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Verräter
28.06.2008, 00:31
Omg, gibts einen Weltrekord für den größten Beitrag der Welt? xD
Wenn es einen gibt, dann bin ich mir in einer Sache sicher: Ich habe ihn gesehen! o.O
Den wahrscheinlich längsten Post in einer laufenden Diskussion, für den der Schreiber mehr als einen Post gebraucht hat (ich weiß gar nicht mehr wo die Zeichengrenze in dem Forum war, das war ein smf Forum, da ist Standard 20k, könnte aber auch höher sein). Danach war die Diskussion augenblicklich beendet, da jedes einzelne Argument vollständig entkräftet und zerrissen wurde, während die eigenen so durchdringend geschildert wurden, dass es einfach unmöglich war sie anzuzweifeln. *schwärm*
Diese Person ist noch heute für mich sowas wie mein persönlicher "Internet-Held" :')
Wobei ich noch ein paar andere Leute kannte die sich regelmäßig darüber beschwert haben, dass ihre Posts wegen Zeichen-Anzahl-Überschreitung von der Forensoftware gelöscht wurden :D ach... das waren noch richtige Diskussionen damals, konnte nur leider nichts anderes als Lesen und Lernen :-) Sich da einzumischen käme einem Todesurteil gleich, da wird solange weitergemacht bis einer anfängt zu stammeln. Ach... irgendwann... schaff ichs auch solche Beiträge zu verfassen :] Irgendwann ...
Liathano
28.06.2008, 00:55
Oh, das find ich irgendwie toll. Ich liebe Diskussionen und beschäftige mich seit kurzem sehr mit der Dialektik! (Man merkt's aber noch nicht.)
Und ich bedaure, dass in vielen Foren gar nicht mehr ordentlich diskutiert wird. Es gibt häufig nur noch Anhäufungen von Meinungen und es wird mehr aneinader vorbei als miteinander geredet. Jeder schreibt -meistens knapp und prägnant- was er zu einem Buch/Film/Thema denkt, selten wird auf andere Postings wirklich eingangen (es sei denn, um zuzustimmen), viel öfter sollte man diese Posts in Frage stellen, anfechten und ein bisschen mehr aus einer oberflächlichen Aussage herauskitzeln. Sicher, das liegt bestimmt auch daran, dass sich viele Leute vor allzu kontroversen Themen scheuen, nicht jeder überall mitreden kann und will und das Leute mit "offensivem Diskussionsverhalten" gern als Krawallmacher gewertet werden. Ich will hier nicht wieder verallgemeinern (gell, John? :D) und ich finde, die Diskussionskultur hier ist durchaus angenehm, wenngleich ausbaufähig (meiner subjektiven und eigentlich unbedeutenden Meinung nach!), aber .. es war nur eine Feststellung. Gerade im Mobbingthread wird je viel diskutiert und aufeinander eingegangen, vielleicht, weil es ein Thema auf emotionaler Basis ist, das eben mehr Leute anspricht.
Verräter
28.06.2008, 01:44
Für eine ernsthafte Diskussion fehlen die Reibungspunkte. Hier sind sich einfach viel zu viele Leute derselben Meinung und das größte Problem von allen ist, genau diese vertrete ich meist auch. Was also Diskutieren wenn alles stimmt?
Ne, ne, ne... die schönsten Dialoge kommen dann zustande, wenn mehrere Personen auf verschiedene Art und Weise versuchen ein Problem zu lösen und dabei die "beste Lösung" suchen. Und je nachdem was das für Leute sind, ist das schnell entschieden (oder aber auch je nach Problem) oder es entsteht eine lange, laaaange, sehr interessante aber möglicherweise auch sehr gefährliche Diskussion.
Aber so etwas ist nicht recht zu finden, meist sind eben diese Diskussionen extrem spezifisch sprich nichts für ein eher Allgemeines Forum (daher, besagte Personen kannte ich auch nur über ein Spiel).
will und das Leute mit "offensivem Diskussionsverhalten" gern als Krawallmacher gewertet werden.
Viele personen fühlen sich in einer sachlichen (aber eben sehr harten) Diskussion plötzlich persönlich angegriffen (obwohl das nicht die Absicht war) und schon wars das mit der Sachlichkeit. Ich hab oft genug versucht "anzuheizen", es klappt nur bei den wenigsten. Aber dabei ist mir aufgefallen, dass jüngere Personen (in den meisten Fällen) deutlich aggressiver reagieren als die älteren. Woran das wohl liegt?
Liathano
28.06.2008, 02:42
Für eine ernsthafte Diskussion fehlen die Reibungspunkte. Hier sind sich einfach viel zu viele Leute derselben Meinung und das größte Problem von allen ist, genau diese vertrete ich meist auch. Was also Diskutieren wenn alles stimmt?
Da gebe ich dir natürlich recht. Zudem ist es ja wirklich oft so, dass man mit der Meinung einer bestimmten Person und manchmal auch der Masse völlig übereinstimmt. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass manche Themen sehr oberflächlich abgehandelt werden, aus denen man mehr rausholen könnte und bei anderen einfach Konflikten aus dem Weg gegangen wird (z.B. indem man einen Thread für Fussballhasser und einen für Freunde dieses Sports eröffnet [was jetzt ein ganz schlechtes Beispiel ist, da ich diese Regelung sinnvoll finde und es der Forenatmosphäre zuträglich ist und zudem erachte ich Fussball auch nicht als ein allzu diskussionswürdiges Thema ;)]).
Und eigentlich zeichnet sich das Forum doch durch eine relative Heterogenität aus - da sollte es doch mehr grundverschiedene Ansichten geben, oder? Nunja, in der Theorie zumindest. Sicher hängt das eben auch vom Thema ab - ich denke, wenn es um Rassismus oder Fundamentalismus oder Kindesmissbrauch geht, sind sich alle einig, dass das was schlechtes ist. Geht es ums Bildungssystem, um einen bestimmten Autor, um politische Gesinnungen allgemein oder den Musikgeschmack, dann sollte das Meinungsspektrum schon breiter gefächert sein.
Aber so etwas ist nicht recht zu finden, meist sind eben diese Diskussionen extrem spezifisch sprich nichts für ein eher Allgemeines Forum (daher, besagte Personen kannte ich auch nur über ein Spiel).
Ist das denn ein Allgemeines Forum? ;) (Vorsicht: Rhetorisch-ironische Frage!)
Wobei es auch in Sachen Fantasy viel zu diskutieren gibt. Nur ist da wohl auch wieder schwer, auf den jeweils anderen einzugehen, weil jeder andere Erfahrungen hat, sich mehr oder minder intensiv mit einem bestimmten Aspekt des Genres beschäftigt, etc. und so wieder die Gefahr einer reinen Akkumulation von Meinungen/Aussagen besteht, keine Diskussion. Und da kann man eben schnell das Gefühl bekommen, dass es sich gar nicht lohnt, ein diskussionswürdiges Thema aufzumachen, weil das vielleicht woanders besser aufgehoben wäre.
Viele personen fühlen sich in einer sachlichen (aber eben sehr harten) Diskussion plötzlich persönlich angegriffen (obwohl das nicht die Absicht war) und schon wars das mit der Sachlichkeit. Ich hab oft genug versucht "anzuheizen", es klappt nur bei den wenigsten.
Ja, das ist in der Tat problematisch. Ich hatte früher oft das Problem, zu offensiv zu wirken, wenn ich sachlich aber ehrlich, ohne höfliche Floskeln, meine Meinung dargestellt habe, besonders wenn diese stark "oppositionell" war und ich die Meinung von jemand anderem nahezu "verrissen" habe (was so nicht in meiner Absicht lag).
Aber dies ist mE auch eine Schwäche der Kommunikation über das Internet, in der man eben Tonfall und Mimik des Gegenübers nicht kennt und sich so einen "scharfen", unfreundlichen Ton und einen verletzenden Subtext vorstellt, wo es eben nicht sein sollte.
