenig Schlaf und Nahrung verbracht haben um auf Maske und ähnliches verzichten zu können und um den Realismus auf die Spitze zu treiben.
Ja, das hab`ich damals auch gelesen.
Ob sie denn nun niemanden gesehen haben, weiß ich nicht.
Insgesamt hebt sich der Film deutölich von diesen ganzen Teeny Schockern a la Scream oder Blair Witch Project II ab, aber ich fand ihn dennoch nur mittelmäßig bis überhaupt nicht überzeugend.
Allerdings war auch meine Erwartungshaltung damals ziemlich groß, da man ja schon einiges von dem Film gehört hatte.
der film ist ziemlich gut finde ich, auf jeden fall besser als der nachfolger 'book of shadows: blair witch 2' (der einfach nur zum einschlafen langweilig ist). dass sie die schauspieler einfach so 'ma kurz' in wald geschickt haben, ist ne originelle und gleichzeitig gute idee, da ist ja einiges draus geworden. an manchen stellen ist blair witch project zwar etwas einschläfernd und die sinnlose filmerei in der nacht irgendwie sinnlos weil man sowieso nur dunkelheit sieht, aber im großen und ganzen ein toller film.:)
Feuerfluegel
16.05.2009, 00:43
Ich habe bevor ich den Film damals gesehen habe, nichts davon gehört. Ich war noch relativ jung. War nachts alleine zu Hause, Eltern ausgeflogen. Als Teenie habe ich mir dann gedacht.
"Hey toll, Sturmfrei, da kann man dann nachts auch einfach Mal den Fernseher anmachen, merkt ja keiner"
Genau das habe ich dann auch gemacht.
Blair Witch Project lief damals irgendwann gegen zwei oder drei Uhr nachts als Wiederholung im Fernsehen. Draußen Gewitter und richtiger Sturm. (Gehört sich doch für ein Setting, in dem man Horrorfilme guckt ;) )
Und ich dachte tatsächlich im ersten Moment, das Filmmaterial wäre gefunden worden und man hätte es jetzt nur einmal in einem Film verwurstet. Dementsprechend war ich doch sehr schockiert von dem was ich zusehen bekam. Ich war wirklich wie gebannt. Ich war erschrocken. Ich fürchtete mich fürchterlich.
Ich fand diesen Film einfach extrem klasse. Wenn ich so überlege, wie sehr mich dieser Film in Panik versetzt hat. Wie sehr er mich mitgerissen hat. Einfach super.
Ich fand weder die Szenen in denen man nur Dunkelheit sieht übertrieben, noch die Reaktionen der Schauspieler, noch das Ende.
Wenn man sich nachts im Wald verirrt sieht man manchmal auch nur Dunkelheit, in tiefer Angst, klammert man sich dann auch schon an etwas Vertrautes und wenn es nur die immer begleitende Kamera ist.
Ich weiß selbst, wie es ist, furchtbare Angst zu haben, nahe an Panik und Hysterie zu sein, ich denke menschliche Verhaltensweisen sind dann schon extrem und nicht so einfach vorherzusehen.
Ein anderes Ende hätte für mich einfach keinen Sinn ergeben. Natürlich kann man daraus einige Schlüsse ziehen. Aber gerade weil er fast offen bleibt, macht der Film einen gewissen Reiz aus. Man weiß nie genau was geschehen ist, weder während des Films noch am Ende. Eine deutliche Auflösung oder sogar ein Happy End wären einfach nicht stimmig gewesen.
So wie der Film ist, ist er nahezu perfekt.
Ich war danach erst einmal ein Nervenbündel und sehr schreckhaft.
Hat mir wirklich sehr sehr gut gefallen.
Und das würde er auch sicher noch, wenn ich ihn ein weiteres Mal sehen würde.
Den zweiten Teil habe ich mir auch gepart. Ich habe später den Trailer im Fernsehen dazu gesehen und der schon wirkte sehr platt und oberflächlich. Ich wollte mir den Reiz des ersten Teils einfach nicht verderben lassen.
So wie er mir in Erinnerung geblieben ist, sollte er auch bleiben.
Ein wunderbarer, schockierender Film....
Muchacho
28.05.2009, 20:14
Einer der ersten Filme aus dem Bereich des 'Horrors', den ich klammheimlich - da er ja ab 16 war ;) - mit meinem Freund geschaut habe. Natürlich war es zu Anfang direkt sehr abenteuerlich, wie es mit allen verbotenen Sachen ist, aber im nachhinein muss ich aus meiner Erinnerungen sagen, dass der Film schwach war. Er hatte zwar eine neue Art, na ja, ich sage mal Kameraführung, aber ansonsten passierte nichts schockierendes. Die Geschichte rundete nicht wirklich ab da mehr oder weniger ein offenes Ende vorkam und nur ein Schockmoment (die Sache mit dem Finger) den Zuschauern geboten wurde. :(
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