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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fehler im Buch


Warin
03.09.2008, 19:49
Stoßt ihr euch auch manchmal an Fehlern in Büchern?

Das letzte, was mir aufgefallen ist, war ein Direktflug von Moskau nach Duisburg in Lukianenko's "Wächter des Tages".

Also ich müsste mich schon sehr irren, aber ein internationaler Flugplatz ist mir in Duisburg noch nicht untergekommen. Hätte eigentlich zumindest die Übersetzerin merken sollen. Ich denke mal, dass Düsseldorf gemeint war.

Waterstorm
03.09.2008, 20:49
Geografische Fehler stören mich nicht sehr. Ich nehme an die meisten bemerke ich gar nicht, denn schliesslich kenne ich viele Orte des Geschehens nicht wirklich gut.
Sehr ärgerlich finde ich es wenn ich Rechtschreibfehler in Büchern finde. Ich verlange dass wenn ich ein Buch kaufe, dieses auch so intensiv überprüft wurde, dass sich darin keine auffälligen Rechtschreibfehler mehr befinden.

Ollowain
03.09.2008, 21:11
Sehr ärgerlich finde ich es wenn ich Rechtschreibfehler in Büchern finde. Ich verlange dass wenn ich ein Buch kaufe, dieses auch so intensiv überprüft wurde, dass sich darin keine auffälligen Rechtschreibfehler mehr befinden.

Ja, Rechtschreibfehler oder unsinnige Sätze finde ich äußerst störend. Aber die Lektoren sind meistens sehr sorgsam und fischen den Großteil raus.
Und da ich sowieso viele ältere Bücher lese, überlese ich das meiste sowieso - wenn ich dann aber mal was finde, finde ich das noch ärgerlicher.

Inhaltliche Fehler sind mir noch fast nie untergekommen, bzw. nicht aufgefallen.
Konkret fällt mir da nur wieder "Malva" ein - da gab es so weit ich es gelesen habe einige... Ungereimtheiten...
Fehler wie im "Wächter des Tages" sind mir noch nie untergekommen - dafür lese ich etwas zu wenig Romane, die an konkreten Orten in unserer Zeit spielen.

Liathano
07.09.2008, 00:24
Ja, Rechtschreibfehler oder unsinnige Sätze finde ich äußerst störend. Aber die Lektoren sind meistens sehr sorgsam und fischen den Großteil raus.

Was deutsche Romane angeht, mag das zutreffen. Allerdings habe ich das Gefühl bzw. habe da auch mit Verlagsmitarbeitern schon drüber gesprochen, dass Lektoren bei Übersetzungen immer häufiger wegrationalisiert werden. Natürlich beherrscht auch der Übersetzer die deutsche Orthografie - aber vor Tippfehlern schützt ihn das nicht. Und die gehen einem beim sorgfältigen Korrekturlesen schon mal durch die Lappen ...

Logikfehler kommen mir selten unter. So einen, wie Warin anspricht, hätte ich aber auch gar nicht erkannt - ich habe keine Ahnung von Flughäfen und von einer ganzen Menge anderer Dinge ebenso wenig. Und dass geht sicher auch dem Übersetzer/Lektor manchmal so. (Zudem kann zumindest der Übersetzer nichtmal eben was ändern, ohne die Zustimmung des Autors zu haben.)

Ein konkretes Beispiel fällt mir auch ein. In Patrick Rothfuss' genialem (ich kann's nicht oft genug betonen ;)) "The Name of the Wind" ist die Rede von galvanic forces - das würde aber implizieren, dass in seiner Welt, einer fiktiven Fantasywelt, Luigi Galvani lebte! Geht natürlich gar nicht, aber ehrlich gesagt - allzu sehr hab ich mich nun auch nicht daran gestört.

Mürtz
07.09.2008, 00:54
In einem Buch habe ich mal gelesen, dass die Protagonisten einen Raum ohne Sitzgelegenheiten betreten und sich 5 Minuten später auf eine der beiden Bänke setzen... *wunder* Normalerweise finde ich solche Logikfehler, solange sie keinen großartigen Einfluss auf die Handlung nehmen, eher zum Lachen, aber bei beständigen Rechtschreib- und Grammatikfehlern geht mir manchmal echt der Hut hoch! *mph* Zum Beispiel bei Die Schattenkämpferin - Das Siegel des Todes bin ich in einer Spanne von ungefähr 20 Seiten über 5 derartiger Fehler (Woher wusste du eigentlich, wo ich war? und Konsorten...) gestolpert. Der Übersetzer hatte dieses Kapitel wohl um 3 Uhr nachts übersetzt... *schluerf*
Na, glücklicherweise ist das ja nicht der Normalfall, sondern die Ausnahme.

Antigone
07.09.2008, 12:00
Manche Fehler passieren auch den ganz Großen: ich hab grad Ken Follets "Die Säulen der Erde" gelesen. Da hat der Prota Jack in der ersten Hälfte des Buches grüne Augen, und dannach plötzlich blaue. Also - sowas ist schon peinlich.

lg, A.

RickyLee
07.09.2008, 15:13
Einen sehr lustigen Verschreiber hab ich in "Die Abenteuer des Alfred Kropp" gefunden:

Schweinwerfer statt Scheinwerfer...

Well, nobody´s perfect :D

Ollowain
07.09.2008, 15:23
Einen sehr lustigen Verschreiber hab ich in "Die Abenteuer des Alfred Kropp" gefunden:

Schweinwerfer statt Scheinwerfer...

Well, nobody´s perfect :D

*prust* Interessant.
Was mir grad wieder einfällt: Bei älteren Werken (so ala Graf v. M. C.) werden Worte verwendet, die man heute so nicht mehr gebrauchen würde. Da kommen auch interessante Sachen zusammen: Auf einen Ausspruch wird versetzt, man wird wegen seiner Toilette gelobt und lauter solcher Kram :rolleyes:Es kommen jedenfalls komische Sachen raus, wenn man's in der heutigen Bedeutung sieht...

