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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lyrik Einige meiner Gedichte


dragonheart
25.07.2008, 18:30
So... *sehr nervös guck*
Zu meinem 100.. bzw. zu meinem 101 Beitrag veröffentliche ich hier mal einige Gedichte.. *hust*
*noch nervöser werd* ^^

Ich erhoffe mir Feedback ^^
Omg, warum mach ich das eigentlich ^^
Hier hab ich jetzt mal zum Anfang zwei meiner.. Werke gepostet.. Naja..




Die Dunkelheit in mir

Jetzt stehe ich ganz alleine hier,
ohne Freunde, ohne Halt,
die Angst umschließt mein Herz,
ich fühle mich aussenstehend, alles ist kalt.
Es ist ein tief sitzender Schmerz,
und ich kann ihm nicht entfliehen.

Ich habe das Gefühl gegen eine Mauer zu rennen,
nicht mehr weitergehen zu können.
Ich habe Angst in der Dunkelheit unterzugehen.
Ich will wegrennen, bleibe jedoch stehen.

Ich kann nichts mehr sehen,
die Dunkelheit macht mich blind,
habe Angst, dass ich nie mehr aus dem Tunnel find,
-Angst den letzten Funken Hoffnung zu verlieren.
Ich kann nur noch in die Leere stieren,
sehe nichts mehr, außer Dunkelheit.

Kann nichts hören, es herrscht Stille.
Hier ist nichts mehr von der bunten Fülle,
keine Hoffnung auf Freunde und Glück.
Die Dunkelheit nahm mir die Hoffnung, Stück für Stück…




__________________________________________________ __________________________________________________





Nichts als Dunkelheit...
Undurchdringliche Schwärze..
Schreie, die keiner hören kann...
Luft, die jedes Wort erstickt...
Luft, die jeden Atemzug erschwert...


Er weint, weint leise, steht am Abgrund, eine Träne rennt über seine Gesichtsschuppen...
...When you ´re gone...
Er schluchzt, ein Blümchen in den riesigen, schwarzen Klauen...
Er starrt das Blümchen an...
Klammert sich ganz fest daran...
Schließt es behutsam in seine Klaue...
Er schließt die Augen...
...When you ´re gone...
Silberne Tränen tröpfeln in den Abgrund...
Er brüllt schmerzerfüllt auf...
Der Schrei hallt in der Tiefe gespenstisch nach...
Er lässt sich fallen...
Ohne Widerstand...
Wie ein Stein...
Die Luft drückt auf seine Schwingen...
Er lässt sich fallen...
In die Tiefe...
... When you ´re gone...
Er lässt die Augen geschlossen...
Das Blümchen in der Klaue...
Er prallt auf...
Eine letzte Träne rennt über die schwarzen Schuppen...
In seinen Klauen glänzt die kleine Blume, in den Farben eines Regenbogens...
Und die Blume strahlt in der Dunkelheit, in den Klauen des toten Drachens, der die Welt nicht mehr ertragen konnte, ...

… when you ´re gone...



.

LG Dragonheart^^

Iron Nemesis
26.07.2008, 18:05
also bei gedicht nummer 1 höre ich nicht wirklich so die "kunst des dichtens" es liest sich in meinen augen eher wie eine erzählung, ich weiß nicht vllt hast du das ja beabsichtigt...
manche worte sind ein bisschen unglücklich gewählt z.B. zeile 3 : "aussenstehend" es ist ein sehr langes wort, wobei ich finde, dass für diese textstelle ein kurzes wort besser gewesen wäre. die gefühle bringst du aber gut rüber :)

bei gedicht nummer 2 gefällt mir dieser einschub "when you 're gone" sehr gut. ich finde dadurch wirkt es noch bedrückender als es sowieso schon ist ... aber?... rennt eine träne? dieser ausdruck ist mir ein bisschen fremd^^ naja insgesamt würde ich sagen, arbeite ein bisschen an deinem ausdruck aber die themen über die du schreibst gefallen mir wirklich sehr*ja*

dragonheart
26.07.2008, 19:06
Huhu =)

Vielen Dank für die Rückmeldung *freu*
Also.. ^^
also bei gedicht nummer 1 höre ich nicht wirklich so die "kunst des dichtens" es liest sich in meinen augen eher wie eine erzählung, ich weiß nicht vllt hast du das ja beabsichtigt...


