Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kurzgeschichte Engel
So hab lange nichts mehr geschrieben und auch länger nicht mehr hier reingeschaut ... Schande über mich ...
aber heute überkam es mich mal wieder und meine Seele brauchte ne Wäsche ... wahrscheinlich ist es im selben schlechten Stil geschrieben wie Feuchtgebiete (definitiv enthält es mehr Rechtschreibfehler), aber ich muss gestehen, dass mich leider grad dieses Buch heut zum schreiben motiviert und inspiriert hat und ich wieder einiges loswerden musste.
Also wer sichs antun mag, sei gewarnt ...
Engel
Jeden Morgen kommen sie, nennen mich Engel. Ja, von oben betrachtet seh ich wohl auch aus wie einer. Manchmal kommen sie zu zweit, manchmal nur eine. Aber immer wieder beugen sie sich nah zu mir herunter, berühren mich an der Schulter und reden mit mir. Oft wecken sie mich mit ihrer Berührung aus traumlosem Schlaf.
Sie reden mit mir, als ob ich sie hören könnte. Hören kann ich schon lange nicht mehr. Irgendwann wurde mein Gehör schlechter. Ich kann mich zwar nicht daran erinnern wie es begonnen hat, aber ich weiß wie furchtbar es war als ich plötzlich in dieser Stille gefangen war.
Wieso ich weiß, dass sie mich Engel nennen? Ich weiß es einfach. Sie haben mich schon früher Engel genannt und ich weiß, dass sie es immer noch tun. Wenn ich mich bemühe, kann ich Worte von ihren Lippen lesen, aber es strengt mich an. Ich bin müde. Müde des Lebens.
Ich kann von mir behaupten ein schönes Leben geführt zu haben. Ja sicher waren die Zeiten hart und oft wusste ich nicht ob es noch ein Morgen geben würde. Dennoch, alles in allem betrachtet, ging es mir gut. Besser als anderen. Und heute?
Was kann ich sagen. Ich habe keine Kraft mehr. Ich will nicht mehr kämpfen. Wofür denn?
Sie drehen mich zur Seite und wieder zurück. Entkleiden mich. Dann spüre ich das kühle Nass auf meiner Haut. Das ist die schönste Zeit in meinem jetzigen Dasein. Zuerst fahren sie mit einem Lappen über mein Gesicht. Manchmal führt eine auch meine Hand, in der sich dann das feuchte Tuch befindet.
Es ist so, als würde ich mich selber waschen. Das kann ich auch schon lange nicht mehr. Aber die Erinnerung daran, daran das ich früher über meinen Körper befehligen konnte, daran das er ohne Anstrengung meinem Willen unterworfen war, ist schön.
Das war einmal. Jetzt kann ich mich nur noch so spüren.
Man kann sich nicht vorstellen wie es ist, wenn einem der eigene Körper, den man ja schließlich am Besten kennt, nicht mehr gehorcht. Wenn Körperfunktionen nicht mehr steuerbar sind. Wenn man nur noch auf andere angewiesen ist. Man macht sich keine Gedanken darüber, wenn es einem gut geht.
Sie waschen meine Arme, meine Beine, meinen ganzen Körper und trocknen ab. Immer Stück für Stück. Waschen, trocknen immer abwechselnd. Am Schluss werde ich eingecremt, frisch gewickelt und wieder in ein Engelskostüm gesteckt. Gewickelt. Babys werden gewickelt. Ich will nicht gewickelt werden. Ich find es furchtbar, es andern Menschen anzutun meine Ausscheidungen zu entsorgen. Sie tun so, als ob es ihnen nichts ausmachen würde.
Gut sie haben sich immerhin für diesen Beruf entschieden.
Ich werde frisiert und aufgesetzt, sie lächeln mich an und gehen. Gleich kommt wieder wer. Sie werden mir geschmackloses, breiiges Zeug einflößen wollen und ich werde es wieder verweigern.
Sie verstehen einfach nicht, dass ich nicht mehr will.
Dann werden sie mir wieder einen Beutel übers Bett hängen. Einen Beutel, der mich ernährt. Vier Stück sind es am Tag. Einen mit Flüssigkeit am Morgen und einen am Nachmittag. Einen mit Nahrung, Mittags und einen Abends. Sie wollen mich nicht gehen lassen.
Manchmal ist mir nach schreien zumute. Ich würde alles dafür geben es nur noch einmal zu tun. Aus voller Lunge, mit ganzer Kraft.