RickyLee
07.09.2008, 15:55
Off-Topic: Also ich persönlich finde eine gute und schöne Toilette immer lobenswert. Wenn man sich schon über Bahnhofstoiletten beschwert, sollte man auch bei guten Toiletten sein Lob aussprechen *nick nick*

XDDD

koshka
11.09.2008, 18:48
Rechtschreibfehler stören mich nicht sehr, auch wenn sie mir immer sofort auffallen - aber sowas passiert mir auch zur Genüge, das verzeihe ich - Was mich massiv stört sind Logikfehler, und Unachtsamkeiten.

Vor kurzem bin ich zum Beispiel über verrostete Bleirohre gestolpert... Ok, Korrosion ist auch bei Blei möglich, aber dann heisst es doch nicht Rost...

Naja, solche Dinge eben... Oder Wenn ich das Gefühl habe, da versucht ein Autor Insiderwissen anzubringen, hat aber schlecht recherchiert... Naja, ich denke aber, man kann wenn man nur lange genug sucht an jedem Buch was finden und sich so den Lesespass kaputt machen. :-)

Rusch
11.09.2008, 22:28
Stimmt, an solchen Fehlern stoße ich mich auch gewaltig. Andreas Eschbach hat seinen Roman "Der letzte seiner Art" in Irland spielen lassen und es schrieb doch tatsächlich vom vierblättrigen Kleeblatt. *rofl*

Rotkätzchen
11.09.2008, 22:40
Stimmt, an solchen Fehlern stoße ich mich auch gewaltig. Andreas Eschbach hat seinen Roman "Der letzte seiner Art" in Irland spielen lassen und es schrieb doch tatsächlich vom vierblättrigen Kleeblatt. *rofl*

;)

Ich glaube, es war noch im "alten" Forum, als ich diesen Kritikpunkt von dir gelesen habe. Mir ist es jedenfalls nicht aufgefallen, weil meine Kenntnisse von Irland ziemlich gen null gehen. Ich hatte durchaus geglaubt, dass diese Dinger dort wachsen (ist ja auch ein gängiges Klischee), bzw. habe ich es nicht in Frage gestellt.
Ich muss sagen, solche Logiklöcher akzeptiere ich lieber als wirkliche, echte Storyschwächen. Naja, außerdem muss ich zugeben, dass ich glaub ich kein Auge für solche offensichtlichen Logikhänger hab. Das mit den Kleeblättern wäre mir jedenfalls nicht aufgefallen. Auch nicht das mit dem (nicht existenten) Flughafen in Duisburg. Rechtschreibfehler bemerke ich dann und wann, wobei ich mir dann nie ganz sicher bin, ob nicht doch das Buch recht hat. ;)

Was ich sagen will: Für eine gute Geschichte nehme ich gern auch mal nen gravierenden Hänger in Kauf. ;)
In gewissen Grenzen, versteht sich. ;)

Rusch
12.09.2008, 08:33
Das irische Kleeblatt ist Ausdruck der großen Frömmigkeit der Iren. Das Kleeblatt symbolisiert die Dreifaltigkeit im christlichen Glauben. Deswegen ist das vierte Blatt ja so lustig. ;)

koshka
12.09.2008, 17:12
...also daß die Story gut sein muß hab ich bei meinen Kritikpunkten vorrausgesetzt. Wenn es auch noch an einer guten Dramaturgie mangelt fliegt das Buch gleich in die Ecke. :-)

Haramis
12.09.2008, 18:50
Naja, Sach- und Logikfehler in Romanen stören mich schon - vorausgesetzt, sie fallen mir auf. Da man nicht alles wissen kann, bemerkt man auch nicht alles.

Rechtschreibfehler stören mich schon ziemlich; ich ärgere mich immer, wenn ich welche entdecke. Das sieht mindert (in meinen Augen, auch wenn das vielleicht irgendwie seltsam ist) die Qualität der Ausgabe. Nicht des Textes sondern der Druckausgabe.

Vielleicht bin ich auch zu perfektionistisch. ;)

Mim
12.09.2008, 19:01
Ich kann Fehler in Büchern nicht ab. Egal ob Logik- oder Rechtschreibfehler. Beides muss nicht sein. Ganz besonders aufgefallen sind mir Letztere bei der deutschen Version George R. R. Martins A Song Of Ice And Fire. Hier und da fehlt dann mal ein Buchstabe, die Namen der Personen werden verwechselt oder das Tempus ist inkorrekt. Sowas sollte meiner Meinung nach nicht bei einem lektorierten Buch vorkommen.
Es mindert zwar weder die Qualität der Geschichte noch bringt es mich vom Weiterlesen ab, es nervt aber.

Liathano
12.09.2008, 21:06
Jupp, ASoIaF/LvEuF ist eines der Musterbeispiele für eine richtig miese Übersetzung, ebenso wie Bakkers "Krieg der Propheten".

Witzig ist auch, dass in so vielen Büchern Pergamentrollen in Flammen aufgehen. DAS soll mal ein Autor versuchen. Die kokeln normalerweise nur, das müsste also schon eine reichlich magische Flamme sein ...

