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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Neu im Genre, gute Einsteigerlektüre?


Enroth186
07.07.2008, 01:40
Hallo Zusammen. ich habe bislang noch nichts im bereich science-fiction gelesen, komme eher aus dem bereich fantasy, aber da ists mir in letzter zeit etwas zu eintönig geworden und aufgrund eines sehr interessanten berichts im fernsehn (über mögliches leben auf anderen planeten^^) möchte ich mal gerne was in dem bereich lesen.
Was würdet ihr mir da als "einsteiger" empfehlen? es sollte also kein 10bändiger universum-krieg zyklus sein sondern eher was überschaubares und vielleicht auch nicht zu abgefahrenes. lieber aber nichts lustiges wie "per anhalter durch die galaxis" (den hab ich im kino gesehen) und es sollte auch nichts unbedingt mit vampiren oder ähnlichem zu tun haben.

Gruß, Enroth

nazgul666-rr
07.07.2008, 01:45
es gibt unmengen an Star Trek Romanen - die sind eig ganz gut zu lesen immer und man kann verdammt tief darin Einsteigen egen der Technik dazu und den Rassen - da gibt es Massig Informationen drüber (hab grad 7 Akten Star Trek Fakten und Infos geschenkt bekommen)

Enroth186
07.07.2008, 02:00
es gibt unmengen an Star Trek Romanen
hm, das ist eigentlich nicht das was ich suche. es ist ja eine riesige reihe von geschichten die alle in dem selben universum spielt. ausserdem hab ich das schon genug im fernsehn gesehen, ist für mich eher ne soap im weltraum^^
also lieber auch nichts was aus filmen bekannt ist, star wars etc. also auch nicht.

ich suche eher was eigenständiges innovatives. aber maximal ne trilogie

Liathano
07.07.2008, 02:12
Wahrscheinlich wirst du hier noch viele Tips von Experten bekommen, aber vielleicht hilft dir ja auch eine Empfehlungen, von jemandem, der selbst nicht allzu belesen in Sachen SF ist und dessen Einstieg nicht so lang her ist. ;)

Sehr bekannt und beliebt ist die "Dune"-Reihe von Frank Herbert, davon gibt es auch (mehrere?) Verfilmungen. Durch den Erfolg des Buches wurden mW mehrere Zyklen nachgelegt, aber ich glaube, die erste Trilogie reicht vollkommen.

Persönlich hab ich einen Faible für Neal Stephenson, ein, wie ich finde genialer Autor, von dem du dir das ein oder andere mal anschauen kannst (er legt sich nicht auf ein Genre fest, es gibt aber auch SF von ihm, wie Diamond Age und Snow Crash).

Dann wäre da noch Stanislaw Lem. Der ist aber sehr anspruchsvoll und trifft nicht jedermanns Geschmack, besonders bei einem Einsteiger bin ich skeptisch. Aber wenn du was überaus anspruchsvolles suchst - sieh ihn dir an, am besten geeignet sind hier wohl die Sterntagebücher, aber halt dich von Solaris fern. ;)

Andreas Eschbach hat viele gute SF Bücher geschrieben und ist nahezu uneingeschränkt empfehlenswert. Er besticht durch Kreativität, Erzählkraft und spannende Geschichten. "Die Haarteppichknüpfer" wären hier mein Tipp.

Auf meiner persönlichen Liste steht noch Dan Simmons, der soll wirklich gut sein, besonders Hyperion und Endymion und auch Robert Charles Wilson hat so einige Lorbeeren geerntet und wird gerade fleissig von Heyne verlegt.

Dann noch Phillip K. Dick und Asimov (der Foundation-Zyklus) und Bradbury, die sollte man doch kennen... Und Alfred Bester!

Ursula K LeGuin schrieb ja auch viel SF! Ich mag ihre Fantasysachen, aber was sie sonst geschrieben hat, kann ich nicht gut beurteilen, aber Talent hat die Frau alle mal.

Ehm, ja. :D Ich glaub, das reicht. Bei Gegelegenheit editiere und vor allem verlinke ich den Beitrag noch.
Ansonsten schau doch mal hier (http://fictionfantasy.de/article3233.html) und im Forum, da gibt es ganz viele Threads zu guten Büchern!

