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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : E.T.A. Hoffmann - Die Elixiere des Teufels


Hathor
25.07.2008, 13:09
Ein "Klassiker" des Genres:

Nach dem Genuss des geheimnisvollen Teufelselixiers entbrennt der Mönch Medardus in verzehrender Liebe zu Aurelia - ein Höhepunkt phantastischer Erzählkunst der Schwarzen Romantik.

Hoffmanns Stil ist wohl nicht jedermanns Sache: verschachtelte Sätze, verworrene, umständliche Schilderung verwirrender Ereignisse. Bis zum Schluss konnte ich den Knoten, den das ständige Auftauchen Personen gleichen Namens, Doppelgänger und unwahrscheinlicher Zufälle auslöste, nicht entwirren. Teilweise las sich das Ganze wie ein Fiebertraum. Man braucht Zeit, sich einzulesen.

Trotzdem fand ich diesen klassischen Schauerroman spannend und lesenswert. Genauso gruselig wie zuweilen die Handlung empfand ich den Schluss und die Lehre, die aus den Geschehnissen gezogen wurde: Sexualität ist schlecht, nur im Kloster findet man Heil und Vergebung.

Waterstorm
25.07.2008, 17:40
Dieses Buch habe ich letztes Jahr auch gelesen. Mein Deutschlehrer hatte es mir empfohlen. Er hat gesagt es sei eines seiner Lieblingsbücher. Ich war sehr skeptisch, habe es dann aber doch komplett durchgelesen. Mein Lesetempo sank in diesem Buch auf etwa einen drittel der normalen Geschwindigkeit, weil die Sätze und teilweise auch die Wörter sehr schwierig waren. Einige Wörter musste ich auch nachschlagen.
Die Geschichte war faszinierend, wobei ich mit der Zeit von den vielen Metaphern und Bedeutungen etwas verwirrt war. Ganz schlau wurde ich schlussendlich auch nicht aus dem Buch. Aber ich denke da muss man schon Germanistiker sein um dieses Buch wirklich zu verstehen. Ich wäre warscheinlich auch beim dritten Mal durchlesen des Buches, bei einigen Passagen noch mit einem grossen Fragezeichen über dem Kopf vor dem Buch gesessen.