Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die ideale Hauptfigur
Kennt ihr das auch, ihr kauft euch ein neues Buch, beginnt zu lesen, und nach wenigen Seiten hängt euch die Geschichte schon beim Hals raus, weil ihr die Hauptfigur überhaupt nicht ausstehen könnt, da sie entweder schon alles kann, überhaupt nichts kann, oder einfach nur tierisch nervt.
Gut, mir ist das bis jetzt nur ein einziges Mal passiert, aber mich würde einmal grundsätzlich interessieren: WIE sollte die Hauptfigur (oder die Personen generell) sein, damit sie überhaupt realistisch rüberkommt, und wie sehr darf sie sich in einer Geschichte verändern?
(Ich glaube, so einen Thread gibt es hier noch nicht, falls doch, tut es mir leid)
*hexe*
Veltruck
08.08.2008, 15:22
ich bin da ganz offen...
ich habe keine Kriterien WIE sie sein soll, denn bei jeder Geschichte ist die Hauptfigur nunmal anders.
Aber sie sollte wirklich realistisch sein, kein imba Champ der alle plättet, auch ein wenig das man seine Handlungen nachvollziehen kann!
Entwickeln darf er/sie/es sich^^ aber seine persönlichkeit darf nicht verloren gehen... hatte mal son Buch ... da wirkte die so fremd und das mochte ich nicht...
Das hab ich schon ein paar mal erlebt, dass mir die Hauptperson nicht gefallen hat...
Naja meistens zwing ich mich weiterzulesen und "klammer" ich mich an eine Nebenperson, die ich mag oder eine Nebengeschichte (etwa eine Liebesgeschichte oder so)
Ich denke der ideale Hauptchara sollte nicht zu Perfekt sein, er sollte auch seine Fehler haben und sich seine Schwächen eingestehen.
Eine Fähigkeit, die er nicht beherrscht, sollte er nicht mitten im Buch einfach so erlernen,(ausser vielleicht der Schwertkampf oder sowas) das wär zuviel, eher einen guten Freund oderso haben, der diese Fähigkeit beherrscht. In den meisten Büchern ist es so, das sie Fähigkeiten viel zu schnell lernen und dabei meistens auch keine Schwierigkeiten haben. Auch darf die Hauptfigur nicht zu selbstbewusst rüberkommen und auch nicht zu schüchtern (die Mischung macht's:D)
Aber da ja jeder Mensch eine andere Vorstellung von dem perfekten Hauptchara hat, ist es ja klar, das es nicht jeden Geschmack trifft.
Zum Beispiel bei der Trillogie Bartimäus von Jonathan Stroud hat mir die Hauptperson Nathanael (später John Mandrake) überhaupt nicht gefallen, er war mir viel zu Arrogant, aber da ich die Welt (und vorallem Bartimäus) so super fand, hab ich weitergelesen und ich bereus gar nicht...
Ich weich vom Thema ab, also, kurz gesagt mein perfekter Hauptcharakter sollte von allem ein wenig haben, auch vom schlechten. Und lernen kann er auch einfach schööön langsam und auch ein wenig schwierigkeiten dabei haben, darf er durchaus
Verräter
08.08.2008, 20:22
Ich hasse Luke Skywalker. Ich hasse Frodo Beutlin. Drizzt Do'Urden hat mich von der ersten Seite an genervt. Selbst Paul Atreides aus "Der Wüstenplanet" (meinen persönlichen Lieblingsbuch) kann ich nicht leiden, wobei ich sagen muss, er ist schon ein ziemlich guter Protagonist.
Mehr Personen fallen mir auf Anhieb jetzt nicht ein, aber lasst euch gesagt sein: 90% aller Hauptfiguren (meist aus Filmen, da ich dort simpel wesentlich mehr kenne als in Büchern) gehen mir tierisch aufn Wecker.
Warum? Weil ich dieses System: Held ist kleiner Bauer/Schmiedssohn (oder was auch immer), wird zum Überhelden und besiegt den großen Bösewicht - einfach nicht leiden kann. Natürlich ist das nicht der einzige Grund warum ich eine derartige Abneigung gegen Protagonisten hege. Aber diese sind zu vielfältig um alle aufzuzählen. Meist bestechen diese einfach nur durch übertriebene Nettigkeit, sind einfach nur blöd (Werden aber in aller Regel bis hin zum Ende zur Weisesten Person im Land) oder ihr Ziel ist von der ersten Seite klar und bei jeder kleinen Abweichung ist sofort klar - der kommt doch wieder auf den rechten Weg. Denn der Protagonist ist der gute! Er ist der Held, der die Welt rettet! Völlig gleichgültig ob alle seine Freunde/Verwandte sterben, in wie viele anders Geschlechtliche er sich verliebt oder wie oft er einen (kleinen, große werden niemals von den Protagonisten begannen) Fehler macht. Wir wissen dass er am Ende das Übel besiegt, seine Traumprinzessin kriegt und auf Ewig in Frieden lebt. (Oder in den seltensten Fällen einen Ehrentod stirbt, nachdem er die Welt gerettet hat.)
Und um es einmal als Frage zu formulieren: Wo bleibt da nochmal genau die Spannung?
Die meisten Protagonisten sind oberflächlich, ihre taten vorhersehbar und sind Grundsätzlich etwas besseres als andere Charaktere. (Überheblich!)
Da bleibt dann noch die Frage, was ein guter Protagonist in meinen Augen ist. Nun, zuallererst möchte ich mich wiederholen. Ich finde eine gute Geschichte sollte sich auf mehr als eine Person konzentrieren und diese wenigstens so gut wie möglich Gleichberechtigt behandeln. Dabei kann es dann natürlich dennoch sein, dass durch eine bestimmte Erzählweise eine Person bevorzugt wird, oder gerade aus der Sicht ebendieser Person geschrieben wird. (Wobei das selten ist, als gutes Beispiel sei hier mal "Wächter der Nacht" erwähnt.) In solchen Fällen kommt es dann auf den Autor an und wie er die anderen Personen + das geschehen beschreibt bzw. worum es eigentlich geht. Bei den Wächtern ist das sehr interessant angewandt, da der Protagonist von den eigentlichen Vorgängen kaum etwas versteht und größtenteils nur versucht seine eigene Haut zu retten und ein Rätsel zu lösen, welches sich in einem Netz aus Intrigen befindet. Die Geschichte wird von einem Bauern auf dem Schachbrett zwischen Schwarz und Weiß beschrieben, der versucht nicht als Opfer zu enden.
Und genau dort liegt eine der Eigenschaften die ich an einem Protagonisten sehr schätze: Unterlegenheit/Schwäche
Und das nicht nur (mit Ausnahme des letzten Kapitels) dem "Bösen" gegenüber (Der dann im letzten Kapitel doch stirbt), sondern auch seinen eigenen Verbündeten gegenüber. Und sei es auch nur in einem Fachbereich, in dem die Hauptfigur schlecht oder überhaupt nicht bewandert ist, dies aber das Fachgebiet eines anderen dar stellt. Ich will 1. Eine Gruppe (oder mehrere!!!) und 2. dass sich diese ergänzt. Ein "Allrounder"-Protagonist, der alles kann und die restlichen Personen nur noch dazu da sind um alle paar Kapitel einen blöden Witz zu reißen oder einen halb intelligenten Kommentar abzugeben, der dann vom Protagonist doch noch einmal verbessert wird, oder eben um schnell über die Klinge zu springen um den Protagonisten zu schützen (oder einfach aus Dummheit) braucht niemand!
Viele Charaktere haben entweder gar keinen Wert oder haben "ihren Auftritt" ganz am Anfang des Buches, helfen allen anderen mit "ihrer Fähigkeit" und segnen danach das zeitliche. Auch das stört mich ein wenig, da diese Personen meist niemals wieder eine Erwähnung in der Geschichte erhalten und alle so weiter machen wie bisher. (Oder sich Rache schwören und trotzdem genau das selbe tun wie vorher, jetzt aber mit viel mehr "Herz") Nein! Der Tod muss den Leser UND die Personen innerhalb des Buches treffen und das lang anhaltend. Jede Person sollte ein Anrecht auf einen Tod haben, der die Geschichte in ihren Grundfesten erschüttert. (Bei mir z.b. verändert sich mit dem Tod immer grundsätzlich alles, ich finde das verdienen meine Charaktere)
Um daraus einmal eine Liste zu machen.
1.Ein guter Protagonist sollte seiner Umgebung angepasst sein und nicht über allem anderen stehen!
Weiter im Text. Es gibt 2 Dinge, die sowohl ein Aushängeschild für gute - aber im Umkehrschluss auch für schlechte Protagonisten - sind.
Für beide fallen mir 3 "gute" Protagonisten ein. 1. Stephen Burns aus dem Hörspiel "Gabriel Burns" 2. Stephen Caine aus dem Hörspiel "Caine" und Leonnard aus dem Film "Memento". Aber auch Anton aus Wächter der Nacht kann hier als Beispiel angeführt werden.
