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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kapitel 1 - Begegnung im Palast


koshka
13.09.2008, 11:09
>> Notus: Gemächer des Regenten <<

Der Regent von Notus lümmelte auf seiner Kline, trank Wein aus einer flachen Schale und dachte nach.
Was er eben gehört hatte gefiel ihm überhaupt nicht, allerdings passte es zu den Meldungen, die schon seit Tagen und Wochen immer wieder eintrafen.

Notus war eine Stadt mittlerer Grösse und lag strategisch günstig an der Ostgrenze des Aeolischen Reiches. Die Stadt war zwar in früheren Zeiten als befestigter Aussenposten angelegt gewesen, dann aber stark angewachsen und längst bot die nahegelegene Fliehburg nicht mehr allen Bewohnern Schutz, zumal sie nicht in stand gehalten wurde - immerhin herrschte schon lange Frieden.
Heute war Notus ein prosperierender Handelsposten, mit Verbindungen in die ganze bekannte Welt. Man bezog sogar aus dem fernen Sidijani Stoffe und Gewürze, ab und zu wurden sogar aus anderen Gegenden exotische Tiere nach Aeos geliefert, die Notus passierten und für einen grossen Auflauf sorgten.
Aeos war die Hauptstadt dieses grössten Reiches aller Zeiten und lag auf dem südlichen Kontinent. Die Bewohner genossen mittelmeerisches Klima und verfolgte ihre Geschichte über fast 20 Generationen zurück bis zur Stadtgründung durch Aeolus, einen Abenteurer und Pionier der Landvermessung.
Seither hatte sich das Reich entwickelt, Herrscher um Herrscher hatten Land dazugewonnen, sei es durch geschickte Heiratspolitik, durch Allianzen oder auch durch blutige Kriege - der letzte allerdings lag bereits weit über 100 Jahre zurück, und kaum jemand erinnerte sich noch daran. Das Land war reich und nur wenige litten Armut. Städte wie Notus sicherten die Peripherie des Reiches, erstatteten der Hauptstadt Bericht, lieferten und erhielten Waren aus den verschiedensten Landstrichen um sie im ganzen Reich zu verteilen.
Ein ausgeklügeltes Transport- und Nachrichtenwesen, gestützt auf ein gut ausgebautes Strassensystem sicherte den Zusammenhalt des Reiches.

Das zumindest war das Bild, daß die Leute in ihren Köpfen trugen.
Viele verschlossen sich vor der Wahrheit, die ein anderes Bild zeigte. Zahlreiche Strassen wurden bereits nicht mehr benutzt, und verfielen zusehens, da sie nicht instand gehalten wurden. Einige Städte hatten bereits ihre Unabhängigkeit vom Reich erklärt und eigene Herrscher aufgestellt - die, wenn auch weiterhin im Bündnis mit dem Aeolischen Reich, eine eigene Rechtssprechung, eigene Währungen und Zölle festlegten.
Auch viel zu lange ignoriert wurde auch die Bedrohung aus dem Osten. Der Reichtum hatte sich herumgesprochen und es kam immer häufiger zu Überfällen auf Händler und bereits zu Plünderungen in den entlegeneren Siedlungen. Und der Reichtum hatte das Reich träge gemacht. Lange schon erfülle das einst gut ausgebildete Heer nur noch Verwaltungs- und Polizeiaufgaben.

Immer wieder wurden kritische Stimmen laut, die den Regenten für zu jung hielten. Doch im Reich war man stolz darauf Kritiker nicht mundtot machen zu müssen, man sonnte sich in einem toleranten Umgang mit verschiedenen Meinungen.
Tatsächlich war der Regent ein gut ausgebildeter Verwalter aus Aeos, ein jüngerer Sohn reicher Adeliger, dem ein Gönner die Aufsicht über Notus verschafft hatte. Bisher hatte er seine Sache auch gut gemacht, er verstand etwas von Handel, von gerechten Zöllen, und von einem fairen Rechtswesen. Aber er hatte noch nie gekämpft und nie etwas verteidigen müssen... Und ihm fehlten erfahrene Berater, die ihn in dieser schwierigen Situation hätten unterstützen können.

Zachary
18.09.2008, 14:25
Beiläufig nahm der Regent das sich Öffnen und Schließen der Tür wahr. Es konnte nur eine der Dienerinnen sein, die gekommen war, um seine Weinvorräte aufzufüllen. Wer sonst sollte ohne Anmeldung seine Räume betreten? Doch das Tauschen des Kruges blieb aus. Auch kein anderer Diener begann in seiner Umgebung einer, wenn auch wie immer unauffälligen, hauswirtschaftlichen Tätigkeit nachzugehen.
Nur das Zwitschern der Vögel und das Knistern des Vorhangs, den eine sanfte Brise sich vor dem Fenster kräuseln ließ, war zu vernehmen - und das unvermittelte Schaben von Schuhsohlen, die sich auf dem gefliesten Steinboden in Bewegung setzten.

"Eure Regentschaft?", meldete sich eine melodische, dennoch irgendwie ein unangenehmes Gefühl verbreitende männliche Stimme, als er gerade zu dem Geräusch herumfahren wollte.
Der Fremde trat jedoch von sich aus in sein Blickfeld. Er war gänzlich in fließende dunkle Gewänder gehüllt, die der Regent noch nie zuvor in ihrer Machart gesehen hatte, das Gesicht hielt er unter der Kapuze des Umhangs verborgen, sodass man nur wenig von der eigentlichen Person ausmachen konnte. Überhaupt war sie, gemessen an einem durchschnittlichen Menschen, eher klein und zierlich von Statur.

War der erste Eindruck eher feindselig gewesen, stellten seine Bewegungen und Gestik nun genau das Gegenteil dar: Denn der Eindringling verneigte sich sofort vor dem jungen Regenten in einer fließenden Bewegung, die nicht weniger exotisch, wie seine Gewänder waren, indem er einen Fuß über Kreuz vor den Anderen setzte, dessen Knie beugte und die eine geöffnete Hand zur Brust, die andere weit zur Seite nach hinten streckte. Damit erlangte der Herrscher einen Blick unter dessen Umhang, wo er keinerlei Waffen feststellen konnte. Den Kopf hielt der Fremde ehrfürchtig gesenkt.
"Verzeiht, falls ich euch erschreckt habe. Ein anderes Vorgehen war mir zu den momentanen Gegebenheiten leider nicht möglich gewesen." Jetzt hob er wieder den Kopf. Feine Züge lugten unter der Kapuze hervor, die seinen Augen noch immer verdeckt hielt. Die Gesichtszüge eines Elfen mit obsidianfarbener Haut.

koshka
19.09.2008, 17:04
Es fiel dem Regenten nicht leicht, sich seine Beunruhigung nicht anmerken zu lassen. Fremde, die sich an den Wachen vorbeischlichen gefielen ihm generell nicht, egal von welchem Volk sie kamen, und wenn es sich dann noch um einen Elfen mit so dunkler Haut handelte bedeutete das selten etwas Gutes.
"Was in aller Götter Namen willst du?"
Die Frage, wie er hereingekommen war brauchte er nicht zu stellen... Es war klar, zu Fuß und mit irgendeinem Trick die Wachen abgelenkt, damit würde er sich später beschäftigen... Und die Wachen ersetzen.

Zachary
22.09.2008, 17:59
In der Tat war es fast zu einfach gewesen an den Wachen vorbei zu kommen. Er hätte schon die Nacht über den Regenten aufsuchen können, entschloß sich dann aber, aus Gründen der Höflichkeit, bis nach Tagesanbruch damit zu warten. Bis zu dem Augenblick, an dem die einzelne, an der Tür zu seinen Gemächern postierte Wache zufällig, wegen plötzlicher Übelkeit, seinen Posten verlassen mußte.

"Mit Euch sprechen. Und Euch meine Dienste anbieten", antworte Jhael, der weiterhin in seiner halb-knienden Position verblieb. "Mir ist zu Ohren gekommen, dass Euch die Bewegungen im Osten ziemliche Kopfschmerzen bereiten. Nun, ich komme aus eben jener Richtung, wenn auch um einiges weiter - östlich. Meine Fähigkeiten sind für Eure Zwecke mehr als weitreichend, ich war mir sicher, dass ihr Verwendung für mich haben würdet, darum suchte ich euch auf. Und aus bloßer Neugier."
Der dunkle Elf unterzog den Regenten einer kurzen Musterung durch den dünnen Stoff seiner Kapuze hinweg. Stimmte all das, was er an Gerüchten gehört hatte? Er versuchte ihn einzuschätzen.

koshka
23.09.2008, 13:07
Der Regent dachte noch einen Moment darüber nach, ob die Gerüchte über diese Elfen stimmten, daß sie Gedanken lesen konnten und auch manipulieren. Doch es genügte, daß er den Blick des Fremden auf sich spürte, wenn auch nur kurz, um diese Frage schnell beiseite zu schieben.
Vielleicht war er in Dingen, die den Kampf betrafen wenig geübt, aber man hatte ihn Diplomatie gelehrt, und er wollte den Femden, auch wenn er ihm misstruate nicht länger in dieser Haltung verharren sehen. Mochte auch das Verhalten den diesem Volk ein anderes sein als bei den Menschen, er würde ihn zunächst als Gast betrachten.
"Du kannst dich aufrichten, sei mein Gast. Man wird dir etwas zu trinken bringen, und wenn du hungrig bist auch zu essen, dann kannst du mir erklären woher die Gerüchte kommen und wie du gedenkst mir zu helfen."
Sofort waren Bedienstete zur Stelle um die Wünsche des Mannes - ob nun Elf oder Mensch oder etwas ganz anderes - entgegen zu nehmen der nun offiziell der Gast des Regenten war.

koshka
23.09.2008, 13:18
>> Notus: eine Schenke <<

Qvintatus kippte den ganzen Becher mit natürlich verdünntem Wein hinunter und bestellte gleich den zweiten. Im Moment hätte er auch nichts gegen etwas unverdünntes gehabt, auch wenn das barbarisch war.
Er gehörte zu den Händlern, die aus den Provinzstädten Waren nach Notus brachten... Dort in der Ferne kauften sie günstig von den Bauern, Webern, Färbern, Schnitzern, Giessern und Schmieden, die selbst nicht nach Notus gelangen konnten. In der Stadt dann verkaufte er die Waren, manchmal direkt an Stammkunden, meist aber wieder an Händler, die beispielsweise Stoffe aus allen Gegenden empfingen und gesammelt dem Kunden anboten, die schön ausgestattete Verkaufsräume hatten und nicht Gefahr liefen unterwegs überfallen zu werden.
Überfallen war Qvintatus nicht worden, aber er hatte die verbrannten Ruinen eines kleinen Anwesens gesehen, 5 Tagesreisen von Notus entfernt... Er selbst hatte danach noch 3 Tage gebraucht... also waren die Horden nur noch 2 Tage von Notus entfernt, wenn sie den direkten Weg nahmen.
Das zweite Glas Wein wurde gebracht, Qvintatus kippte auch diese zur Hälfte gleich hinunter und ließ sich dann doch etwas Zeit.
Er würde den Regenten informieren müssen...

Zachary
24.09.2008, 03:13
>> Notus: Gemächer des Regenten <<

Mit einem Lächeln erhob sich der Elf, ließ sich dem Regenten gegenüber auf einer Sitzgelegenheit nieder. Essen und Trank nahm er dankend an. So hatte er auch relativ bald eine Schale mit Wein in Händen, außerdem noch eine Platte mit Bratenscheiben, geräuchertem Fisch und Brot, von denen er sich ab und an ein Stückchen während des Gesprächs fischte. Dass ihn der Regent damit vergiften wollte, um sich seiner auf diese einfache Weise zu entledigen, betrachtete Jhael als sehr unwahrscheinlich, wenn auch in seinem eigenen Volk nicht ganz unüblich. Die Einladung war dafür überraschend freundlich.
"Woher die Gerüchte kommen? Ihr seid an den Gerüchten selbst nicht interessiert? Woher ist schnell beantwortet, denn man spricht überall auf der Straße davon. Was für Gerüchte hingegen... Wo soll ich beginnen? Euch ist sicher aufgefallen, dass die Waren aus dem Osten rarer geworden sind. Auch finden die hiesigen handwerklichen Produkte schwieriger Absatz. Nur wenige Karawanen wagen überhaupt noch die Reise. Vor allem nicht ohne militärischen Schutz. Man merkt, dass die Menschen vorsichtiger geworden sind. Vor allem, was Fremde betrifft." Er zeigte mit dem Daumen andeutungsweise in seine Richtung.
"Würdet ihr nicht gerne wissen, was die Ursache für diese Überfälle ist?"

Luthien
24.09.2008, 21:19
>> irgendwo zwischen Aeos und Notus <<

Mürrisch strich sich Ragnar über das Gesicht, da ihn irgendetwas penetrant an der Nase kitzelte. Obwohl er gerne noch ein wenig länger geschlafen hätte, rollte er sich dennoch auf die Seite und öffnete mal vorsichtig ein Auge. Nackte Füße? Nackte, kleine Füße? Ein helles Gekichere bestätigte seinen Verdacht und als er knurrend nach den Beinen angeln wollte, sprangen diese leichtfüßig nach hinten, drehten sich um und rannten über die Wiese in Richtung Dorf fort. Seufzend richtete sich Ragnar langsam zum Sitzen auf.

Für Weiterschlafen war er nun zu wach und ausgeschlafen war er nicht wirklich. Gestern war er zur Mittagszeit in dem kleinen Dörfchen angekommen und als Gegenleistung für ein wenig Musik, hatte er ein Mahl aus Brot, Bier und Käse genossen. Es war zwar einfach gewesen, aber nach zwei Tagen Nahrung, die nur aus Beeren und Wasser bestanden hatte, hatte es königlich geschmeckt. Da die Nacht sehr lau gewesen war, hatte er beschlossen, das angebotene Bett im Heu dankend abzulehnen und hatte seinen Mantel unter einer Linde, die ein wenig abseits des Dorfes auf einer kleinen Anhöhe stand, gelegt und sich darin eingewickelt.