Dennoch - wenn ich eine interessante Diskussion erahne, gehe ich das Risiko ein. Für Entschuldigungen/Richtigstellungen ist immer noch Zeit und ein kleines Missverständnis ist mir lieber, als mir die Chance entgehen zu lassen, meinen Horizont zu erweitern.
Aber dabei ist mir aufgefallen, dass jüngere Personen (in den meisten Fällen) deutlich aggressiver reagieren als die älteren. Woran das wohl liegt?
Wie definierst du jung? Wir beide gehören zwar noch zu einer Generation, aber für die 30, 40, 50-jährigen sind wir auch sehr, sehr jung (vermute ich ;) ). Nein, meiner Meinung nach ist das -mit Verlaub- totaler Unsinn. Gerade dass FF hat mich damit überrascht, wie reif sich die "Jüngeren" hier doch teilweise verhalten - man denke nur an die beeindruckend diplomatische Akissi, auch Ollo und Bisou und viele andere. Reife hat nur bedingt etwas mit dem Alter zu tun. Es gibt wohl eine Menge Leute, die doppelt so alt sind, aber weitaus hitzköpfiger und aggressiver (um nicht zu sagen dämlicher) reagieren und sich bei jeder Kleinigkeit echauffieren und sich auf den Schlips getreten fühlen. (Ich spiele hier auf niemanden an, kenne das aber aus anderen Foren.)
Und um es nochmal klarzustellen: Ich bewundere den Einsatz der Moderatoren, die Spam verhindern und durchaus zu gehaltvolleren Aussagen und Diskussionen anregen und wollte keinesfalls das FF diskreditieren. Es gibt/gab hier schon schöne Diskussionen (z.B. die Tölkienvölkerdiskussion oder auch aktuell Mobbing/mündliche Noten), aber ich denke, die Diskussionskultur könnte durchaus ausgebaut werden. Denn wirklich hitzig wurden die vergangenen Diskussionen mMn (!) seltsamerweise erst, wenn es um ein spezielles Bashing ging (z.B. gegen Triss oder gegen die Werbung gewisser User). Diese Energie hätte man durchaus auch in andere Themen stecken können, die den Usern mehr gebracht hätten.
So. Es ist spät und ich hab mich grad sicher um Kopf und Kragen geredet. Ich hoffe aber, trotz vieler unklarer und verallgemeinernder Formulierungen, klargestellt zu haben, dass sich dieser Beitrag nicht gegen das Forum, dessen User, Mods oder sonstwen richtet und auch weniger Kritik als eher Bedauern ausdrückt.
Verräter
28.06.2008, 11:15
Wie definierst du jung?
Da ich nicht einmal die Volljährigkeit erreicht habe zähle ich mich ebenso zu den "sehr jungen". Alles unter 20 ist jung, zwischen 20 und 30 liegt eine Mischphase und die ü30 sind "alt" :P
Gerade bei den "jungen" fällt es mir immer wieder auf, dass viele nicht so zugänglich für "sachlich offensive" Argumentation sind, wohingegen fast alle ü30 wesentlich ruhiger wirken, aber oftmals auch ebenso vernichtend sein können. In der Mischsparte existiert alles. Wenn ich mich auch gerne dafür einsetze, dass wir u18ler gar nicht so übel sind, wie man meinen möchte, gibt es leider viel zu viele Leute meines Alters die Wild durch die Foren rennen, Sprache und Grammatik vergewaltigen und sinnlos irgendetwas daher blubbern. (Wahrscheinlich der Grund warum man mich öfter älter einschätzt als ich bin)
Aber ja tatsächlich, das FF bildet da eine gewaltige Ausnahme. Meine "klassische" Altersunterteilung ist hier praktisch nicht anwendbar und das freut mich sehr, deshalb schreibe ich hier "soviel" (gut, viel ist es auch nicht unbedingt, aber mehr als in anderen Foren). Das Postverhalten hier ist deutlich über dem Schnitt den ich sonst kenne, was sicher nicht zuletzt an der Arbeit der Mods liegt. (*schleimspur wegwisch*) Wenn diese keine gute Arbeit leisten, sieht man das dem Forum leider schnell an, so kenne ich eins mit einem 12 jährigen Moderator den ich durch simple Faktenwiedergabe immer wieder dazu bekomme mich zu beleidigen (es hat etwas ungemein beruhigendes wenn man schlechte Laune hat).
Ist das denn ein Allgemeines Forum? (Vorsicht: Rhetorisch-ironische Frage!)
Ich antworte trotzdem drauf: Ja!
Spezifisch wäre: "Nach einem Vorfall soll das Regelbuch um XYZ erweitert werden, was aber deutliche Einschnitte für diejenigen bringen würde, die sich völlig normal verhalten."
Solche Themen wird es hier niemals geben (Vielleicht auch gut so ^^) Und du kannst dir sicher vorstellen, in einem solchen Thema fliegen Fetzen! oO
Die Fragen die in mir brennen, sind leider alle auf eine spezifische Welt beschränkt und damit nicht für das FF geeignet. ;-)
Ich hatte früher oft das Problem, zu offensiv zu wirken, wenn ich sachlich aber ehrlich, ohne höfliche Floskeln, meine Meinung dargestellt habe, besonders wenn diese stark "oppositionell" war und ich die Meinung von jemand anderem nahezu "verrissen" habe
Na, dieses "verreißen" gehört doch dazu. Wenn jeder seine Argumente einbringt um dann am Ende eine Strichliste zu führen, wer die meisten hat, gilt nicht als Diskussion. Argumente müssen ausgeschaltet, zerrissen oder ins umgekehrte gezogen werden, und das Argument, das am Ende noch übrig bleibt - hat die Diskussion "gewonnen". (aber bitte vollkommen sachlich, objektiv und logisch aufgebaut) Und genau darin liegt das Problem: Sobald ich einen Post vollkommen aufgelöst habe, fangen die meisten schon an beleidigend zu werden anstatt ihre Seite zu Verteidigen, Fehler in meinen Argumenten zu finden oder neue zu erstellen. Das ist Destruktiv! In einer richtigen Diskussion sollten die "Argumente" nach jedem Post schärfer durchdacht, komplexer und dadurch besser werden und was am Ende bei raus kommt, sollte die beste Lösung für ein Problem sein. Das ist das Ziel. Nur bleibt es häufig bei simpler (und meist undurchdachter) "Meinungsäußerung" und auf das Hoffen auf eine Strichliste am Ende -.- schecklich... deshalb hasse ich Umfragen!
Das Thema verdient einen eigenen Thread.
dragonheart
28.06.2008, 13:45
Da ich nicht einmal die Volljährigkeit erreicht habe zähle ich mich ebenso zu den "sehr jungen". Alles unter 20 ist jung, zwischen 20 und 30 liegt eine Mischphase und die ü30 sind "alt" :P
Gerade bei den "jungen" fällt es mir immer wieder auf, dass viele nicht so zugänglich für "sachlich offensive" Argumentation sind, wohingegen fast alle ü30 wesentlich ruhiger wirken, aber oftmals auch ebenso vernichtend sein können.
Ich glaub mal, das ist ziemlich verschieden... Aber ich denk schon, dass Jüngere schneller aggressiver werden.
Wenn es einen gibt, dann bin ich mir in einer Sache sicher: Ich habe ihn gesehen!
Den wahrscheinlich längsten Post in einer laufenden Diskussion, für den der Schreiber mehr als einen Post gebraucht hat (ich weiß gar nicht mehr wo die Zeichengrenze in dem Forum war, das war ein smf Forum, da ist Standard 20k, könnte aber auch höher sein). Danach war die Diskussion augenblicklich beendet, da jedes einzelne Argument vollständig entkräftet und zerrissen wurde, während die eigenen so durchdringend geschildert wurden, dass es einfach unmöglich war sie anzuzweifeln. *schwärm*
Uiiiiiiiii @.@
Könnt ich eigentlich auch mal probieren :D
Ach... irgendwann... schaff ichs auch solche Beiträge zu verfassen :] Irgendwann ...
