Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tipps für das Veröffentlichen
ZanIzuNES
08.06.2008, 22:08
Hallo beisammen,
Jeromes Einstieg in dieses Forum hat mich auf eine Idee gebracht. Deshalb dieser Threat - man könnte ihn evtl. oben als wichtigen Punkt hinpinnen, falls wieder einmal die Frage auftaucht, wie man denn zu einer gedruckten Fassung seiner Geschichten kommt.
Das Ganze ist recht umfangreich geworden. Deshalb versuche ich das in zwei bis drei Posts aufzuspalten. Bitte legt mir das nicht als SPAM aus. Danke!
Das Veröffentlichen eigener Texte erfordert besonders beim ersten Mal viel Mut. Für einige wird es dann aber eine echte Bruchlandung. Deshalb habe ich hier mal ein paar Tipps zusammengetragen, wie man zu einer Veröffentlichung kommen kann, und welche Stolperfallen es dabei gibt.
Veröffentlichungsmöglichkeiten gibt es viele, z.B.:
- über Foren (dazu gibt es genug Infos in den Foren-Regeln, eine kleine Ergänzung biete ich trotzdem an.)
- über einen Schreibwettbewerb
- in Zeitschriften
- als Buch über einen Verlag z.B. ein Roman oder eine
- als BoD/PoD (da kennt sich treogen besser aus als ich, vielleicht kann er dazu etwas sagen - Danke - Bussi)
Jede Möglichkeit hat ihre Vor- und Nachteile
ZanIzuNES
08.06.2008, 22:17
Über ein Forum:
Wie oben schon gesagt, das wichtigste steht in den Forenregeln zum Einstellen von Texten.
Nur eine Anmerkung. Wer eine spätere Veröffentlichung des Textes in Romanform plant, sollte sich gut überlegen, diesen online zu stellen. Verlage sehen es nämlich nicht gerne, wenn ihr „Produkt“ schon einmal auf dem Markt war. Manchmal geht es noch, wenn man die Forumsbetreiber bittet, den Text aus dem Forum zu nehmen, aber nicht jeder Verlag macht das mit.
Über einen Schreibwettbewerb:
Wer Ausschreibungen im Bereich Fantastik oder ganz allgemein Wettbewerbe sucht, dem sei die Seite des Uschtrin Verlages empfohlen.
Vorteil:
Wenn man gewinnt, macht man den eigenen Namen zumindest einem kleinen Personenkreis bekannt. Außerdem liest sich so ein Wettbewerbspreis im Anschreiben an Verlage recht gut . Man hat die Bestätigung, dass zumindest der Personenkreis des Wettbewerbs, die eigene Schreibe gut findet. In besonders günstigen Fällen, wird der Wettbewerbstext online oder in Form von Zeitung, Zeitschrift oder Buch veröffentlicht. Mit der Teilnahme hat man die Zustimmung zum Abdruck gegeben. Die Rechte am Text bleiben in der Regel beim Autor. ABER Achtung! Hier bitte immer genau das Kleingedruckte in der Ausschreibung lesen! Solltes man gezwungen sein eine bestimmte Anzahl von Autorenexemplaren zu nehmen, dann FINGER WEG!
Und eine persönliche Anmerkung: Kriegt man trotz Gewinn noch nicht mal ein kostenloses (!) Belegexemplar mit der eigenen Geschichte drin, dann auch Finger weg, weil wozu hat man sich dann die Mühe gemacht, vor allem wenn mit einer Veröffentlichung in Buchform für den Wettbewerb geworben wurde .
Nachteil:
Kommt man nicht in die Gewinnerliste, erhält man meist kaum oder gar kein Feedback zum Text. Man wird nicht veröffentlicht. Auch ein Gewinn, garantiert noch lange nicht, dass einem nun die Verlage zu Hauf die Türe einrennen! Wirklich bekannt, wird man durch einen Wettbewerbsgewinn meist auch nicht.
ZanIzuNES
08.06.2008, 22:26
In Zeitungen/Zeitschriften:
Zeitungen/Zeitschriften nehmen gelegentlich Kurzgeschichten auf.
[Anmerkung: Mir sind keine Fortsetzungsromane aus der Fantastik in Zeitungen oder Zeitschriften bekannt – vielleicht weiß da ja jemand aus dem Forum mehr]
In günstigen Fällen bekommt man sogar etwas Geld dafür. Allerdings sind die Magazine und Zeitschriften für fantastische Geschichten dünn gesät, teilweise gibt es sie nur online. Mir fallen jetzt spontan nur zwei, drei ein und die haben ihren Schwerpunkt im Bereich Science-Fiction. (Beispielsweise: die C’t, Exodus, corona-magazin einem online-magazin.)