Für mich zeigt das auch immer ein bisschen, dass ein Autor zu faul war, um ordentlich zu recherchieren. Wenn man ein Buch schreiben will, muss man darin nunmal Arbeit investieren. ;)

nyx
12.09.2008, 21:31
a propos ASoIaF - mir ist letztens aufgefallen, als ich diesen Thread (http://www.fantasy-forum.ch/showthread.php?t=1140) las, dass GRRM ebenfalls mehr Wert auf Optik zu legen scheint, als auf Praktikabilität (ist das ein Wort?o.O).
Der gute Jon z.B. kann das Schwert, dass er vom Lord Commander geschenkt bekommt, nicht an der Hüfte tragen, weil es zu lang ist. Die Lösung: Er schnallt es sich auf den Rücken! ^^
Ich wage zu behaupten, dass es da nicht wesentlich besser aufgehoben ist, zumindest nicht, wenn Jon es auch mal ziehen möchte. ^^

ChibiShiina
12.09.2008, 21:31
Ich hab mir aus aktuellem Anlass, und um mal einen Vergleich zu haben, mir die beiden Bücher "Alice im Wunderland" und "Alice hinter den Spiegeln" gekauft und werd langsam ein wenig ungehalten darüber.

Nicht wegen der Geschichte, die gefällt mir, aber es sind so ein paar unangenehme Sachen mir aufgefallen, die ich irgendwie ein bisschen bescheuert finde.

1. Es sind mir jetzt schon zwei Tippfehler in dem ersten Buch aufgefallen, zweimal Buchstabensalat - das muss in einem Buch das Weltlektüre ist und wofür ich Geld bezahlt habe, nicht sein.

2. Da ich ja den Vergleich auf Englisch habe, und mir die englische Version auch Stück für Stück übersetze, ist es mir gleich ins Auge gesprungen. Abgesehen von Alices Namen wurden sämtliche andere Namen eingedeutscht. So heisst Alices Katze nicht mehr "Dinah" sondern "Suse" und "Bill" (die Eidechse) heisst auf einmal "Egon" oder der "März-Hase" heisst auf einmal "Schnapphase" Oder die Grinsekatze wird mit "Edamer Katze" Übersetzt. Sie grinst, es ist eine cheshire-cat, eine Grinsekatze, was hat das zum Geier mit Edamer zu tun? O_O >_> (ich hab nochmal bei dict.cc nachgesehen, ein Übersetzungsbuch - da gibt es chesire-cheese - das ist dann wohl der Edamer UND es gibt cheshire-cat, eben die Grinsekatze)

Ich weiss ja, dass manchmal deutsche Versionen von aus dem englischen Übersetzte Bücher ein wenig am Thema vorbeigehen, aber das da ist in meinen Augen schon ein bisschen Peinlich.

Man mag mir nachsagen, dass ich rumunke, aber was soll das? Ich versteh das nicht.

Simon the Sorcerer
12.09.2008, 21:34
Also Rechtschreibfehler stören mich eig. überhaupt nicht, da ich ja selbst mehr als genug mache. ;)
Höchstens wenn Buchstaben vergessen werden und dadurch das Wort "verstümmelt" wird.
Logikfehler sind wirklich ärgerlich, sofern sie mir auffallen.
Was mich aber am meißten nervt ist, wenn Namen von Personen von einem aufs andere Buch plötzlich anders geschrieben werden. Passiert meißt bei längeren Zyklen, kam aber auch schon bei Trilogien vor.*mph*

Grüße

EinfachSo
14.11.2008, 13:40
naja rechtschreibfehler... puh - da bin ich sicher sehr nachsichtig... kann mich nicht wirklich ärgern - aber was mich "rasend" macht ist wenn die namen der menschen, wesen, was auch immer auf einmal anders geschrieben werden... ein name, gerade in fantasy-büchern, oft so individuell und dann in drei verschiedenen schreibweisen - nö also das geht gar nicht....
logikfehler und zu wenig recherche find ich auch sehr mies.... da frag ich mich dann schon warum unsereins in der schule gequält wurde und dann soll man sich mit "minderer" lektüre herum schlagen - muss echt nicht sein
hab ja keine ahnung was ein übersetzer so verdient - aber für diesen beruf benötigt man doch so viel leidenschaft, dass es einem wichtig ist das buch bestmöglichst zu übersetzen und dann fehlerfrei (zumindest fast) drucken zu lassen... *wünsch*
trotzdem lese ich gerne und werde weiter lesen :D*les*

*~Leya~*
14.11.2008, 20:01
was mich oft stört ist wenn die namen vertauscht werden. dann ergeben die sätzte meist keinen sinn mehr. bei der gilde der schwarzen magier war das öfters so.
dann hat mir mürtz auch mal vorgelesen: sie betraten einen raum ohne möbelierung. ein paar minuten später setzten sie sich auf eine bank...

solche fehler stören mich, da ich jemand bin der sehr genau liest um auch zwischen den zeilen lesen zu können. aber manche fehler sind auch einfach nur zum lachen.
jedenfalls ist mir aufgefallen dass verlage die sehr viele bücher pro jahr herausbringen, nicht sehr viel wert auf rechtschreibung usw. legen. bei kleineren verlagen wird meist viel genauer gearbeitet. genau das finde ich nicht in ordnung. nur weil man viele bücher produziert heisst es nicht dass fehler annehmbar sin. dort geht es nicht mehr um die bücher sondern einzig und allein um verkaufszahlen!

Cullabay
17.11.2008, 21:53
Manche Fehler passieren auch den ganz Großen: ich hab grad Ken Follets "Die Säulen der Erde" gelesen. Da hat der Prota Jack in der ersten Hälfte des Buches grüne Augen, und dannach plötzlich blaue. Also - sowas ist schon peinlich.

lg, A.

Dass ist mir auch aufgefallen und mich stört sowas auch. Man macht sich ja am Anfang eines Buches eine Vorstellung von der Person, entwickelt ein Bild in der Phantasie und dann ist es sehr ärgerlich, wenn die Beschreibung plötzlich anders ist. Braune Haare plötzlich blond sind oder grüne Augen blau. Der gleiche Fehler findet sich auch im Lied von Eis und Feuer. Da hat Prinz Renly in der ersten Beschreibung grüne Augen und im weiteren Verlauf sind sie dann blau.
Gibt es vielleicht im englischen Original einen Ausdruck für Grünblau, die mal so oder so übersetzt wird?