Da handelt es sich erstmal um folgendes:
2. Ein guter Protagonist darf nur einen Teil der Wahrheit kennen.
Hier scheiden sich dann schon die einzelnen Geschichten von einander. Bei den einen ist die Handlung dermaßen einfach (Hier seien einmal die ersten Bücher aus der Dunkelelf Saga erwähnt), dass dem Protagonisten eigentlich keine andere Wahl bleibt als innerhalb kürzester Zeit über die gesamten Geschehnisse im klaren zu sein und so völlig Fehlerfrei agiert. Dies kann unter Umständen extrem nervtötend sein, wenn es ziemlich offensichtlich wird - muss es aber nicht. Das Buch "Ich, der Robot" hat gezeigt, dass eine einfache Handlung - auch wenn der Hauptchar über alles informiert ist - sehr spannend sein kann, gerade wenn man "die Wahrheit" nicht einfach so überprüfen oder aussprechen kann. Bei der Durchführung eines raffinierten Plans "zuzusehen" kann durchaus sehr faszinierend sein. (Wofür ich dieses Buch so liebe)
Man kann diese "Regel" also raffiniert umgehen oder man hält sie ein. Der Vorteil liegt simpel daran, dass der Protagonist zum einen einen Fehler begehen könnte. (Eine Falsche Entscheidung kann, wenn man nicht alle Informationen hat, wie die beste Option aussehen) (... und das auch sollte, sonst ist dieser Punkt verschenkt). Gleichzeitig ist die Suche nach Hinweisen (selbst in einer Abenteuer-Reise) etwas sehr spannendes. Außerdem nimmt es noch einen teil der von mir so gehassten "Übermächtigkeit" des Helden.
Der zweite Punkt, der für alle diese Charaktere zutrifft ist folgender:
3. Ein guter Protagonist hat gewichtige Gründe für sein Handeln
Und Nein! Ich sehe in der Nachricht eines alten, senilen Opas "Du bist der Auserwählte" keinen guten Grund dafür. Auch muss man hier auf "Klischees" achten, die man vermeiden sollte. Aus Rache für ein ausgelöschtes Dorf, eine ermordete Familie ist schon sehr - sehr - sehr oft benutzt worden. Natürlich ist es dadurch nicht schlecht, man sollte bei der Benutzung allerdings vorsichtig sein. Stephen Burns wird zum Beispiel zu beginn der Serie versprochen, man würde ihm Informationen zu seinem verschwundenen Bruder geben, wenn er für Bakerman einen Mann suche. Caine wird von den Kyan'Kor tagelang gefoltert und dann gezwungen für sie die Drecksarbeit zu erledigen + Cartan, sein ständiger Begleiter und Aufpasser.
Ich schrieb es in einem anderen Thread schon, aber viele Protagonisten sind einfach deshalb so nett, weil sie zu viele Glückskekse gegessen haben. Und das nicht nur bei den Hauptfiguren, sondern größtenteils (oder noch viel schlimmer) bei den Nebencharakteren.
Bei diesem Grund sollte es allerdings im besten Fall nicht bleiben. Meiner Meinung nach sollte sich das Ziel des Protagonisten, zusammen mit ihm selbst, verändern und erweitern.
So... und jetzt muss ich leider weg. Aber ich bin noch nicht fertig!! Der Rest folgt Morgen. Ich habe jetzt auch keine Zeit mehr nochmal alles nach Fehlern durchzusuchen... das kommt dann auch Morgen ^^
Ollowain
08.08.2008, 21:31
Eine "perfekte" Hauptfigur gibt es sicherlich nicht. Eher eine, die einem im Moment des Lesens besonders zusagt. :rolleyes:
Der Tod muss den Leser UND die Personen innerhalb des Buches treffen und das lang anhaltend. Jede Person sollte ein Anrecht auf einen Tod haben, der die Geschichte in ihren Grundfesten erschüttert. (Bei mir z.b. verändert sich mit dem Tod immer grundsätzlich alles, ich finde das verdienen meine Charaktere)
Natürlich. Aber ich habe mal ein Buch angefangen zu lesen, bei dem einer der Hauptcharaktere über 3 oder 4 Kapitel in Selbstmitleid förmlich ertrunken ist. Dazu im Wechsel noch eine sowohl über alle Maßen arrogante als auch naive und vertrauensselige Person, hat mir den Rest gegeben und mich das Buch ziemlich verärgert weglegen lassen. Ich hatte mehr erwartet. *nein*
Also ich empfinde es als relativ schwer, einzugrenzen wo eine gute Hauptfigur anfängt, und wo sie aufhört - in gewisser Weise sehe ich da kleine Parallelen zu dem Thread, den ich erstellt habe.
Mit einer guten Erklärung, und einigen realistischen Szenen in denen die Hauptfigur auch verliert (Stichwort Luke Skywalker, er verliert seinen Arm weil er sich von seinem Eifer hinreißen lässt, oder der Imperator treibt ihn tatsächlich so in den Wahnsinn, dass er seinen Vater beinahe umbringt), kann ich auch mit einem "kleinen Bauernjungen" der ein großer Held wird leben.
Ohne entsprechende Erklärungen wird es im direkten Vergleich natürlich "absurd" und lächerlich.
Für mich persönlich können Hauptfiguren alles sein, was sie sein wollen und sollen - es muss nur eine Gestalt sein, die sich in die Geschichte einfügt. Man muss erklärt bekommen und in diesem Zuge dann auch wissen, warum sie die Geschichte dominiert.
Verräter
09.08.2008, 16:24
Eine "perfekte" Hauptfigur gibt es sicherlich nicht. Eher eine, die einem im Moment des Lesens besonders zusagt.
Das ist natürlich wahr. Möchte hier einmal deutlich sagen, dass es in meinem Post nur um eine völlig subjektive Meinung handelt und ich selbst diese Punkte eher als Richtlinie ansehe, als Fakten und auch diese natürlich variieren können. Es ist nur das was ich gern lese und versuche in meinen eigenen Geschichten umzusetzen. Letztendlich muss das Gesamtbild stimmen und der Protagonist muss in die Handlung und sein Umfeld passen - daraus ergeben sich dann die verschiedenen Charaktereigenschaften.
Aber ich habe mal ein Buch angefangen zu lesen, bei dem einer der Hauptcharaktere über 3 oder 4 Kapitel in Selbstmitleid förmlich ertrunken ist.
Nun... Quantität ist nicht gleich Qualität. Ich weiß nicht von welchem Buch du redest und selbst wenn könnte ich dazu wahrscheinlich nicht mehr sagen, da die Chancen extrem hoch sind, dass ich es noch nicht gelesen habe ^^"
Man muss natürlich nicht nur rumheulen, nachdem ein Charakter das zeitliche gesegnet hat. Ich habe einfach nur ein Problem damit, wenn es so scheint, als wäre der Tote ab sofort, wenn er noch leben würde, eh nutzlos und sein weiterleben hätte überhaupt nichts verändert. Wenn z.b. ein Sprengstoff experte alle im 2. Kapitel vor einer Bombe rettet, im vierten Kapitel eines nutzlosen Todes stirbt und danach niemals wieder eine Bombe in der nähe ist. (Schlechtes Beispiel, ich weiß... aber ich hoffe es ist verständlich was ich sagen wollte) Einen Menschen zu verlieren ist ein großer Verlust und das kommt meiner Meinung nach einfach zu selten in Geschichten rüber.
So... und jetzt habe ich den Faden verloren und weiß nicht mehr was ich noch schreiben wollte. X.X
Jeder Charakter entwickelt und verändert sich im Laufe der Zeit mit den Problemen vor denen er steht. Das ist natürlich und auch gut so. Jedoch geht das Lernen meiner Meinung nach oftmals viel zu schnell voran. Was auch irgendwie sinnig ist, denn dem Charakter bei einer mehrjährigen Ausbildung zu zusehen ist für die wenigsten interessant. (Meist ist auch keine Zeit dafür) Es gibt dann zwei Dinge die oft benutzt werden. Entweder hat er schon frühere Erfahrungen gemacht auf denen er aufbauen kann und so eine recht ansehnliche Geschwindigkeit beim Erlernen von z.b. Kampfkünsten oder anderen Fertigkeiten erhält, oder aber man bedient sich einfach daran, dass er entweder "extrem begabt" oder einfach "der Auserwählte" ist. (Manchmal findet er auch einfach einen magischen Gegenstand...) Von den beiden letzteren Möglichkeiten halte ich nicht sonderlich viel, da ich sie einfach für irgendwie einfallslos halte.
Daher mein persönlicher Punkt 4:
4. Ein guter Protagonist sollte eine den Rahmenbedingungen angepasste Geschwindigkeit für das erlernen von "Fähigkeiten" haben.
Dies gilt auch für Wesensänderungen. Ich halte es zum beispiel für sehr unglaubwürdig, dass ein Junge, der niemals an einer Schlacht teilgenommen hat, nach zwei Wochen einen super General abgibt. Aber auch Gefühle wie Liebe entstehen nicht nach zwei Tagen. (Zumindest meiner eigenen Erfahrung nach nicht) Zwei Menschen geben nicht "das perfekte Paar" ab, nur weil er sie aus den Fängen des großen bösen Drachen gerettet hat. allerdings ist dies ein Thema, in dem ich sehr ungeeignet bin, etwas sinnvolles darüber zu sagen, deshalb belasse ich es hiermit.
Wenn ich mir all das was ich bisher geschrieben habe so ansehe, müsste ich fast sagen, dass Frodo Beutlin exakt auf diese Palette passt. Ja... er begeht Fehler, ist kein großer Kämpfer und wird auch zu keinem, ist auf die Hilfe seiner Mitmenschen angewiesen, kennt nur einen Teil der Geschichte - was also nervt mich so an dem kleinen Kerl?
Erklärungsversuche:
Das Buch habe ich noch nicht gelesen, werde es in diesem Leben aber mit Sicherheit noch tun - daher kann ich nur mit dem Wissen der 3 Filme glänzen. Und nach einigen Überlegungen muss ich sagen - Frodo nervt mich so dermaßen, weil der Fokus so stark auf ihm liegt. (Gerade im ersten Film, später bessert es sich dann, bis zu diesem Zeitpunkt war er mir aber schon gänzlich unsympathisch) Man suche beispielsweise einmal in den Filmen nach Informationen über Personen wie z.b. Legolas, Gimmli oder Gandalf.