Klar schaffst du das irgendwann^^ Braucht aber wohl ziemlich viel Zeit ...
Aber dabei ist mir aufgefallen, dass jüngere Personen (in den meisten Fällen) deutlich aggressiver reagieren als die älteren. Woran das wohl liegt?Mmh, so sehr wie dich das Thema zu interessieren scheint, solltest du dich mal mit der Transaktionsanalyse (http://de.wikipedia.org/wiki/Transaktionsanalyse) auseinanderzusetzen. In der Tat macht es Spaß, Diskussionen in Foren unter diesem Gesichtspunkt zu analysieren.
Wenn ein "unangepasstes Kind" auf ein "autoritäres Eltern-Ich" trifft, dann ist Zoff geradezu vorprogrammiert. Wobei die Ich-Zustände ganz und gar nichts mit dem Alter des Kommunizierenden zu tun haben, sie sind bei jedem, in jedem Alter vorhanden, nur in unterschiedlicher Ausprägung.
Ich weiß von mir selbst (man kann das mit Fragebögen austesten), dass mein Erwachsenen-Ich extrem ausgeprägt ist. Das stärkt mich in Verhandlungen, da es meine Stärke ist, die Schärfe aus Diskussionen zu nehmen und zu einer sachlichen Basis zurückzukehren. Man könnte also sagen, ich habe ein "Moderatorengen":) Der Idealzustand ist das aber nicht, besser ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den drei Ich-Zuständen, aber das dürfte bei den wenigsten Menschen der Fall sein. So habe ich feststellen müssen, dass meine Sachlichkeit im privaten Umfeld durchaus provozierend wirken kann. Wenn meine Mutter z.B. versucht auf der Kindheits-Ebene mit mir zu diskutieren und ich stur aus dem Erwachsenen-Ich (sprich ruhig, sachlich und gelassen) antworte, empfindet sie das als "gefühlskalt" oder "arrogant". Des weiteren fehlt mir das Kindheits-Ich in Situationen, in denen es auf Mitgefühl ankommt, z.B. bei Trauerfällen.
Sowohl in Verhandlungen, als auch Diskussionen ist es wichtig, hinauszubekommen, wie das gegenüber "tickt" und dann die richtige Ansprache zu finden. Ergebnisse werden auf der Erwachsenen-Ebene erzielt, aber es gibt Verhandlungspartner, die müssen erst aus dem Eltern- oder Kindheits-Ich "abgeholt" werden.
Des weiteren kann man natürlich auch bewusst provozieren. Ich habe dazu mal einen Kurs bei einem Psychologen besucht, der als Verhörspezialist für die Polizei arbeitete. Nicht ausreden lassen ist z.B. eine erfolgreiche Provokationsstrategie. Obwohl wir wussten, was uns erwartete, ist es ihm gelungen, einige von uns innerhalb von wenigen Minuten so zu provozieren, dass die sichtbar hohen Blutdruck bekamen. Wegen nichtigen Themen, z.B. eines Artikels über Claudia Schiffer in der Bildzeitung. Der Typ hatte es echt drauf, wobei ich das schon ziemlich erschreckend fand.
Ich denke, es ist wichtig, auch diese "bösen" Techniken zu kennen, auch um sich nicht so leicht provozieren zu lassen. Anwenden würde ich sie aber nur in Ausnahmesituation (unser ehem. Admin ist das ein oder andere Mal in den Genuß gekommen:D), denn grundsätzlich sollte man m.E. Diskussion nicht mit Streit verwechseln. Ehrlichgesagt bin ich froh und stolz darüber, dass es hier so "ruhig" zu geht, wenn ich die ganze sinnlose Zofferei in anderen Foren sehe. Mich kotzt sowas ehrlichgesagt an. Wenn ich abends ins Forum gehe, möchte ich meinen Spaß haben und mich nicht rumzanken. Deswegen muss ich dem unterschwellig geäußerten Wunsch nach mehr Zoff auch eine klare Absage erteilen. Da habe ich lieber ein "langweiliges" Forum, als ein "Streitforum". Wer das sucht, ist in politischen Diskussionszirkeln o.ä. sicherlich besser aufgehoben, als im Fantasy-Forum^^
Ollowain
28.06.2008, 21:20
Aber dabei ist mir aufgefallen, dass jüngere Personen (in den meisten Fällen) deutlich aggressiver reagieren als die älteren. Woran das wohl liegt?
Je älter man wird, desto mehr kann man zwischen einem sachlichen Gegenargument und einer krätzigen Kritik unterscheiden. Insofern bleiben die meisten "Älteren" auch ruhiger.
Wobei man das in keinster Weise verallgemeinern darf, denn es gibt sowohl u18er, die überaus sachlich argumentieren können, als auch ü40er, die in einer Diskussion sobald sie Widerstand spüren auf die emotionale Schiene umsteigen.
Wenn es einen gibt, dann bin ich mir in einer Sache sicher: Ich habe ihn gesehen!
Den wahrscheinlich längsten Post in einer laufenden Diskussion, für den der Schreiber mehr als einen Post gebraucht hat (ich weiß gar nicht mehr wo die Zeichengrenze in dem Forum war, das war ein smf Forum, da ist Standard 20k, könnte aber auch höher sein). Danach war die Diskussion augenblicklich beendet, da jedes einzelne Argument vollständig entkräftet und zerrissen wurde, während die eigenen so durchdringend geschildert wurden, dass es einfach unmöglich war sie anzuzweifeln. *schwärm*
Das hört sich mMn nach der perfekten Argumentation an, für die du eine 1/ 15 Punkte sicher hast.
Und ehrlich gesagt, das würde ich auch gern können... Könnte ich vielleicht auch, aber es dauert eben sehr lange soetwas zu schreiben...
Um auf Diskussionen selbst zurück zu kommen: In einem gewissen Rahmen diskutiere ich sehr gerne, zumindest wenn ich von Anfang an an der Diskussion beteiligt war; später "zuzusteigen" finde ich dann schon wieder sehr viel anstrengender.
Ich habe dazu mal einen Kurs bei einem Psychologen besucht, der als Verhörspezialist für die Polizei arbeitete. Nicht ausreden lassen ist z.B. eine erfolgreiche Provokationsstrategie.
Oh, ja, das ist ziemlich mies. Nachäffen ist noch fieser - vor allem wenn man nicht "zurückschlagen" kann. Zurückzuschlagen ist aber in einer Diskussion oder eher in einem Streit sowieso nicht sinnvoll. Die Situation eskaliert dadurch nur noch mehr - da kann man dann auch gleich aufeinander einschlagen.
In Foren hat man die Möglichkeit ins Wort zu fallen glücklicherweise nicht. Das unhöflichste was man neben offenen Beleidigungen anstellen kann, ist Leute zu ignorieren oder ihre Meinung in Grund und Boden zu stampfen mit dem "Argument", dass sie einfach falsch ist.