Teylen
07.07.2008, 02:20
Mein Einstieg in die SciFi waren John Christopher und Isaac Asimov. Allerdings hat ersterer eher Jugendromane geschrieben, von denen man die allermeisten mittlerweile eh nicht mehr bekommen kann... und zweiterer könnte für die heutige Generation etwas zu trocken sein.
Zudem gab's von denen auch schon was in Film und Fernsehen. :)

Seltsamerweise wäre meine Empfehlung zu einem Einstieg in die SciFi nach deinem Ursprungsposting erst einmal eher: ... lass es. :)
Mag an den Einschränkungen liegen, die du gleich mit gibst. Mag daran liegen, dass mir ein Bericht über Leben auf anderen Planeten eher seltsam als Einstiegsinspiration vorkommt. Warum? Weil es in SciFi häufig genug nicht um das mögliche Aussehen anderer Lebensformen geht (gibt's aber auch), sondern neben Space-Operas und Vorhersagen zukünftiger Technologien häufig genug auch um die Entwicklung der menschlichen Kultur (oder einzelner Menschen) unter besonderen Umständen (z.B. besagter Technologien). Zumindest ist dies für mich der Teil, der mich an der SciFi am meisten interessierte.

Wenn's technisch-logisch zugehen soll, finde ich die Roboter-Geschichten von Asimov recht interessant. Vor allem weil es eigentlich eher alles Kurzgeschichten sind. Den Tausendjahresplan von ihm mochte ich auch sehr, aber einige Aspekte von Asimovs Geschichten sind möglicherweise heutzutage nicht mehr ganz zeitgemäß. (Es gibt eine Buchreihe von ihm, die heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen einfach wiederspricht...)

... aber ausgehend davon sind vielleicht auch Kurzgeschichtensammlungen von anderen Autoren ein möglicher Einstiegspunkt.


*les was Liathano mittlerweile geschrieben hat*

Ok.. ich bin als Ratgeber vielleicht etwas schlecht geeignet. Mal sehen.. ich geb trotzdem mal weiter meinen Senf dazu. :)

Dune von Frank Herbert fände ich als Einstieg vielleicht etwas heftig.

Lem ist dagegen sicherlich gut, aber auch anspruchsvoll und von Ursula K. LeGuin muss ich unbedingt mehr lesen, nachdem ich vor einer Weile ein verdammt altes Buch von ihr gelesen habe.

Tja... ansonsten gehört "Die fliegenden Zauberer" von Larry Niven und David Gerrold zu den Büchern, die ich gut fand... auch wenn ich mich immer noch frage, warum das abgesehen von Raumfahrer und Aliens als Protagonisten SciFi ist.

Hmm.. sonst vielleicht... "Das Floss" von Stephen Baxter. Er schreibt zwar sehr trocken, aber das Buch hat mich begeistert. Hat allerdings ein sehr seltsames Universum zur Grundlage.

Verräter
07.07.2008, 11:13
Dune von Frank Herbert fände ich als Einstieg vielleicht etwas heftig.
Dem stimme ich 100% zu! Der WÜstenplanet ist genial aber... auch sehr (wie drückt man das am besten aus?...) kompliziert.

Isaac Asimov war auch für mich so etwas wie "Der Ursprung" an Sci-Fi Büchern. Ich habe Ich, der Robot gelesen und nunja... ich halte es für einen perfekten Einstieg. Das Buch besteht aus mehreren "Kurzgeschichten" (5 oder 6) die von ... einer Frau erzählt werden, die spezialistin in "Robotpsychologie" ist. (Glaube ich zumindest, ist schon etwas her...). Jedenfalls lernt man mehr oder weniger die Robot's kennen, beginnend bei den Prototypen für den Haushalt bis zu den komplizierten "heutigen" . Im Vordergrund stehen dabei immer wieder die Probleme mit den 3 großen Regeln für Roboter und die daraus resultierenden Schwierigkeiten. Also ich persönlich kann es sehr empfehlen, gerade für Einsteiger.

"Leben auf fremden Planeten" ... das ist natürlich... also da weiß ich jetzt auf Anhieb kein gutes Beispiel für, abgesehen vom Wüstenplaneten.