Nun stand Ragnar doch auf, streckte und reckte sich, gähnte zweimal herzhaft und schulterte dann seinen Korb mit seinen Habseligkeiten. Aus einem Lederbeutel an seinem Gürtel zog er eine kleine Knöchenflöte und begann darauf eine fröhliche Melodie zu spielen. Ein wenig wacher und beschwingter wanderte Ragnar nun in Richtung Straße und wählte den Weg nach Osten. In Aeos hatte er von der kleinen Grenzstadt Norus gehört, in der Händler aus vielen fremden Ländern verkehren sollten. Vielleicht hätten diese Händler auch neue Melodien für ihn. Ausserdem hatte er auch gehört, daß Notus eine reiche Stadt sein sollte. Da hoffte Ragnar, daß auch ein wenig des Reichtums für einen Spielmann abfallen würde.

Rusch
25.09.2008, 07:38
>> Notus: eine Schenke <<

Tugold, der Zwerg, betrachtete die Reste des kargen Essens vor sich. Die Dinge sind in den letzten Monaten schlecht gelaufen und wer immer behauptete, Krieg sei gut fürs Geschäft, der war ein erbärmlicher Lügner. Sicher, noch wurden keine Äxte geschärft, keine Schwerter poliert, aber es würde Krieg geben, das spürte jeder. Auch die Händler spürten das heran nahende Unheil und fürchteten um ihre Waren. Tugold ließ seinen Blick durch den Schankraum gleiten und musterte jeden der Gäste ganz genau. Es war das übliche Publikum: Reisende, Bürger, ein paar Bauern, die nach Notus kamen um Waren zu verkaufen und Vorräte zu erstehen, ein paar Wachleute, die nach Dienst noch ein Bier tranken und sogar ein Edelmann, der sich in einer dunklen Ecke des niedrigen, länglichen Raumes mit einer Dirne vergnügte. Tugold lächelte noch über diesen Gecken, als sein Blick auf einen Händler fiel, dessen ganzes Äußeres Besorgnis ausdrückte. Tugold strich mit seiner Hand den Bart glatt und wischte Krümel von seinem Wams. Den Humpen in der Hand ging er hinüber zu dem Mann und stellte sich vor. Kurz darauf saß der Zwerg gegenüber dem Kaufmann, der sich als Qvintatus vorgestellt hatte. Als dieser ihn von den jüngsten Ereignissen berichtete, wusste Tungold, dass er morgen Abend nicht mehr einen Teller wässriger Suppe mit fasrigen Fleisch essen würde, dass man in reicheren Gegenden den Schweinen gab. Nein, Morgen Abend würde er eine Anstellung als Leibwächter haben, dessen war er sich absolut sicher. Plötzlich änderte sich die Stimmung in der Schenke schlagartig und auf der anderen Seite des Raums wurden Schreie laut. Dann hörte er, wie ein Schwert auf einer Scheide gezogen wurde und Tugold ließ seine Hand langsam zum Griff seiner Streitaxt gleiten.

Teylen
25.09.2008, 23:12
>> Notus: eine Schenke - einige Minuten zuvor <<

Scynan war ein Weilchen nach dem Händler in die Schenke gekommen. Dieses Mal sollte er hier aufpassen, während Utana die Knechte draussen ablenkte. Kuru schließlich nahm währenddessen den Wagen des Händlers genauer in Augenschein. Ein gefährliches Spiel, aber selbst bei wenig Beute ein durchaus lohnendes.
Außerdem hoffte Scynan in der eher schummrigen Schenke noch eine günstige Gelegenheit nutzen zu können. Die schwere Eingangstür war zwar ein ernst zu nehmendes Fluchthindernis, aber wenn er sich geschickt anstellte, würde er gar nicht in die Verlegenheit kommen laufen zu müssen. All zu lange wollte er sich in dieser Löwenhöhle ohnehin nicht aufhalten. Und wenn er in den Schatten bliebe oder zumindest so tat als wäre er der Sklave von irgendwem, würde er auch gar nicht weiter auffallen.

Der zuvor noch so aufgeregt erscheinende Händler schien sich auf einen längeren Besuch einzustellen. Ein kleiner stämmiger Mann (ein Zwerg wie er mittlerweile gelernt hatte) lenkte ihn sogar noch weiter ab. Gut, gut. Scynans Neugier trieb ihn dazu, die Sicherheit der schattigeren Tavernenbereiche zu verlassen und in der Nähe der beiden vorbei zu streunern. Unterwegs liess er von einem anderen Tisch ein Stück Brot mitgehen, dessen Besitzer gerade am Tresen mit dem Wirt beschäftigt war. In einem abgetrennten Separee, in der Nähe von Händler und Zwerg, liess er sich nieder und versuchte etwas von der Unterhaltung mitzubekommen. Was er an Erzählung über Barbaren erhaschte, verwunderte ihn nicht sonderlich. Die Entfernung dieser dafür um so mehr. So nah schon? Interessante Zeiten standen bevor.

Scynan wollte sich gerade davon stehlen, als ihn eine Bedienstete erwischte. Offensichtlich hatte sie sich über sein doch sehr schäbiges Aussehen gewundert. Scynan deutete auf einen Mann irgendwo auf der anderen Seite der Schänke und versicherte ihr, dass er zu diesem gehöre, aber während der Geschäfte seines Herren ein wenig Abstand halten solle. Dies glaubte sie ihm immerhin so weit, dass sie hinüber ging, um zu fragen. Natürlich würde der Herr dort überhaupt nichts von ihm wissen, aber es war ohnehin an der Zeit zu verschwinden. Leider ohne zusätzliche Beute. Er hoffte, dass Kuru etwas gefunden hatte.

>> Notus: eine Schenke <<

Wenige Schritt von der Tür entfernt, hörte Scynan wie ein Schwert aus einer Scheide gezogen wurde. Sein Herz machte einen Sprung und schlug deutlich schneller. Laufen wäre jetzt ein Fehler, lieber drehte er sich um, um zu sehen wer die Waffe gezogen hatte und warum. Wegen der Scheibe Brot würde wohl kaum jemand zu so drastischen Mitteln greifen, zumal der Besitzer desselben immer noch beim Wirt stand. Was also war hier los?

Und wenn hier gleich das Chaos ausbrauch, war das vielleicht die Gelegenheit, die er sich gewünscht hatte?

Nejira
27.09.2008, 13:05
>>Notus: Eine Schänke<<

Lyelle kaute lustlos auf einem zähen Stück Fleisch herum, dass an die Konsistenz von Leder erinnerte.
Der Händler, der sie bis Notus mitgenommen hatte, war verschwunden, nachdem er seine Bezahlung erhalten hatte. Und nach diesem wiederlichen Mal, waren nicht mehr viele Münzen in Lyelles Beutel übrig. Lange würden die nicht mehr reichen. Zeit, sich nach einer Einnahmequelle umzusehen.
Lyelle lauschte den Gesprächen um sie herum. Am Tresen lallte ein Betrunkener die Bedienung voll, aus einer dunklen Ecke des Raumes waren leise Geräusche zu vernehmen, die eindeutig von einem Edelmann und einer Dirne kamen - und ihre Beschäftigung war ebenso eindeutig. Es war schon verwunderlich, wie viel man verstand, wenn man selbst still war.
An einem Tisch in der Nähe unterhielten sich ein Händler und ein Zwerg über die gegenwärtige Lage - und diese Lage schien immer brenzliger zu werden. So nahe waren sie schon?
Und was hatte der Händler gerade über den Regenten gesagt? Ihn warnen?
Lyelles Laune hellte sich auf. Der Regent konnte sie weiterbringen - wenn sie ihm einen Grund dafür gab.
Es konnte nicht schaden, sich an die Fersen der beiden zu heften...

Plötzlich schallten Schreie durch den Raum eund ein Geräusch stach aus dem Gemurmel der Menge hervor, dass so wenig in eine Schänke gehörte, wie ein Frosch in die Wüste.
Irgendjemand hatte sein Schwert gezogen.

Rusch
28.09.2008, 11:45
>>Notus: Eine Schänke<<

Tugold blickte konzentriert auf den hinteren Teil der Schänke, von woher der Kampflärm erklang. Nur wegen seiner angebohrenen, zwergentypischen Fähigkeit, im Dunklen sehen zu können, konnte er den gewaltigen Krieger ausmachen, der mit einem brachialen Schwerthieb sein Gegenüber niederstreckte. Die beiden Wachleute, die ihren Feierabend bei Bier ausklingen ließen, sprangen alarmiert auf und zogen ihre Waffen. Tugold jedoch hatte genug gesehen. Dieser Krieger war jemand, dem man aus den Weg gehen sollte - auf dem Schlachtfeld und ganz sicher bei einem Wirtshaus Schamützel. Er blickte zu Qvintatus und deutete zur Tür. Der Händler verstand sofort und legt den Gegenwert des Essens in Silber auf den Tisch. Tugold schallte ihn im Stillen eine Narren - wer zahlte denn schon, wenn die Dinge sich so entwickten. Ohne allzu großes Aufsehen zu erregen bewegten sich beide zur Tür während sich die Dinge im anderen Ende der Schänke nun dramatisch zuspitzend. Es war nur noch eine Frage von Sekunden bevor in dem Raum die Panik ausbrach.

Teylen
28.09.2008, 21:24
>>Notus: Eine Schänke<<

Scynan erfasste schnell, dass er nicht den Grund für das Ziehen der Waffe geliefert hatte. Er sah nicht viel von dem was im hinteren Bereich der Schenke vor sich ging. Aber er kannte das Geräusch, das entstand wenn Metall einen menschlichen Körper und in diesem Fall sogar etwas rüstungsartiges traf.

Die allermeisten Gäste starrten noch verwundert auf das Geschehen und schienen es noch nicht richtig zu realisieren. Zwerg und Händler jedoch kamen ihm entgegen. Scynan trat bereitwillig beiseite. Er hatte auf deren Tisch etwas gesehen was ihn noch einen Moment länger hier hielt: Silber!

Er stürzte dort hin und krallte sich die Münzen. Auf das Kampfgeschehen achtete er nicht mehr direkt, nur noch darauf, ob er in seiner unmittelbaren Nähe irgendwem ausweichen musste. Schnell liess er die Münzen hinter dem einzigen Flicken seiner Kleidung verschwinden, der nicht seinem eigentlichen Zweck diente, sondern eine verborgene Tasche darstellte. Zeitgleich drehte er sich schon wieder um, um zur Tür zu stürmen. Waren die beiden, die er zuvor belauscht hatte, schon durch und die schwere Tür somit noch offen, wäre er jetzt fast genauso schnell als wenn er sie selbst hätte öffnen müssen. Wenn nicht, hatte er ein Problem. Er wollte nicht unbedingt demjenigen in die Arme laufen, den er gerade indirekt bestohlen hatte. Scynan hoffte nur, dass Utana und Kuru beim ersten Anzeichen von Ärger verschwinden würden... bei dem hastigen Aufbruch des Händlers hätte er sie ohnehin nicht mehr warnen können.

Nejira
28.09.2008, 22:23
>>Notus: Eine Schänke<<

Die Ecke der Schänke, aus welcher der Kampflärm erklang war zu dunkel, als dass Lyelle von ihrem Platz aus etwas hätte erkennen können. Doch die Reflektion von Metall, ein lauter Schrei und das Geräusch von weiteren Klingen, die aus der Scheide gezogen wurden reichten, um Lyelle davon zu überzeugen, dass die Schänke kein geeigneter Aufenthaltsort mehr waren.
Zu demselben Schluss schienen auch der Händler und der Zwerg gekommen zu sein, die jetzt rasch auf die Tür zustrebten.

Lyelle warf ein paar Münzen auf den Tisch und wandte sich zur Tür - gerade noch rechtzeitig um zu sehen, wie ein blasser, ärmlich gekleideter Junge etwas silbrig blitzendes vom Tisch des Händlers stahl. "Na warte!", dachte Lyelle.

Sie folgte dem Jungen zu der schweren Tür, und konnte gerade noch hinter ihm durch die sich schließenden Türflügel schlüpfen.
Sobald er in ihre Reichweite kam, packte sie ihn am Kragen...

Teylen
04.10.2008, 15:24
>>Notus: Vor der Schänke<<

Scynan war kurz nach der Tür für einen kurzen Augenblick stehen geblieben, um sich zu orientieren. Er hatte keine Lust dem Händler oder dem Zwerg in die Arme zu laufen. Nur für den Fall, dass sie etwas mitbekommen hatten.

Doch er wurde abgelenkt als etwas ihn von hinten an der Kleidung festhielt. Sofort riss er sich los. Ein paar schnelle Schritte und er hatte die zuvor sorgsam platzierte grobe Keule an der nächsten Hauswand erreicht. Er drehte sich im Laufen halb um und wollte sie seinem Verfolger zwischen die Beine werfen. Aber als er sah wer hinter ihm gewesen war, stolperte er stattdessen fast über seine eigenen Beine.

Nachdem er sich gefangen hatte, machte er wieder einige Schritt auf die Person zu.

Ein Mädchen? Recht klein und schmal. Das erklärte zumindest wie sie noch nach ihm durch die sich schliessende Tür gepasst hatte. In der Schänke hatte er sie gar nicht bemerkt.

"Sag mal. Ha'm dir Fliegen das Hirn aufgefressen, oder was?", schimpfte er. Scynan war gereizt. Er konnte es nicht ausstehen, wenn ihn jemand Fremdes anfasste. Schon gar nicht wenn das mit der Intention geschah ihn festzuhalten. Abschätzend wog er seine improvisierte Waffe in der Hand. Die Kleine hatte besser eine gute Erklärung parat.

