Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Musikgeschmack, der Style dazu und sonstiger Krampf
Ein Thema, das mir immer wieder übel aufstößt, dem ich dauernd begegne und über das ich nicht viel mehr als nur den Kopf schütteln kann.
Aber; was genau meint die Mim denn mit diesem Thema? Folgende Abschnitte berichten alles Schritt für Schritt und irgendwie kreuz und quer ohne wirklichen Plan. Da werden bestimmt noch weitere Beiträge folgen. :rolleyes:
"Hast du dir die mal angeguckt? Die behauptet doch tatsächlich von sich, Emo zu sein!", sagt jenes Mädchen, welches gerade von ihrem Streifen-, Punkte-, Schleifchen-, Totenkopfeinkauf wiedergekommen ist. "Voll das Opfer. Wannabe, Fake und so." Jaaaa. Hey, ich mache einen Trend mit und jeder, der das auch macht, ist ein Wannabe oder Nachmacher. Und ja, tatsächlich, durch schwarze Haare und Punkte werde ich Emo. Wenn meine Haare mehr als nur eine Farbe haben und deswegen auffallen, bin ich Punk. Wenn ich lange Haare habe und mindestens ein Bandshirt von einer Metalband trage, bin ich Metaler. Achja, 'n Grufti oder Gothic bin ich ja schon, wenn ich oben und unten rum schwarz trage. Ach, Satanist, das vertrete ich ja sowieso, ich höre ja böse Musik. Brr.
Klischees, Schubladendenken, Vorurteile. Überall. Und der, der so ist wie ich, ist nur ein Nachmacher. Aber das ich einem Trend folge, dem viele anderen folgen, nene, das ist kein Problem. Ich bin ja individuell!
Och Leute, ich könnte mich so aufregen. Da gibt es wirklich diese Menschen, die derzeitigen Trends nacheifern und dafür sorgen, dass eben jene Vorurteile schließlich sogar bestätigt werden und dann regen sie sich über andere Menschen auf und betiteln diese als 'Möchtegerns', obwohl sie auch nichts anderes tragen, hören, tun und machen und hachja. Wo sind wir denn bitte hingekommen? Warum darf ich -dank Schubladendenken- nicht fröhlich und bunt gekleidet rumlaufen, wenn ich Gothicmusik höre? Und warum muss ich, wenn ich schwarz trage, sofort düster angehauchte Musik hören? Und wenn ich Metaler sein will, darf ich nicht ein Lied aus der Hip Hop/Rap Szene hören? Und es wäre ja ein Verbrechen, wenn ich als "normales" (Definition von 'normal' - Wo bekomme ich die her?), modisches Mädchen vielleicht mal Musik hören sollte, bei der Menschen sogar schreien oder ich etwas Schwarzes trage!! Nein, das verbannt mich gleich aus meinem eigentlichen Freundeskreis.
Und Klassik macht schlau, Hip Hop und Rap verblödet, Gothic verleitet einen zum Tieropfern und Metal macht mich zum grölenden Biersuchtie. JO!
Und dann gibt es da noch dieses Gebrabbel von Individualität und Ähnlichem… Nervtötend, gnadenlos!
Ach, ein wundervolles Beispiel kann ich hier auch noch bieten. Equilibrium, laut lastfm einzuordnen in diverse Metalkategorien, hat auch Fans, die Deutschrap hören. Ist das ein Problem? Anscheinend schon! Auf eben jener Seite hat ein junger Herr seine Meinung zu der Band und ihrem neuen Album geschildert, nicht nur mal eben ein ach so viel umschreibendes Adjektiv dahin geknallt, sondern erzählt, was ihm gefällt und was weniger. Aber nein, diese Meinung hat keinen Wert, wieso denn auch! Nebst diversen anderen Metalbands und ähnlichem Musikrepertoir hört der Gute doch tatsächlich Sido! Das ist nicht nur böse, sondern macht ihn auch zu einem hirnlosen Hip Hop Opfer! So zumindest befand es ein weiterer Metaler, pardon Metalhörer!, der sich selbst anscheinend als äußerst 'trve' ansah, aufgrund dessen, dass er nur Metal höre.
Nein, meine Hand hat nicht nur einmal kurz meinen Kopf getroffen, die hat sich regelrecht zur Faust geballt, um sich dann mit der anderen darum zu bemühen, möglichst schnell etwas zu tippen. >>Das ist seine Meinung und daran ist nichts falsch. Hat er gesagt, dass Equilibrium *** ist? Hat er gesagt, dass er die Band nicht mag? Nein, gar nichts. Vielleicht hast du nicht verstanden, was er wirklich gesagt hat. ô_O Ich bin ein wenig... Verwirrt. Und da gibt's kein Problem, wenn er Sido UND Equilibrium hört. Er kann sich besser ausdrücken als viele andere Leute, die nicht Sido und Co. hören.<< (Die Nachricht war vorher englisch, deswegen klingt sie etwas abgehackt.) Die darauf folgende Antwort war natürlich die Härte: "Ich lasse mir nicht verbieten, andere zu beleidigen." Wundervoll. Da soll noch mal jemand sagen, dass ausgerechnet all die, die Deutschrap oder Hip Hop hören, niveaulos sind.
Wo wir schon dabei sind… Diejenigen von euch, die im schülervz oder auf ähnlichen Seiten angemeldet sind, kennen sicher diese Anti-Hip Hop Gruppen à la "Wenn mein Kind später Hip Hop hört kommt es ins Heim". So etwas gibt es natürlich auch für Metal, Techno usw., überwiegt jedoch bei erst Genanntem. Unsere Gesellschaft ist mediengestört. Es gibt nicht nur Bushido und Sido und auch nicht nur olle Hoppermenschen, die mangelnde Bildung besitzen, in niveaulosem Slang reden und Mitmenschen mit obszöner Musik aus Handyspeakern die Ohren zudröhnen. Aber ich nehme an, dass ich das schon weiter oben erwähnt habe.
Japanische Musiker und Künstler sind übrigens allesamt schwul. Wer von euch Miyavi, ein japanischer Künstler und Musiker, kennt, der weiß, dass er nicht der typische Mann ist (wobei man typisch definieren kann ^^). Jedenfalls hatte ich von ihm ein Video auf meiner myspace Seite. Nicht mal eins, auf dem er singt, sondern einfach nur irgendwelche -in meinen Augen- lustige Sachen macht. Ein bis dato Freund (zumindest dachte ich, dass es einer wäre) meinte jedoch mich fortan ignorieren zu müssen, da ich Miyavi und ähnliche Menschen mag. Ist schon schön so etwas von einem Menschen gesagt zu bekommen, mit dem man noch einige Tage zuvor verbracht hat. Sachen gibt’s.
Wir haben übrigens wirklich seit über ‘nem halben Jahr keinen Kontakt mehr. Auf so einen Menschen kann dann auch ich gerne verzichten.
Ich will verdammt noch mal, dass man mich und meine Vorlieben toleriert! Ebenso auch die von meinen Mitmenschen, egal welcher Szene sie sich nun letztendlich zuordnen lassen! Aber unsere Gesellschaft läuft in die völlig falsche Richtung. Oder… Denke ich einfach nur völlig falsch?
Nein, hier sind natürlich keine Klischees und Vorurteile vertreten und Ironie gibt's natürlich auch nicht, wieso denn auch.
Wie gesagt, das Thema beschäftigt mich. Ihr seid gerne zum Mitdiskutieren eingeladen, wobei ich hoffe, dass das hier nicht irgendwie ausartet, weil so viele verschiedene Menschen und Meinungen aufeinander treffen.
Oh ja, das ist ein interessantwer Punkt. Ich bin ehrlich, ich bin froh, dass sich heute nicht mehr 16 bin.
Den Stress könnt ich mir gar nicht mehr antuen.
Kleidung sagt schon viel über jemanden aus und 16 jährige Mädchen in Herzchen, Totenkopf Shirts und Ponys über den Augen (bei dem man immer den Kopf leicht anheben muss, weil man sonst nichts sieht.......so was bescheuertes) sind bemitleidenswert, allerdings nicht, weil sie so depressiv sind, sondern so extremst traurig abgefuckt trendy und das ging mir schon immer gegen den Strich.
So wie bei allen, die meinten, sich aufwerten zu müssen, indem sie sich eine Uniform anlegten, selbst wenn sie aus grünem Latex bestand.
Das hat sich in normale Bahnen gelenkt, aber ich reagier da natürlich immer noch drauf.
Und nur wer Ahnung hast, kann erraten, welche Musik ich höre.
Dass persönlicher Ausdruck, Musikgeschmack und Kleidung zusammengehören, ist wirklich nichts Neues, die Kommerzialisierung jedoch schon und das ist das eigentlich Bedauwernswerte.
Wo zerrissene Jeans als "True" Punk Hosen für 120 € verkauft werden, hört die Authenzität langsam auf.
Rotkätzchen
16.08.2008, 09:47
Oh yeah, wenn ich da teilweise über meine Cousine mitbekomme, was heutzutage modepflicht und vermeintlich "angesagt" ist, bin ich auch einfach nur froh diese Tage hinter mir zu haben. Es gibt ganz wenige Ausnahmen, aber im Regelfall relativiert sich dieses engstirnige Lagerdenken, wenn man mal die 20 erreicht hat.
Was du beschreibst, Mim, ist mir vollauf bekannt, doch wie gesagt, das scheint nur eine Zwischenstation des Älterwerdens zu sein. Ich weiß noch, dass ich als 14jährige total auf CHER stand. Leider durfte ich das außerhalb meines Zimmers niemanden wissen lassen, denn hätte mein kleiner Bruder oder Schwester das schelmischerweise meinen Freundinnen gesteckt, hätte ich mich schämen müssen, weil Cher ja damals überhaupt nicht mehr angesagt war. Heute ist sie es komischerweise wieder. :rolleyes:
Dasselbe bei David Hasselhoff. Den durfte man zwar als knackigen Baywatch-Bademeister mögen, aber seine Songs aus den Achtzigern waren völlig untendurch. Ich hatte dummerweise das Problem, dass ich seine Liebesschnulzen sehr gern hörte, aber mit kaum jemanden darüber mal plaudern konnte. Stattdessen musste man gezwungermaßen auf der Europop-Welle mitreiten, um IN zu sein.
Zum Glück werden Menschen (auch engstirnige Freunde und Freundinnen) mit dem Jahren klüger und denken erstmal darüber nach, WESHALB sie manche Musiknterpreten mögen und manche nicht - und deswegen sogar Freunde hintergehen. Wenn man darüber nachdenkt, ja dann ist das völlig schwachsinnig. Aber leider wird man als junger Mensch in sowas hineingedrängt. Dumm aber leider Realität.
Mittlerweile bin ich 26 und überaus glücklich damit, weder zu irgendeiner Subsparte zu gehören, noch IN zu sein. Wenn ich Lust habe, schwarz zu tragen (und das kommt oft vor), dann tue ich das, egal unterwelcher Gesellschaft. Wenn ich Mittelaltermärkte besuche, ziehe ich mich meist ganz leger und zivil an, obgleich sich da schwarz oder Antikes anbieten würde. Und wenn ich einkaufen gehe, habe ich kein Problem, mein antiquiertes Sisters of Mercy Shirt mit der provokanten Aufschrift "Fuck me and marry me young" zu tragen. Ganz nach Lust und Laune eben.
Was ich sagen will: Im Normalfall werden auch die engstirnigsten Verfechter irgendeiner Subkulter klüger. Und wenn man dieses Lagerdenken dann wirklich überwunden hat, und einfach nur noch man selbst sein kann, hat man einen wichtigen Schritt in Richtung persönlicher Freiheit absolviert.