Durchs Fenster sehe ich die Sonne vorbeiziehen. Sie ist von Morgens bis Abends an meinem Fenster. Durch sie kann ich mich orientieren. Manchmal schlafe ich einige Zeit. Nie lange, denn immer wieder kommen sie. Drehen mich, wenden mich, legen mich hin, setzen mich auf, versuchen mir was in den Mund zu schieben, schütteln den Kopf und gehen wieder. Von Zeit zu Zeit werde ich frisch gestochen. Das spür ich kaum noch. Ich hab gelernt abzuschalten. Wenigstens das kann ich noch. Es ist fast so, als ob ich aus meinem Körper steigen und alles von oben betrachten würde. Es ist befreiend.
So vergeht mein Tag. Und die Sonne geht einen Teil meines Weges mit mir.
Nachts werde ich auch munter, nur merkt das keiner, weil ich allein bin.
Dann lieg ich da, in der Dunkelheit und wünsche mir ...
wünsche mir, meine Engel würden mich gehen lassen,
mich nicht erneut wecken,
mich einfach befreien.
-
Simon the Sorcerer
14.08.2008, 00:43
Hey,
eine sehr schöne und schmerzhafte Geschichte.
Schön, weil du sie so liebevoll erzählt hast.
Schmerzhaft, weil sie so erschreckend wahr sein könnte oder für viele ist.:(
Mann merkt das du dich auskennst, die ganzen Details und so, was es nur noch reeller macht.
Trotzdem, irgendwie bewegend schön.
Meinen ehrlichen Respekt, für die Geschichte
und dafür..., das du machst, was du machst.
Grüße
Iron Nemesis
14.08.2008, 15:19
wirklich eine mitreißende geschichte, da kommen mir doch gleich so gedanken: sterbehilfe- ja? nein? ... der "Engel" in deiner kurzgeschichte scheint wirklich sehr unter dem verfall (?) seines körpers zu leiden, das hast du sehr gefühlvoll beschrieben, ich konnte es mir bildhaft vorstellen, wie diese arme person im bett liegt und einfach nicht mehr will...
die groß angekündigten rechtschreibfehler sind mir eigentlich nicht aufgefallen ;) dein schreibstil und die wortwahl gefallen mir auch gut, nur einmal ist mir so ein wort ins auge gesprungen das irgendwie die atmosphäre stört, und zwar das wort "körperfunktion"... ich weiß nicht es klingt irgendwie so sachlich, wogegen deine geschichte ja eher gefühlvol geschrieben ist
insgesamt finde ich, ist es eine sehr schöne, wenn auch traurige geschichte, die auf jedenfall lesenswert ist :)
Ja danke, danke. Sind ja bessere Feedbacks, als ich erhofft hab.
Muss sagen, dass ich heut sogar etwas zufriedener mit meiner Geschichte bin. Zumindest regt sie zum nachdenken an & das is mir bei allem das Wichtigste.
Was ich langsam erschreckend finde is, dass ich mir immer solch traurige Themen suche - so als ob ich nicht in der Lage wäre etwas fröhliches zu schreiben.
-
Wargomar
15.08.2008, 19:34
Eine Geschichte, die unter die Haut geht. Für Gänsehaut sorgt.
Hat mir sehr gefallen.
Gruß, Wargomar.:)
PoiSonPaiNter
16.08.2008, 16:25
Wirklich eine sehr "schöne Geschichte", dein Schreibstil ist passend zur Thematik.
Nur finde ich, dass du an manchen Stellen zu oberflächlich geblieben bist! ZB als du über das Waschen schreibst: Wie fühlt es sich an, was genau empfindet der "Engel", wenn das Wasser über seinen/ihren Körper fliest?
Jeden Morgen kommen sie, nennen mich Engel.
[...]
Dann lieg ich da, in der Dunkelheit und wünsche mir ...
wünsche mir, meine Engel würden mich gehen lassen,
mich nicht erneut wecken,
mich einfach befreien.Die Sterbehoffnung hast du sehr gut wiedergegeben, allerdings versteh ich das nicht wirklich...:(...weil beide "Parteien" weiß tragen, sind sie beide "Engel", oder denk ich da gerade in die falsche Richtung? X.X
Deine Geschichte liest sich flüssig und hat mir trotz des o.g. gut gefallen! :D
cassandra
16.08.2008, 22:52
Hallo Sanatii,
wow, ich hab ne Gänsehaut nach der anderen bekommen. Es ist so unendlich traurig und doch so gefühlvoll. Ich hab alles nachempfinden können und wie ein Vorschreiber bereits meinte, Sterbehilfe ja/nein...das kam mir auch in den Sinn. Leider kann man halt oft die Personen nicht mehr fragen, ob sie ans Sterben denken...
lg cassandra
@ PoiSonPaiNter
Engel sind beide, nur in dem Sinn, dass der eine Patient is, die anderen Pfleger - sie nennen sich halt gegenseitig Engel.