Rusch
05.10.2008, 14:03
>>Notus: Vor der Schänke<<

Tugold beobachtete mit Interesse den Zwist der zwei jungen Leute. Während er noch darüber nachdachte, was wohl der Grund für den Streit sein mochte, hörte er einen alarmierenden Ruf von Quintatus. Das war kaum Warnung genug für das was nun folgte. In der Schenke gabe es eine gewaltige Explosion und alle Fensterscheiben zu Straße hin barsten. Splitter striffen ihn, aber verursachten zum Glück nur ein paar Kratzer. Als in der Ferne die schrillen Pfiffe der Wache erklangen scho Tungold ohne zu zögern Qvintatus voran. Dieser benötigte den Hinweis jedoch nicht und bat ihn zu seinem Wagen zu folgen. Beiden war klar, dass es besser war, weg zu sein, bevor die Wachen hier eintrafen. Was immer in der Schenke passiert sein mocht - Tungold wollte nicht hinein gezogen werden.

Nejira
05.10.2008, 22:41
>>Notus: Vor der Schänke<<

Lyelle versuchte, den jungen Dieb festzuhalten, doch der riss sich reflexartig los und rannte weg. Nach wenigen Metern blieb er stehen, bückte sich nach etwas - und drehte sich dann zu ihr um. Mit einer Keule in der Hand.

Doch in dem Augenblick als er sie sah, weiteten sich seine Augen vor Erstaunen. Er hatte offensichtlich nicht mit einem Mädchen gerechnet. Doch das Erstaunen wich Wut und er schrie sie an: "Sag mal. Ha'm dir Fliegen das Hirn aufgefressen, oder was?"
Zum wahrscheinlich millionsten Mal verfluchte Lyelle ihre Unfähigkeit, zu sprechen. Sie hätte so gerne zurückgeschrieen.
Statt dessen zog sie ein Stück Kreide aus einer Tasche ihres Kleides. Sie bezweifelte, dass dieser diebische Kerl lesen konnte - also musste sie sich anders behelfen. Lyelle griff an dem Dieb vorbei und wollte gerade etwas an die Wand hinter ihm zeichnen, als irgendjemand hinter ihr schrie.

Augenblicke später explodierte irgendetwas in der Schänke. Lyelle hörte Holz und Glas splittern und die Schreie der Gäste. Irgendetwas spitzes bohrte sich in ihre Wange. Als sie sich umdrehte, leckten Flammen aus den zerbrochenen Fenstern und Trümmer lagen überall verstreut. Durch den Rauch konnte Lyelle gerade noch den Zwerg und den Händler erkennen, die sich aus dem Staub machten.

Diese beiden waren wichtiger als der kleine Dieb. Lyelle zog sich den Glassplitter aus der Wange und rannte ihnen nach, ohne sich noch einmal umzudrehen.

Teylen
06.10.2008, 05:56
>>Notus: Bei der Schänke<<

Scynan musste lachen als das Mädchen ihn böse anstarrte und statt zurück zu schreien, ein Stück Kreide zückte. Was sollte denn dieses komische Verhalten bedeuten?

Dann kam die Explosion und erschreckte ihn zutiefst. So etwas hatte er noch nicht erlebt.

In der Ferne vernahm Scynan die schweren Schritte bewaffneter Menschen. Es würde nicht mehr lange dauern bis sie hier waren. Sollte er den anderen folgen? Zwerg und Händler waren sicherlich mit Vorsicht zu geniessen und auch das Mädchen schien ihm aus unerfindlichen Gründen feindseelig gesonnen.

Es war wohl besser ihnen nicht zu folgen. Scynan lief.

Rusch
06.10.2008, 09:44
>>Notus: Bei der Schänke<<

Tugold zögerte nicht lange. Er griff Qvintatus am Arm und zog ihn mit sich. Er warf einen letzten Blick über die Schulter und sah die Schenke aus der nun Stimmen drangen. Was immer die Fenster zum Bersten gebracht hatte war wohl nicht so zerstörrerisch gewesen, wie es zunächst den Schein gehabt hatte. Offensichtlich hatte sich die Wucht der Detonation auf die Fenster gerichtet. Verwundert konnte er zwischen den Rauch nun zwei Gestalten erkennen, die aus den zerstörten Fenstern kletterten und sich daran machten, das Weite zu suchen. Irgend etwas an den beiden weckte Tugolds Aufmerksamkeit, doch bevor er sich darüber klar werden könnte, zog ihn Qvintatus fordernd am. Der Händler hatte Recht: Es war Zeit von hier zu verschwinden, denn die Wachen würde sie ohne Zweifel als Verdächtige ansehen und Tugold hatte in der Vergangenheit bereits genug Gelegenheit gehabt, mit übereifrigen Wachmannschaften schlechte Erfahrung zu sammeln. Entschlossen folgte er Lyelle und dem Händler in die dunkle Gasse hinein.

Teylen
12.10.2008, 18:56
>> Notus : In den Gassen der Stadt << (Posting für Qvintatus, den Händler)

Der Händler lief einige schmalere und größere Straßen entlang, bog irgendwo ab und wich an einer Stelle knapp einigen Wachen aus, die über einen größeren Platz patroullierten. Schliesslich kam er mit Tugold und Lyelle in einer kleinen Gasse zu stehen, die von zweigeschossigen Häusern mit schmalen Fenstern umgeben war. Hoch über ihren Köpfen hing Kleidung auf Wäscheleinen. Obwohl es mitten am Tag war, wirkte es hier irgendwie dunkel.

Qvintatus atmete schwer. So viel laufen war er nicht mehr gewohnt. Aber wenigstens schienen keine Wachen hinter ihnen her zu sein.

Er fluchte leise, als ihm auffiel was er bei der Taverne vergessen hatte. Nun gut, er würde sicherlich auch so zum Regenten kommen.

"Ich muss zum Palast", keuchte er immer noch etwas ausser Atem und betrachtete seine beiden Begleiter noch einmal genauer. Mit Tugold hatte er sich in der Taverne schon einmal unterhalten, aber wer war das Mädchen?

"Wer ist die Kleine?", fragte Qvintatus den Zwerg, in der Annahme, dass sie zu ihm gehörte.

Nejira
13.10.2008, 18:10
>>Notus: in den Gassen der Stadt<<

Der Zwerg hatte gar nicht bemerkt, dass Lyelle ihm und seinem Begleiter gefolgt war - und der Händler schien sich offenbar nicht an ihrer Gegenwart zu stören. Wahrscheinlich war er viel zu sehr damit beschäftigt, den Weg im Gewirr der dunklen, muffigen Gassen zu finden - zumindest schnaufte er laut. So laut, dass er fast das Tropfen der nassen Wäsche in dem Gässchen übertönte, in dem er endlich anhielt.

"Ich muss zum Palast.", keuchte er. Dann sah er Lyelle an. "Wer ist die Kleine?", fragte er den Zwerg - der aussah, als nähme er sie jetzt zum ersten mal war.

Wieder griff Lyelle nach dem Kreidestück in ihrer Tasche. Bei einem Mann, der Verbindungen zum Regenten hatte, war es recht wahrscheinlich, dass er des lesens mächtig war.
Vor den staunenden Augen des ungleichen Paares schrieb sie and die feuchte Wand des nächsten Hauses:

Mein Name ist Lyelle.
Auch wenn ich nicht spreche, höre ich doch umso mehr - genug um zu wissen, dass Ihr zum Regenten wollt um ihn zu warnen, dass die Horden in 2 Tagen in Notus sein werden. Also haben wir ein gemeinsames Ziel.
Nehmt mich mit. Wer weiß, welchen Nutzen ich Euch bringen kann...

Rusch
13.10.2008, 20:51
"Was macht die da?", begehrte es in Tugold auf. Erregt blickte der Zwerg in die Gasse zurück durch die sie soeben gelaufen waren. Doch zu seiner Beruhigung schien in der dunklen Häuserschlucht alles ruhig zu sein. Man hatte sie wohl nicht entdeckt.

Etwas entspannter wandte er sich wieder dem Mädchen zu. Mühsam entzifferte er die Schrift. Er konnte zwar zwergisch lesen, aber die für die Schrift der Menschen hatte er sich stets wenig interessiert. Wenn er es richtig verstand hieß das Mädchen Lyelle, aber was danach kam konnte er sich nicht mehr erschließen.
"Zum Palast des Regenten wollt ihr? Welch ein Zufall, denn mein Anliegen unterscheidet sich von Eurem kaum. Auch ich bin besorgt über das Unheil, das sich ausbreitet", sagte Qvintatus.

"Na toll", dachte Tugold, "Ich wollte doch nur eine Anstellung finden und vorrübergehend ein paar Goldmünzen verdienen, bevor es hier richtig zur Sachte geht. Nun werde ich in Dinge hineingezogen, die für einen Zwerg wie mich definitv ein paar Nummern zu groß sind."
Doch während der Zwerg noch darüber nachdachte ergriff der Händler seinen Oberarm und forderte ihn auf mitzukommen. Widerwillig folgte der Zwerg. So hatte er sich das ganze nun wirklich nicht vorgestellt.

koshka
21.10.2008, 09:53
>> Notus: Gemächer des Regenten <<

"Woher die Gerüchte kommen? Ihr seid an den Gerüchten selbst nicht interessiert? Woher ist schnell beantwortet, denn man spricht überall auf der Straße davon. Was für Gerüchte hingegen... Wo soll ich beginnen? Euch ist sicher aufgefallen, dass die Waren aus dem Osten rarer geworden sind. Auch finden die hiesigen handwerklichen Produkte schwieriger Absatz. Nur wenige Karawanen wagen überhaupt noch die Reise. Vor allem nicht ohne militärischen Schutz. Man merkt, dass die Menschen vorsichtiger geworden sind. Vor allem, was Fremde betrifft." Er zeigte mit dem Daumen andeutungsweise in seine Richtung.
"Würdet ihr nicht gerne wissen, was die Ursache für diese Überfälle ist?"

Der Regent ließ sich seinen Becher mit Wein füllen und betrachtete die helle fast klare Flüssigkeit eine Weile lang. Sie schimmerte in einem wertvollen klaren Glasbecher mit dünner Wand und ohne Fuß, der jedoch in einem Geflecht aus Silber und Golddraht steckte, das ihm Stabilität verlieh.
"Ich weiß wer uns bedroht. Das ist nicht das Problem. Ich sitze nicht so weit von der Strasse entfernt, als daß ich die Gerüchte nicht selbst hören würde... Aber wenn es ein Fremder wie du für nötig hält mich darüber zu unterrichten ist das etwas anderes... Was willst du mir anbieten?"

Teylen
22.10.2008, 22:04
>>Notus: in den Gassen der Stadt<<

(vorheriges Posting: #18) ... Es war wohl besser ihnen nicht zu folgen. Scynan lief.

Scynan lief einige Gassen weit, bevor er unsanft in eine von ihnen gezerrt wurde. Völlig überrascht und noch ein wenig durcheinander von der Explosion wollte er sich schon mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen, als er bemerkte, dass sein Diebeskumpane Kuru ihn abgefangen hatte.

"Da bist du ja. Was war an der Schenke los?", fragte Kuru aufgeregt.

"Nicht hier...", antwortete Scynan erst und schob Kuru ein Stück weiter die Gasse entlang bis zu einer Stelle wo sie sich hinter einigem Gerümpel hinhockten, um der direkten Sicht zu entgehen. "Ich hab auch keine Ahnung was das jetzt war. Vielleicht ist die Schwarzbrennerei endlich in die Luft geflogen. Habt ihr was beim Wagen des Händlers gefunden? Und wo ist Utana?"

"Wir haben Rauschkraut gefunden", sagte Kuru und Scynans Grinsen zeigte, dass er verstand was das für den Aufenthaltsort von Utana bedeutete. "Ansonsten war auf dem Wagen leider lauter Zeugs womit wir nix anfangen können", erzählte Kuru. "Außer dem hier vielleicht. War gut versteckt", fügte er dann hinzu und reichte Scynan eine Münze, die auf der einen Seite von einer dicken Schicht Siegelwachs mit Siegel drin überzogen war.

Scynan betrachtete die Münze. "Was soll das denn? Das Siegel des Regenten?" Er blickte Kuru verwirrt an. "Ob der Typ wirklich nur Händler ist? In der Schenke erzählte er einem Zwerg davon, dass die 'Barbaren' zwei Tage von Notus entfernt sind und dass er dem Regenten davon berichten muss. Is' wohl auch noch 'n Spion oder Informant oder sowas."

"Barbaren?" Kuru grinste. "Er meinte deine Leute, nicht? Kommen sie, um dich jetzt doch ins Jenseits zu schicken?"

"Nein. Sie wollen mich endlich zum Großkönig machen", ätzte Scynan zurück und betrachtete weiter die Münze. "Was meinst du", fragte er Kuru, "ob ich damit in den Palast gelassen werde. Wollte immer schon mal wissen wie's da aussieht."

Kuru schüttelte den Kopf. "Du bist verrückt."

"Ssscht!", machte Scynan als er etwas hörte, was nicht zur normalen Geräuschkulisse der Stadt um sie herum passte. Er bedeutete Kuru unten zu bleiben und stand vorsichtig und leise auf, um heraus zu finden wer oder was da war.

Verräter
23.10.2008, 19:19
Notus - auf offener Straße

Für Dorgan war es kein sonderlich guter Tag gewesen. Während sich in anderen Städten ganze Scharen um ihn mit seinen Spielereien, seinen kleinen magischen Tricks versammelten, beachtete ihn hier kaum jemand und noch weniger fühlten sich bereit ihm ein paar Münzen zu geben. An seinen Kräutern hatte ebenfalls niemand ernsthaftes Interesse, was ihn aber nicht verwunderte. In dieser Stadt gingen Händler ein und aus, die viele weitaus exotischere Dinge Anboten als in seiner kleinen Tasche ihren Platz fanden.
Ein kurzer Blick genügte um zu wissen, dass sein Geld diese Nacht wohl nicht für ein Zimmer in einem der Gasthäuser langen würde, aber immerhin könnte er sich etwas Proviant für seine Weiterreise kaufen, schließlich hegte er keinesfalls die Absicht in einer Stadt zu verweilen, in der er ein solch schlechtes Geschäft machte.
Außerdem waren da noch diese Gerüchte, die allesamt Krieg flüsterten und schreckliche Szenen malten.
Unmöglich hätte er sagen können ob es sich nicht vielleicht doch nur um Hirngespinste der Menschen handelte, schließlich gab es bei all diese schrecklichen Erzählungen keine offizielle Quelle. Jeder hörte nur von anderen, die tief im inneren ebenso wenig wussten wie der ganze Rest. Doch irgendetwas braute sich zusammen, das spürte er - und wenn es soweit kam, wollte Dorgan so weit wie möglich von hier fort sein!

