Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie absurd darf Fantasy sein?
Vielleicht gibt es schon einen solchen Thread, aber gefunden habe ich keinen, also - folgender Grundgedanke zu diesem Thema:
Wir alle wissen, dass Fantasy die Grenzen des Realen sehr strapaziert, einfach durch das, was es nun einmal ist - aber! - wo hört die diplomatische Immunität der Fantasy-Handlungen/Tatsachen/Geschichten auf?
Wo sind gewisse Handlungen bereits so absurd, dass man sich schmerzhaft zusammenkrümmt und angestrengt überlegt, ob die Schwerkraft nicht doch nur der Beweis dafür ist, dass wir alle viel zu fett sind?
Wie dem auch sei ...
Ich würde hier gerne lesen, was euch dazu einfällt.
Wichtig! Um hier nicht mit irgendwelchen Copyright-Alarmanlagen aneinander zugeraten:
Bitte schreibt alles so, dass man eventuell erahnen kann, welche Welt, welches Spiel, welches Buch/Film, etc. gemeint ist, aber nicht schreiben: "Im Buch XYZ, auf Seite 0001, Zeile 01 ist die Handlung aus diesem und jenem Grund blödsinnig und der Autor sollte lieber standesrechtlich exekutiert werden, bevor er weiteres gedrucktes Unheil in die Welt bringt." *zwinkert*
Ich mache auch einen Anfang:
Man läuft in einer Wüste umher, ist verflucht, hat einige üble Fleischwunden und ist darüber hinaus auch noch vergiftet - man stößt auf einen Brunnen - eine Wasserquelle, die wahrscheinlich schon seit Jahren in der Wüste steht und mit Bakterien aller Art verseucht ist - man hängt seinen Kopf in den Brunnen, sauft ihn mit einem Zug zur Hälfte leer und ist auf wundersame Weise von seinem Fluch, seinen Fleischwunden und seiner Vergiftung(!) geheilt ... seltsam - Fantasy, oder doch nur Irrsinn?
Ein Halbling fängt seine Karriere als Abenteurer bescheiden und klein (auf Level 1 *zwinkert*) an. Er besteht mit seinen Freunden einige beschauliche Abenteuer, wird interessanter Weise immer stärker, obwohl er seine Zeit damit verbringt Bücher zu lesen, sammelt irgendwann einen seltsamen Gegenstand ein (welcher ihn noch stärker macht), liest irgendwann ein Buch (was ihn verblüffender Weise noch stärker macht!) und besiegt dann den großen roten Drachen in einem fairen(?) Duell im Armdrücken ... seltsam - Fantasy, oder doch nur Irrsinn?
Ich werde selbst noch das eine oder andere schreiben, wenn mir wieder etwas eingefallen ist - ich hoffe, dass das auch andere Leser zum Nachdenken anregt.
Und falls ich zu paranoid war, was die Sache mit dem Copyright angeht, dann bitte ich an dieser Stelle einfach einen Administrator mich darauf hinzuweisen. *grinst*
Fröhliches Meckern über die Absurditäten welche Fantasy so mit sich bringt.
Wargomar
06.08.2008, 20:22
Hallo S.liber.
Hat Fantasy grenzen? Ich denke nicht. Natürlich ist es auch eine Frage des guten Geschmacks, wie stark jeder einzelne übertreiben will und ob er sein Puplikum findet.
Fantasy hat immer etwas damit zu tun, wie weit jeder denken kann. Wie weit seine Fantasie ihn treibt. Es ist eben nichts weiter, wie Träumerei.
Deshalb schreibe ja auch ich. Weil ich ein Träumer bin.
Gruß, der Wargomar
Ollowain
06.08.2008, 20:56
Wir alle wissen, dass Fantasy die Grenzen des Realen sehr strapaziert, einfach durch das, was es nun einmal ist - aber! - wo hört die diplomatische Immunität der Fantasy-Handlungen/Tatsachen/Geschichten auf?