Ich habe nicht sehr viele gefunden... währenddessen der kleine Hobbit ständig im Mittelpunkt steht. Er - Der Ringträger, der vergiftet wird und um sein Leben kämpft, der einzige der dem Ring widerstehen kann etc. Bis zum zweiten Teil, in dem sich die Gruppe dann trennt und so ein größeres Gleichgewicht zwischen den einzelnen Parteien entsteht, sieht man Frodo meiner Meinung nach einfach viel zu häufig.
Dies ist allerdings ein Punkt, den ich in keinem schönen rot geschriebenen Satz formulieren kann, obwohl mich exakt das an so vielen Protagonisten so entsetzlich stört. Denn... Ein Protagonist sollte nicht im Mittelpunkt stehen? Ja, das klingt seltsam. Obwohl es tatsächlich exakt meiner Meinung entspricht, meiner tiefen Abneigung gegen überbewertete Protagonisten, deren Glanz alle anderen in den Schatten stellt. Ich möchte Gleichberechtigung zwischen den Charakteren, jedem seinen eigenen Teil in dem Puzzle geben, durch das die Geschichte entsteht. Und das sowohl auf der "Guten" als auch auf der "Bösen" (*brrrrrrrr*) Seite.
Mein perfekter Protagonist ist keine Hauptperson, sondern nur einer unter vielen. (Weshalb ich das Lied von Eis und Feuer so dringend mal Lesen muss - das soll ja angeblich in etwa danach aufgebaut sein)
Und damit ist die Frage: "Wie sieht die ideale Hauptfigur aus" für mich hinfällig. Da ich alles was ich bisher geschrieben habe eigentlich von jedem einzelnen Charakter der Geschichte erwarte.
So...
Der Verräter
Ollowain
09.08.2008, 17:34
Möchte hier einmal deutlich sagen, dass es in meinem Post nur um eine völlig subjektive Meinung handelt und ich selbst diese Punkte eher als Richtlinie ansehe, als Fakten und auch diese natürlich variieren können. Es ist nur das was ich gern lese und versuche in meinen eigenen Geschichten umzusetzen.
Solltest du es so aufgefasst haben, Verräter, der Beitrag war in keinster Weise als Kritik gemeint.
Nun... Quantität ist nicht gleich Qualität. Ich weiß nicht von welchem Buch du redest und selbst wenn könnte ich dazu wahrscheinlich nicht mehr sagen, da die Chancen extrem hoch sind, dass ich es noch nicht gelesen habe ^^"
Hätte ich vielleicht auch sagen sollen. Ich meinte "Malva".
Das Buch habe ich noch nicht gelesen, werde es in diesem Leben aber mit Sicherheit noch tun - daher kann ich nur mit dem Wissen der 3 Filme glänzen. Und nach einigen Überlegungen muss ich sagen - Frodo nervt mich so dermaßen, weil der Fokus so stark auf ihm liegt.
Dass ich den ersten Film gesehen habe, ist schon ne ganze Weile her, muss ich zugeben. Aber im Vergleich zu den anderen Filmen kann ich nur sagen, dass die ganzen Hintergründe im Buch um einiges klarer sind. So wird beispielsweise relativ lange von Aragorn und Sam erzählt. Auch werden Geschehnisse aus der Sicht von mehreren Charakteren beleuchtet.
Und wenn ich mich recht erinnere, dann sind ganze "Bücher" (diese großen Abschnitte) aus der Sicht, bzw. über, eine(r) Person geschrieben. Vom guten Frodo hört man beispielsweise eine Weile lang gar nichts :D
Das Buch habe ich noch nicht gelesen, werde es in diesem Leben aber mit Sicherheit noch tun - daher kann ich nur mit dem Wissen der 3 Filme glänzen. Und nach einigen Überlegungen muss ich sagen - Frodo nervt mich so dermaßen, weil der Fokus so stark auf ihm liegt.
Man kann sich über Frodo im Film eindeutig streiten... ich mag Elijah Wood und empfinde ihn auch als einen guten Schauspieler, aber für Frodos Rolle war er schlichtweg eine Fehlbesetzung. Der Kerl war 19, als der 1ste Film im Gange war, damit ist er der jüngste der ganzen Truppe, was ziemlich... blödsinnig ist ôo Auch nervt mich am Film, was für einen weinerlichen Flair man Frodo aufgezwungen hat. Der gute Herr Wood hat nunmal diese riesigen "wässrigen" Augen... die ja auch iwie ganz niedlich sind, aber... die wehleidigen Momente sind dann eben doch immer etwas zu wehleidig. Meine beste Freundin hat sich noch monatelang bösartig darüber lustig gemacht, dass Frodo immer genau gleich kucken würde xD
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Aber zum Thema:
Ich könnte nie eine ideale Hauptfigr definieren, auch wenn ich die Idee interessant finde. Ich würde sagen: Eine ideale Figur, ob nun in Haupt- oder Nebenrolle, ist eine Figur mit Persönlichkeit, mit wirklichen Charaktereigenschaften und Tiefe. Eine Figur, der man beim Lesen anmerkt, dass etwas in ihr steckt, eine eigene Geschichte, die der Leser nicht mal kennen muss - aber man merkt es meiner Meinung nach, ob der Autor sich wirklich Gedanken zu seinen Charakteren macht oder eben nicht. Für mich kommt zB nur weniges an sämtliche Figuren der Harry Potter Reihe ran. Und zwar nicht, weil ich alle mag oder weil sie alle iwie perfekt wären. Sondern weil man sich unter ihnen etwas vorstellen kann, weil man praktische schon nach dem ersten oder zweiten Band das Geühl hat, sie zu kennen wie persönliche Bekannte, obwohl es sie gar nicht gibt. Es macht einfach Spaß, persönliche Stellen zu lesen, von der Vergangenheit zu lesen, ein Sinnlos(streit)gespräch aufgetischt zu bekommen, das eigentlich nichts anderem dient als der Charakterbildung. Zumindest gehts mir so.
Was ich definitiv nicht mag, sind - man muss es eigentlich so sagen - "ideale" Hauptfiguren. Also Charaktere, die dazu erschaffen wurden, möglichst vielen Leserwünschen und -gewohnheiten zu entsprechen. An solchen Figuren hab ich einfach keinen Spaß... die bekommen kein Leben, keinen eigenen Charakter. Dabei meine ich nichtwie Verräter, dass man nicht auch mal Klischees folgen kann, denn solange es nicht zu viele sind, mögen wir alle Klischees und letztendlich wird man keine Geschichte ohne ein einziges finden. Erst bei zu vielen wird's auffällig, unangenehm und lächerlich.
Rückspiegelgott
11.08.2008, 08:35
Ich mag Leute die sich selbst nicht ganz für voll nehmen oder von anderen unterschätzt werden. Personen die nicht omnipotent sind, und manchmal auch wenn sie überhaupt keine Ahnung haben was gerade eigentlich vor sich geht.
@ Frodo: Ich mag die Filme wirklich, aber Frodo ist mir zu weinerlich. Ich weiß nicht ob es am Schauspieler liegt oder an der Rolle an sich aber irgendwie ist er mir unsympatisch.
Die ideale Hauptfigur, ist eine Figur, die in die Geschichte passt.
Ein Beispiel: Hirad Coldheart. Ein Söldner, der schon zehn jahre für Geld gekämpft hat, bevor das erste Buch mit ihm überhaupt anfängt. Logischerweise ist er super gut im Schwertkampf, aber nicht sonderlich intelligent. Mit Intelligent mein ich jetzt nicht dumm, sondern wenn's ein Problem gibt und man kann es mit dem Schwert beseitigen, dann rennt er los, wild schreinend, das Schwert über den Kopf kreisend. Was für ein Bild. :D
Ganz anders Nill aus Nijura: Isoliert aufgewachsen und da sie Halbelfe ist, weder von Menschen, noch von Elfen geachtet. Kein Wunder, dass sie schüchtern, ängstlich und beim kleinsten Mucks am liebsten weg läuft.
Es ist für mich ziemlich entscheidend, was für eine Person, die Hauptfigur ist. Sie muss sehr gut ausgearbeitet werden. Ein paar Geheimnisse darf sie haben, auf die man im Laufe der Geschichte stößt, oder Benachteilungen, die die Figur schwächen, etc. Ich denke da gibt es genug Möglichkeiten, denn schließlich lebt jeder anders.
Keine Ahnung, ob eine "ideale" Hauptfigur überhaupt möglich bzw gut für eine Geschichte ist.
Ich mag Hauptfiguren, die eine Entwicklung durchlaufen, die also nicht von Anfang an "fertig" sind. Ein Protagonist soll auch lernen und Fehler machen. Und immer wieder für eine Überraschung gut sein. Ich mag es gar nicht, wenn irgendwas passiert und ich als Leserin sofort weiß, wie die Hauptfigur reagieren wird. Manchmal soll sie so reagieren, und dann wieder nicht... Ein paar Geheimnisse sind auch nicht schlecht.
Ein guter Protagonist bringt die Handlung voran. Und wenn das Buch zuende ist, soll immer noch so viel Ungelöstes bleiben, dass ich gerne noch mehr vom Hauptcharakter erfahren möchte.
Wargomar
15.08.2008, 19:24
Hallo Gemeinde.
Ich stimme da ganz und gar Heryst zu. Die Geschichte muss für die Hauptfigur geschrieben worden sein. Nicht anders herum.
Hallo Gemeinde.
