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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : John A. Lindqvist - So finster die Nacht


Melyanna
10.08.2008, 18:41
Wenn das Unfassbare Einzug hält, nimmt es anfangs niemand wahr 
In dem Stockholmer Vorort Blackeberg wird die Leiche eines Jungen gefunden. Sein Körper enthält keinen Tropfen Blut mehr. Alles deutet auf einen Ritualmörder hin.
Noch ahnt niemand, was tatsächlich geschehen ist. Auch der zwölfjährige Oskar verfolgt fasziniert die Nachrichten. Wer könnte der Mörder sein? Und warum sind in der Nachbarwohnung die Fenster stets verhangen 
Eine fesselnde Geschichte über Liebe, Rache - und das Grauen.


Mein Freund bekam dieses Buch geschenkt. Da ich allerdings gerade nichts zum Lesen hatte, griff ich es mir und war gespannt. Der Klappentext (siehe oben) war nicht sehr aussagekräftig. Thriller? Vampirroman? Nun, man durfte gespannt sein und so begann ich zu lesen.

Tatsächlich hat der Roman mich im ersten Drittel geschockt. Lindqvist spielt mit vielen Tabus, schafft es die Spannung aufrecht zu erhalten und den Roman alles andere als vorhersehbar zu gestalten.
Das zweite Drittel hatte dann jedoch leider seine Längen. Der Roman drohte abzurutschen in die typischen Klischees - fand dann jedoch einen imho recht gelungenen Abschluß. Kein Happy End und ganz bestimmt auch nicht das, was man erwartet hätte, aber ein Ende, das funktioniert und passt. Ein Ende, das man akzeptieren kann.

Zur Story selbst möchte ich hier und im ersten Posting nicht wirklich etwas verraten. Denn dadurch, dass man relativ unvoreingenommen in das Buch geht, entsteht einfach ein Großteil der Spannung. Handelt es sich um einen Serienmörder? Oder sind da doch übernatürliche Wesen am Werk?

Im Endeffekt und um das Buch kurz zu beschreiben würd ich sagen: Steven King meets Stephenie Meyer - eine interessante Mischung. Gefühlvoll und gleichzeitig ziemlich krank. :D

Storm
15.06.2009, 03:35
Im Endeffekt und um das Buch kurz zu beschreiben würd ich sagen: Steven King meets Stephenie Meyer - eine interessante Mischung. Gefühlvoll und gleichzeitig ziemlich krank.
Autsch. Also King kann ich noch verstehen, aber mit Stephenie Meyer tust du dieser Geschichte absolut unrecht.

Folgendes im Spoiler - ich erzähle nichts vom Ende, aber einiges, was Melyana in ihrem Post noch verschwiegen hat und wer sich komplett die Spannung bewahren will, dem sei hiermit die Möglichkeit gegeben ;)
Denn was sich hieran deutlich von Twilight unterscheidet, ist, dass man es tatsächlich mit Vampiren bzw. einer Vampirin zu tun hat - und nicht mit der luftig-lockeren Weichspüler-Glitzer-Version Edward. Und gerade das macht den Reiz dieser Geschichte aus, finde ich, dieser Zwiespalt zwischen wirklichen Kindern, die die Protagonisten der Geschichte sind, und der Blutrünstigkeit, die dennoch in der Luft liegt und ganz selbstverständlich gelebt wird. Eli ist eben wirklich ein Vampir und kein... ach, ich habs schon geschrieben.


So oder so - tolles Buch und eine klasse Verfilmung, für die ich morgen früh sicher auch nochmal nen eigenen Thread eröffnen werde. Mit ein bisschen Twilight-Hetze :D

Case
15.03.2010, 19:08
Ich bin zufällig über den Film gestolpert...und war sehr skeptisch...nicht schon wieder kindliche Vampire...:eek:

Mittlerweile steht der Film in meinem Regal und ist zu einem meiner Lieblingsfilme avanciert...

Am nächsten Tag bin ich denn auch direkt in den nächsten Buchladen, und habe mir den Roman besorgt...

Es gibt eigentlich nicht viele Verfilmungen, die es mit der literarischen Vorlage aufnehmen können- aber "So finster die Nacht" ist als Film mindestens ebenso gelungen wie der Roman.

Und der ist eine echte Alternative für alle, die sich mit Vampiren beschäftigen, der ganzen "Twilight"- Hysterie aber nichts abgewinnen können.

Wie schon von Melyanna bemerkt: Lindqvist spricht in seinem Roman ganz offen Tabuthemen an. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten.

Die Geschichte ist nicht vorhersehbar, und die Charaktere sind ausnahmsweise nicht oberflächlich, sondern fein skizziert und ausgearbeitet.
Und liegen abseits des Mainstreams.

Manche(r) wird sich vielleicht mit dem (Schreib-) Stil des Autors nicht anfreunden können.

Gerade deswegen sollte man etwas in das Buch reinlesen.

Für mich ein echtes Highlight der Horror-Literatur in letzter Zeit.