Wo sind gewisse Handlungen bereits so absurd, dass man sich schmerzhaft zusammenkrümmt und angestrengt überlegt, ob die Schwerkraft nicht doch nur der Beweis dafür ist, dass wir alle viel zu fett sind?
Hat Fantasy grenzen? Ich denke nicht. Natürlich ist es auch eine Frage des guten Geschmacks, wie stark jeder einzelne übertreiben will und ob er sein Puplikum findet.
Fantasy hat immer etwas damit zu tun, wie weit jeder denken kann. Wie weit seine Fantasie ihn treibt. Es ist eben nichts weiter, wie Träumerei.
Ich schätze, man sollte an der Stelle klar die Handlung von den Umständen trennen.
Terry Pratchetts Scheibenwelt ist von der Umgebung völlig irre(al) und schräg, die Handlungen sind aber durchaus nachvollziehbar und logisch.
Mir persönlich kann Fantasy kaum zu "absurd" werden, vorrausgesetzt die Handlungen bleiben trotzdem logisch und nachvollziehbar.
Meiner Meinung nach wird das Fantasy-Genre immer "absurder" werden. Schlichtweg, weil die Autoren versuchen sich durch noch imposantere Werke mit neuen - imposanteren, absurderen - Themen von ihren Vorgängern abzuheben.
Man läuft in einer Wüste umher, ist verflucht, hat einige üble Fleischwunden und ist darüber hinaus auch noch vergiftet - man stößt auf einen Brunnen - eine Wasserquelle, die wahrscheinlich schon seit Jahren in der Wüste steht und mit Bakterien aller Art verseucht ist - man hängt seinen Kopf in den Brunnen, sauft ihn mit einem Zug zur Hälfte leer und ist auf wundersame Weise von seinem Fluch, seinen Fleischwunden und seiner Vergiftung(!) geheilt ... seltsam - Fantasy, oder doch nur Irrsinn?
Hier würde ich die Theorie nahelegen, dass das die Bakterien das Wasser zu Heilwasser verändert haben :p
(Ich schätze es wäre schon besser, auch konkrete Werke anzugeben, da man sonst eventuell keine Ahnung hat, worum es konkret geht. Ich kenne beispielsweise das erste Beispiel nicht. :( Und mit dem Namen könnte man bei Bedarf nach einer Rezension o.ä. suchen ;))
Veltruck
06.08.2008, 21:01
Ich finde Fantasy kann nicht zu absurd sein...
Aber ich mag es, wenn doch ein kleiner Bezug auf reele Zustände vorhanden ist.
Ich mag Handlungen nicht die total unlogisch sind, in denen dann ein kleiner schwacher 4 Jähriger ohne irgendwelche Gaben auf einmal durch einen Schwertkampf König wird oder so...
Das ist mir auch zu einfach.
Genauso wie ich Bücher nicht mag wo den Charakteren alles "zugeflogen" kommt!
Also einer bekommt gesagt du bist Magisch begabt und dann kann er auf einmal Zaubern wie ein Champ, weil er eine "besondere" Gabe hat xD
Ich finde, Fantasygeschichten müssen in ihrem System der Fantasywelt logisch und nachvollziehbar bleiben.
Wenn es in dieser Welt Magie gibt, bitte. Aber dann muss man sich auch an ein bestimmtes System der Magie halten und nicht wirr alles zusammenschreiben.
Wenn Menschen in dieser Welt existieren, muss man sich auch an die körperlichen Eigenschaften der Menschen halten, außer eine Ausnahme wird vorher erklärt.
Man kann nicht einfach Vorgänge beschreiben, die innerhalb der ausgedachten Welt nicht logisch erklärbar sind.
Also kann Fantasy zu absurd sein. Für mich jedenfalls. :)
*pfui*Man läuft in einer Wüste umher, ist verflucht, hat einige üble Fleischwunden und ist darüber hinaus auch noch vergiftet - man stößt auf einen Brunnen - eine Wasserquelle, die wahrscheinlich schon seit Jahren in der Wüste steht und mit Bakterien aller Art verseucht ist - man hängt seinen Kopf in den Brunnen, sauft ihn mit einem Zug zur Hälfte leer und ist auf wundersame Weise von seinem Fluch, seinen Fleischwunden und seiner Vergiftung(!) geheilt ... seltsam - Fantasy, oder doch nur Irrsinn?
