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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Projekt Arbeitslose


Saro
09.09.2008, 18:59
Hallo!!

Also in unserm Literatur Kurs in der Schule haben wir uns vorgenommen ein Projekt zum Thema Arbeitslosigkeit machen.
Dafür brauche ich EURE hilfe, liebe Forums User!

ich möchte gerne eure Erfahrungen mit dem Thema Arbeitslosigkeit wissen.
- wart/seit ihr Arbeitslos ? wie ging/geht es euch damit?
- habt ihr vielleicht jemanden in der Familie oder Freundeskeis der Arbeitslos ist/war? wie sind dessen Erfahrungen?
- was denkt ihr über Arbeitslose? (gerne werden auch Vorurteile gesammelt!
Über die man Diskutieren kann)

Desweiteren will ich auch mal euch fragen ob ihr intressante Texte kennt die zu dem Thema einen Bezug haben? Gedichte, Theaterstücke, Bücher?

Ich hoffe das ihr alle einverstanden seit das dann auch das ein oder ander in unserem Kurs verwendung finden wird, natürlich vollkommen Anonüm (aber das ist man ihr im Forum ja schon weitgehens).

Also dann hoffe ich auf viele tolle und intresannte Rückmeldungen!
vielen Dank im vorraus!

gruß Saro

Amandil
09.09.2008, 21:44
kennen tu ich direkt jetzt keine, aber ich kann dir meinen standpunkt dazu näherbringen.

es ist natürlich nicht schön arbeitslos zu sein. ich denke mal das wollen die wenigsten. ich finde es vom staat jedoch nicht okay, dass arbeitslose, die sich nicht um eine arbeitsstelle bemühen, das geld jahr für jahr in die taschen bekommen und sich dann noch beschweren. kurz- und langzeitarbeitslose, die sich immer bewerben, aber kein glück haben, sind von meiner meinung natürlich auszuschließen sowie menschen, die durch einen unfall o. Ä. arbeitsunfähig sind . solche leute sollte man unterstützen, aber nicht diejenigen, die auf der faulen haut liegen und rumjammern, warum das geld so knapp ist.

Lythande
09.09.2008, 22:31
Hallo,
ich habe mal im Fernsehen eine arbeitslose Familie gesehen, die kontrolliert wurde, was sie denn so besitzen und da kamen Marmorbäder und teure Sachen dabei raus. Das kann ich dann einfach nicht verstehen, warum die dann jammern, wenn sie zu wenig Geld haben. Ich weiß den Fall jetzt nicht mehr genau, aber so was gibt es in allen Ausführungen.

In England gibt es - soviel ich weiß - keine Sozialhilfe oder so was. Da sitzt man dann halt auf der Straße und kann schauen, wie man Bohnen auf den Tisch kriegt.

zyrozz
09.09.2008, 22:44
Also ich kenn direkt jemanden der ist 50 und langzeit arbeitsloser ( 5 jahre glaub ich).
Der hat 3 Lehren gemacht, war bei Zeitarbeitsfirmen und hat natürlich nebenbei noch was gemacht.
Der is jedes Jahr ein paar woche nach Thailand oder so in Urlaub, einfach nur durch sparen, der hat nie viel zum leben gebraucht, fährt überall mit dem Fahrrad hin und hat gearbeitet wo er nur konnte, man muss sagen der hatte auch viele bekannte, jetzt hat er mit 50 noch einen Job als Landschaftsgärtner bekommmen.
Wer jetzt sagt, nix arbeiten aber in den Urlaub fahren dem sag ich andere arbeitslose fahrn ein auto das jahr über, andere fahrn in urlaub, wenn man die Strecken mit dem Fahrrad fahrn kann spart man sich eben einiges.

Was ich hasse sind arbeitslose die sich immer dumm stellen und Kohle absahnen, ein jeder ist ein Depp der auf die arbeit geht. Andere hocken daheim, haben 4 Handys usw. man kennt solche Fälle ja, die erzählen das alles dann auch noch brüh warm in den Medien, gleich einsperren dann kostet er mich zwar auch Steuergelder hat aber weniger davon, solche Leute hätt ich damals zum helfen zu ner Flutkatastrophe, irgend ne Welle hätt die scho mitgnommen.
Etwas krass aber ich als arbeiter seh mich da natürlich als der betrogene.

Natürlich gehört zu dem Thema arbeitsloseigkeit auch das schöne Thema Zeitarbeit.
Ich wenn arbeitslos werden würde, würd ichs nich machen, innerhalb eines Jahres findet man normalerweis schon nen andern job, kommt natürlich drauf an wie flexobel man ist.
1 Jahr bekomm ich ja mein arbeitslosengeld das ich ja auch eingezahlt hab, da wär man ja blöd wenn man vorher zu ner Zeitarbeitsfirma geht und auch noch weniger verdient.
Zeitarbeit an sich ja keine schlechte Sache wenn es

1.besser bezahlt werden würde. (Bei uns kostet ein ZA ca. 25-30€) und was bekommt er ca 7-8, juhuuu, aber schön das weniger arbeitslos sind.

2.Nur dazu hergenommen würde um engpässe abzudecken, nicht um die Leute eine Zeitlang anzustellen und dann wieder auszustellen und nen neuen zu hohlen.