Falls ich etwas Ähnliches für den Fantasy-Bereich finde, ergänze ich das noch. Oder Rush – das wandelnde Fantasy-Universallexikon schneit vorbei und erschlägt mich mit Fakten! ;)
Vorteil:
So eine Zeitschriftenveröffentlichung ist ein kleiner Baustein auf dem Weg zur Verlagsveröffentlichung und sie trägt dazu bei sich einen Namen zu machen. Man wird einer breit durchmischten Leserschaft präsentiert. Man kann – muss aber nicht zwingend – Geld damit verdienen (Bitte nicht mit Reichwerden verwechseln!).
Nachteil:
Rückmeldung ist – so habe ich gehört – durch Leser eher selten. Kommt aber auch auf das Genre an. Im Bereich Science-fiction ist die Leserschaft da sehr rege. Bei Fantasy – meiner Erfahrung nach nicht so, weil die lieber Romane lesen als Kurzgeschichten.
Als Buch über einen Verlag:
Hier muss man wirklich gut unterscheiden, und ganz besonders das Kleingedruckte lesen: denn es gibt Verlage und Verlage.
a) Große Verlage mit großen Namen
b) Druchkostenzuschussverlage
c) Klein- und Kleinstverlage
Sorry - nun doch noch ein vierter Post - aber sonst lässt es sich wirklich nicht gut lesen.
ZanIzuNES
08.06.2008, 22:49
a) Große Verlage:
Dort zu landen ist sehr, sehr schwer. Denn: auf die Idee, dort ein Manuskript unverlangt einzusenden sind vor dir tausende andere auch gekommen. Dort gewinnt mit viel, viel Glück und etwas Hartnäckigkeit nur der, der sich genau informiert hat.
Also: Über die Homepage des Verlages gucken, wer für welche Sparte des Verlages zuständig ist, [in deinem Fall natürlich Fantasy] gegebenenfalls dort anrufen (ja genau richtig gelesen) und fragen, wer für was zuständig ist. So kann man zum Beispiel erfahren, wer die unverlangt eingesendeten Manuskripte aussortiert.
Ebenfalls zu empfehlen: Sich über das Verlagssortiment erkundigen. Sprich: Passt mein Buch überhaupt zum Verlag! Ich kenne da eine Anekdote, die besagt, dass ein großer Verlag für Kalender jährlich Dutzende Manuskripte für Romane erhält.
Des Weiteren: ein sauberes Anschreiben verfassen, in dem steht, wer man ist, was man schon veröffentlicht hat
(Warum? Nun, mit einer Veröffentlichungsliste zeigt man, dass man kein totaler Anfänger mehr ist und signalisiert so, zuverlässige Arbeitsleistung),
wie die eigene Schreibe einzuordnen ist (z.B. meine Texte orientieren sich an Tad Williams, oder …),
danach folgt ein so genanntes Exposé: eine kurze Zusammenfassung deines Romans in dem auch das Ende verraten wird (ja wieder richtig gelesen),
und zum Schluss ein bis zwei Kapitel aus deinem Roman, die deiner Meinung nach deine Idee am besten transportieren.
Ein Rücksendeumschlag sollte auch dabei sein, denn wer dummerweise sein Manuskript als Ganzes eingeschickt hat, sieht es sonst nie mehr wieder.
Für alles gilt: Einwandfreie Rechtschreibung, Grammatik und Formatierung.
Diskette, oder Dateizusendung ist übrigens auch heute noch ein No-go.
Zur Formatierung kann man das Wichtigste auf den Seiten von http://www.andreaseschbach.deAndreas Eschbach finden. Link: Übers Schreiben und dann dem Verweis auf seine alte Homepage folgen.
Nebenbei, obwohl du nur einen Teil des Romans an den Verlag schickst – dein Roman sollte schon fix und fertig sein. Verlage mögen es nicht, wenn sie rückfragen und der Autor antwortet dann, er müsse den Text erst noch beenden. So etwas dürfen sich wirklich nur die Profis erlauben.
Solltest du diese Hürden alle meistern UND tatsächlich eine Zusage erhalten: Herzlichen Glückwunsch!
Vorteil:
Große Verlage fahren große Auflagen, man wird überall beworben und erhält eine maximale Streuung des eigenen Werkes, weil die Verlage in fast alle Buchläden kommen. Man kann richtig Geld verdienen (Bitte immer noch nicht mit Reichwerden verwechseln!). Als Gegenleistung erwartet der Verlag nur das Beste von Dir - sprich pünktliche Abgabe von überarbeiteten Texten, Eigeninitiative bei der Werbung für dein Buch z.B. Lesungen (= du solltest deine Geschichte auch zuhörertauglich vortragen können)
Nachteil:
Wenn es denn ein Nachteil ist. Man tritt die Rechte am eigenen Werk geregelt mittels eines Standardvertrages oder mit Hilfe eines Literaturagenten für einige Zeit an den Verlag ab. Ich habe einen Zeitraum von zehn Jahren im Kopf.