Ich stimme da ganz und gar Heryst zu. Die Geschichte muss für die Hauptfigur geschrieben worden sein. Nicht anders herum.
dito
was mir eig noch nie gefallen hat, ist, wenn der held irgendwelche fähigkeiten hat um damit anzugeben bzw sein talent grundsätzlich jedem zu beweisen. sondern er soll damit aufgewachsen sein und sich damit verantwortlich fühlen. immerhin kann ne größere begabung nicht nur positive eigenschaften haben. er soll sich also bewusst sein, wie er handelt. er soll träume, wünsche und geheimnisse haben, denen er meistens nachgeht. er soll bei verstand sein und so handeln, wie es für alle am besten ist. wenn ihm dabei was misslingt wär das toll. ^____^
nojo. das wars mal von mir. xD
Ich muss sowohl Verräter als auch Heryst zustimmen; Protagonisten sind selbstverständlich je nach Geschichte unterschiedlich geeignet. Aber müssen sie eben auch menschlich wirken. Ich hätte so zum Beispiel mit einem allfreundlichen Rächer oder einem berechnenden Heiler. Gewisse Taten und Ziele bringen meistens auch gewisse Eigenschaften mit sich. So könnte z.B. ein Heiler als Gelehrter oder ähnliches viel besser leben und müsste weniger Blut sehen.
Ich weiß nicht, aber entweder bin ich dennoch oder gerade deshalb u.A. ein Fan von Naruto. Der Kerl ist mMn ein wirklich guter Protagonist.
Gruß,
Eine ideale Hauptfigur ist für mich so jemand, wie Harry Potter. Also sprich eine ganz normale Figur, die freundlich ist, die auch ihre Fehler hat und die nicht alles kann oder zu perfekt ist.
Magierin
20.02.2009, 21:10
Wichtig ist, dass der Leser sich in die Figur "reinversetzen" kann.
Es ist also praktisch unmöglich, einen Krimi für Erwachsene zu schreiben, in dem ein 10-Jähriges Kind, dem die Puppe geklaut wurde, als Hauptperson angesehen wird.
Der Leser kann nicht so fühlen, handeln oder denken wie dieses Kind.
:rolleyes:
Logisch, oder?*ja*
Silberblut
21.02.2009, 13:20
Hallo Gemeinde.
Ich stimme da ganz und gar Heryst zu. Die Geschichte muss für die Hauptfigur geschrieben worden sein. Nicht anders herum.
In meinen Augen ist das schwierig. Ich begrenze meinen Fokus ungern auf eine einzige Person. Besonders positiv finde ich es, wenn mehrere Handlungsstränge miteinander verwoben werden, und zwar so, dass es sich auf die Personen im Besonderen auswirkt: Das Buch beinhaltet mehrere kürzere oder mittellange Kapitel, die alle aus Sicht mehrerer verschiedener Personen geschrieben sind, die am besten noch konkurrierenden oder verfeindeten Parteien angehören. Im Verlauf der Geschichte kristallisieren sich dann die Hauptpersonen als diejenigen Charaktere heraus, denen am Meisten Aufmerksamkeit in Form von Kapiteln oder Seiten zuteil wird. Dieser Überblick sollte möglichst spannungsgeladen sein, weil somit grundverschiedene Auffassungen aufeinander prallen. Am Interessantesten wird es dann, wenn auch den großen Drahtziehern im Hintergrund genügend Aufmerksamkeit zugedacht wird - gerade so, dass klar wird, dass sie etwas planen und dass man sich ungefähr vorstellen kann, wie es aussehen wird, aber diese Stellen müssen mehr Fragen aufwerfen als beantworten
Die Idee des großen Drahtziehers im Hintergrund, des mächtigen Intriganten, des geheimnisvollen Antagonisten legt natürlich fest, wie die in meinen Augen ideale Handlung aussehen soll: Jemand zieht die Fäden, beeinflusst maßgeblich die Entwicklung so, dass es dem Leser immer mulmiger zumute wird, weil sich im Laufe der Zeit Sympathien für bestimmte Personen entwickelt haben, die nun von den Geschehnissen bedroht werden. In diesen Rahmen müssen die Protagonisten passen und bedeutende Rollen übernehmen, am besten ohne es zu wissen.
Anton Gorodezki iaus "Wächter der Nacht" st ein gutes Beispiel für einen Protagonisten, der genau in diesen Rahmen passt, der erst allmählich versteht, was passiert, doch schon vorher erkennt, dass er nur ein Bauer in einem Spiel der Könige ist. Wenn diese Erkenntnis auch erst allmählich kommt, ist das noch besser.
Doch es muss weitaus mehr "Bauern" geben, auf denen der Fokus des Erzählers ruht. Erstens bereichert es die Geschichte, verleiht iht mehr facetten, und zweitens kann der Erzähler zu Schluss dadurch überraschen, dass er völlig unerwartet eine Figur, der er sonst wenig Aufmerksamkeit zugeteilt hat, zum Retter in der Not mutieren lässt. Bei nur wenigen Hauptpersonen kann man sich nur zu leicht ausmalen, wer sich zum Schluss als Held erweisen wird.
Ein Fatasyroman lebt davon, dass es große Probleme zu bewältigen gilt. Also muss auch irgendwer diese Probleme anpacken, sie können sich nicht einfach von selbst lösen. Das ist eben so, zumal ich es liebe, wenn irgendein mächtiger Drahtzieher im Hintergrund intrigiert - dem muss einfach Einhalt geboten werden, irgendwie.
Der Held darf allerdings keine strahlende Persönlichkeit sein. Weder ein einfacher Bauernjunge, der sich innerhalb weniger Monate zum gefährlichen Krieger, noch ein edler Ritter, dessen Charisma alles um ihn herum verstrahlt. Irgendetwas zwischendrin, mit Stärken und Schwächen, alles in allem menschlich - vielleicht sogar so menschlich, dass er in menchen Punkten Abneigungen weckt. Wirklich unsympathisch darf er aber nicht sein, denn Identifikation muss möglich sein. Das geschieht am besten durch eine sehr differenzierte Darstellung voller innerer Tiefe. Man muss nachvollziehen können, warum die Person so handelt, man muss sie emotional unterstützen können, um sich dann immer wieder zu fragen, ob man vielleicht doch auf der falschen Seite steht, schließlich hat der Protagonist Schwächen, die die Handlung in eine Richtung abdriften lassen könnten, die einem gar nicht gelegen ist.
Und davon sollte es mehrere geben, am besten von grundlegend verschiedener Natur, jede mit ihren Schwächen, vielleicht sogar mit schwerwiegenden psychischen Störungen wie Paranoia oder Schizophronie, vor allem aber mit grundlegend anderen Ansichten, die es schwer oder sogar unmöglich machen, eine einzige Person zu unterstützen.
Jede Person steht wiederum für eine Partei und erst allmählich kommt die Erkenntnis, die vor allem dem Leser die Augen öffnet, allerdings nicht nur ihm, sondern auch dem einen odert anderen Protagonisten, der sich vielleicht bewusst wird, dass er auf der falschen Seite stand oder dass er eine bedeutende Rolle übernimmt. Unbedingt notwendig ist das aber nicht, solange es im Laufe der Geschichte immer wieder zu Überraschungen kommt, die dem Leser einen neuen Blick auf die Geschichte und damit auf die Hauptpersonen abringen, ohne dass sich die Personen hinsichtlich ihres Denkens oder ihrer Fähigkeiten maßgeblich verändern. Wobei auch ich es lieber mag, wenn auch die eine oder andere Hauptperson die Erkenntnis befällt.
Für Fantasyromane gefällt mir dieses Konzept am besten. Doch über ein Ideal lässt sich natürlich streiten. Ich habe schon genügend Bücher gelesen, in denen alles anders war und die mir dennoch gefallen haben, es kommt schlichtweg auf den Rahmen an, und wenn dieser mit den Hauptpersonen harmoniert, ist es ideal.
OwenJackson
21.02.2009, 15:56
Ich bin relativ offen, eine wirklich ideale Hauptfigur gibt es eigentlich auch nicht.
Es kommt immer auf die Geschichte drauf an.
Aber ich denke mal, der für mich persönlich idealste Held ist wie folgend.
Langes Haar und Bart (typisch für mich), charmant, nett, witzig, musikalisch, gut gelaunt, intelligent und ein kleiner Dickkopf.
Der Optimalheld ist ein Optimist, aber auch ein Realist, er glaubt alles zu können, ist sich seinem eigenen Können aber bewusst.
Er sollte sich für die Tugenden einsetzen an die er glaubt. Er sollte gerecht, ehrenhaft und großzügig sein.
Aber trotz all der positiven Eigenschaften sollte er auch negative Dinge an sich haben, der perfekte Held ist aus meiner Sicht eine Lachnummer.
Ich habe für meine Story einen Helden genommen, dessen Genstruktur nicht nur die Gene seiner Eltern, sondern auch die eines bösartigen Dämons aufweisen. Dadurch wandelt er sich in kritischen Zeitpunkten in ein schuppenübersähtes Monster.
Zusätzlich dazu guckt er gerne Frauen hinterher und ist nicht immer der ernste. Er ist zwar intelligent, aber leicht überheblich und unterschätz immer wieder seinen Gegner.
Das ist für mich persönlich der Idealheld.
Aber andererseits finde ich, dass ein Held nur ideal wird durch die anderen Figuren.
So habe ich 9 weitere Figuren, die alle näher in die Story eingebunden sind und selbstständig als Hauptprotagonisten agieren könnten.
Durch ihre Art und die Art der vielen anderen Figuren wird mein Held überhaupt erst ideal.