Rotkätzchen
09.09.2008, 22:50
Was mir an dem Thema "Arbeitslosenzahl" aufstößt, ist die Umschichtung der der Zahlen, um den Prozentsatz zu verbessern bzw. besser darzustellen. 1-Euro-Jobler gehören nicht zu diesem Prozentsatz, obwohl sie im Grunde arbeitslos sind. Angehörige von Zeitarbeitsfirmen werden auch nicht berücksichtigt, auch wenn sie nur sporadisch Arbeit haben. Solche, die vom Arbeitsamt auf abstruse (sinnlose) Weiterbildungen geschickt werden, sind auch nicht mehr in der Statistik. Ich finde das alles falsch. Sogar Betrug am Bürger, weil die Wahrheitspflicht seitens des Staates vernachlässigt wird. In diesem Chaos von Arbeitslosen und Halbarbeitslosen und pipapo ist es doch kein Wunder, dass es immer wieder Schmarotzer gibt (las ich erst kürzlich mal wieder in der BILD), die ihrerseits den Staat und damit JEDEN einzelnen Bürger des Landes betrügen und ausbeuten.

Rusch
10.09.2008, 09:45
Was die Ermittlung der Zahlen betrifft, so kann ich nur sagen, dass wir in Deutschland noch die objektivsten sind. In anderen Ländern werden z. B. Sozialhilfeempfänder (falls es überhaupt Sozialhilfe gibt) gar nicht als Arbeitssuchend, bzw. Arbeitslos geführt. So ist z. B. die Arbeitslosenquote in USA deutlich höher als die Behörden angeben. Die werden in Beschäftigungsprogramme gesteckt oder vollkommen aus dem Sozialsystem ausgeschlossen und sind damit nicht mehr in der Arbeitslosenstatistik.

Es gab und gibt immer Beispiele von Arbeitslosen, die im Wohlstand leben, aber auch von Arbeitslosen, die am Rande der Existenz ihr dasein fristen. Je nach dem wie die Gesetze sind, gibt es Leute, die von Lücken profitieren und andere, die durchs Netz fallen. Vor allem gibt es viele Menschen, die einfach nicht den Mut aufbringen, Sozialhilfe zu beantragen und deswegen in Not leben.

Lythande
10.09.2008, 10:52
Tjaja die gute Zeitarbeit, moderner Sklavenhandel besser gesagt! Eine dümmere Idee hatten die da oben nicht. Ich kenne Leute, die leben wirklich am Existenzminimum, aber haben hundert Viecher (nichts gegen Tiere, habe selber 2 Hunde), aber das geht mir dann doch zu weit. Wer braucht zudem vier Handys, drei Fernseher usw. usw. Ich bin da schon sehr skeptisch. Wir sollten froh sein, dass wir ein Dach über dem Kopf haben und gesund sind. Die Kinder geben sich heute leider nicht mehr mit einfachen Dingen zufrieden und da geht man schon mal pleite, nur weil keiner den Kragen voll kriegt.

Es gibt wirklich arme Leute - hier bei uns in Deutschland! Es ist - so glaube ich - ein allgemeines Gesellschaftsproblem unserer Konsumgesellschaft. Und wenn man so rumhört und erfährt, dass Lebensmittel, die nur einenKratzer an der Packung haben weggeschmissen werden... kein Kommentar... würde hier auch zu weit aus dem Thema führen.

Saro
22.09.2008, 15:58
Hallo

Wir haben im Kurz uns zusammen gesetzt und zwei Fragebögen zusammen gestellt. Ein Bogen ist an die Arbeitslosen selbst und einer an die anderen.

Ich möchte so viele von euch wie möglich bitten, doch einen dieser Fragebögen zu beantworten.

Damit das ganze weitmöglist Anonym bleibt stell ich mir das ganze so vor:
1. Ihr Kopiert euch die Fragen in ein Word-Dokument
2. Ihr beantwortet Sie Wahrheitsgemäss, keine Sorge niemand wir davon erfahren!!
3. Ihr schickt mir das Dokument als E-Mail Anhang.

altanativ könnt ihr es auch natürlich direkt in die E-Mail schreiben.

Die E-Mail Adresse ist: Arbeitslosenschulprojekt.GSBG@web.de

hier nun die beiden Frage bögen:

Fragebogen an Arbeitslose:

1. Was für einen Schulabschluss haben Sie?
2. Was für eine Ausbildung haben Sie?
3. Welchen Beruf haben Sie zuletzt ausgeübt?
4. Seit wann sind Sie arbeitslos?
5. Wie hat sich seitdem Ihr Leben verändert?
6. Wie war die Reaktion Ihrer Familie und Freunde?
7. Wie sehen Sie das Arbeitsamt und andere staatl. Institutionen?
8. Was halten Sie von 1€-Jobs? (evtl. eigene Erfahrungen)
9. Was unternehmen Sie zur Veränderung Ihrer Situation?
10. Wie stellen Sie sich Ihre Zukunft vor?

+ Was ihr selbst noch sagen wollt


Fragen an die Anderen

1. Haben Sie Freunde, Verwandte oder Bekannte die von Arbeitslosigkeit betroffen sind?
2. Waren Sie selbst einmal von Arbeitslosigkeit bedroht? (Wie sind Sie damit umgegangen?)
3. Haben Sie Angst, selbst einmal Arbeitslos zu werden?
4. Wie schätzen Sie die staatl. Hilfen ein?
5. Welchen Meinungen über Arbeitslosigkeit sind Sie schon begegnet?
6. Wie, denken Sie, können Arbeitslose ihre Situation verändern?
7. Was sollte Ihrer Meinung nach die Politik verändern?

+ was ihr selbst noch sagen wollt


kenzeichnet bitte genau welche Antwort zu welcher Frage gehört!!
ich hoffe das mir möglichst viele Helfen!! vielen Dank im vorfeld!

gruß Saro