Große Verlage unterstützen dich in der Werbung, das heißt aber nun nicht, dass du die Hände in den Schoß legen kannst. Lesungen organisierst du nämlich immer noch schön selbst, ebenso wie die Umsetzung vor Ort (kriegst aber evtl. finanzielle Unterstützung vom Verlag für die Fahrtkosten und Übernachtungen). Du trägst deine Exemplare selbst zur Lesung und auch wieder nach Hause falls du nichts verkaufst.
B) Druckkostenzuschussverlage
(Kürzel DKZ-Verlag)
Gleich vorweg: LASST DIE FINGER DAVON!!!!!
Ein DKZ-Verlag ist die Sorte Verlag, die – nachdem sie dein unverlangtes Manuskript erhalten haben – zu dir sagt: AUF DICH HABEN WIR GEWARTET! Du bist die schriftstellerische Zukunft Deutschlands. Es schreit zum Himmel, dass noch niemand dein Talent entdeckt hat. Selbstverständlich möchte dieser Verlag dich als den zukünftigen Stephen King, Eschbach oder Williams liebend gerne veröffentlichen – du müsstest dafür nur diese winzige Menge von NUR tausend Autorenexemplaren kaufen.
Weniger zu drucken lohnt sich nicht, bei der Qualität deines Textes. ODER: Du müsstest nur die Kleinigkeit von Euro Ixtausend (!) zu den Druckkosten zuschießen, damit dein Buch herauskommt. [Zugegeben der Betrag ist fiktiv, aber ich habe munkeln gehört, dass auch schon viel höhere Summen verlangt wurden.]
Ganz gemeine Kaliber dieser Verlage sagen dir, du müsstest gar nichts für dein Buch zahlen, schließlich sei man ja ein seriöser Verlag und just vor dem Erscheinen des Buches gäbe es Probleme mit der Druckerei und du mögest doch den Betrag X überweisen, da der Verlag dir sonst keine Bücher liefert.
[Ätsch-bätsch: damit hast du – wenn du denn zahlst – dem Verlag ebenfalls die Auflage finanziert]
Lässt du dich drauf ein, passiert folgendes:
Du bekommst dein Buch – und bist einen Haufen Geld los, dafür hast du den Keller mit tausend Büchern voll stehen.
Und du merkst: dein Roman wurde NICHT lektoriert, dein Cover ist Sch***, dein Buch fällt an der Bindung auseinander.
An diesem Punkt hat dich dein toller Verlag im Stich gelassen, denn er wird dich weder auf der Buchmesse noch in irgendeinem Buchladen richtig bewerben. Wozu auch – schließlich ist er ja schon auf seine Kosten: nämlich die Druckkosten gekommen. Und du arme Wurst musst nun tausend meist qualitativ minderwertige Bücher an den Mann oder die Frau bringen, damit du dein Geld wiedersiehst.
Außerdem schadest du mit so einer Veröffentlichung deinem Ruf als Autor. DKZ-Verlage sind nämlich bei den großen Verlagen verpönt. Man argumentiert dann damit – wenn es ein DKZ-Verlag genommen hat, wollte es sonst kein anderer Verlag, also muss die Qualität zwangläufig miserabel sein.
Merke also: Wenn ein Verlag nach dir gesucht hat, dir freudestrahlend anbietet dein Buch zu veröffentlichen – dann läuft etwas grundverkehrt. Und spätestens wenn du Teile oder die gesamte Auflage zahlen sollst, oder sonst wie über versteckte Kosten abgezockt wirst (siehe Autorenexemplare), dann dreh dich um, und renn so schnell du kannst.
Kein Geld der Welt ist es wert, dass dein Herzblut (= dein über alles geliebter Debüt-Roman) so mit Füßen getreten wird. Lieber lass es noch ein paar Jahre in der Schublade anstauben und schreib derweil an deinem nächsten Roman.
C) Klein- und Kleinstverlage:
Handeln in der Regel ähnlich wie die großen Verlage. Allerdings gilt auch hier, informiere dich über den Verlag deiner Wahl, im Notfall einfach mal ein Buch dort bestellen und sich über die Qualität informieren.
Klein -und Kleinstverlage nehmen ebenfalls KEIN Geld von dir für eine Veröffentlichung.
Vorteil:
Du bekommst – wird dein Text oder Manuskript genommen – ein kleines aber feines Taschenbuch von mittlerer bis guter Qualität. In vielen Fällen gibt es ein Lektorat – aber nicht immer – dann musst du selber ran. Du kannst deinen Herausgeber auf Cons und kleinen Szeneveranstaltungen persönlich kennen lernen.
Nachteil: Es gibt gar kein –oder wenig Geld dafür. Denn die Auflagen sind niedrig – meist zwischen 100 bis 500 Exemplaren, selten höher.
