Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tot - Was nun?
Als Einleitung zunächst einmal die Erkenntnis: Ja das Thema wurde sicher schon 100x durchgekaut; trotzdem möchte ich darüber sprechen, weil es, wie ich finde, ein sehr spannendes Thema ist und mich fasziniert.
Meine persönliche Vorstellung sieht wie folgt aus:
Ich gehe zunächst davon aus, dass jeder Mensch in sich eine Seele trägt. Wo diese Seele herkommt ist nicht Thema dieses Threads, lädt aber auch zum diskussieren ein.
Heißt also, wenn ein Mensch geboren wird, dann wird er mit einer, seiner persönlichen Seele geboren. Diese Seele gibt ihm seine Persönlichkeit, seinen Character, alles was ihn psychisch als Mensch ausmacht; nur eben in einer unausgereiften Form, die erst im Laufe des Lebens durch äußere Einflüsse und Erfahrungen geprägt wird.
Gehen wir jetzt also davon aus, dass wir eine Seele haben, die viele Jahre im Körper eines Menschen gelebt hat und ihm sein "wahres Ich" gegeben hat. Was passiert nun mit ihr, wenn das physische Leben des "Wirts" vorbei ist?
Es wäre möglich, dass sie den Körper rechtzeitig verlässt, aus der Hülle ausbricht. Vielleicht ist das auch der wahre Grund warum ein Mensch stirbt; da er ohne Seele nicht leben kann?
Das alles müsste allerdings vorraussetzen, dass die Seele einen eigenen Willen hat, der über dem Willen des physischen Menschen steht? Ist das möglich? Könnte es sein, dass unser Unterbewusstsein, das uns ein ums andere Mal ein Schnippchen schlägt, kontrolliert? Uns Dinge tun lässt, die wir eigentlich gar nicht tun wollen, aber uns nicht dagegen wehren können? Eine wie ich zugeben muss beängstigende Vorstellung, aber nicht vollständig von der Hand zu weisen, wie ich finde.
Wir gehen davon aus, dass Körper und Geist (Seele) fest miteinander verankert sind. Nun das mag ja auch so sein, aber wer sagt, dass beide zusammen eine feste Einheit ergeben müssen, die den gleichen Willen verkörpert? Vielleicht hat der Körper gar keinen eigenen Willen und dient nur dazu, der Seele eine Schutzhülle zu geben, um ihr in dieser physischen Welt eine Existenz zu ermöglichen. Wenn dem so ist, wieso tut sie das? Wieso sucht die Seele Schutz in einem Körper? Sie könnte doch mit Sicherheit auch alleine existieren. Als reine geistige Energieform ohne Handlungsfähigkeiten, wie wir sie kennen, aber mit pysischen, spirituellen Fähigkeiten, wie Telepathie als Kommunikationsmittel usw. Durchaus vorstellbar oder?
- - Ich merke gerade, dass ich ausschweife. Ich versuche mal zum Kern zurückzukommen. Das Thema ist einfach zu spannend. - -
Also wohin geht die Seele nach dem Tod des Körpers? Geht sie dahin zurück, wo sie hergekommen ist? Wenn ja was ist dieser Ort und wo ist er? Wie ist er entstanden und welchen Zweck erfüllt er? Wozu macht die Seele die Reise in den Körper?
Stirbt die Seele vielleicht auch? Nur auf eine andere Art und Weise? Hat die Seele die Möglichkeit sich anders von der Welt zu verabschieden?
Ist sie unsterblich?
Viele, viele Fragen und ich hoffe wir können hier gemeinsam einige davon beantworten und Vermutungen darüber aufstellen, was nach dem Tod passiert und ob er vielleicht im größeren Ganzen einen Sinn erfüllt.
Das alles müsste allerdings vorraussetzen, dass die Seele einen eigenen Willen hat, der über dem Willen des physischen Menschen steht? Ist das möglich? Könnte es sein, dass unser Unterbewusstsein, das uns ein ums andere Mal ein Schnippchen schlägt, kontrolliert? Uns Dinge tun lässt, die wir eigentlich gar nicht tun wollen, aber uns nicht dagegen wehren können? Eine wie ich zugeben muss beängstigende Vorstellung, aber nicht vollständig von der Hand zu weisen, wie ich finde.
Das hängt davon ab, wo du den Sitz der Persönichkeit vermutest.
Ich würde davon ausgehen, daß man auch 'seelisch' irgendwo die Summe seiner Teile ist, das heißt weder der Verstand kann unanhängig von der Persönlichkeit agieren, noch das Unterbewußtsein noch ...ja, was bleibt... der Rest eben.
Wenn du das Freudsche Modell heranziehst mit Es, Ich und Überich eben diese drei Teile. In meinem Verständnis kann kein Teil ohne den anderen funktionieren, nur manchmal ist eine Entscheidung mehr oder weniger ungleichmässig getroffen. Dann ist eine Frage der Reflektiertheit, ob man sich sozusagen von der eigenen Entscheidung distanziert und sagt, 'das war ich nicht, das war mein Unterbewusstsein' oder eben dieses als zugehörig akzeptiert.
Genausowenig denke ich, daß der Körper eine eigene Persönlichkeit hat die sich von der der psychischen Komponenten unterscheidet.
Gut ich habe da vielleicht eine etwas unromantische Ansicht, entsprechend denke ich auch, daß es mit dem Tod aus ist.
Daß keine Seele irgendwohin geht.
Daß mit dem Ende der Hirnfunktion auch die Persönlichkeit geht und die Seele oder wie man es nun auch nennt.
PoiSonPaiNter
12.07.2008, 01:15
Als Einleitung zunächst einmal die Erkenntnis: Ja das Thema wurde sicher schon 100x durchgekaut; trotzdem möchte ich darüber sprechen, weil es, wie ich finde, ein sehr spannendes Thema ist und mich fasziniert.
Bei dieser Erkenntnis möchte ich mal mit reinwerfen, dass viele Menschen Angst davor haben sich über das Leben nach dem Tod Gedanken zu machen. Es ist einfach ein unangenehmes Gefühl zu wissen das man iwann nicht mehr sein wird...und da spreche ich jetzt nicht nur von mir....
Bin mir nicht ganz sicher, aber ich denke mal viele Meschen sind gegenwartsfixiert und wollen sich nicht mit dem danach oder morgen beschäftigen, da sie im Hier und Jetzt leben wollen. Was durchaus nicht verkehrt ist! Schließlich heißt es ja auch: "Lebe jeden Tag so, als wäre er dein Letzter!"
Natürlich ist der Tod ein spannendes Thema, aber man kann egtl (fast) nie wissen wann es soweit ist und wie es dann weitergeht. Vorallem da es in den verschiedenen Religionen die verschiedensten Aspekte des Lebens nach dem Tod gibt.
Nehmen wir zB den Hinduismus der mit seiner Kastenordnung die Reihenfolge festlegt, wie ein Mensch in der Gesellschaft steht. Grundrechtlich ist die Kastenordnung abgeschafft natürlich gibt es sie noch weiterhin in den Köpfen der Menschen.
Zur Kastenordnung speziell: Es gibt vier Hauptkasten (Priester/Gelehrte; Krieger/hohe Beamte; Kaufleute; Arbeiter); die Kastenlose die sogenannten Paria, die unberührbaren und natürlich die Tiere (wobei hier noch interessant ist das Homosexuelle noch unter den Tieren stehen, aber das ist ein anderes Thema). Sinn der Sache ist es aus dem Kreislauf des ewigen Lebens (meiner Erinnerung zufolge dharma genannt, mgl das es falsch ist guck ich iwann nochmal nach oder jmd von euch verbessert :) ) auszubrechen und die Erlösung (ich glaube auch hier wie im Budhismus das Nirwana bin mir aber grad nicht sicher) zu erlangen. Wie schon erwähnt versuchen auch die Buddhisten mit dem kleinen und dem großen Fährboot (Hauptströmungen) ins Nirwana zu gelangen um nicht mehr wiedergeboren zu werden. Der erste der das geschafft hatte war Buddha (Sidharta Gautama).
Im Juden und im Christentum glaubt man an Himmel und Hölle. Wonach man bei guten Taten in den Himmel bei schlechten Taten in die Hölle kommt, wie ja jedem bekannt sein sollte...(-> im Hinduismus und Buddhismus ähnlich =>kharma; anderes Thema :) ).
Und im Islam ist ja die Theorie mit den Jungfrauen im Paradies unter den Fanatikern weit verbreitet...=/
Von der Seite her betrachtet, kommt nach dem Leben entweder ein neues Leben oder man bekommt im Jenseits das Ergebnis für seine Taten im Diesseits. :D
Wie gesagt, so sehr habe ich mich persönlich noch nicht damit auseinander gesetzt, mir ist nur gerade der religiöse Standpkt eingefallen. Besonders merkwürdig an meiner eigenen Einstellung finde ich allerdings, dass mich die Art & Weise des Sterbens fasziniert, aber das danach bereitet mir Übelkeit. Nur denke ich das es in unserer heutigen Gesellschaft auch anderen Menschen so ergehen wird. Den durch die Medien sind wir alle ziemlich abgestumpft was das Sterben an sich angeht. *ja*
Verräter
12.07.2008, 11:49
Den durch die Medien sind wir alle ziemlich abgestumpft was das Sterben an sich angeht.
Früher hat man einen Krieg angefangen, heute schaltet man den Fernseher ein wenn man Leichen sehen will. Aber... das ist ein anderes Thema.
Was erwartet den Menschen nach dem Tod. Eine Frage die ich mir selbst auch schon oft gestellt habe, bei der es keine eindeutige Antwort gibt/geben kann - da, wie alle Wissen, noch niemand zurück gekommen ist und etwas erzählt hat. Das drängt die Vermutung auf, dass es dort schöner sein könnte ^^
Nunja, gleich zu Anfang: Ich gehöre zu der Fraktion der Leute, die glauben mit dem Tod ist Schluss. Kein Nirwana, keine Hölle, keine Wiedergeburt und kein sinnlos als Geist durch die Gegend schweben.
Und ich finde diese Denkweise ziemlich beruhigend. Während in den Religionen das Leben immer eine Art Prüfung darstellt, um im Tod dann (je nachdem) etwas zu erwarten, kann ich mit meinem Glauben einfach Leben.
Zur Seele. Nehmen wir einmal an sie existiert, dann ergeben sich für mich 2 Möglichkeiten nach dem Tod.
1. Sie ist fest mit dem Körper verankert und kann nicht ohne einen existieren. Beim Tod, oder vielleicht auch erst wenn der Körper vollständig zersetzt ist, stirbt sie ebenfalls.
2.Die Seele trennt sich vom Körper und hat damit keinen Körper mehr. (Was für eine Erkenntnis!) Sie besteht nur noch aus Gedanken die, da sie sich nicht mehr an einem Ort befinden, überall zugleich sind. (Da ja ohne Hülle nichts an einem Ort sein kann) Und wenn diese Gedanken im gesamten Universum, vielleicht auch darüber hinaus existieren, werden sie zeitlos. Und damit ist ihre Existenz eigentlich nicht mehr wichtig, sie verblasst.
In beiden Fällen kann man das Leben nach dem Tod vergessen, und zur Tagesordnung übergehen.
Wall Hadrian
12.07.2008, 12:50
Ich bin kein religiöser Mensch und distanziere mich sogar von den mir vertrauten Religionen. Als geborener Protestant wird man praktisch in dieser Atmosphere des Hinterfagens großgezogen. Mir fällt es zu schwer das christliche Weltbildpacket mit Regeln, Rieten und Leben nach dem Tod Zertifikat zu unterschreiben. Ich kann "daran" einfach nicht glauben.
Nach meiner Überzeugung wartet auf mich leider nur das ewige Schwarz und hey, es wird mich "dann" auch nicht stören.
Aber die Vorstellung des Todes von meinem jetzigen Standpunkt (in den 20'ern und noch viel vor) ist daher echt hart.
Das Vorhandensein einer sog. Seele, eines Kerns, Aura, Chakra what ever kann man oder sollte aber nicht ausschließen. Der Glaube an ein übergeodnetes "Ich" (nicht das von Freud) ist so alt wie die Menschheit selbst.
Also mein Körper ist mein Tempel und wenn da irgendwo ne Seele urlaub macht, so für 80-100 Jahre, dann stört mich das nicht.
PoiSonPaiNter
12.07.2008, 21:06
Es gibt allerdings noch einen anderen Aspekt den man betrachten müsste, wenn man über das Leben nach dem Tod nachdenkt!
Was geschieht mit meiner Familie? Meinen Freunden? Werden sie mich vermissen? Fällt es überhaupt auf das ich nicht mehr da bin?
Sonne von Farin Urlaub wäre an dieser Stelle vllt als passendes Lied erwähnenswert.
Was erwartet den Menschen nach dem Tod. Eine Frage die ich mir selbst auch schon oft gestellt habe, bei der es keine eindeutige Antwort gibt/geben kann - da, wie alle Wissen, noch niemand zurück gekommen ist und etwas erzählt hat.