Feuerfluegel
07.01.2009, 23:05
......stören mich überhaupt nicht.
Weder Fehler in Rechtschreibung, Grammatik oder Logik.
Meist fällt es mir auf. Logikfehler meist nur wenn sie gravierend sind.

Was mich wirklich wirklich geärgert hat war aber, als ich als Jugendliche, vollkommen verrückt nach Stargate SG1, die Bücher dazu lesen wollte (eins habe ich zuHause, bei meinen Eltern von Hohlbein) und da so viele Namen falsch geschrieben wurden, oder verändert, die Storyline wurde verändert und und und.
Das waren alles Fehler die bei genauer Recherche alle nicht hätten sein müssen.
Das hat dann bei mir dazu geführt, dass ich die Bücher nicht mehr lesen wollte. Pech, ich kaufe mir davon sicherlich kein Einziges mehr.

Einmal waren Rechtschreibfehler der Auslöser, dass mir ein Buch geschenkt wurde.

Im Weltbildverlag geisterte einmal eine Ausgabe von "Die Nebel von Avalon" im Hartcover Band herum, in dem sich auf jeder Seite die Rechtschreibfehler tummelten. Ansonsten war es in Ordnung.
Aber die Rechtschreibfehler waren so massenhaft vertreten, dass das Buch nicht mehr ordentlich verkauft werden konnte, so wurden diese Bücher irgendwelchen Dauerkunden als Geschenk angeboten. Mama ist da Dauerkunde, da sie das Buch nicht haben wollte, hat sie es mir geschenkt.
Da habe ich dann auch gnädig über die Rechtschreibfehler hinweg gesehen...

Ollowain
25.02.2009, 12:34
Mir ist letzhin ein Kurzroman untergekommen, bei dem ich mich ernsthaft gefragt habe, ob dieser Roman jemals einen Lektor hatte. Ich hoffe nicht... *mph*
"Viel" wurde fast durchgehend als "fiel" geschrieben. (Ich hab fast gejubelt, als es dann das erste Mal richtig geschrieben wurde, bzw war ernsthaft verwirrt, als "fiel" auch gemeint war o.O)
Dann hat eine Person, die man gerade erst kennengelernt hatte, plötzlich den Namen einer anderen Figur, die man schon von vorher kannte, die in dieser Szene aber nicht hätte sein können.

Ohne böse klingen zu wollen; das hat mir von den Fehlern her echt den Magen umgedreht ò.ó
Wenn die Story nicht so gut und das Buch so kurz gewesen wäre, hätte ich es ziemlich schnell weggelegt...
Ich finde es dem Leser gegenüber... unhöflich. Der will schließlich unterhalten werden und zahlt auch mehr oder weniger Geld dafür, erwartet aber auch etwas dafür... Naja, was soll's, es ist die einzige derart negative Ausnahme, die mir je untergekommen ist und ich hoffe, dass es auch so bleibt...

sueño
25.02.2009, 14:21
Rechtschreibfehler sollten sich nicht unbedingt häufen. Im einzelnen finde ich sie in Büchern eher amüsant, schließlich ist ja keiner felerlohs.

Übersetzungsfehler nerven mich schon eher, zumal wenn man sieht, dass der Übersetzer gar nicht "im Thema" ist, und sich dann mal die für ihn wahrscheinlichste Übersetzung rausklamüsert. Das kommt m.E. aber weniger in Romanen vor als bei Sachthemen (Fußball :D).

Und es stört mich auch, wenn ein Autor sich eine real existierende Vorlage nimmt und für sein Opus dermaßen verdreht, dass das es unrealistisch wird. Das prägnanteste Beispiel ist für mich "Illuminati" , wo Dan Brown aus der unschuldigen Behörde CERN eine Organisation mit praktisch unbegrenzten Fähigkeiten macht. Der Anfang brachte mich so zum Lachen, dass ich den Rest der Handlung einfach nicht ernst nehmen konnte.

Haramis
25.02.2009, 14:46
Im Weltbildverlag geisterte einmal eine Ausgabe von "Die Nebel von Avalon" im Hartcover Band herum, in dem sich auf jeder Seite die Rechtschreibfehler tummelten. Ansonsten war es in Ordnung.
Aber die Rechtschreibfehler waren so massenhaft vertreten, dass das Buch nicht mehr ordentlich verkauft werden konnte, so wurden diese Bücher irgendwelchen Dauerkunden als Geschenk angeboten. Mama ist da Dauerkunde, da sie das Buch nicht haben wollte, hat sie es mir geschenkt.
Da habe ich dann auch gnädig über die Rechtschreibfehler hinweg gesehen...
Oh. Könnte sein, dass das die Ausgabe ist, die in meinem Bücherregal steht und die ich noch nicht gelesen habe ... O.O

Ynuwen
25.02.2009, 14:55
Ich kann Fehler in Büchern nicht ab. Egal ob Logik- oder Rechtschreibfehler. Beides muss nicht sein.

Ich schließ mich Mim an, ich mag keine Fehler in Büchern. Sie stören meinen Lesefluss und das kann ich nicht leiden. Klar, über einen auf 500 Seiten sehe ich gern hinweg, aber wenn es sich häuft, ist das schon ätzend.
Noch mehr stören mich aber auch schlechte Übersetzungen. Teilweise wird so wortwörtlich übersetzt, dass es im Deutschen leider überhaupt keinen Sinn mehr macht. Man liest den Satz und denkt 'Hä?', dann überlegt man kurz, was er auf Englisch heißen würde und versteht vielleicht danach, was der Autor einem sagen wollte.