Durch die niedrigen Auflagen sind diese Verlage mit ihrem Programm meistens schon für einige Zeit belegt, eine schnelle Veröffentlichung vielleicht nicht möglich.
So - habe fertig!
Sollte ich mich irgendwo geirrt, oder etwas falsches ausgesagt haben, dann bitte Kritik posten! Ich - bzw. ein lieber Moderator ergänzt/ändert das dann.
Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit
Gruß ZanIz
Edit: Tippsfehler ausgemerzt
Hallo ZanIzuNES,
das ist doch mal ein Super-Thread.
dann möchte ich doch gleich vervollständigen:
In Zeitungen/Zeitschriften:
Die bekannteste Zeitschrift für Fantasy-Kurzgeschichten ist wohl die phantastisch! aus dem Achim Havemann Verlag.
Eine andere Möglichkeit sind Heftromane. Ja! Perry Rhodan, Maddrax, Sternenfaust und wie sie alle heißen: Sie alle bieten die Möglichkeit, im Serienkosmos angesiedelte Kurzgeschichten zu veröffentlichen.
In Fanzines:
Es ist nicht tot, was ewig lebt, bis das der Tod...
Naja - ihr wißt ja. Es gibt sie noch: Fanzines.
Magazine, die von diversen Clubs mit viel Herzblut erstellt werden und in Miniauflagen vertrieben werden.
Honorar?
Fehlanzeige. Auch das "Lektorat" schwankt von Club zu Club und von Herausgeber zu Herausgeber. Und der Druck ist meist "Marke Eigenbau". Aber man kann sich hier seine ersten Sporen verdienen und seinen ersten "Fanstamm" aufbauen.
Vor Jahren, als PoD noch nicht so aktuell war, gab es viele solcher Magazine, die in irgendwelchen modrigen Kellern von pickelgesichtigen Jugendlichen gedruckt wurden. Viele von denen gehören heut zu den bekannteren Fantasy-Autoren. Christoph Hardebusch, Andre Wiesler und Christel Scheja - um nur einige zu nennen.
Bekannte Clubs die Neulingen auch heute noch die Möglichkeit für Veröffentlichungen bieten, sind der EDFC (erster deutscher Fantasy-Club, Publicationen: Fantasia und Quarber Merkur), Fellow (Fellowship of the Lords of the Lands of Wonder, Publicationen: Magira) und der SFCD (Science Fiction Club Deutschland, Publicationen: Andromeda SF Magazin und Andromeda News).
Doch auch die kleinen unbekannten Clubs suchen immer nach Neuen. Finden kann man sie auf Fantasy- und Roleplay-Cons.
Alles in allem kein schlechter Start.
Ich selbst hatte übrigens meine ersten Veröffentlichungen im Perry Rhodan Club "Terrania Post Readers", dem legendären PRCTPR. Unser Magazin erlebte damals 13 oder 14 Ausgaben, in 2 Ausgaben hatte ich Veröffentlichungen vorzuweisen. Die Auflage war 50 Stück und wir konnten sogar einen (!) Bahnhofskiosk überreden, regelmäßig 2 Exemplare abzunehmen. Klingt alles sehr abenteuerlich und war es manchmal auch. Vielleicht kommt auch daher mein Faible fürs Selbermachen (sprich PoD).
Eine Anmerkung noch zu
B) Druckkostenzuschussverlage:
Unter den Druckkostenzuschussverlagen gibt es auch viele, die die Bücher gar nicht aushändigen, sondern versprechen, "den Verkauf abzuwickeln" und ein Honorar von "30 Prozent" zahlen.
Beides ist ein Witz. Der "Verlag" hat sein Geld und ist nicht interessiert, Zeit und Geld in den Vertrieb zu stecken. Und falls wirklich mal jemand dieses Buch kauft, dann wird das sagenhafte Honorar aus der Vorinvestition des Autors ausgezahlt.
Manchmal steht im Vertrag ein ganz seltsamer Passus drin.
Nämlich, dass die genannte Auflage nicht garantiert ist.
Also beispielsweise bezahlt man für eine Auflage von 2000 Ex., garantiert sind aber nur 100 Stück.
Also erst, wenn die 100 Stück abverkauft sind, wird (vielleicht) nachgedruckt. Im schlimmsten Fall zahlt man für gar keinen Gegenwert, bzw. für ein paar teure Belegexemplare.
Dienstleister-Verlage:
Nicht vergessen sollte man die sogenannten Dienstleister-Verlage.
Obwohl sie Geld verlangen, sind Sie keine Druckkostenzuschußverlage. Warum nicht? Weil sie ihrem Kunden (also dem Autor) nicht einreden, dass die Welt nur auf das Manuskript gewartet hat. Der Autor unterschreibt keinen Autorenvertrag, sondern einen Dienstleistungsvertrag.