Eben aus genau diesem Grund, wäre oben genannte Überlegung teilweise sinnvoller, als sich den Kopf darüber zu zerbrechen was mit einem selbst geschieht! Denn es ist doch immer der Kreis in den ein Mensch gehört, der am meisten unter dem Tod eines ihrer Angehörigen zu leiden hat.
Das drängt die Vermutung auf, dass es dort schöner sein könnte ^^ Interessante Vermutung! :D Vllt denke viele deshalb an ein Paradies, dass uns nach dem Tod erwahrtet...=/...Haben denn nicht schon die alten Ägypter ihre Pharaonen auf das Leben nach dem Tod vorbereitet, indem sie ihnen Waffen, Werkzeuge, Nahrung, etc. mit in die Grabkammern gelegt haben? Wobei Waffe und Paradies ein leichtes Paradoxon ergeben! :D
Und was die Seele angeht, da habe ich neulich etwas gesehn wo kurz ein altes Experiment gezeigt wurde, bei dem Sterbende gewogen wurden und diese nach dem Tod leichter waren. Also ich schließe die Existenz einer Art Seele nicht aus. Finde da aber Verräters Theorie an diesem Pkt sehr interessant:
Und wenn diese Gedanken im gesamten Universum, vielleicht auch darüber hinaus existieren, werden sie zeitlos. Und damit ist ihre Existenz eigentlich nicht mehr wichtig, sie verblasst. Deiner Theorie zufolge könnte also jeder das Gedankengut eines anderen aufschnappen, das durch die Gegend schwirrt? Also eine Art mentale Transfusion?
Deine Theorie bringt mich aber noch auf einen anderen Gedanken, nämlich, dass ein Mensch erst dann richtig tot ist, wenn man ihn vergessen hat! Traurig aber in gewisser Hinsicht doch wahr. Nicht umsonst wollen viele Menschen berühmt werden. Um ihre "unsterbliche" Seele für immer in den Geistern der Menschen zu verewigen. Womit noch ein nächster Gedanke sich anschließt. Ein Verstorbener lebt in den Köpfen (Gedanken) seiner Familie, etc weiter.
Früher hat man einen Krieg angefangen, heute schaltet man den Fernseher ein wenn man Leichen sehen will. Aber... das ist ein anderes Thema. Jups this one: http://www.fantasy-forum.net/showthread.php?t=746 :D
Liathano
13.07.2008, 13:07
Ich weiß, was nach meinen Tod mit mir passiert. Ich werde verbrannt.
Ansonsten mache ich mir über dieses Thema kaum Gedanken. Ich denke, dass ich mit dem Hier und Jetzt schon zu Genüge beschäftigt bin. Aber ich sehe das Leben keineswegs als Bewährungsprobe für das "Danach". Ich kann damit leben, als Schnecke wiedergeboren zu werden oder in eine Hölle zu kommen. Im Himmel ist ohnehin niemand, den ich kenne. ;)
Btw, interessantes Buch dazu:
Jenseitsreisen: Wir bringen Sie über den Jordan. Mit detailiertem Routenplaner für über 50 Religionen (http://www.amazon.de/Jenseitsreisen-bringen-detailiertem-Routenplaner-Religionen/dp/3426780909/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1215882519&sr=8-1)
asachriel
13.07.2008, 18:10
Ich bin ein gläubiger Christ.
Und durch meinen Entscheid zu Gott, werde ich nach dem Tod mit ihm weiterleben, und das für ewig.
Lg
Wall Hadrian
13.07.2008, 19:55
Ich bin ein gläubiger Christ.
Sich zur Religion und somit zum Glauben an etwas "Größeres" zu bekennen finde ich bewundernswert.
Das Christentum bietet garantiert ein solides übergeorgnetes Weltbild.
Sollte das Leben nach dem Tod aber so aussehen wie bei den Christen beschrieben, wäre mir das zu langweilig.
Auf "ewig" an Gottes und Christi Seite kann doch nicht alles sein.
OK, keine Schmerzen, Harmonie, Menschen treffen, die man verlohren hat, Antworten auf fragen usw. ist schon nicht schlecht ... .
Aber dann doch lieber die Vorstellung, dass man nach dem Tod eine Stufe weiterkommt in seiner Entwicklung.
"... der Tod ist erst der Anfang ..."
B/R
Sollte das Leben nach dem Tod aber so aussehen wie bei den Christen beschrieben, wäre mir das zu langweilig.
Mal davon abgesehen, dass ich nicht gläubig bin, kann ich den obigen Gedankengang sehr gut nachvollziehen. Der christliche Himmel ist kein Anreiz für mich. Das klingt alles so toll, aber mal ehrlich soll ich auf Ewigkeit im Himmel festsitzen? Wirds da nich irgendwann langweilig? Was soll ich da die ganze Zeit?
Natürlich ist es unbestreitbar schön, verstorbene Verwandte wiederzusehen, alte Freunde etc. Auch wenn man Antworten auf Fragen bekommt, die man sich sein Leben lang gestellt hat, wie der Sinn des Lebens, wo wir herkommen etc.? Auch wenn ich ganz ehrlich sagen muss, wenn ich im Himmel lande, dann haben sich all diese Fragen erledigt und sind mit meiner Ankunft dort bereits beantwortet! Sinn des Lebens - Gottes Geboten folgen, um im Himmel und nicht in der Hölle zu landen. Wo kommen wir her? - Gottes Schöpfung bzw. Masterplan (beunruhigend).
Ich möchte einfach nicht, dass wenn ich mein Leben gelebt habe, ich für ewig mein Dasein im Himmel oder sonstwo fristen muss. Dann is mein Leben vorbei, vielleicht hab ich dann auch einfach gar kein Bock mehr, wenn ich 80 oder mehr Jahre alt geworden bin. Und dann soll ich da oben irgendwo in den Wolken rumlungern bis in alle Zeit und den Menschen weiterhin zuschauen, wie sie ihr Potential vergeuden und Mutter Erde nach und nach das Leben aussaugen?
Ganz davon abgesehen, dass ich vom Christentum rein gar nichts halte, schon gar nicht von der katholischen Kirche, aber das ist jedem selber überlassen und ich habe auch wirklich nichts gegen gläubige Menschen. Jeder soll an das glauben, was ihm beliebt und was er für richtig hält. Genau das tue ich auch und erwarte auch von allen anderen, dass sie das bei mir akzeptieren. Drum werde ich nie jemanden wegen seiner Religion oder seinem Glauben kritisieren.
"... der Tod ist erst der Anfang ..."
Genau so sehe ich das auch. Ich kann mir gut vorstellen, dass der menschliche Geist, die menschliche Seele nach dem Tod in eine neue Daseinsstufe wechselt. Das körperliche Leben, das wir jetzt führen dient als Vorbereitung auf die nächste Stufe. Interessante Frage die sich dabei aufwirft: Ist unsere Geburt wirklich der Anfang unserer Existenz gewesen oder war er nur der Schritt über eine Schwelle aus einer früheren Existenzform?
Wie mag die nächste Daseinsstufe aussehen? Liegt sie in dem uns bekannten Universum? Existiert noch etwas ganz anderes, etwas dass wir uns nicht vorstellen können? Eine andere Form der Existenz, des Raums. Ich kann keine besseren Worte finden, denn dafür gibt es keine, weil sie unsere menschliche Vorstellungskraft übersteigen!
Sollte auch nur ein kleiner Exkurs zu dem sein, woran ich glaube.
Philosophisch betrachte ich unsere Existenz eher nihilistisch, d.h. unser Dasein hat keinen tieferen Sinn. Wir sind einfach das Produkt eines Experiments der Natur, wahrscheinlich noch nicht mal das Endprodukt. Folglich glaube ich weder an Gott noch an ein Jenseits.
Was den Begriff Seele anbelangt, ist mir nicht ganz klar, was man als solche bezeichnen könnte? Vielleicht das Bewusstsein, oder das Unterbewusstsein?
Nehmen wir mal das Bewusstsein, ich denke also bin ich und zum denken befähigt mich ein Großhirn, Nervenzellen und eine Reihe Neurotransmittern. Genauso werden Gefühle durch Ausschüttung von Chemiekalien verursacht. Wenn der Mensch stirbt, verliert auch das Gehirn seine Funktionsfähigkeit - also die Seele stirbt mit.
Zitat von Horus:
Das alles müsste allerdings vorraussetzen, dass die Seele einen eigenen Willen hat, der über dem Willen des physischen Menschen steht? Ist das möglich? Könnte es sein, dass unser Unterbewusstsein, das uns ein ums andere Mal ein Schnippchen schlägt, kontrolliert? Uns Dinge tun lässt, die wir eigentlich gar nicht tun wollen, aber uns nicht dagegen wehren können? Eine wie ich zugeben muss beängstigende Vorstellung, aber nicht vollständig von der Hand zu weisen, wie ich finde.
Es gibt ja psychologische Thesen, die besagen, das der freie Wille nur eine Illusion ist, d.h. unser Denken und Handeln wird durch unsere Genetik und Erziehung determiniert. Es und Über-Ich unterliegen diesen Einflüssen und lenken zusammen das Bewusstsein.
Noch mal zurück zum Thema, ich glaube zwar nicht an ein Jenseits, würde mir aber wünschen das es eines gibt. Meine Vorstellungen gehen da so in Richtung germanische Mythologie. Da würde das Leben nach dem Tod ja zum Glück auch nicht ewig dauern.:)
Liathano
14.07.2008, 16:10
@Kain: Da hat sich aber jemand sehr intensiv mit Nietzsches Theorien und Ansichten auseinandergesetzt. ;)
Ansonsten sehe ich das mit der "Seele" ähnlich. Eine Seele ist für mich etwas, um das man schöne Metaphern spinnen kann, aber ich glaube nicht an ihre Existenz und schon gar nicht an ihre Unsterblichkeit. Gefühle, Verhaltensweisen, Charaktereigenschaften - das sind alles Dinge, die nicht die Seele bestimmt, sondern die sich biologisch/chemisch/psychologisch erklären lassen.
Was ist nach dem Tod? Keine Ahnung... Mein Wunschdenken: ich lebe woanders weiter, dort wo es schön und friedlich ist und jeden Tag Frühling und wo es Schokolade zum Frühstück gibt. Und jeder ist lieb zu mir und es herrscht Eintracht und Wonne :D
Mein etwas realistischeres Denken: wenn ich tot bin, ist alles zu Ende. Ich werde verscharrt oder verbrannt, und das wars. Das Leben geht weiter. Nur ohne mich.
Als Kind war das schöner: ich glaubte an das, was mir im Religionsunterricht erzählt wurde von wegen ewiges Leben bei den Engelchen. Da ich aber musikalisch völlig unbegabt bin, fand ich die Vorstellung eines ewig Harfe spielenden Geflügels nicht besonders attraktiv. Daher schuf ich mir mein eingangs erwähntes Wunschdenken.
Und was die Seele angeht, da habe ich neulich etwas gesehn wo kurz ein altes Experiment gezeigt wurde, bei dem Sterbende gewogen wurden und diese nach dem Tod leichter waren. Also ich schließe die Existenz einer Art Seele nicht aus.
Ich glaube nicht an eine Seele. Dieses Experiment wurde meines Wissens vor einiger Zeit wiederholt mit dem Ergebnis: es gibt keinen Beweis einer Seele, die im Augenblick des Todes gen Himmel oder Hölle fährt. Vielleicht wurde früher außer acht gelassen, dass der Mensch auch nach dem Tod noch Körperflüssigkeiten und Ausscheidungen verliert - was den Gewichtsverlust durchaus erklären kann.
Ich stelle mir lieber die Frage: Ich lebe - was nun? Es gibt ein Leben vor dem Tod, Leute. ;)
ExLibris
15.07.2008, 12:45
Ich glaube jeder braucht irgendeine Vorstellung von "nach dem Tod" um überhaupt mit dem Leben klarzukommen. Dabei ist es egal, ob man an ein Leben nach dem Tod glaubt, oder daran, dass es danach nichts mehr gibt.
So oder so will jeder das beste daraus machen, und sein Leben dafür am intensivsten nutzen. Der eine weil er an das Leben nach dem Tod glaubt, der andere eben darum, weil er es nicht tut. Weder dem einen noch dem anderen kann man vorwerfen etwas falsch zu machen.
*Hedwig*
16.07.2008, 15:57
Was ist nach dem Tod? Keine Ahnung... Mein Wunschdenken: ich lebe woanders weiter, dort wo es schön und friedlich ist und jeden Tag Frühling und wo es Schokolade zum Frühstück gibt. Und jeder ist lieb zu mir und es herrscht Eintracht und Wonne :D
So etwa sieht mein Wunschdenken wohl auch aus. Ich würde es mir zumindest wünschen. Wär doch schön .... obwohl, dass würde auf dauer (wortwörtlich) wohl langweilig werden. Ich fände es durchus interessant wenn ein bisschen Aktion mit drin wäre :P
Aber so richtig dran glauben kann ich nicht. Ich kann mir nich vorstellen, dass es so eine Welt geben soll, in der alle Verstorbenen leben. SO schön es auch ist, es ist wohl ein bloses Wunschdenken.