Als dann ein lauter Knall durch die Straßen hallte, befürchtete er schon das schlimmste und damit war er nicht allein. Augenblicklich standen für ein paar Sekunden alle Menschen in seiner Umgebung still, verstummten und lauschten. Dann kam für ihn aus irgendeiner Ecke die Entwarnung.
In einer Schänke soll es einen Unfall gegeben haben, und nun stehe alles in Flammen! Getrieben von Neugier und dem Wunsch zu helfen bewegte er sich rasch auf die großen Rauchschwaden zu, bis er plötzlich in Gedankenversunken gegen jemanden stieß.
Während er seinen Halt bewahren konnte, dabei aber seinen Stock aus der Hand verlor, fiel die andere Person, eine junge Frau, als die deutlich kleinere und leichtere zu Boden.

Im ersten Moment des Schrecks war er unfähig zu handeln, stand einfach nur da und starrte sie an. Als er dann ejdoch die beiden anderen Personen, darunter ein grimmig aussehender Zwerg, bemerkte die ihn anstierten fasste Dorgan sich so schnell er konnte und reichte dem Mädchen seine Hand.
,,Ich bitte vielmals um Verzeihung!", stotterte er während er ihr aufhalf. Seine innere Ruhe hatte er bereits wiedergefunden als sie endlich stand. Mit einer geschickten Bewegung holte er aus einer seiner Taschen einen Samen. Es schien, als würde die kurze Pflanze, mit der roten Blüte direkt aus seiner Handfläche wachsen. Wie üblich überreichte er ihr diese mit einer tiefen Verbeugung.
,,Entschuldigt mir die Umstände unseres Treffens, Schönheit. Mein Name ist Dorgan. Erweist ihr mir die Güte, mich eure liebliche Stimme hören zu lassen?"
Er war nicht aus der Übung und wusste genau welche Worte er zu nutzen und wie er sie zu betonen hatte, damit keine Frau ihm diesen Wunsch abschlagen würde.

Zachary
23.10.2008, 23:55
>> Notus: Gemächer des Regenten <<

"Meine Freundschaft?" Der Dunkelelf hatte es dem Regenten gleich getan und gerade eben noch die durch leichtes Schwenken ins Kreisen geratene klare Flüssigkeit in seinem Weinglas beobachtet. Allerdings nur kurz.
"Nein, wartet." Jhael hob die Hand zum Zeichen, dass er weiter sprechen wollte. "Natürlich hätte ich davon ausgehen müssen, dass ihr über die Geschehnisse bestens informiert seid, was meine Einmischung in die geregelten Bahnen eures wohl organisierten Regierungsapparates quasi unnötig erscheinen ließe, von daher umso gewichtiger von seinem Nutzen her sein muß.

Aber ihr habt recht, vielleicht sind die Gerüchte gar nicht das eigentliche Problem und wir sollten sie vorerst beiseite lassen. Wo ihr es selbst ansprecht, vielleicht liegt es ja gerade an den Quellen an Information und was Eure Möglichkeiten darauf zu reagieren betrifft. Sie sind starr, wie der ganze Staatsapparat in dem Ihr Euch befindet. Und einseitig, müssen erst eine Hierachie durchlaufen, bevor sie endlich bei Euch angelangen. Ihr könnt nur aus einer Reihe aus bereits gefällten Entscheidungen auswählen, obwohl Ihr, als kluger Regent, und da bin ich mir sicher, Euch eine eigene Meinung zu den Dingen bildet." Er nickte seinem Gegenüber zu.

"Sicherlich besitzt ihr auch ein Netz an Spionen, die Euch oder Eure Generäle regelmäßig informieren. Doch was Euch fehlt, ist die direkte Möglichkeit Dinge zu sehen, sofort einschreiten zu können, wenn es gerade nötig ist. Und vor allem zu Handeln ohne auf irgendwelche Erwartungen achten zu müssen, die von Seiten der alteingesessenen Stadtväter und Interessensvertretungen an Euch gestellt werden. So viele Diskussionen. Kurz: Laßt mich Eure Möglichkeit sein." Der Fremde sah ihn gespannt über den Rand seiner Schale hinweg an.

Nejira
24.10.2008, 20:42
Der Händler erwieß sich als freundlicher als Lyelle vermutet hätte. Er lud sie ohne Umschweife zum Mitkommen ein - was anscheinend seinem Begleiter nicht im Midnesten gefiel.

Kaum waren sie ein paar Schritte gegangen, da hastete eine Gestalt um eine Gassenecke und rempelte Lyelle so hart an, dass sie einfach umgeworfen wurde und auf das schmutzige Pflaster fiel. Der Unbekannte hingegen verlor gerade einmal seinen Stock - und starrte sie dann so verdattert an, als wäre er einem Geist begegnet. Dabei war er derjenige, der wie ein Gespenst aussah. Er war irgendwie... blass - weißes Haar, helle Haut und blaue Augen in dem fast schon puppenhaften Gesicht.
Erst als er des grummeligen Zwerges gewar wurde, besann er sich, murmelte ein Entschuldigung und zog Lyelle auf die Füße. Doch nun war es an Lyelle, verblüfft zu sein, denn aus dem nichts ließ der Fremde eine rote Blüte aus seiner Hand wachsen und überreichte sie ihr mit einer tiefen Verbeugung. Er schien aus den Tiefen seines blassen Selbst eine Priese unerwarteten Verführercharme gefischt zu haben, als er sagte: ,,Entschuldigt mir die Umstände unseres Treffens, Schönheit. Mein Name ist Dorgan. Erweist ihr mir die Güte, mich eure liebliche Stimme hören zu lassen?"

Lyelle hätte laut losgelacht, wenn sie gekonnt hätte - so aber zeigten nur das Beben ihres Körpers und ihr Gesichtsausdruck ihre Belustigung.
Sie tauschte die Blume in ihrer Hand mit dem Kreidstück aus ihrer Tasche und schrieb schwungvoll an die Wand:

Schön wär's, wenn Ihr könntet. So müsst Ihr euch mit den Stimmen meiner Begleiter zufrieden geben.
Aber ich will nicht unhöflich sein und mich nicht vorstellen: Ich bin Lyelle.

Verräter
25.10.2008, 22:27
Dorgan war verwirrt. Wie zu erwarten war, hatte die sie die Blume an sich genommen, ging dann aber nicht, wie üblich, nahtlos von dieser Geste zu einem leichten, meist schüchternen Kichern über und fiepte auch nicht leise ihren eigenen Namen. Stattdessen wurden Worte mit Kreide an die Wand geschrieben.
"meiner Begleiter" - damit bestätigte sich also seine Vermutung, dass die beiden weiteren Personen unmissverständlich zu ihr gehörten. Nur was verband eine junge Frau, einen gefährlich aussehenden Zwerg und einen gut gekleideten Mann miteinander? Mit solch bunt zusammengewürfelten Gruppen verband Dorgan vor allem eines: Ärger. Es war also zwingend erforderlich auf der Hut zu sein, wobei die Hauptgefahr vom Zwerg her schien. Dieser wirkte einfach gefährlicher als die zierliche Frau oder der einfache Herr. Vielleicht waren die beiden Botschafter und der Zwerg ihr Bewacher? Oder nur der Mann war einer und die Frau, die nach näherem hinsehen doch wesentlich jünger wirkte als zunächst vermutet, ihm nur unterstellt?

Als Dorgan sich während dieser Gedankengänge selbst dabei erwischte, sinnlos in der Gegend herum zu starren, fasste er wieder das Wort.
,,Eine sehr schöne Schrift habt ihr.", schmeichelte der Magier, während er seinen Stock vom Boden aufhob.
Und wie sollte es nun weitergehen? Er kannte den Stand seines Gegenübers nicht, wie sollte er sich also Verhalten? Dorgan warf einen Blick auf ihre Begleiter und beschloss dann, zu dem Zwerg zu sprechen: ,,Es tut mir wirklich Leid Euch aufzuhalten, ehrenwerter Herr Zwerg.", dann drehte er sich wieder Lyelle zu. Zuerst wollte er sie fragen, warum sie nicht sprach, dass kam ihm dann aber Blöd vor. Wenn sie schreiben konnte, wäre es ihr auch möglich zu sprechen, wenn nicht ihr Körper dies nicht zuließ. Möglicherweise verlor sie aufgrund großer Trauer ihre Stimme, von solchen Fällen hatte er schon einmal gelesen, oder sie war von Geburt an nicht dazu in der Lage gewesen. Vielleicht schnitt man ihr auch die Zunge ab, einer solchen Prozedur musste er vor drei Jahren einmal zusehen. Ein grauenhaftes Schauspiel! Aber warum auch immer sie sich ausschließlich der Schriftsprache bediente, es war töricht, vielleicht sogar beleidigend danach zu fragen.
,,Ein schönes Mädchen wie Ihr sollte nicht allein...", seine Gedanken umkreisten ihre Begleiter, ,,nun, sollte vorsichtig in den Gassen sein. In diesen Städten wimmelt es nur so von Gaunern und Halunken!"
Unwillkürlich fragte er sich, für was diese drei ihn wohl halten würden.

koshka
26.10.2008, 10:27
>> In den Gassen von Notus <<

"Lyelle..." las nun auch der Händler. "Also, Lyelle, ich muss weiter. begleite uns..." - wobei er den Zwerg mittlerweile zu seinem festen Begleiterstab zählte. - "...oder bleib bei diesem Taschenspieler. Ich hab es ein wenig eilig... Tugold, ich bitte dich, hole meinen Wagen, wer weiß was für ein Gesinde sich bereits daran zu schaffen macht. Die Pferde werden dir keine Probleme machen."
Nachdem er bereits beschlossen hatte dem Zwerg zu vertrauen war sich nun nicht sicher ob er dies auch auf das Mädchen - das ihm ohne Zweifel gefiel, trotz, oder sogar wegen dieser Eigenart, daß sie schrieb anstatt zu sprechen - und nun deren neuen Bekannten ausweiten sollte.

koshka
26.10.2008, 10:31
>> beim Regenten von Notus <<

Der Regent lächelte, jedoch gemässigt genug um keinesfalls an Würde zu verlieren. Für einen souveränen Staatsmann gehörte es sich eben nicht zu viele emotionale Reaktionen zu zeigen. Dennoch gefiel es ihm, wie der Dunkel versuchte ihm Honig um's Maul zu schmieren. Was genau den Elfen bewegte wusste er jedoch noch immer nicht. Wurde er verfolgt? Suchte er Schutz und versuchte deshalb als Freund des Regenten dessen Beistand zu gewinnen?
Doch über die Ehre der Dunkelelfen waren Gerüchte zu dem Regenten gedrungen, und wenn nur ein wenig daran der Wahrheit entsprach, so hatte man in einem Elfischen Freund einen Beschützer für's Leben...

"Das Angebot ehrt mich und ich nehme es gerne an."
Er gestattete seinem Lächeln ein wenig mehr an Herzlichkeit, auch wenn er nicht ganz ohne Berechnung sprach.
"...deshalb will ich offen sein. Ich bin bestens unterrichtet über das was auf uns zukommt, und ich erwarte einen meiner Boten bereits seit gestern zurück... Ich denke er ist bereits in der Stadt. Das wahre Problem ist nicht das der Fakten die gefiltert werden, auch wenn es stimmt, daß der Verwaltungsapparat überhand nimmt... Aber ich habe meine Methoden dem zu begegnen.
Das Problem, mit dem unser Reich kämpft ist eben jenes... der Kampf. Es herrscht schon zu lange Frieden - wir haben Soldaten, das schon, wir bilden sie aus und unterrichten sie, aber sie sind unerfahren. Sie kennen die Kriegstaktik aus der Theorie, kennen die Geschichte der grossen Kriege, gebildete junge Männer, heissblütig vielleicht auch, aber gänzlich unerfahren. Wenn auch nur ein wenig von allem dem wahr ist was man sich über die Stutenmilchtrinker erzählt, dann schicke ich diese Jungen in den sicheren Tod."
Der Regent war sehr ernst geworden bei den letzten Worten, er hatte den Weinbecher mit beiden Händen umfasst und sich ein wenig nach vorne gelehnt um den Worte mehr Nachdruck zu verleihen. Jetzt stellte er den Becher mit einer ruhigen Geste auf einem reich mit figürlichen Szenen in Einlegearbeit verzierten Holztisch neben sich ab.
"...wenn du meine Möglichkeit sein willst... dann gib mir einen Rat, wie ich im Kampf verfahren soll, oder wie wir diesem entgehen können."

Teylen
26.10.2008, 12:24
>>Notus: in den Gassen der Stadt<<



"Ssscht!", machte Scynan als er etwas hörte, was nicht zur normalen Geräuschkulisse der Stadt um sie herum passte. Er bedeutete Kuru unten zu bleiben und stand vorsichtig und leise auf, um heraus zu finden wer oder was da war.

Als Scynan hoch kam, blickte er einer Katze direkt in die Augen.

"Hau ab! Mistvieh", rief er erschreckt aus und verscheuchte das Tier. Was war es nur, dass Katzen magisch zu Kuru hinzog? Für Scynan hatten diese Wesen etwas dämonisches an sich, dem man besser aus dem Weg ging. Dennoch beschloss er, dass diese Unheil verheissende Begegnung ihm nicht von seinem Plan oder vielmehr seiner Idee abhalten würde. Er wandte sich wieder Kuru zu, der noch verdattert der Katze nach starrte.

