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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lieblingslehrer


Moki710
15.08.2008, 00:10
Hey
ich würde gerne Wissen, ob ihr in der Vergangenheit Lieblingslehrer hattet oder noch habt?
Ich hatte bis jetzt 3 und die sind leider alle von meiner Schule gegangen, zwei an andere Schulen, einer in den Ruhestand. Sie waren meine Lieblingslehrer, weil ich mit ihnen gut auskam und sie wirklich voll nett waren. Es mag sich so anhören als wäre ich in sie verknallt aber das bin ich weiß Gott nicht.*nein*
Ich finde sowas immer total doof, wenn der Lehrer den man am ehesten mag, von der Schule geht... Denn der Mythos "Schüler können Lehrer nie leiden" ist nicht wahr.

Wie steht ihr dazu?

Lg

Raelin
15.08.2008, 01:30
Ich glaub, fast jeder hatte Lieblingslehrer. Manchmal die, die für einen persönlich ein interessantes Fach unterrichtet haben, einen guten Unterrichtsstil hatten oder menschlich einfach 'voll okay' waren...
Meine Lieblingslehrer in der Oberstufe waren mein Geschichtslehrer. Er war so der richtige Opa-Typ - weiße Haare mit Rauschebart. Hatte zwar eine etwas andere Unterrichtsart, aber war total sympatisch und auch mal für einen Spaß zu haben. Außerdem war er - was wohl etwas seltener ist - kritikfähig. :)

Liathano
15.08.2008, 12:23
Ich war aufgrund meiner manchmal doch sehr direkten, ehrlichen Art nie Liebling der Lehrer - Lieblingslehrer hatte ich aber dennoch. ;)
Zum einen meinen Geschichtslehrer, mit dem ich stundenlang über Geschichte, Politik und Kultur streiten und diskutieren und mir ein geistiges Duell liefern konnte (er war mir überlegen, das gebe ich zu, aber den ein oder anderen Sieg habe ich dennoch errungen) und der meinte, niemand würde ihn auf so charmante und intelligente Weise beleidigen wie ich. Im ersten Jahr wäre ich in seinem Kurs fast durchgefallen, meist habe ich nur gelesen und wusste nicht einmal, welches Thema wir behandelten. Im zweiten und dritten Jahr wurde ich dann problemlos Jahrgangsbeste und hab zum Erstaunen aller fast nur einsen geschrieben. Mein Lehrer hat immer so getan, als würde ihn das furchtbar wurmen - denn gelesen hab ich im Unterricht weiterhin. Vielleicht hat's ihn auch wirklich gewurmt. Er hat so einen bitterbösen und tiefschwarzen Humor, dass man nie wirklich wusste, wie er was meint.

Außerdem mochte ich noch meine Deutschlehrerin in der 13. Klasse, eine Feministin, die sich mit Vorliebe über die Jungs lustig gemacht hat und mit Leib und Seele der Literatur verfallen war. Eine nette Person, wenn sie auch als Lehrerin sehr streng sein konnte. Ich habe viel bei ihr gelernt, dafür bin ich dankbar.

Und meine Englischlehrer mochte ich - bis auf 2 Ausnahmen - auch während der gesamten Schulzeit. Da hab ich immer sehr gute, freundliche oder witzige bekommen. Meine letzte Lehrerin hatte fast etwas mütterliches. Sie hat immer Kaffee für uns gekocht und wenn jemand Hunger hatte, hat sie sogar ihre Brote mit ihm geteilt. :D Sie war entsetzlich schusselig - ständig hat sie irgendwas verloren, vergessen oder verschlampt. Witzig war auch ihr Deutsch-Englisch-Mix. Obwohl sie Deutsche ist, fielen ihr die korrekten deutschen Worte oft nicht ein, weshalb sie im Satz immer zwischen beiden Sprachen hin und her "switchte".

Und es gab eigentlich noch viele mehr ...
... Jetzt will ich wieder in die Schule! :rolleyes:

Kyra
15.08.2008, 17:27
Mein Lieblingslehrer war mein Deutschlehrer...der war einfach spitze und lustig...er hatte sich zur Pausenaufgabe gemacht die Raucher zu jagen, (bei uns durfte man auch in der Realschule nicht rauchen, weil die OS mit im Gebäude war), zog sich immer Hemden an die im Gestrüßß nicht auffielen und sprang immer aus dem Gebüsch...weil er aber nie was machte mochte ihn jeder...