Aber du hast mich auf was hingewiesen, das ich vll noch einarbeiten sollte - mal schaun - denn mir fehlt irgendwie der Hinweis auf ein glückseliges Lächeln beiderseits, was das ganze vll liebevoller machen könnte, Beweggründe geben könnte - wobei das könnte wieder zu viel sein ... weiß nicht...
Auf das Thema Sterbehilfe wollt ich garnicht hinaus, andererseits schwingt das bei solch eine Geschichte wohl mit. Ich frag mich halt leider oft ob die Menschen, die sich nicht äußern können, eigentlich mitbekommen & vor allem wollen was mit ihnen geschieht.
cassandra
17.08.2008, 12:53
...
Aber du hast mich auf was hingewiesen, das ich vll noch einarbeiten sollte - mal schaun - denn mir fehlt irgendwie der Hinweis auf ein glückseliges Lächeln beiderseits, was das ganze vll liebevoller machen könnte, Beweggründe geben könnte - wobei das könnte wieder zu viel sein ... weiß nicht...
Auf das Thema Sterbehilfe wollt ich garnicht hinaus, andererseits schwingt das bei solch eine Geschichte wohl mit. Ich frag mich halt leider oft ob die Menschen, die sich nicht äußern können, eigentlich mitbekommen & vor allem wollen was mit ihnen geschieht.
Hmm, ich fand die Geschichte ok so, das mit dem glückseligen Lächeln auf beiden Seiten wär für mich zu viel des Guten, das kann sich Jeder denken, wenn er mag. Eine Geschichte wird ja meist auch immer unterschiedlich empfunden von einem Leser. Es kommt ja noch dazu, wie der Leser selber mit so einem Thema umgeht/umgehen kann/umgehen möchte. ;)
Menschen, die sich nicht äussern können, haben nur 2 Möglichkeiten in meinen Augen: entweder sie akzeptieren, wie es ist oder sie kämpfen dagegen an. Ist die Frage, ob sie den Kampf gewinnen würden (es gibt ja wundersame Heilungen) oder ob sie erst recht Kräfte verlieren.
lg cassandra und danke nochmal für diese Geschichte, die einem zeigt, wie froh man doch sein sollte mit dem, was man hat ;)
PoiSonPaiNter
17.08.2008, 14:32
@ PoiSonPaiNter
Engel sind beide, nur in dem Sinn, dass der eine Patient is, die anderen Pfleger - sie nennen sich halt gegenseitig Engel.
Aber du hast mich auf was hingewiesen, das ich vll noch einarbeiten sollte - mal schaun - denn mir fehlt irgendwie der Hinweis auf ein glückseliges Lächeln beiderseits, was das ganze vll liebevoller machen könnte, Beweggründe geben könnte - wobei das könnte wieder zu viel sein ... weiß nicht...Letzten Endes musst du selbst entscheiden, ob du noch etwas an deiner - auch so schon guten - Geschichte ändern willst oder nicht! :D
Das Ärzte/Krankenschwestern/-Pfleger/etc. als "Engel in weiß" bezeichnet werden hab ich, glaub ich, iwo schon einmal aufgeschnappt. Dass auch Patienten als solche (also als Engel) bezeichnet werden, wusste ich noch nicht! Wieder was gelernt! :)
Tja, was soll ich noch sagen, Simon hat mir wirklich jeden Satz vorweggenommen.
Hut ab - undhttp://www.fantasy-forum.org/images/rating/rating_4.gif^^
Rincewind
19.09.2008, 16:11
Hi du ;)
Deine Geschichte ist vermutlich sehr zutreffend auf das Gefühl, das einen in dieser Situation überkommen muss.
Hier merkt man einmal mehr: In der Kürze liegt die Würze (ja ich finde diesen Spruch auch bescheuert, aber hier passt er).
In einem kurzen Text und ohne viel blumige Worte solch tiefe Gefühle darzustellen ist eine gute Leistung.
Rincewind
:eek::eek: was für eine Geschichte. Die ist toll.