"Die Münze behalte ich", sagte Scynan. "Und ich denke ich statte damit unserem fetten Regenten mal einen Besuch ab." Er hatte natürlich keine Ahnung wie der Regent wirklich aussah, vermutete aber nach seinen bisherigen Begegnungen mit Dienern der Stadt, dass sie um so fetter waren, je höher ihr Rang war.

Kuru schüttelte nicht besonders begeistert den Kopf. "Ich geh da nicht mit hin."

"Dann behalte ich eben alles, was ich da mitnehme", antwortete Scynan.

"Tust du doch sowieso." Kuru schmollte. "Utana hat ihr geliebtes Rauschkraut und du die Münze. Und was krieg ich?"

Scynan fischte die Silbermünzen die er aus der Taverne hatte aus seiner Flickentasche und gab sie Kuru. "Nimm die hier, aber besorg auch was gutes zu essen dafür."

Kuru nickte, hatte aber dennoch einen Einwand. "Hey, warum muss ich immer für Essen sorgen? Ist das nicht eher Utanas Aufgabe."

Scynans Antwort darauf war nur ein breites Grinsen. Mit einer Geste verabschiedete er sich von Kuru und beeilte ich zum Palast zu kommen. Viel Zeit hatte er sicher nicht mehr, um sich da einzuschleichen.


>> Notus: außerhalb des Palastes <<

Das Palastgelände hatte gleich eine Reihe von Eingängen. Der Haupteingang und der hintere Eingang waren gut bewacht, sowohl von Gardisten des Regenten als auch von allerlei anderen neugierigen Leuten. So harmlos der Händler auch ausgesehen hatte, so würde er doch als eher ungewöhnlicher Besucher von allen registriert werden. Nach Scynans Meinung war dies kein guter Auftritt für einen Spion oder Informanten, sofern die Münze wirklich auf einen solchen Nebenjob hinwies.

Scynan konzentrierte sich also auf die weiteren Nebeneingänge, die geschlossen und von aussen nicht erkennbar bewacht waren (und dennoch so dick und stabil waren, dass sie sich nur von drinnen öffnen liessen). Er vermutete, dass er hier am ehesten Einlass bekommen könnte und hoffte, dass sich dann im Palastgelände Gelegenheit ergab sich von irgendwelchen schnarchnasigen Bediensteten absetzen zu können. Das letzte was er wollte war tatsächlich direkt vor den Regenten oder gleich in eine Zelle gebracht zu werden.

Ein gefährliches Spiel. Aber wie so häufig trieb ihn die Neugier. Seine halbelfische Mutter hatte einst behauptet, dass alle Mischlinge dieser Art und ihre möglichen Nachkommen ein Übermaß an Neugier besassen. Etwas was vielen von ihnen schon früh das Leben kostete. Aber Scynan war aus seinen Stamm herausgeworfen worden. Für ihn war das wie Tod. Und hatte ihm nicht eine Seherin vorausgesagt, dass er sterben und großes vollbringen würde?

Bei der vierten Tür an der er klopfte schien er Glück zu haben. Geräusche waren dahinter zu hören.

koshka
26.10.2008, 12:44
Das Klopfen wirkte entschlossen genug, um es zu beachten.
Zwei Wachleute traten an die massive Tür, einer von ihnen schob eine Luke auf und warf einen Blick hinaus. Sicher waren zwei Wachen bei so einer kleinen Luke mindestens einer zuviel, aber man konnte schliesslich nie wissen welche Horden versuchen könnten die Tür einfach niederzureiten... Dann konnte immer noch einer um Hilfe rufen.
"Was willst du?" Fragte der Wachmann barsch und ohne sich tatsächlich umzusehen wer da geklopft hatte.

Teylen
26.10.2008, 13:07
>> Notus: außerhalb des Palastes, Nebeneingang <<

Es schien als habe er die richtige Tür erwischt.

"Rein!", antwortete Scynan noch entschlossener als wie er gerade geklopft hatte. Er hielt der Wache die Münze mit dem Siegel unter die Nase. "Ich hab' 'ne wichtige Nachricht zu übermitteln", sagte er. Diese Worte sollten vorerst genug sein. Scynan hoffte nur, dass es zu der Münze nicht noch irgendein geheimes Passwort gab oder dass die Wachen ausgerechnet wussten wer eigentlich hier hätte erscheinen sollen.

Er spürte, dass sein Herz schneller schlug und Unruhe ihn erfasste, aber äusserlich blieb er ruhig. Das hier war zwar gerade nicht so ereignisreich und schnell wie Kampf, aber erforderte mindestens ebenso viel Konzentration. Auch konnte es sicherlich noch ebenso spannnd und gefährlich werden.

koshka
26.10.2008, 13:32
>> Notus: außerhalb des Palastes, Nebeneingang <<

Der Wachposten warf einen prüfenden Blick auf die Münze, beriet sich dann kurz mit dem anderen, der daraufhin verschwand, und öffnete schließlich die Tür. Scynan hatte tatsächlich die richtige erwischt.
"Es ist sofort eine Eskorte da, die sich zum Regenten bringt, du wirst bereits erwartet."
Erklärte der Wachmann, und tatsächlich kam der Kollege bereits mit zwei weiteren Wachposten zurück, die allerdings bessere Kleidung trugen, feiner gewebte, zum Teil bestickte Hemden und auch die Waffengürtel sahen schmuckvoller aus und die Riemenzungen waren silbertauschiert und nicht nur aus Eisen oder sogar nur Knochen.

Teylen
27.10.2008, 22:26
>> Notus: außerhalb des Palastes, Nebeneingang <<

Noch gab es ein Zurück für Scynan. Aber wollte er das? Kuru würde ihn sicherlich auslachen und es überall rumerzählen, wenn er nun doch nicht in den Palast kam.

Dass man ihn bereits erwartete, liess ihn kurz zusammen zucken. Erst glaubte er, dass der Regent möglicherweise eine Seherin beschäftigte. Fast hatte er schon wieder vergessen, dass er sich ja anstelle des Händlers hier einschlich. Zumindest hatte er mit seiner Vermutung bezüglich dessen Nebentätigkeiten Recht gehabt.

Scynan trat ein und musterte zurückhaltend die beiden hinzu gekommenen Wachen. Er versuchte einzuschätzen, ob sie wohl wirklich fähig waren oder nur zeremonielle Aufgaben wahrnahmen. Wenn der Händler erwartet wurde, musste früher oder später jemand kommen, der ihn kannte. Dann wurde es wirklich gefährlich. Dann war es Zeit sich aus dem Staub zu machen oder ein paar wirklich gute Ausreden parat zu haben. Doch erst einmal würde er den beiden Wachen folgen.

Suráya
27.10.2008, 22:55
>> Notus: Irgendwo in den Gassen vor dem Palast <<

Katy schlich umher und hielt sich im Schatten der Mauern auf. Die Dunkelheit umschlang sie wie eine warme Decke, gut geschützt vor dem Tageslicht. Sie war an niemanden gebunden, frei.. ungesehen und geschützt vor neugierigen Augen.
Ihre jetzt vollkommen schwarzen Augen huschten umher und suchten, umgeben von geschwungenen, dunklen Wimpern die dunklen Gassen ab... auf der Suche nach Passanten, die einfache Beute waren.
Ob sie diesen Beruf gern verübte? Sie war sich nicht sicher, aber sie konnte ihn, sie lebte davon und sie verdiente genügend da durch um zu überleben.
Niemand... verdammt, wo sind die denn alle? dachte sie sich und grummelte leise. Sie rümpfte die Nase, sodass kleine Fältchen entstanden, die ihre Brüder immer so geliebt hatten... ihre Brüder! Sie hatten sie ohnehin allein gelassen, was sollte sie also mit ihnen?
Sie knurrte leise und schlich weiter...

Rusch
28.10.2008, 09:00
>> In den Gassen von Notus <<

Tugolds Laune wurde immer schlechter. Der Abend hatte so gut begonnen, doch nun sah es danach aus, als ob seinen möglichen Profit teilen müsste. Dies Händler war einfach zu vertrauensselig. Sicher, der Umstand hatte sich gut für ihn ausgewirkt, aber nun war da Lyelle und dieser Typ. Mit dem Mädchen konnte er ja noch leben. Sie war hübsch, war ihm sympathisch und offensichtlich auch nicht dumm. Der Typ aber, der sich Dorgan nannte, machte auf den Zwerg einen ganz anderen Eindruck. Entweder war er ein Schaumschläger, der viel redete und vorgab über magische Fähigkeiten zu verfügen oder aber er war tatsächlich ein Magier. Letzten Endes war für Tugold beides gleich schlecht, denn er zog die direkte Art vor. Es gab nichts, was man nicht mit Willen und einer Axt lösen könnte. Zaubererei betrachtete er als Betrug und Unterschleif. Er beschloss den Mann im Auge zu behalten.

Während er so seinen Gedanken nachging, erreichten sie den Wagen. Tugold war in die Richtung gegangen, in die der Händler gezeigt hatte und nach einer Biegung der Straße waren sie am Ziel. Die Pferde machten auf Tugold einen guten Eindruck. Sicher, für ihn waren diese riesenhaften Tiere alle irgendwie gleich unheimlich, aber sie wirkten ruhig und ausgeruht. Verwundert bemerkte Tugold, dass der Händler den Wagen ohne besondere Vorsicht hier abgestellt hatte, aber offensichtlich hatte Qvintatus Glück gehabt, denn außer ein paar Kleinigkeiten fehlte nicht. Der Zwerg schüttelte den Kopf: Diese Mann benötigte tatsächlich jemanden wie ihn, der auf sein Hab und Gut achtete.

koshka
28.10.2008, 20:26
>> In den Gassen von Notus <<

Während Tugold zusammen mit den anderen aufgebrochen war um den Wagen zu holen begann Qvintatus erst einmal seine Taschen zu durchsuchen. Um beim Regenten vorstellig zu werden brauchte er etwas entscheidendes, er trug es meist bei sich um es vor Dieben zu schützen...
...er verstaute es immer in der Innentasche, ein geheimes Versteck, das auch von Taschendieben nicht so leicht gefunden wurde...
...oder war es doch im Stiefelschaft?
Im ersten Moment konnte er es nirgedwo finden...
Es musste aber da sein. Er fluchte lautlos, suchte nocheinmal...
Nichts.
Hatte er es doch beim Wagen gelassen?
Jetzt fluchte er noch einmal lauter...
Das war schlecht, ganz schlecht.
Mit Sicherheit hatten mittlerweile längst Diebe auch wieder die Dieben ausgeraubt, die sich über seine Sachen hergemacht hatten. Wegen der Waren allein wäre es ihm egal gewesen, diese dienten nur der Tarnung, wirklich wertvolles hatte er nicht geladen...
...nur wenn sie das Sigel gefunden hatten...
Dann galt es nun schnell zu sein.
Ohne auf Tugold und die anderen zu warten machte er sich auf den Weg.

koshka
28.10.2008, 20:44
>> Notus: außerhalb des Palastes, Nebeneingang <<

Die beiden besser gekleideten Wachleute nahmen Scynan in ihre Mitte und eskortierten ihn zum Haupthaus des Regenten.
Die ganze Anlage war nicht so groß wie sie es vielleicht in der Hauptstadt des Reiches gewesen wäre, lediglich ein grösserer Steinbau - flankiert von niedrigeren Gebäuden in denen wohl Ställe und anderes funktionales untergebracht war - bildete das Zentrum vor einem reich mit Statuen geschmückten Platz und einem Tempel.
Die Wachen brachten Scynan schweigend zum Haupthaus, ehe sie dort jedoch eingelassen wurden mussten sie an weiteren zwei Wachposten vorbei. Hier hatten sie nur kurz zu warten, bis einer von beiden beim Regenten Meldung erstattet hatte.

koshka
28.10.2008, 20:59
>> Notus: Gemächer des Regenten <<

Ein Wachmann verschaffte dem Dunkelelfen weitere Zeit für eine Antwort, der Regent entschuldigte sich für einen Moment und wies die Wachen an, den Gast in einen der Verhandlungsräume zu bringen.

>> Notus: Haupthaus des Regenten, Verhandlungsraum <<

Der Regent achtete darauf vor dem Gast dort einzutreffen.
Verhandlungsraum war eigentlich auch der falsche Ausdruck. Das Haupthaus beinhaltete mehrere kleine durch Türen abgetrennte Räume, die ausser einem Tisch und Sitzgelegenheiten nur noch Wandteppiche und das eine oder andere Gastgeschenk aus fremden Ländern beinhalteten. In einen davon hatte der Regent den Gast bringen lassen.

>> Notus: auf dem Weg zum Verhandlungsraum <<

Die Wachen versuchten sich nicht über das Alter und die zerschlissene Kleidung des 'Händlers' zu wundern. Sie wussten, daß sie einen der Informanten des Regenten eskortierten, da stellte man keine Fragen, sie wussten auch dass er kein Händler war, aber unter den Karawanen war ein Informant gut geschützt...
Als sie Scynan in den Verhandlungsraum brachten war der Regent bereits anwesend. Sie bekamen ihn nicht oft zu Gesicht, und jedes Mal wirkte er blasser als zuvor. Er war auch nicht so alt wie man sich einen Regenten gerne vorstellte, jünger als die meisten in der Wache.
"Herr, der Händler ist da..." kündigten sie sich unnötigerweise an, denn der Regent hatte sie bereits gesehen.

Zachary
29.10.2008, 12:38
>> Notus: Gemächer des Regenten <<

Der Dunkle lauschte entspannt, auf seiner Bank zurückgelehnt, der Rede des Regenten. Nicht ganz ohne Befriedigung stellte er fest, dass dieser etwas auftaute, ihn nicht zurückwies, sondern sogar an ihm interessiert schien, obwohl seine Vermutungen nicht so treffend gewesen waren, wie er sichs vielleicht erhofft hatte. So nahm das Gespräch für den Laelirin eher die Atmosphäre eines gemütlichen Plauschs an, denn die harten Verhandlungen, die er erwartet hatte. Was vielleicht zum guten Teil an der Jugend des Regenten lag, dass er unbefangener an die Dinge heran ging. Das kam Jhael nur entgegen.