Dazu möchte ich kurz etwas fragen :)
Was ist denn die Kunst des Dichtens?
Ich meine, viele bekannte Gedichte erzählen von Situationen, oder?
Wollt ich nur mal noch fragen ^^

Öhm.. ja, ich glaub Tränen können rennen. Rennen, rinnen, .. laufen vielleicht auch? Bin mir nicht sicher =)

Danke nochmal für den ehrlichen Kommentar, freue mich immer sehr über sowas :)

LG Dragonheart

Ollowain
27.07.2008, 22:18
Dein Stil Gedichte zu schreiben gefällt mir.
Mir gefällt sehr gut, dass du so viel reimst, aber geh bitte niemals niemals niemals nach dem Schema "Reim dich oder ich fress dich" vor - wollte ich nur für weitere Gedichte anmerken - es klingt auch durchaus sehr schön, wenn sich ein Gedicht - oder auch nur eine Strophe - nicht reimt.

Mir persönlich hat das 2. besser gefallen, gerade wegen dem "Erzählstil" :D

Zum ersten: Boah, es tut mir total auf der Seele weh, das zu lesen. Sehr, sehr traurig, hoffnungslos. Du hast deine Gefühle in wenigen Worten sehr gut an den Mann gebracht. Hut ab.

Zum zweiten: Es trifft ebenfalls sehr sehr tief, wenn auch irgendwie anders, als das erste. Ich finde das Gedicht genial.
Oh Mann, ich will eigentlich grad mitheulen...

Öhm.. ja, ich glaub Tränen können rennen. Rennen, rinnen, .. laufen vielleicht auch? Bin mir nicht sicher =)

Ich kenne es als "rinnen" - und als solches hatte ich es auch gelesen *flöt*

dragonheart
09.08.2008, 21:41
Huhu Ollowain =)
Ui, vielen Dank für das große Lob *taschentücher rüberschieb* =)

Naja, hab schon ´n paar Gedichte bzw Texte geschrieben, die sich nicht bzw kaum. reimen, bin mir aber nicht sicher, ob die hier zur Lyrik und zu "meinen Gedichten" passen xD

Hab hier jetzt aber noch ein paar Gedichte zum reinstellen und hoff mal, dass sie dir genauso gut gefallen :)

Danke nochmal für das Lob, find ich toll, dass die dir so gut gefallen ^^

LG Dragonheart



Dicht gemacht

Es war nur eine Frage der Zeit
Doch nun ist es wirklich soweit
Ich habe dicht gemacht..
Lange habe ich gedacht
Ich finde wen, der zu mir hält
Und mir nicht in den Rücken fällt
Ich hab gekämpft und verloren
Bin i-wie falsch geboren
Und muss damit leben
Hab versucht mein bestes zu geben
Doch keiner scheint mich zu verstehn
Und ähnliche Wege wie ich zu gehen
Ich wurde verspottet, geärgert, geschlagen
Wurde ausgenutzt von „Freunden“
Sollte mein wahres Ich verleugnen
Musste dies alles so lange ertragen

Nun bin ich lieber alleine
Keiner erfährt, wenn ich weine
Niemand erfährt, was ich denke
Wohin ich meine Wege lenke
Die Letzten auf die ich gebaut,
denen ich blind vertraut
ließen mein wirkliches Ich
einfach so im Stich.
Sie konnten gehen
Ohne sich umzusehen
Jetzt ist es vollbracht
Ich hab dicht gemacht




Du


Wenn mich die Dunkelheit verschlingt,
wenn mich die Angst um den Verstand bringt,
dann weiß ich, du wirst bei mir sein,
dann weiß ich, ich bin nicht allein.

Wenn mich die Panik ertränkt,
wenn mir keiner ein liebes Wort schenkt,
dann weiß ich, du nimmst mich bei der Hand,
dann weiß ich, du gibst mir die Zuneigung,
die ich bisher bei keinem anderen fand.

Wenn ich keine Hoffnung mehr sehe,
wenn ich immerzu alleine dastehe,
dann weiß ich, du bleibst immer bei mir,
dann weiß ich, ich finde Trost in dir…

Und wenn ich in deine Augen sehe,
wenn ich in deinem Schutz stehe,
dann weiß ich, nichts kann mir geschehen,
dann weiß ich, du wirst nie von mir gehen…

Ohne ein Wort, weißt du, wie ich mich fühle,
ohne ein Wort, weißt du, was ich spüre,
und ich weiß, du bist immer für mich da,
und ich weiß, du bist mir immer nah…

Ohne ein Wort, verlässt du mich,
ohne ein Wort, verliere ich dich,
wenn ich nach deiner Hand suche,
ich verzweifelt deinen Namen rufe…
dann weiß ich, dass es zu spät ist,
dann weiß ich, dass du fort bist…

Ohne ein Wort, bist du gegangen,
ohne ein Wort,
ich konnt dich nicht mehr fangen,
was habe ich falsch gemacht?