Feuerfluegel
25.02.2009, 18:09
"Viel" wurde fast durchgehend als "fiel" geschrieben. (Ich hab fast gejubelt, als es dann das erste Mal richtig geschrieben wurde, bzw war ernsthaft verwirrt, als "fiel" auch gemeint war o.O)
Dann hat eine Person, die man gerade erst kennengelernt hatte, plötzlich den Namen einer anderen Figur, die man schon von vorher kannte, die in dieser Szene aber nicht hätte sein können.


Wie ich schon sagte normalerweise stören mich Fehler in Büchern nicht so sehr, aber das was hier beschreiben ist, finde ich schon hart.
Das sind schon keine Flüchtigkeitsfehler mehr. Vorallem stören diese Fehler extrem das Verständnis. Da habe ich dann auch kein Verständnis mehr dafür.

Wenn Fehler in Namen auftreten, ärgert mich das schon sehr, weil sie mir das Gefühl geben, dass die Charakter dem Autor nicht am Herzen liegen, dass er sein Werk nur gelangweilt herunterschreibt, ohne sich Gedanken zu machen.
Da bleibt bei mir die Toleranz auch auf der Strecke.

Kaya
26.02.2009, 02:14
Ich weis leider nicht mehr welches Buch es war aber ich habe schonmal in einem Buch gelesen in dem es hieß: "Das Überaschungsmoment" Ich meine sollte es nicht der Überaschungsmoment heißen???
Ich habe es auch scho einmal in irgendeinem Film gehört und frage mich ob das eig. gramatikalisch richtig ist oder ich im Deutschunterricht nicht richtig aufgepasst habe X.X

Hathor
26.02.2009, 08:22
Ich weis leider nicht mehr welches Buch es war aber ich habe schonmal in einem Buch gelesen in dem es hieß: "Das Überaschungsmoment" Ich meine sollte es nicht der Überaschungsmoment heißen???
Ich habe es auch scho einmal in irgendeinem Film gehört und frage mich ob das eig. gramatikalisch richtig ist oder ich im Deutschunterricht nicht richtig aufgepasst habe X.X

Tatsächlich gibt es das Wort Moment mit beiden Artikeln. In der Bedeutung besteht folgender Unterschied:

der Moment ist eine Zeitangabe, eine kurze Zeitspanne... der Moment der Erkenntnis, in dem mir ein Licht aufgeht; der Moment, als ich erkannte, dass ich ihn liebe...der Moment, der mein Leben veränderte

das Moment ist ein bestimmter Umstand, ein besonderes Ereignis, auch manchmal eine statistische Größe. Dazu gehören zB das Drehmoment in der Physik, das Überraschungsmoment, ein zentrales Moment in einer Diskussion...

Das Überraschungsmoment ist also völlig korrekt ;)

Silaëna
26.02.2009, 09:11
Wenn Rechtschreibfehler nicht zu häufig vorkommen, störten sie mich überhaupt nicht - schliesslich sind auch Lektoren nur Menschen und Menschen passieren bekanntlich Fehler.

Was mich dann eher stört sind Verwechslungen von Namen. Das habe ich aber erst etwa zweimal gesehen, aber als ich es las, hat es mich doch ziemlich irritiert.

Ich glaube in einem Harry-Potter-Band ("Der Orden des Phönix"?? Bin mir nicht mehr sicher) steht "z8r" statt "zur", aber wie gesagt finde ich das nicht weiter schlimm, ich muss an dieser Stelle einfach immer Schmunzeln. *ja*

Waterstorm
07.04.2009, 19:05
Das Buch welches ich vorgestern beendet habe hat einen sehr ärgerlichen Fehler. Die Seite 398 kommt zweimal vor. Ich habe nicht schlecht gestaunt als ich das bemerkte. Dummerweise fiel der doppelten 398 dafür die Seite 399 zum Opfer. Irgendwie scheint bei der Produktion ein Fehler passiert zu sein. So etwas dürfte nicht passieren! Zum Glück hat ein Kollege das Buch auch und konnte mir ein Foto von der Seite 399 schicken.
Ich würde das Buch am liebsten zurückgeben, aber natürlich habe ich die Kaufquittung nicht mehr.

Silaëna
09.04.2009, 19:06
Das Buch welches ich vorgestern beendet habe hat einen sehr ärgerlichen Fehler. Die Seite 398 kommt zweimal vor. Ich habe nicht schlecht gestaunt als ich das bemerkte. Dummerweise fiel der doppelten 398 dafür die Seite 399 zum Opfer.

Jetzt, da du es erwähnst, fällt mir auch ein solcher Fehler ein. Und zwar bekam ich zum Geburtstag ein Buch geschenkt (ebenfalls keine Kaufquittung...), dem mitten drin ca. 30 Seiten einfach fehlten. Ich habe es zwar fertig gelesen und hatte nach einer Weile den Zusammenhang auch wieder, aber solche Fehler sollten wirklich nicht vorkommen!

Serafine
13.04.2009, 12:30
Rechtschreibfeheler regen mich selten auf, da ich die nie sehe oder erst beim zweiten Lesen. Außer es sind Fehler bei den Namen der Protagonisten, so wie in "Ein Schatten wie ein Leopard" wo sich wohl keiner so recht entscheiden konnte ob Glasser nun mit einem oder zwei s geschrieben wird.
Logikfehler überlese ich auch öfter mal, bemerke ich die dann doch einmal ärgert es mich schon etwas. Schließlich will man ja die Geschichte verstehen und sich nicht fragen, was jetzt schon wieder Kaput ist.
Wenn Seiten in einem Buch fehlen ist das schon recht mies, aber bis jetzt hatte ich Glück da mir so was noch nie untergekommen ist. Hoffe mal das wird noch lange so bleiben.