Schliesslich besteht die Welt nicht nur aus dem Helden, sie besteht aus vielen verschiedenen Figuren die sich gegenseitig ergänzen sollten.
engelchen
11.04.2009, 12:26
Auch wenn es meiner Meinung nach keine "ideale Hauptfigur" gibt, möchte ich hier doch ein paar Punkte aufzählen, die eine GUTE Hauptfigur zu erfüllen hat:
- Die Person solte zu ihrem Umfeld passen, das Beispiel mit Nill (Nijura), das Heryst erwähnt hatte
- der Leser muss sich mit der Figur identifizieren könne, das heißt, die Handlungen der Person müssen für ihn nachvollziehbar sein. Auch wenn man selbst anders gehandelt hätte, als die Figur es in irgendeiner Situation tut, kann man ihn verstehen, wenn der Autor das nur verständlich genug veschreibt und die Gründe der Person auffühert
- Die Person muss unbedingt eine Entwicklung durchmachen und sich weiterbilden
- es sollte keine stereotypische Person sein, so typisch gut, schön, intelligent, begabt ect. und der gegenspielernist dann böse, hässlich, strohdoof... Die Hauptfigur (eigentlich jede Figur, aber insbesondere der Protagonist) sollte auch Schwächen haben und an sich selbst zweifeln - natürlich nicht grundlos (in irgendwas muss er auch total schlecht sein und versagen)
eine Ideale Hauptfigur nicht einfach.X.XX.XX.XX.X
Ich fiende sie sollte nicht nur immer alle vor dem Bösen retten und perfekt sein weil so ist niemand!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!
Eine ideale Hauptfigur sollte vorallem immer sich selbst treu sein und darf auch mal vom rechten weg abkommen.*ja**ja**ja*
sie muss nicht alles wissen und nicht alles konnen und man muss sich mit ihr vergleichen können.;);)
Wen eine Hauptfigur mal unsicher ist oder nicht weis was sie machen soll ist sie mir immer gleich sympatischer.
Oder so ganz krasse Typen wie zum beispiel D.House er ist ein Arsch aber auch eine tolle Figur.*grins**grins**grins*
Oder so ganz krasse Typen wie zum beispiel D.House er ist ein Arsch aber auch eine tolle Figur.*grins**grins**grins*
Wobei anzumerken ist, dass Dr. House keine Fantasyfigur ist und deshalb auch nicht als Beispiel gelten kann... ;)
Da ich derzeit an einem eigenen Buch schreibe, weiß ich genau auf welche Kriterien es ankommen sollte. Der Leser liest ein Buch, weil er nach Personen sucht, mit denen er sich identifizieren kann weil er viele gleiche Interessen oder ähnliches hat,oder er sucht nach Personen, die das ausdrücken, was er im echten Leben nicht verkörpert. Meine Hauptperson sollte den Leser zum nachdenken bringen und Paralellen ziehen. Es kommt dabei nicht auf Gut oder Böse an, sondern welche Emotionen der Charakter überbringt. Es gibt viele meiner "Leser" die mich anschreiben und sagen " es seie nicht angemessen in einem Fantasyroman einer Frau eine Hauptrolle zuzuschreiben" doch das kann ich nur dementieren. Jeder Leser, ob Mann oder Frau, sollte gefallen an der Hauptperson finden können. Zudem sollte man aufpassen, wie man die Hauptperson ins Geschehen starten lässt. Fängt es mit einem sehr langen und langweiligen Gespräch an, ist der Eindruck auf die Hauptperson schon leicht angekratzt, startet sie jedoch in einem Geschen, welches uns von Anfang an fesselt, so macht es uns Spaß weiter zu lesen. So sollte und sieht meine Hauptfigur aus.
Also ich finde schon, dass die Hauptperson auch weiblich sein kann. Ich freue mich sogar immer darüber. Ich finde es z.B. sehr schade, dass in Herr der Ringe alle Hauptpersonen männlich sind. Nur leider führen, dass fast alle Fantasy-Autoren so fort.
Goldfisch
12.05.2009, 22:28
OK, du hast recht! DIe einzigen Frauen in Herr der Ringe sind:
Elbin Arwen, Elbenkönigin Galadriel und Menschin Eowyn.
Also meine ideale Hauptfigur wäre Gimli!
Klein, muffig, selbstbewusst und immer einen guten Spruch auf Lager! :D
Stardust
14.05.2009, 19:59
Die ideale Hauptfigur sollte nicht perfekt sein. Das ist wohl das wichtigste Kriterium.
Man will sich vorstellen können: das könnte auch ich sein.
Deswegen muss die Person menschlich wirken, insofern sie denn ein Mensch ist.
Ich möchte nicht um eine statische Figur lesen, nicht über jemanden, dessen Emotionen man mit einer Maschine vergleichen könnte - übertrieben gesagt natürlich.
Schlechte Beispiele für Hauptcharaktere wäre für mich zum Beispiel: Eragon.
Ich mag die Bücher, zuminderst vom Inhalt, über den Schreibstil lässt sich streiten, wirklich, aber Eragon an sich ist mir ein wenig zu platt.
Wiederrum zu meinen idealen Hauptcharakter:
1.Er muss Macken und Schwächen haben
Man mag Personen ja nicht trotz ihrer Macken, Schwächen, Angewohnheiten etc.., sondern wegen ihnen.
Ich schätze es an Charakteren, wenn sie Ecken und Kanten haben.
2.Ein guter Hauptcharakter soll seine eigene Persönlichkeit besitzen - kein vorgefertigtes Klischeebild sein
Das zeugt ebenfalls von einer starken Persönlichkeit. Eragon zum Beispiel fällt für mich da auch weg. Bloß starke Persönlichkeiten ecken auch einmal wo an, können nein sagen und sich widersetzen, und werden vor allem nicht von allen geliebt.
Ich mag es nicht, wenn Klischees überstrapaziert werden.
Die schwache, naive und Prinzessin, die den ganzen Tag Tränen vergisst, wird von ihrem starken, tapferen, klugen Helden gerettet.
Lässt einem mit den Augen rollen.
Zudem stößt das einem als Frau bitter auf. Welche Frau möchte sich schon vorstellen, vesetzt sie sich in die Figur der Prinzessin, das typische Klischeebild abzugeben?
Und viele Männer, die ich kenne, wollen ebenso nicht in das Bild des starken Mannes gepresst werden.
Das bedeutet nicht, dass die vorkommenden Frau plötzlich die Aufgaben der Helden übernehmen. Vor allem wenn die Geschichte im Mittelalter spielt und besagte Frau ein Mensch ist, wird die gesamte Handlung umglaubwürdig.
Bei einer Elfe sieht das anders aus. Eine Elfe kann ich mir als Kriegerin vorstellen.
Hier wiederrum schätze ich die Eragonbüchern wegen Arya, die Eragon beispielsweise am Ende des ersten Bandes gerettet hat und als eigentliche Heldin für mich hervorgeht.
Hier bin ich beim nächsten Punkt angelangt:
3.Eine Heldin statt einem Helden...oder mehrere Protagonisten - wie wär es damit?
Ich muss es vorhinweg sagen: Ich schreibe selbst lieber mit männlichen Charakteren.
Allerdings mag ich dieses '1-Mann-Prinzip' nicht.
Mehrere Hauptcharaktere machen eine Geschichte vielfältig und tiefsinnig.
Warum nicht gerecht aufgeteilt und jeder Protagonist hat eine besondere Fähigkeit vorzuweisen.
Da rutscht man auch nicht allzu leicht in das Klischee des perfekten Helden ab, da man auf die Personen aufteilen kann.
4.Das ganze Buch darf sich ruhig um den/die Hauptcharaktere drehen, aber nicht ganze Welten
Gut, ich schreibe selbst an einem Buch, indem es um eine Prophezeihung geht. Darin vier Hauptpersonen, denen man große Hoffnungen zuschreibt.
Ich meine eben nicht, dass sie nicht mehr wichtig für diese Welt sein dürfen, sondern dass es neben ihnen ebenfalls wichtige Personen gibt.
Da verknüpfe ich mit den nächsten Punkt:
5.Ein guter Protagonist/gute Protagonisten sollten absolut hilflos ohne ihre Nebencharaktere sein
Nebencharaktere geben ihnen nämlich Rückenhalt. ;)
Sie sind praktisch die kleinen, fleißigen Helfer im Hintergrund.
Und ohne sie sollte der Hauptcharakter hilflos sein, denn wenn er seine Nebencharaktere bekommt, besteht auch nicht die Gefahr, dass er zu perfekt wird.
Seien es gute Freunde, ein Lehrer, der ihn unterrichtet und ohne dem er nicht überleben würde, die große Liebe, die ihn aufbaut etc...
6.Am Ende bekommt er seine Traumfrau, rettet im Alleingang die Welt, und ist der strahlende Held, der immer auf der Seite des Guten gestanden ist
Einerseits fällt das unter 'Klischee', andererseits ist das ebenso langweilig.
Zuminderst bei mir führt einer meiner Protagonisten schon eine glückliche Beziehung, allerdings nicht mit einer Frau. =)
Die anderen Punkte dürften klar sein.
Hier komme ich für heute, mir fällt derweilen nicht mehr ein, zum letzten Punkt:
7.Ein Fantasybuch ist kein 8Groschen-Liebesroman!
Liebe kann ja ruhig ein großes Thema, darf aber bei mir nicht der Hauptplot sein.
Nein, es würde dem Hauptcharakter nicht schaden keine 'ach so traumhafte' Beziehung zu führen, sich streiten, zu trennen oder den Partner seiner Träume einfach nicht zu bekommen!
Damit bin ich vorerst am Ende angelangt ^^"
Allerdings will ich jetzt einmal meinen idealen Hauptcharakter vorstellen:
Gleich ob männlich oder weiblich. Aber der Protagonist sollte einen starken Charakter haben und sich nicht verbiegen lassen. Dabei treten allerdings auch durchaus seine charakterlichen Schwachstellen auf. Er soll tiefsinnig sein und aus eigener Überzeugung handeln.
Speziell bei Männern: Es schadet nicht ihnen weinerliche oder gutmütige Seiten oder gar einen leicht femininen Touch zu geben.
Speziell bei Frauen: Sie sollte keine übertriebene Amazone werden, allerdings darf sie ihren männlichen Gefährten auch nicht unterlegen sein.