Naja, wenn vorher angedeutet wurde, dass es so ein Wasser gibt, ok.
Ein Halbling fängt seine Karriere als Abenteurer bescheiden und klein (auf Level 1 *zwinkert*) an. Er besteht mit seinen Freunden einige beschauliche Abenteuer, wird interessanter Weise immer stärker, obwohl er seine Zeit damit verbringt Bücher zu lesen, sammelt irgendwann einen seltsamen Gegenstand ein (welcher ihn noch stärker macht), liest irgendwann ein Buch (was ihn verblüffender Weise noch stärker macht!) und besiegt dann den großen roten Drachen in einem fairen(?) Duell im Armdrücken ... seltsam - Fantasy, oder doch nur Irrsinn?
Gut, das wäre wirklich der reinste Mist.
Aber egal. Fantasy hat keine Grenzen, aber wenn ich zb sage, ich habe gestern einen Deutschen Schäferhund (nur als BEISPIEL(*pfui*)) gegessen, wird mir das hier wohl keiner glauben.
asachriel
08.08.2008, 12:06
Zum Voraus: Hut ab, dies könnte ein interessanter Tread werden...
ich finde Fantasy kann absurd werden, und ich habe schon beim Herr der Ringe meine Mühe...
z.B. Gandalf sei ein Magier, aber nur in bestimmten Momenten ist er stark und in anderen kann er wieder nichts ausrichten...
Für mich ist da eigentlich nichts definiert und ich habe meine Mühe damit...
Dies ist mein einziger Lob an Eragon, da ist klar verständlich wie Magie funktioniert....
Eigentlich dürfte es gar keine richtigen Absurditäten im Fantasy-Genre geben. Es zeichnet ja die Fantasy gerade aus, dass alles geschehen kann, was vorstellbar ist. Das Problem ist wohl eher eine Story so zu beschreiben, dass der Leser sie auch so nachvollziehen kann, wie sie sich der Autor vorstellt. Wenn bestimmte Erklärungen der Welt fehlen oder der Leser sie nicht versteht, kann das zu "unerwünschten Ergebnissen" führen.
Unabhängig davon, dass ich wie meine Vorposter auch lieber Geschichten lese, die innerhalb der Welt logisch schlüssig sind, finde ich nicht, dass man eine Handlung als absurd bezeichnen kann, wenn sie nicht in das Schema der eigenen Vorstellungen und Erwartungen passt. Vielleicht fehlen eigentlich wichtige Informationen oder der Leser hat einfach zu wenig Fantasie sich die Aneinanderreihung der Ereignisse vorzustellen, die zu einer absurd erscheinenden Situation geführt haben. :D
@Threadstarter
Das Zitieren fremder Werke ist erlaubt, wenn man sich inhaltlich auf den zitierten Text bezieht, also z.B. Textstellen kommentieren will oder Beispiele für irgend etwas sucht. Das regelt das Zitatrecht. Es muss nur erkennbar sein, dass es ein fremdes Zitat ist (Dafür gibts z.B. die quote-Tags im Forum).
Verweise auf bestimmte Textstellen mit Buch- und Seitenangaben sind natürlich erlaubt, schließlich hat den Verweis nicht der Buchautor verfasst, sondern der Verfasser des Posts.
Ich glaube wir brauchen mal eine Art FAQ fürs Urheberrecht hier im Forum, da scheinbar viele eine falsche Vorstellung darüber haben. :rolleyes:
Black Knight
29.09.2008, 17:16
Ganz klar, Fantasy kann übertreiben, muss aber dennoch am Schluss eine etwas logische Erklärung haben, wie zum Beispiel das mit dem oben genannten verseuchten Brunnen in der Wüste.