Aber wenn dich der Fantasy-Bereich schon interessiert, könnten Romane aus dem "Shadowrun" Universum etwas für dich sein, hier handelt es sich um eine sehr gute Mischung zwischen klassicher Fantasy und Sci-Fi. Davon gibt es natürlich hunderte Bände, die aber (abgesehen von der gleichen Welt) Inhaltlich nicht zusammen hängen, man kann also durchaus nur ein einziges Buch lesen :P
In der fiktiven Zukunft ist Magie erneut erwacht, Menschen verändern sich zu Fabelwesen (Wie z.b. Ork/Elfen), Drachen erwachen von neuem etc. Es entsteht eine Art "Rassismus"... Veränderte Menschen werden abgeschoben, versucht wie als wären sie von einer (ansteckenden) Krankheit befallen zu heilen und das alles unter dem Mantel des Schweigens. Also, in dem was ich z.b. gelesen habe geht es um einen Konzern Mitarbeiter, der erfährt dass seine Schwester "mutiert" ist und in ein Lager verfrachtet wurde, man ihm aber jeglichen Kontakt verwehrt und ihm auch keinerlei Informationen zukommen lässt. (wonach dann eins zum anderen führt etc. tolles Buch ^^)

Markus Heitz hat zwei Bücher in Shadowrun geschrieben, vielleicht wäre das etwas für dich. Ich selbst habe es noch nicht gelesen, aber gutes davon gehört ^^

treogen
07.07.2008, 12:56
Hi,

ist wirklich kompliziert. Durch deine Vorgaben vergibst du dir vielleicht gerade ein paar schöne Bücher.

Naja, dann bring ich mal meine Favorites:
Joe Haldemanns "Der Ewige Krieg", mMn einer der besten Antikriegsromane, der je geschrieben wurde.

Heinleins "Starship Troopers" - das Buch ist um Klassen besser, als der Film. Und ich bin nach wie vor der Meinung, dass Heinlein kein glorifizierender Militarist ist, sondern genau das Gegenteil.

Harry Harrisons "Todeswelten" - spannend und ab und an auch lustig, jedoch ohne ins Alberne abgleiten zu wollen. Ist ein Klassiker, den man mal gelesen haben sollte.
"New York 1999" von ihm ist übrigens auch sehr gut.

Rusch
07.07.2008, 14:54
Also wenn ich jetzt davon ausgehe, dass jemand SF Lesen möchte, der vom Genre noch nicht viel Ahnung hat, würde ich von den meisten der hier vorgeschlagenen Bücher abraten.

Nicht empfehle ich:
Todeswelten, weil dröge, uninteressante Geschichte. Es gibt viel besseres.
Lem, Dick, Simmons, Herbert: Gute Autoren und gute Werke - ich habe so ziemlich alles gelesen, was empfohlen wurde, aber ich denke, jemand, der ins Genre hinein schnuppert ist überfordert.
Wilson: Spin ist ein klasse Roman, aber von der Erzählstruktur könnte er einen Genreneuling überfordern.

Meine Tipps:

Asimovs Foundation Zyklus und zwar nur der Rumpfzyklus von Prelude to Foundation bis zum Ende (oder nur so weit, wie es Gefällt).
Die Reihe ist von der Geschichte her sehr interessant und beschreibt einen Zeitraum von mehreren hundert Jahren. Sehr faszinieren.

Auch von Asimov: Die Stahlhöhlen & die Nackte Sonne.
Schönes Crossover von Kriminal- und SF Romanen

Allan Dean Foster schreibt auch sehr gefällig.
Von ihm empfehle ich vor allem die Flinx Romane und die Eissegler Trilogie. Aber auch alle übrigen Roman aus dem Homanx Zyklus sind lesenswert.

Andreas Eschbach ist genannt worden. Er ist bestens geeignet und schreibt sehr gut. Empfehlenswert sind Solarstation, Das Jesus Video, Die Haarteppichknüpfer (in meinen Augen der beste Deutsche SF Roman überhaupt), Der letzte seiner Art.

Robert A. Heinlein: Ich mag seine Romane und auch heute sind sie noch gut lesbar. Allerdings nicht unbedingt mit "Frember in einer Fremden Welt" anfangen. Alle anderen Werke sind meist gelungen wie "Der Mond ist eine herbe Geliebte", "Doppelleben im Kosmos", "Starship Trooper" oder "Freitag".

Wenn es ein wenig Actionreicher sein sollte, bist Du vielleicht mir David Webers "Honor Harrington" Reihe gut bedient. Dieser sogenannte Military SF Zyklus gibt schön viel Action und Spannung her. Wenn Du Raumschlachten haben willst, wirst Du hier fündig und bestimmt nicht enttäuscht werden.