Ich finde es fordert ebenfalls zum Lesen auf, wenn der Protagonist ein Jugendlicher ist oder zuminderst recht jung. In sie kann ich mich besser hineinversetzen.
Einen übermächtigen Held als Hauptfigur, der einfach alles plattmacht, was ihm in die Quere kommt, finde ich ebenso nervig wie einen unfähigen Schwächling, der nur durch großes Glück (halbwegs) unversehrt durch die Geschichte stolpert.
Beides ist unglaubwürdig, auch in einem Fantasyroman.
Ein Protagonist kann am Anfang schon völlig hilflos sein, aber dann sollte er im Laufe der Handlung dazulernen. Und das wiederum sollte in glaubwürdiger Geschwindigkeit vor sich gehen...
Also, kurz gesagt: Eine gute Hauptfigur sollte glaubwürdig sein, und ihre Handlungen nachvollziehbar.
Die ideale Figur...
Hmmm... ich mag am liebsten Wesen, die eigentlich mehr zum bösen gehören aber diese doch auf der guten Seite stehen. (Guter Vampir oder Werwolf) zudem mag ich Mischwesen sehr gerne.
Vom Charakter her: zwar hilfsbereit aber auch ecken und kanten sind wichtig.
Auch sollte diese Figur probleme haben die schwer zu lösen sind... das ist interessanter als ein stralemann der alle mit einem lächeln rettet. ^^
Ich denke auch nicht, dass eine ideale Hauptfigur möglich ist. Meistens gibt es aber eh mehrere Hauptfiguren. Wenn sich die gut ergänzen, finde ich, darf man ruhig auch eine davon schrecklich mühselig finden, und nach Kapiteln, in denen es um andere geht, lechzen.... *grins*
Ganz einfach: Wenn ich ein Buch lese, dann wäre die ideale Hauptfigur genau wie ich. In dem Fall würde mir die Geschichte auch einfach am nähsten gehen.
Das ist leider nicht so leicht anwendbar, wenn man selbst schreibt. Ich finde es aber wirklich sehr hilfreich, sich an realen Personen zu orientieren, weil man so auch nicht in Versuchung kommt, Fehler und Schwächen zu vergessen und immer vor Augen hat, wie Menschen nunmal sind. Stardusts Post ist in diesem Zusammenhang aber auch sehr hilfreich.
Muchacho
03.06.2009, 13:34
Sehr interesanntes Thema!
Ich mag jede Hauptfigur auf die ein oder andere Art. Auch wenn ich die Person nun hassen sollte, habe ich noch immer meine Freude am Buch. Das Hassen zeigt doch mal mehr als deutlich, dass das Buch gut ist in dem ich meine "Gefühlsregungen" auslebe.
Dadurch, dass es ein Buch ist, kann ich auch von den Personen abstand halten, in dem ich einfach die beiden Deckel schließe. :D
Die meisten scheinen am liebsten Hauptfiguren zu mögen, die weder zu durchschnittlich, noch zu übermächtig sind.
Diese Vorliebe teile ich, denn ich möchte mich ja wenigstens teilweise mit der Hauptfigur identifizieren können. Und ich kann mich ( wie jeder andere schätze ich mal ;)) weder mit einem makellosen Superhelden, noch mit einem langweiligen Nichtsnutz identifizieren.
Deshalb begeistern mich die Charakterbeschreibungen von Stan Nicholls:
Auch wenn diese Zitate eher das äussere Erscheinungsbild widergeben, finde ich sie beispielhaft dafür, einen Charakter einerseits "menschlich" und glaubhaft zu belassen und andererseits seine Besonderheiten hervorzuheben, die ja für die Handlung wichtig sind.
RickyLee
05.06.2009, 00:03
@ L.S.: Ich bin auch großer Fan dieses Charakterskizzierens. Es ist, als würde man die Persönlichkeit von jemandem mit ein paar Pinselstrichen aufs Papier bringen. Ein grober Überblick vielleicht, aber auch ein komplettes Bild, aber auch erweiterbar. Bei "Die Saat der Yokai" bekommen das meiner Meinung nach die Autoren auch sehr gut hin.
Einen idealen Charakter gibt es nicht, denn sowas ist ja Geschmackssache und wie wir hier schon anhand der vielen Beiträge sehen, gibt es da keine Generallösung. Ich finde auch, als Autor sollte man seine Charaktere einfach schreiben, denn man kanns nie allen Recht machen. Es gibt Leute, die mögen Charaktere, die keinerlei Schwächen haben oder rein Stereotyp sind. Oder das genaue Gegenteil eben.
Einen idealen Hauptcharakter gibts für mich nicht, genauso wenig, wies ideale Menschen gibt. Entweder ich mag nen Charakter oder nicht ^^ Generalisieren kann und will ich gar nicht.
Da kann man auch wenig dazutun.
Verräter
05.06.2009, 10:08
Solche Beschreibungen gefallen mir persönlich eher weniger, einfach weil ich Charaktere gern "durch ihre Handlungen" kennen lerne, als dass mir der Autor am Anfang kurz sagt, wie mutig unser Held ist, der dann aber das komplette Buch über aus jeder Situation flieht. *seufz*
Was auch immer mir ein Autor von einem Charakter erzählt, 2 Seiten später habe ich es in der Regel vergessen. Sowohl in Beschreibungen über das Aussehen (Meine Bilder im Kopf passen nur sehr selten auf die Beschreibungen) und erst recht wenn es um persönliche Eigenschaften geht.
Da möchte ich den Charakter kennen lernen und kein gefertigtes Bild von all seinen Charaktereigenschaften vorgesetzt bekommen.
So ist halt jeder Leser anders ;)
Ich finde, ein Charakter sollte durch die Handlungen und seine Aktionen charakterisiert werden. Biem schreibenn fällt mir das aber nicht immer ganz leicht, wenn ich einen neuen Charakter einführen will. Ich möchte dann immer etwas "typisches" einbauen, aber das passt nicht immer so ganz in den Plot rein:D
Wer das imho ganz gut gemacht hat ist Andrzej Sapkowski in seinen Geraltzyklus. Am Anfang steht da eine kurzgeschichte über einen Auftrag des Witchers, in dem sehr klar wird, wie der Prota so ist, ohne das der Autor viel beschreibt. (Einen kleinen Teil kann man hier (http://www.dtv.de/_pdf/blickinsbuch/20993.pdf) nachlesen. Vielleicht nicht perfekt, aber auf jedenfall gut. In seiner Narrenturmtrilogie hat er die Charaktere durch ihre Aktionen auch toll charakterisiert, ohne das sie so wie Nicholls erstmal zu beschreiben.
Ich habe zwar so meinen persönlichen Charakter, der ein bisschen tollpatschig ist und nicht gerade der große Held, der aber nach kurzer Zeit zu einem richtigen Helden heranwächst.*ja*
Doch finde ich, dass jedes Buch seinen eigenen Charakter hat und man nicht von dem einen Buch auf das andere schließen kann. Als Beispiel Aragorn aus Herr der Ringe, er ist ein perfektes Ebenbild eines waren Helden, man kann nicht von ihm auf Christopher Paolinis Charakter- Eragon schließen. Zwischen beiden liegen Welten, die trotz ihrer Stärken und Schwächen das gesamte Buch interessant machen. Beide haben ihre Macken, werden aber trotzdem von den Lesern total geliebt.
Jeder Charakter ist die Seele des Buches, auf dem dieses aufgebaut wurde. Jeder Charakter ist einzigartig und daher auch jedes Buch. Ich finde also man kann seinen Lieblingscharakter haben, sollte aber nicht darauf hoffen, dass es ihn in jedem Buch gibt. Das ist meine Meinung, die ich auch offen vertrete.
Koboldkind
15.06.2009, 17:29
Verräter, ich musste bei deinem Eingangspost ziemlich lachen und heftig nicken. Da du schon, wie auch Stardust, so schön die Punkte aufgezählt hast, werde ich mich derer mal bedienen *verbeugt*
Und genau dort liegt eine der Eigenschaften die ich an einem Protagonisten sehr schätze: Unterlegenheit/Schwäche
...
Um daraus einmal eine Liste zu machen.
1.Ein guter Protagonist sollte seiner Umgebung angepasst sein und nicht über allem anderen stehen!Ich lebe in Deutschland und verhalte mich auch so. So sollte jeder andere Charakter im Grundsatz sein - es sei denn, es ist eine Weltenwanderergeschichte. In der neuen Welt passt der Chara nunmal garnicht rein, aber das zeichnet wiederum einen guten Prota aus, wenn er, seinem Charakter entsprechend, mit diesen neuen Umständen umgeht.
Oft steht hier, dass der Prota(ich sage der, meine damit sowohl männlich als auch weiblich) nicht übermächtig, aber auch nicht zu schwächlich sein soll.
Sinn der Geschichte bzw. Plot ist es doch meistens, dass der Prota in eine ihm völlig unbekannte Situation hineingeworfen wird. Wenn ich im Regenwald ausgesetzt werde bin ich in den ersten Tagen eigentlich nicht überlebensfähig. Doch diese Extremsituation macht mich einerseits zum Prota und bringt die Chara- und Fähigkeitenentwicklung ins Rollen.
2. Ein guter Protagonist darf nur einen Teil der Wahrheit kennen. Dem stimme ich uneingeschränkt zu. Zumal auch der Phöse Pursche spätestens ab der Mitte des Buches nicht mehr den Überblick haben sollte, schließlich wurden schon so viele Steine ins Rollen gebracht, von denen auch nicht mehr jeder zu Kontrollieren ist. Es ist also auch ein Teil der Geschichte, ob es irgendwann überhaupt noch eine Person gibt, wie zwar die Fäden/das Wissen in der Hand hielt oder ob sie auch ihr entgleiten.