Verräter
16.08.2008, 11:41
Eine Szene besteht in meinen Augen aus 2, vielleicht auch 3 Parteien.
Die ersten sind jene, denen die Musik (Denn heutzutage wird fast alles von einer bestimmten Musiksparte abhängig gemacht.), die Texte der Bands und das "besondere Auftreten" einfach anziehend finden und darin eine Leidenschaft finden(wichtigster Punkt). Ich möchte einmal behaupten, dass auf Mittelaltermärkten vorwiegend eben solche Leute anzutreffen sind - da das Durchschnittsalter deutlich höher ist als bei den meisten anderen "Szenen" (und ja, der Folk (/Rock) ist im Prinzip auch eine) und ich daher von den Leuten glaube, dass diese nicht einfache "Mitläufer" sind.
Die zweiten sind jene, die eine "Gemeinschaft" brauchen. Ich glaube so etwas gibt es in Großstädten häufig. Was für die einen ein Schach oder Segelclub ist, sind für diese die Feiern (kA Disco abends, eben jene Mittelaltermärkte ^^" Fantreffs, Konzerte etc.) ihrer "Szene". Eben diesen ist es glaube ich sehr wichtig sich von den anderen Gruppen abzusetzen, sich womöglich über diese zu erheben.
Eben diese steigern sich dann (glaube ich) deutlich mehr herein als andere, wenn es darum geht andere Szenen schlecht zu reden.
Und die dritten sind die (Wie nenne ich das am besten? Früher haben wir zu sowas "Clan-Hopper" genannt, aber das ist so glaube ich nicht übertragbar *grübel*) ständigen Wechsler.
Diese haben spätestens alle 2 Jahre eine "neue Szene", die mit allem drum und dran, und jedem Klischee überdeutlich gerecht werden. Was diese Leute antreibt weiß ich nicht, aber wahrscheinlich auch hier der Suche nach Gemeinschaft. In diesem Fall aber interessieren sich die Personen meist überhaupt nicht für "die Szene" an sich (also z.b. die Texte der Musik etc.). Diese sind es auch, die meiner Meinung nach, wie Mim ansprach, andere als "Wannabe" bezeichnen. (Wobei ich diese als eben solche Personen bezeichnen würde,... aber egal)
Die Toleranz sinkt deutlich mit den einzelnen Gruppen. Die "Leidenschaftler" (zu denen ich mich persönlich zähle, aber auf keine direkte Szene beschränkt, obwohl ich mich persönlich am ehesten mit den Folk-Leuten identifiziere - dort müsste ich mich aber wahrscheinlich momentan noch in die 2. Gruppe einordnen ^^") halten zwar ihre Gemeinschaft für die größte, akzeptieren aber auch andere Meinungen. Die "Gemeinschaftler" haben das große Hobby andere zu bekehren und ziemlich engstirnig zu sein. Von Nr. 3 fange ich jetzt gar nicht an ^^"
(Ich neige übrigens dazu Dinge zu verallgemeinern :P)
Wobei ich zugeben muss, zu einigen "Szenen" doch sehr starke Vorurteile zu haben. Von Hipf-Hopf halte ich z.b. nicht wirklich viel und die "Hopper-Szene" stört mich einfach irgendwie, was allerdings größtenteils daran liegt, dass diese ständig und überall das gekrächzte aus Handy's etc. tönen lassen. Dann sieht man auch "Wer" das ist und "Wie" sich diese Personen verhalten und da kommen bei mir doch des öfteren die Aggressionen hoch, wenn ich ein paar von diesen strunz dummen Kindern sehe, die keinen Satz Fehlerfrei sprechen können, überall dumme Kommentare zu verstreuen, extrem aggressiv auf alles und jeden Reagieren, den Müll überall verteilen ...
ehh ja... eben nur eine subjektive Meinung basierend auf meiner Persönlichen Erfahrungen...
(Bevor ich jetzt weiterschreibe brauche ich einen Moment ... GRAAAAAAA ... schon viel besser!)
Wobei auch ich zugeben muss, dass es genau eine (relativ kleine) Gruppe gibt, die im Bereich des Raps agiert, die ich mir zwischendurch immer mal wieder anhören kann.
Ich sage: Jedem das seine. Leider ist das keine sehr weit verbreitete Meinung und gerade durch die Medien werden die Leute sehr stark aufgescheucht. Man muss sich nur einmal die Musik oder Radiosender ansehen. Vor einigen Jahren hatte dort mal der "Rock" Aufschwung und Bands wie "Nightwish" wurden zwischendurch mal gespielt (Ich mag Nightwish ^^) aber sonst herrscht allgemeiner Einheitsbrei in dem ein Lied dem anderen gleicht. Hauptsächlich Amerikanischer und Deutscher Pop, teilweise mit ein paar Rockelementen gekreuzt - zumindest im Radio. Im Fernsehen kommen dann noch einige Interpreten aus dem Rap hinzu.
Alles andere - selbst wenn das ebenso erfolgreich ist (Frei von den Wise Guys z.b. war einige Zeit in den Top 10 Albumcharts, ebenso wie Anderswelt von Schandmaul oder auch das Subway to Sally Album von letztem Jahr, das extrem erfolgreich war) wir vollends Ignoriert.
Und gleichzeitig wird alles was nicht "Standard"(-sbrei) ist, von den Medien verteufelt. Ich habe vor kurzem auf YouTube zufällig einen Ausschnitt aus der RTL-Sendung "Die Super-Nanny" gesehen in dem diese einer Mutter helfen sollte ihrer 16(oder 17) Jährigen Tochter die "Krankheit" Gothik auszutreiben. (Und ja, Goth wurde dort tatsächlich als eine Art Seuche, etwas total schreckliches etc. behandelt.)
Schrecklich diese Verdummung in der Flimmerkiste >.<
Simon the Sorcerer
16.08.2008, 14:11
Wow, ihr scheint das Thema ja echt aufwendig zu diskutieren.
Aber solche Gruppen gabs doch schon immer und wird es auch immer geben, nur heißen sie anders. Weil die Leute einfach gerne unter Gleichgesinnten sind. Und in jeder Szene gibts lästerein über Leute in der eigenen Szene oder über andere Gruppen.
Das einzige was mich wirklich stört ist die Intoleranz und das Schubladendenken der meißten, wie ja oben auch schon mehrfach erwähnt und bestätigt.
Ich höre ja auch Sachen wie "System of a down" oder "3 days Grace", bin ich deswegen von oben bis unten tätowiert und hab Tonnen von Metal im Gesicht ? Nein ! Genau so hör ich gern "Simon and Garfunkel" hab ich deswegen Birkenstock an und Blumen im Haar ? Nein ! Ab und zu höre ich auch einfach gerne "PUR" (ok, jetzt hab ich euch geschockt...;)...nur manchmal keine Anst), hab ich deshalb einen Oberlippenbart und eine Fokuhila-Frisur ? Nein !
Ich könnte noch ewig so weiter machen , da mein Musikgeschmak sehr breit gefächert ist.
Was ich damit sagen will ist, lasst die Leute doch hören was sie wollen und tragen was sie wollen. Einige wollen sich eben mehr durch ihren Style zum Ausdruck bringen und einige nicht ! Lasst dem Metal-Fan doch seine Lederkutte und dem Hip-Hop´er seine Baggy´s. Wichtig ist im Endeffekt doch nur der Mensch darunter. Und in jeder Szene gibt es Idioten und Gehrinamputierte.
Solange die Leute mich hören und tragen lassen was ich will, hab ich da absolut kein Problem damit. Ich renn ja auch an einem Tag mit dem Polo-shirt, der Leinenhose und den Ledersandalen rum und am anderen mit engen dunklen Jeans, abgefuckten Chucks und dazu ein schwarzes T-shirt mit dem Aufdruck "Ich bin die Rache Gottes". ;)
NA UND ?
Und wenn die 14-17 jährigen Mädchen eben mit einer Rosa-Totenkopf-Plüsch-Glitter-Ketten-Blouse, dazu abgschnittene Bundeswehrhosen und lila-schwarz-geringelte Socken in den Vans Skaterschuhen mit Misfits Logo rumlaufen wollen, dann lasst sie doch. Wann sollen sie es denn sonst tragen ? Mit 45 ?
Grüße
Also ich seh das genauso wie Simon, soll doch jeder tragen und hören was er will.
Wenn ich dran denke wie ich mit 16 umgelaufen bin :D
Kann ich mit meinen Kumpels jetzt drüber lachen und den spaß will ich auch nicht missen.:D
Ich denke oft ist es auch so das man sich selbst einbildet das andere über einen reden.
Wenn ich mit Lederhose und Maiden shirt zu nem Konzert fahr wo lauter andere "Metaler" um mich rum sind mach ich mir ja auch keine Gedanken das die über mich reden könnten. Die Lästern aber genauso wie alle andern um dich herum auch bzw. lästern genauso wenig.
Und es ist ja auch nich so das sich die ganzen verschiedenen Szenen treffen um Kriegsrat gegeneinander zu halten.
"Ich hab gehört die Hopper tragen die Hosen jetzt 2mm tiefer"
"Auf den Scheiterhaufen mit ihnen"
Spass beiseite^^
Ich denk mir immer warum soll ich meine Zeit damit verschwenden mir über jemand gedanken zu machen den ich nicht mal kenne, sicher denk ich mir manchmal, OMG wie sieht das denn aus, aber wie gesagt das denk ich mir und fertig.
Und dieses ganze "Möchtegern" gelaber. Wer sagt den wann jemand "True" ist?
Achja :) Zu dem Thema kann ich immer wieder nur kopfschüttelnd sagen: Ich trage was mir gefällt und steht, ich höre was mir gefällt, ich benehme mich, wie mir gerade zumute ist. Und für mich passt das bestens zusammen, weil ich mich damit wohlfühle... ob andere auch denken, dass das zusammen passt, kann und sollte mir eigentlich egal sein. Wie will ich meinen Stil definieren, wenn ich nach Richtlinien gehe? Soll ich daran Spaß haben oder die anderen?
Gerade bei der Musik kommt es bei mir vor allem darauf an, wie ich gerade drauf bin. Manchmal hör ich stundenlang Techno/Trance (wo zum Teufel ist der Unterschied), manchmal würde mir davon die Birne platzen, da hör ich lieber ganz ruhige Sachen, die man wahrscheinlich gar nicht mal 100pro einordnen kann. Mal hab ich Metal-Phasen, mal lebt meine Punkrock-Fanatik wieder mal auf. Pop ist sowieso immer mal dazwischen, weil da einfach für jeden was dabei ist. Manchmal höre ich irgendwelche Hops-durch-die-Gegend-Lieder oder J-Pop oder Partymusik oder wie immer man das klassifizieren will, weil's mir einfach Spaß macht. Und genau nach diesem Schema sag ich mir auch bei manchen Liedern: "Ja, das ist Rap/ja das ist Hip-Hop. Wo ist das Problem? Gefällt mir." Auch wenn ich mich generell sicher nicht als HipHop-Fan einstufen würde. Genauso höre ich praktisch alle halbe Stunde mindestens ein Lied aus einem (Anime-)Soundtrack, was aber meiner Liebe zu irgendeiner anderen meiner bevorzugten Musikrichtungen wie ich finde keinerlei Abbruch tut.
Überhaupt: Wo ist musiktechnisch die Grenze, an der Rock oder Punk zu Emo, Techno zu Dance oder Trance und Gothic zu Metal wird? Bei Kleidung ist es dasselbe: Gothic und Emo ähneln sich für den Außenstehenden, da können beide Seiten meinetwegen kreischen, bis sie umfallen. Überhaupt stammen beide ursprünglich von Punk ab. Und auch das sieht man noch in einigen Elementen, da wiederum mehr bei Emo als bei Goth.