Wenn Du es ein wenig mehr hintergründiger und politischer haben willst, dann lies mal in den Barrayar Zyklus von Lois McMaster Bujold rein.

Perry
07.07.2008, 21:44
gute Einsteigerlektüre, gibt es die? Jeder SciFi Autor hat so seine Rubrikecke und du musst erst mal deine Schiene finden die du magst. Fang am besten mit Kurzgeschichten an. Entweder du schaust bei den Verlagen nach ( zb. Verlag Das Beste) oder im Web. Auf der Forumseite beim Spiel" Ogame.de findest du die Rubrik Story Eck. Abt. Schreibwerkstatt. Die Laienautoren sind nicht zu verachten. Mein Herz schlägt für Perry Rhodan. :D

Enroth186
07.07.2008, 22:59
Vielen Dank schonmal für die vielen Tips hier. Eschbach ist mir bereits ein Begriff, habe von ihm Das Jesus-Video und eine billion dollar gelesen, wusste aber nicht das er sci-fi schreibt, da die beiden gennanten werke gar nicht in diese sparte fallen. ich habe mal ein bisschen gegoogelt und bei amazon nach etwas mehr "mainstream" sci-fi romanen gesucht und bin dabei über die namen zweier autoren gestolpert deren kritiken ich sehr interessant fand.
zum einen "sergej lukianenko" und dann noch "China Miéville". was sagt ihr zu deren Werken?

Liathano
07.07.2008, 23:39
Vielen Dank schonmal für die vielen Tips hier. Eschbach ist mir bereits ein Begriff, habe von ihm Das Jesus-Video und eine billion dollar gelesen, wusste aber nicht das er sci-fi schreibt, da die beiden gennanten werke gar nicht in diese sparte fallen. ich habe mal ein bisschen gegoogelt und bei amazon nach etwas mehr "mainstream" sci-fi romanen gesucht und bin dabei über die namen zweier autoren gestolpert deren kritiken ich sehr interessant fand.
zum einen "sergej lukianenko" und dann noch "China Miéville". was sagt ihr zu deren Werken?

Während dir sicher viele Leute ein Lied vom Lukianenko singen können, singe ich dir eins vom Miéville.

Kurz und knapp: Er schreibt kein SF, er wird nur (in Deutschland) als SF vermarktet. Man kann ihn im Fantasygenre einordnen, das tun die meisten auch. Er selbst bezeichnet sein (Sub-)Genre als "New Weird".
Nichtsdestotrotz ist er ein fabelhafter Autor, der wunderbar mit Worten umgehen kann, auch wenn er dies manchmal etwas zu ostentativ raushängen lässt. (Stichwort: intellektuelle Onanie. ;) ) Aber eben kein Science Fiction, keine Raumschiffe, Aliens, fremde Planeten, sonstwas.

Rusch
08.07.2008, 08:28
Von Sergej Lukianenko gibt es neben den Wächter Romanen, die eher ins Fantasy / Horror Genre zu stecken sind, drei SF Romane.

Spektrum hatte mich sehr gut unterhalten, aber es gibt auch Leute, die damit nicht gut zurecht kamen. Käme bei Dir wohl auf einen Versuch an.
Weltengänger war nicht schlecht, hat mich aber nicht vom Hocker gehauen. Die Geschichte war mir zu wenig innovativ. Das hatte man alles schon mal irgendwo gelesen. Aber das war der Auftackt zu einer Reihe, von der der zweite Band diese Tage erscheint. Vielleicht wird es ja noch.

Die Bas Lag Romane stellen eine ziemlich verrückte Mischung von Fantasy, SF und Horror dar. Der erste Roman Perdido Street Station (im Deutschen "Die Falter" / "Der Weber") spielt in einer höchst fremdartigen, teilweise extrem abartigen Stadt. Der zweite, aufgeteilt in "Die Narbe" und "Leviathan" ist so eine Mischung aus Moby Dick, 20000 Meilen unter dem Meer und etwas Stephen King. Die Geschichte spielt auf eine schwimmenden Stadt und konnte mit im höchsten Maße mitreissen. Ein sehr gelungener Roman. Der letzte Band der Bas Lag Trilogie spielt schließlich weitestgehend in einem Zug. Aber dieser Roman konnte mich, vor allem wegen der politischen Statements, die der Autor in dem Roman einfließen ließ, nicht überzeugen.

tunichtgut
21.08.2008, 13:02
Hallo zusammen !