Das war also die Ursache für das mangelnde Einschreiten, das an der Grenze eigentlich so händeringend erforderlich gewesen wäre. Der Herrscher wollte seine Blöße, was die Soldaten betraf nicht Preis geben. Eigentlich fast zu banal. Dennoch, wieso hatte er nicht zumindest einen Trupp seiner erfahrensten Leute ausgeschickt, um ein Exempel zu statuieren?
Auch unerfahrene Jungspunde, gut plaziert, konnten schon den Schein wahren. Bei seinem Weg hier hin, war eines deutlich geworden: die fehlende Präsenz an Soldaten auf den Handelsstraßen. Natürlich da gab es einige Grenzposten. Aber welch frappierender Gegensatz, wenn er an die zahlreichen Patroillen und Posten in den Nachbarreichen dachte. Also warum scharte der Regent seine Soldaten um sich? Fürchtete er schon einen möglichen Übergriff? Der gewiss schon kurz bevor stand, da mittlerweile zuviel an Zeit verstrichen war. Viel Zeit, doch vielleicht noch nicht zu spät. Er hoffte, dass der Regent noch mehr offenlegen würde, was den Grund seiner Handlungen betraf, momentan schien er zumindest sehr gesprächig.

"Hmm, mit einer schlagkräftigen Armee kann ich natürlich nicht dienen, noch bin ich der General, der auf die Schnelle eure Truppen ausbilden und strategisch postieren könnte, was zugegeben, bei unserer kurzen Bekanntschaft auch etwas anmaßend gewesen wäre. Die Armee mit meinen Zaubern verstärken. Möglich. Doch dies ist in der Regel nicht meine Art ins Geschehen einzugreifen. Ich würde eine eher diskretere Lösung vorschlagen, die aber vielleicht um so wirkungsvoller sein könnte, zumal sie auch mehr meinem Naturell entspricht. Dafür wären sogar nur ich und, so Ihr es wünscht, einige wenige Begleiter nötig. Ich will nichts versprechen, jedoch..."

Der Elf hielt inne, als nach einer kurzen Ankündigung eine Wache die Gemächer betrat und den Regenten unterrichtete. Ärgerlicherweise, eine Unterbrechung konnte verschiedene Auswirkungen auf ihr Gespräch haben, schien die Angelegenheit wohl dringender zu sein, denn der Regent, mit einer Entschuldigung zwar, erhob sich. Nun, zumindest schien ihm der junge Mann soweit zu vertrauen, dass er ihn allein in seinen Gemächern zurückließ, was Jhael erneut innerlich schmunzeln ließ. So erhob er sich sofort, als sich die Tür wieder hinter dem Regenten schloß, eilte zu eben jener um zu lauschen. Die Schritte der beiden Menschen entfernten sich. Da der Flur im oberen Stockwerk relativ schnell in eine Treppe überging, mußte er nicht lange warten, um ungesehen (auch von jener unglückliche Wache vor der Tür, die erneut abgelenkt war, diesesmal von einem Hustanfall geschüttelt, als sich die Tür, weil beim Austreten des Regenten wohl nicht gänzlich verschlossen gewesen, öffnete und ein Luftzug seine Nase kitzelte) hinterher zu huschen.

>> Notus: Haupthaus des Regenten, Vor dem Verhandlungsraum <<

Vor einem Raum im unterem Stockwerk, in den ein weiterer Korridor mündete, hielt Jhael inne. Mit einem Blick erfasste er die Umgebung. Er mußte nicht eintreten, um die Gespräche im Inneren verfolgen zu können. Die Türflügel waren nicht sonderlich rustikal gebaut. Flüsterten die Personen nicht, so konnte er sie gut, aufgrund seinen scharfen Elfenohren, belauschen. Zur Not mußte er halt etwas nachhelfen. So verbarg er sich hinter einem schweren Vorhang, um auf den Gast zu warten, der nach seinem Empfinden erst noch eintreffen mußte. Gerade rechtzeitig, denn schon verließ der Bote von eben wieder den Audienzraum.

Teylen
01.11.2008, 15:32
>> Notus: Haupthaus des Regenten, Verhandlungsraum <<

Als Scynan den Regenten erblickte, versuchte er seine Überraschung zu verbergen. Dieser sah nicht so aus wie er ihn sich vorgestellt hatte. Jünger. Schlanker. Und obwohl er den Eindruck hatte, dass der Regent versuchte möglichst gar keine Regung zu zeigen, standen die Zeichen von Sorgen in sein Gesicht geschrieben. Und wahrscheinlich würde er gleich erkennen, dass da nicht der Informant vor ihm stand, den er eigentlich erwartet hatte. Scynan konnte nur hoffen, dass die Neugier den Regenten davon abhielt den Wachen sofort zu befehlen ihn zu töten. Auf was für ein Spiel hatte er sich hier eigentlich eingelassen?

"Herr", sagte Scynan und zeigte eine etwas ungelenke und sicherlich nicht ganz korrekte Verbeugung. Eine Geste, die er nur sehr ungerne zeigte. "Ich habe Informationen zu den Okta-Kschataa. Sie sind nur noch fünf Tagesreisen von Notus entfernt, zwei wenn man in Eile ist."

Scynan vermutete, dass er noch gar nicht hätte reden dürfen. Er hatte schon mitbekommen, dass höhere aeolische Würdenträger es nicht ausstehen konnten, wenn man in ihrer Gegenwart redete, ohne dass sie eine Erlaubnis dafür erteilt hatten. Aber hier war es darum gegangen den Regenten erst einmal neugierig zu machen.

Nun jedoch wartete Scynan erst einmal ab, ob der Regent ihn aufforderte mehr zu berichten. Von dem was der Händler dem Zwerg berichtet hatte, hatte er zwar einige Teile nicht mitbekommen, aber er schätzte, dass er einen großen Teil der Informationen durch eigenes Wissen erheblich aufbessern konnte. Verriet er damit sein Volk? Sicherlich. Aber wer hatte ihn ausgestossen? Und gehörte er als Mischling überhaupt irgendwo hin? Scynan erkannte, dass Selbstzweifel ihn an diesen Ort gebracht hatten. Nun ging es darum mit heiler Haut daraus hervor zu gehen und das beste draus zu machen.

koshka
04.11.2008, 18:10
Der Regent musterte seinen neuen Gast eindringlich.
"Wie ist dein Name, Händler?" fragte er nur.

Verräter
06.11.2008, 08:31
Notus - Auf dem Karren des Händlers

Dorgan war beängstigt, fasziniert und neugierig zugleich. Kaum hatte er zufällig das Mädchen umgelaufen und ein paar Worte gewechselt, so schien man ihn bereits als ein "Teil der Gruppe" akzeptiert zu haben, ohne das er das selbst gewollt oder gar bemerkt zu haben. Völlig frei von jedem sinnvollen Gedanken war er einfach dem "Kommt ihr?" gefolgt und fand sich nun auf dem Karren wieder.
Letztlich war ihm das aber auch recht. Alles sah danach aus, dass er auf diesem Weg am einfachsten aus der Stadt kam. (Sie würden doch die Stadt verlassen?) Und die Gesellschaft schien recht interessant zu sein, wenn auch etwas merkwürdig. Und der Zwerg schien keine besonders gute Laune zu haben, was wie Dorgan aus Erfahrung wusste, äußerst gefährlich werden konnte. Genaugenommen hatte er selbst nur Erzählungen darüber gehört wie vor einiger Zeit irgendwo in einer kleinen Stadt ein gefährlich aussehender Zwerg ein paar Männer übel zugerichtet hätte, aber als er diese grimmigen Blicke auffing war er sich sofort sicher dass alle bösen Gerüchte über die Zwerge vermutlich der Wahrheit entsprachen. Und im Falle, dass einer von diesen die Beherrschung verlor, wollte er nicht in der Nähe sein oder zumindest nicht in seinem Blickwinkel. Es war also an der Zeit, das Gemüt des Zwergs aufzuhellen!

,,Meinen Namen kennt ihr ja bereits, guter Zwerg", begann er in fröhlichem Ton und hoffte, dass seine Stimme weniger zitterte als seine Hände, ,,Darf ich euren erfahren?"
Auf eine Antwort wartete er allerdings nicht, denn im selben Moment bemerkte Dorgan, dass hier jemand fehlte.
"Wo ist eigentlich der Händler?"

Rusch
06.11.2008, 11:29
>> In den Gassen von Notus <<

Tugold schaute den Zauberer skeptisch an. Hatte das "Zwerg" verächtlich geklungen? Er kaufte auf seiner Unterlippe herum und kam zu dem Schluss, dass sein Gegenüber nur freundlich sein wollte. Aber das hieß nicht, ihm zu vertrauen - man kann einem Zauberer nicht vertrauen und wer weiß, was er nun gerade wieder ausheckt.
"Mein Name ich Tugold", antwortet der Zwerg und fuhr verblüft herum. Tatsächlich: Qvintatus, der Händler war verschwunden. Er konnte den Fluch nicht unterdrücken und schaute die beiden Personen in seiner Gesellschaft an:
"Ich weiß, wo er hin wollte, aber ich habe keine Ahnung, wie man ein Pferdegespann steuert. Wie sieht mit Euch aus?". Erwartungsvoll blickte er auf Dorgan und Lyelle und verfluchte erneut diesen Tag. Nur war er sogar auf die Hilfe von Fremden angewiesen.

Nejira
06.11.2008, 19:40
>> In den Gassen von Notus<<

Lyelle nickte. Ein Pferdefuhrwerk steuern - das war kein Problem. Interessant konnte es werden, wenn der analphabetische Zwerg versuchen würde, die stumme Fahrerin zu führen.
Nur gut, das Dorgan auch noch da war. Er wirkte zwar etwas zerstreut und irgendwie unsicher, aber wenigstens konnte er lesen, was Lyelle kurzerhand auf die Bretter des Karren schrieb.

Dorgan, sagt dem Zwerg, dass ich fahren kann, aber er muss mir den Weg zeigen.

Verräter
06.11.2008, 20:11
Notus - In den Gassen, beim Karren

,,Lyelle schreibt", begann Dorgan sichtlich beruhigt, ,,dass sie in der Lage dazu ist ist, ein solches Gefährt zu führen."
Es tat gut eine "Aufgabe" zu übernehmen, oder zumindest irgendwie gebraucht zu werden. Dies machte ihn zu einem Bindeglied der Kette, dem Einband eines Buches oder zu einem Riemen, der die Rüstung eines Soldaten zusammenhielt. Dorgan liebte Metaphern, verbrachte aber erneut zuviel Zeit damit in solchen Gedanken zu schwelgen. Seine Begleiter starrten ihn stumm und vielleicht sogar leicht vorwurfsvoll, was er sich aber möglicherweise nur einbildete.
Dorgan wandte sich wieder dem Zwerg zu.
,,Sie kennt allerdings den Weg nicht und bittet euch, guter Zwerg, sie zu führen."

Dann hüpfte er auf den Karren, benötigte dabei allerdings zwei Versuche.
,,Wir haben keine Zeit zu verlieren, nicht wahr?"
Der dünne Mann lächelte die beiden an und war sich sicher: Ganz gleich welchen Weg sie einschlugen, es würde interessant werden!

Rusch
06.11.2008, 22:02
Tugold wusste den Weg zum Palast so ungefähr, d. h. er wußte in etwa, in welcher Richtung sich das Gebäude befand. Es kam letzten Endes darauf an, einen Weg aus dem Gewirr der Nebenstraßen zu einer der breiten Hauptstraßen zu finden. Von dort aus war es ein Einfaches, das Ziel zu finden. Ohne sich etwas anmerken zu lassen wie er Lyelle den Weg und er hatte Glück. Nach zwei Biegungen erreichten sie die Hauptstraße. Der Zwerg bat die Frau kurz anzuhalten und er richtete seine Blicke in die Straße. Es kam ihm zu gute, dass Zwerge im Dunkeln annähernd so gut sahen wie am Tage. Doch er den Händler nirgends erblicken. Warum war der Mann nur ohne Sie aufgebrochen? Mit einem Seufzer wies er Lyelle die Straße hinunter. Von nun an war der Weg zum Palast nur noch eine Kinderspiel, denn schon bald erreichten sie die breite Hauptpromenade, die hell erleuchtet und auch noch um dieser Zeit mit Leben gefüllt war. Am Ende der Straße lag ihr Ziel, der Palast.

Teylen
06.11.2008, 22:44
>> Notus: Haupthaus des Regenten, Verhandlungsraum <<

Der Regent musterte seinen neuen Gast eindringlich.
"Wie ist dein Name, Händler?" fragte er nur.

Scynan war durch Lügen herein gekommen und nun hatte er das Gefühl, dass er durch Lügen kaum wieder raus kommen würde. Aber hatte er gelogen?

"Ich habe den Wachen gegenüber nicht behauptet, dass ich ein Händler wäre", antwortete Scynan. Nein, er hatte die Wachen nur hereingelegt und sich damit auch. Eigentlich sollte er jetzt irgendwo im Palast haufenweise Gold einsammeln.

"Mein Name ist Scynan. Ich bin vielleicht nicht ganz ehrlich hier herein gekommen, aber was ich sagte ist wahr", sagte er und hoffte, dass der Händler dem Zwerg in der Taverne nicht irgendeinen Blödsinn erzählt hatte. "Quin.... Quin Datus, den du wohl eigentlich erwartet hast, sucht wohl noch das hier."

Scynan öffnete seine Hand und zeigte die Münze mit dem Siegel. Dass er den Namen des Händlers nicht ganz richtig aussprach bekam er ebensowenig mit wie die Tatsache, dass er den Regenten duzte. Aufbauend auf den Lektionen seiner Mutter hatte er zwar schnell auch Feinheiten (und Grobheiten) der Reichssprache erlernt, aber für abstruse Höflichkeitsformen fehlte ihm der Sinn.