Denn vielleicht ist in dem Brunnen kein stinknormales Wasser. Aber wie ein Halbling einen Drachen im Armdrücken besiegt?X.X
Keine Ahnung!
Aber egal. Fantasy hat keine Grenzen, aber wenn ich zb sage, ich habe gestern einen Deutschen Schäferhund (nur als BEISPIEL(*pfui*)) gegessen, wird mir das hier wohl keiner glauben.
Naja... nichts ist unmöglich!:D
Fantasy hat zwar wenig Grenzen, aber die dargestellte Welt sollte zumindestens glaubhaft sein in dem Sinne dass man denkt: ja das könnte so passiert sein, die Welt könnte funktionieren.
Meiner Meinung nach muss Fantasy innerhalb der für die Welt geltenden Gesetze vollkommen logisch sein und bisher wurde ich durch diesen Anspruch immerhin recht selten enttäuscht; sogar die Scheibenwelt erscheint logisch, wenn man von ihrem Grundgerüst her alles ableitet. :)
Gruß,
Ich schließe mich Enduni an. Solange etwas innerhalb einer Welt logisch bleibt, ist nichts zu absurd. Diese Welt kann von mir aus von grünen Gummitentakeln und schleimigen rosa-karierten Kaulquappen bevölkert sein (Psychologen hätten warscheinlich ihre helle Freude an meinem merkwürdigen Beispiel...) - solange das System in sich stimmt freue ich mich darüber.
Auch das Beispiel mit der Wüste wird sofort weniger unglaubwürdig, wenn dem Protagonisten zuvor gesagt wurde, er könne Heilung in dieser Wüstenwquelle finden wegen...
Schon wird es logisch.
Und wenn der 4-jährige Knirps in einer Welt lebt, in der 4-jährige total stark sind und mit dem Alter immer schwächer werden, dann habe ich auch kein Problem damit, wenn er den König besiegt.
Wenn das Ereignis ins Konzept der Welt passt, dann gilt für mich - je absurder (die Welt) desto besser!
Aber wenn nicht - dann gibt das richtig Minuspunkte!
Lythande
01.10.2008, 16:44
Hallo,
eine Story muss einfach schlüssig in ihrer Handlung sein und zu der Welt passen, in der sie spielt. Schreibt man eine Geschichte, die in unserer Welt spielt und trotzdem Fantasy ist, so muss man die Umstände und die Handlung genau erklären, sonst steigt da keiner durch.
Kennt jemand eigentlich ein Buch, welches so absurd ist und veröffentlicht wurde? Ich kenne keines, aber das gibt es bestimmt. Heute wird doch alles Mögliche veröffentlicht.
Gruß
Ja, ichfinde, dass Fantasy seine Grenzen haben und auch überschreiten kann... Ich meine...man läuft verdurstend durch die Wüste und wird von einem Hurricane(!!!) eingesogen und landet in einer Stadt in ebendiesem Hurricane... Dann merkt man, dass dort viele über-200-Jährige leben (??? wovon leben die ???) und der Hurricane besteht seit 2000 Jahren, wobei halt in seinen Windungen Häuser(!!!) stehen...so mit Betten und normalen Einrichtungsstücken...
Ich meine ÄÄÄÄH HALLO GEHTS DENN NOCH???
Lies ma Käptn Blaubärs 13 1/2 Leben........
DisAster
10.10.2008, 12:24
Ja, ichfinde, dass Fantasy seine Grenzen haben und auch überschreiten kann... Ich meine...man läuft verdurstend durch die Wüste und wird von einem Hurricane(!!!) eingesogen und landet in einer Stadt in ebendiesem Hurricane... Dann merkt man, dass dort viele über-200-Jährige leben (??? wovon leben die ???) und der Hurricane besteht seit 2000 Jahren, wobei halt in seinen Windungen Häuser(!!!) stehen...so mit Betten und normalen Einrichtungsstücken...
Ich meine ÄÄÄÄH HALLO GEHTS DENN NOCH???
Lies ma Käptn Blaubärs 13 1/2 Leben........