Was ich trage, lässt sich so oder so nicht wirklich in einen Style pressen, weil ich trage, was ich eben mag. Wahrscheinlich ist mein Klamottenstil eher "normal" als irgendeinem Stil angehörig. Da mich das aber nicht wirklich interessiert, kann ich das nicht mal sicher sagen. Und wenn ich mir die Haare jetzt eines Tages knallblau färben sollte, wäre die Wahrscheinlichkeit, dass ich zum Punksein übergelaufen bin, ziemlich niedrig.
Wo wir schon dabei sind… Diejenigen von euch, die im schülervz oder auf ähnlichen Seiten angemeldet sind, kennen sicher diese Anti-Hip Hop Gruppen à la "Wenn mein Kind später Hip Hop hört kommt es ins Heim".
Wie schön das es die Gruppe "Ich toleriere jede Musikrichtung - kein Kind sollte ins Heim" gibt^^
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Natürlich gibt es auch für mich Musik und Klamotten, bei denen ich denke "Äh... nee. Geht nich." Das ist dann aber auch schon alles, denn über diesen Gedankengang hinaus geht es mich nichts an, was andere Menschen bevorzugen. Wenn ich sie näher kennen lerne und sie entpuppen sich als Arschloch, dann ist das ein Grund zum nicht-mögen. Das hat aber nichts mit ihrem Stil in irgendeiner Hinsicht zu tun, sondern mit Antisympathie aufgrund von individuellen Charakterzügen. Genauso wenig wie ich davon ausgehen kann, dass alle Menschen, die dieselben Vorlieben haben wie ich, nett oder in meinen Augen voll cool drauf sind.
Und irgendwie... wenn jetzt jemand zu mir käme und "Ey, ich find dich scheiße, weil du gerne Hosen trägst." sagen würde, könnte ich doch wohl auch nur mit den Schultern zucken und abspeichern, dass ich mit dieser Person nicht unbedingt in näheren Kontakt treten will, da sie mich scheinbar aufgrund einer solchen Oberflächlichkeit nicht leiden kann. Was für mich ein äußerst unangenehmer Charakterzug ist. Ich würde daraus jedenfalls sicher nicht lernen, dass ich jetzt nur noch in Röcken rumlaufen werde.
Rückspiegelgott
19.08.2008, 10:26
Eine sehr interessante Diskussion hier. An sich bin ich auch der Meinung, dass jeder hören sollte was er will (Aber nicht mit dem Handy im Busò.ó*mph*ò.ó)
Auch Kleidung ist mir relativ egal, solange sie passend ist und auch der Figur angepasst ist. (ich möchte deswegen trotzdem nicht die Boxershorts von anderen Leuten sehen)
Schlimm finde ich Leute die ganz individuell sind (ganz genau gleich wie alle anderen Individualisten), da sind mir die lieber die einfach so sind wie sie wollen.
Zum Thema Szenekleidung: Ich habe neulich auf dem Marktplatz ein gutaussehendes Mädel mit einem Bandshirt von Iron Maiden (glaub ich, kann aber auch was anderes gewesen sein) angesprochen und versucht mit ihr über Maiden zu reden. Was war? Sie hatte keine Ahnung das Iron Maiden eine Band ist und hatte das Shirt nur an um "cool" zu sein*cool*, von einem Metller wie mir angesprochen zu werden war für sie und ihre Freundinnen irgendwie peinlich (glaube ich, zumal das ja in aller Öffentlichkeit war:D)
ExLibris
19.08.2008, 11:05
Sie hatte keine Ahnung das Iron Maiden eine Band ist und hatte das Shirt nur an um "cool" zu sein ...
Sowas ähnliches ist mir mal mit jemanden passiert der ein Che Guevara T-Shirt hatte. Dieses Gesicht kennt man eben, und es steht für irgendwas was man cool findet. Auch wenn man nicht weiß, wer das eigentlich war.
Eigentlich find ich diese Zugehörigkeit, durch Musik und Kleidung, zu verschiedenen Gruppen ganz in Ordnung. Zumindest stör ich mich nicht dran. Es kann doch jeder mit seinem Äußeren machen was er möchte. Das Abgrenzen und Anschließen gehört doch ab einem Alter von 15 oder 16 einfach dazu. Herauszufinden wer man ist. Oder wer man absolut nicht ist.
Ich selber hab mich nie so absolut einer Gruppe zugehörig gefühlt, oder einem Style. Mit einem Motto-Shirt würde ich mir seltsam vorkommen. Ich würde mich nie auf eine Musikrichtung beschränken, da würde mir viel zu viel entgehen. Allerdings kann man dann auch nicht in irgendeinen Topf gesteckt werden, was bei manchen Verwirrung hervorruft. Es ist einfach leichter, wenn man Menschen in eine ungefähre Schublade einordnen kann.
PoiSonPaiNter
19.08.2008, 11:39
*sich mal in die Diskussion einmisch* :D
Was war? Sie hatte keine Ahnung das Iron Maiden eine Band ist und hatte das Shirt nur an um "cool" zu sein,*lol*( Btw hab Iron Maiden in Wacken live gesehen *flöt*)
Besonders nervig ist das auch wenn 12-jährige Mädchen mit nem Shirt rumrennen auf dem zB steht "Open 24 hours" und keine Ahnung davon haben:
1. Was das bedeutet und
2. Dass das ne Eintrittskarte für jeden Pädophilen ist!*mph*
In meiner Realschulzeit habe ich einer damaligen "Freundin" grundsätzlich - wenn wir mal zusammen shoppen waren, wobei eher sie geshoppt hat, aber das gehört jetzt nicht zum Thema - jedenfalls habe ich ihr immer bei der sogenannten "Beratung" übersetzt was auf den Shirts stand, dass sie sich kaufen wollte. Des öfteren kamen dann Kommentare wie "Ist mir doch egal, es sieht cool aus!", da habe ich dann nur mit dem Kopf geschüttelt...
Eben diese Freundin ist auch unter die Hoppser gegangen, an ihr konnte man teilweise sogar eine Verblödung miterleben! Je mehr sie Aggro Berlin & Co gehört hat umso öfter wollte sie iwleche Personen mit denen sie Probleme hatte verprügeln und auch ihre Sprechweise sank ziemlich ab...glaube sogar ihre Noten. Das war dann auch mit einer der Gründe weshalb ich (die in die entgegengesetzte Richtung zum Rock, später Metal abwanderte) sich von ihr distanzierte.
Wobei Hip Hop ja nicht gleich Hip Hop ist! Die Musikszene bzw -industrie hat ja alles in eine Schublade geworfen!
Wenn man über HH redet denken die meisten an Gossenslang, Gewalt Baggy Pants die in den Kniekehlen hängen und und und. Aber auch Musiker wie die Fantastischen Vier oder Fettes Brot gehören zum HH! Und die haben nichts mit diesen Klischees am Hut! (Die einzigen Gruppen aus dem HH die mir spontan einfallen, die ich auch gerne mal höre)
Ebenso im Metal:
Was ist Metal? Musik bei der Lautstark ins Mikrofon gebrüllt wird und das Publikum beschimpft wird
Was ist ein Metallhead? Er säuft Bier in Maßen, Grölt rum und und und...
FALSCH!
Klar es gibt die Musikrichtung des Deathmetal und ähnliches wo die Konsorten o.g. wirklich machen (also das unverständliche Grölen), diese Richtung des Metals mag ich auch nicht besonders...kann ich mir nicht lange anhören, so paar Sekunden höchstens! :D
Bei Metal denken die meisten nicht daran, dass es auch anders geht: Bands wie Iron Maiden (*hrhr*), Edguy, Avantasia, Gamma Ray und wie sie alle heißen, die zu genialen Gitarrenriffs auch noch grandiose Gesangsstimmen haben!
Und auch Metaller, Metalheads oder wie auch immer man die Anhänger "der dunklen Musik"(*lol*) nennen will, sind nicht so wie da oben vorgeschlagen!
Aber das dürfte ja den meisten von euch nicht fremd sein! :D
Situation in Wacken: Freundin von mir, Freundin eines Klassenkameraden von mir und ich gehen über die Campingarea; was hat FeK raus? "Die sehn alle so grusselig aus und sind doch echt lieb!" o.O Fvm und ich gucken uns leicht verwirrt an, dann ich "Ja klar wir sind doch das beste Beispiel dafür!" *lol*
Die meisten werden halt durch dsa doch etwas düstere Auftreten der meisten Metaller abgeschreckt! Dabei sind wir gar nicht so schlimm! ;)
Und außerdem ist es ist schon cool wenn man Menschen, die man noch nie zuvor in seinem Leben gesehen hat und die um einiges älter sind an man selbst mit "DU" anreden darf! :D
Aber ich bin mir nicht sicher, ob so ein großes Event wie Wacken ein gleichartiges in der HH-Szene lange überleben würde! Denn mir ist schon des öfteren zu Ohren gekommen, dass deren Anhänger doch gerne mal randalieren, und damit meine ich nicht Ortsschilder- und Wegweiserklau sondern richtig derbe mutwillige Zerstörung der Musikanlagen und so!
Wenn man von Verräters Gruppeneinteilung ausgeht würde ich mich noch zur zweiten zählen, da ich noch nicht sehr lange "der Szene angehöre" :D Wobei mein Kleidungsstil einerseits meinem Musikgeschmack angepasst ist (Bandshirts, schwarz, etc), andererseits auch dem entspricht was ich gerne tragen möchte! Klar hab ich auch ein paar helle Sachen, aber die sind eher dafür da, falls es mal zu warm ist für schwarz oder einfach unpassend wäre im Bandshirt rumzulaufen oder ich einfach ma Bock drauf hab das anzuziehen! :D
Antigone
19.08.2008, 11:55
Oh manno - jetzt weiß ich endlich, warum ich als Jugendliche immer total out war. Ich hab Klamotten angehabt, die bequem und jenseits jeglichen Modetrends waren (meine Güte - die hat damals noch meine Mama mit ausgesucht.....) und als Lieblingsmusik hab ich Filmmusik (!) gehört.
Bin ich froh, dass ich aus diesem Alter draußen bin!!!
lg, A.
Aber ich bin mir nicht sicher, ob so ein großes Event wie Wacken ein gleichartiges in der HH-Szene lange überleben würde! Denn mir ist schon des öfteren zu Ohren gekommen, dass deren Anhänger doch gerne mal randalieren, und damit meine ich nicht Ortsschilder- und Wegweiserklau sondern richtig derbe mutwillige Zerstörung der Musikanlagen und so!:D
Naja ich denke genau die gleichen Gerüchte gehen in den andern Szenen auch über uns Metaler um.
Ich war als ich 16 war mal auf dem Splash open Air in Chemnitz. (zu meiner Hip Hop Zeit, und nein ich schäme mich deswegen nicht :D) die Leute da warn auch total cool, wir hatten kein zelt und durften unter nem Pavillion von irgendnem Typ shclafen, der hat uns dann auch n bisschen was zu trinken gegeben usw. Bei nem Musikstil gerichteten Festival wird immer unter "Fans" geteilt und genauso wirst du auf jedem Festival irgendnen Idioten finden der stress macht.