"Vielleicht könnte ich dir mit Wissen über die Kschataa nützlich sein", fügte er dann noch hinzu und wechselte dazu in die Sprache der Reiternomaden.

koshka
08.11.2008, 18:43
Der Regent musterte den Jungen, der sich ehrlicher als erwartet als Scynan vorgestellt hatte ein wenig verständnislos. Daß er nicht der Händler war, den er erwartet hatte war ihm bereits in den Sinn gekommen, aber er hatte erwartet ihn mühsam überführen zu müssen. Jetzt war er bereits kurz davor gewesen die Wachen zu rufen, die vor dem Eingang warteten, um ihn abführen zu lassen, als der junge etwas in einer Sprache sagte, die der Regent zwar nicht beherrschte, aber glaubte in den Kreis der Sprachen im Osten einreihen zu können...
Noch ehe er nach einem geschickten Ausweg suchen konnte kam Hilfe...
...in Form von Quintatus, in Begleitung der Wachen.
"Wer war dein Vater, Junge?"
Sprach der Scynan in der Sprache der Reiternomaden an.
Der Regent, der ahnte, was ablief schwieg um die Illusion der Überlegenheit zu wahren.

Teylen
11.11.2008, 16:39
>> Notus: Haupthaus des Regenten, Verhandlungsraum <<

Dass der Händler ihn nun auf seiner Sprache ansprach und auch noch ausgerechnet nach seinem Vater fragte, hatte er nicht erwartet. Scynan war sichtlich irritiert, fing sich jedoch wieder.

Er entschloss sich vorerst weiter die Wahrheit zu sagen. Mit Lügen konnte er an geeigneter Stelle immer noch wieder anfangen. "Mein Vater war Pelanji", antwortete er in der Reiternomadensprache. "Meine Brüder Anosh und Delir. Getötet wurden sie durch Jahangirs Stamm. Und ich bin auch so gut wie tot für diejenigen, zu denen ich mal gehörte."
Er hatte sich nun vollends dem Händler zugewandt. "Woher weisst du eigentlich, dass mein Vater nicht mehr ist?", fragte er etwas verständnislos. Scynan hatte den Händler bisher als Trottel eingeschätzt. Wer plapperte schon in einer Taverne von Botschaften, die er zu überbringen hatte und liess sich wichtige Gegenstände abnehmen? Aber vielleicht war dies auch nur der einzige Ausrutscher in einer langen Reihe von Erfolgen gewesen. Dass Qvintatus seine Sprache beherrschte, verunsicherte Scynan zusätzlich.
Er versuchte sich zu erinnern wie oft sein Vater Aeolier überfallen hatte. Davon hing jetzt vielleicht sein Schicksal ab. Aber seiner Erinnerung nach hatte es die meisten Überfälle nur auf Dörfer ehemaliger Nomaden und aeolische Händler, die zu hohe Preise verlangten, gegeben.

Also was tun?

"Ich glaube du hast das hier verloren", sagte Scynan noch auf Aeolisch und reichte dem Händler die Siegelmünze. Ein leichtes Grinsen konnte er dabei allerdings nicht unterdrücken. Er konnte zwar im Notfall einigermaßen glaubhaft das blaue vom Himmel herunterlügen, aber was das Verbergen seiner Gefühle anging, war er ein sehr schlechter Schauspieler. Der Regent, den er nun auch wieder ansah, schien darin jedenfalls deutlich besser zu sein.

Nejira
12.11.2008, 17:03
>>Notus - vor dem Haupteingang des Regenten<<

Der Zwerg hatte den Weg zum Palast tatsächlich gekannt - denn die riesigen massiven Holztüren, vor die Lyelle den Karren des Händlers gesteuert hatte, konnten nur der Haupteingang zu den Häusern des Regenten sein. Die dunklen Türen mit den verwitterten und abgegriffenen Ornamenten wirkten respenkteinflößend - und die beiden Wachen zu beiden Seiten milderten diesen Effekt nun gar nicht.
Lyelle entschied, dass es nicht besonders klug wäre, direkt vor dem Tor zu parken, also brachte sie den Karren ein paar Meter weiter zum Halten und kletterte von Kutschbock. Doch die beiden Männer machten keine großen Anstalten, ihr zu folgen. Dorgan schien ein wenig überwältigt von der Tatsache, dass sie vor den Toren des Palastes standen. Seinem Gesichtsausdruch nach, schien er sich zu wundern, wie er da überhaupt hineingeraten war - und Lyelle konnte es ihm nicht verdenken. Ihr ging es ähnlich und ein Teil von ihr versuchte sie zu überreden, unzukeheren - zurück zur Normalität. Aber das war keine Option. Alles war besser als untätig zu bleiben, die Stummheit das ganze Leben übernehmen zu lassen.

Es würde an Tugold liegen, um Einlass zu bitten. Dorgan schien dazu nicht wirklich in der Lage - und Lyelle konnte die Wachen schlecht ansprechen.
Sie tippte dem Zwerg an die Brust und deutete dan auffordernd auf das Palasttor.

Verräter
12.11.2008, 18:08
Dorgan hatte die ganze Fahrt den Drang dazu verspürt, die bedrückte Spannung aufzuhellen oder für ein kleines Gespräch zu sorgen, doch die Anweisungen des Zwergs, wie das Mädchen den Karren lenken sollte, ließen ihn immer wieder aufs neue stumm bleiben. Vielleicht war er voreingenommen, vielleicht hatte der Zwerg einen schlechten Tag (Damit wäre er nicht der einzige) aber in seinem Blick, seinen Mundwinkeln und seinem Blick las Dorgan eine ständige Bedrohung. Er hatte mittlerweile fast schon Angst davor, etwas falschen sagen zu können und damit seinen Gefährten zu reizen. Und er beschloss, sich von diesem Gefühl nicht übermannen zu lassen sondern stattdessen Tugold kennen zu lernen. Zu verstehen wer tatsächlich hinter dem Gesicht lag, mit welchen Augen er die Welt sah und welche Erinnerungen sein Handeln bestimmten.
Dies war eine Erkenntnis, die er oft in Büchern las und während seinen Reisen immer wieder bestätigt wurde. Die Vergangenheit war ein stetiger Ballast eines jeden Menschen, einer jeden Familie, eines jeden Landes. Sie bestimmte die Gegenwart und diese die Zukunft. Er erinnerte sich noch genau an den Wortlaut aus einem Buch, welches die Grundsätze von Verhandlungen beschrieb.
"Lerne aus der Vergangenheit, beobachte die Gegenwart und führe die Zukunft."

Auch Lyelle's Vergangenheit schien nähere Untersuchungen Wert zu sein, gerade wegen ihrer Stummheit. Doch war sie jünger und schien aufgeschlossener. Damit hatte es bei ihr noch mehr Zeit, ja, sein Fokus musste der Zwerg Tugold sein!

All diese Überlegungen verblassten jedoch im Angesicht des Palastes. Von allen Orten, die zwei Reisende wie diese beiden hätten aufsuchen können hatte er damit am wenigsten gerechnet! Als sie schließlich hielten, Lyelle absprang und die beiden anstarrte, beschloss er sein weiteres Vorgehen. Es war gewagt, aber vielleicht könnte es sich ja zum Guten für ihn wenden. Und falls etwas schief laufen sollte,... dann... nunja... gab es noch einen grimmig aussehenden Zwerg neben ihm und seine eigenen Überredungskünste. Beides zusammen sollte wohl, hoffte Dorgan, dafür Sorgen am Leben zu bleiben.
Auch er sprang ab.

,,Der Händler war also auf dem Weg zum Palast, werter Herr Zwerg?", sprach er bewusst betont, ,,Habt ihr vor hinein zu gehen, oder werden wir auf sein Erscheinen warten?"

Rusch
12.11.2008, 20:12
>>Notus - vor dem Haupteingang des Regenten<<

Tugold, der gerade dabei war, umständlich von dem hohen Wagen herunter zu steigen hielt inne, als der die Frage des Mannes hörte.
"Hm, was?", überlegt kurz und meine, "Ja, natürlich, wozu sind wir den sonst hier!"
Er setzte seine Aktion fort, hielt dann jedoch abrupt nochmals inne:
"Zauberer, ich habe Dir meinen Namen genannt, damit Du mich nicht mehr Zwerg nennst. Namen sind da, benutzt zu werden, nicht wahr, Dorgan."

Nachdem er das gesagt hatte, ließ er sich den verbliebenen haben Meter fallen und landete zur Verblüffung seiner beiden Gefährten recht elegant auf der Straße. Ohne weiter zu zögern und auf seine Begleiter zu warten schritt er zum Wachposten und erklärte ihm in knappen Worten die Ereignisse und dass er nun den Händler Quintatus suche.

koshka
21.11.2008, 22:03
>> Notus: Haupthaus des Regenten, Verhandlungsraum <<

Der Händler lächelte als er die Münze nahm. "Ich könnte nun behaupten, ich hätte meine Quellen, aber tatsächlich beherrsche ich nur wenig in eurer Sprache, und ich fürchte ich hab unabsichtlich die Vergangenheitsform gewählt. Entschuldige, wenn die frage zu persönlich war..."
Der Regent schien nicht ganz glücklich über die Ehrlichkeit den Händlers zu sein, er gebot ihm mit einer Geste still zu sein.
"Also gut, Scynan, ich hoffe deine Absichten sind so ehrlich wie deine Worte, und ich muß nicht eines Morgens aufwachen und feststellen, daß du deinen Landsleuten die Tore der Stadt geöffnet hast um ihre Gunst zu gewinnen. Wieviel Zeit bleibt uns?" Jetzt blickte er Qvintatus wieder an.
"2 Tagesreisen... vielleicht einen halben Tag länger..."
Der Regent nickte und wandte sich wieder Scynan zu.
"Nun? Hast du vielleicht eine Idee wir wir deine Leute aufhalten können?"

koshka
05.12.2008, 00:20
>>Nachdem er das gesagt hatte, ließ er sich den verbliebenen haben Meter fallen und landete zur Verblüffung seiner beiden Gefährten recht elegant auf der Straße. Ohne weiter zu zögern und auf seine Begleiter zu warten schritt er zum Wachposten und erklärte ihm in knappen Worten die Ereignisse und dass er nun den Händler Quintatus suche.<<

>>Notus - vor dem Haupteingang des Regenten<<

Der Wachposten schien eine Weile zu überlegen, schließlich öffnete er das Tor ein kleines Stück, aber nur weit genug um sich mit einer Person drinnen kurz zu beraten, der zweit Wachmann beobachtete die Anwesenden dafür umso aufmerksamer.
Schließlich öffnete er das Tor um die Drei einzulassen.
"Eine Wache wird euch zum Regenten bringen." war die knappe Erklärung.

Nejira
09.12.2008, 21:32
>>Notus - Haupthaus des Regenten<<

Eine Wache führte die kleine Gruppe durch das Steingebäude voller zugiger Gänge in denen jeder Schritt laut von den Wänden wiederhallte. Vor einer Tür, an der ein Wachposten stand, blieb ihr Führer stehen. Sie wurden informiert, dass der Regent im Augenblick nicht zu sprechen war - sie mussten warten. Als sich die Wachen leise zu unterhalten begannen, ergriff Lyelle die Gelegenheit. Sie hatte leise Stimmen hinter der Tür gehört - fast unhörbar, aber sie waren da - und sie wollte mehr wissen. Wissen ist Macht.
Lyelle schlüpfte blitzschnell um die nächste Ecke und huschte den dortigen Gang entlang. Praktisch, dass Schuhe mit Filzbeschlagener Sohle so leise waren...
Jetzt galt es nur noch, einen Ort zu finden, an dem sie besser hören konnte - und sich nicht erwischen lassen.

koshka
10.12.2008, 12:45
>>Notus - Haupthaus des Regenten, in den Gängen um den Verhandlungsraum herum<<
>>betrifft: Lyelle, Jhael, Dorgan, Tugold<<

Einen Moment war der Wächter unaufmerksam und bekam sofort die Quittung.
Doch er bemerkte das Verschwinden der einen Person schnell und blies Alarm.
Sofort waren die Gänge voller Wachen...

...und eine davon hatte auch Lyelle schnell gefunden.
Doch ehe die Entwarnung kam wurden zunächst alle Gänge abgesucht, es hatte bereits früher Diebe gegeben, die sich unter einem Vorwand ins Innere der Befestigung bringen ließen und dort für Ablenkung sorgten während an anderer Stelle der Rest der Gruppe versuchte die Tore zu öffnen.

So blieb es auch nicht aus, daß sich zwei Wachen Jhael's Versteck näherten...

Die beiden Wachen, die Lyelle aufgegriffen hatten kamen mit ihr um die Ecke zu denen, die Alarm geschlagen hatten.
"Ist sie das? Weit ist sie nicht gekommen." Er grinste.
"Was in aller Götter Namen wollen die hier?" schaltete sich der zweite ein.
"Sie wollten zum Regenten, und nachdem Order besteht die Leute durchzulassen haben wir sie hingebracht..." Antwortete der gefragte fast kleinlaut.
Auch Lyelles Begleiter standen nun unter strengerer Beobachtung.
"Wir werden sie auch zu ihm bringen, soll der Regent entscheiden was mit ihnen geschehen soll..."

Rusch
10.12.2008, 15:03
>>Notus - Haupthaus des Regenten, in den Gängen um den Verhandlungsraum herum<<

Tugold stapfte missmutig durch die Gänge. Der Tag entwickelte sich immer schlechter. Zuerst sah alles gut aus, doch dann die Sache in der Wirtschaft, die Flucht und schließlich das Verschwinden des Händlers. Und dann hatte er noch diesen Schaumschläger von Zauberer an der Backe - der stank förmlich nach Ärger und diese stumme Frau, die auch nicht mit intelligenz gesegent zu sein scheint. Was dachte sich sich dabei, einfach davon zu laufen, hier im Palast? Es war doch sonnenklar, dass dies nicht gut gehen würde. Und jetzt würde man ihn verdächtigen mit ihr etwas geplant zu haben. Nein, die Götter meinten es nicht gut für ihn.

