koshka
11.07.2008, 23:49
So, der Ordnung wegen:
Die Antwort..ebenfalls ein bisschen OT..
Nein, natürlich ist Lagerleben nicht nachgewiesen. Schließlich laufen da dutzende von Bauern ohne Felder, Krieger ohne Knappen und Fischer ohne See rum, untergebracht in Zelten.
Wir gehen dabei bewusst den Fehler ein, dass wir, wenn wir uns einer konkreten Stadt zuordnen nicht in einem Zelt hausen sollten.
Der Rahmen, in dem du das ganze betreibst, ist unvergleichbar professioneller, allerdings vermute ich, dass du von anderen Grundlagen ausgehst und einen anderen Antrieb hast.
In dieser Gruppe hat die Idee tatsächlich mit Ambientecamping begonnen und im Laufe der Zeit sind die Ansprüche (zumindest einiger Mitglieder) gestiegen.
Dennoch steht der Spaß im Vordergrund und das Ganze wird niemandem auch nur ansatzweise als authentisch verkauft.
Lagerfeuer, abends gemeinsam singen und zusammen kochen (keine Kartoffeln) stehen immer noch im Vordergrund und werden es auch bleiben.
Trotzdem haben wir keine Afrikastühle, chinesische Plastikborten, Baumwolltuniken, Hörnerhelme oder Olivenholzlöffel.
Die Schnitte sind fundiert, die Fibeln aus der richtigen Gegend und Zeit, die Jungs haben sich erst um ein praktisches Sax statt glänzender Edelwaffen gekümmert und Kompromisse a la "weil es hübscher aussieht" oder "die waren ja nicht dumm, also werden sie ganz sicher xx gemacht haben" gehen wir eigentlich auch nicht ein.
In der Nähe sind (stationäre) Bajuwarendarsteller, die tatsächlich historisch korrekt arbeiten, allerdings bin ich mir noch nicht schlüssig, ob ich tatsächlich Richtung ähm.. "Darsteller außerhalb jeder Kategorie" gehen möchte.
Anfangs habe ich handgenähnt belächelt, jetzt nähe ich mit der Hand.
Dafür belächle ich immer noch rückgezüchtete Schafsorten.
Ich bin mir einfach noch nicht im Klaren darüber, was das richtige A-Maß für mich ist und wann ich endlich mit dem was ich anhabe zufrieden bin, denn entweder braucht man viel handwerkliches Geschick (Borten, Naalbinding etc.) oder viel Geld.
Dafür müsste ich meine eigenen Prioritäten umschmeißen, denn Geld und Zeit brauche ich für unheimlich viele Dinge, die mir Spaß machen.
Trotzdem kann ich nicht aufhören mit handgewebten Stoffen und goldbroschierten Borten zu liebäugeln. Argmpfl. Ein echtes Dilemma, denn für die aktuelle Gruppe ist das einfach zu viel und ich kann und möchte meine eigene Entwicklung niemandem aufzwingen.
Vielleicht wär ein eigener Thread für Living History und Lagerleben ne Sache..
*am Kopf kratz*..
Meinst du den Bajuwarenhof Kirchheim? Die kenn ich, nette Truppe.
Da hab ich auch schon an den Öfen mitgebaut.
Ich hab auch erst aus Spass und weil's cool ist angefangen. Weil bei den Skythen auch Frauen Waffen tragen dürfen und sowas... Aber man steigert den Ernst Stück für Stück.
Solange man im Privaten Rahmen bleibt muss es auch nicht ernsthaft sein. Wobei ich mir halt denke, wozu mach ich mir die ganze Mühe wenn ich dann doch nur halbherzig vorgehe.
und das mit den rückgezüchteten Schafen ist sowieso Mist. Das geht überhaupt nicht. Am sichersten ist man, wenn man Ziegenfell nimmt, wenn's Fell sein muss, und wenn Wolle, gut, da sind die Unterschiede nicht so gross, die einzelnen Fasern sind etwas länger, sie ist leichter zu verarbeiten und ein einzelnes Tier liefert mehr Ertrag, das ist aber für den Stoff fast egal.