So habe ich feststellen müssen, dass meine Sachlichkeit im privaten Umfeld durchaus provozierend wirken kann. Wenn meine Mutter z.B. versucht auf der Kindheits-Ebene mit mir zu diskutieren und ich stur aus dem Erwachsenen-Ich (sprich ruhig, sachlich und gelassen) antworte, empfindet sie das als "gefühlskalt" oder "arrogant". Des weiteren fehlt mir das Kindheits-Ich in Situationen, in denen es auf Mitgefühl ankommt, z.B. bei Trauerfällen.
im prinzip hätte ich genau das selbe schreiben können. nur einen test hab ich noch nie gemacht, da ich den hintergrund erst seit ein paar minuten kenne ;). ich muss sagen, es gehört zu den sachen, die mich an psychologie sehr interessieren, aber auch sehr erschrecken, weil ich immer wieder darauf hingewiesen werde, wie manipulativ doch die menschliche psyche ist.
während mein vater mich von der seite anschreit, rede ich ruhig und gelassen mit ihm und lasse mich nicht einschüchtern. im gegenteil: ich wende eher gehobene ausdrücke an und mache ihn auf die fehler in seiner art zu kommunizieren aufmerksam.
was ich nicht ausstehen kann ist, wenn man mich nicht ausreden lässt. dadurch werde ich dann schon mal etwas lauter, versuch aber weiterhin meinen ursprünglichen ton beizubehalten. ich habe festgestellt, das effektivste ist, wenn man sich von einer dreisten unterbrechung garnicht beeindrucken lässt, sondern einfach so weiterredet wie vorher, als wäre nichts geschehen. denn es ist sehr negativ für den anderen zugeben zu müssen, etwas aufgrund seines eigenen fehlers in dieser argumentation nicht mitbekommen zu haben.
ausserdem habe ich festgestellt, nicht richtig "trösten" zu können, wenn es drauf ankommt. ich gebe dem betroffenen höchstens tipps, das nächstes mal besser zu machen, oder was ich in seiner situation getan hätte. das ist oftmals sehr schade, vor allem, wenn man wirklich einfach nur trösten möchte.
ich diskutiere auch sehr gerne, solange es noch auf einem gehobenen niveau ist. so macht es gleich doppelt spaß ;). sollten leute, die dem niveau nicht gewachsen sind mit einsteigen, kann ich mir die ein oder andere unterschwellige provokation nicht verkneifen ^^.
und ihr trefft alle den nagel auf den kopf: auch ich musste erneut feststellen, dass (psychische) reife sehr wenig vom alter abhängen muss. bei akissi durfte (und zT musste ;)) ich das schon vor einigen jahren feststellen :). aber wenn ich mir das alter von einigen personen aus dem forum ansehe, werde ich erfreut feststellen, dass dies kein ausnahmefall ist.
wenn ich einmal anstoßen darf: AUF UNS!:D (ein leichter sarkastischer unterton ist vllt mitgeklungen ;))
das beste beispiel von unreife habe ich "leider" nicht direkt kennen gelernt, habe aber schon das ein oder andere von unserem alten admin gehört ;)
im ALLGEMEINEN kann ich allerdings davon ausgehen, dass ich mit den meisten 14 jährigen nicht so diskutieren kann, wie mit den meisten 34 jährigen. einerseits wird das einfach an der biologie bzw erfahrung liegen. ein anderer faktor könnte das umfeld sein. ob jemand in einem internationalen betrieb oder hinter einer schulbank tätig ist sieht man ihm einfach oft an seinem horizont und seiner erfahrung an, was sich positiv auf ein niveauvolles argumentieren auswirkt.
ein weiterer einfluss könnte evtl die musik sein. dass dieser punkt sehr strittig ist, muss ich glaub ich nicht mehr weiter erläutern. aber meiner erfahrung nach werden die weniger intelligenten leute eher von den niveaulosen texten aus modernen hip hop liedern angesprochen als andere. als beweis könnte ich den allgemeinen musikgeschmack des forums zitieren ;). wenn man jetzt mal in die musik der 70er guckt, wird man schon verzweifeln bei der suche eines solchen liedes.
Liathano
29.06.2008, 00:35
Ehrlichgesagt bin ich froh und stolz darüber, dass es hier so "ruhig" zu geht, wenn ich die ganze sinnlose Zofferei in anderen Foren sehe. Mich kotzt sowas ehrlichgesagt an. Wenn ich abends ins Forum gehe, möchte ich meinen Spaß haben und mich nicht rumzanken. Deswegen muss ich dem unterschwellig geäußerten Wunsch nach mehr Zoff auch eine klare Absage erteilen. Da habe ich lieber ein "langweiliges" Forum, als ein "Streitforum". Wer das sucht, ist in politischen Diskussionszirkeln o.ä. sicherlich besser aufgehoben, als im Fantasy-Forum^^
Ich möchte doch anmerken (da ich mich angesprochen fühle), dass ich mich weder nach Streit sehne, noch dass Forum als langweilig empfinde und angeregte Diskussionen nicht mit "Zankerei" assoziiere. Denn für mich gehört zu einer Diskussion auch Respekt vor dem Gegenüber und dessen Meinung. Oder findest du, dass diese (Meta-)diskussion auch unpassend ist bzw. wir uns anfeinden? Bisher hatte ich daran durchaus Spaß und habe durch den Meinungsaustausch mit Verräter, durch deine Ausführungen und Phroshs oder Ollowains Ergänzungen einige neue Standpunkte kennengelernt.
Außerdem impliziert eine Diskussion mMn auch nicht nur vollkommen gegensätzliche Standpunkte, es gibt auch Themen mit Fantasybezug (z.B. die Zukunft des Fantasygenres, politische oder religiöse Fantasy, Fantasy und Eskapismus), in denen man zwar einen relativ ähnlichen Grundtenor der Meinungen finden kann, aber so viele unterschiedliche Ansichten, Erfahrungen und Argumente. Aber wie gesagt, was mich stört, ist nicht so sehr, dass man einander nicht widerspricht, sondern dass gar nicht MITeinander gesprochen wird, sondern 75% nur ihre eigene Meinung darstellen und das war's. Das ist natürlich mein Problem und deswegen mache ich auch sicher kein Fass mehr auf. ;)
ein weiterer einfluss könnte evtl die musik sein. dass dieser punkt sehr strittig ist, muss ich glaub ich nicht mehr weiter erläutern. aber meiner erfahrung nach werden die weniger intelligenten leute eher von den niveaulosen texten aus modernen hip hop liedern angesprochen als andere.
Und wie der strittig ist. ^^ Ich gebe ja zu, auch meine Vorurteile gehabt zu haben, aber wenn ich mir mal Interviews mit einigen Hiphopartists wie "Bushido" und Co ansehe, fällt mir manchmal auf, wie geschickt diese in Sachen Rhetorik sind, wie groß ihr Wortschatz ist und dass das eben nicht die "asozialen Gangster" sind, für die sie sich gern mal ausgeben. Ich glaube, gerade Bushido hat mal über die Metaphorik eines seiner Musikvideos geredet. Deshalb will ich nicht sagen, dass es unter solchen Leuten nicht trotzdem die sexistischen, angeberischen Prolls gibt, aber man sollte nicht alle Vertreter und Fans einer Musikrichtung über einen Kamm scheren.
Und auch in meinem Bekanntenkreis merke ich, dass sich vom Musikgeschmack nur selten auf den geistigen Horizont schliessen lässt. Klassik hören macht nicht schlau, niveaulosen Rap hören macht nicht blöd. In der Regel. :D Aber da erzähl ich dir an sich wohl nichts neues und jeder hat da sicher eigene Erfahrungen machen können.
Trotzdem fände ich es interessant, herauszufinden, wie Musik Denkvorgänge im Allgemeinen beeinflussen kann.
als beweis könnte ich den allgemeinen musikgeschmack des forums zitieren
Dass Fantasyfans -mitunter- ähnliche musikalische Vorlieben haben, finde ich gar nicht so abwegig und würde ich nicht, oder nur bedingt, in Relation zu Verhalten und Intelligenz stellen.
John Doe
29.06.2008, 11:35
als beweis könnte ich den allgemeinen musikgeschmack des forums zitieren ;). wenn man jetzt mal in die musik der 70er guckt, wird man schon verzweifeln bei der suche eines solchen liedes.
Ausnahmen bestätigen die Regel;-)
Ich höre z. B. gerne Lieder aus den "70/80ern", vor allem den "Pop / New Wave" und "Rock / Hard Rock" aus dieser Zeit. Dazu gesellt sich aber auch aktuellere Musik, bunt gemischt von "Industrial" über "Gothic Metal" bis "Rap Metal".
Zum Thema: Es herrscht ja die Meinung vor, dass die als "Trolle" titulierten Mitglieder von Foren nichts anderes im Sinn haben, als Unruhe zu stiften. Das mag zum größten Teil zutreffen, aber es gibt auch Anhänger dieser Zunft, die sogar positiv auf ein Forum einwirken können, indem sie die Diskussion auf gekonnt subtile Art "anregen".