Ich fühle mich kalt und leer,
meine Augen sind schwer,
wo bist du jetzt?
Spüre unheimliche Schmerzen…
Tief in meinem Herzen…




. . .

Er weint in der kalten Nacht,
und niemand ist da, der ihn trösten kann,
und niemand ist da, der ihn in den Arm nimmt,
er weint in der kalten Nacht,
und keiner kann ihn hören, und keiner kann ihn sehen,
und keiner kann die silbernen Tränen stoppen,
die heiß über seine schwarzen Schuppen rinnen,
er weint in der kalten Nacht,
und niemand will ihn verstehen,
niemand will zu ihm gehen,
denn er ist anders, anders als alle anderen,
er weint in der kalten Nacht,
und niemand versteht, wie ein solch starkes Wesen Tränen vergießen kann,
und niemand versteht, warum er seine Gefühle der ganzen, stumpfen Welt zeigt,
er weint in der kalten Nacht,
und er schreit den Schmerz hinaus,
doch niemand will ihn hören,
und er schreit den Schmerz hinaus,
doch niemand will ihn verstehen,
und er schreit den Schmerz hinaus,
hinaus in die kalte, stumpfe Welt,
wo keiner ist, der ihn trösten kann,
wo keiner ist, der ihn in den Arm nehmen kann,
wo keiner ist, der ihn beschützen will,
denn ein so starkes Wesen braucht niemanden, der ihn beschützt,
denn ein so starkes Wesen braucht niemanden, der ihn wärmt,
denn ein so starkes Wesen braucht niemanden, der ihn versteht,
und sie wenden sich ab,
um nicht zusehen zu müssen,
wie ein so starkes Wesen weint,

Und sie haben Recht.
Ein so starkes Wesen, darf nicht weinen.

Cullabay
03.10.2008, 20:39
Die letzten beiden Gedichte haben bei mir eine Gänsehaut ausgelöst. Ich finde sie treffen haargenau das, was wohl jeder, der schon einmal eine Trennung von einem geliebten Menschen hinter sich gebracht hat, schon einmal empfunden hat. Und ich finde es sehr schwer solche Gefühle in Worte zu fassen.
Vielleicht sind ein paar Wiederholungen zu viel des Guten aber der Gesamteindruck stimmt.
Mit den ersten beiden Gedichten kann ich weniger anfangen, die Hoffnungslosigkeit im ersten finde ich ein wenig zu dick aufgetragen und das zweite wirkt auf mich ziemlich kitschig.

Mürtz
03.10.2008, 23:50
Von den drei letzten Gedichten gefiel mir Dicht gemacht am besten, weil ich die Thematik gut nachfühlen konnte. Das Sich-verraten-fühlen und nachher niemanden mehr an sich heranlassen fand ich sehr gut ausgedrückt! Nur das Wort i-wie hat meiner Meinung nach den Lesefluss ein bisschen gestört, ausgeschrieben wäre es mir an der Stelle lieber gewesen. Aber ansonsten gefallen mir deine Gedichte total gut, man kann so schön mitfühlen, auch wenn man danach natürlich etwas geknickt ist... *depri* Ich geselle mich zu Ollo(-wain, darf ich dich Ollo nennen?) und ziehe meinen Hut!

Mad Bull
02.07.2009, 20:54
Große Traurigkeit ist in diesen Gedichten lesen.
Sie erinnern mich an Menschen, die sich ein glücklicheres Dasein überhaupt nicht mehr vorstellen können. Sie leben richtig darin.
Ich kenne eine Musikgruppe, deren Texte ähnlich sind. Und doch ist Hoffnung zu sehen, wie auch hier. Doch diese Gedichte behalten ihre Einzigartigkeit.

Zentara
01.08.2009, 12:49
Mir gefallen die ersten beiden Gedichte am besten.
Wirklich schön geschrieben, beeindruckend und sehr mitreißend.
Da kann man schon mal ein Auge zudrücken, wenn das eine oder andere Wort vielleicht etwas unpassend ist ;)