Im übrigen möchte ich noch hinzufügen das Hip Hop keine Musik ist.
kleine Aufklärung:
Rap, Graffity und Breakdance=Hip Hop
Die Musikrichtung nennt sich schlicht und einfach Rap.
und wieder was gelernt^^
Ja sogar ich als Metaler weiss sowas noch :D
Simon the Sorcerer
19.08.2008, 19:30
Da muß ich Zyrozz zustimmen,
es gibt in jeder Szene tolle Festivals. :D
Sogar in der Techno Szene, ja ich war schon mal auf so einem Act (Streetparade in Zürich). *ja*
Und ich fand die "Community" unter den Ravern, genauso gut wie die unter den Rockern bei Rock am Ring (auch des öfteren von mir besucht).
Und bei den Rappern ist es genauso...
Man sollte einfach mal seine Vorurteile über Bord werfen und nicht so engstirnig durch die Welt laufen.
Nur weil man Sido, Bushido oder Aggro Berlin hört ist man noch lange kein Assi !*mph*
Grüße
Antigone
19.08.2008, 19:39
*sich mal in die Diskussion einmisch* :D
Besonders nervig ist das auch wenn 12-jährige Mädchen mit nem Shirt rumrennen auf dem zB steht "Open 24 hours" und keine Ahnung davon haben:
1. Was das bedeutet und
2. Dass das ne Eintrittskarte für jeden Pädophilen ist!*mph*
Kann schon sein, dass das nervig ist, wenn kleine Mädels mit Aufschriften zweifelhafter Natur herumrennen. ABER: eine Eintrittskarte für Pädophile oder generell Sexualstraftäter ist das niemals. Denn das sind kranke Menschen, die ihren Trieben nachgehen, egal, ob das Mädel jetzt freizügig gekleidet ist oder wie eine Nonne.
Das klingt mir zu sehr nach: Die Frau/das Mädchen war ja selbst schuld daran. Was hat sie sich auch so aufreizend angezogen? Und ich hoffe doch sehr, dass sowas heute NIEMAND mehr denkt. (ja, ich weiß, das ist Wunschdenken, denn immer noch sieht die Realität anders aus. Aber man darf ja noch hoffen....)
lg, A.
RickyLee
19.08.2008, 20:01
Naja, ich gehöre, sagen wir mal so, zu denen, die 75% ihres Musikgeschmacks mit ihrem Aussehen repräsentieren (Blümchen zB nicht. Und Pur hör ich auuuch (*sings* Aaabenteuerlaaand..)) . Ich ziehe blaue Hosen auch nur an, wenn ich WIRKLICH muss. Schwarz ist ein Teil von mir, wenn ich mir normal anziehe, komm ich mir seltsam vor. Und mir ist definitiv klar, dass ich in diesem Sinne nicht individuell sein KANN, bei 10 Mia. Menschen auf der Erde. Ist mir aber auch schnupps ^^ ich bin so, wie ich bin. Und wenn ich mich plötzlich bunt anziehen würde, nur weil jetzt schwarz in ist, wäre ich auch eine Art Mitläufer - sozusagen ein permanenter Gegenläufer. Außerdem zieh ich mich schwarz an, weil ich die (nicht-)farbe und den Stil liebe ^^
Genau.
Generell gilt: Mode hält eine Saison, Stil hält ein Leben lang.
Und wenn ich mir meinen Freundeskreis ansehe: Wir schaun auch alle anders aus, keine von uns gleicht im Stil auch nur annähernd der anderen und das finde ich gut so. Ich hab keine Freunde oder allerhöchstens sehr wenige, die sich ebenfalls schwarz anziehen und Totenköpfe-Knutschen zur Lebenseinstellung auserkoren haben, aber an meiner Schule gibt es eine solche Clique, die immer am Bahnhof rumhängt, raucht und... auf dem Boden rumhockt. Die sind, muss ich ehrlich zugeben, mir verflucht unsympathisch. Obwohl es schon den einen oder anderen gibt, mit dem ich mich gerne mal unterhalten würde, die sind da nur leider so eingeschweißt wie Trüffel in Frischhaltefolie. Abgrenzung macht einem vieles kaputt.
Ist euch eigentlich aufgefallen, dass des in jeder Szene Spießer und Girlies gibt? Sehen wir uns mal die Definition a la Ricky an:
Spießer: Akzeptiert nichts anderes, als seine eigene Einstellung, alles andere ist böse. Intoleranz in Persona
Girlie: Ein neuer Trend? Muss ich gleich mitmachen! Sind in Gruppen unterwegs, die so aussehen, als hätten sie simulta alle im gleichen Laden eingekauft...
Diese Trendhascherei nervt mich, diese Plastikwelt ist mir zu wenig. Genau wie Diätcola: Sieht aus wie Cola, schmeckt annähernd wie Cola, sieht aus wie Cola... aber es ist keine Cola. Was die Jugendlichen brauchen, sind keine Vorbilder, denen sie alles nachmachen können, sondern Persönlichkeit.
@Mim: Suuuuper erster Beitrag. Ich bin so stolz auf dich *trän* *Mim pat* *Oyabaka*
a propos Japan: In Japan haben sie eine Art Trennung zwischen Stil und Musik, zumindest, was den Visual Kei angeht (...schwer zu beschreiben, ziemlich bunt, ziemlich schrill), der kann nämlich auf alle Musikrichtungen übertragen werden, soweit ich weiß...widersprecht, wenn ihr es besser wisst.
PoiSonPaiNter
19.08.2008, 20:20
Kann schon sein, dass das nervig ist, wenn kleine Mädels mit Aufschriften zweifelhafter Natur herumrennen. ABER: eine Eintrittskarte für Pädophile oder generell Sexualstraftäter ist das niemals. Denn das sind kranke Menschen, die ihren Trieben nachgehen, egal, ob das Mädel jetzt freizügig gekleidet ist oder wie eine Nonne.
Das klingt mir zu sehr nach: Die Frau/das Mädchen war ja selbst schuld daran. Was hat sie sich auch so aufreizend angezogen? Und ich hoffe doch sehr, dass sowas heute NIEMAND mehr denkt. (ja, ich weiß, das ist Wunschdenken, denn immer noch sieht die Realität anders aus. Aber man darf ja noch hoffen....)Oje, es tut mir leid, hab es wohl doch ein wenig drastisch ausgedrückt!:(
Das war egtl nicht meine Absicht! Damit wollte ich eher sagen, dass sie sich selbst auf so ein niedriges Niveau setzen, dass man denken könnte sie wären leichte Opfer! Wobei bei diesen speziellen Shirts, auch eher die Hersteller dran Schuld sind, die die überhaupt erst auf den Markt bringen! *mph*
Man sollte einfach mal seine Vorurteile über Bord werfen und nicht so engstirnig durch die Welt laufen.
Nur weil man Sido, Bushido oder Aggro Berlin hört ist man noch lange kein Assi ! Wenn du das auf das beziehst:
Denn mir ist schon des öfteren zu Ohren gekommen, dass deren Anhänger doch gerne mal randalieren, und damit meine ich nicht Ortsschilder- und Wegweiserklau sondern richtig derbe mutwillige Zerstörung der Musikanlagen und so!, dann muss ich wohl klar stellen, das die o.g Situation zwar keine Festival, aber ein kleineres Konzert in einem Club hier in der Nähe war. Da haben die Hopper ziemlich die Anlagen demoliert und da gibt es jetzt keine solche Konzerte mehr!
Im übrigen möchte ich noch hinzufügen das Hip Hop keine Musik ist.
kleine Aufklärung:
Rap, Graffity und Breakdance=Hip Hop
Die Musikrichtung nennt sich schlicht und einfach Rap.Bist du dir auch sicher das sich die Musikindustrie auch an eben diese Definition hält? Ich mir nämlich nicht! :D
dragonheart
19.08.2008, 20:41
Uii, was für ein schönes Thema :)
Jou... Was Mim da schildert kenne ich nur zu gut. Ziemlich nervenaufreibend - teilweise ^^
Jo, ich gebe zu, ich trage gerne Schwarz. Ist doch schön, oder? Eine gute Farbe (Schwarz ist keine Farbe, ich weiß *hüstel* Aber nehmen wir mal an, es ist eine Farbe xD), ist nicht zu aufgestochen, passt auch viel dazu... Dazu kommt noch, dass ich besonders bequeme schwarze Hosen & T-shirts habe.. Was für ein Verbrechen, oder?
Nachdem die Leute in meiner Schule bemerkt haben, dass ich gerne Schwarz trage, wurde ich zum Emo, dann zum Goth usw..
Also ich finds total krank, dass mir nur wegen meiner Kleidung nachgesagt wurde, ich würde mich ritzen, ich wäre dauerdeprimiert etc. *mph*
Naja, so isses eben..
Und ich gebe zu, ich höre jede Musikrichtung. Und wenn mich jemand nach meinem Lieblingssänger fragt, dann kommt da mit unter auch Bushido, Marilyn Manson usw. vor. Na und?
In einem Chat zB. fanden sie Marilyn Manson sooooooo schlimm, dass ein User nicht mehr mit mir schreiben wollte :D Ich mache eben allen Angst ...*hrhr*
Dass auf Marilyn Manson dann Katie Melua folgte, glaubte mir dann auch keiner.... Vielleicht hätte ich zuerst Katie Melua erwähnen sollen und danach erst mit Marilyn Manson & Co. anrücken sollen ;)
Aber wenn man eine bestimmte Musik in einer Gesellschaft nicht hören darf, weil man ab dann zu den Assozialen und durchgeknallten (Schlägertypen) gehört finde ich schon ziemlich heftig. Ich mein, warum gibts denn die Musik, wenn man sie nicht hören darf oO
Und meine Person einfach nur auf meine Kleidung zurückzuführen um dann festzustellen
"Aha, Emo"
"Aha, Goth"
Sag ich nur: ... :rolleyes:
Ich mein, darf man hier nicht mal mehr ehrlich sein, wenn mein Lieblingslied "Just A Car Crash Away - Marilyn Manson" ist ... Oder "Augen Auf - Sido" wäre?
Ich meine, wenn ich schon weiß, dass derjenige, der fragt nicht hören will, dass mein Lieblingslied von Sido, Marilyn Manson, Bushido & Co. ist, soll ich dann nicht besser sagen "Uuuhh.. von Pussy Cat Dollz "das und das"? Oder "Der Schnuffili Song von Schnuffel" (Hasslied ôÓ)
Wäre doch vernünftiger, oder?
Aber andererseits habe ich auch weiterhin keinen Bock drauf meine Musikvorlieben oder meine Lieblingskleidung zu verstecken, um den anderen zu gefallen oO
Also ich find insgesamt, die Gesellschaft rennt in die falsche Richtung. Mediengesteuert eben...
Kommt in der neuen.. was wars? "Bravo" oder "IN", dass grüne Ballerinas angesagt sind, stehen am nächsten Tag mindestens drei Mädels aus meiner Klasse mit grünen Ballerinas da Oo
In meiner Schule ist es übrigens eine Seltenheit Jungen ohne diese merkwürdigen Hosen zu sehen.. Die, die an den Knien hängen, meine ich ^^
Aber Bushido oder was ähnliches hören die auch nicht.. Die scheinen nur der Mode zu folgen oO
Naja, soviel uninteressantes Gedöhns von mir erstmal ^^
LG und bis morgen, wenn ich hoffentlich - wahrscheinlich wieder zu Hause bin ^^
Dragonheart
Ollowain
19.08.2008, 21:32
Nettes Thema^^
Ich höre prinzipiell alles, auch wenn ich aus Erfahrung eher einen Bogen um Hip Hop und Rap mache - das, was man aus diesen Richtungen hauptsächlich hört, sagt mir eben nicht sonderlich zu :rolleyes:
Ich finde Schubladendenken ist wie eine zweischneidige Klinge: Einerseits ist es ganz nett, wenn man sich so ungefähr auf den Gesprächspartner einstellen kann, andererseits kann man damit auch ganz böse auf die Nase fallen, bzw. möchte selbst nicht nach seinem Kleidungsstil oder seiner Lieblingsmusik beurteilt werden.