Moki710
15.08.2008, 22:25
... Jetzt will ich wieder in die Schule! :rolleyes:

Da kannst du ja mit mir tauschen^^
Ich muss ab mitte September wieder jeden Morgen den Berg rauf. Obwohl, Ferien sind auch langweilig...aber bei der Aussicht, dass jetzt fast alle guten Lehrer weg sind...*nein*

Verräter
16.08.2008, 12:14
Bei mir gibt es 3 Personen, die ich für fantastische Lehrer halte.

Da haben wir zuerst einmal meinen Deutsch und Religionslehrer von vor 4 Jahren. Dieser hat es immer wieder geschafft unsere Klasse (eine sehr laute und absolut schreckliche) mit einer einzigen, kleinen Bemerkung zur Ruhe gebracht. Und obwohl er relativ schwach wirkte, (er ist sehr alt - mittlerweile gegen seinen Willen im Ruhestand und hatte immer eine zitternde Hand) strahlte er eine Aura von Autorität aus, die ich seitdem nie wieder bei einem Menschen gesehen habe. Dieser Lehrer hat mein Interesse an Deutsch endgültig geweckt und mir wirklich etwas beigebracht. Zuvor hatte ich in diesem Fach nur 4en, bei ihm zu beginn ebenso und habe mich dann in einem Jahr auf zweien gesteigert und dann Jahre lang auch bei anderen Lehrern in Deutsch nur noch gute Noten geschrieben. Dasselbe in Religion, ein Fach in dem ich zuvor überhaupt kein Interesse, keine Motivation und keine Lust hatte. (letztes Jahr mein bestes Fach im Zeugnis)
Ich kann mich noch daran erinnern, dass er einmal jemanden aus der Klasse in seinen Ausführungen unterbrochen und widersprochen hat. Zu beginn der nächsten Stunde hat er sich dann dafür vor der Klasse entschuldigt, weil er ein sehr schlechtes Gewissen dafür hatte.
Und er wusste alles! Einfach alles! Ich weiß nicht wie oder woher er das wusste, aber er konnte jede einzelne Frage, ob nun Fachspezifisch oder allgemein beantworten. Auch hat er seinen Unterricht immer wieder mit passenden Anekdoten, Zitaten und eigenen Erzählungen aus seiner Vergangenheit bereichert. Einfach der beste Lehrer den ich jemals gesehen habe.

Weiter war mein Mathematik/Naturwissenschafts (und späterer Physik) Lehrer ein Genie. Man muss vielleicht dazu sagen, dass der MN Kurs jedes Jahr immer nur knapp zustande gekommen ist. Bei uns gab es genau 2 Leute, die den von Anfang an Freiwillig gewählt haben. (Mich und einen Klassenkameraden) Alle anderen mussten wechseln, weil der Rest schon voll war. Im Prinzip also miserable Arbeitsverhältnisse, aber dennoch hat er es geschafft das Interesse von den meisten zu wecken, oder zumindest dafür zu sorgen, dass sie so tun als würden sie aufpassen und die Klappe halten. Auch wenn er sich oft beklagte, dass er die einzelnen Themen nur oberflächlich behandeln konnte, weil die Arbeitsgeschwindigkeit einfach zu langsam war, hat er mich vieles gelehrt. Auch durch Exkursionen in andere Bereiche, wie z.b. der Geschichte der Chemie oder der Mathematik. (Nur weil Mathe im Fach steht, heißt es nicht, dass es etwas damit zu tun hat ^^") Auch ist dieser Lehrer sehr zynisch und sarkastisch, legt keine Hand vor den Mund und schreckt auch nicht davor zurück seinem vorgesetzten die Meinung ins Gesicht zu sagen. (Wobei er selbst sagte: "Ich bin Beamter und hab einen festen Vertrag, die können mich gar nicht Feuern, egal was ich hier mache")

Und der letzte war mein Philosophie-Lehrer im letzten Jahr, mein einziges Fach in dem ich bedauert habe das Jahr frühzeitig abgebrochen zu haben. (Übrigens im Prinzip das Fach "Ethik", er hat aber auf Philosophie bestanden) Wir hatten aber auch eine ziemlich gute Klasse dort, dass muss ich sagen. Dort sind Diskussionen entstanden, die einfach fantastisch waren. Er hat immer mit sehr interessanten Texten und Fragen begonnen aus denen dann ein Klassengespräch entstanden ist, durch das wir auf die seltsamsten Themen gekommen sind, die von ihm allerdings nie (und das bewusst) unterbrochen worden sind. Auf kurz oder lang hat sich jeder einzelne aus der Klasse daran beteiligt, was schon für die Verhältnisse die ich sonst gewohnt bin (einer spricht, alle anderen schlafen) sehr gut war. In dem 3/4 Jahr habe ich mehr Informationen erhalten als mir andere Lehrer in 2 Jahren vermitteln konnten.