Nach dem Tod wird wohl nichts mehr sein. Ausser man würde wiedergeoren werden. Das ist ein Aspekt, den ich nicht vollkommen ausser Acht lassen will und kann.
Es ist genauso warscheinlich, wie der Glaube daran, dass mit dem Tod alles endet.
Wobei ich PoiSonPaiNter zustimmen muss und ich die Existens einer Seele nicht ausschliese. So viele Religionen glauben an ein Leben nach dem Tod, an die Wiedergeburt und solche Sachen. Bei diesen Dingen muss für die Erfüllung eine Seele bestehen.
Und ich kann mir nur schwer vorstellen, dass sich so viele Menschen in ihrem Glauben irren.
Ein immer wieder interessantes Thema auf das noch keiner eine Antwort gefunden hat. Wie auch? Tote reden nicht. :D
Ich vertrete auch eher den Standpunkt, dass nach dem Tod Schluß ist. Dabei stelle ichs mir in etwa wie beim Schlafen vor. Während ich schlafe, bin ich mir über meine Existenz nicht bewusst. Abends gehe ich ins Bett, schlafe ein und morgens wache ich wieder auf. Was dazwischen passiert ist, weiß ohne bewusstes Erlebnis nicht. Den Tod ist für mich also in etwa wie eine Art Schlaf ohne das anschließende Aufwachen.
@Hedwig: "tot" ist ein Adjektiv, du meinst "Tod". ;)
asachriel
16.07.2008, 19:58
Das klingt alles so toll, aber mal ehrlich soll ich auf Ewigkeit im Himmel festsitzen? Wirds da nich irgendwann langweilig? Was soll ich da die ganze Zeit?
Natürlich ist es unbestreitbar schön, verstorbene Verwandte wiederzusehen, alte Freunde etc. Auch wenn man Antworten auf Fragen bekommt, die man sich sein Leben lang gestellt hat, wie der Sinn des Lebens, wo wir herkommen etc.? Auch wenn ich ganz ehrlich sagen muss, wenn ich im Himmel lande, dann haben sich all diese Fragen erledigt und sind mit meiner Ankunft dort bereits beantwortet! Sinn des Lebens - Gottes Geboten folgen, um im Himmel und nicht in der Hölle zu landen. Wo kommen wir her? - Gottes Schöpfung bzw. Masterplan (beunruhigend).
Ich stelle mir vor das diese Fragen alle gar nicht mehr relevant sein werden. Es wird mir sicher egal sein wie die Welt entstanden u.s.w.
Ich stelle mir Gott immer vor wie er vor einer Linie sitzt und diese Linie ist die Zeit, er ist also immer überall: ewig.
Er weiss geschieht wird und er weiss was kommt, und aus diesem Blickwinkel spielen dann alle diese Fragen gar keine Rolle mehr.
Und dieser Glaube stillt mir den inneren Durst, die Sehnsucht und gibt meinem Leben einen Sinn.
Was ist den euer Sinn im Leben???
Was ist den euer Sinn im Leben???
Rein natürlich gesehen: Fortbestand und Erhalt der eigenen Rasse durch Fortpflanzung und Bereicherung des Genpools.
Persönlich: Ich möchte mein Leben mit all den modernen Möglichkeiten, die die Gesellschaft geschaffen hat, genießen. Möchte jede Sekunde ausleben. Vieles erleben, reisen, die Welt entdecken, Kulturen kennenlernen. Wenn es geht das gesamte Spektrum der menschlichen Rasse ausleuchten. Ich möchte glücklich sein; zufrieden durchs Leben gehen ohne besonders viel Kummer. Eine Familie möchte ich gründen; möchte meine Kinder aufwachsen sehen, meine Enkelkinder ebenso ..
Ja ist sicherlich nicht alles erreichbar, aber wenn ich nur einen kleinen Teil davon schaffe und dabei glücklich bin, dann habe ich den Sinn meines Lebens erfüllt!
Wobei ich PoiSonPaiNter zustimmen muss und ich die Existens einer Seele nicht ausschliese. So viele Religionen glauben an ein Leben nach dem Tod, an die Wiedergeburt und solche Sachen. Bei diesen Dingen muss für die Erfüllung eine Seele bestehen.
Und ich kann mir nur schwer vorstellen, dass sich so viele Menschen in ihrem Glauben irren.
Nun ja... man muss ja glauben, wenn kein Wissen da ist ;)
Und nur weil Millionen Menschen an etwas glauben, muss es doch nicht stimmen. Es kann stimmen, aber der endgültige Beweis fehlt trotzdem. Christen glauben nicht an die Wiedergeburt, im Buddhismus ist sie eine fixe Größe. Wer will behaupten, dass die einen im Recht sind und die anderen im Unrecht?
Andererseits ist so ein Glaube für viele Leute einfach immens wichtig, da sie den Gedanken an das Nichts oder an ein ungewisses Unbekanntes schwer oder gar nicht ertragen könnten.
*Hedwig*
16.07.2008, 22:57
@ Hathor
Du hast natürlich Recht, letztendlich gibt es ziemlich viele verschiedene Möglichkeiten im Bezug auf den Glauben. Und jede Religion denkt natürlich von sich, dass ihre Möglichkeit die Richtige ist.
Wir können hier noch viel spekulieren einen Beweis für unsere Aussage wird es nie geben.
Wie Faern so schön angemerkt hat:
Ein immer wieder interessantes Thema auf das noch keiner eine Antwort gefunden hat. Wie auch? Tote reden nicht
Allerdings stehe ich bei dieser Frage noch ziemlich zwischen den Stühlen. Auf der einen Seite kann ich es mir nicht vorstellen wiedergeboren zu werden, auf der anderen Seite weigere ich mich zu glauben, dass nach dem Tod nichts kommt. ^^
Die Idee mit der Wiedergeburt ist wohl die Möglichkeit, der ich am ehesten zustimmen würde. Immerhin gab es ja immer wieder Menschen, die behaupteten wiedergeboren worden zu sein. Viele davon sind wohl Hochstapler und sonstige Menschen, die nur Aufmerksamkeit wollen. Ich habe jedoch auch schon einmal einen interessanten Beitrag gesehn, in dem ich ziemlich überzeugt war, dass dieser Mensch ( in dem Fall eine Frau) nicht lügt. Jedoch ist das schon ein paar Jahre her und ich kann mich nicht mehr an den Namen der Frau erinnern.
Liebe Grüße
Die Wiedergeburt ist auch so ein Thema über das ständig irgendwo geredet wird. Eine Frage, die dabei aber nie beantwortet wird (jedenfalls habe ich noch keine logisch nachvollziehbare Erklärung gehört) ist, wo die ganzen Seelen her kommen sollen.
Die Weltbevölkerung wächst ständig. Bei Wiedergeburten kann aber auf einen Verstorbenen maximal eine Geburt kommen. Folglich müsste die Zahl der Weltbevölkerung weitestgehend konstant bleiben, tut sie aber nicht. Man könnte zwar behaupten, dass sowas ähnliches wie bei der Zellteilung durch die ein Baby entsteht passiert, aber das wäre ziemlich abstrus. Das würde bedeuten, dass sich mit der Zeit Persönlichkeiten teilen und exponentiell vervielfachen. Demnach müssten die Ur-Ur-Ur-Ur-Großeltern mittlerweile in zigfacher Kopie herumlaufen.
Falls jemand eine logische Erklärung hat, die auch Sinn ergibt: Ich bin gespannt. :)
Wall Hadrian
17.07.2008, 22:15
@ Faern
Zum Seelen Recycling gibts viele Varianten, die sich mit deiner Frage auseinandersetzen.
Um nur zwei zu nennen:
1. Der Seelenvorrat ist so gewaltig, das es sogar bei 8mrd Menschen noch keine Lieferengpesse gibt und Seelen Anderen nach dem Tod des Körpers Vorrang geben, bevor sie selbst ne zweite Runde drehen.
2. Da wir im All nicht allein sind, werden einfach andere Welten mitbeliefert.
Kurz gesagt, wer will kann die Theorie der Wiedergeburt ganz easy aufrechthalten. Außerdem, wer sagt denn, das wir als Menschen wiederkehren müssen. Wenigstens nen paar unsere Artvorfahren müssen doch auch schon ne Seele gehabt haben ...
Man muss also keine Seelen klonen, nur damit jedes neugeborene Kind "das gewisse etwas bekommt" ...;)
Viele Menschen denken, dass nach dem Tod nur noch unendliche Dunkelheit herrscht; man empfindet keine Emotionen mehr, man spürt nichts. Ich kann mir so ein Leben nach dem Tod nicht vorstellen, dass dann alles einfach so vorrüber sein soll.
Ich habe schon viele von diesen Diskussionen geführt und ich finde dieses Thema wirklich sehr interessant.
Meine Meinung:
- Unsere Seele, unser Geist, einfach das Innere, das uns ausmacht, ist Energie. Oder man könnte es als Energie beschreiben. Wenn unsere Seelen aus Energie bestehen, müsste es eine Energiequelle geben. Was für ein Ort das sein könnte, darüber kann man zig Stunden diskutieren.
- Es kann auch gut sein, dass unsere Seelen in andere Körper übergehen, die neu geboren werden (Mensch oder Tier). Wir bestehen also immer fort, nur unsere Erinnerungen an ein vergangenes Leben verblassen.
Ob ich an Wiedergeburt glauben soll, weiß ich noch nicht so recht. Es ist auch gut möglich, dass nach dem Tod gar nichts mehr passiert; niemand kann uns sagen, wie genau das Leben nach dem Tod aussieht. Doch ich denke, dass unsere Seele in ein anderes Lebewesen überwandert. Ich denke, letzten Endes muss man sich einfach überraschen lassen. :)
Kurz zum Sinn des Lebens:
"Wir kamen zu der Einsicht, dass es müßig sei, nach dem Sinn des Lebens zu fragen, denn das Leben ist keine Antwort, das Leben ist die Frage und du selbst bist die Antwort."
- Vergil -
*Zitat unterschreibt*
Die grosse Frage, die ich mir sicher schon tausend mal gestellt habe.
Nun ich persönlich glaube, dass man nach dem Tod "frei" ist. Ich glaube nicht direkt an den Himmel, eher an das Jenseits. Irgendein Ort, weitab von der Welt, wo Gott weilt.
Also nachdem Tod kommt man zu diesem Ort und spricht mit Gott über das Leben, das man geführt hat.Gott beantwortet deine Fragen, die du an ihn hast, z.B wieso musste dieser Autoumfall passieren, wieso musste diese Person sterben usw. In diesem Sinne schliesse ich mich Horus mit seiner Seelenerklärung an, das diese Seele dein Charakter ist
Danach kannst du als Seele, wenn man es so nennen will, selber entscheiden ob du wiedergeboren werden willst und somit deine Seele/Charakter verlieren, oder bei Gott bleiben willst. Man kann natürlich auch als reine Seele unsichtbar unter den Menschen leben. Diese sind dann bekannt unter Gottes Engeln.:)
Ich weiss das tönt ziemlich.... naja eigen. Es ist nicht wirklich was mit Hand und Fuss, etwas was man beweisen könnte (so gut es eben halt geht :D) Aber es ist halt eben meine Ansicht.
Zum Sinn des Lebens: Das Leben ist gerecht!
Entweder hast du also eine schlimme Kindheit oder ein ver****** Erwachsenenleben
Lythande
01.10.2008, 16:53
Hallo,
die qabbalistische Philosophie, mit der ich mich schon einige Zeit befasse sagt - um das Thema wo die Seelen herkommen aufzugreifen -, dass am Anfang das Urpotential der Schöpfung zerbrochen, also seine Samen ausgeschickt hat, um im langen Prozess des Werdens und Vergehens wieder und letztendlich zur Quelle zurückzukehren. Es wird auch das Zerbrechen der Gefäße genannt.
Ich persönlich mag den Gedanken der Wiedergeburt und wir wachsen von Inkarnation zu Inkarnation und lerne immer neue Dinge hinzu. Ich denke, wir sind nie von der Urquelle der göttlichen Kraft in uns getrennt und darum glauben viele Menschen an heilige Schutzengel, die nichts anderes sind, als unser Kern, der mit allem verbunden ist. Bewusst ist sich dieser Dinge heute jedoch kaum einer, denn wir werden von so vielen Hochstaplern und Scharlatanen geblendet. Jeder hat jedoch die Entscheidung, sich weiter zu entwickeln, zu lernen und so die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
Interessantes Thema, das auch für mich viele Fragen aufwirft. Ob es eine Existenz nach dem Tod gibt? X.X
Tja ich vermute erstmal, da ist nichts, ...gar nichts! Wieso denn auch, muss denn hinter allem und jedem ein gewisser Sinn stecken?