Die erbrachte Dienstleistung ist unterschiedlich:
Druck, Cover, ISBN, Lektorat, Satz, ...
Alles kann, nichts muß.
Man bezahlt die 1. Auflage und erhält eine (meist überschaubare) Menge Bücher die man selbst vertreiben muß.
Man sollte sich im Klaren sein, dass man bei einem Dienstleisterverlag eigentlich nur eines hat - eine teure Druckerei mit Zusatzpaketen.
Diese Pakete gaukeln einen eine falsche Sicherheit vor. Allerdings muß man die Pakete nicht nehmen - dann muß man sich um den entsprechenden Part halt selber kümmern.
Beispiel Lektoratspaket: Wer sagt mir, dass überhaupt mehr stattgefunden hat, als die Word-Rechtschreibprüfung. Da das Marketing komplett über den Autor läuft und der Dienstleister nicht gezwungen ist, die Bücher zu verkaufen, muß er sich beim Lektorat auch nicht anstrengen.
Beispiel Werbepaket: Ein paar hundert Euro für 100 Postkarten, 250 Lesezeichen und 1000 Visitenkarten sind ein wenig frevelhaft. Dazu das Lippenbekenntnis, dass man in einer Sendung wie "Lesen" oder ähnliches vorgestellt werden könnte. Schließlich habe man gute Kontakte zur Elke H.
Meist wird nichts draus.
Beispiel Cover: Man erhält einige Covervorschläge und bezahlt dafür einen Haufen Geld. Aber eigentlich ist das Cover "von der Stange" und unterscheidet sich fast nicht von den anderen Covern des gleichen Verlages.
Lulu und BoD gehören übrigens zu den Dienstleistern.
Selbstverlag / Eigenverlag
Eigenverlag ist der Weg, den ich gegangen bin.
Wer sich dazu entschließt, sollte wissen, dass dieser Weg äußerst hart ist.
Man muß sich um alles kümmern - und damit meine ich wirklich ALLES:
- Gewerbeanmeldung: man hat ja schließlich eine Gewinnabsicht. Interessant wirds dann, wenn dann die Dinge kommen, an die man gar nicht gedacht hatte: Kleingewerbe oder Verzicht auf Kleinunternehmerregelung, extra Mülltonne, extra Versicherung, IHK, separater Kundenparkplatz
- Lektorat des Romanes - entweder man machts selbst (ganz schlechte Idee), oder man holt sich Leute dazu ran. Und dann sollte es aber wirklich nicht irgendjemand sein. Die erste Fassung von "Tag" war wirklich erbärmlich. Nach 9 Monaten habe ich eine komplett überarbeitete neue Fassung nachgeschoben.
- ISBN: Einzel-ISBN oder gleich eine Verlags-ISBN mit 10, 100 oder 1000 Nummern
- Cover: Woher kriegt man eins, wer machts. Fakt ist: Autoren haben meist keine Ahnung von Marketing. Und schon gar nicht von der Wirkung von Titelbildern. Entweder man verschenkt Käufer, oder man holt einen Profi ins Boot.
- Satz: Normalerweise nimmt eine Druckerei ein PDF. Und abhängig vom Stand der Druckerei und dem, was man gewillt ist zu zahlen, macht man den Satz teilweise oder komplett selbst.
- Drucken und Binden: Jetzt wirds richtig interessant. Jemanden zu finden, der einem ein Buch druckt und bindet, ist leicht. Jemanden zu finden, der das auch mit Kleinauflagen (unter 50 Stück) macht, schon nicht mehr. Und jemanden, der das ganze auch noch preiswert und in guter Qualität macht, ist schon richtige Arbeit (und Verhandlungssache).
- Bibliotheksexemplare: Man sollte nicht vergessen, dass von jedem veröffentlichten Druckerzeugnis sogenannte Pflichtexemplare an Bibliotheken (4 Stück, auf eigene Kosten) geliefert werden müssen.
- Und danach? Das erste Exemplar kommt frisch aus der Druckerei? Jetzt geht die Arbeit erst los! Anmelden in den verschiedenen Verzeichnissen und Online-Buchhändler wie VLB und Amazon. Bei Libri reinzukommen, ist für Eigenverleger reichlich kompliziert. Buchbesprechungen müssen angekurbelt, Kontakte zu Lokalzeitschriften aufgebaut und Werbepartner gefunden werden. Lesungen sind zu organisieren, man muß Präsenz zeigen. Immer und überall. Wenn die Eigenwerbung anschlagen soll, muß man bereit sein, immer und überall 2 Exemplare seines Buches und einen Quittungsblock mitzunehmen. Man muß bereit sein, jedem von seinem Buch zu erzählen, auf der Straße stehend Leseproben auszuteilen und Briefkästen mit Prospekten zu bestücken. Man muß das Selbstbewußtsein besitzen, ständig in seinen "eigenen" Werbeklamotten rumzulaufen. Wenn man jemanden im Zug Fantasy lesen sieht, hat man sofort die Visitenkarte bereit. Wenn einer nachfragt, muß man sofort ein Buch zücken und eine Lesung aus dem Nichts heraus halten können.