Es gibt sie: Die richtig guten Lehrer!

Viconia
30.08.2008, 13:51
mein Lieblingslehrer ist mein ehemaliger Biolehrer, den ich von der 7.Klasse bis zur Kursstufe durch hatte ... der war am Anfang extrem streng und alle hatten ne Heidenangst vor ihm und seine Tests waren dermaßen fies, dass ich pro Halbjahr regelmäßig ne 5 oder 6 kassiert hab, weil er mich immer dann erwischt hat, wenn ich nich gelernt hatte :D ... aber so ab der 11.Klasse wurde er richtig locker und der Unterricht hat richtig Spaß gemacht, da hat man dann eben doch gemerkt, dass er nur wollte, dass wir was lernen.
Jaja der ist echt einer von den Lehrern, die ich irgendwie vermisse, seit ich mit studieren angefangen hab ....

Kaya
30.08.2008, 18:19
Ich hatte 2 Lieblingslehrer:
Der erste hatte ich in Buchführung und der einfach total locker und obwohl er auch streng war, hatte er immer nen witzigen Spruch auf Lager^^ Bei ihm war der Unterricht niemals langweilg...
Den zweiten Lehrer hatte ich in Physik und Chemie. Der ist auch ein ziemlich strenger Lehrer gewesen aber auch total freundlich und dieser Lehrer konnte meinen Mathelehrer nicht leiden was ein weiterer Pluspunkt war^^
Auch seine eigene Klasse ist richtig zusammengewachsen nur weil sie ihn als Lehrer hatten..
Beide Lehrer hatte ich im letzten Schuljahr in der 10.Klasse

PureNarcotic
28.09.2008, 00:18
Meinen Lieblingslehrer hatte ich in der 5./6. sowie 12./13. Klasse in Englisch. Ein übler Zyniker den 95% aller Schüler aus tiefstem Herzen hasste, der kleine Rest wegen seines schwarzen Humors, seiner unkonventionellen extremen Art und seiner diesbezüglichen bedingungslosen Konsequenz vergötterte. Those were the times...

Klars
17.03.2010, 09:06
Wenn ich zurückblicke, waren wirklich gute Lehrer in meiner Schulzeit dünn gesäht.
Die Mehrheit gehörte für mich entweder in die Kategorie arrogante, selbstherrliche Kotzbrocken, denen die Schüler eher egal waren oder zur "Müsli Fraktion"...ach so tollerant, diskussionsfreudig und weltoffen (solange man ihre Meinung vertrat).
Mein Lieblingslehrer hat damals Deutsch und Geschichte unterrichtet und war durch seinen originell, interessant und anschaulich gestalteten Unterricht mit dafür verantwortlich, dass ich die übliche Schulliteratur nicht mehr nur als leidige Pflichtübung empfunden und dadurch auch Zugang zu den sogenannten "Klassikern" gefunden habe.
Wenn man als Schüler ein Buch bis in´s letzte Komma zerlegen und analysieren muss, kann keine Lesefreude aufkommen.
Der Kerl war einfach klasse. Unglaublich engagiert, sogar noch in seiner Freizeit.
Man hat ihm einfach angemerkt, dass er seinen Beruf liebt.

Arveles
17.03.2010, 20:36
Mir werden wohl zwei Lehrer als besonders gut in Erinnerung bleiben.

Zum einen mein Mathematik-Lehrer, ein ehemaliger Hippie. Er war einfach toll und der erste Lehrer der mir Mathe verständlich machen konnte.
Eigentlich hatte ich das Fach schon lange abgeschrieben, aber er hat es geschafft mich dafür wieder zu begeistern.

Die zweite war meine Deutschlehrerin. Kaum in einem Fach hatte ich einen Unterricht, bei welchem ich die komplette Stunde voll konzentriert mit dabei war. Sie hat mit einem für mich total spannenden Unterricht geschafft. Sie hat Literaturgeschichte so mit Gesellschafts- und Politikgeschichte und Philosophie kombinieren können, dass ein total interessanter Unterricht daraus entstand. Manchmal vermisse ich diese Stunden heute nocht, weil ich da so viel spannendes gelernt habe.