EWenn ich abends ins Forum gehe, möchte ich meinen Spaß haben und mich nicht rumzanken. Deswegen muss ich dem unterschwellig geäußerten Wunsch nach mehr Zoff auch eine klare Absage erteilen. Da habe ich lieber ein "langweiliges" Forum, als ein "Streitforum".
Ich glaube, worum es hier geht ist keinesfalls der Wunsch nach mehr Streit und Zoff, sondern eher Diskussionen in denen der eine auf den anderen eingeht aber auch verschiedene Meinungen vertreten werden.
Das kann problemlos auf freundschaftliche Weise geschehen und unter Umständen sehr lehrreich sein.
Denn bei solchen ernsthaften und mitunter auch leicht hitzigen Diskussionen (nicht mit Streit zu verwechseln) kann man seinen Horizont beträchlich erweitern und erfährt von den Sichtweisen anderer, was zu neuen Erkenntnissen führt, die man alleine nicht zustande gebracht hätte.
Ich habe etwas gegen Schubladendenken. Im konkreten Fall: so sind alle Älteren, so sind alle Jüngeren...
Liathano hat zu Beginn dieses Threads etwas gesagt, was ich schon oft auch so empfunden habe:
Es gibt häufig nur noch Anhäufungen von Meinungen und es wird mehr aneinader vorbei als miteinander geredet. Jeder schreibt -meistens knapp und prägnant- was er zu einem Buch/Film/Thema denkt, selten wird auf andere Postings wirklich eingangen (es sei denn, um zuzustimmen),
Ist es euch nicht auch so ergangen, dass ihr etwas geschrieben habt, und ein paar Postings weiter schreibt jemand anderer etwas ganz Ähnliches, ohne auf dein Posting Bezug zu nehmen? Denkst du dann nicht auch: Hoppla, das sagte ich doch schon? Also, mir ging es schon ein paarmal so. Und wenn ich dann noch lese, dass jemand offen schreibt, er habe die anderen Meinungen nicht gelesen, dann entlockt mir das schon ein Kopfschütteln.
Aber nach langjähriger Forumserfahrung in diversen Diskussionsrunden habe ich mich inzwischen damit abgefunden und freue mich über jede/n, der/die auf einen meiner Postings eingeht. In welcher Form auch immer. Es muss nicht immer Zustimmung sein, obwohl Zustimmung gut tut. Aber niemand ist so alt und weise oder so jung und unerfahren, (das ist jetzt eine ein wenig ironische Anspielung auf meinen ersten Satz; das verstehen nur diejenigen, die ihn auch gelesen haben...) dass nicht noch eine Überlegung oder ein Überdenken der Meinung möglich wäre oder gar ein Perspektivenwechsel. Mal einen Moment lang mit anderen Augen zu lesen, das ist immer interessant.
Denkst du dann nicht auch: Hoppla, das sagte ich doch schon? Also, mir ging es schon ein paarmal so. Und wenn ich dann noch lese, dass jemand offen schreibt, er habe die anderen Meinungen nicht gelesen, dann entlockt mir das schon ein Kopfschütteln.
Das kenne ich, das passiert mir dauernd... wobei ich sowohl das eine als auch das andere schon gemacht habe: Dieses kleine Ärgernis ausgelöst und selbst erlebt. Wenn ich es auslöse, liegt es im Allgemeinen daran, dass ich schnell meine Meinung zu etwas abgeben will, weil mir etwas dazu einfällt, ohne - zugegebenermaßen - zu dem Zeitpunkt ein großes Interesse an den Meinung der anderen zu haben; das kommt bei mir öfter bei Threads über Bücher, Filme usw vor, wozu ich eben einfach mal meine Meinung schreibe. Bezug auf andere nehme ich in solchen Threads normalerweise erst in einem weiteren Post, so ich denn einen schreiben sollte : D
Ich ärgere mich darüber, wenn andere es machen, weil ich mir dann eben genau das denke: "Hab ich doch schon gesagt...?" und mich sozusagen übergangen/-lesen fühle.
Es kommt bei mir ganz auf's Thema an... hier habe ich zB jetzt recht viele Posts gelesen, weil es mich einfach interessiert, bzw weil ich auch Teil der Diskussion sein möchte, nicht nur... "was schreiben"^^ Und bei manchen Dingen ist es gar nicht wirklich möglich, ohne Lesen einzusteigen, weil man nämlich sonst keine Ahnung hat, worum es wirklich geht : D
Was die geistige Reife betrifft: Ich würde da auch nicht nach so festen Schemen gehen, das ist schon wieder diese Gruppierung; auch, wenn man sagt, es gibt Überschneidungen, teilt man ja doch alle einer Gruppe zu. Ich denke eher, dass auch in diesem Zusammenhang wieder zutrifft: Jeder ist anders. Klar, beim einen kann man ein Überwiegen der und der Verhaltensmuster feststellen, usw, aber... *schulterzuck*
Auch hat es denke ich damit zu tun, in was für einem Umfeld man sich im Allgemeinen bewegt und was man von den Eltern vermittelt bekommt. Ich stelle auch immer wieder fest, dass ich mich in verschiedenen Menschengruppen in manchen Hinsichten verschieden verhalte. Das kommt vielfach auch darauf an, was ich von dem Menschen halte. Mit engen Freunden gehe ich meistens alberner um, als mit Leuten, die ich nur aus der Schule kenne, kann mit ihnen allerdings auch vil ernsthaftere Gespräche führen (das dürfte aber vielen so gehen, oder?). Jungs fahre ich schneller über den Mund als Mädchen (meistens im Scherz, mal im Ernst), Mädchen werden mir dafür schneller unsympathisch. Meiner Familie gegenüber werde ich schnell ungerecht, bei den meisten anderen versuche ich im Allgemeinen erst darüber nachzudenken, ob das vertretbar ist, was ich mache. Mit Älteren kann ich besser und freier umgehen als mit Jüngeren/ich bekomme bei Jüngeren schnell den Eindruck, ich sei ihnen überlegen.
So Sachen. Manchmal empfinde ich mich als sehr erwachsen, manchmal als wahnsinnig kindisch und unreif und dann wieder "altersgemäß" - und so geht es mir eigentlich mit allen, ganz egal, wie alt sie sind. Sogar unser Klassen-Cutie (immer am Rumquietschen, lieb und nett zu allen, Rosa rosa rosa usw) hat ihre erwachsenen und reifen Seiten, weshalb ich sie auch sehr anerkennens- und liebenswert finde.
Und auch wenn du es mir vllt übel immst, Warin, ich finde dich zB manchmal seeehr kindisch, obwohl du dich tatsächlich die meiste Zeit sachlich und "faktenbezogen" benimmst ;D
Ich finde, man sollte im Allgemeinen nicht zu viel aus dem Verhalten anderer herauslesen wollen. Man kann damit auch verdammt schnell auf die Schnauze fallen xD
PoiSonPaiNter
29.06.2008, 20:34
Diskussionen find ich toll! :D Ich weiß das ich noch nicht besonders gut darin bin meine Meinung auch mit triftigen Argumenten zu vertreten, aber ich versuche mich zu bessern! :D
Besonders schwer ist es aber auch, seine Meinung zu vertreten und dennoch dabei ignoriert zu werden. Damit zähle ich mich zu denjenigen die meistens übergangen werden...:(
Schlimm ist aber auch, wenn der Diskussions"partner" einfach nicht einsehen will, dass er/sie mit seinem/ihrem Standpkt auf dem Holzweg ist. Ok ich geb zu des öfteren zähle ich auch zu diesen Personen, aber dann ist das nur weil ich mich nicht mehr an die genauen Gegebenheiten erinnern kann.