Es ist Arbeit. Harte Arbeit. Und wenn man nicht konzentriert ist, frisst die Vermarktung des Buches so viel Zeit, dass man mit dem nächsten Roman auf der Stelle tritt.
Und es ist ein stetiger Lernprozess. Ab und zu muß man verrückte Ideen haben und durchziehen. Dinge, die einem vor der Verlagsgründung nie in den Kopf gekommen wären. Dinge, die man sich vorher nie getraut hätte. Man lernt, vor vielen fremden Menschen zu reden und unbefangen zu wirken. Man wird zur One-Man-Show.
Manchmal probiert man eine Idee aus und stellt fest, das es eine Sackgasse ist. Dann verwirft man die Idee und arbeitet die nächste aus.
Egal, was kommt - man darf nie stehenbleiben. Und wenn man hinfällt, hilft nur eins: Aufstehen, weiterkämpfen.
Man braucht einen Partner, der nicht nur bereit ist, es zu akzeptieren, das man "anders" ist. Nein, der Partner muß bereit sein, mitzuziehen. Selbst anders zu werden. Selbst Ideen entwickeln, neue Wege zu gehen, Mut zu zeigen.
Man muß bereit sein, etwas zu wagen und dafür auch Geld vorzuschießen, ohne zu wissen, ob es sich rentiert. Nein, falsch. Man muß es in sich spüren, dass es sich rentiert, dass zumindest eine schwarze Null am Ende steht.
Aber es lohnt sich.
Es ist eines der letzten Abenteuer die man in unseren Breiten noch erleben kann. Das Abenteuer, sein "Baby" vom ersten Buchstaben bis hin zum Kunden zu begleiten.
Ich würde es jederzeit wieder machen. Ich würde manches anders machen, aber ich würde es wieder machen.
LG
Treogen
PS.: zum Thema Mut hab ich noch eine kleine Anekdote vom vorletzten Wochenende. Wir waren in Weil zum Spectaculum. Und während die ganzen Groupies sich zu Lasterbalk und Konsorten durchdrängeln und sich Socken, Unterhosen, CDs und ihren Busen signieren lassen, schiebt sich meine Frau zum Sänger von Saltatio Mortis und drückt ihn eine Leseprobe von "Dunkel über Daingistan" in die Hand. Er war so verdattert, dass er sich bedankte und sie eingesteckt hat *grins*
So, nachdem ich ein wenig mehr Erfahrungen gesammelt habe, möchte ich noch ein paar Tipps zum Veröffentlichen bei großen Verlagen ergänzen:
1. Tipp: Überarbeitet euer Manuskript
Ihr habt die Idee, auf die die Welt wartet und es geschafft, sie zu Papier zu bringen? Glückwunsch. O.K., ein paar kleine sprachliche Ungenauigkeiten, aber darum kann sich ja der Lektor kümmern. Falsch! So habe ich auch mal gedacht. Es ist nicht Aufgabe des Lektors, die Schwächen des Autors zu korrigieren, zumindest nicht, wenn es sich um Mr. Nobody handelt. Da könnt ihr zehnmal einen Roman geschrieben haben, der inhaltlich den Herrn der Ringe und Harry Potter übertrifft, wenn ihr euch nicht eines absolut überzeugenden Schreibstils bedient, wird ein Lektor das Manuskript nach den ersten zwei Sätzen zurückweisen. Aber keine Sorge. Das Überarbeiten kann man lernen, es erfordert kein Talent, sondern Zeit und Mühe. Die wichtigsten Tipps dazu findet ihr im 10-Punkte-TÜV (http://www.andreaseschbach.de/schreiben/page96/page96.html) von Andreas Eschbach. Die Grundregel dabei lautet: Kürzen, kürzen, kürzen. Überflüssige Adjektive, Blähwörter, Gleichzeitigkeitsanzeiger. Es ist unglaublich, wieviel man davon in seinen Texten findet. Wieviel ihr von einem fertigen Manuskript inhaltlich kürzt, ist eure Sache, aber die Erfahrung zeigt, dass 10-25% meist zu einem besseren Ergebnis führen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist, sich von Textteilen zu trennen, deshalb mein Tipp: Führt eine Outtakes-Datei, das macht den Trennungsschmerz erträglicher;)
2. Tipp: Versucht es zuerst bei Agenturen
Klar, niemand will Geld abgeben und warum zuerst bei einer Agentur bewerben, wenn ich mein Werk doch für so toll halte, dass es sicher auch ein Verlag nimmt? Ganz einfach: Weil ihr bei Agenturen angeben müsst, wo ihr das Manuskript schon überall eingereicht habt. Und da kommt es nicht gut, wenn ihr einräumen müsst, dass schon ein gutes Dutzend Verlage nein gesagt haben. Und kommt nicht auf die Idee, einer Agentur diese Info vorzuenthalten. Stellt euch vor, die Agentur nimmt euer Manuskript an und dann erkennt ein Verlagslektor das abgelehnte Manuskript wieder. Die Zusammenarbeit mit der Agentur dürfte wohl beendet sein. Im übrigen sind Agenturen erste Wahl, da Verlage das Lektoriat mehr und mehr dorthin outsourcen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein unverlangt zugesandtes Manuskript von einem Verlag veröffentlicht wird, sinkt somit weiter.
