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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Jostein Gaarder - Sofies Welt


Horus
11.07.2008, 18:13
Jostein Gaardner - Sofies Welt

Jugendliteratur zum schwierigen Thema der Philosophie. Durchaus auch für Erwachsene - als Einstieg - geeignet.

Klappentext:
"Wer bist du?" fragt ein unbekannter Absender Sofie in einem Brief. Noch am selben Tag kommt ein Zweiter. "Woher kommt die Welt?" will diesmal der Schreiber wissen. Sofie lässt sich auf das Abenteuer des Denkens ein, und damit beginnt ein intensiver Gedankenaustausch zwischen den beiden. Der Briefeschreiber erklärt und erzählt ihr die Geschichte der Philosophie von der Antike bis zur Gegenwart.

Ich bin mir fast sicher, dass mehrere von euch "Sofies Welt" bereits gelesen haben, trotzdem möchte ich die Gelegenheit nutzen und allen, denen der Titel unbekannt ist, ein wenig davon zu erzählen und ihnen das Lesen schmackhaft zu machen.

Zunächst die Frage: Worum geht es denn? - Es dient als vereinfachte Einführung ins schwierige Thema der Philosophie, sprich es beschäftigt sich mit den Grundgedanken der Philosophie; wie sie das Denken der Menschheit zu diesem Thema, von der Antike bis heute, beeinflusst hat.

Die Hauptrolle spielt die 15-jährige Sofie, die von einem ominösen Absender Briefe bekommt, in denen ihr Fragen zum "Sein", zum "Warum" und "Woher" gestellt werden. Sofie beschäftigt sich mit der Suche nach Antworten und gemeinsam mit dem Leser taucht sie immer weiter in die geheimnisvolle, tiefgründige Welt der Philosophie ein.

Chronologisch nimmt die Geschichte ihren Lauf; beginnend mit den ersten Denkanstössen und den grundlegensten Fragen antiker Philosophen und Gelehrter bis hin zu modernen Diskussionen. Dabei wird auf fast jedes wichtige und interessante Stichwort im Themenbereich der Philosophie ein Blick geworfen; zumindestens soweit wie man es in einem Einstiegsband erwarten kann.

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Ich denke das reicht als kurze Zusammenfassung meinerseits. Natürlich würde ich mich freuen, wenn der ein oder andere noch unterstützende oder kritische Worte zu Jostein Gaardner's "Sofies Welt" anzubringen hat; ob ihr es bspw. gelesen habt, ob ihr enttäuscht oder begeistert wart oder ob ihr es zukünftig lesen wollt.

Meine Erfahrung damit sieht folgendermaßen aus: Bevor ich es gelesen habe konnte ich nicht sehr viel mit Philosophie anfangen. Als Schulfach stand es bei mir auf der roten Liste, was allerdings auch an meinem Pauker und der Art seines Unterrichts liegen kann. Doch durch "Sofies Welt" wurde mein Interesse für das Thema geweckt und ich habe mich in der Vergangenheit durchaus etwas genauer mit der gesamten Thematik auseinandergesetzt; zumindestens soweit, wie es für einen Laien möglich ist.

koshka
11.07.2008, 19:18
Ich hab's gelesen und kann es auch sehr empfehlen.
Auch wenn ich eine Weile gebraucht habe reinzukommen, es wird immer besser je länger man dran ist und man lernt einiges dabei ohne es zu merken.

Elenya
11.07.2008, 21:02
Och, ich habe ziemlich lange an diesem Buch gesessen, aber ich hab es wirklich nie geschafft es auszulesen, da ich es immer so furchtbar langweilig fand. Allerdings, damals war ich noch ein paar Jährchen jünger. Vielleicht sollte ich es mal wieder ausgraben - falls wir es noch haben (verflucht sei ebay :D).

Liathano
11.07.2008, 22:50
@Elenya: Versuch's doch mal mit "Das Kartengeheimnis" von Jostein Gaarder, ein Roman, der mE noch um einiges zugänglicher und schöner ist, als "Sophies Welt" und den ich immer wieder gern lese.

Zu dem hier diskutierten Roman kann ich leider auch nicht mehr viel sagen, da es schon länger her ist, dass ich diesen gelesen habe. Aber ich denke, er hat mir duchaus gefallen (was auch daran ersichtlich wird, dass es nicht das einzige Buch von Gaarder war, dass ich gekauft habe) und mich zum nachdenken und vor allem nachfragen angeregt. Allerdings konnte ich mich auch schon immer für Philosophie begeistern, deren Geschichte und Konzept hier sehr einfach und ansprechend vermittelt wird. Aber wenn ich mich recht erinnere, hat das Buch gegen Ende so seine Längen gehabt ...

Hathor
13.07.2008, 18:20
Als ich mit der Lektüre von Sofies Welt begann, war ich begeistert. Mir gefiel die leichte Verpackung eines doch eher trockenen Themas. Aber mit zunehmender Seitenzahl hat mich der Roman immer mehr angeödet. Am Ende blieb eigentlich nur Ärger über so viele Unwahrscheinlichkeiten. Immer gerade die passende Story, das passende Problem, die passende Lösung. Einfach eine Torte mit viel zuviel Zuckerguss.

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich eine ausgesprochene Aversion gegen "Ratgeber" bzw pseudo-philosophisch oder pseudo-psychologische Werke habe. Auch und vielleicht deshalb, wenn es sich um Jugendliteratur handelt.

Meiner Meinung nach hat Jostein Gaarder Besseres geschrieben.

Sanatii
13.07.2008, 20:04
Au ja Sofies Welt. Lang her dass ich es gelesen hab, aber es gehörte eine Zeit lang zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Ich glaub es war zur damaligen Zeit eins der wenigen wirklich dicken Bücher, die ich bis dahin gelesen hab. Und das eigentlich nur aus einem ganz bestimmten Grund, nämlich um mich für meine Philosophieprüfung vorzubereiten ... so nebenher zum auffrischen & anregen sozusagen ...
Hat seinen Zweck erfüllt und hat richtig Spaß gemacht es zu lesen, auch wenn es sich von Zeit zu Zeit etwas gezogen hat ...
Tja & mit einem stimm ich jedenfalls überein ... Lego tatsächlich das genialste Spielzeug der Welt!

Heutzutage würde ich wohl aus einem anderen Blickwinkel betrachten und es wäre mir wohl auch zu ... ja zu was eigentlich ... wohl zu Jugendlich angehaucht. Alles in allem fand ich es gut, so gut, dass ich mir Theos Reise von Catherine Clement zulegte ...
aber das is eine andere Geschichte ....