Wir sind auch nicht päpstlicher als der Papst. :-)
Die Antwort..ebenfalls ein bisschen OT..
Nein, natürlich ist Lagerleben nicht nachgewiesen. Schließlich laufen da dutzende von Bauern ohne Felder, Krieger ohne Knappen und Fischer ohne See rum, untergebracht in Zelten.
Wir gehen dabei bewusst den Fehler ein, dass wir, wenn wir uns einer konkreten Stadt zuordnen nicht in einem Zelt hausen sollten.
Der Rahmen, in dem du das ganze betreibst, ist unvergleichbar professioneller, allerdings vermute ich, dass du von anderen Grundlagen ausgehst und einen anderen Antrieb hast.
In dieser Gruppe hat die Idee tatsächlich mit Ambientecamping begonnen und im Laufe der Zeit sind die Ansprüche (zumindest einiger Mitglieder) gestiegen.
Dennoch steht der Spaß im Vordergrund und das Ganze wird niemandem auch nur ansatzweise als authentisch verkauft.
Lagerfeuer, abends gemeinsam singen und zusammen kochen (keine Kartoffeln) stehen immer noch im Vordergrund und werden es auch bleiben.
Trotzdem haben wir keine Afrikastühle, chinesische Plastikborten, Baumwolltuniken, Hörnerhelme oder Olivenholzlöffel.
Die Schnitte sind fundiert, die Fibeln aus der richtigen Gegend und Zeit, die Jungs haben sich erst um ein praktisches Sax statt glänzender Edelwaffen gekümmert und Kompromisse a la "weil es hübscher aussieht" oder "die waren ja nicht dumm, also werden sie ganz sicher xx gemacht haben" gehen wir eigentlich auch nicht ein.
In der Nähe sind (stationäre) Bajuwarendarsteller, die tatsächlich historisch korrekt arbeiten, allerdings bin ich mir noch nicht schlüssig, ob ich tatsächlich Richtung ähm.. "Darsteller außerhalb jeder Kategorie" gehen möchte.
Anfangs habe ich handgenähnt belächelt, jetzt nähe ich mit der Hand.
Dafür belächle ich immer noch rückgezüchtete Schafsorten.
Ich bin mir einfach noch nicht im Klaren darüber, was das richtige A-Maß für mich ist und wann ich endlich mit dem was ich anhabe zufrieden bin, denn entweder braucht man viel handwerkliches Geschick (Borten, Naalbinding etc.) oder viel Geld.
Dafür müsste ich meine eigenen Prioritäten umschmeißen, denn Geld und Zeit brauche ich für unheimlich viele Dinge, die mir Spaß machen.
Trotzdem kann ich nicht aufhören mit handgewebten Stoffen und goldbroschierten Borten zu liebäugeln. Argmpfl. Ein echtes Dilemma, denn für die aktuelle Gruppe ist das einfach zu viel und ich kann und möchte meine eigene Entwicklung niemandem aufzwingen.
Vielleicht wär ein eigener Thread für Living History und Lagerleben ne Sache..
*am Kopf kratz*..
Meinst du den Bajuwarenhof Kirchheim? Die kenn ich, nette Truppe.
Da hab ich auch schon an den Öfen mitgebaut.
Ich hab auch erst aus Spass und weil's cool ist angefangen. Weil bei den Skythen auch Frauen Waffen tragen dürfen und sowas... Aber man steigert den Ernst Stück für Stück.
Solange man im Privaten Rahmen bleibt muss es auch nicht ernsthaft sein. Wobei ich mir halt denke, wozu mach ich mir die ganze Mühe wenn ich dann doch nur halbherzig vorgehe.
und das mit den rückgezüchteten Schafen ist sowieso Mist. Das geht überhaupt nicht. Am sichersten ist man, wenn man Ziegenfell nimmt, wenn's Fell sein muss, und wenn Wolle, gut, da sind die Unterschiede nicht so gross, die einzelnen Fasern sind etwas länger, sie ist leichter zu verarbeiten und ein einzelnes Tier liefert mehr Ertrag, das ist aber für den Stoff fast egal.
Wir sind auch nicht päpstlicher als der Papst. :-)