3. Tipp: Wenn schon Verlag, welcher ist der Richtige?
Es ist wie beim Bücherkauf: Wer einen Softporno sucht, wird ihn sicher nicht in einer christlichen Buchhandlung finden. Genau so verhält es sich mit der Auswahl des richtigen Verlages: Nicht wahllos Serienbriefe verschicken, sondern konkret nach Genre und Zielgruppe auswählen.
Hat der Verlag schon mal was in der Richtung veröffentlicht, in der ich schreibe?
Und fast noch wichtiger:
Hat der Verlag überhaupt schon mal Debut-Autoren eine Chance gegeben?
Falls nicht, könnt ihr es eigentlich gleich vergessen. Viele Verlage beschränken sich heutzutage auf den Rechtehandel. Wenn die Website eines Verlages eine große Rubrik "rights" kennt, aber keine Infos darüber enthält, wohin Manuskripte geschickt werden können, tendieren die Chancen, dort genommen zu werden, gen 0. Des weiteren findet ihr auf den Websites auch schon mal Hinweise, was geht und was nicht. Märchen und Kurzgeschichten sind dabei eigentlich fast immer ausgeschlossen.
4. Tipp: Versetzt euch in die Rolle des Verlages
Stellt euch vor, euer SUB reicht locker für die nächsten drei Jahren und ihr steht in einer Buchhandlung voller ungelesener Werke. So ähnlich stellt sich die Situation der Verlage dar: Die Programme sind auf Jahre hinaus ausgebucht und falls es doch mal Lücken gibt, werden sie durch Hinzukauf von Rechten oder Aufträge an die Stammautoren gefüllt. Niemand wartet dort auf euer unverlangt zugesandtes Manuskript. Und falls doch mal neue Autoren gesucht werden, so erfolgt das über Wettbewerbsausschreibungen. Also macht es überhaupt keinen Sinn, unverlangt Manuskripte einzusenden? Ja und Nein. Einerseits sind Ausschreibungen der bessere Weg. Der Verlag signalisiert, dass er neue Autoren sucht und nach meiner Beobachtung (siehe das Beispiel der Ehel. Clauss) sind es nicht nur die Gewinner, die die Chance auf eine Veröffentlichung erhalten. Allerdings haben es nur wenige Wettbewerbgewinner wie Hohlbein tatsächlich in die Bestsellerlisten geschafft. Viele Bestsellerautoren haben ihr erstes Werk doch noch als unverlangtes Manuskript bei einem Verlag oder Agenten untergebracht und das dürfte auch der Grund sein, warum Verlage sich überhaupt noch die Mühe machen, diese zu lesen.
5. Tipp: Das Anschreiben
Wenn ihr glaubt, den richtigen Verlag gefunden zu haben, dann lasst ihn im Anschreiben auch wissen, warum. Euer Brief bekommt damit eine individuelle Note und hebt sich von den Serienbriefen anderer Schreiberlinge ab. In oder zu dem Anschreiben gehört auch eine Kurzbiographie (wobei die Betonung auf kurz liegt). Meine sieht ungefähr so aus:
Name, Beruf, geboren 1971 in Ort, aufgewachsen in Ort, lebt mit seiner Frau und drei Töchtern in Ort. Seit 2006 schreibt er überwiegend fantastische Kurzgeschichten und Romane und veröffentlicht diese auf seiner Internet-Plattform www.fantasy-forum.net (http://www.fantasy-forum.net/), einem der führenden Foren für Fantasy-Literatur im deutschsprachigen Raum.Wer bereits veröffentlich hat, fügt -wie ZanIzuNES bereits ausgeührt hat- noch eine Liste seiner Veröffentlichungen bei. Sicher nie schaden können auch Beziehungen zum Verlag. Ich habe z.B. die Erfahrung gemacht, dass ich von Verlagen, mit denen ich bereits als Admin des Fantasy-Forums bei Wettbewerben o.ä. zusammengearbeitet habe, bevorzugt behandelt werde. Ich brauche auf meine Absage nicht ein halbes Jahr, sondern nur 14 Tage zu warten, da mein Manuskript schneller zu den Lektoren durchgereicht wird. Fragt sich nur, was frustrierender ist:rolleyes: Um es wieder mit dem Leser in der Buchhandlung zu vergleichen: Sein erster Griff wird sicher zu Namen gehen, die er kennt, oder die ihm empfohlen wurden. Nicht anders dürfte das beim Sortieren der Manuskripte im Verlag sein.