Kannst du bitte das nächste Mal, wenn du einen Beitrag schreibst etwas mehr auf Zeichensetzung achten? Es fällt etwas schwer zu lesen, wenn du jedes Mal drei Ausrufe- und drei Fragezeichen machst.
Ein Mädchen, das ich kannte, fand dieses Buch unglaublich toll. Ausserdem soll es eine Komödie sein. Meiner Ansicht nach sind in diesem Genre Absurditäten absolut gerechtfertigt. :D Ich will schließlich was zu lachen haben.
Bei einem ernsteren Buch wäre solche Unlogik und Absurdität schwerer zu verkraften. Zumindest für mich. Also, es kommt auf die Handlung, die Welt und die Art des Autors das ganze zu verpacken an. Wenn die Storyline zwar absolut idiotisch ist, kann ein spannender und gelungener Schriftstil dennoch viel ausgleichen.
Ach, und aus welchen beiden Büchern kommen die Beispiele des Threaderöffners?
Verräter
10.10.2008, 15:10
Nun... das ist aber meiner Meinung nach nichts unbedingt "Genre-typisches". Wovon du redest sind schätze ich allgemein Ausgedrückt: Vollkommen unerwartete Wendungen, die teilweise in überhaupt keinem Zusammenhang mit allem voran gegangenem stehen.
Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär habe ich noch nicht gelesen, aber nach allem was ich "über" dieses Buch gelesen habe, scheint es doch genau davon zu Leben und dies wohl auch ein wenig auf die Schippe zu nehmen. Ist also glaube ich eher ein weniger gutes Beispiel.
Solche Wendungen kenne ich persönlich eher von Serien/Filmen, die durch solche Sachen ganz schnell im Aus für mich landen. Wenn alles auf einen Punkt hinaus läuft, meinetwegen den Tod der Hauptfigur und Stundenlang über nichts anderes geredet wird und die Situation nun derart zugespitzt ist, dass es praktisch unmöglich ist ihn noch zu retten - DANN - aber plötzlich durch irgndeinen Zufall doch gerettet wird... das ist dann wirklich ätzend. Aber ein Buch nennen in dem solche Sachen vorkommen könnte ich persönlich jetzt auf Anhieb nicht. Ich glaube da hatte ich mit meinen bisherigen Lektüren Glück ^^
Wirklich "absurd" kann eine Fantasygeschichte glaube ich nicht sein, zumindest nicht was Ideen anbelangt. Die Handlung natürlich, aber das in jedem Genre. Es ist eben nicht realistisch wenn ein 9 jähriger nach 2 Wochen Training einen angeblich unbesiegbaren und übermächtigen Bösewicht zur Strecke bringt. Dort scheitern meines Erachtens die meisten "schlechten" Geschichten. Was aber das Aussehen von Fauna und Flora, der Kultur von Stämmen, Religionen, Göttern, Magiesystemen usw. angeht, so gibt es keine eindeutige Linie die nicht überschritten werden darf. Nur sollte es, wie schon erwähnt, in sich schlüssig sein und sich nicht selbst widersprechen.
Hier sehe ich persönlich aber (besonders in Geschichten im Internet) öfter den Fehler (womöglich begehe ich ihn selbst, aber ich versuche dies so gut es geht zu vermeiden) dass Gedankengänge angerissen, aber nicht beendet werden. Und das ganz besonders in Sachen der Magie.
Ein Beispiel: Der Autor erzählt, dass der Teleport einer der einfachsten Tricks jedes Anfängers der Zauberei darstellt. (Eine Aussage die ich mittlerweile sehr oft gelesen habe und mich immer wieder aufs neue aufregt)
Zum einen Frage ich mich, wie man sich den Teleport vorstellen kann. Letztendlich muss der Magier seinen Körper dematerialisieren, an einen anderen Ort schaffen und diesen dort wieder neu aufbauen. (Und zwar in richtiger Reihenfolge! Sonst bleibt am Ende nur Matsch übrig) Das ist also schon ne ganze Menge arbeit.