Und wenn, wohin würde denn so eine "Reise" gehen und warum? Und was ist, wenn man nicht ewig existieren will... wird man im Jenseits eine Wahl haben? Manchmal stelle ich mir schon eine "bessere" Welt vor, aber wieso sollte es ausgerechnet im Jenseits eine bessere geben? Als Ausgleich oder als Wiedergutmachung, weil diese hier vielleicht so schlecht ist? Andererseits würde ich dann doch lieber an etwas glauben, egal was denn "da" sein könnte, anstatt auf gar nichts zu hoffen...
Wenn ich die Wahl habe zwischen dem Nichts und dem Schmerz, dann wähle ich den Schmerz. William Faulkner (1897-1962)
Wie sieht es mit dem ewigen Kreislauf der Wiedergeburt aus? Der Gedanke ist schon interessant, mal ein anderes Wesen sein zu dürfen. Aber wie oder wann kommt man zu dieser "Ehre"? Vorallendingen wo - hier oder im gesamten Universum?
Ob nun als Mensch oder als Tier, die Populationen auf der guten alten Erde schwanken insgesamt zu stark, um darauf die Seelen "gerecht verteilen" zu können. Und bei größeren irdischen Ereignissen dürfte die Warteschlange dann auch ziemlich lang werden.
Was wäre z.B., wenn es damals im kalten Krieg Menschen wie Stanislaw J. Petrow (http://de.wikipedia.org/wiki/Stanislaw_Jewgrafowitsch_Petrow) oder Wassili A. Archipow (http://de.wikipedia.org/wiki/Wassili_Alexandrowitsch_Archipow) nicht gegeben hätte? Schicksal? Vorherbestimmung? Ich behaupte, man hat damals einfach nur verdammt viel Glück gehabt. Sollte es ein höheres Wesen geben, dann hält es die Fäden doch sehr, sehr locker... oder es mag einfach nur die spannende Unterhaltung. :rolleyes:
Wie auch immer, das Leben würde doch durch ewige Wiedergeburt auch einen Teil seines Sinnes verlieren. Gerade dadurch, das es ein Ende hat, wird es doch erst kostbar. Ich weiß auch nicht, welcher Gedanke besser ist. Für ewig und für alle Zeiten zu existieren, oder einem entgültigen Tode entgegenzutreten?
Aber man lebt vielleicht länger als man denkt...
Erst wenn man einen Menschen vergessen hat, ist er richtig tot.
(Arthur Schopenhauer 1788-1860)
Aber wer weiß, vielleicht erwartet uns ja auch etwas ganz anderes, als die ewige Existenz oder der endgültige Tod? :) Das Thema, ob/wie es nach dem Tod weitergeht, wird wohl rein wissenschaftlich nie beantwortet werden können.
Tja ich denke auch, nur allein durch den Glauben wird man eine für sich ~ angemessene ~ Antwort auf diese Frage bekommen können...
Veltruck
06.10.2008, 22:39
Ich glaube zu wissen das ich keine Angst vor dem Tod habe...
Sicher kann man sich nicht sein, weil man ja nicht in der akuten Situation ist.
Ich möchte noch einige Dinge in meinem Leben tun, deswegen möchte ich nicht jetzt sterben.
Und ich finde das Leben was wir haben dürfen wir selber verwalten sollten es aber nicht sinnlos wegschmeißen!
Ob ich nach dem Tod anderweitig weiterexistiere spielt vll. gar keine so große Rolle! Denn wichtig ist doch eigentlich nur, das das Leben so wie wir es jetzt Leben nicht meht existiert!!! und genau deswegen sollte man so Leben als währe es der letzte Tag, und das jeden Tag.
Es kommt was kommen muss und wenn es dann soweit ist dann ist es halt so!
aber was wäre "nichts"? wie definiert man das? was wäre, wenn es nichts auf der erde gäbe? wenn es im universum gar nichts gäbe? wär es uns kalt, wie fühlt sich das an, wie schnell ist die zeit?
wenn man das intensiv genug denkt, kommt einem eine sekunde lang ne phase, wo man "nichts" definieren kann. dieser augenblick ist aber leider kurz. xD
ich hab eig bisher kaum angst vor dem tod. einmal wars schon ganz schön kanpp..., aber solange man auf einer sicheren schwelle ist und sich sagt "mir geht es gut und ich bin noch jung" braucht man nichts zu befürchten. also, ich jedenfalls befürchte nichts. wenn ich tot bin, stell ich mir "nichts" vor. gehirn funktioniert nicht mehr - dann auch gar nichts mehr.
das mit der seele wäre wirklich glaubhaft. dass die da aus dem körper raussteigt, juhu. :D
aber wies dann weitergeht wär fraglich.
wenn man zu gott kommt, mensch, wird doch auch langweilig, wenn man immer das bekommt, was man will. wenn es einem imemr gut geht.
ich glaub, dass die seele aufgehoben wird, oder sogar wiederverwendet. *ja*
PoiSonPaiNter
04.11.2008, 19:15
Jetzt weiß ich wieder was ich machen wollte! XD
Mir ist neulich ein Aspekt eingefallen, der bei der Betrachtung des Todes auch interessant ist, nämlich:
Nach dem Tod folgt bekanntlich die Beerdigung, von der man selbst nicht viel mehr mitbekommt, da man da ja schon tot ist(, bzw es jedenfalls sein sollte! o.O) Nun wäre es iwo interessant, ob man bei seiner eigenen "anwesend" ist (also doch noch iwie "da" ist und sozusagen als Zuschauer unter den Leuten sitzt/steht und zuschaut wie der Körper in die Erde gelassen wird), bzw was einen selbst glaube ich am meisten interessiert - jedenfalls geht es mir so, wenn ich darüber nachdenke - WER da ist, wer einen auf dem "letzten Weg" begleitet. Hoffe das ist halbwegs verständlich ausgedrückt! :D
aber was wäre "nichts"? Heute in Physik: Entstehung der Welt angeschnitten - "Dann schrumpfen wir mal das NICHTS" (so in etwa) *lol* Musst ich dran denken als ich das Gelesen habe...*lol*
Meine vorstellung von einem leben nach dem tod ist eigentlich ganz simpel. Ich stelle mir vor das wenn ich sterbe an einem ort warte z.B. im Himmel oder irgendwo anders. Bis wieder ein Kind neugebohren wird und ich da dann wieder nichtsahnend wieder zurück auf die Welt komme. So ein ewiger ziklus. Manche glauben ja auch das sie vieleicht als Tier wieder gebohren wird. (Wenn das wahr ist werde ich Vegetarier *grins* ).
Meine andere Vorstellung ist das mein Geist nach dem tod in den Himmel kommt und ich da dann auf ewig verweile.
Ich glaube man macht sich über sowas gedanken weil man sich nicht vorstellen kann, dass man eben noch gelebt hat alles um sich wahrgenommen hat und plötzlich nichts mehr ist. Aus. Ist doff die vorstellung. Da hallte ich mich lieber an meine Vorstellung das noch was nach dem Tod passiert als das plötzlich alles aus ist.
Im endefeck bleib ich lieber bei meinen Vorstellungen. Ich kann es mir auch gar nicht so recht vorstellen wie das währe. Also ich glaube an einem Leben nach dem Tod und bleib auch bei dieser Überzeugung.
Das Bringt einen erst einmal zur Weltanschauung,
schaut euch mal um, wir sind Menschen, von etwas geschaffen, für etwas geschaffen, und jeder Mensch hat den kern eines Sterns in sich.
Natürlich will ich nicht direkt sagen "Es gibt Gott, oder Es gibt nicht Gott" das kann man so oder so nicht bestimmen.
Aber - man sollte das bedenken - , wir Menschen haben logischerweise eine Art Aura, früher war es kaum möglich, den Menschen annähernd zu erforschen, jetzt schafft man via Gedankensteuerung übers Intenet Cyborg-Implantate zu nutzen.
Stellt euch vor man könnte die "Seele" entnehmen und in einen "Roboterkörper" sagen wir einen Cyborg, "Implantieren" - viele denken jetzt, irre, unmöglich, schwachsinn- , aber bedenkt, das gleiche hätte man vor Hundert- Hunterfünfiz Jahren gesagt wenn ihr zu einem gegangen wärt und gesagt hätter "Bald gibt´s Handys, damit kannste von hier nach dahinten Reden!" oder "Bald können wir alle in Metallklötzen fliegen, wir warn sogar aufm Mond".
So abwegig es uns doch erscheint, wird es bald so oder so möglich sein, die Seele auf die eine oder andere Art und weise in einen Computerkörper zu verfrachten. Wenn man je soweit kommt.
Jetzt stellt euch vor, wir menschen können Leben aus dem nichts schaffen! Klonen und mehr!
Da kann man in erwägung ziehen, das wir alle vielleicht bloß so etwas wie ein Experiment einer höher entwickelten rasse sind, die unser Universum geschaffen hat, und uns jetzt beobachtet.
Das werde ich näher erläutern wenn ich Zeit habe, denkt nur drüber nach :D
Komisch, ich habe das Gefühl, ich habe das hier schon einmal geschrieben, aber ich habe zunmindest nichts gefunden....
Der Tod ist in meinem Glauben der gleiche Zustand wie vor unserer Geburt.
Eine Leere, in der wir nicht existent waren und nichts vermissten, und auch keine Angst hatten.
Nach der Geburt - das "Dazwischen" - sind ein paar Jahre, die uns von der Natur geschenkt wurden, um bewusst unsere Welt erleben zu dürfen. Der Preis für das Geschenk ist das Wissen, dies alles wieder zu verlieren.
Und das größte Unglück der Menschheit ist meiner Meinung die Tatsache, dass die Menschen in ihrer Verzweiflung alles mögliche bemühen, um diese kurze Zeitspanne in die Ewigkeit andauern zu lassen.
Das gilt für alle, die glauben, der Welt etwas hinterlassen zu müssen, das sie gar nicht braucht.
Da stellt sich mir doch die Frage, was ist eigl. die Seele, oder gibt es sie überhaupt?
So abwegig es uns doch erscheint, wird es bald so oder so möglich sein, die Seele auf die eine oder andere Art und weise in einen Computerkörper zu verfrachten. Wenn man je soweit kommt.
Jetzt stellt euch vor, wir menschen können Leben aus dem nichts schaffen! Klonen und mehr!
Leben aus dem nichts? *neugierig-werd*
Meiner Meinung nach braucht man aber für das Klonen, immer noch mind. eine Eizelle und eine entsprechende Erbinformationen (Pflanzen jetzt mal ausgenommen). Das Klonen setzt m.E. zumindest bereits vorhandene DNA vorraus. Doch die wurde entweder durch Gott oder durch die Evolution geschaffen.
hmm... Ob es überhaupt jemals möglich wird, geziehlt einen völlig neuen überlebensfähigen Organismus herzustellen, der sich fortpflanzen kann oder komplett neue ~ funktionierende DNA bzw. ähnliche komplexe Informationsträger? - ehrlich gesagt ich weiß es nicht. X.X
Der Tod ist in meinem Glauben der gleiche Zustand wie vor unserer Geburt.Eine Leere, in der wir nicht existent waren und nichts vermissten, und auch keine Angst hatten.
Für mich, (und für einige andere viell. auch?) ist es schwer, sich mit dieser Option abfinden zu müssen oder zumindest schwer vorstellbar. Aber es ist natürlich auch eine der Möglichkeiten, wie es nach dem Tod "weitergehen" könnte - nämlich gar nicht.
*Dieser Gedanke is mir iwie unheimlich.* *hide*
Ich grabe diesen Thread mal wieder aus.
Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich noch nie irgendwie groß mit dem Thema Tod zu tun hatte. Ich war noch auf keiner einzigen Beerdigung, ... in meiner Familie starb bis jetzt erst eine Person, zu der sich engeren Kontakt hatte. Allerdings war auch nicht sonderlich viel Zuneigung vorhanden. Meine Oma starb, nachdem sie einen Oberschenkelbruch hatte und danach sehr lange im Krankenhaus lag. Ja, sie war meine Oma, aber ich hatte nie viel Kontakt mir ihr, bzw. empfand irgendetwas, das in die Richtung Liebe ging.
Aber ich finde es schrecklich zu sehen, wie jemand langsam dahin vegetiert, der Körper zerfällt und der Geist ebenfalls nicht mehr das ist, was er einmal war. Genau hier liegt meine eigentliche Angst: Ich möchte nicht alt werden! Ich möchte nicht spüren, wie mein Körper es irgendwann nicht mehr schafft alleine aus dem Bett zu steigen, sich von einem Stuhl zu erheben oder fünf Schritte zu gehen. Ich möchte spüren, wie ich langsam in einer grauen Welt versinke, man mich für verwirrt und demenz abstempelt und ich irgendwann in einem tristen Krankenhaus oder Alstersheim darauf warte, dass ich einschlafe und irgendwann nicht mehr aufwache.