Oder, besonders schlimm, vorgebildete Meinung: Ohne sich wirklich mit einem Thema zu beschäftigen etwas raushaun, was keinen Sinn ergibt und völlig unpassend ist. Diese "eigene" Meinung die dann vorher am besten noch vom Fernsehen, Freunden, Familie oktruyiert bzw diktiert wurde und man selbst zu faul ist sich eine eigene zu bilden. Oder sogenannte Opinion-Leader....schlimme Leute...-.-...dank solchen fahren wir morgen in die Niederlande in Freizeitpark und nicht nach Rom...-.-...
Von der Schule aus hatten wir ein Demokratie Projekt (evtl. genaueres iwann mal in Staat, Politik,etc..) und wir mussten verschiedene Parteien bilden, tja wenn der Bürgermeister die Rede der einen Partei schreibt hat das nicht viel mit ner ordentlichen Diskussion zu tun...und wenn die eigenen Argumente ignoriert werden, bzw man selbst nicht zu Wort kommt, da der Ausschussvorstand es nicht für nötig erachtet die Opposition reden zu lassen...-.-...genug davon..-.-...wobei Opposition beziehe ich egtl gerne, generell bin ich anderer Meinung als meine Deutsch/Englisch-Lehrerin! :D Aber sie zählt eher zu der dickköpfigen Variante...-.-...
Und was die Beteiligung anbelangt, so schreibe ich zB nur in Themen die mich wirklich interessieren und wo ich auch mitreden(schreiben) kann. Alles andere wäre ja auch sinnlos! o.O Schreiben des postens wegen, sowas mach ich nicht! Auch wenn der Beitrag auch wieder nur eigene Meinung ist und nur kaum auf die Vorpost eingegangen ist, so möchte ich doch zu meiner Verteidigung sagen, dass ich immer schön brav alles lese bevor ich meinen Senf dazu gebe! :D
Was das Alter betrifft: Speziell hier im Forum fällt mir ständig auf das Alter keine Rolle spielt. Jeder schreibt das was er/sie denkt und es interessiert nicht wie alt er/sie ist.
Schlimm ist aber auch, wenn der Diskussions"partner" einfach nicht einsehen will, dass er/sie mit seinem/ihrem Standpkt auf dem Holzweg ist.
Meiner Meinung nach ist es nicht der Sinn einer Diskussion, jemandem vor Augen zu halten, dass er falsch liegt oder gar, ihn zu einer anderen Meinung zu bekehren ;)
In einer guten Diskussion werden verschiedene Standpunkte dargelegt. Alle Diskussionspartner haben das Recht, ihre Meinungen zu sagen, ohne dass diese heruntergemacht werden. Wer offen in eine Diskussion geht, dem kann es allerdings passieren, plötzlich mit Aspekten konfrontiert zu werden, die man vorher nicht bedacht hat. Es ist auch wichtig, nachzufragen und zu versuchen zu verstehen, warum jemand gerade so argumentiert und nicht anders...
Vorsicht: Diskussionen können den Horizont erweitern :D
PoiSonPaiNter
29.06.2008, 21:17
Meiner Meinung nach ist es nicht der Sinn einer Diskussion, jemandem vor Augen zu halten, dass er falsch liegt oder gar, ihn zu einer anderen Meinung zu bekehren ;)
Naja in der Hinsicht denke ich aber wiederum an Menschen, die auf ihren Vorurteilen basieren. Womit dabei schon in gewisser Hinsicht bekehrt werden muss. Weil wegen, es sind halt VORURTEILE, die in (fast) allen Fällen falsch sind. Das meinte ich damit, dass sie auf dem Holzweg sind. In gewisser Hinsicht stellt sich bei einer Diskussion dennoch heraus wer "falsch" und wer "richtig" liegt. Wobei das wieder was mit jeweiligem Blickwinkel zu tun hat.
Vorsicht: Diskussionen können den Horizont erweitern
Deswegen hält sich die Menschheit auch so gut sie kann davon fern! o.O
Liathano
29.06.2008, 21:29
Ist es euch nicht auch so ergangen, dass ihr etwas geschrieben habt, und ein paar Postings weiter schreibt jemand anderer etwas ganz Ähnliches, ohne auf dein Posting Bezug zu nehmen? Denkst du dann nicht auch: Hoppla, das sagte ich doch schon? Also, mir ging es schon ein paarmal so. Und wenn ich dann noch lese, dass jemand offen schreibt, er habe die anderen Meinungen nicht gelesen, dann entlockt mir das schon ein Kopfschütteln.
Ja, das ist auch etwas, das mich manchmal ärgert. Deshalb versuche ich immer, die vorangegangenen Postings aufmerksam zu lesen. Sicher, 9 Seiten wären ein bisschen viel, aber zumindest querlesen und den Eingangs- sowie die letzten Posts genauer betrachten, das könnte man schon. Aber gut, sowas gehört für mich vielleicht zum "guten Ton" wenn man sich in eine Diskussion drängt, dass andere ihre Zeit nicht "verschwenden" wollen, kann ich bisweilen auch nachvollziehen.
Es muss nicht immer Zustimmung sein, obwohl Zustimmung gut tut.
Aber niemand ist so alt und weise oder so jung und unerfahren, [...] dass nicht noch eine Überlegung oder ein Überdenken der Meinung möglich wäre oder gar ein Perspektivenwechsel. Mal einen Moment lang mit anderen Augen zu lesen, das ist immer interessant.
Vielleicht sollte ich noch anmerken, dass ich gegen Zustimmung allgemein nichts habe, ich find's nur unschön, wenn ganze Postings zitiert werden, und nichts weiter dazu geschrieben wird als "Das sehe ich genauso/Da stimme ich zu". Ein paar ergänzende Gedanken sollten sich doch immer finden, oder? :rolleyes:
Zustimmung tut tatsächlich gut, aber auch ich freue mich, wenn jemand etwas anders sieht als ich und mir damit (vielleicht) einen neuen Blickwinkel eröffnet. Daher stimme ich dem letzten Satz deines Posting voll und ganz zu. Und ich lasse mich auch gern korrigieren, nur so kann man etwas lernen, auch wenn man sich trotzdem ab und an über die eigene Dummheit ärgert.
Wenn ich es auslöse, liegt es im Allgemeinen daran, dass ich schnell meine Meinung zu etwas abgeben will, weil mir etwas dazu einfällt, ohne - zugegebenermaßen - zu dem Zeitpunkt ein großes Interesse an den Meinung der anderen zu haben; das kommt bei mir öfter bei Threads über Bücher, Filme usw vor, wozu ich eben einfach mal meine Meinung schreibe.
Ach wirklich? Gerade über Bücher (und teilweise Filme oder Musik) diskutiere ich unheimlich gern und dort interessiert mich am meisten, aus welchen Gründen andere Leute ein Buch schlecht fanden, dass ich mochte, oder umgekehrt. Außerdem lese ich Rezensionen gern, um herauszufinden, wessen Geschmack mit meinem kompatibel ist bzw. wer ähnliche Kriterien an ein Buch stellt. Wenn Hathor zum Beispiel das nächste Mal von einem Buch begeistert ist, wird das wohl auf meine Liste kommen, weil ich ihren Rezensionen meist zustimmen konnte und sie ähnliche Autoren mag/nicht mag, wie ich. Bei Pantalaimon verhält sich das ähnlich. Bei anderen dagegen weiss ich genau, dass ich die Finger von ihrem Empfehlungen lasse. ;)
Ich stelle auch immer wieder fest, dass ich mich in verschiedenen Menschengruppen in manchen Hinsichten verschieden verhalte. Das kommt vielfach auch darauf an, was ich von dem Menschen halte. Mit engen Freunden gehe ich meistens alberner um, als mit Leuten, die ich nur aus der Schule kenne, kann mit ihnen allerdings auch vil ernsthaftere Gespräche führen (das dürfte aber vielen so gehen, oder?).