Ich denke an Albus Dumbledore und Boris Ivanianowitsch aus der Wächterserie. Erster hatte das Überwissen, gestand sich aber immer mehr sein Spekulieren ein, was auch auf Harry Auswirkungen hatte. Bei Boris bin ich mir absolut sicher, dass er immer den Überblick hatte, es sei den er Spielte wieder mit Zebulon, aber das hat wieder nichts mit dem Prota zu tun.
3. Ein guter Protagonist hat gewichtige Gründe für sein Handeln
Hier wieder die Klischees: "Der Auserwählte", die Rache für die Familie/Geliebte/Dorf und ähnliche Klischees sind auch nicht zu verachten. HIer kommt es wieder auf den Autor an, dass er diese Geschichten von seinem Prota gut durchspielen lässt. Mir wurde das Dorf zerstört, ich bin die Letzte meiner Art, da stellt sich nicht nur Rache ein, sondern auch Depression und Resignation. So ist für mich als Prota der Plot der Geschichte nicht nur die Rache, sondern auch eine Suche nach dem neuen Platz in der Welt.
UND: Gründe können sich wandeln.
Ein Beispiel meinerseits: Eine meiner weiblichen Protas sucht den Tod(welcher in dieser Geschichte verschwunden ist), weil dies ihr einziges Ziel ist, das einzige, woran sie sich klammern kann. Bald erfährt sie aber, dass ihr Freund, an den sie sich sehr klammert, sich dafür opfern will. Sie schmeißt ihre ganzen Pläne über den Haufen und will nur noch ihren Freund aufhalten, was sie gewissermaßen zur Bösen macht. Ziele und Gründe können sich ändern.
4. Ein guter Protagonist sollte eine den Rahmenbedingungen angepasste Geschwindigkeit für das erlernen von "Fähigkeiten" haben.
Ohne Frage. Das finde ich gilt in besonderem Maße für Charakterentwicklungen. Jemand kann eine Erkenntnis haben, doch das macht ihn nicht in einem Tag zu einem Buddah(vielleicht ja doch, ich weiß ja nicht, wie Buddah das selbst gehandhabt hatte ^^)
Bei Liebe ist es recht ähnlich, kann aber auch schneller gehen. Beziehungen sind in dieser Angelegenheit sehr unberechenbar(Da hat man mit einer Bemerkung einen Freund fürs Leben gefunden).
Denn... Ein Protagonist sollte nicht im Mittelpunkt stehen? Ja, das klingt seltsam. Obwohl es tatsächlich exakt meiner Meinung entspricht, meiner tiefen Abneigung gegen überbewertete Protagonisten, deren Glanz alle anderen in den Schatten stellt. Ich möchte Gleichberechtigung zwischen den Charakteren, jedem seinen eigenen Teil in dem Puzzle geben, durch das die Geschichte entsteht. Und das sowohl auf der "Guten" als auch auf der "Bösen" (*brrrrrrrr*) Seite. Jeh nun, aber dafür ist er der Prota, oder? ^^
Vielleicht kommt es hier auf die Länge der Geschichte an. In einer Triologie sollte man UNBEDINGT auf die Nebencharaktere eingehen. Ein Prota kann keine 2000 Seiten in einer Zelle sitzen oder durch den Urwald stapfen, da schließt sich Charakterentwicklung so gut wie kategorisch aus. Und das die Gegenseite auch ihre Charakterisierung bekommt ist für mich zwingender Bestandteil einer guten Geschichte. Deshalb finde ich HeRing so platt. Voldemort hatte weinigstens eine Leidensgeschichte*mph*
Man will sich vorstellen können: das könnte auch ich sein.
Deswegen muss die Person menschlich wirken, insofern sie denn ein Mensch ist. Da muss ich irgendwie wiedersprechen. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass ich mich nicht mit einem vorhandenen und festgelegten Charakter identifizieren will(Ich finde Cosplay grausam, sorry -.-), aber vielleicht ist die Geschichte auch gerade deswegen so spannend, weil dieser Prota eine völlig andere Lebenswelt hat als ich. Ehrlich, mit Alex aus Clockwork Orange will ich mich nicht identifizieren(Ich hasse ihn). Und ich glaube auch nicht, dass ich wirklich die Lebensumstände von Harry Potter nachempfinden möchte. Ich kann ihn verstehen, aber mich nicht mit ihm identifizieren, was zum einen daran liegt, dass ich nicht mehr elf bin und weiblich. (Mit 15 war ich bestimmt NIE so ätzend :p)
1.Er muss Macken und Schwächen haben
2.Ein guter Hauptcharakter soll seine eigene Persönlichkeit besitzen - kein vorgefertigtes Klischeebild sein
3.Eine Heldin statt einem Helden...oder mehrere Protagonisten - wie wär es damit?
4.Das ganze Buch darf sich ruhig um den/die Hauptcharaktere drehen, aber nicht ganze Welten
5.Ein guter Protagonist/gute Protagonisten sollten absolut hilflos ohne ihre Nebencharaktere sein
6.Am Ende bekommt er seine Traumfrau, rettet im Alleingang die Welt, und ist der strahlende Held, der immer auf der Seite des Guten gestanden ist
Hier komme ich für heute, mir fällt derweilen nicht mehr ein, zum letzten Punkt:
7.Ein Fantasybuch ist kein 8Groschen-Liebesroman!
1. Ganz klar. Doch Gegenfrage: Was ist perfekt? Prince Charming?
2. Hier habe ich as Problem, dass ich Klischees zwar merke, wenn sie mir auf der Nase tanzen, aber sonst...
Die typische Quest-Party mit Schwertschwinger, Heiler, Bogenschütze und Finsterem Schönling... hier kommt es denke ich wieder auf die Qualität des Autors und die Länge der Geschichte an. Denn in den Tausend Seiten stellt sich bestimmt nochmal raus, dass der Held eigentlich lieber strickt. Auch im echten Leben laufen Klischees rum, irgendwo gibt es bestimmt die strohdumme Blondine - irgendwoher müssen solche Ideen ja kommen. Daher ist so ein KlischeeChara durchaus mal zu verkraften, zumindest von meiner Seite aus ^^
3. Heldinen gibt es mittlerweile auch genug, ich denke, das hat sich ausgeglichen. Faszinierender finde ich mehrere Protas, ich arbeite selbst daran. Und ganz Spannend wird es dann, wenn zwar jeder seine eigene Perspektive hat, aber nicht derjenige, der die ganze GeEschichte ins Rollen bringt und am Laufen hält. Das ist doch auch eine Art der Charakterisierung, nur die von den anderen. Ich kenne meine Freunde schließlich auch nur aus meinen Beobachtungen, Gesprächen und Posts, die ich von ihnen lese. Trotdem können sie der Motor in meiner Geschichte sein, also eigentlich der Hauptcharakter.
4. Meinst du, dass die ganze Regierung nicht nach den Wünschen des Helden springen?
Das verstehe ich. Schließlich ist dem Leben auch egal, dass wir eigentlich niemanden verlieren wollen, trotzdem sterben die Leute.
5. Siehe Oben. Nebencharaktere fördern den Helden, auch wenn er das nicht sehen will. Die Umwelt beeinflusst uns alle, wir sind Gesellschaftswesen, die nur miteinander wachsen und leben können. Ein Held ist auch hilflos, wenn er keinen Meister hat, von dem er lernt.
6. Das erzählen uns die Märchen. Da haben sie aber einen Sinn, denn sie wollen uns trösten, davon, dass es im echten Leben nicht so läuft wie wir wollen. Tja, lieber Prota, so kanns gehen. Arbeite lieber daran, wie du dieses Klischee doch noch erreichen kannst:)
7. Doch, ist es unter anderem auch. Liebe und Hass sind die größten Triebkräfte. Und Liebe ist nicht nur die Leidenschaftliche, sondern auch die für meine Familie, meine Heimat, mein Hobby und mein Quietscheentchen ^^
Aber du hast recht, es geht auch anders. Liebesgeschichten sind immer wieder schön zu lesen und beeinflussen meinen Prota auch, zumindest die Handlungen der Nebencharas können dann starken Einfluss auf die Geschichte nehmen, aber es soll auch Geschichten geben, die mit völlig anderen Motiven gut funktionieren.
Ich finde es fordert ebenfalls zum Lesen auf, wenn der Protagonist ein Jugendlicher ist oder zuminderst recht jung. In sie kann ich mich besser hineinversetzen.Stimmt. Wahrscheinlich, weil ein junger Chara mehr Entwicklungen durchmacht und diese einfach spannender sind.
Ganz einfach: Wenn ich ein Buch lese, dann wäre die ideale Hauptfigur genau wie ich. In dem Fall würde mir die Geschichte auch einfach am nähsten gehen.Hm, eindeutiges Jain. Ich für meinen Teil will(mittlerweile) aus anderen Perspektiven Erfahrungen machen. Wie sieht ein Mann diese Umstände?
Außerdem ist es auch gerade der Reiz, mich dann über diesen Chara zu ärgern, weil er so ätzend reagiert und einen Fehler nach dem anderen macht, den ich bestimmt nie begangen hätte:p
*Für eventuelle Schreibfehler entschuldige ich mich, ebenso für meine lange und wahrscheinlich zusammenhanglose Abhandlung*
*verbeug*
ich hatte mir auch mal ein Buch gekauft in dem man fast schon vorraus sagen konnte was geschehen würde. Eine Hauptfigur, die alles konnte und alle gerettet hat... von Spannung war nicht wirklich was zu merken... und von Schwächen oder besonderen stärken auch nicht -.-*
Ich finde die Hauptfigur muss stärken und Schwächen haben, das gehört zu einem Held dazu :)
Lýkospir
28.06.2009, 19:08
Ich denke, WIE die Hauptfigur ist, ist letzendlich egal, solange sie nicht die typischen Merkmale mit sich bringt, die man in jedem zweitem Buch findet und von der man wirklich saumäßig genervt ist, einfach, weils immer wieder das Selbe ist und man dannim Prinzip weiß, wie die Storie ungefähr verlaufen wird.