Der nächste Punkt am Teleport ist folgender: Jemand der diesen Zauber beherrscht (und das möglichst schnell) ist nahezu nicht mehr Angreifbar. Es müsste doch ein leichtes sein, jedem Angriff mithilfe eines kurzen Teleports auszuweichen, dazu müsste man sich höchstens ein oder zwei Meter in eine beliebige Richtung fortbewegen.
Wenn das jeder X-Beliebige Magier kann... warum tut es dann nicht jeder?
Das ist jetzt nur ein kleines Beispiel aber diese "halben Überlegungen" oder leicht falschen Erklärungen sind sehr schnell in einer Geschichte drin und stören (mich) ungemein. So sind es Kleinigkeiten, die eine Fantasy Geschichte absurd wirken lassen.
Meine Meinung.
Kannst du bitte das nächste Mal, wenn du einen Beitrag schreibst etwas mehr auf Zeichensetzung achten? Es fällt etwas schwer zu lesen, wenn du jedes Mal drei Ausrufe- und drei Fragezeichen machst.
Ein Mädchen, das ich kannte, fand dieses Buch unglaublich toll. Ausserdem soll es eine Komödie sein. Meiner Ansicht nach sind in diesem Genre Absurditäten absolut gerechtfertigt. :D Ich will schließlich was zu lachen haben.
Bei einem ernsteren Buch wäre solche Unlogik und Absurdität schwerer zu verkraften. Zumindest für mich. Also, es kommt auf die Handlung, die Welt und die Art des Autors das ganze zu verpacken an. Wenn die Storyline zwar absolut idiotisch ist, kann ein spannender und gelungener Schriftstil dennoch viel ausgleichen.
Ja klar, ich achte das nächste mal mehr drauf, wenn dir das weiterhilft...
Ich finde es nur in dem Fall besonders "bescheuert", aber ich fand das Buch eigentlich auch ganz toll!
Es ist halt diese Stelle die einen dann doch zum Zweifeln bringt, ob der Schriftsteller nicht doch in einer geschlossenen Anstalt wohnt...
Ich meine...man läuft verdurstend durch die Wüste und wird von einem Hurricane(!!!) eingesogen und landet in einer Stadt in ebendiesem Hurricane... Dann merkt man, dass dort viele über-200-Jährige leben (??? wovon leben die ???) und der Hurricane besteht seit 2000 Jahren, wobei halt in seinen Windungen Häuser(!!!) stehen...so mit Betten und normalen Einrichtungsstücken...
Ich meine ÄÄÄÄH HALLO GEHTS DENN NOCH???
Lies ma Käptn Blaubärs 13 1/2 Leben........
Hui, also sowas wäre mir absolut zu schräg und da würde ich wahrscheinlich wieder mal zu lesen aufhören. Es gibt Geschichten, denen kann und will ich ab einem bestimmten Punkt nicht mehr folgen.
Ich finde Fantasy ist ja der Bereich, der absurd sein darf und einfach halt unreal, nur es sollte in sich stimmig sein, es sollte nachvollziehbar sein (oder zumindest manchmal erklärt werden warum dies und das so ist) und auch irgendwie passen im jeweiligen Zusammenhang. Ich finde man muss der Geschichte schon noch irgendwie folgen können u. bei mir würden sich teilweise automatisch die Gedanken einschalten - wie geht denn das, häh? Was soll das?! Da gabs schon einige Bücher, die ich da ab einem gewissen Punkt nicht mehr weiterlesen mochte; viell. wärs noch gegangen, wenn es nicht ganz so schräg gewesen wäre. Aber das sind halt meine persönlichen Präferenzen, ich mag es nicht wenn es zu absurd wird - fantasievoll ja, aber nicht zu abgehoben und schräg.