Haramis
14.04.2009, 21:40
Ich hatte mir den Stark-Abitrainer zum Geschichts-Grundkurs gekauft. Über 30 Seiten fehlten, dafür waren die vorherigen 30 Seiten doppelt vorhanden. Habe ich auch zurückgegeben und anstandslos ein neues Exemplar bekommen.
Das kommt anscheinend öfter vor.

Und einmal hatte ich ein Kinderbuch, da waren die Seiten zwar vorhanden, aber so schwach gedruckt, dass man die Schrift nicht lesen konnte sondern nur eine leicht graue Färbung der Seite wahrnahm.
Gut, dass damals eine Klassenkameradin das gleiche Buch auch hatte. :D

engelchen
11.05.2009, 09:13
So was ist mir zum Glück noch nie untergekommen. Generell finde ich Fehler nicht tragisch, wenn es sich nicht um Logikfehler hanelt. Jedes Buch sollte schon logisch ausgebaut und schlüssig sein. Rechtschreibfehler regen mich nicht zu sehr auf. Sie fallen zwar ins Auge, sind aber nicht weiter schlimm. Im Auge der Seherin sind mir mehrere aufgefallen, trotzdem liebe ich das Buch. Was schon eher stört, sind Verdreher von Namen. Dazu habe ich nur ein Beispiel, und zwar Bis(s) zum Ende der Nacht. In Buch Zwei - Jacob (keine ahnung, in welchem Kapitel), als Jacob und Seth sich unterhalten und niemand sonst dabei ist, wir Seth einmal als Sam bezeichnet. Das hat mich zuerst irritiert, ich hab die ganze Stelle nochmal gelesen und bin dann zu der Einsicht gekommen "Fehler!" Aber kein Kapitalverbrechen.

Zentara
12.06.2009, 12:00
Also ich habe noch kein Buch gelesen in denen keine Rechtschreibfehler vorkommen und ich muss mich immer zusammenreißen es nicht zu korrigieren ;)
Gestern erst: eigentlich sollte an der Stelle "wie" stehen, dort stand aber "wir" und solche Sachen. Manchmal sind es halt nur einzelne Buchstaben die fehlen.
Eigentlich stört es mich überhaupt nicht, da ich mir denke, dass ich kein "perfektes" Buch haben will! ;)

Storm
12.06.2009, 12:19
Hm. Ich bin nicht sicher, ob es überhaupt als richtiger Fehler gilt, aber ich finde es furcht-bar, wenn Anreden wechseln. Also abgesehen davon, dass ich es auch in der Realität ziemlich unangenehm finde, wenn man ein und dieselbe Person mal siezt und dann wieder duzt und das auch in Büchern nicht mag, ist es ganz schrecklich, wenn zwischen "Sie" und "Ihr" gewechselt wird. Ich glaube, das passiert z.B. bei Märchenmond von Hohlbein relativ oft, aber ich kann mich irren und eigentlich etwas anderes meinen. Ist mir auf jeden Fall schon mehrmals untergekommen.

Pantalaimon
12.06.2009, 12:46
Mich machen Schreibfehler in Büchern ganz fuchsig.
Bei einem, maximal zwei Fehlern kann ich ja noch zähneknirschend drüber hinwegsehen (kommt darauf an, wie lang das Buch insgesamt ist), aber wenn wie z.B. in der illustrierten Fassung von Narnia allein in der ersten Geschichte schon über 5 Fehler zu finden sind, mag ich das Buch nicht mehr weiterlesen. Wofür gibt es Lektoren?

Ich bin immer noch der Meinung, dass man seine Rechtschreibung und Grammatik auch durch Lesen verbessern kann. Wenn Bücher aber vor Fehlern strotzen, sind sie das Papier nicht wert auf dem sie gedruckt sind.
Bisher habe ich nur zwei Bücher wütend in die Ecke geschmissen, weil ich die vielen Fehler nicht mehr ertragen hab, aber es war bei Beiden schade, denn die Geschichte an sich war gar nicht schlecht (Narnia; Schwarze Juwelen, Band 4).

Allanon
12.06.2009, 15:35
Huhu zusammen,

also ich bin schon ein wenig erstaunt, scheinbar lest ihr eure Bücher ganz anders als ich. Wenn die Fehler nicht so dermaßen sind, das die Satzstellung darunter leidet oder der Sinn eines Satze nicht mehr gegeben ist, fällt mir das überhaupt nicht auf. Hm eigentlich müsste ich mir jetzt wohl Gedanken um meine Rechtschreibung machen. Aber ehrlich wenn ich mich nicht extra dazu zwinge nach Fehlern zu suchen, gehen die im Handlungsrahmen und im bildhaften lesen einfach unter. Das ich Bücher deswegen aussortieren würde oder wie Pan wütend in die Ecke werfen (das arme Buch <-- kann doch nichts dafür) kommt bei mir daher eher nicht vor. Allerdings, das stimme ich überein, sollten die Texte so weit überarbeitet sein, das die Fehler auf ein Minimum reduziert sind.

liebe Grüße

Allanon

dugie
12.06.2009, 16:49
Ich arbeite in einem Verlag und kann nur sagen, dass niemand frei von Fehlern ist. Glücklicherweise habe ich mit dem Lektoriere weniger am Hut.

Mich macht es aber ganz irre, wenn man vor Drucklegung noch Fehler im Text findet, die man noch korrigiert haben möchte.
Das wird dann i.d.R. für die Zweitauflage in Betracht gezogen.
Alleine aus der Erkenntnis, das wohl bis auf den Bundesanzeiger (und selbst dort ab und an) kein Text frei von Fehlern ist (kommt immer auf die Suchtiefe an) sagen wir uns dann: Ob es nun fünf oder sechs Fehler sind, macht jetzt auch nichts mehr. Und man lernt ja fürs nächste mal dazu ...