Vor dem Tod habe ich keine Angst. Wie soll ich es sagen ... hmm ... ich freue mich auf den Tod. Ohja, dafür könnte man mich jetzt schon in die nächste Psychatrie stecken, aber es ist so. Irgendwie stelle ich mir vor, dass ich mich lieber selbst umbringe, bevor ich als alter Mensch irgendwo liege. Vielleicht gibt es bis dahin so etwas wie 'legale Sterbehilfe'.
Was nach dem Tod kommt, möchte ich nicht festlegen. Ich bin nicht christlich erzogen aufgewachsen, habe nie den Religionsunterricht besucht oder ein Gebet gesprochen. Ich bin nicht einmal getauft und noch dazu bin ich überzeugter Atheist und stehe der christlichen Religion mehr als kritisch gegenüber. Demnach müsste ich eigentlich schon längst in der Hölle schmoren. Ein schönes Bild, das die Kirche dort verbreitet ... nichts als reine Panikmache.
Aber irgendwie ist es einfacher zu sterben, wenn man ein neues Ziel vor Augen hat. Wie meines aussieht, möchte ich nicht sagen. Ich kann es auch gar nicht beschreiben. Es wird einfach irgendetwas sein ... und schon wieder musste ich diesem Nichts einen Namen geben.
Was mit meinem Körper passiert, weiß ich auch nicht. Sicher ist nur, dass ich nicht in irgendeinem feuchten Loch vergammeln möchte. Das heißt, Friedhof kommt für mich nicht in Frage. (Darf man dort überhaupt bestattet werden, wenn man nicht getauft ist?) Also bleibt ja nur noch Feuerbestattung. Was mit der Asche passiert, ist mir ziemlich egal.
Naja, auf jeden Fall steht fest, dass ich hoffe, nicht an irgendwelchen Krankheiten zu leiden und wenn doch: Dann bitte etwas, das mich schnell dahinrafft und mich nicht für mehrere Monate ans Bett fesselt. Ein erschreckend fürchterliche Vorstellung, seine Freiheit so abgeben zu müssen *nein*
Bassel1996
09.03.2009, 19:52
Nach dem Tod stell ich mir vor,dass der Geist/Seele entweder in die Hölle,in den Himmel oder in die ewige Verdammnis.Es gibt aber auch andere Wege!*ja*Man kann einen Pakt mit dem Teufel oder Gott schließen und dann als neues Wesen wieder auf der Welt wieder geboren .Nur als Tier oder so.Hm....mir fällt nichts mehr ein...
Lis-indo
10.03.2009, 12:42
Also ich gehöre auch eher zu Fraktion, die nicht daran glaubt, dass einem nach dem Tod noch irgendetwas erwartet. Weder ein Himmel, noch eine Hölle, noch Wiedergeburt oder irgendetwas ähnliches. Man stirbt, der Geist und somit die Gedanken des Menschen werden ausgeknippst, wie eine Lampe und das wars.Der Tod ist in meinem Glauben der gleiche Zustand wie vor unserer Geburt.
Eine Leere, in der wir nicht existent waren und nichts vermissten, und auch keine Angst hatten.
Genau so stelle ich es mir auch vor.;)
Was ich aber interessant fände wäre, wenn jemand, der an die Wiedergeburt glaubt erklären würde, warum die Weltbevölkerung weiter wächst....also entstehen, neben dem Leben, das einen Wiedergeborenen Geist in sich trägt, auch andere, neue "Seelen"?
Ein überaus interessanter Thread für einen Forengeist wie mich Ich denke, ich werde mir das alles mal zu Gemüte führen und dann auch was posten. Könnte nur etwas länger werden - immerhin habe ich dazu schon 150 Seiten in Form eines Romans verfasst :D.
Die wesentliche Aussage darin lautet (und mal an all jene weitergereicht, die an ein Leben in welcher Form auch immer nach dem Tod glauben):
Wenn man an ein Leben nach dem Tod glaubt, dann muss man im Umkehrschluss auch an einen Tod vor dem Leben glauben.
Nahezu jede Religion - von den "einfachen" Naturreligionen angefangen bis hin zu den "komplexen" Weltreligionen - hat ein Bild, eine Vorstellung, eine Ansicht zu einem Leben nach dem Tod. Was also war vor dem jetzigen Leben?
Was also war vor dem jetzigen Leben?
Ein großer Wartesaal mit viel zu vielen Seelen. Die Bänke sind unbequem und schmutzig, die WC's sind überfüllt und die Kaffeeautomaten bloße Dekoration. Vor dir schläft ein alter Greis. Er ist schon seit einigen Jahren hier. War immer auf der Toilette als seine Nummer aufgerufen wurde und kam nie rechtzeitig raus. Der arme Kerl. Du sagst dir, dass du klüger bist und gehst nicht auf die Toilette. Augenscheinlich bist du die erste Seele in der Geschichte des Wartesaals, die auf die Idee kam, dass Seelen im Grunde keine Sanitäreinrichtungen brauchen. Endlich wirst auf aufgerufen, darfst dich durch einen Berg von Formularen kämpfen, würfelst mit einem w20 und einigen w6ern deine Werte aus und bekommst deinen Charakterbogen ausgehändigt. Der göttliche Meister würfelt verdeckt ... Patzer. Na das fängt ja gut an.
Und von wegen ... Gott würfelt nicht. *mph*
Sehr phantasievoll. Erinnert mich in der Szenerie ein bisschen an den Schluss von "Beetlejuice" : )
Cooler Film^^
Mal ernsthaft.
Ich denke, dass das Leben vor dem Tod irgendwo in einem Nichts stattfindet. Immerhin ist Gott allmächtig und allwissend. Das heißt, dass er seit Anbeginn der Zeiten irgendetwas vor hat und dazu die unterschiedlichsten Charaktere entwirft. Gleichzeitig weiß er genau, wann die Zeit für die Seelen gekommen ist, Gestalt anzunehmen (-> alles vorherbestimmt).
Sry, wenn das jetzt ein bisschen abgedroschen klingt...
AMBER schattensturm
13.03.2009, 12:48
Cooler Film^^
Mal ernsthaft.
Ich denke, dass das Leben vor dem Tod irgendwo in einem Nichts stattfindet. Immerhin ist Gott allmächtig und allwissend. Das heißt, dass er seit Anbeginn der Zeiten irgendetwas vor hat und dazu die unterschiedlichsten Charaktere entwirft. Gleichzeitig weiß er genau, wann die Zeit für die Seelen gekommen ist, Gestalt anzunehmen (-> alles vorherbestimmt).
Sry, wenn das jetzt ein bisschen abgedroschen klingt...
Als Atheist muss ich immer grinsen, wenn ich so etwas wie "Mal ernsthaft" und dann eine Interpretation von göttlichen Plänen höre/lese. Ich erzähle gerne Witze, die ungefähr nach dem Schema ablaufen. :D
Einfache These zum Thema Gott/Vorherbestimmung:
Wenn es einen Gott gäbe und dieser Gott allwissend und allmächtig wäre, so kann er nicht gütig sein. Begründung: Er erklärt bestimmte Verhaltensweisen, zu denen der Mensch neigt zur Sünde, obwohl er den Menschen so geschaffen hat und als allwissende Entität bereits vor der Erschaffung um jede Sünde wusste, die aufgrund der Art wie der Mensch geschaffen ist, begangen werden würde. Das ließe sich auch mit freiem Willen nicht erklären, denn selbst dann würde diser fiktive gütige Gott den Menschen dafür bestrafen, dass er seinen freien Willen in bereits zum Zeitpunkt der Erschaffung vorhergesehener Weise falsch einsetzt. Entweder gibt es also keinen Gott, oder einen deus malignus á la Descartes, der sich einen Spaß daraus macht, uns zu verar..*tsts*.
Auch vom Phänomen "Seele" halte ich nichts. Was soll das sein? Ein Synonym für Bewusstsein oder anima, der Lebensfunke? Ersteres ist, wie viele Experimente belegen, keineswegs ein vom Körper losgelöstes Phänomen, sondern durch Psychotrope Substanzen manipulierbar, also physisch basiert/induziert, beim Zweiten stellte sich die Frage: Haben Viren eine Seele, oder Einzeller? Wenn nein, warum leben sie dann? Wenn ja, sollten wir uns abschminken zu glauben, dass mit der Seele irgendsoetwas wie Identität einhergeht.
Ganz abgesehen davon, dass die Gottesthese keine einzige Frage löst, denn ein wie auch immer gearteter Schöpfergott müsste sich die Frage stellen lassen, wie er denn entstanden ist. Die Antwort, dass er ein ewiges grundlegendes Prinzip ist, lässt sich aber mit gleicher Berechtigung auf das Universum selbst anwenden und man spart sich eine höchst zweifelhafte Instanz in der Gleichung. Aber jedem das seine. *cool*
Als Atheist muss ich immer grinsen, wenn ich so etwas wie "Mal ernsthaft" und dann eine Interpretation von göttlichen Plänen höre/lese. Ich erzähle gerne Witze, die ungefähr nach dem Schema ablaufen. :D
Die Frage nach der Existenz Gottes ist keine Frage des Beweises. Es ist eine Frage des Glaubens. Den muss man nicht beweisen. So wenig wir Dir jemand beweisen kann, der an ihn glaubt, dass er existiert, so wenig kannst Du beweisen, dass er fiktiv ist. Du kannst allerhöchstens daran glauben.
Der eine glaubt an dieses - der andere an etwas anderes. Dass er Recht hat, kann keiner von beiden beweisen.
Ich bin im übrigen ebenfalls Atheist. Ich sage aber nicht, dass er nicht existiert. Ich glaube einfach nicht an ihn - ob er nun denn existiert oder nicht.
Ich kenne im übrigen auch einige Witze über Atheisten - so nebenbei bemerkt *grins*!
Als Atheist muss ich immer grinsen, wenn ich so etwas wie "Mal ernsthaft" und dann eine Interpretation von göttlichen Plänen höre/lese. Ich erzähle gerne Witze, die ungefähr nach dem Schema ablaufen. :D
1. Wenn man über etwas "ernsthaft" spricht, bedeutet das, dass man das Thema ernst nimmt. Und auch als Atheist kann man meines Erachtens nach ernsthaft über die Existenz eines Gottes diskutieren.
2. Standardsatz: Gott ist zugleich allmächtig und allwissend - als Mensch kannst du gar nicht erst versuchen, dich in so eine Wesenheit hineinzuversetzen - du kannst sie nicht verstehen.
Zugegeben, so eine Antwort würde mich ziemlich nerven, aber über dieses Thema kann man ewig diskutieren. Wenn du dir die Argumente Gläubiger anhören willst, schlage ich vor, dass du einfach mal in die Kirche gehst. Eine Stunde deines Lebens zu opfern, um einen Pfarrer über seinen "imaginären Freund" philosophieren zu hören, stelle ich mir nicht lebensbedrohlich vor. Im übrigen gibt es dazu auch sicher Foren und normalerweise stellen sich auch Geistliche (egal welcher Konfession) gerne zu einer solchen Diskussion zur Verfügung - die können dir die Erklärungen dafür bestimmt besser vermitteln als ich, schließlich haben die das studiert ;).
Ich hatte mich auch einige Zeit mit diesem Thema beschäftigt.
Von Nahtoderfahrungs-Berichten bis Hypnose.
Und ich persönlich bin überzeugt davon, dass es etwas in unserem feststofflichen Körper gibt das etwas feinstoffliches beinhaltet, dass was wir "Seele" nennen.
Manchen reden auch von Auren und noch einem zusätzlichen Geistkörper.
Doch wie man es sieht, für mich steht fest, dass es in unserem Körper etwas gibt, das die Zeit überdauern kann.
Ich habe auch viel darüber gelesen, wie bspw in Büchern von Thorwald Dethlefsen "Das Leben nach dem Leben"
In denen Personen in Hypnose versetzt wurden und gebeten wurden in Gedanken die Zeit nochmal durchzuleben in der sie noch im Mutterleib waren.
Stück für Stück wurden sie in der Zeit zurück geführt bis sie auf einen Zeitpunkt trafen, in dem sie sich wieder in einem menschlichen Körper befanden.
Jede Versuchsperson konnte den Ort genauestens beschreiben, hatte einen vollkommen anderen Akzent und sprach Fremdsprachen flüssig, die derjenige in diesem Leben nie gelernt hatte (Beispiel: Latein, römisches Reich), selbst die Schrift war anders, änderte sich allerdings auch, wenn er die Anweisung bekam in dem Leben noch weiter zurück zu gehen.
Gefühle wurden nachempfunden, Geschehnisse und Situationen wurden glaubwürdig nacherlebt.
Am Ende der Sitzung konnte sich die betreffende Person an nichts mehr erinnern. Die Sitzung allerdings, und alles gesagte wurde auf Tonband aufgenommen.
Aufgrund dessen und aus persönlicher festen Überzeugung, glaube ich dass es auch nach diesem Leben ein Weiterleben gibt.