Auch ich wäre an SciFi Lektüre interessiert. Ich könnte wirklich wieder eine gute Geschichte brauchen... dabei wären mir auch Trilogien recht.

So ganz neu bin ich im Sci-Fi Bereich nicht, da ich in meiner Jugend ziemlich viel Perry Rhodan gelesen hatte und das mit Begeisterung.

So ganz viele Bedingungen stelle ich da nicht, ausser..

- es sollten wenn möglich keine Kinder- oder Jugendbücher sein. (Harry Potter z.B. find ich sehr gut, das ist aber nicht das was ich jetzt suche)

- Humor ist in vielen Büchern dabei, aber es sollte der Geschichte wenn möglich nicht an Ernsthaftigkeit fehlen.

- Es wäre gut, wenn es männliche Autoren wären. Nicht das alle weiblichen schlecht sind, aber gerade im Bereich Fantasy habe ich da schlechte Erfahrungen gesammelt (..."Er spannte seine Muskeln an und die Sonne glitzerte auf seiner Braun gebrannten Haut. Seine strahlend blauen Augen suchten das Ziel..."..... etc. pp. Das klingt so aus dem Kontext gerissen jetzt wohl etwas übertrieben, aber genau so kam mir das vor. Und das von einem Star wie Ann Rice.)

Naja, das wars auch schon. Wäre echt gut, wenn da einer was zu empfehlen hätte.

Rusch
25.08.2008, 13:42
Versuche es mal mit der "Krieg der Klone" Trilogie von John Scalzi. Das ganze mutet wie eine Fortsetzung zu Heinleins "Starship Troopers" an, ist aber flotter und humorvoller geschrieben.
Hier findest Du mehr dazu (http://www.fictionfantasy.de/load.php?name=News&file=article&sid=37)

Und ein weitere Tipp wäre die Barrayar Reihe von Lois McMaster Bujold. Die Reihe stellt eine gelungene Space Opera mit interessanten Hintergrund dar, bei der der Humor nicht zu kurz kommt.
Hier findet Du mehr dazu (http://www.fictionfantasy.de/load.php?name=News&file=article&sid=4123)

nyx
29.01.2009, 02:20
So, habe mich jetzt durch den Thread gelesen (zugegeben: nicht all zu vertieft... :rolleyes:) aber auf jeden Fall reift in mir schon länger das Bedürfnis, aus mittelalterlichen Fantasy-Gefilden mal einen kleinen Zeit- und Dimensionssprung in den SciFi-Bereich zu machen. Ich muss dabei sagen, dass ich keinerlei Ahnung vom Genre habe, ich komme mir ein wenig hilflos vor, bei einem so großen Angebot von Büchern, Richtungen und Sparten... o.O

Deshalb dacht ich mir, wende ich mich vertrauensvoll an die Expertenrunde hier, um die ein oder andere maßgeschneiderte Empfehlung zu erhalten. ;)

Als kleine Orientierung werd ich mal auflisten, welche Bücher aus dem Fantasy-Bereich (u.a.) mir bisher sehr gut gefallen haben (wild durcheinander und ohne Prioritätenordnung oder Beliebtheitsskala):

Brandon Sanderson - Elantris --> Finde ich angenehm zu lesen, vllt. keine hochanspruchsvolle Lektüre, aber eine, die ich sehr genossen habe. Mir hat z.B. gefallen, dass sich Sanderson auf seine drei Hauptcharaktere konzentiert hat, auch wenn Nebencharaktere dabei ein wenig auf der Strecke geblieben sind. Ich mochte auch dieses leicht post-apokalyptische Feeling, das durch die gefallenen Herrscher von Elantris und die langsam vor sich hinrottende, einstmal so mächtige Stadt geschaffen wurde. Außerdem ist das Buch ein Einzelband, was angesichts meines wachsenden SuBs auch ein Vorteil für ein Einstiegsbuch in die SciFi wäre. ^^

Ungefähr alles von Tad Williams --> Ich mag seinen Schreibstil sehr gerne. Nicht zu trocken, immer mit einer Prise Ironie, aber trotzdem nicht übertrieben albern oder gar mit flapsigen Bemerkungen seitens der Helden. (Vor solchen Entgleisungen und Plattheiten graust es mir ^^). Ich habe Otherland schonmal angelesen und war sehr angetan, aber da es sich um eine recht lange Reihe handelt und ich die Bücher zudem lieber auf Englisch lesen würde, muss Otherland selbst wohl noch ein Weilchen auf mich warten. Verleichbare Bücher würde ich aber sehr begrüßen.