Definitiv. Dass ist eines der Prinzipien der Kommunikationstheorie. Wir alle übernehmen täglich viele unterschiedliche Rollen, in denen wir uns unterschiedlich verhalten. Die Rolle der Tochter, der Schülerin, der Schwester, der Freundin, der Ehefrau, der Chefin, etc. - in allen Rollen agieren und kommunizieren wir mehr oder minder verschiedenartig. Als Angestellte bemühe ich mich immer um Höflichkeit und (zumindest den Eindruck von) Kompetenz, als Schülerin verhalte ich mich respektvoll und sachlich, als Freundin bin ich meist locker, auch mal albern, wenn es nötig ist ernst und oft ironisch bis sarkastisch, weil ich weiss, dass meine Freunde dass selten falsch verstehen. Meinen Eltern gegenüber bin ich eher distanziert, aber auch respektvoll. Unter fremden Leuten bin ich eher schüchtern, manchmal abweisend, aber wenn die Chemie stimmt, kann ich mich wunderbar mit ihnen unterhalten.
Schlimm ist aber auch, wenn der Diskussions"partner" einfach nicht einsehen will, dass er/sie mit seinem/ihrem Standpkt auf dem Holzweg ist. Ok ich geb zu des öfteren zähle ich auch zu diesen Personen, aber dann ist das nur weil ich mich nicht mehr an die genauen Gegebenheiten erinnern kann.
Nach dem Motto: "Meine Meinung steht fest, verwirr mich nicht mit Tatsachen!" ? :D
Kenne ich auch. Ich finde es am besten, wenn man einen gemeinsamen Konsens findet, Zugeständnisse macht und beide Seiten neue Erkenntnisse gewinnen. Aber wenn ich merke, dass eine Diskussionspartei keinen Schritt von ihrer Meinung wegrücken will und sich nur in ihren Aussagen wiederholt, obwohl eine andere ganz klar die stichhaltigeren Argumente hat, ziehe ich mich meist zurück. Mir ist es nicht allzu wichtig, jemand anderen von meiner Meinung zu überzeugen, ich schweige mich dann lieber aus, als endlos weiter zu "streiten". Der Klügere gibt nach, sagt man.
Edit: Jetzt haben Hathor und Poison zwischengepostet, während ich geschrieben hab und die Sache eigentlich schon viel besser er-/geklärt.. naja... :rolleyes:
Naja in der Hinsicht denke ich aber wiederum an Menschen, die auf ihren Vorurteilen basieren. Womit dabei schon in gewisser Hinsicht bekehrt werden muss. Weil wegen, es sind halt VORURTEILE, die in (fast) allen Fällen falsch sind. Das meinte ich damit, dass sie auf dem Holzweg sind. In gewisser Hinsicht stellt sich bei einer Diskussion dennoch heraus wer "falsch" und wer "richtig" liegt. Wobei das wieder was mit jeweiligem Blickwinkel zu tun hat.
Vielleicht denken wir jetzt an dieselben Menschen, die zB rassistische Vorurteile haben? Aber meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass in solchen Fällen eine echte Diskussion sinnlos ist. Du wirst solche Menschen niemals missionieren können. Sowas kostet nur (deine) sinnlos vergeudete Energie. Solche Leute stehen allen Argumenten ablehnend gegenüber.
Ansonsten - wenn es zB um die Einschätzung geht, ob ein gewisses Buch oder ein Film gut ist oder schlecht, da gibt es wohl kaum ein bedingungsloses Richtig oder Falsch. Auch da kann man zwar diskutieren, aber Überzeugungsarbeit wirst du auch hier nur sehr schwer leisten können. Wobei sich die Frage erhebt, ob eine solche überhaupt der Sinn einer Diskussion ist. Auch wenn es oft so aussieht, ist Diskussion keine Macht- und Kraftprobe ;)
Edit: Jetzt haben Hathor und Poison zwischengepostet, während ich geschrieben hab und die Sache eigentlich schon viel besser er-/geklärt.. naja... :rolleyes:
Auch edit: Nun hat Liathano ihrerseits das gesagt, was ich nicht so gut hätte ausdrücken können. ;)
Verräter
29.06.2008, 21:43
Meiner Meinung nach ist es nicht der Sinn einer Diskussion, jemandem vor Augen zu halten, dass er falsch liegt oder gar, ihn zu einer anderen Meinung zu bekehren
Das kommt ganz auf das Thema bzw. auf das letztendliche Ziel an. Wenn um die Lösung eines Problems diskutiert wird und mehrere komplett verschiedene Meinungen aufeinander treffen, ist genau das nötig.
Wenn es hingegen bei einem "Gespräch" bleibt, bei dem um ein bestimmtes Thema gesprochen wird, hast du natürlich recht, wobei ich hier gerne folgendes ergänzen möchte.
Der eigene Standpunkt sollte möglichst genau und mit Argumentation unterliegt sein. Einfache Sätze wie z.b. "Ich finde das ist Doof [Textende]" bringen niemanden vorwärts und sind meiner Meinung nach völlig unangebracht (wobei mir die hier geltenden Forenregeln sogar recht geben) Ja... aber damit sage ich momentan natürlich nichts neues, daraus erfolgt aber folgender Schluss:
Nachdem eine Meinung ausführlich präsentiert wurde, halte ich es für die Pflicht einer "anders denkenden" Person, während sie ihre eigenen Ansichten schildert, auch zu erklären warum man selbst die des Gegenübers nicht in betracht ziehen würde. (Als einfachstes Beispiel vielleicht den Parallelwelt-Thread) Dies natürlich mit sinnvollen Argumenten. Derjenige mit dem ersten Post dann sollte meines Erachtens auf die "Kritik" seiner eigenen Meinung eingehen (insofern er daran interessiert ist, falls nicht ist das Gespräch eben beendet) und sie entweder Verteidigen, bestimmte Details verändern (um beispielsweise einen aufgezeigten Fehler auszugleichen) oder sich von dieser entfernen. Wobei meist alle drei Dinge gleichzeitig getan werden, was ganz natürlich ist. Zudem würde ein interessierter Gesprächspartner natürlich noch beilegen, warum man die Meinung des anderen nicht vertritt um diesen wieder einen Grund für eine Antwort zu geben.
Beide Seiten gewinnen an Stärke, beide ziehen Gewinn aus der Diskussion.
Sollte allerdings eine Seite ein Konzept vorlegen, welches einfach an allen Seiten bröckelt, eigene teile möglicherweise selbst verneint oder (je nach Thema) einfach nicht sinnvoll ist - so halte ich es für richtig dies zu sagen und zur Not das Konzept mit allen Mitteln der Argumentation zu zerreden, zerreißen und demjenigen absolut klar zu machen, dass es sich hierbei um Müll handelt. Letztendlich verlange ich das selbst auch wenn ich etwas derartiges schreiben sollte.
PoiSonPaiNter
29.06.2008, 22:41
Vielleicht denken wir jetzt an dieselben Menschen, die zB rassistische Vorurteile haben? Aber meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass in solchen Fällen eine echte Diskussion sinnlos ist. Du wirst solche Menschen niemals missionieren können. Sowas kostet nur (deine) sinnlos vergeudete Energie. Solche Leute stehen allen Argumenten ablehnend gegenüber.
Ja wir denken ungefähr in die gleiche Richtung. Bei solchen Leuten tut die Sturheit immer wieder weh...-.-...aber so wie du sagtest solche Menschen eines besseren zu belehren ist ziemlich sinnlos....nur wenn wir es nicht wenigstens Versuchen bleiben diese Vorurteile für immer bestehen und das will man ja auch nicht. Da muss man schon ein wenig eigene Energie dafür verschwenden. Auch wenn man genauso gut mit sich selbst oder einer Wand reden könnte.
Zitat von Hathor
Vielleicht denken wir jetzt an dieselben Menschen, die zB rassistische Vorurteile haben? Aber meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass in solchen Fällen eine echte Diskussion sinnlos ist.