Aber sicherlich mag diese Ansicht auf die ein oder andere Kritik stoßen.
Allerdings denke ich, dass wir nichts in Frage stellen können, was wir nicht selbst bewusst miterlebt haben.
Somit bleibt es jedem frei, welche Überzeugung er pflegt.
Ich persönlich schließe es nicht aus, denn ich sage mir auch
immer: Es gibt nichts, dass es nicht gibt!"
lg
Vielleicht hat der Körper gar keinen eigenen Willen und dient nur dazu, der Seele eine Schutzhülle zu geben, um ihr in dieser physischen Welt eine Existenz zu ermöglichen. Wenn dem so ist, wieso tut sie das? Wieso sucht die Seele Schutz in einem Körper? Sie könnte doch mit Sicherheit auch alleine existieren. Als reine geistige Energieform ohne Handlungsfähigkeiten, wie wir sie kennen, aber mit pysischen, spirituellen Fähigkeiten, wie Telepathie als Kommunikationsmittel usw. Durchaus vorstellbar oder?
Eine recht morbide Annahme, aber vlt. ist die Seele soetwas wie ein Virus und braucht erst einen Träger um selbst aktiv zu werden. Oder wie ein Parasit, der seinen Endwirt ausmergelt, um dann schlussendlich mit ihm zu sterben (sollte sich kein neuer finden). :eek:
Also ich glaube, dass die Seele nach dem Tod dahin zurück kehrt, wo sie vor der Geburt war. - Fertig.
*clap*
Nun werdet ihr euch sicher fragen "Und wo war die Seele bitte vor der Geburt? *genervt*"
Na da wo sie auch nach dem Tod hinwandert. Ist doch klar wie Kloßbrühe. Man man man ^^
Ich habe keine Vorstellung davon wo das sein soll oder wie es dort sein soll.
Ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich an eine Seele glauben soll...
Wird man mit ihr geboren? Verdient man sie sich mit der Zeit? Wenn man eine hat, kann man sie dann auch verkaufen? :D Wenn ja, heißt das dann, dass man auch eine kaufen kann, falls meine keine hat? ^.^
Hat jeder Mensch eine Seele? - Auch Mörder, Kinderschänder & Co?!
Haben Tiere auch Seelen? / Pflanzen? (Leben ja auch?)
Wenn jeder Mensch eine Seele hat, woher kommen dann die ganzen zusätzlichen Seelen, die noch nicht da waren, als es noch viel weniger Menschen gab? Bzw. wo waren diese Seelen dann? Sind das die Seelen, die vorher in den ganzen heute ausgestorbenen Tierarten innewohnten? Können Seelen überhaupt zwischen Mensch und Tier wechseln oder bleiben sie immer bei dem gleichen? Entstammen die zusätzlichen Seelen schlichtweg einer einzigen Seele, die dann gespalten wurde? Kommt daher das heute weitverbreitete Gefühl der Unvollständigkeit und Sinnlosigkeit? Gibt es daher "Seelenverwandte"? Weil die zwei Hälften, die früher eins waren, wieder zusamengeführt werden? Was ist wenn eine der Hälften oder sogar beide dann nochmal gehälftet werden müssen(insgesamt sind sie dann also geviertelt....), damit zwei neue Menschen auch Seelen bekommen? Wird Monogamie dann sinnlos, weil die entsprechende Seele in 4 Teile geteilt ist und alle 4 zueinander finden müssen? Oder reicht es wenn es zwei Pärchen sind, die unter einander auch beste Freunde sind?
Was passiert, wenn aufeinmal alle oder viele sterben? Werden die Seelen dann irgendwie wieder zusammen geklebt? Können sie sich einfach so wieder vereinen? Hat jeder Planet/jedes Lebewesen seinen eigenen Vorrat an Seelen? Oder ist das alles gemischt und bei Bedarf wird einfach etwas "abgetrennt"? Haben Menschen mit einer Multiplen Persönlichkeitsstörung mehrere Seelen? Kann jede Seele unbegrenzt oft wiedergeboren werden oder ist irgendwann Game Over? Gibt es dann überhaupt ein "Ziel"? Hat das Leben dann überhaupt irgendeinen Sinn????
Falls jemand DIE Antwort weiß, oder eine kleine Ahnung^^, ich bin gespannt =)
Alles in allem, glaube ich an die Seele. Oder etwas ähnliches. Nicht unbedingt aus Überzeugung... Aber der Gedanke, dass die Verstorbenen irgendwo beisammensitzen (oder was körperlose Seelen nun mal so machen) und es ihnen gut geht, macht die Tatsache, dass ich schon so früh, so viele geliebte Menschen verloren habe doch um einiges erträglicher. Und so kann ich mir auch einreden, dass sie mir helfen können wenn es mir schlecht geht oder sie mich hören...
Yussuf der Esel
10.08.2009, 10:34
Gott ist die Seele.
Und daher muss die Seele auch nach dem Tod nirgendwo hin. Die Seele ist ein Stück Gott, dass uns für die Dauer des Lebens geliehen wird. Deshalb glaube ich auch nicht an das Böse. Ich glaube, dass alles erstmal gut ist. Alles ist von Gott vorherbestimmt. Und wenn Gott will, dass die Erde der Klimakatastrophe unterliegt, dann wird es so sein. Warum, dass ist Gotts Sache. Und für mich ist Gott kein alter Mann mit Bart, sondern das, was den Urknall ausgelöst hat.
Gott ist in uns. In jedem Wesen mit Seele ist Gott oder Allah oder wie man ihn nennen will. Ob Tiere oder Pflanzen eine Seele haben weiß ich nicht.
http://freesmileys.smiliesuche.de/esel/donkey.gif (http://www.smiliesuche.de/esel/)
Alles ist von Gott vorherbestimmt.
Eine wirklich sehr sehr gruselige Vorstellung - jedenfalls für mich. *hide*
Und wenn Gott will, dass die Erde der Klimakatastrophe unterliegt, dann wird es so sein. Warum, dass ist Gotts Sache.
Es sind natürlich auch schon viele Naturkatastrophen in den "reichen Ländern" vorgekommen, aber im Vergleich zu den Entwicklungsländer sind die Opferzahlen eher verschwindend gering.
Wenn hinter solchen Katastrophen wirklich ein höheres Wesen steckt, scheint es zumindest jede Menge Freude & Spass daran zu haben, besondes die schwächsten bzw. die ärmsten Menschen auf dieser Welt immer wieder eins auszuwischen.:( Beispiel:
• 1991 Zyklon in Bangladesch ( ~ 145.000 Tote)
• 2003 Erdbeben in Bam / Iran ( ~ 43.000 Tote)
• 2004 Erdbeben im Indischen Ozean (mind. 240.000 Tote)
• 2005 Erdbeben in Indien & Pakistan (~ 86.000 Tote)
• 2008 Zyklon in Nargis & Myanmar (~ 110.000 Tote)
• 2008 Erdbeben in Sichuan / China (~ 75.000 Tote)
Aber es ist naürlich sehr einfach, immer alles nur auf Gott zu schieben, anstatt die Dinge selber in die Hand zu nehmen. Obwohl ich selber nicht an Gott glaube, würde ich seine Existenz aber trotzdem nicht von Grund auf anzweifeln.;)
Nur... es ist letztlich unser Planet und die Verantwortung für die Erde und für alles, was dazugehört tragen m.E. nur wir selber. Dazu gehört m.M.n. auch die Vogel-Strauß-Haltung "Gott wird das schon alles regeln" abzulegen und den irdischen Problemen selber entgegenzutreten.*ja*
Aber gut - "back to topic" - denn wir haben ja schon einen "Gottesthread".^^
Deshalb glaube ich auch nicht an das Böse. Ich glaube, dass alles erstmal gut ist.
Das entspricht ebenfalls überhaupt nicht meiner Weltanschauung...;) Aber gut, jedem das Seine... aber mir das Meiste - versteht sich.:D Jedenfalls fallen mir zum Stichwort "Böse" immer gleich diese Sätze ein:
"Jetzt bin ich der Tod geworden, Zerstörer der Welten."
(Julius Robert Oppenheimer 1904-1967)
"Nun, Volk, steh auf, und Sturm, brich los!"
(Joseph Goebbels 1897-1945)
"...erhebt euch, reicht euch die Hände,
wir werden bald den Staat Israel vernichten!"
(Ruhollah Musavi Chomeini 1902-1989)
"Lügen sind über hier und dort ermordete Juden
und den Holocaust ans Tageslicht gekommen…
Es gab überhaupt kein Chelmno, kein Dachau, kein Auschwitz!"
(Al Ahram, die auflagenstärkste Zeitung Ägyptens - 13. März 2001)
Aber wie sagt man so schön: "Jenseits von Gut und Böse!" Also muss es doch iwo auch so einen Ort geben, wo genau dieser Zustand existiert, oder? Aber viell. wird man diesen Zustand erst nach dem Tod finden, wer weiß...
Gott ist zugleich allmächtig und allwissend - als Mensch kannst du gar nicht erst versuchen, dich in so eine Wesenheit hineinzuversetzen - du kannst sie nicht verstehen.
1. innerbiblisch:
Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Weib.
Was immer Ebenbild bedeutet- es ist sicher nicht optisch gemeint. Warum sollte Mensch sein Ebebild nicht verstehen können?
2. logisch-formal:
Wenn kein Mensch Gott verstehen kann, lässt sich auch keine Aussage über ihn treffen. Auch nicht die Aussage, dass man ihn nicht verstehen kann.
Yussuf der Esel
11.08.2009, 10:23
Was immer Ebenbild bedeutet- es ist sicher nicht optisch gemeint. Warum sollte Mensch sein Ebebild nicht verstehen können?
Das ist jawohl Müll. Die Bibel wurde in der Antike geschrieben. Damals hatten sie ganz andere Vorstellungen des Menschen. Der Mensch war das höchste Lebewesen. Und du wirst bis auf ein paar Amis keinen finden, der wirklich an die Schöpfungsgeschichte wortwörtlich glaubt. Das macht nichtmal der Papst.
Das ist jawohl Müll. Die Bibel wurde in der Antike geschrieben. Damals hatten sie ganz andere Vorstellungen des Menschen. Der Mensch war das höchste Lebewesen. Und du wirst bis auf ein paar Amis keinen finden, der wirklich an die Schöpfungsgeschichte wortwörtlich glaubt. Das macht nichtmal der Papst.
Die Bibel muss also interpretiert werden. Und du hast den Schlüssel, wie man sie korrekt interpretiert, und kannst den Unterschied zwischen richtiger und falscher Interpretation auch beweisen?
Wenn nicht ist meine Interpretation gleich gültig zu deiner (wenn ich so großzügig bin, deine etwas wirren Aussagen als "Interpretation" zu werten).
Wenn ja, dann lass deine Interpretationskunst mal sehen :D.
Wenn hinter solchen Katastrophen wirklich ein höheres Wesen steckt, scheint es zumindest jede Menge Freude & Spass daran zu haben, besondes die schwächsten bzw. die ärmsten Menschen auf dieser Welt immer wieder eins auszuwischen.:( Beispiel:
• 1991 Zyklon in Bangladesch ( ~ 145.000 Tote)
• 2003 Erdbeben in Bam / Iran ( ~ 43.000 Tote)
• 2004 Erdbeben im Indischen Ozean (mind. 240.000 Tote)
• 2005 Erdbeben in Indien & Pakistan (~ 86.000 Tote)
• 2008 Zyklon in Nargis & Myanmar (~ 110.000 Tote)
• 2008 Erdbeben in Sichuan / China (~ 75.000 Tote)
vlt. ist das ja auch Gottes Art gerade diese schwachen bzw. ärmsten Menschen zu "erlösen"?X.X schließlich werden sie dann ja von ihrem irdischen Leiden erlöst.
Ich meine... HEY! Wer weiß schon wie Gott denkt & sein Verhalten vor sich selbst rechtfertigt.
vlt. ist das ja auch Gottes Art gerade diese schwachen bzw. ärmsten Menschen zu "erlösen"?X.X schließlich werden sie dann ja von ihrem irdischen Leiden erlöst.
"Erlösen"? *wunder*
Aber das "Problem" daran ist auch, dass hinter den hunderttausenden von Toten nochmal ungefähr die zehnfache Anzahl an Menschen steht, die die Tragödie überleben. Denen geht es dann nochmals wesentlich schlechter als zuvor... von dem Verlust ihrer Angehörigen ganz zu schweigen.:(
Nach dem sarkastischen Motto: "Die Lebenden werden die Toten beneiden." Aber wie ich schon mal sagte, ich denke nicht, dass Gott hinter (Natur)Katastrophen steckt.
Wenn z.B. vor ~ tausend Jahren in Californien ein schweres Erdbeben (> 8,0) gewütet hat, dann haben viell. höchstens ein paar Zelte der Ureinwohner gewackelt... Heutzutage "wackeln" jedoch am selben Ort hohe Wolkenkratzer, in deren Straßenschluchten sich tausende von Menschen befinden.