aSoIaF - George RR Martin --> Klar, wie könnte es anders sein, auch ich habe seine Bücher verschlungen. ^^
Die exzessiven Gewaltszenen haben mir allerdings nicht so sehr gefallen, angesichts der genialen Storyline habe ich mich aber damit abgefunden. Demnach, wenn es die Geschichte rechtfertigt, lese ich auch Grim&Gritty, aber wie gesagt, es muss sich schon lohnen. ;)

Stephenie Meyer - Twilight (Bd. 1) --> Nun, diesen Interessenszug möchte ich natürlich nicht verschweigen. Ja, ab und an bricht meine romantische Ader durch... :D was allerdings nicht heißt, dass ich softpronographische Kitschroman gerne lese! Ich möchte damit bloß zum Ausdruck bringen, dass ich weder gegen eine Prise Romantik, noch gegen eine schöne, in die eigentliche Handlung eingewobene Liebesgeschichte, etwas einzuwenden habe - solange es nicht ausufert, heißt das. (Und ich möchte schließlich Empfehlungen für SciFi, nicht für Romance... da wäre ich hier wohl ohnehin im falschen Themengebiet. ^^)

Die Schandmaske (Krimi) --> Interessant würde ich z.B. auch ein Buch finden, dass einen Krimi in die Zukunft verlegt, allerdings habe ich da nun wirklich keinerlei Vorstellung, wie ein solches Buch aussehen sollte und ob es so etwas überhaupt gibt. Spannend sollte es jedenfalls sein. :D

Da ich mich jetzt schon so weit von der Fantasy entfernt habe, vllt. noch der ein oder andere allgemeine Hinweis.
-Ich lese sehr gerne auf Englisch, d.h. auch Bücher die es noch nicht oder nicht mehr oder noch nie auf Deutsch gab könntet ihr mir ruhig empfehlen. (Es sollte nur bei Amazon erhältlich sein ^^)
Überhaupt, englische Autoren sind mir lieber als Deutsche, da kann ich mein Englisch ein bisschen trainieren.

- Ich wollte für den Anfang lieber etwas haben, was man auch mal schnell zwischendurch lesen kann. Das heißt bloß, dass es sich möglichst um ein Einzelbuch handeln sollte, oder meinetwegen auch um einen in sich geschlossenen Roman aus einer Reihe... aber das soll nicht heißen, dass ich nur seicht unterhalten werden will. Das Buch darf durchaus einen gewissen Anspruch haben. Pseudo-wissenschaftlich/philosophisch/intellektuell übertrieben ausgeschmückte Romane darf Amazon allerdings gerne behalten. ^^

- Ich lege durchaus Wert auf sprachlichen Ausdruck und erzähltechnisches Geschick. Action dagegen kann, muss aber nicht.

- Was die Ausgestaltung der Welt anbelangt... nun, da hab ich im SciFi-Bereich ja noch keine Erfahrung, was mir da am ehesten zusagt, aber soweit ich meine Erfahrungen von der Fantasy her analog anwenden kann, gefällt es mir ganz gut, wenn technische Neuerungen behutsam angewandt werden, bzw. mehr Wert auf die Charaktere und deren Beziehungen zu sich und ihrer Umwelt gelegt wird. Reizen würd mich auch ein Buch, das evtl. auf einem anderen Planeten spielt, gerne auch mit Außerirdischen.^^
Das geht dann zwar schon wieder in Richtung Fantasy, aber... egal. :D

- Eine stringente Handlung wäre mir für den Anfang ganz lieb, möglichst auch nicht mit all zu vielen Charakteren (die dafür aber schön ausgearbeitet sein sollten). Was ich sehr gerne in Geschichten habe, sind die diplomatischen Bemühungen zweier verfeindeter Völker/Planeten/Stämme/was auch immer, denen langsam bewusst wird, dass die andere Seite möglicherweise gar nicht so böse ist, wie man sich seit Jahrtausenden erzählt... (Ja, da scheint meine pazifistische Ader durch... der meine romantische, dürft ihr euch aussuchen :P, ) Wisst ihr ungefähr was ich meine? So Romeo-und-Julia-Style, nur nicht so... simpel? (Ok, es ist meine romatische Ader, ich geb's zu. :D)