Am anfang uwsste ich nicht so ganz genau worauf du hinauswillst.
Ich sage nur "Feuchtgebiete", da war ich erstmal auf der falschen fährte. Aber es geht schon in Richtung Sterbe Hilfe.
Lythande
16.11.2008, 13:26
Hallo Sanatii,
eine wunderbare Geschichte, die wirklich wahr sein könnte und es in vielen vielen Fällen denke ich ist. Da meine Mutter Arzthelferin gelernt hat, ist das bei uns auch ein brisantes Thema, das oft dfiskutiert wird. Auch wenn du den Gedanken der Sterbehilfe ursprünglich nicht beabsichtigt hattest, springt er einem doch ins Gesicht. Da sieht man wiedr mal, was so eine Geschichte ins Rollen bringen kann. Jedenfalls fand ich sie sehr anschaulich geschildert und sie hatte etwas verrücktes. Am Anfang dachte ich, dass die Patientin irgendwie verrückt sei, doch in so einer Situation kommen den meisten Menschen wahrscheinlich noch unglaublichere Gedanken.
HIS DARK MATERIALS
27.04.2009, 16:45
Wirklich schöne Geschichte,das soll jetzt nicht dein Gedicht schlecht machen aber ich fand die Person erinnerte mich an das Musikvideo von dem Metallica Lied ONE der Johnny auf dem Bett da.*grins*
PS:Seit dem ich His Dark Materials gelesen hab denk ich bei dem Wort Engel immer daran^^
kleine_elfe
29.04.2009, 04:16
Deine Geschichte ist für mich grad so passend.
Ich hab grad Nachtdienst und grad war ich noch der eine Engel, der jemanden wecken und drehen musste.
Die Fragen, die dur dir stellst, hab ich mir auch schon so oft gestellt und auch ich hab meine Gedanken dazu in Gedichte gesteckt.
Ich hab die 100 Post Marke noch nicht voll, aber wenn dann poste ich sie mal, vielleicht kannst du auch was darin wieder finden.
Wirklich gelungene Geschichte!
Lg Jenny
Schön, dass meine Geschichte noch immer bewegt & dass nicht nur mich ...
Ich glaub solch Erfahrungen müssen einfach irgendwie ausgelebt werden, ob sie in gemalter Form oder geschrieben zu Papier gebracht werden oder auch in Gesprächen verarbeitet werden, ist hierbei irrelevant, solange man sich nicht davon auffressen lässt.
Leider hab ich das Gefühl, dass viel zu viele im Bereich der Langzeitpflege grade das zulassen & dadurch abstumpfen ...
@kleine_elfe bin gespannt auf deine Gedichte & ob ich mich dort auch wieder finde ...
Nightfarer
24.05.2009, 19:24
Tja, "Der Engel" heißt meine Geschichte im Forum, da merkt man, das die selbe Überschrift nicht den selbe Geschichte erzählt.
Deine Geschichte ist wirklich gut. Sie ist schön erzählt und man ist am Anfang noch unschlüssug, worum es geht um gegen Ende festzustellen, dass es jemand ist, der an das Bett gefesselt ist. Traurig, aber es gibt viele die dieses Schicksal erleiden.
Also von mir den Daumen auf jeden Fall hoch. Eine schöne, tragische Geschichte, mit einen tollen Ende.
Ich mag die Geschichte, sie ist nicht blumig sondern könnte ebenso gut real sein. Mich persönlich würde interessieren ob es einen bestimmten Hintergrund dafür gab? Irgendetwas besonders ausschlaggebendes?
Ich hoffe es kommen weitere Geschichten von dir! :)
lg
Hallo Sanatii,
dein Text hat mich umgehauen. Ich finde es sehr mutig von dir, dich in einen Menschen in einer so existentiellen Krise hineinzuversetzen. Wahrscheinlich hast du recht, dass viele Pflegekräfte diese Stärke nicht (mehr) haben. Umso schöner, dass du diesen Text hier veröffentlicht hast. Danke!
Zum Text selber:
Ich finde die Geschichte wirkt besonders dadurch, dass du die Gefühle dieses Menschen, der sich nicht mehr mitteilen kann und der Willkür andere ausgeliefert ist, so klar darstellst ohne zu dramatisch zu werden oder zu beschönigen.