Ob sich der Protagonist im Laufe der Geschichte verändert ist, denke ich, von der Storie selbst abhängig. Bei "die Elfen" hat es zum Beispiel hat es einfach gepasst, dass sich Nuramon verändert und es war sogar von Nöten, dass ist es aber nicht unbeidngt in jedem Buch. In manchen Büchern ist das meiner Meinugn nach auch total fehl am Platz.
Ich denke, dass der Prota für eine Geschichte garnicht die wichtigste Person ist. Wenn man mal darüber nachdenkt ist er ja nicht die Person, von der die Qualität der Handlung abhängt oder um Bruce Willis zu zitieren
Any story where you have good guys versus bad guys can only be as smart as the intelligence of your baddest guy
Der Protagonist muss also nur ein netter, symphatischer Kerl sein, aber der Anta muss jemand sein, dem man auch zutraut so viele Probleme zu machen...
Ich finde vor allem Antas gut, die dem Prota immer einen (oder zwei) Schritte voraus sind und der Prota am Anfang nur ein armer Kerl ist, der irgendwie überlben und vlt. noch jemanden retten muss und selbst wenn der Prota dann in die offensive übergehen kann, sollte der Anta immer noch das ein oder andere Ass im Ärmel haben.
Ich habe einfach die Erfahrung gemacht, dass mir die Protas in einer Geschichte eher egal sind, solange der Anta mich fesseln kann. Aber wenn der Anta nicht böse genug, seine motive nicht mal annähernd verständlich oder er einfach nur dumm ist, dann ist eine Geschichte für mich gestorben.
Tzulanor
01.07.2009, 14:48
Servus,
ich persönlich finde es äußerst interessant, den Helden von der Jugend an
zu begleiten. Von Kindesbeinen sozusagen. Über seine Charaktereigenschaften sollte man sich schon ganz zu Beginn Gedanken machen.
Ich persönlich finde es äußerst interessant, wenn Fähigkeiten (v.A. magischer Natur) in einer extremen Situation der Bedrohung ausgelöst werden und die Hauptperson so das erste Mal damit in Berührung kommt. Allerdings sollte es nicht die dritte, oder auch zweite Situation sein, denn sonst fragt man sich, wieso das nicht schon bei Situation A der Fall war.
Einen besonderen Reiz stellt es für mich dar, wenn die Hauptperson (vorrausgesetzt sie ist gut) langsam und äußerst unterschwellig böse wird und man es beim Lesen an sich gar nicht merkt. Macht man sich dabei dann aber im Nachhinein Gedanken darüber, entdeckt man die verschleierten und nur angedeuteten Indizien des Autors. Eine Art Spurensuche sozusagen!
Herausragend ist die Ulldart Reihe von Markus Heitz, in der Lodrik (HP) sich mehrmals wandelt (kleiner dickes Pummelchen - geschickter Kämpfer und gutherziger Regent - dann wandelt er sich, durch Intrigen und Einflüsterungen zu einem wahren Tyrannen - dann wird er, da er eine Art Demokratie anstrebt ermordet und wird von der Totengöttin zu einem Nekromanten erhoben - am Ende nimmt sie ihm die Gabe des Todes und (ich denke aufgrund des Gleichgewichtes) erhält er die Macht, alle Krankheiten zu heilen.
Ein echtes Negativbeispiel ist DIE ZWERGE - Reihe vom gleichen Autor. Nach und nach werden Grundzüge verworfen und aufgrund nicht nachvollziehbarer "Whoaaa"- Effekte verbraten. Am Ende erkennt man die Hauptperson nicht mehr wieder und der Tod des selben wird in einer halben Seite abgekanzelt, obwohl (wie ich finde) ein Held, den man vier Bücher begleitet hat ein wahres Feuerwerk verdient hat.
Ach ja! Kindheit/Jugen - Blütezeit - Fall - Tod
Mein Favourite!
Schattenkind
03.07.2009, 16:07
Den idealen Protagonist gibt es nicht? Meiner Meinung nach schon, allerdings gibt es kein Erfolgsrezept für ihn, wäre ja auch langweilig. Wenn eine (oder mehrere) Figuren perfekt in ein Buch hineinpassen, so, dass man unbedingt jeden Schritt von ihnen mitverfolgen muss, dann ist die Person in dem Fall der ideale Protagonist.
Das kann der absolute Antiheld sein, der nie Abenteuer wollte, genauso wie ein richtiger "Berufsheld".
Mit dem Protagonist sollte es so sein wie im echten Leben auch - wenn jemand nur still in der Ecke rumsitzt, fehlt das Interesse, wenn das einzige was er von sich gibt, unkluge Sprüche sind, wirkt er unsympatisch und wenn er überall perfekt ist, außerdem nett und außerdem totales Glück in der Liebe hat, dann kann er noch so sympatisch sein, neidisch wird man immer.
Perfektionismus ist meiner Meinung nach aber gar nicht so schlimm, wenn es sich dabei nur um die Fähigkeiten einer Person dreht. Zwar muss diese sie oder die Anlagen wie bereits erwähnt eben schon von Anfang an haben, damit sie nicht unglaubwürdig wirkt. Aber: Solange sie oder er zwar weitere Protagonisten aus jeder Falle rettet, jedoch selbst eine eher muffigere Persönlichkeit besitzt, kann ich mich eindeutig mit Superhelden anfreunden, im Sinne von "Unfehlbarkeit zur Überspielung der Fehlbarkeit".
Ebenso bin ich nicht der Meinung, dass man dringend mehrere Protagonisten braucht. Natürlich geht kein Buch mit genau einer Person, die handelt, aber wenn mehrere Einzelschicksale erzählt werden darf ruhig ein Einzelkämpfer darunter sein, wenn er gut beschrieben ist finde ich es sehr interessant zuzsehen, wie er (oder sie) sich seinen Weg bahnt, wie er mit sich selbst konfrontiert wird, auf andere Menschen und Umgebungen reagiert, Probleme löst usw...
Klischees sind auch so eine Sache. Im Grunde ist ein Buch nicht schlecht, nur weil es sich um einen Bauersjungen dreht, dessen Eltern vom bösen Herrscher umgebracht wird und der im Zuge der Rache zum größten Helden des Landes mutiert. Vielleicht findet er ja auch heraus, dass die Bösen gar nicht die Bösen waren, sondern in Wirklichkeit seine jetzigen Verbündeten die Schuld am Tod seiner Eltern tragen, das würde dann sein ganzes Weltbild auf den Kopf stellen, und auch den Leser dazu bringen, die Wahrheiten im Buch nochmal genau zu überdenken. Hier lässt sich vielleicht am besten mit Kunst vergleichen. Zu moderne Kunst gefällt nicht gerade der Allgemeinheit, und wenn man die den dreihunderteinundzwanzigsten Sonnenuntergang gesehen hat, bei dem sich höchstens der Farbton unterscheidet, hat man auch keine Lust mehr. Wenn dieser Sonnenuntergang jetzt aber auf ein Spektrum verschiedener anderer, vielleicht nicht sofort deutbarer Bilder fällt, dann vergisst man glatt, dass einem die einzelnen Teile so nicht gefallen würden, und man interessiert sich für das neue, spannende Werk. Wenn man alte Klischees kombiniert, ob mit anderen Klischees oder neuen Aspekten, kann ein sehr gutes Endprodukt dabei rauskommen, auch wenn das immer vom Autor abhängt.
Zum Schluss kann ich eigentlich nur wiederholen, was bereits öfter gesagt wurde: Solange ein Charakter realistisch und stimmig ist, man sich mit ihm identifizieren kann und in ihn hineinversetzen, dann ist er schon einmal gelungen!
manfredkooistra
12.07.2009, 23:42
Ha, ganz einfach: Der beste Held bin ich.
Im Ernst: Am liebsten folge ich jemandem durch seine Erlebnisse, der auf diese ähnlich reagiert, wie ich es würde. Wenn er dümmer oder klüger, feiger oder mutiger, oder eben sonstwie ganz anders ist als ich, dann kann ich mich nicht mehr mit ihm identifizieren und er "nervt".
Das gilt für die meisten Leser, denke ich, die wenigsten lesen Genre-Literatur, um fremdartige Denk- und Verhaltensweisen kennenzulernen, wie das in der gehobenen Literatur üblich ist. Ich lese Fantasy oder SF, weil ich ein Abenteuer erleben will, also muss der Autor auch mich auf Abenteuer schicken.
Und Geschlecht, Alter, Rasse usw. spielen dabei keine Rolle, denn auch 300-jährige Schildkrötenweibchen können mir in ihrer Denk- und Handlungsweise ähnlicher sein als ein gleichaltriger Mann.
Als Ergebnis: den idealen Helden bzw. die ideale Heldin gibt es nur für die jeweilige Zielgruppe, niemals für alle Leser und Leserinnen insgesamt – dazu sind wir zu verschieden.
der Tod des selben wird in einer halben Seite abgekanzelt, obwohl (wie ich finde) ein Held, den man vier Bücher begleitet hat ein wahres Feuerwerk verdient hat.
kommt drauf an... es wirkt wesendlich schockierender, wenn eine wichtige Figur ganz plötzlich stirbt... allerdings würde ich dies auch eher bei einer sehr wichtigen nebenfigur empfelen, wenn man eine dann mal sterben lassen will.
Denn meist wird ja aus der sicht des Haupcaras geschrieben und der wird seinen tot niemals schnell sehen... (wie das berühmte vorbeiziehen seines lebens^^)
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