Viele Ballungsräume wurden im Laufe der Zeit unwissentlich "in den sog. roten Zonen" gebaut, wo sie besser nie hätten entstehen sollen. In Erdbeben- bzw. in "Hurrikaneinzugsgebieten" ist das Leben gefährlich und manchmal nicht von langer Dauer.
Viele Menschen haben nur keine Wahl - allein schon deshalb, weil es ihre Heimat ist. Große Katastrophen nehmen m.E. nicht zu, es sind in unserer Zeit nur immer mehr Menschen und ihr zunehmender (materieller) Besitz davon betroffen.
Was Gott jedoch (immer wieder) in dem Thema Naturkatastrophen zu suchen hat, weiß ich nicht, aber man munkelt ja, dass seine Wege unergründlich sein sollen...;)
"Der Herr gibt, der Herr nimmt!" so heißt es doch im Volksmund.
Nur denke ich, Gott gibt uns auch die Freiheit, auf der Erde das zu tun, was immer wir wollen. Viell. muss sich jeder Einzelne nach dem Tod für seine Taten im sog. "Jenseits" (vor wem auch immer) rechtfertigen - keine Ahnung...
Aber hier - "im Leben" - muss man jedoch m.M.n. seine ganz eigenen Entscheidungen treffen und am Ende mit den eigenen Konsequenzen leben. Dazu gehören für mich auch Naturkatastrophen, deren Auswirkungen man mit den richtigen Entscheidungen zumindest abmildern kann.
Aber wo wir schon (wieder :D) bei Gott und seinen Entscheidungen sind, lass uns doch dazu am besten hier weiterschreiben (http://www.fantasy-forum.net/showthread.php?t=2276).
Aber wo wir schon (wieder :D) bei Gott und seinen Entscheidungen sind, lass uns doch dazu am besten hier weiterschreiben (http://www.fantasy-forum.net/showthread.php?t=2276).
Dem kann ich nur Recht geben.
Aber Fakt ist: Die Auffassung darüber, was nach dem Tod mit jedem von uns passiert, ist nun mal stark religiös beeinflusst. Deshalb führt es wohl unweigerlich zum Thema "Gott".
Allerdings muss ich ehrlich gestehen, dass ich ebenso wenig an das glaube, was man diesem "Gott" nachsagt.
Ich meine: "Naturkatastrophen", das Wort sagt bereits genug aus.
Denn es gibt nunmal Dinge auf dieser Erde, die wir nicht beeinflussen können, was aber nicht gleich bedeuten muss, dass eine "höhere Macht" seine Hände im Spiel hat.
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Ich allerdings glaube an ein Leben vor dem Leben, sowie an ein Leben nach dem Leben, dafür brauche ich keiner Religion anzugehören.
Heißt allerdings nicht, dass ich an nichts glaube.
Ich weiß, dass es Dinge gibt, die wir uns nicht erklären können.
Allerdings schließe ich nichts aus, letztendlich ist es egal woran wir glauben, manchmal werden wir die Wahrheit nie erfahren.
So, zuallererst: Ich bin zu faul jetzt alle Beiträge zu lesen! Tschuldigung, aber 4 Seiten....
Naja... Meine Freundin und ich haben uns schon sehr oft über dieses Thema ausgelassen. Sie glaubt an Wiedergeburt, ich ja sowas von garnicht!
Wenn mich jemand fragt, wie ich mir das Leben nach dem Tod vorstelle, dann verweise ich gerne auf den Film Hinter dem Horizont mit Robin Williams. In meiner Denkweise spiegelt dieser Film alles wider, wie das Leben eben nach dem Tod ist, wie Selbstmörder im Fegefeuer weiterleben etc.
Wer diesen Film nicht kennt, nach dem Tod kommt man in eine Welt, in ein Paradies, welches man sich selbst baut, und da sein restliches - nicht irdisches - Dasein verbringt.
Meine Vorstellung des Jenseits ist eben diese, dass man nach dem Ende das ist, was man sich zu Lebzeiten erhofft hat zu sein und eben diese jene Person ist! Für immer...
Man arbeitet sein ganzes Leben daran eine bestimmte Person zu sein, ob freiwillig oder nicht, irgendwann schlüpft jeder in eine bestimmte Rolle oder beneidet den oder die...
Ich selbst mag mein Leben und mich so wie ich bin, aber manchmal ist der Neid auf jemanden mit mehr Geld, Erfolg oder was weiß denn ich was größer!
Und bevor ich jetzt viel zu arg ausschweife und mir keiner mehr folgen kann, ich stell es mir so vor wie eben jener Film (im Groben und Ganzen) und joa...
Vermithrax
13.08.2009, 11:03
Dass nach meinem Tod das große Nichts kommen soll, damit kann ich mich so gar nicht abfinden. Ebenso wenig mit der Behauptung, dass unser Hirn all diese unerklärlich komplexen Denkvorgänge - egal in welche philosophische oder sonstige Richtung sie gehen mögen - allein auf dem Zusammenspiel von Enzymen, Hormonen usw. entwickelt.
Mir geht zwar jeglicher weltreligiöser Glaube ab, aber so einen gewissen Wunsch nach postmortalem Weiterleben wohnt mir sehr stark inne.
Wie der aussehen mag...tja, ich lass mich diesbezüglich weiter von meiner Umwelt formen und hab dann zum passenden Zeitpunkt hoffentlich mein persönliches Paradies beisammen.
Was mir übrigens immer wie ein Paradox erscheint: Zuvor unreligiöse Menschen haben eine Nahtoderfahrung, fühlen sich spontan ganz schuldig gegenüber "Gott" und konvertieren ins Christentum oder sonstwohin. Meine Frage ist: Warum? Es hat doch auch ohne Gottesglauben mit dem leuchtend weißen Tunnel geklappt, in dem die bereits verstorbenen Verwandten auf einen warten. (Nur so als Beispiel)
Was mir übrigens immer wie ein Paradox erscheint: Zuvor unreligiöse Menschen haben eine Nahtoderfahrung, fühlen sich spontan ganz schuldig gegenüber "Gott" und konvertieren ins Christentum oder sonstwohin. Meine Frage ist: Warum?
Weil Religion den Menschen eine Möglichkeit eröffnet, den Tod zu rationalisieren. Immerhin wissen Menschen schon Jahrzehnte vorher, dass sie sterben werden. Dass die Vorstellung, dass da am Ende gar nichts bleibt, Schrecken einflößt, ist nicht verwunderlich. Dass ein Nahtoderlebnis diesen Schrecken intensivieren kann, liegt auf der Hand. Umso willkommener da die Aussicht auf ein "ewiges Leben" im Paradies (Wohlverhalten vor Gott vorausgesetzt).
Vermithrax
13.08.2009, 13:03
Nahtoderlebnisse intensivieren diesen Schrecken? Angenommen es ist wirklich real, was den Menschen da widerfährt und kein Gespinst eines absterbenden Hirns, dann sollte es eher eine beruhigende Wirkung haben. Man erhält das Wissen, dass der Tod doch nicht Ende der Fahnenstange ist.
Berichte, die ich darüber gesehen habe, zeigten ausnahmslos Personen, denen eine große Last genommen wurde.
Dass Religion dazu da ist, Menschen Halt in ihren schweren Zeiten zu geben, will ich nicht abstreiten, nur ist eben dieser Vorher-Nachher-Zustand so verwirrend.
Okay, Schrecken ist vielleicht zu stark ausgedrückt. Also ich denke, wir leben in einer Umgebung, in der Tod normalerweise verdrängt wird. Ein Nahtoderlebnis- auch ein positives (wie ist eigentlich das Verhältnis positiver und negativer Nahtoderfahrungen?) - macht die Verdrängung aber unmöglich. Also sucht Mensch nach einer Möglichkeit, das Erlebte irgenwie einzuordnen. Und da bieten Religionen die Illusion einer Antwort.
Yussuf der Esel
14.08.2009, 16:24
Aber eine Illusionsantwort ist immer noch besser als gar keine!
Die Antwort muss mir die Wissenschaft noch bringen, bevor ich aufgebe!*duck*
Philosophen erforschen einen dunklen Raum, ohne zu wissen, ob es da überhaupt etwas gibt. Theologen suchen in einem dunklen Raum eine Katze, von der sie nicht wissen, ob es sie gibt, und rufen dabei laut "Ich hab sie! Ich hab sie!" :)
Normalerweise kaufe ich mir die P.M. nicht, aber diesesmal ist mir der Titel förmlich ins Auge gesprungen und ich musste sie mir kaufen.
Warum die Seele niemals stirbt - Das Totenbuch der Tibeter: Wissenschaftler entdecken in den uralten Schriften eine moderne Bedeutung
Ist natürlich sehr sensationsheischend (is sicher falsch geschrieben ;) ), aber der Artikel war trotzdem interessant.
Man geht mittlerweile davon aus bzw. viele Quantenphysiker vermuten, das die Seele weiterhin exisitiert.
"... Angewandt auf die Frage des Weiterlebens nach dem Tod, enspreche laut van Lommel das ans Gehirn gebundene Bewusstsein dem Telchen-Aspekt - und nehme nach dem Tod Wellencharakter an."
"... Die Seele habe wesentliche Gemeinsamkeiten mit dem Licht, vermutet Niemz - beide seien masselose Telchen mit quantenphysikalischen Eigenschaften. ... Auf diese Weise seinen alle Seelen zu einem großen Ganzen verbunden - zum Ursprungszustand Licht."
Am interessantesten finde ich aber den Teil bzgl. dem Totenbuch.
Es sagt im Grunde, so wie Robert A. Monroe, das der Mensch bzw. die Seele die Möglichkeit hat Teil des Gesamten zu werden bzw. einem Glaubenssystem unterliegt oder wie es im Totenbuch dann aufgeführt wird, weil die Seele Angst, kommt es zur Wiedergeburt.
Plusquamperfekt
13.02.2010, 20:58
Tot - Was nun?
Eine Frage, die sich jeder einmal im Leben stellen wird, denn jeder wird leben, niemand kann diese Reise (die ich hier absichtlich nicht als letzte beschreibe) umgehen.
Wie sie wird?
Genau weiß das natürlich niemand. Wie auch, noch ist niemand wahrhaftig aus dem Tod zurückgekehrt. Ich selbst habe Vorstellungen, wie das Leben nach dem Tod wird, denn ohne macht man meiner Meinung nach das Leben, welches wir zu dieser Zeit führen und pflegen schlimmer.
Vor kurzem habe ich etwas gelesen, was mich sehr beeindruckt hat. Ein Mensch, überzeugter Christ, der nach 30 Minuten Herzstillstand in unser Leben zurückgeholt wird, sprach über die Exsistenz, die er in dieser halben Stunde "Tod" geführt hat.
Er sagte, er sei im Himmel gewesen, umgeben von all den Menschen, die er gekannt und geliebt hatte, desweiteren beschreibt er den Himmel als übernatürlich schönen Ort, so wie er sich das immer vorgestellt hat. Ich denke, dadurch das er es sich so vorgestellt hat, machte er es erst möglich.
Meine Überzeugung: Man entscheidet selbst wo man hingeht, lasst euch diese Chance nicht nehmen...
Wenn du weißst, wohin du gehst, dann macht es das Leben hier besser.
Don Pieper, 90 Minuten im Himmel
Er sagte, er sei im Himmel gewesen, umgeben von all den Menschen, die er gekannt und geliebt hatte, desweiteren beschreibt er den Himmel als übernatürlich schönen Ort, so wie er sich das immer vorgestellt hat. Ich denke, dadurch das er es sich so vorgestellt hat, machte er es erst möglich.
Jap, ich denke auch, wenn man sein ganzes Leben lang überzeugter Christ, dann tritt man nach dem Tod in den Himmel ein. Also in dem "Himmel", so wie es sich die Christen bzw. die Glaubensväter sich das vorgestellt haben.
Glaubenssysteme kann man somit in jeglicher Beziehung haben. Sei es, man ist ein überzeugter Muslime, der an seine 60 Jungfrauen im Paradies wartet... oder auch ganz was anderes... Robert A. Monroe hat in einem seiner Bücher geschrieben, dass er einen Sexsüchtigen zu einem Ort geleitet hat, wo alle nur das eine gemacht haben ^^.
Es mag den meisten nicht gefallen, aber ich glaube nicht an diese von den Meisten beschriebene Art des Lebens nach dem Tod. An manchen Tagen, fällt es mir schwer überhaupt an irgendwas zu glauben, obwohl ich als gläubiger Mensch erzogen wurde (wenn auch nicht streng).
An anderen Tagen bin ich optimistischer. Wenn ich auch nicht ohne Weiteres glauben kann, dann hoffe ich doch wenigstens auf etwas. Am liebsten und wichtigsten wäre mir, das ALLE meine Fragen beantwortet, ALLE Geheimnisse des Lebens gelüftet werden. Das wäre für mich der Himmel!