Wenn ich lesen muss "Hie und da" ... bekomme ich Reisswolfhände, obwohl es im Duden steht.

Manche Fehler werde übrigens durch die vielen Automatismen eingepflegt:
Früher wurde in den Mircosaft Programmen das Wort "Feindaten"(gemeint sind Bilder in hoher Auflösung) gerne auch gegen "Feinddaten" ersetzt.
Noch besser sind natürlich die Übersetzungen, von Menschen, die es gelernt haben dies zu tun, aber völlig Projekt fern sind. Habe kein konkretes Beispiel, außer das "You" meistens mit "Sie" übersetzt wird, obwohl es im Sinnzusammenhang auch "Du" heißt - zumindest für mich. Deshalb auch das Faible für Unsynchronisiertes ...

Razor
12.06.2009, 17:39
Wenn ich lesen muss "Hie und da" ... bekomme ich Reisswolfhände, obwohl es im Duden steht.
Denkst du, dass das ein Fehler ist oder einfach nur vollkommen überholt? Ich persönlich finde die Phrase ja ganz nett und benutze sie teilweise auch ganz bewusst in Wort und Schrift.

Falls ich es hier noch nicht erwähnt habe:
Im Buch "Fiebertraum" von George Martin steht nicht die Jahreszahl 1857, sondern 19857. Passiert mal ganz schnell, aber das fällt doch auf, vor allen Dingen wenn es als eine Art Kapitelüberschrift zu betrachten ist! *nein* Aber nun gut, Menschen machen Fehler.
Teilweise tut mir das Buch leid, weil ich immer diese Stelle zitiere, wenn das Thema aufkommt. Ansonsten fallen mir immer wieder kleinere Fehlerchen auf: meistens fehlt da immer ein Buchstabe im Wort und das war's dann in der Regel auch.

Warin
12.06.2009, 19:49
Also ich habe noch kein Buch gelesen in denen keine Rechtschreibfehler vorkommenTintenwelt Trilogie gelesen? Da könnte ein völlig fehlerfreier Band dabei sein. Mir sind in allen drei Bänden zusammen höchstens zwei oder drei Fehlerchen aufgefallen.

Aktuelles Ärgernis: Das Rad der Zeit 3 (Originalausgabe) "Die Rückkehr des Drachen". Egwene und Nynaeve erhalten Legitimationspapiere der Amyrlin: "Was die Trägerin tut, geschieht auf meinen Befehl hin, und ich trage dafür die Verwantwortung. Gehorcht und schweigt gemäß meinem Befehl"

Schön und gut, aber schließlich geben sie eins der Papiere Mat, der damit die scharfen Kontrollen beim Verlassen der Stadt passieren kann. Der Trägerin? Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass er sich Frauenkleider anzieht, aber wahrscheinlich war es nur ein Übersetzungsfehler*mph*

dugie
13.06.2009, 17:15
Denkst du, dass das ein Fehler ist oder einfach nur vollkommen überholt? Ich persönlich finde die Phrase ja ganz nett und benutze sie teilweise auch ganz bewusst in Wort und Schrift.



Für mich ist das ganz schlimm; bin schließlich im Hier und jetzt groß geworden.
Habe es, als ich es in mehr als einem Buch gelesen habe dann mal im Duden nachgeschlagen und stellte unter Schock fest: Es ist deutsch - oh jehmineeee
Wenn man das weiß regt man sich ja eigentlich nicht mehr so auf - aber das ist mir ein Dorn im Auge. Aber so gehts mir auch mit "wider" und "wieder" ...
Meiner Meinung basiert unsere Schrift ja primär auf dem gesprochenen Wort.
Daraus ergibt sich doch der Sinn, also in meinem Beispiel nicht aus dem "i" "ie" sondern aus dem, was davor und danach gesagt/geschrieben steht ...
Aber das wollte ich nur mal am Rande zu hi-un-da erwähnt wissen *ja*

Rad der Zeit
14.06.2009, 15:31
Aktuelles Ärgernis: Das Rad der Zeit 3 (Originalausgabe) "Die Rückkehr des Drachen". Egwene und Nynaeve erhalten Legitimationspapiere der Amyrlin:

Schön und gut, aber schließlich geben sie eins der Papiere Mat, der damit die scharfen Kontrollen beim Verlassen der Stadt passieren kann.

Dazu zwei dinge:
1. Die Papiere waren nie für Mat gedacht, die 3 geben die Papiere ohne Wissen der Amrylin weiter, es macht also schon Sinn, dasd da "die Trägerin" steht, vielleicht war die Wache unaufmerksam oder eingeschüchtert und hat das nicht gemerkt...
2. laut leo.org (hach ich liebe es) heisst Träger oder Trägerin auf Englisch dasselbe, kann also auch ein "Fehler" des Übersetzers gewesen sein.

PaganPunk
23.06.2009, 22:56
Mich stören Fehler bei Kampfhandlungen.

Also 1. wenn unlogische Kampfweisen beschrieben werden, z.B. in Eragon, wo die Kampfweise mit diesem Falcata beschrieben wird und ich mir nicht vorstellen konnte, dass das geht, habe auch schon Kumpels gefragt die Fechten,Kendo und länger Schwertkampf als ich machen und die fanden das auch sehr abstrus.Ich finde es nicht schlimm, wenn man nicht so viel Ahnung vom Waffenkampf hat, aber dann sollte man doch nicht so ins Detail gehen.