Zum Bleistift, als ich Dreads hatte, bekam ich irgendwie immer zu spüren: "Ürg, die Haare kann man nicht kämmen und sie sind dreckig, weil man sie nicht waschen kann... Iiiiih"
Ein verdammtes Klischee, das nicht mal stimmt! *mph*ò.ó
Ich behaupte sogar, dass Dreads mehr Arbeit machen (wenn man sie pflegt), als jede andere Frisur - Cornrows und Rastas mal ausgenommen.
Aber mit der Zeit fühlt man sich einfach irgendwie "dreckig"... Ging mir zumindest so.
Aber so ist es traurigerweise mit allen Klischees: Leute die keine oder wenig Ahnung vom Inhalt der Sache haben, meinen, sie wüssten Bescheid und könnten darüber erzählen ò.ó Das glauben die anderen dann auch, weil sie es 1. selbst nicht besser wissen, es 2. augenscheinlich zutrifft und sie 3. zu faul sind, sich eine eigene Meinung zu bilden.
Was Kleidung angeht trage ich, was mir gefällt, und vor allem, was bequem ist. Chucks zum Beispiel trage ich, weil ich sie - wenn eingelaufen - sehr, sehr bequem finde. ;)
Oder an einem Tag renn ich rum, dass man mich für nen Jungen halten könnte, und am nächsten trag ich ne weiße Hose und ein rosa T-Shirt.
Schräg?
-Vielleicht.
Das ist genauso, wie jemandem zu erzählen, dass ich Midnight Oil, Tokio Hotel, Krypteria, Runrig (Schotten *sabber*), Schandmaul und (während ich das hier schreibe) Paul Potts (ein Tenor - kennt ihr vielleicht aus dieser Telekomwerbung) höre.
Die spinnt?
-Nein, sie hört Musik, die ihr gefällt.
Und was sagt der die Erscheinung letzendlich aus?
-NICHTS!
Ich kenne einen Jungen, der gerne Armbänder trägt, wie sie auch ein Metaler tragen würde, selbst aber eher Hip Hop hört.
Oder einen total netten, aufgeschlossenen, esoterisch Interessierten, der eine riesige Vorliebe für Musik mit Beats hat - Text ist wurscht - da kann auf alles und jeden geschimpft werden, egal, der Beat ist gut.
Oder was sagt es über mich aus, wenn ich mit einem rosanen T-Shirt rumlaufe auf dem steht "Anything Boys Can Do, Girls Do Better"? Dass ich den Spruch toll finde? Dass ich eine Feministin bin? Dass ich lesbisch bin? Dass ich will, dass man mich anguckt? (Ich schätze mal, von allem mehr oder weniger etwas ^^)
Ja, ich liebe es, mit Klischees zu spielen. Nein, ich mag sie nicht unbedingt. Ja und? Macht es mich zu einem bösen Menschen? - Für Fanatiker vielleicht, aber für die Mehrheit der Menschen nicht.
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Und was diese Gruppe im SVZ angeht - Es ist schon sehr krass. Fast rassistisch... Und ich war mal drin. Für mich war es ein Spaß, denn ich nehme diese Gruppe überhaupt nicht ernst, wörtlich oder sonstwas.
Bist du dir auch sicher das sich die Musikindustrie auch an eben diese Definition hält? Ich mir nämlich nicht! :D
Die "los wir Casten jetzt ne neue Hip Hop Crew" Musikindustrie hält sich daran sicher nicht. ABER:
Die Rapper wo ich kenne und wo ich sage "hey was der sagt, ist garnich so dumm"
Die sehn das eben schon so, nennen wir es den "underground-Rap" den "realen -rap" :D auch wieder ein ziemlich arge Auslegungssache, gleiches Thema ist "True Metal" ich denk ihr wisst was ich meine.
VIelleicht liegt es aber auch daran das zu der Zeit als ich noch Rap hörte solche Sachen wie Lil John usw. noch nich da warn, oder zumindest hat man von sowas nichts mitbekommen.
Vielleicht kann man dieser "party-bounce-bitches-pimp"- Musik den Namen Hip Hop geben weils einfach viel zu anders als Rap war.
Meinetwegen, für mich bleibts so wies war und diese neue Musikrichtung höre ich nicht.
Ich geh jetzt einfach mal davon aus das ein paar hier an Fantasy interessiert sind *grins*.
Wer sagt ich bin andere Musik nicht abgeneigt dem lege ich ein paar Tracks von dem Wetsberlin "untergrund"-Rapper Meyah Don ans Herz.
Tracks wie "Märchen vom Wege" und "Geschichten aus der 2en Aufmerksamkeit part 1 u. 2"
Stellt euch eine kleine Fantasy Geschichte in einem Track vor, schöne sanfte klänge. Was Rhapsody usw. in Metal machen macht der im Rap.
so jetzt wieder back to topic.
Schwarz hmm...ja ok ich sags jetzt einfach, ich trage ausserdem schwarz und viel dunkles weil man darin schlanker aussieht *cool*
Simon the Sorcerer
20.08.2008, 01:43
, dann muss ich wohl klar stellen, das die o.g Situation zwar keine Festival, aber ein kleineres Konzert in einem Club hier in der Nähe war. Da haben die Hopper ziemlich die Anlagen demoliert und da gibt es jetzt keine solche Konzerte mehr!
Wenn irgendwo, irgendwer, irgendwas kaputt macht, beziehst du das auf eine ganze Szene mit Millionen von Anhängern ?
Nur weil eine kleine Gruppe von Idioten bei dir in der Nähe eine Konzertanlage demoliert, ist gleich eine ganze Szene Assi ?
Tut mir leid, aber das ist engstirnig für mich ! *nein*
Bei uns in der Nähe hat ein Opel-Fan-Club einen ganzen Supermarkt Parkplatz demoliert, irgendwelche hirnlosen Raser mMn. Ich fahre auch Opel, bin ich jetzt auch ein hirnloser Raser ? Nach deiner Definition, wohl schon ?!
Man sollte wirklich nicht so viel verallgemeinern, und auf andere Szenen schimpfen, nur weil einem die Musik evtl. nicht gefällt.;)
Grüße
Eben... wenn dann immer die halbe Welt kommt und dir "Metal vs HipHop" hinklatscht, kommen dir die Metaler (auch sehr verallgemeinert; das schreibe ich hier deshalb so, weil das die... allgemeine Meinung der breiten Masse zu sein scheint) gleich und sagen: "Hopper machen alles kaputt, haben kein Hirn und sind sowieso voll scheiße, weil sie HipHop hören."
Das würde dann ja nach sich ziehen, dass alle Metaller intelligent, friedlich, sozial engagiert and what not sind - sind sie aber nicht alle. Weil es auf den einzelnen ankommt...
Jeder hört mal was anderes als seine bevorzugte Musikrichtung... oder trägt oder hört Dinge, die nicht mit einer bestimmten Vorliebe in Verbindung stehen... ich hör ja auch nicht nur Anime-Musik, trage nur Manga-Shirts, kucke nur Anime, blablablabla, weil ich Manga gern mag ._."
Auch ist mir nicht so ganz aufgegangen, was die Sache mit dem Maiden-T-Shirt auf der vorigen Seite zu sagen hatte xD Wenn mir ein Motiv gefällt - und wenns n Bandshirt ist, bitte, dann solls das eben sein - dann kann ich das doch auch anziehen, ohne es zu "kennen"...
Rückspiegelgott
20.08.2008, 08:12
[QUOTE=PoiSonPaiNter;21480Bands wie Iron Maiden (*hrhr*),[/QUOTE]
Dabei ist Maiden gar kein Heavy Metal sondern NWOBHM, klassischer Heavy Metal wäre z.B. Judas Priest (*hrhr*)
Zum gegröle: BLACK METAL*ansage*
Zur Kleidung: Ich habe in der Schulzeit auch immer bequeme Kleidung getragen, Metal habe ich erst in der Berufschule gehört (PS: Bandshirts sind verdammt bequem) auch heute trage ich Sachen in denen ich mich wohl fühle. Ich trage genau deswegen auch keine Stiefel.
@ Ricky: Streber und Girlies?
Fanatiker: Nur sie haben recht alles andere ist Bullshit
Mitläufer: Haben Szenefreundeskreis und wollen dabei sein
Trendy's: Folgen dem Trend
Angehörige: gehören zu der Szene weil sie z.B. die Musik mögen
Prediger: Versuchen andere von ihrer Szene zu überzeugen und sie zu bekehren
Cross-Over's: fühlen sich in mehreren Szenen zu Hause und mischen die Stile
So das war's was mir so spontan eingefallen ist. Natürlich gibt es auch Mischungen der "Charakter"
Also zu Mitläufern muss ich sagen das ich mit solchen Leuten halt mal gar kein Problem hab.
Manche Leute entscheiden sich eben für einen Stil und andere nicht.
Wenn man einen "Mitläufer" im Freundeskreis hat; was ist denn falsch daran das zu tun was andere machen oder was gerade Trend ist?
Solange er vom Typ her ne eigene Meinung hat.
Manche Leute sind eben Individuen auf andere Art.
Im übrigen muss ich sagen das ihr die ganzen "Sparten" wie Mitläufer, Girlie usw. schön aufgezählt habt aber ihr solltet dabei nicht vergessen das das auch nichts anderes ist wie Schubladen denken und mMm darf sich keiner über irgendwelche Vorurteile gegenüber einer bestimmten Szene aufregen wenn er eben solches Schubladendenken selbst betreibt.
Simon the Sorcerer
20.08.2008, 11:25
Also zu Mitläufern muss ich sagen das ich mit solchen Leuten halt mal gar kein Problem hab.
Manche Leute entscheiden sich eben für einen Stil und andere nicht.
Wenn man einen "Mitläufer" im Freundeskreis hat; was ist denn falsch daran das zu tun was andere machen oder was gerade Trend ist?
Solange er vom Typ her ne eigene Meinung hat.
Manche Leute sind eben Individuen auf andere Art.
Im übrigen muss ich sagen das ihr die ganzen "Sparten" wie Mitläufer, Girlie usw. schön aufgezählt habt aber ihr solltet dabei nicht vergessen das das auch nichts anderes ist wie Schubladen denken und mMm darf sich keiner über irgendwelche Vorurteile gegenüber einer bestimmten Szene aufregen wenn er eben solches Schubladendenken selbst betreibt.
Ein wahres Wort, wehrter Herr Kollege !;)
Dem stimme ich voll und ganz zu !*ja*
Grüße
ExLibris
20.08.2008, 11:26
@ "Mitläufer"
Wenn ein Mitläufer eine eigene Meinung hat, ist er ja kein Mitläufer mehr.
Jeder Mensch betreibt bis zu einem gewissen Grad Schubladendenken. Sonst dürfte man nur mehr über Menschen sprechen, die man auch persönlich kennt. Jeder weitere Satz wäre eine Verallgemeinerung und somit Schublade.
Und es ist unmöglich etwas zu tun, oder zu unterlassen um in keine einzige Schublade eingeteilt zu werden.
Auch würde ich zw. Schublade und Vorurteil unterscheiden.
Äußere Merkmale trägt man doch auch, um zu zeigen welcher Richtung man sich zugehörig fühlt. Warum sonst gibt es die passende Mode zur passenden Szene. Damit Menschen, die mich nicht persönlich kennen, mich nicht in die falsche Schublade einteilen. Soweit ist es also auch ein bisschen gewollt. Ich seh da nichts falsches daran.