Ich finde aus den Sätzen schwingt eine schöne Satzmelodie. Du schreibst flüssig, in meinen Augen lyrisch. Nur einmal merke ich einen Bruch im Rythmus:
Man kann sich nicht vorstellen wie es ist, wenn einem der eigene Körper, den man ja schließlich am Besten kennt, nicht mehr gehorcht. Wenn Körperfunktionen nicht mehr steuerbar sind. Wenn man nur noch auf andere angewiesen ist. Man macht sich keine Gedanken darüber, wenn es einem gut geht.
"... ,den man ja schließlich am Besten kennt, ...." den Teil würde ich einfach weglassen. Dann reihen sich die Sätze nach "man kann sich nicht vorstellen wie es ist, wenn..." in ein flüssigeres Ganzes (mMn). Eigentlich nur ein Minidetail am Rande, aber ja, ist mir hal aufgefallen. Vielleicht stört es ander auch gar nicht.
Ein super Text, der mir echt zu Denken gibt, ob ich in meinem Beruf (ich kenn solche Situationen auch) nicht auch wieder mehr reflektieren sollte...
Atain
SenseiSuppentopf
06.07.2009, 22:09
Hmmm ja bewegend...ich frage mich nur, was die Person denn hat?Weil wenn es ne Querschnittlähmung ist, wonach es klingt, sind einige Symptome leider falsch beschrieben...zum Beispiel könnte die Person nicht wahrnehmen, was mit ihrer Haut passiert...naja okay nur kleine Besserwissereien zur Autenthik am Rande sorry
zu den traurigen Themen: irgendwer muss sich ja auch damit beschäftigen...PaganPunk kann dir da bestimmt lustige dinge über meine Txte erzählen ;) ich emfpinde sowas gar nicht mal als negativ...
Habs mir grad seit längerem wieder mal durchgelesen ... & würd momentan definitiv einiges anders ausdrücken, aba es is trotzdem eine schöne vorallem lehrreiche Momentaufnahme für mich ... nichts ausschlaggebendes nur die Verarbeitung von vielen gewonnenen Eindrücken die mein Leben mit sich bringt ...
@SenseiSuppentopf Würd mich jetzt interessieren an welcher Stelle des Textes du Hinweise auf eine Querschnittlähmung herausgelesen hättest. Aber auch wenn es sich hierbei um eine solche handeln würde, müsste ich dich dahingehend informieren, dass es sehr wohl Lähmungen gibt, wo man bei ungestörter sensibler Leitung zum Gyrus postcentralis sowohl Oberflächen wie auch Tiefensensibilität wahrnehmen kann - die Reaktion bleibt halt aus weil iwo in der nachgeschalteten Weiterleitung zur motorischen Endplatte eine Störung liegt ... auch ne kleine Besserwisserei am Rande^
Koboldkind
07.07.2009, 01:04
Der Weg zu dieser Geschichte war sehr irritierend. Erst "Der Engel", der, da dies hier ein Fantasy-Forum ist, eine Götterengelgeschichte nahelegt, dann bringst du "Feuchtgebiete" ins spiel und landest schließlich im Pflegeheim.
Deine Gedanken zu dieser Geschichte, also warum du diese Thematik beschrieben hast, kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich war mal im Praktikum auf einer Wachkomastation, wobei das die unrettbaren Fälle waren und man eigentlich nicht mehr als Wachkoma bezeichnen konnte. Vielleicht hatten diese Leute es sogar besser, denn deren Geist ist vielleicht nicht mehr in diesem Körper gefangen oder träumt die ganze Zeit nur.
Von daher, diese Geschichte hat mich sehr erinnert und wieder ermahnt. Da war eine Zeile "Woran man nicht denken mag, wenn es einem gut geht", ich bin irgendwie froh, dass ich das Alter durch ebenjenes Praktikum nicht so völlig ausgrenze. Es könnte zu schnell etwas passieren, was eine frühzeitige Alterung in Gang setzt. Wenn man das weiß kann man sich eher über jeden Tag freuen...
Argh!
*Weisheitsnudelsuppe aus*
SenseiSuppentopf
07.07.2009, 17:46
JA okay es könnte auch ein Schlaganfall sein xD...eingeschränkte Motorik und evtl Stimmverlust sind soweit ich weiß Symptome einer Querschnittlähmung nach Genickbruch...ich weiß halt nicht genau wie das mit der Sensibilität funktioniert aber rein logisch gesehen müssten gekappte Nervenbahnen an einer bestimmten Stelle dafür sorgen, dass keine Information mehr im Hirn ankommt...naja...
Der angeblich BEzug zu "Feuchtgebiete" hat mich auch verwirrt...zumal ich das nie gelesen habe xDDD
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