Andere Lehrer waren entweder okay, nervig oder sonst was, aber kein weiterer ragt für mich im Nachhinein so heraus wie die beiden.

Miki-San
17.03.2010, 23:07
Ich war mal in einer Schule, da habe ich mich mit fast allen Lehrern gut verstanden. Ich würde sagen vom Mathelehrer bis zu den Kunstlehrern... kein Tippfehler, es war eine Fachoberstufe für Gestaltung, werden mir die dortigen Lehrer immer in guter Erinnerung bleiben. Ich habe also eine ganze Schule mit Lieblingslehrern... na ja, bis auf eine Lehrerin, aber ich glaube es wäre jedem unangenehm wenn jemand in euren Bildern rumpfuscht, nur weil sie ihm nicht gefallen oder?:p

Dragonologist
18.03.2010, 16:52
Meine Lieblingslehrerin ist und bleibt meine Lateinlehrerin. Sie ist mütterlich, witzig, auf unheimlich charmante Art streng und lebt für ihr Fach. Mit ihren Sprüchen wie "Doppelt vergiftet hält besser, sag ich immer" (Agrippina und das Pilzgericht) oder "Wir waren zuerst da!" (Dinge, die von den Römern übernommen wurden) lacht sie sich in die Herzen der Schüler. Die einzige Strafe, die es bei ihr gibt, ist, dass man wenn man das Buch vergessen hat einmal sagen muss "Mea Culpa, mea culpa, mea maxima Culpa. Das Lateinbuch ist mein Lieblingsbuch. Immer wenn ich am Morgen aufwache, denke ich als erstes an mein Lateinbuch.":D Ansonsten heißt es "Host a Pech host a Pech." Sie bringt Inhalte so lebendig rüber als würde sie ihre Nachmittage alle am Forum Romanum verbringen und dort den neuesten Klatsch auffangen. Und ich als begeisterte Lateinerin werde von ihr optimal gefördert. Echt, ich bin ein Fan*fan*
Ansonsten liebe ich die erste Englischlehrerin meines Lebens und die aktuelle, die furchtbar streng und anspruchsvoll ist, bei der ich aber meine Bestleistung bringen kann.

Seppel
18.03.2010, 20:22
Schule ist bei mir schon ein Weilchen her, aber die mit Abstand beste Lehrerin war meine Geschichtslehrerin in der Oberstufe.
Eine der ganz wenigen, die sowohl fachlich als auch pädagogisch wirklich kompetent war und der man den Spaß an der Materie und dem Unterrichten abgenommen hat.

Blödes Gepauke gab es nicht, wir haben fast ausschließlich Quellenarbeit betrieben. Geschichtliche Entwicklungen wurden nicht auswendig gelernt, sondern anhand von sozialwissenschaftlichen und politischen Konzepten nachvollzogen, erklärt und vor allem eigenständig erarbeitet.
Im Grunde hat mir der Unterricht damals ermöglicht, auch die Zusammenhänge und Vorgänge der heutigen Zeit zu verstehen und zu beurteilen. Wobei ich manchmal nicht sicher bin, ob das Fluch oder Segen ist. Aber das wird zu offtopic ;-)

Das alles hat natürlich nichts daran geändert, daß ich damals in meiner totalen Null Bock-Phase war und nur soviel getan habe, um in den Klausuren meine 5 in der sonstigen Mitarbeit auszugleichen um ein Defizit zu vermeiden.
Ich hab Geschichte dann als Fach für meine mündliche Abiprüfung gewählt (Ich wusste ja, daß ichs kann und fand es auch interessant). Hab in der Prüfung dann auch eine saubere 2 aufs Parkett gelegt (die Prüfung hätte ich übrigens beinahe verpasst, weil ich die falsche Uhrzeit im Kopf hatte. Ich hatte zum Glück eingeplant, eine Stunde früher dazu sein, falls ein Bus Verspätung haben sollte und bin quasi direkt von der Bushaltestelle in die Prüfung gestolpert :-D), was die Lehrerin mit einem "Sebastian, Du kannst ja reden!" kommentierte.*cool*

sueño
18.03.2010, 20:58
"Lieblingslehrer" ist zuviel gesagt. Aber bei meinem Deutschlehrer in der 5 und 6 wusste ich, dass ich mich mit meiner Art von Aufsätzen etc voll bei ihm austoben konnte. Ich habe ihn danach vermisst und dann in der Schule nur noch ein einziges Mal wieder im Unterricht gehabt - in der Prüfungskommission bei der mündlichen Abi-Prüfung in Deutsch. Es wurde eine 1- : )