Wenn ich mich als Bücherfetischist oute, und jemand steckt mich in die Schublade "langweilig", ist das in Ordnung. Ich kann ihn ja vom Gegenteil überzeugen wenn ich ihn persönlich treffe. Bis dahin werd ich damit leben müssen.
Rückspiegelgott
20.08.2008, 11:26
1. Ich wollte mit meinen Charakteristiken keine Wertungen abgeben. Klar sind Mitläufer mitunter auch ganz ok aber manchmal nervt sowas.
2. Klar sind solche Einteilungen in gewisser Hinsicht Schubladendenken, aber auf diese Weise betrachtet erstaunt es mich ungemein, dass es den gleichen Typ Mensch in verschiedenen Szenen gibt, die aber behaupten grundverschieden zu sein.:D
3. Die Charakteristiken von mir sollten Szenenunabhängig sein
PoiSonPaiNter
20.08.2008, 12:25
Wenn irgendwo, irgendwer, irgendwas kaputt macht, beziehst du das auf eine ganze Szene mit Millionen von Anhängern ?
Nur weil eine kleine Gruppe von Idioten bei dir in der Nähe eine Konzertanlage demoliert, ist gleich eine ganze Szene Assi ?
Tut mir leid, aber das ist engstirnig für mich ! *nein*Ich bin zwar stur, aber nicht engstirnig! Wenn es in meinem Post so rüberkam, dass ich gleich die gesamte Szene verteufele, dann war das nicht meine Absicht!
Natürlich begegnen mir mehr Negativ- als Postivbsps speziell dieser Szene. Von daher habe ich nicht unbedingt so ein gutes Bild von denen. Ich habe ja nicht behauptet das ALLE Hopper "schlecht" sind. Nur viele geben sich wie die letzten Idioten und DAS geht mir echt auf die Nerven! Klar diese Leute gibt es auch in anderen Szenen, nur fallen mir diese dort nicht so häufig auf!
Was sehr wahrscheinlich daran liegt, dass die "Hopper" in der Hinsicht nicht viel anders denken als ein "Metaller": "Ach was geht mich der dumme Metaller/Hopper an? Der ist eh scheiße!" (oder so halt =>fiktives Bsp)
Dieser Konflikt besteht nun einmal, es wird wohl kaum eine Lsg dafür geben! Es wird immer Metaller geben die Hip Hop (Rap :) ) am liebsten verbieten lassen würden. Genauso wie es Pop-Fans gibt die Metal verdammen (wollen)! Und so weiter und so weiter...
Letzten Endes kann das Problem "Schubladendenken" nur individuell gelöst werden! Komplett ALLE friedlich zusammenführen zu wollen ist Wunschdenken!
Schubladen denken kann man nicht abschaffen weil, so denke ich, hat niemand Zeit über jemanden, den man nicht kennt, so lange nachzudenken bis man ihn richtig eingeordnet hat. was einem ja nicht gelingen kann weil man eben jene ja nicht kennt. Insofern find ich Schubladendenken gar nich so schlimm.
Was es abzuschaffen gilt sind ganz einfach Vorurteile.
Ich mein wenn ich ein T Shirt von ner Metalband anhab werd ich natürlich in die Metalschublade gesteckt obwohl ich mir das T Shirt vielleicht nur geliehn hab weil meine Klamotten alle beim waschen sind :D
Ich hab auf der Arbeit z.b. manchmal ein T shirt von ner Biermarke an die mir garnich schmeckt, aber was solls.
Was es abzuschaffen gilt sind ganz einfach Vorurteile.
Das würde ich vielleicht etwas anders ausdrücken. Jeder hat mal Vorurteile, jeder steckt mal einen Menschen, den er nicht kennt, in eine Schublade. Wenn er seinen Fehler nachher einsieht, ist doch alles in Ordnung. Um zu wissen, was richtig ist, muss man doch auch das Falsche kennen (natürlich muss man nicht jeden Fehler einmal machen, aber man kann ja auch aus den Missgeschicken anderer lernen). Was ich sehr traurig finde, sind die Leute, die mit 60 ihre Vorurteile immer noch nicht überwunden haben. Die verpassen in ihrem Leben so viel, weil sie bestimmte Menschen einfach von Anfang an ablehnen! *nein*
Ähm...also ich sag mal was du beschreibst klingt für mich einfach nach unwissenheit, mMn. haben vorurteile selten etwas mit Unwissenheit zu tun, ich meine wieviele Rechte wissen es eigentlich besser und hassen trotzdem Ausländer. Gerade weil viele von denen einfach nur mitschreien.
Jemand falsch einzuschätzen ist was anderes. Aber Jemand der Vorurteile hat wird hinterher kaum sagen:"Oh da lag ich wohll falsch."
Was du als 2es beschreibst sind für mich Vorurteile und das ist eben etwas was es nicht braucht, wie du ja auch sagst.
Sicher wieder auslegungssache, wie so vieles.
ExLibris
21.08.2008, 08:09
mMn. haben vorurteile selten etwas mit Unwissenheit zu tun, ich meine wieviele Rechte wissen es eigentlich besser und hassen trotzdem Ausländer.
Aber wieviele Rechte kennen einen Ausländer persönlich, ich mein wirklich kennen, in Freundes- oder Familienkreis? Spätestens da müsste doch jeder beginnen nachzudenken? Der Film American History X fällt mir dazu ein. Aber ein Rechter braucht ja seine Vorurteile, was würde er auch ohne machen.
Jeder Mensch hat Vorurteile, da stimm ich Mürtz zu. Im ersten Moment in dem man einen anderen sieht, hat man alle möglichen Vor-Urteile im Kopf. Über Aussehen, Herkunft, sozialer Stand. Aber die meisten versuchen zumindest sie abzubauen, und den Menschen nicht danach zu beurteilen. Ein Rechter dagegen fördert genau das. Muss er ja auch. Bleibt ihm ja nichts anderes übrig, wenn er ein Rechter bleiben will. *sarkasmusaus*
... in dem Fall hat es vielleicht wirklich nichts mit Unwissenheit zu tun, wie du sagst zyrozz. Im Grunde wissen sie es vielleicht besser, dürfen den Zweifel aber keine Sekunde zulassen, weil sie sich sonst einiges eingestehen müssten.
Kommt drauf an ob es ein Rechter aus Überzeugung ist, oder nur ein Mitläufer. Wo wir wieder beim Thema wären.
Rückspiegelgott
21.08.2008, 10:05
Ja Fanatiker und Mitläufer:D
Beim Thema Vorurteile stimme ich Mürtz auch eher zu. Jeder hat Vorurteile, was unterschiedlich ist, ist wie stark sie einen beeinflussen, und wie bereit man ist diese abzubauen.
Ganz schlimm finde ich auch wenn z.B. Politiker Vorurteile ausnutzen um Panik zu verbreiten
@ zyrozz
Vielleicht hab ich in meinem Beitrag da was blöd formuliert, tut mir leid. Ich wollte eigentlich nur sagen, dass man die Vorurteile wohl kaum abschaffen kann, weil jeder Mensch welche hat. Aber möglicherweise haben wir von Vorurteil auch eine andere Definition. Für mich bedeutet ein Vorurteil, dass man sich eine negative, ungerechtfertigte Meinung über jemanden bildet. Meistens ist das so bei Personen, die man nicht kennt (dachte ich zumindest). Und natürlich arbeiten Unwissenheit und Vorurteil oft Hand in Hand. Die Rechten sind da natürlich nochmal ne Sparte für sich...
Rückspiegelgott
21.08.2008, 10:11
Vorurteile sind nicht immer negativ. Ein Anzugträger wirkt meistens seriöser, jemand der ähnliche Szenekleidung trägt wie du scheint sympatischer.
Veltruck
21.08.2008, 12:05
dann will ich auch mal meine Meinung ablassen :P
Ich bin . oh Schreck . erst 16 , hab mich nie daran gestört, und finde es peinlich wenn andere aufgrund des Alters dann Vorurteile ziehen...
naja
Ich höre Metal, MittelalterMusik, und halt so was dazwischen ist.
Laufe gerne mit T-Shirts von Mountain rum, weil die mir einfach gefallen...
aber das heißt ja nicht das ich kein Eminem höre... ich habe größten Respekt vor dem Kerl, ehrlich...
Ich finde Vorurteileeinfach nur dämlich, auch diese Szenen Outfits... mh ... nicht jeder der Metal hört läuft im Leder Mantel rum...
Und wenn man ganz ehrlich ist, gibt es einen Menschen der wirklich NUR eine Musikrichtung hört und mag?
Die Mode kommt und geht, lange Haare hatte mal jeder, dann kam eine Zeit in der jeder der lange Haare hatte verpöhnt wurde... Jetzt sind sie wieder am kommen xD
soviel zu Mode und auch das was in einer Szene "die" Kleidung ist :D
Am Ende noch eine Frage zum Nachdenken über Vorurteile... kennt wer den Film: Die Jury?
Was währe hätte ich mein Alter nicht gesagt?
Am Ende noch eine Frage zum Nachdenken über Vorurteile... kennt wer den Film: Die Jury?
Was währe hätte ich mein Alter nicht gesagt?
Ähm...auf was genau möchtest du jetzt eine Antwort?
Den Film Die Jury kenn ich.
Hat eigentlich mMn. nur wenig mit Vorurteilen zu tun. zumindest dreht sich der Film nicht darum.
Und wenn du dein Alter nicht gesagt hättest...tja was soll ich sagen, dann
hätt ich eben diesen Satz nicht geschrieben^^
Ne schmarrn, es stimmt das viele Leute nach dem Alter beurteilt werden, dabei benehmen sich manche ältere wie Kinder im gegenteil sind dazu viele jüngere Leute, gerade so im alter von 15-18, oftmals sehr viel vernünftiger.
Allerdings muss ich sagen das ich mit 16 schon auch darauf aus war das mich Leute für reifer halten als ich bin, ist denk ich normal, mann will ja schließlich erwachsen sein.
Um nochmal zu Musik zu kommen.
Ich höre manchmal auch Punk, also Links-Punk. Kenne aber auch ein paar sehr gute Rechts-Rock lieder.
Tja wer jetzt sagt Links Punk ok aber RECHTS-ROCK? dem muss ich sagen das bei diesen beiden Richtungen keinerlei Musikalischer Unterschied ist, bei den Texten klar, aber solang nicht nur irgendwelche Parolen gebrüllt werden hör ich mir das schon an. Ich halte mich für Intelleigent genug mir ein Rechts oder Links-gerichtetes Lied anzuhören ohne dieser "Sippe" zu verfallen.
Weil spielen können die.
Ich stelle mir das gerade mal vor, wenn der Musikgeschmack bestimmen würde, was für ein Typ Mensch man ist: OMG ich bin im falschen Körper. :D
Ne, jetzt mal ehrlich. Meine aktuelle Lieblingsband, denke nicht, dass sich das so schnell ändert ist eine christliche Rockband mit dem Namen 'Fireflight.'
So. Heißt das jetzt, dass ich am liebsten ein Mädel wäre, weil der Gesang von einer Dame kommt? Nein.
Oder das ich super christlich drauf bin und jede Woche es kaum erwarten kann in den Gottesdienst zu kommen? Nein.
Schubladendenken, dass ist wirklich ein gutes Schlagwort. Ich denke nicht automatisch, dass wenn jemand mit langen Haaren und Bandshirt über den Weg läuft, nur Metal hört. Ich würde mich nur nicht wundern, dass ist alles.