Das ist nicht nur bei rassistischen Ansichten so! Bestes Beispiel: Meine Oma, die meint, die Wahrheit mit Löffeln gegessen zu haben. (Übrigens - ich hab' sie trotzdem lieb!) Wenn sie qualifiziert und sachlich über Dinge reden würde, bei denen sie Bescheid weiß, würde ich ihren Rat ja gerne annehmen. Aber wenn sie als gertenschlanke Frau, die immer schon gertenschlank war, Abnehmtipps gibt, die einfach nur Käse sind - was die eigene Erfahrung gezeigt hat - dann muss ich mich beherrschen, ruhig zu bleiben.
Denn das finde ich am schlimmsten in einer Diskussion. Nich die Leute die einen anderen Standpunkt haben als ich - nein, die braucht man ja zum diskutieren.
Viel schlimmer sind diejenigen, die (nachweißlich!) keine Ahnung von einer Sache haben, aber trotzdem mit (nachweißlich!) falschen Behauptungen um sich werfen - und sich auch von "Fachleuten" nichts sagen lassen.
Im manchen Fällen kann das richtiggehend peinlich werden.
Zitat von Verräter
Sollte allerdings eine Seite ein Konzept vorlegen, welches einfach an allen Seiten bröckelt, eigene teile möglicherweise selbst verneint oder (je nach Thema) einfach nicht sinnvoll ist - so halte ich es für richtig dies zu sagen und zur Not das Konzept mit allen Mitteln der Argumentation zu zerreden, zerreißen und demjenigen absolut klar zu machen, dass es sich hierbei um Müll handelt. Letztendlich verlange ich das selbst auch wenn ich etwas derartiges schreiben sollte.
Da stimme ich dir voll zu! Allein schon um den Irrenden vor Fehlern zu bewahren und ihm oben genannte Peinlichkeiten und die Agressionen anderer Leute zu ersparen. Letztendlich ist es ja nicht böse gemeint, sondern soll demjenigen ja helfen!
Zitat von Akissi
Mit engen Freunden gehe ich meistens alberner um, als mit Leuten, die ich nur aus der Schule kenne, kann mit ihnen allerdings auch vil ernsthaftere Gespräche führen (das dürfte aber vielen so gehen, oder?). Jungs fahre ich schneller über den Mund als Mädchen (meistens im Scherz, mal im Ernst), Mädchen werden mir dafür schneller unsympathisch. Meiner Familie gegenüber werde ich schnell ungerecht, bei den meisten anderen versuche ich im Allgemeinen erst darüber nachzudenken, ob das vertretbar ist, was ich mache. Mit Älteren kann ich besser und freier umgehen als mit Jüngeren/ich bekomme bei Jüngeren schnell den Eindruck, ich sei ihnen überlegen.
Komisch, da verhalte ich mich (fast) genauso in den verschiedenen Umfeldern. Bis auf die Tatsache, dass ich über Ernstes lieber mit engen Freunden rede als mit Bekannten.
Und was die "Altersschubladen" angeht. Klar, ein Großteil einer Altersgruppe verhält sich auf eine bestimmte Art und Weise. Aber es gibt immer Ausnahmen - und die sind nicht gerade wenige. Auch eine Clique, in der der Jüngste 16 und die Älsteste 28 ist, kann problemlos funktionieren. Es kommt immer auf den einzelnen an, nicht auf die Masse.
Ollowain
30.06.2008, 19:29
Zitat von Hathor
Vielleicht denken wir jetzt an dieselben Menschen, die zB rassistische Vorurteile haben? Aber meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass in solchen Fällen eine echte Diskussion sinnlos ist.
Sobald eine Meinung zu einem gewissen Grad festgefahren ist, sind Diskussionen, wie ich öfter mal feststellen durfte -.-, relativ sinnlos und eine Energieverschwendung, wie Poison, Lithano, Nejira und Hathor schon gesagt haben.
Ich finde es am besten, wenn man einen gemeinsamen Konsens findet, Zugeständnisse macht und beide Seiten neue Erkenntnisse gewinnen. Aber wenn ich merke, dass eine Diskussionspartei keinen Schritt von ihrer Meinung wegrücken will und sich nur in ihren Aussagen wiederholt, obwohl eine andere ganz klar die stichhaltigeren Argumente hat, ziehe ich mich meist zurück. Mir ist es nicht allzu wichtig, jemand anderen von meiner Meinung zu überzeugen, ich schweige mich dann lieber aus, als endlos weiter zu "streiten". Der Klügere gibt nach, sagt man.
Nur kann man sich (geht zumindest mir so) in gewissen Punkten leider nicht ausschweigen und als einziger Diskussionspartner Zugeständnisse zu machen ärgert mich dann auch wieder ziemlich - vor allem wenn es jedes Mal um das selbe (oder doch das gleiche @_@") geht.
Um konkret zu werden: ich kann mit meiner Mutter wunderbar über das Thema "(Meine) Erziehung" diskutieren -... wohl eher streiten. Über alle anderen Themen kann ich wunderbar mit ihr diskutieren, aber bei der Erziehung lässt sie sich rein gar nichts sagen... (Ok, ist verständlich >_>) Ich kann es aber einfach nicht lassen, sie darauf hinzuweisen, wenn etwas gehörig daneben geht, weil es soetwas auch öfter mal mich betreffend gibt.
Problematisch werden Diskussionen über wichtige Themen eben, wenn man weder Eingeständnisse machen will, noch sich auf dem gleichen Niveau unterhält/unterhalten kann. Oder schlimmestenfalls einfach nicht versteht/nachvollziehen kann, was der/die andere jetzt genau will, bzw immer wieder mit dem selben (unsinnigen und gleichzeitig "allmächtigen") Argument begründet wird. (z.B. "Ich bin halt deine Mutter.(und weiß, was am besten für dich ist, blah)")*mph* *nein* :o
Ich habe ihr diesen Standpunkt mal vollkommen zerfetzt und zerredet. Keine Änderung >_>
Meiner Meinung nach ist es nicht der Sinn einer Diskussion, jemandem vor Augen zu halten, dass er falsch liegt oder gar, ihn zu einer anderen Meinung zu bekehren
Meiner Meinung nach auch nicht. Mir geht es hauptsächlich darum, meine Meinung sinnvoll darzustellen, bzw. darum, dass meine Meinung auch als solche akzeptiert und nicht in Grund und Boden gestampft oder verdreht wird.
Ich werde das Gefühl nicht los, dass sich unsere Gesellschaft viel zu schnell provozieren und aufregen lässt, wenn etwas nicht nach ihrem Kopf geht. Wo es geht wird gedroht, sich aufgespielt und andere werden möglichst weit runtergeputzt, wenn ein gewisser Punkt überschritten ist. *nein*
Je nach Stimmung bin ich dahingehend auch nicht gerade friedlich, bzw. bin einfach sehr schnell eingeschnappt und beleidigt.*hide*
Zitat von Akissi
Mit engen Freunden gehe ich meistens alberner um, als mit Leuten, die ich nur aus der Schule kenne, kann mit ihnen allerdings auch vil ernsthaftere Gespräche führen (das dürfte aber vielen so gehen, oder?). Jungs fahre ich schneller über den Mund als Mädchen (meistens im Scherz, mal im Ernst), Mädchen werden mir dafür schneller unsympathisch. Meiner Familie gegenüber werde ich schnell ungerecht, bei den meisten anderen versuche ich im Allgemeinen erst darüber nachzudenken, ob das vertretbar ist, was ich mache. Mit Älteren kann ich besser und freier umgehen als mit Jüngeren/ich bekomme bei Jüngeren schnell den Eindruck, ich sei ihnen überlegen.
Kenne ich fast genauso von mir. Mit Jungen gehe ich anders um als mit Mädchen, mit dem einen Lehrer anders als mit dem anderen. Unter Freunden und Familie kann ich - salopp ausgedrückt - die Klappe ganz schön weit aufreißen, mit Fremden bin ich sehr viel zurückhaltender, höflicher und mitunter auch kälter. An und für sich verhalte ich mich bei jedem mehr oder weniger anders.
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