6.Tipp: Das Exposé
Im Vergleich habt ihr nun zu einem Buch gegriffen. Was lest ihr als erstes? Vermutlich den Klappentext. Nichts anderes macht der Lektor, allerdings muss ein Exposé mehr enthalten, als nur den Klappentext, sondern -wie ZanIzuNES bereits ausgeührt hat- eine kurze Zusammenfassung des gesamten Inhalts. Und da liegt der Hase im Pfeffer. 500 Normseiten auf idealerweise drei, maximal fünf Seiten zusammenzufassen, ist fast noch schwerer, als den Roman selbst zu schreiben. Schließlich seit ihr ja stolz auf euer Werk und eigentlich ist ja alles wichtig. Doch denkt immer daran: Wenn ihr hier nicht punktet, werdet ihr gleich eine Absage bekommen und der Lektor wird sich gar nicht weiter mit dem Werk beschäftigen. Immer gesucht wird sicherlich die eierlegende Wollmilchsau: Innovativ, außergewöhnlich, nicht zu verwirrend, mit logischer, nachvollziehbarer Handlung. Ich freue mich schon auf den Tag, an dem ich eine Zusammenfassung für ThirTeen schreiben werde*lol* Doch zurück zum Thema. Ergänzen könnt ihr ein Exposé noch um eine Klärung des Romankontextes, einer Beschreibung der Charaktere, der Länge, Zielgruppe, des Genres und ob Fortsetzungen geplant sind. Anschreiben und Exposé sind euer Aushängeschild. Preist darin die Vorzüge eures Werkes, doch schreibt sachlich und sprachlich genau so hochwertig wie im Roman selbst.
7. Tipp: Die Leseprobe
Ob sie überhaupt noch eine Rolle spielt, hängt davon ab, wie gut ihr bei den vorherigen Punkten abgeschnitten habt. Im Vergleich hat euch der Klappentext gefallen und ihr blättert nun durch die ersten Seiten. Gleiches macht auch wieder der Lektor. Die ersten Seiten entscheiden über alles: Ob ein Manuskript angenommen wird und auch, ob es später gekauft wird. Deshalb müsst ihr hier besonders viel Mühe und Sorgfalt investieren. Wieviele Seiten der Verlag als Leseprobe haben will, stimmt ihr am besten telefonisch ab. Meist dürften es nicht mehr als 20 Normseiten sein. Ihr wißt nicht was eine Normseite ist? Nun, hier (http://www.fantasy-forum.org/uploads/Normseite.rtf) könnt ihr die Normseite von Random House herunterladen. Euren Text bekommt ihr hinein, indem ihr in eurer Word Datei erst einmal die automatische Zeilentrennung deaktiviert, alles markiert, kopiert und das ganze dann aus der Zwischenablage mit Bearbeiten/Inhalte einfügen.../einfügen als unformartierten Text in die Normseite.rtf einfügt. Auch wenn die Normseite komisch aussieht und es noch so viel Spaß macht, mit verschiedenen Schrifttypen rumzuexperimentieren: Nur so macht es dem Lektor Spaß, euren Text zu lesen, denn er braucht die großen Abstände zum kommentieren. Die Leseprobe wird einseitig ausgedruckt und wenn man den Tipps von Andreas Eschbach folgen mag, weder getackert, noch gebunden, sondern nur mit Gummibändern, einmal längs und einmal quer, zusammengehalten.
Fazit:
In Anschreiben, Exposé und Leseprobe kann man gar nicht genug Zeit investieren. Wichtig: Auf allen Dokumenten, möglichst auf jeder Seite sollten Name des Manuskriptes, Name des Autors und eure Kontaktdaten stehen (z.B. email und/oder Telefon und/oder Anschrift). Holt euch so viel Feedback, wie ihr bekommen könnt. Für 85,-- € gibt es auch Hilfe vom Institut für Jugendliteratur (http://www.fantasy-forum.org/showthread.php?t=706). Ihr solltet nichts unversucht lassen und falls es mal wieder nicht geklappt hat, überlegen, wie ihr eure Bewerbung noch besser gestalten könnt und es beim nächsten Verlag versuchen. Und wenn es mit diesem Manuskript nicht funktioniert, vielleicht mit dem nächsten... Die einen schaffen es nach einem Jahr, andere erst nach 15, nur aufgeben, aufgeben zählt nicht;)
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