Wenn der Geschmack der Musik den Charakter bestimmen sollte, was wäre ich dann?
Ich höre alles querbet, vom softesten Pop, über nennten Rock, rüber zum Elektrobereich, den ich neu für mich entdeckt habe, ab zu Metal, wo es einige Sachen gibt, die ich richtig geil finde, wieder zurück zu Soundtracks, vor allem der von Herr der Ringe, einfach schön anzuhören.
Lieblingsinstrument ist übrigens bei mir das Klavier und deswegen habe ich auch ein Keyboard bei mir rumstehen.
Das einzige, was ich zugeben muss zum Thema Musik: Ich mag besonders gerne weiblichen Gesang. Keine Ahnung, warum das so ist, aber ich habe bei den Männern immer so meine Probleme. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich ein Kerl bin. :D
Zum Abschluss möchte ich nur mal sagen, dass wenn jemand Emo ist, dass sein Problem ist, wenn die Person sich entsprechend kleidet, ist das auch sein Problem, wenn andere darauf rumhacken, ist das ihres. Danke.
Solche 'Gruppierungen' sind doch wirklich nervtötend.
Wenn man kein Hip Hop hört, wird man sofort ausgeschlossen und angemacht, sogar draufgehauen wird bei uns, ohne Rücksicht auf die jeweilige Person, die nunmal ihre Vorlieben und Geschmäcker hat!
Vor allem werden hier in Luxemburg Metaler wie Dreck behandelt. Ehrlich, wie DRECK! Wenn man hier kein Hip Hop, Rap, oder wie diese Musikrichtungen auch immer heißen, hört, wird man angemacht, zerschlagen und nicht letzten Endes sogar GETÖTET. Ja, das kam alles schon vor.
Bei mir ist es zum Glück etwas anders. Mein Freundeskreis ist schon sehr erwachsen und wir alle akzeptieren die Vorlieben der anderen. Ich bin z.B. die einzige, die Metal hört und nur schwarze Kleidung trägt (außer Jeans, die sind blau, was mich nicht stört). Meine Freunde akzeptieren das voll und ganz und haben Verständnis dafür! Ich rege mich jetzt nicht auf, weil einige von meinen Freunden glamourös angezogen sind und Hip Hop hören. Es kommt doch nicht auf die äußerlichen Werte an... darüber könnte ich mich stundenlang aufregen!
In einer Stadt, nicht weit von mir entfernt, ist es am Schlimmsten... Metaler und Punks werden hier schief angeguckt und gemieden. Gründe gibt es viele: Manche glauben, sie seien gefährlich, andere finden sie merkwürdig. Ich verstehe das einfach nicht! Und dann der beliebte Satz "Was ist das denn für eine Katzenmusik? Und diese Schreie in den Liedern... hast du Probleme? Bist du gestört?" Nein... puh... ich könnte meinen Kopf gegen die Wand hauen.
Ich meine... es ist doch egal, welche Vorlieben ein Mensch hat! Solange seine inneren Werte, sein Charakter, in Ordnung ist, ist doch alles ok. Ich habe viele Hopper als Freunde und finde sie wundervoll, und da schaue ich nicht auf ihre Vorlieben oder beleidige ihre Musik (was viele Menschen auch sehr gerne und häufig machen). Wenn man die Musikrichtung einer Interessengruppe beleidigt, ist man es nicht würdig, seine EIGENE Musikrichtung zu hören... so sehe ich das. Wenn ich jetzt beispielsweise als Metaler die Hoppermusik beleidigen würde, wäre ich es als Metaler nicht würdig.
Was für eine verkehrte Welt.
DisAster
03.10.2008, 17:11
Das was Avrina sagt, ist auch ziemlich heftig.
In der Siebten hat sich auch mal ein Mädchen darüber lustig gemacht, das ich die Ärzte und die Toten Hosen gehört habe.
In der Achten habe ich viel Metal gehört. Dann bin ich mit einem gestreiften Pullover und Chucks durch den Flur gegangen und ein Kerl meinte mit einem läppischen Lächeln "Möchtegern-Punk". Sowas nervt doch auch.
Könnt ihr euch vorstellen, dass wirklich an einigen Schulen oder in einigen Städten Mädchen Angst haben mussten, verprügelt zu werden bloß, weil sie Tokio Hotel hörten? Zu dieser Phase vor einigen Jahren war es auch schlimm. Ich habe TH nie gemocht - im Gegensatz zu 95% der Mädchen aus meiner Klasse, selbst oder gerade diejenigen, die heute darüber herziehen -, aber wenn man sie nicht genauso gehasst bzw. sie genauso beschimpft hat wie alle anderen, wurde man als Fan "beleidigt".
Und - vielleicht treffe ich jetzt auf Unverständnis - warum sollte ich nicht sagen dürfen, dass ich eine andere Musikrichtung scheiße finde? Ich meine, ich möchte niemanden umbringen oder beschimpfen. Ich sage auch nicht, dass solche Menschen gleich schlecht sind, ich kann sie schließlich auch mögen. Ich lasse sie leben, das ist auch gut so. Ich mag Vielfalt. Aber ich persönlich finde es einfach scheiße. Bloß weil man etwas toleriert, heißt das doch nicht, dass man es nicht kritisieren darf und immer meinen muss, es sei supi-dupi-tolli.
Ich kritisiere auch meine Musik und sage nicht, dass jetzt alle das hören müssen, was ich höre. Nur scheinbar verwechseln viele Leute Toleranz mit völliger Verweigerung an Kritik und Meinungsäusserung dazu.
Man kann doch beispielsweise die zwölfjährigen Mädchen die ein "Open 24 Hours"-T-Shirt tragen insofern tolerieren, indem man siees tragen lässt, indem man es ihnen nicht verbietet, sie nicht beleidigt, nicht heruntermacht, nicht verprügelt. Aber heißt das gleich, dass man seine Meinung dazu nicht sagen darf? Du darfst doch wohl sagen, dass du soetwas für naiv und dumm hälst. Und du darfst es doch wohl kritisieren und meinen man müsse soetwas zuerst verstehen, bevor man es trägt.
Was ist schlimm daran zu sagen, dass man etwas einfach schlecht findet? Wozu ist die Demokratie da, wenn nicht zur freien und ungehinderten Meinungsäusserung?
Soviel zu meiner Sicht der Dinge
Da hast du an sich schon recht aber es kommt natürlich drauf an wie man es sagt, der Ton macht die Musik.
Wenn ich zu jemanden hingehe und sage:" Hey ich find deinen T shirt Spruch echt miess!" Dann ist das ne Meinung, klar.
Wenn ich aber sage :"Hey dein T shirt spruch ist echt dumm und Naiv!" Dann wird die Person das gleich auf sich beziehn und dann ist es eig. auch keine Meinungsäußerung sondern schon ehr eine Provokation.
Was ich z.b. nicht leiden kann ist wenn jemand etwas falsches über sachen sagt von denen ich "Fan" bin.
Wenn jemand zu mir kommt und sagt:"Das ganze Metal zeug is doch nur geschrubbe und das kann ja jeder." Dann sollte er sich darauf einstellen das ich ihn eines besseren belehren werde. Wenn jemand sowas sagt und sichs dann nich erklären lassen will (da die Person weiss das solche Äusserungen durch unwissenheit entstehn) seh ich das als Provokation was mit Meinungsäußerung nix zu tun hat
Ich muss sagen, von der Emo-Bewegung halte ich nicht viel. Wer hierzulande in der Ecke hockt und weint weil das leben doch so schlimm ist, während anderswo die Menschen verhungern verdient kein Mitleid sondern einen Schlag auf den Hinterkopf. Ganz abgesehen davon dass mit Leute die sich nach recht genau vorgegebenen Regeln uniformieren um sich von der Masse abzuheben ein wenig suspekt sind. Irre ich mich oder fehlt da ein wenig die Logik? Aber was solls, meistens geht das vorbei wenn die Betreffenden 16 werden und die Sache hat sich. Verstehen kann ichs trotzdem nicht.
Simon the Sorcerer
04.10.2008, 10:52
@DisAster:
Natürlich darfst du trotzdem noch deine Meinung sagen.;)
Geschmäcker sind ja Gott sei dank verschieden, sonst wäre das Leben in dem ganzen Einheitsbrei ja langweilig und wir hätten nicht so schöne Diskussionen.:D
Wie du schon sagtest, kannst natürlich nicht alles Supi-dupi finden und solltest auch dazu stehen.
Aber Toleranz gehört immer mit dazu. Und wenn du eben der Meinung bist das "24h Open T-shirts" nichts für Mädchen in dem Alter sind , OK der Meinung bin ich auch. Aber Hansi Hinterseher macht trotzdem noch seine Volksmusik obwohl sie mir nicht gefällt. Deshalb ist er aber kein schlechter Mensch, den man wegen seiner Art von Musik als Idiot reduzieren sollte.
Wie du schon sagtest : Kritik "ja", Beleidigungen "nein Danke".
Toleranz eben, aber das hast du ja auch alles selbst schon geschrieben...*ja*:)
Grüße
Ich hoffe, ich trete hier keinem auf die Füsse, aber nach 10 Tagen Exkursion in einem Bus mit wohl allen Emo-Verachtern der ganzen Reisegruppe kenne ich deutlich mehr Emo-Witze als zuvor (vorher hab ich es noch für einen Rechtschreibfehler bei einer bekannten Vogelart gehalten)...
Allerdings weiss ich halt nur was man sich an Gerüchten erzählt - zum Spass ritzen, in die Ecke setzen und weinen und so - danach beurteilt kann ich der Sache auch nichts abgewinnen, vor allem weil es aufgesetzt wirkt und wie ein Spott auf alle, denen es ernsthaft schlecht geht. (Nicht nur jene die irgendwo fernab hungern, sondern auch hierzulande alle mit ernsthaften Depressionen.)
Die Sache mit der Non-konformisten-Uniform wurde ja schon angesprochen... den Ausdruck von Reinhard May trifft da wie die Faust auf's Auge. ;-)
Auch sonst halte ich nicht viel davon die ganze Lebenseinstellung - also das Konglomerat aus Musikgeschmack, Kleidungsstil, Verhalten und so nach einer Vorgabe zu synchronisieren - sprich sich freiwillig in eine Schublade zu legen.
Ich habe auf der Exkursion öfter gehört daß ich wohl zu den Leuten gehören bei denen die Grossmutter rät die Strassenseite zu wechseln... zumindest vom äusseren. Und von anderen hab ich dann gehört daß ich dann ja gar nicht so bin... oder sie haben mich ganz anders eingeschätzt.
Und meinen Musikgeschmack würden wahrscheinlich die meisten nochmal ganz woanders ansiedeln...
Lythande
05.10.2008, 11:36
Hallo,
ich bin jemand, der nie mit der Masse gelaufen ist und deshalb habe ich meine erste richtige Richtung erst sehr spät gefunden. In meiner Cd-Sammlung standen erst Weltmusik, dann Mittelaltermusik, später Metal und Musical, sowie Meditationsmusik und keltische Folkmusik. Ich habe bloß nie die Charts oder den ganzen Radiosums gehört, war mir einfach nicht anspruchsvoll genug. Ich brauchte immer etwas extravagantes, etwas, das man mit Leib und Seele hören konnte. Ich denke mir, dass viele, die Charts hören eigentlich gar keinen richtigen Musikgeschmack haben. Wenn jemand erzählt, er höre Schlager, Rock, Klassik oder Volksmusik, dann ist das eine Richtung, mit der er sich identifiziert. In den Charts läuft halt alles und wenn da Schlager oder Volksmusik laufen würde, würde der jenige es hören--- weil es eben da läuft und nicht, da es ihm gefällt. Ist halt meine Meinung. Bei Chartsmusik ist mir das Durcheinander einfach zu viel und zu gleichklingend.