Ich persönlich mag ja die Fantasybücher am liebsten, wo es einfach eine Welt gibt, in der noch Elfen, Einhörner, Drachen, Zwerge, Zauberer usw. leben oder wo es irgendein Geheimnis gibt; bis zu einem gewissen Grad weiß man ja dann doch was einen erwartet. Aber solange es am Klappentext noch erkennbar ist in welche Richtung das ausartet ist es auch ok für mich, wenn die Grenzen zur Realität etwas sehr ausgeweitet werden, obwohl es ja auch sehr auf den Schreibstil ankommt und wie einem das präsentiert wird.
Also wie gesagt, es sollte in sich stimmig sein und zu der Welt einfach passen, dann denke ich ist es auch angenehm zu lesen und kann unter Umständen auch lustig sein.
Eine interessante Frage.
Hm, da wäre evtl. zu klären, in Bezug auf was bzw. wozu.
In Bezug auf die Realität muss Fantasy ja eigentlich absurd sein, wenn man damit meint der realen Logik widersprechend, unsinnig, ungereimt.
Sonst würde ein Held und Schwertkämpfer nicht in der Lage sein, dutzende Gegner auszuschalten ohne auch nur eine Schramme abzubekommen und ein Zauberer hätte es wirklich schwer mit seinen Zaubersprüchen.
Wenn eine Fantasy Story jedoch auch innerhalb der extra für die Fantasiewelt festgelegten (erfundenen), geltenden Grenzen und Gesetze in´s Absurde abrutscht, also einfach in sich nicht schlüssig ist, lege ich ein solches Buch meist rasch zur Seite.
Nun ja, Absurdität kann ein Stilmittel, eine Ausdrucksform sein. (vgl. zum Beispiel das "Absurde Theater", etwa Eugène Ionescos "Die kahle Sängerin"). Sehr allgemein gesprochen: Absurdität soll die Sinnfreiheit der Welt und den darin orientierungslosen Menschen darstellen.
Insofern kann ein absurdes Fantasywerk durchaus einen Sinn und einen Zweck haben. Sofern die Absurdität in der Absicht des Autors lag.
Bei Moers ist das zweifelsfrei der Fall. Ob es nun "Die 13 1/2 Leben des Kapitän Blaubärs" sind, ob es "Rumo" ist oder etwas anders aus seiner Welt Zamonien. Diese Welt ist absurd ... insofern passen die Geschichten genauso so, wie er sie verfasst hat (siehe auch sein "Kleines Arschloch").
Wenn aber die Absurdität ungewollt ist, einfach "passiert" weil der Autor völlig unerwartete Wendungen, die selbst mit den Gesetzen seiner Welt unlogisch und nicht zu erklären sind, einbaut, damit die Geschichte funktioniert ... dann ist es in der Tat absurd. Absurd finde ich es zum Beispiel, wenn in einer Welt alles irgendwie, was anders nicht zu erklären ist, mit "Magie" erklärt wird. "Magie" kommt mir da oft als Allheilmittel vor, weil sie missbraucht wird, um Fehler der Geschichte auszugleichen. Besonders "schön" wird es dann, wenn der Held durch Magie gerettet wird (weil es nicht anders geht), die Magier oder Zauberinnen oder wer auch immer aber soooo machtlos gegenüber dem Gegner sind, dass sie permanent vom Helden gerettet werden müssen (und nur ganz zufällig dürfen sie mal den Helden retten). Leider leiden viele Fantasy-Werke an dieser "Krankheit".
Ich will da auch bisschen differenzieren...
Bei Moers oder Pratchett erwarte ich Absurdität. Absurdität gepaart mit Humor und Intelligenz ist eine phantastisch gute Mischung.
Schlecht wirds, wenn die Absurdität eingesetzt wird, wenn sich beispielsweise der Protagonist erst in eine ausweglose Situation manövriert und sich dann durch irgendeine absurde, völlig aus der Luft gegriffene Fähigkeit/Aktion rettet. Der Leser sitzt dann vor dem Buch und möchte es am liebsten durch das nächste Kanalgitter werfen... Absurdität als Deus ex machina ist in meinen Augen einfach zu billig.
Nun ja, Absurdität kann ein Stilmittel, eine Ausdrucksform sein. (vgl. zum Beispiel das "Absurde Theater", etwa Eugène Ionescos "Die kahle Sängerin").