An einen besseren Ort, wo alle Menschen auf mich warten, die ich vorher verloren habe, Licht, Glückseeligkeit, Frieden, Liebe, das erscheint mir alles doch sehr erfunden. Ich glaube vielmehr, dass irgendwann jemand diesen Ort "erfunden" hat, um Menschen dazu zu bringen, fromm und gut zu sein. Ebenso wie die Hölle erfunden wurde, um die "bösen" Menschen zu bestrafen. Es hat einfach in das Konzept der Kirche gepasst...versteht mich nicht falsch, ich finde Religionen (egal welche) sehr wichtig für die Menschheit. (Religion, wohlgemerkt, nicht die Kirche, wie sie zu Zeiten des Mittelalters gewütet hat, was sie heute mancherorts immer noch tut^^)
Sie weisen einem den Weg, sie leiten einen moralisch an und ohne sie wären die Menschen manchmal einsam und arm dran. Der Glaube ist was wichtiges, egal in welcher Form. Aber ein Leben nach dem Tod...glaub ich nicht.
Manchmal ergreift ein Gedanke von mir Besitz, und mir wird für einen Moment klar, dass "das hier nicht alles sein kann" und dann bin ich mir sicher, dass da noch mehr auf uns wartet. Aber falls dem so ist, dann ist es kein greifbarer Ort, es wird bestimmt etwas sein, jenseits jeglicher Vorstellungskraft. Vielleicht einfach nur ein uns unbekannter und unvorstellbarer "Zustand" des Geistes.
Koboldkind
21.02.2010, 17:33
Ich glaube so zwischen 7 und 11 hatte ich eine Phase, wo ich mir nachts im bett, wenn das Licht ausgemacht wurde, versucht habe vorzustellen, wie es ist, die der Tod ist, was dann kommt, wie man sich in diesem Augenblick fühlt und so. Ich weiß nicht woher diese Gedanken kamen. Bis heute ist noch niemand in meinem Umfeld gestorben, die einzige Beerdigung die ich mal mitbekommen habe, hat mich nicht derart persönlich getroffen ...
Damals hatte ich unheimliche, tiefe Angst. ich stelle mir manchmal vor, dass jemand gestorben ist, dem ich unbekannterweise verbunden bin. Jedenfalls habe ich seitdem(vielleicht auch durch die fehlende Todeserfahrung) eine fast Liberale Einstellung zum Tod. Sterben tut jedes Wesen irgendwann einmal. Aber das habe ja nicht nur ich festgestellt, ne? ^^
Was nun? Natürlich ist es für jeden Menschen auf der Suche nach einer Religion oder einem Glauben auch interessant, wie dort die Optionen aussehen. Vom Christentum bin ich Seitens der Familie nicht bis kaum beeinflusst, und meine logische Schlussfolgerung ist, dass es Himmel und Hölle nicht gibt. Eher bin ich ein Anhänger vom Leben nach dem Tod. Ein Teil wird vom alten Leben gereinigt und wird wieder Teil des Lebens im Diesseits. Allerdings halte ich nichts vom Recycle-System der Hindus mit ihren Pay-Back-Karma-Punkten. Da eine "Seele" so etwas wie Lebensenergie ist, die nicht an eine bestimmte Größe gebunden ist, können Teile von mir sich in einer Schlange und einem Hasen wiederfinden, und ein anderer Teil hat sich mit anderen Zusammengeschlossen zu einem Wal. Und wenn ich glück habe, gehe ich sogar gänzlich in der Erde auf. Aber wer weiß.
In meinen Geschichten halte ich es ähnlich. Es ist fast bewiesen, dass gelegentlich Menschen zurück kommen(eventuell mit der Option, ein Leben im Jenseits verbracht zu haben und nun zurück in die Geschwisterwelt geboren zu sein, auch eine nette Vorstellung).
Am zufriedensten macht mich aber die Vorstellung bei Terry Pratchett seinem Tod, das jeden das am Ende der Wüste erwartet, was er findet, und dieses für jeden anders ist. ... manch einer mag vielleicht nicht an die Reinkarnation glauben, aber die Reinkarnation glaubt an DICH! :D
Was nun? Natürlich ist es für jeden Menschen auf der Suche nach einer Religion oder einem Glauben auch interessant, wie dort die Optionen aussehen. Vom Christentum bin ich Seitens der Familie nicht bis kaum beeinflusst, und meine logische Schlussfolgerung ist, dass es Himmel und Hölle nicht gibt. Eher bin ich ein Anhänger vom Leben nach dem Tod. Ein Teil wird vom alten Leben gereinigt und wird wieder Teil des Lebens im Diesseits. Allerdings halte ich nichts vom Recycle-System der Hindus mit ihren Pay-Back-Karma-Punkten. Da eine "Seele" so etwas wie Lebensenergie ist, die nicht an eine bestimmte Größe gebunden ist, können Teile von mir sich in einer Schlange und einem Hasen wiederfinden, und ein anderer Teil hat sich mit anderen Zusammengeschlossen zu einem Wal. Und wenn ich glück habe, gehe ich sogar gänzlich in der Erde auf. Aber wer weiß.
Ja, natürlich wird man von seiner religion beeinflusst.
Ich z.B bin Christ und halte viel von Geboten und dem, wsa in der Biebel steht.
Und ich glaube, dass eine Seele durchaus seperat existieren kann und eben nur "Schutz" in einem Körper findet. Warum sie das tut kann ich mich auch nicht genau erklären, vielleicht macht sie das nur um auch Materielles spüren zu können. Ich meine, vielleicht würde sie ja ohne feste Hülle (Körper) gar nichts spühren und könnte sich nur verständigen oder so^^
Vielleicht will die Seele mit Hilfe des Körpers aber auch ein bisschen zeigen, was sie für Eigenschaften hat.
Also nehmen wir mal an, man ist noch im Mutterleib und das erste was von einem existiert ist die Seele. An diesen "Kern", an die Eigenschaften und Charaktereigenschaften der Seele passt sich nun die Hülle sprich der Körper an.
*( Zu diesem Punkt ist mir garade seeeehr viel eingefallen, doch das meiste davon ist wohl Mist oder unwichtig )*
Also nun zurück zum Thema:
Ich gehe mal davon aus, dass meine Seele meinen Körper verlässt, sobald ich sterbe.
Wieso und wann genau sie ihn verlässt weiss ich nicht, vielleicht wenn mein Körper an sich zu schwach zum leben ist.
Dann steigt die Seele (vielleicht nach einem langen Schlaf?) in den Himmel auf, also ins Paradies.
Die Erde ist also nur eine Art Zwischenstation.
Ich weiss nicht genau wieso ich ausgerechnet auf die Erde komme und nicht direkt in den Himmel (oder Hölle) komme. Vielleicht soll ja jeder Mensch ein Leben wie Jesu auf der Erde führen, vielleicht ist die Erde ja der einzige Ort an dem man so einen Körper hat und Gott wil dass man dieses Gefühl kennen lernt.
Vielleicht ist die Erde aber auch eine Art Schule, in der man lernen soll zu Teilen, zu vergeben, um Verzeihung für Untaten zu bitten und zu danken, wenn einem geholfen wurde. Und was ganz wichtig ist: Vielleicht muss man ja auf der Erde erst neue, nette Leute kennen lernen, die man im Himmel wiedersehen kann.
Auf jeden Fall gehe ich davon aus, dass sich im Paradies alle Menschen wieder treffen werde und eine riesige Familie bilden, in der jeder jeden mag.
Den Gedanken, dass nach dem Tod wirklich alles aus sei, kann ich irgendwie nicht annehmen, warscheinlich wegen meinem Glauben und auch wegen der Angst davor.
Obwohl, wenn man schläft merkt man ja auch nichts, also kann es ja gar nicht so schlimm sein ewig in diesem Zustand zu bleiben. Ich denke mal, die Angst vor dem Tod ist nicht, dass man Schmerzen spührt oder allgemein Schlechtes - immerhin spürt man ja gar nichts mehr - , ich denke eher, das man das schöne Gefühl des Lebens, all die Freuden und schönen Stunden nicht mehr spüren kann.
Menschen, die in ihrem Leben nur Schlechtes empfinden, begehen ja auch viel öfter Selbstmord als andere Menschen, vielleicht weil sie keine schönen Gefühle kennen und deshalb auch keine Angst davor haben diese ohnehin nicht vorhandenen Gefühle niemals zu spühren. Ich denke sie sehen dann im Tod eine Möglichkeit zum Frieden, einfach gar nichts mehr zu spüren.
*Oh, ich glaube ich schweife ab^^*
Vielleicht ( also ich glaube nicht wirklich daran, aber der Gedanke hat irgendwie etwas ... Beeindruckendes ) entschwindet die Seele nach dem Tod dem Körper und geht irgendwohin. Vielleicht in die Halle der Seelen^^( aus: Drachenmagier, Julia Konrad) oder in eine andere Sphäre oder irgendwo anders hin*grins**grins*.
Und da wartet sie, bis ihr von Gott ein neuer Körper zugeteilt wird. In den schlüpft sie dann und lebt als neuer Mensch weiter. Das geht immer so weiter, nach jedem Tod geht die Seele in einen neuen Körper und wird wiedergeboren. Und wenn die Welt vernichtet wird, überleben die Seelen und schlüpfen in irgendwelche Lebewesen auf anderen Planeten. Vielleicht ja Aliens^^
Vielleicht besitzt ja die Seele die Erinnerungen an alle ihre Leben, gibt sie aber aus unerklährlichen Gründen nicht preis, sodass wir uns an kein Vorleben erinnern können.
Und manchmal passiert es ja, dass man sich an was erinnert oder etwas zu kennen scheint, aber man weiss einfach nicht woher. Vielleicht ist ja dann der Seele ein kleines Stück Erinnerung entwichen und wir haben es aufgeschnappt^^
So, dass war´s mal soweit von mir^^
LG, Faraiel
Bassel1996
12.03.2010, 23:03
Ich denke eher, dass die Seele an dem Körper gebunden ist. Stirbt der Körper, verlässt die Seele den Wirtskörper und gerät durch den Glauben und die Religion des ehemaligen Mensches in die jeweilige Welt. Bsp.: Bei den Christen - Himmel und Hölle, glaub ich. Die Seele und der Körper sind eine ganze Einheit. Wie schon gesagt, enthält die Seele Charakter, Persönlichkeit uws, während der Körper Aussehen und weiteres enthält. Die Seele ist also meiner Meinung nach vom Körper abhängig. Ohne den Körper wäre die Seele nicht imstande, sich zu bewegen und zu "leben". Eine reine geistige Energieform würde ich mir als Seele grauenvoll vorstellen. Als unvollständig, als würde jemand fehlen. Dies alles waren aber nur reine Spekulationen. Trotzdem hoffe ich, dass ich helfen konnte.:D
Roca Teithmore
16.03.2010, 18:28
Ohje.
Wenn man sich den Tod personifiziert vorstellt ist er sicherlich ein ziemlich interessanter Zeitgenosse. So gesehen. Was soll's sterben tut jeder nur (leider) nicht ich...
Angst vor dem Tod... ich weiß nicht, ob ich Angst davor haben soll. Es ist weit weg und sorry Gevatter, aber das Leben ist viel zu schön, als es mit Gedanken an das danach zu verschwenden.
Dennoch jeder tut es, jeder macht es. Mal ernsthaft, mal lächerlich, mal ängstlich. Das einzige, das ich nicht will ist ein langer, schmerzhafter und qualvoller oder unwürdiger tot. Wenn ich ins Krankenhaus komme, gehe ich eher nach Hause, als Omachen, als das ich da vor mich hin rotte!
Sodele jetzt zur eigentlichen Topic. Ich hab da so meine eigene Vorstellung. Sie hängt dicht mit der Urseele der Hindus und der Reinkarnation zusammen. An Gott und Teufel kann ich nicht so wirklich glauben. (Auch wenn sie nette Charaktere in Geschichten sind) Aber die Göttliche MAcht stelle ich mir nicht personifiziert vor. Auch nicht, das sie irgendein Interesse an unseren Seelen haben sollte. Meine Vermutung liegt eher dahingehend, dass unser GEist von der Lebensenergie gelöscht und wieder zurück geführt wird... Aber nicht unbedingt immer die gleiche Seele bleiben muss.
Also fortführendes Leben - aber ohne die Qual, sich an das Vergangene erinnern zu müssen.
Ich finde, das Faszinierende ist nicht der Tod- sondern der Übergangszustand zwischen Leben und Tod. Vielleicht stirbt der Mensch letztendlich, vielleicht wird er nach ein paar Minuten klinischem Tod wieder lebendig. In diesem Zeitraum gibt es Wahrscheinlichkeiten, aber nichts Definitives.
Seele ... ist wohl eine Frage von Informationen und deren Speicherung. Gelänge es, alle Infos eines menschlichen Gehirns inklusive der Prozesse und Verbindungen abzuspeichern, dann hätte man wohl sowas wie eine Seele. Ob das dann lebendig wäre oder ein Mensch, ist eine andre Frage.
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