Grüße
Lythande
Guten Tag. :)
Zu Tokio Hotel:
Ja, bei uns war es auch recht schlimm... wenn jemand TH gehört hat, wurde die betroffene Person beschimpft und ausgelacht. Verprügelt wurde man erst, wenn man sich gegen diese 'Zicken' gewehrt hat. Dann haben sie auch schon draufgehauen.
@DisAster
Seine Meinung darf man immer sagen! Ich denke, dass es recht blöd wäre, wenn man hier jetzt nicht zu seiner Meinung stehen könnte... wo würde das alles bloß hinführen, wenn es soweit kommen würde?
Wenn man sich frei zu einer Musikrichtung äußern will, kann man das ruhig machen. Ich sage auch öfters meine Meinung zu den vielen Musikrichtungen. Das wichtigste ist doch, dass man den Unterschied zwischen 'beleidigen' und 'kritisieren' kennt. Kritisieren kann man immer, beleidigen ist auch wieder so 'ne Sache...
Ich finde auch nicht jede Musikrichtung klasse. Und das sage ich meistens auch immer. Aber beleidigen tu ich nie. Wenn man Hip Hop z.B. gern hat... schön. Wenn derjenige glücklich damit ist, ist es ok.
LG, Avrina
Mode, Styles und Bewegungnen existieren doch schätze ich nur wegen dem Gruppeninstinkt. Ich persönlich hab ad auch schon einiges durch. Ich war sogenannter "Punk", für mich der Inbegriff der Freitheit. Ich muss heute feststellen, dass Punk alles andere als Freiheit bedeutet schon gar nicht Geistig. Ich habe immer wieder nach Gründne gesucht!!! warum ich mich über "Bullen", Politiker und Staat aufregen kann und wenn ich mal was absurdes gefunden habe, hatt ich mich gefreut endlich wieder eine Rechtfertigung für meine lächerliche Bewegung zu finden.
Was ich im Endeffekt feststelle ist, dass der Mensch eben versucht in ein ebstimtmes Chema zu passen um sich mit einer Gruppe identifizieren zu können. Welche Vorteile eine Gruppenzugehörigkeit hat und wie wir dieses Verhaltensmuster aus der Uhrzeit übernommen haben, darauf muss ich glaube ich jetzt nicht eingehen.
Tokio Hotel :rolleyes:
Nun ja. Man sollte ja meinem jedem das seine, aber ich als Musiker musste von Afang an feststellen, dass Tokio Hotel Marionetten in der Hand eines Konzerns sind, die oberflächlische Massenkomatieble Musik machen. Der Plan ist voll aufgegangen.
Iiiich war vor Kurzem auf einem Hip Hop bzw. Rap Konzert. :D
Und ich muss sagen, dass es mir super viel Spaß gemacht. Mag in erster Linie daran liegen, dass ich Gefallen an der Musik bzw. den dort aufgetreten Künstlern finde, in zweiter Linie aber auch daran, dass das Feeling super war. Gut, es war ein Konzert. Das verbindet schon irgendwie. Aber hier waren viele verschiedene Leute unterwegs. Das typische Bild, dass man von "Hoppern" kennt. Die übergroßen, tief hängenden Hosen, Kappe auf dem Kopf, dicke Goldkette... Aber auch Leute, die man einer genau gegenteiligen Szene zuordnen würde. Mit schwarz und so. Khihi. Und natürlich Mittelmenschen, die ich weder einer Szene noch den "normalen" (jap, Definition gibt's immer noch nicht, woa?) Leuten zuordnen möchte und kann.
Jedenfalls wollte ich es nur mal erwähnt haben, ist kaum der Rede wert. Nicht, dass mir hier etwas vorgeworfen wird à la "Sagt doch keiner, dass da nur Hirnis blablablöd rumlaufen". ;)
@DisAster: Das, was die anderen schon sagten. Toleranz ist, wie du schon sagtest, das Stichwort. Und ich denke nicht, dass mein Text rüberkommen lässt, dass ich alles und jeden und entsprechende Meinungen nicht nur toleriere, sondern auch gleich klasse finde. Weil ich's ja nicht kritisieren darf, weil ich's ja toleriere, weil... Mhm. Lassen wir das.
Aber jetzt mal kurz etwas anderes. Kennt ihr das, wenn Menschen an euch vorbeilaufen und euch grundlos irgendein Schimpfwort entgegenschleudern? Wurde ich letztens doch tatsächlich als Schla**e (oder darf man's ausschreiben? ich lasse es mal lieber, weiß ja jeder, was gemeint ist) bezeichnet. Von einem Kerl, der mir einfach nur entgegengekommen ist. Und dann sagt er sowas zu mir, als ich an ihm vorbeigehe. Wer weiß warum. *schulterzuck*
Toleranz ist wirklich wichtig. Immerhin hat jeder einen eigenen Geschmack, was prinzipiel auch ganz gut so ist.
Ich kenn auch ein paar Hopper (sorry i gebrauch des wort etz einfach mal für alle die hip hop hören) die ganz normal gekleidet sind und auch normal reden (genauso viel bayerisch wia i a)
Aber i hab vor kurzem in da schul tatsächlich zwei Jungs gsehn die fast alles in punkto hopper erfüllen. Vor allem die Sprache. Ich verstehs ned wieso man in jeden Satz mindestens einmal das Wort "Alter" einbauen muss.
Oder in Berlin hat a Klassenkamerad vo mir nur gsagt dass er niemals Bier aus Plastikflaschen trinken würde. Eine Gruppe Hopper hat des zufällig ghört und is uns glei blöd angangen, denn wir hätten sie ja beleidigt. (die hatten grad Plastikbier in der Hand). Daweil war des überhaupt ned bös gmeint sondern nur unsere Meinung, aber des konnt ma dene irgendwie ned klar machen.
Und solche Fälle kommen bei mir irgendwie nur bei Hoppern vor.
Sieh dich jetzt bitte nicht angegriffen. Ich respektiert deinen Musikgeschmack und finds gut, dass du ihn verteidigst. Jeder sollte zu seiner Musik stehen, auch wenn man manchmal schief angesehen wird (kommt bei mir auch vor, nur weil ich noch schallplatten hör)
Und wahrscheinlich gibts auch unter uns Metalern/Rockern verruckte.
Nein, keine Angst.
Mein Musikgeschmack ist breit gefächert, tatsächlich höre ich sogar beispielsweise mehr Metal als Rap.
Natürlich werden diverse Klischees schon einmal erfüllt, manche entstehen ja nicht einfach so. Mir ist es nur wichtig, dass man nicht jeden gleich meint in irgendeine dieser Schubladen stecken zu müssen, weil er eine bestimmte Musikrichtung hört oder sich einer bestimmten Szene "angemessen" kleidet. :)
Oh, es gibt sehr wohl diverse primitive, nervige, dumme Metaller. Ich kenne einige. Das sind auch meistens die, die am lautesten über Hopper pöbeln, sich selbst aber absolut genauso verhalten :rolleyes:
Genauso gibt es viele Leute, die Hiphop hören, und die einfach ganz normal aussehen und sich gesittet verhalten. Ist klar, dass die weniger beachtet werden, sie fallen ja auch nicht weiter auf.
Ich selbst höre hauptsächlich Metal, kann allerdings auch einigem Hiphop was abgewinnen, mag viel Rock und Klassik und auch einigen Pop. Ich hör mir eigentlich alles an, bevor ich darüber entscheide, ob ich es mag und sehe mich auch nicht zwangsweise einer Szene zugeordnet. Es ist zwar so, dass viele meiner Freunde auch hauptsächlich Metal hören, aber eigentlich sind sie auch größtenteils ähnlich gegenüber anderer Musik eingestellt.
Naja wer lästert nicht schon hin und wieder über die Jungs und Mädels die Musik hören die einem selbst nicht so zusagt. Ich suche auch heute noch regelmäßig mein Heil in der Flucht wenn irgendwo Volksmusik geträllert wird. Die Musik dann allerdings auf die zu projezieren die sie machen oder hören, das ist dann eher etwa für pupertierendes Jungvolk. Nied zwischen den Gruppen und der Gruppenzwang innerhalb des eigenen Freundeskreises sind oftmals Auslöser dafür. Die Ärzt hatten da so eine Textzeile .. zwischen Störkraft und den Onkeln steht ne Kuschelrock CD... ich denke so ähnlich geht es vielen. Zu meiner Zeit hat angeblich niemand Modern Talking gehört, aber Bohlen und Co haben Platten verkauft ohne Ende. hm seltsam. Genau so ist es auch mit der Rivalität unter den Gruppen, egal ob Punk, Hopper, Popper Emo usw. Viele davon äussern sich über Kleidung und Musik aber den wahren Menschen dahinter erkennt man selten. Selbst die die sich zum Pöpeln innerhalb der Gruppe hinreissen lassen, sind meist in einem Einzelgespräch völlig harmlos und sogar nett. Sie suche stärke und eine Art von Annerkennung in dem was sie tun und wem sie angehören. Einen wirklich eingenen Stil haben die wenigsten. Viele davon bekommen ihn nie, anderer aber nehmen es als Sprungbrett einen eigenen zu entwickeln. Ich für mich brauche das alles nicht. Ich trage was mit gefällt und höre was mir gefällt. Und wenn die Oma von nebenan ein gutes stimmiges Lied trällert na umso besser, dann hör ich eben da zu. Musik ist immer so gut wie sie ihrem Hörer gefällt, ist wie beim Lesen dem einen gefällt die Geschichte dem anderen eben nicht. Der Unterschied ist aber das beim hören eines Musikstils und tragen gewisser Kleidungsstücke der Mensch dahinter in eine gewisse Schublade gezwängt wird, oder schlimmer sich zwängen lässt. Zum Glück passiert uns das mit der Fantasy noch nicht. Auch wenn ich da meine Zweifel hegen müsste, wenn ich so den Musikgeschmack und die Kleidungsrichtung der Forenuser hier betrachte *lach*, nein das war nicht wirklich ernst gemeint. Aber im großen und ganzen war das eigentlich das was mir jetzt so spontan zu dem Thema durch den Kopf gegangen ist. Verworeren und durcheinander? Könnte schon sein, ob dass auch in irgend eine Szene passt?
liebe Grüße
Allanon
Dragonologist
07.03.2010, 14:25
Ich selber bräuchte etwa fünfzehn Zeilen um all die grundverschiedenen Musikstile aufzulisten, die ich gerne höre. Allerdings sind dies alles Stile ohne dazupassende Gewandung.
Trotzdem lache ich nicht über die Leute, die sich zum Beispiel Cybergothicmäßig anziehen, im Gegenteil, ich finde es toll, dass sie das Stadtbild bunter machen. Ich sehe das ganz pragmatisch: Du wärst gern in einer Fantasywelt mit verschiedenen Wesen? Du bist in einer Fantasywelt mit Leuten, die immerhin so aussehen als wären sie von einem anderen Stern!
Eine in meiner Klasse ist Cybergoth und ich finde es echt toll wenn sie mit ihren Sachen in die Schule kommt - sie wirkt dann viel selbstbewusster und man merkt ihr an, dass sie sich wohlfühlt. Wenn exzentrische Kleidung Leute dazu bringt, nicht depressiv zu sein, dann bin ich absolut dafür!
Ich hau mich nur ab wenn Anhänger einer bestimmten Strömung behaupten, sie ziehen sich so an um individuell zu sein*rofl*
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