Du kennst Ionesco? Ich bin begeistert :D *chapeau!*
Die kahle Sängerin ist ein Meisterwerk...
EinfachSo
10.01.2010, 11:39
ich denke, dass hier doch auch wieder einiges im Auge des Betrachters liegt... Absurd ist auch für jeden was anderes.... Geschmacksache und Einstellungssache aber unterm Strich würde ich behaupten alles was "zu viel" ist, ist eben zu viel....
Absurd darf ruhig sein - aber eben mit Hand und Fuß - schwer zu erklären ;)
Du kennst Ionesco? Ich bin begeistert :D *chapeau!*
Die kahle Sängerin ist ein Meisterwerk...
Ja, ich durfte eine Aufführung dieses Stückes genießen *ja*!
Seraphina
11.01.2010, 20:02
Fantasy-Geschichten müssen sich an die eigens von ihnen aufgestellten ( gesagten oder indirekt erwähnten ) Regeln halten. Die dürfen auch absurd sein, wenn dergleichen in der Geschichte eben möglich ist.
Änderungen akzeptiere ich nur, wenn die Regeln sich auch ändern ( indem z.B. in der Handlung die Existenz von etwas zuvor Unmöglichem erkannt wird ).
Die Logik ( auch Absurdes hat seine eigene ) sollte beachtet werden.
Sobald ich mir etwas nicht mehr vorstellen oder nachvollziehen kann, weil es so absurd ist, dann ist für mich der Punkt erreicht, an dem ich es nicht mehr so toll finde. Absurdität hat also schon seine Grenzen für mich.
Wenn ich mir jedoch nach wievor vorstellen kann, was der Autor mir beschreiben möchte, oder weshalb etwas geschieht, auch wenn es noch so absurd ist, dann ist es okay.
Alcarinque
12.01.2010, 10:26
"Klassische" Fantasy in Sinne des schlechten Mittelerde-Klons welche ja zu tausenden auf den Markt geworfen werden, die zwar oberflächlich stimmig sind aber im Grundkonzept schon absurd sind (liegt natürlich wieder im Auge des Betrachters, siehe Realismus-Thread), finde ich in letzter Zeit immer öder.
Immer die selben abgelutschen Rassen, Geschichten und Helden.
Dagegen erscheinen mir "absurdere" Romane wie die der Scheibenwelt und von Zamonien wesentlich frischer, spannender und anders. Da ist dann natürlich auch immer die Frage was man selbst will, begnügt man sich mit bekannter, immer wiederkehrender Kost, oder will man auch wieder neue Ideen und Impulse bekommen, welche z.B. auch die eigenen Fantasie anregen können.
Wobei da natürlich wieder die Frage auftaucht, was überhaupt alles zur Fantasy gerechnet wird (wenn man, wie einige hier, religiöse Texte dazu nehmen will, wären Schundblätter wie die Bild wohl auch schon absurde Fantasy :p).
Meiner Meinung nach, darf und muss Fantasy eine Welt schaffen, die sich von unserer unterscheidet. Trotzdem muss sich die Geschichte dann innerhalb der geschaffenen Prämissen logisch verhalten.
Dragonologist
07.02.2010, 22:34
Es kommt auf das Buch an, und ich finde, dass ein Autor sich für einen Weg entscheiden sollte.
Nicht: Alles logisch und dann KaBUFF! Deus ex machina.
Sondern: alles humorvoll absurd (Gute Beispiele sind The Hitch Hikers Guide To The Galaxy - das ist ja echt der Gipfel der Absurdität!*grins* und die Scheibenwelt, wobei ich die nicht soooo absurd finde - eher ganz consequent durchgedacht.)
Oder: Alles bis ins Kleinste durchdacht (Lotr, Erdsee etc.)
Mir ist aufgefallen, dass mehr Autoren den durchdachten Weg wagen - Absurdität ist halt nicht jedermanns Sache und nicht jeder hat das Format, intelligent absurd zu sein.
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