2. Wenn der Autor irgendwie zu vergessen scheint, was er im Satz vorher geschrieben hat, z.B. wenn sich zwei gleichgroße Gegner duellieren und beschrieben wird, wie der eine einen Hüftschlag ausführt und ihn dabei köpft, da könnte ich an die Wand gehen.

sindar
24.06.2009, 18:24
Jetzt, da du es erwähnst, fällt mir auch ein solcher Fehler ein. Und zwar bekam ich zum Geburtstag ein Buch geschenkt (ebenfalls keine Kaufquittung...), dem mitten drin ca. 30 Seiten einfach fehlten. Ich habe es zwar fertig gelesen und hatte nach einer Weile den Zusammenhang auch wieder, aber solche Fehler sollten wirklich nicht vorkommen!

Ziemlich genau das Gleiche hatte ich bei einem Buch, das ich zum Rezensieren gekriegt habe: "Der Prinz der Luegen" von James Lowder war das. Genauer gesagt: Statt Seite 257 bis 288 waren die Seiten 129 bis 160 erneut eingebunden. Und da war nix mit Zusammenang wieder finden! Das ist derart "dicht" geschrieben, dass einfach wesentliche Teile fehlen.

Rusch
24.06.2009, 18:38
Ich würde in so einem Fall einfach den Verlag anschreiben. Oder ihr habe einen Buchlanden Eures Vertrauens, der das Buch an den Verlag schickt und einen Austausch verlangt.

Ich meine, so etwas kann immer wieder passieren. Da hat einfach die Druckmaschine gesponnen.

sindar
25.06.2009, 19:19
Habe ich. Und ich bin mir recht sicher, dass Feder&Schwert das in der naechsten Auflage in Ordnung gebracht hat; nur habe ich das eben ueber den Roten Dorn als Rezi-Exemplar gekriegt, nicht gekauft, daher war von Ersatz nie die Rede (zu Recht, wie ich glaube; ich habe mich auch nicht beklagt, es nur verrissen *g*).

Lýkospir
30.06.2009, 23:25
Zu dem Thema fällt mir spontan nen Buch ein, dass wir mal in der Schule lesen mussten. ICh war ohnehin schon von der Lektüre genervt, da sie ziemlich fadenscheinig war und dann kam auf einmal, dass der Junge um den es geht braune Augen hatte, 100Seiten zuvor aber stand, dass er blaue hätte oO

Ich finde es jetzt nicht sooooooooo schlimm, wenn sich geografische Fehler oder ähnliches im Buch befinden, aber ich finde es doch ziemlich störend, wenn auf solche Details wie Augenfarbe null acht gegeben wird (somal wir damals eine Charakterbeschreibung über dieses Buch und den Jungen darin beschreiben musste.) Logikfehler sind jetzt zwar auch nicht dermaßen schlimm solange sie sich in Grenzen halten und der Laie selbst nicht merkt, dass da irgendwie was nicht stimmt. Wenn der Laie aber auch merkt, obwohl er in dem Gebiet keine Ahnung davon hat, dass da was falsch sein muss bzw. dass es unlogisch wirkt, dann mache ich mir doch ernsthaft Gedanken.

Rotkätzchen
04.07.2009, 09:44
Ich lese gerade zum zweiten Mal Clive Barkers IMAGICA, 5. Auflage von 1997. Mal fehlte das Wort "für", einmal sprach einer der Protagonisten Worte, die eigentlich ein anderer sagen müsste, wodurch die Unterhaltung etwas absurd wurde. Da man als Leser den Fehler jedoch schnell durchschaut, sehe ich da eigentlich kein Ärgernis. Eher die Bestätigung, dass Fehler zum Natura des Menschseins gehören.

Amaryn
11.08.2009, 17:10
Rechtschreibfehler finde ich auch ärgerlich. Eine Zeit lang hatte ich die Angewohnheit, Rechtschreib- und Grammatikfehler in Büchern mit Bleistift anzukreuzen und vorne im Buch eine Bleistift-Strichliste zu führen. (Nein, ich bin KEIN zwanghafter Mensch... *grins* )
Aber 1-5 Rechtschreibfehler in einem beispielsweise 700seitigen Buch - das kann einfach passieren. Autoren und Lektoren sind ja auch bloß Menschen.

Ich erinnere mich an einen inhaltlichen Fehler - verflixt, mir fällt der Titel des Buches nicht mehr ein, es war ein historischer Krimi, der in Nürnberg (?) spielt - jedenfalls hat sich in dem Buch ein Mann innerhalb von fünf Seiten dreimal den Hut aufgesetzt - ohne ihn zwischenzeitlich abgenommen zu haben. Ich habe mir dann vorgestellt, dass der Typ jetzt drei übereinander gestülpte Hüte auf dem Kopf trägt... *rofl*

Angeblich wechselt auch Gustave Flauberts Madame Bovary gelegentlich ihre Augenfarbe: von braun nach tiefschwarz bis hin zu blau. (Das habe ich allerdings nicht selbst entdeckt ("Madame Bovary" gehört zu den wenigen Büchern, die ich nicht zuende lesen konnte); von der Augenfarbenwechselei habe ich in "Flauberts Papagei" von Julian Barnes gelesen.)

Stephen King / Peter Straub: Der Talisman & Das schwarze Haus:
In dem Buch "Der Talisman" wird recht oft beschrieben, wie der Wind durch die langen dunklen Haare der Hauptfigur (Jack) streicht. Im Nachfolgeband "Das schwarze Haus" ist Jack auf einmal weizenblond...

anita
29.09.2009, 11:06
*hmpf* heute hab ich doch prompt zwei Fehler innerhalb weniger Seiten in Jennifer Fallons drittem Teil der Gezeitensternsaga gefunden. Das Problem waren "das" bzw. "dass". Zweimal letzteres anstelle von ersterem *ärger* das bringt mich total aus dem Leserythmus, weil ich solche Abweichungen immer genau analysieren muss.