Joa, mehr fällt mir jetzt zu meinen Lesegewohnheiten nicht ein. Aber ich glaub, das reicht auch, um euch einen ungefähren Eindruck zu vermitteln, was ich so gerne lese und was eher nicht. Dann hoffe ich mal, dass man mir antwortet und mich konkret an Bücher verweist, die mir gefallen könnten. :)

Mit freundlichen Grüßen
nyx

AMBER schattensturm
29.01.2009, 04:10
Brandon Sanderson - Elantris --> Finde ich angenehm zu lesen, vllt. keine hochanspruchsvolle Lektüre, aber eine, die ich sehr genossen habe. Mir hat z.B. gefallen, dass sich Sanderson auf seine drei Hauptcharaktere konzentiert hat, auch wenn Nebencharaktere dabei ein wenig auf der Strecke geblieben sind. Ich mochte auch dieses leicht post-apokalyptische Feeling, das durch die gefallenen Herrscher von Elantris und die langsam vor sich hinrottende, einstmal so mächtige Stadt geschaffen wurde. Außerdem ist das Buch ein Einzelband, was angesichts meines wachsenden SuBs auch ein Vorteil für ein Einstiegsbuch in die SciFi wäre. ^^

Elantris ist ein nettes Buch, aber kein SciFi, sondern Fantasy. Keine Technik, stattdessen Mittelalter-Setting mit Magie.

Mila
29.01.2009, 11:49
Elantris ist ein nettes Buch, aber kein SciFi, sondern Fantasy. Keine Technik, stattdessen Mittelalter-Setting mit Magie.

Das hat Nyx auch nicht behauptet. Lies doch mal den kompletten Beitrag..

AMBER schattensturm
29.01.2009, 12:31
Das hat Nyx auch nicht behauptet. Lies doch mal den kompletten Beitrag..

Hatte ich, aber dieser Satz hatte mich verwirrt:

Brandon Sanderson - Elantris --> [...] Außerdem ist das Buch ein Einzelband, was angesichts meines wachsenden SuBs auch ein Vorteil für ein Einstiegsbuch in die SciFi wäre. ^^

Hab's auf das Buch selbst bezogen.

Gute Einstiegsbücher in die SciFi gibt es viele, insbesondere da es so viele verschiedene Subgenres gibt.

Ich persönlich bin ein Fan von allem wo Asimov drauf steht. Seine Geschichten sind durchweg intelligent geschrieben.

Iain Banks - insbesondere "Das Spiel Azad" und "Bedenke Phlebas" sind auch hervorragende Bücher, obwohl der Stil von Banks wohl nicht jedem gefallen dürfte.

Rusch
01.02.2009, 01:21
Also das Spiel Azad fand ich ganz OK, aber "Bedenke Phlebas" war ein unglaublich ödes Buch und in meinen Augen Papierverschwendung. Das Beste Buch von Banks, das ich gelesen habe war "Die Wespenfabrik" und das ist gar keine SF sondern ein verstörender Punk Roman.

Boomi
20.02.2009, 21:00
Also mein einstieg in sci fi war das Buch Der Schwarm, den Autor hab ich vergessen, aber mit ein wenig googeln war das Buch trotz fachausdrücken gut zu verstehen und als anfang für mich gut geeignet, kann ich also Naturinteressierten Leuten nur weiterempfehlen.

Gruss Boomi

Lis-indo
25.02.2009, 19:34
Hallo,
"Der Schwarm" wurde von Frank Schätzing geschrieben und war ein wirklich interessantes Buch, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Bis auf ein paar Stellen (z.B. die wo er mehrere Seiten lang über die verschiedensten Satelliten, ihre Funktionsweise und deren Namen schreibt) an denen er i.wie ein wenig abschweift und das Ganze in die Länge zieht ist es sehr gut. Ab der Mitte wird es dann auch richtig spannend und ich hatte es schwer, es wieder beiseite zu legen.

Grüße

Plusquamperfekt
14.07.2009, 16:55
Ich würde dir als Einstiegslektüre Star Wars 1-Die dunkle Bedrohung empfehlen. Da du gerne Fantasy liest ist das vielleicht gut, denn der Autor Terry Brooks hat ja auch bedeutende Fantasyromane geschrieben (z.B.Kinder der Apokalypse). Ich selbst habe auch mit diesem Buch angefangen.
Hoffe es hat dir geholfen

Mfg
Pqp