Sie kamen in einen langen, recht breiten Gang, an dessen Ende Ende eine große Punktvolle Tür den Zugang zu dem Audienzsaal des Herrschers vermuten ließ. Es ging vorbei an den Portraits ehemaliger Herrscher, die auf die Gruppe allesamt mehr oder weniger arrogant beäugten. Nach ein paar Bildern beachtete der Zwerg diese Ahnenreihe nicht mehr, denn die Langen sahen für ihn sowieso alle gleich aus.

Während er so seinen Gedanken nachging kam die Gruppe plötzlich zum stehen. Sie waren an der großen Türe angekommen.

Zachary
16.12.2008, 01:57
>>Notus - Haupthaus des Regenten, in den Gängen um den Verhandlungsraum herum<<

Der etwas eingeschüchterte Junge sprach sehr leise. Der Dunkelelf, immer noch in seinem Versteck hinter dem Vorhang, konnte nur Fetzen verstehen. Näher wollte er, aufgrund der Wachen, nicht heran gehen und es war auch gar nicht nötig, der Regent und der Händler Namens Quintatus sprachen dafür umso lauter, sodass der Jhael sich den Rest gut zusammenreimen konnte. Anscheinend war er nicht der Einzige, der sich als Retter des Aolischen Reiches zu verkaufen versuchte.

Seine Aufmerksamkeit wurde auf eine Vielzahl von sich nähernder Schritte gelenkt, die zu einer plötzliche Unruhe unter den Wachen führte. Sogar die beiden Posten an der Tür schwärmten aus, um eine scheinbar Flüchtige wieder zu ergreifen. Das konnte er zumindest den aufgeregten Rufen und der Unterhaltung der Ankömmlinge entnehmen.
Schnell waren die Wachen, jetzt jedoch gemächlicher, wieder zurück. Nun, zu Jhaels Verdruß, begannen sie der Reihe nach an sämtlichen Fenstern zu rütteln und die Vorhänge und Wandteppiche zu untersuchen.
Er seufzte - wartete, bis die nächste Wache sich im näherte, hinter seinen Vorhang lugte und einen gar nicht beunruhigten Dunkelelfen damit in die Augen blickte. Erschrecken, Erkennen blitze in den Zügen der Wache auf, bis zu dem Moment, wo Jhael, ihn dabei fixierend, ganz langsam den Kopf schüttelte. Sofort viel jegliche Nervosität und Alarmiertheit von dem Mann ab. Ganz so, als hätte er, wie schon bei den Stoffstücken zuvor, nicht das geringste gesehen. So wurde auch jetzt der Vorhang wieder an seinen alten Platz zurück geschlagen, die Wache ging weiter, meldete sogar seinem Kollegen, dass bei ihm alles in Ordnung sei.
Der kleine Trick, dessen sich der Dunkelelf eben bedient hatte, funktionierte nicht immer, doch der Mann hatte ihn eigentlich gar nicht finden wollen, die Durchsuchung für reine Routine gehalten, weshalb ihn nicht bestätigen? Jhael schmunzelte in sich hinein.

Er konnte es sich nicht verkneifen, die Gruppe, die nun direkt vor ihm stand, näher zu mustern. Es war schon ein komisch zusammengewürfelter Haufen: ein Zwerg, ein Magier und ein Mädchen, das irgendwie seltsam war. Jhael wußte nicht genau, woran es lag, war es ihr Verhalten, ihre Bewegungen, ihre Ausstrahlung? Momentan war sie aber mehr damit beschäftigt, sich von den Wachen loszumachen, die sie soeben in den Gängen aufgegriffen hatten, denn gerade sie war wohl der Grund dafür gewesen, warum diese plötzliche Unruhe entstanden war. Warum war sie nur davon gelaufen?
Resigniert wandte sich gerade der Zwerg zur Seite, als klar wurde, dass sie einige Augenblicke warten mußten. War das nicht? Na, das kam ihm ja gerade entgegen! Er entschloss sich spontan sein Versteck zu verlassen.
"Tugold?" Die in einen dunkeln Kapuzenmantel gehüllte Gestalt trat auf die drei zu. "Was führt Euch denn hierher?", fragte der Elf erfreut. In der Tat, die beiden kannten sich, auch wenn ihr Aufeinandertreffen schon etwas zurück lag. Es hatte mit einem Gewitter, einer Höhle und Goblins zu tun, bei dem sie sich zuerst fast gegenseitig umgebracht und dann fast von eben jenen kleinen Kreaturen zu Tode gepiekst worden wären. Unter lautem Gefluche, weniger von Jhael selbst, der eher den lautlosen unaufälligen Stil bevorzugte, als mehr von Tugold, waren sie wieder einigermaßen heile und sogar mit etwas Beute aus der Sache herausgekommen. Im gegenseitigen Einvernehmen hatte man sich nach ihrer kurzen aber ereignislastigen Begegnung wieder getrennt.

"Hoppla." Kaum hatten die Wachen Jhael gesehen, waren sie zu ihm herum gefahren, einer hatte sogar geistesgegenwärtig die Lanze in seine Richtung geschwenkt. "Aber, aber, ich bin Gast des Regenten. Behandelt man hier so seine Gäste? Ich komme soeben von der Unterredung mit ihm. Aber, da wir gerade sowieso alle vor dem Audienzsaal stehen..." Er deutete in Richtung der Tür. "Kann er das sicher gleich selbst bestätigen." Jhael hatte sowieso gerade vor gehabt mit rein zu kommen.

Teylen
16.12.2008, 05:57
Der Regent nickte und wandte sich wieder Scynan zu.
"Nun? Hast du vielleicht eine Idee wir wir deine Leute aufhalten können?"

"Aufhalten?" Scynan grinste. "Gut, dass du nicht 'besiegen' gesagt hast. Die meisten der Soldaten in deiner Stadt und kaum einer deiner Bediensteten wäre dazu in der Lage. Aber aufhalten könnte gehen."

Scynan machte eine kurze Pause in der er versuchte seine wild sprudelnden Gedanken und Ideen zu sortieren. "Tributzahlungen sind vermutlich nicht deine Idee von 'Aufhalten', oder? Aber vielleicht ist ein Stadttor zu öffnen trotzdem keine schlechte Idee. Die Kschataa kämpfen gerne zu Pferde und lieben schnelle Angriffe auf offenem Gebiet. Durch das Stadttor kämen sie nie alle auf einmal. Und zu Fuss und in der Stadt sind sie unerfahrener. Auch bringt der Bogen hier weniger. Insgesamt werden deine Leute gegen Geschwindigkeit und Nadelstichangriffe wohl nur mit List und Tücke ankommen. Auf eine offene Feldschlacht, zu Fuss, Truppe gegen Truppe - also die Art von Kampf, die deine Soldaten in den Kneipen so rühmen - werden sich die Kschataa wohl kaum einlassen. Auch einen direkten Angriff gegen die Stadt mit ihren Mauern halte ich für unwahrscheinlich. Es sei denn es haben sich noch mehr Stämme versammelt als Qvintatus berichtet hat und sie halten deine Armee für wirklich sehr schwach. Eher werden sie Händler und Bauern daran hindern die Stadt zu versorgen und nach und nach sehen wie stark ihr seid. Schickt eine große Armee aus und sie wird ignoriert werden und höchstens an den Rändern angegriffen. Wohin sollte die Armee auch gehen. Es gibt keine Stadt, die sie angreifen könnte. Die Kschataa sind beweglich. Fallen stellen ist der einzige Weg. Sollen sie sich die Zähne ausbeissen und nicht umgekehrt."

Dass die meisten seiner taktischen Erfahrungen aus einem Brettspiel mit langsamen und schnellen Einheiten bestand, verriet Scynan besser nicht.

Dann irritierten ihn Geräusche auf dem Gang...

Rusch
16.12.2008, 08:34
>>Notus - Haupthaus des Regenten, in den Gängen um den Verhandlungsraum herum<<

Tugold zwang sich zur Ruhe. Nun kam es darauf an einen kühlen Kopf zu behalten. Die Wache jedoch war davon weit entfernt. Tugold sah die Knöchel der Faust, die die Lanze umklammert, weiß hervor treten. Der ganze Körper verhieß Spannung. Wo zum Henker kam dieses Spitzohr Jhael her. Zwar konnte er ihn, entgegen aller anderen Elfen auf eine absonderliche Art leiden, aber es wurde wieder einmal bewiesen, dass dieses Volk nur Ärger machte. Nicht umsonst sagte man: "Einen Elf willkommen heißen, heißt Ärger willkommen heißen."

Auch der andere Wächter hatte sein Schwert gezogen. Nun zählte jede Sekunde: Entschlossen trat Tugold zwischen die Wachen und dem Elf. Insgeheim schallte er sich einen Idioten als er sagte: "Ich kenne diesen Elfen. Ich weiß zwar bei den Göttern nicht, wie er hier in den Palast gekommen ist, aber ich traue ihm. Nehmt mein Wort, dass ich für ihn bürge, was immer dies Euch bedeuten mag."

Die Wache mit der Lanze fand es höchst ungewöhnlich, dass ein Zwerg für einen Elfen eintrat. Jeder wußte, dass beide Völker nicht viel füreinander übrig hatten. Er schalte sich einen Narren, den Raum nicht gründlicher Untersuch zu haben. Wo kam nur dieses verflixte Sptizohr her?

Der Zwerg sprach wieder. "Die Götter müssen heute einen ihrer launischen Tage haben. Wie sonst kann man erklären, dass eine so eigenwillige Gruppe im Palast des Regenten zusammenkommt. Ich sage Euch, das kann kein Zufall sein. Jhael, bitte lege vorsichtig Deine Waffe ab und mache einen Schritt zurück, damit die Wachen sie an sich nehmen können."

Doch bevor Jhael auf die Aufforderung reagieren konnte ging die Türe auf und eine Lakai sagte, dass der Regent nun gewillt ist, die Besucher zu sprechen.

Zachary
19.12.2008, 01:23
>>Notus - Haupthaus des Regenten, in den Gängen um den Verhandlungsraum herum<<
>>betrifft: Lyelle, Dorgan, Tugold, Scynan<<

Die Tür zum Audienzsaal öffnete sich. Anerkennend oder einfach nochmal zur Begrüßung verbeugte sich der Elf vor dem Zwerg, bevor sie eintraten, indem er einen kleinen Knicks vollführte. Im selben Zug hielt er die Hände seitlich, weit weg von eventuellen Waffen, sodass die Wachen und auch alle anderen Umstehenden unter seinen Umhang sehen konnten. Bis auf die Kleidung an seinem Körper schien Jhael nichts bei sich zu tragen, sah man von ein paar Beuteln ab, die an seinem Gürtel baumelten. Aber noch etwas anders viel auf: dass dieser Elf, wo sie nicht gerade von Stoff bedeckt war, gänzlich schwarze Haut besaß, sogar die Haare waren schwarz, wie die Nacht. "Ihr entschuldigt", sagte Jhael salopp zu den Wachen, ging einfach an ihnen vorbei.

koshka
24.12.2008, 15:29
(nur ganz kurz - nachdem es noch keine Antworten gibt editier ich den Zug nochmal - jetzt seid ihr alle angesprochen und aufgesammelt.)

>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: alle<<

Der Regent nickte zu Scynans Ausführungen.
"Das ist durchaus hilfreich... Denke ich. Das Hauptproblem ist das mit unserer Streitmacht. Wir haben nur eine Einheit zur Stadtbefestigung, aber um auch nur einem schwachen Angreifer entgegenzutreten reicht die Menge und Ausbildung der Soldaten kaum aus. Verstärkung ist zwar bereits unterwegs, aber sie wird kaum rechtzeitig eintreffen."

Er verschwieg, daß er bereits nach dem ersten Anzeichen eines Angriffs bemüht gewesen war die Verantwortlichen in der Hauptstadt dazu zu bewegen ihm Truppen zu schicken, doch es war sehr lange keine Reaktion erfolgt.
Mittlerweile vermutete er, daß der viel zu große Behörenapparat die Nachrichten einfach geschluckt hatte. Und nun hatte er vor wenigen Tagen erst die Mitteilung erhalten - viele weitere Hilfsgesuche später - daß Truppen unterwegs waren und in etwas mehr als einer Woche eintreffen würden.
Er hatte geflucht und hätte am liebsten irgendetwas zertrümmert, doch er war besonnen geblieben.
Und nun versuchte er die Unfähigkeit des großen Reiches nach aussen hin nicht durchblicken zu lassen.

"Ich werde sofort den Befehl ausgeben eine Bürgerwehr aufzustellen und Waffen auszugeben, aber es leben auch nicht genügend Bürger im wehrfähigen Alter in der Stadt, selbst wenn wir die Bauern aus dem Umland dazu bringen könnten sich anzuschliessen... auch die meisten von ihnen sind mehr als eine Tagesreise entfernt..."
Er konnte es nicht verbergen wie frustrierend die Situation für ihn war. Die Bauern würden nicht kommen, seit Jahren schon zahlten sie Abgaben für Stellvertreter im Kriegsdienst - an die Hauptstadt - Notus sah von dem Geld wenig - und sie würden wohl kaum ihre Felder im Stich lassen, erst wenn es zu spät war, wenn sie niedergebrannt waren würden sie ankommen und eine Erklärung dafür haben wollen warum sie keiner Verteidigt hatte... wofür sie denn zahlten. Und er, der Regent, würde nach Ausreden suchen, sie mit einer Verringerung der Abgaben beschwichtigen... Und dafür hielt man ihn für unfähig. Und es war ihm nicht einmal möglich das Gegenteil zu beweisen weil man ihm die nötigen Werkzeuge vorenthielt.

"Was wir also brauchen ist ein Wunder."
Traurig schüttelte er den Kopf und dann bemerkte er, daß Scynan etwas gehört haben musste. Er winkte einem der Bediensteten, nachzusehen.
Der trat an die Tür welche die Geräuschquelle verbarg und öffnete sie.

Er hatte erwartet, den Mann mit der Kapuze zu sehen der fragen ließ wo der Regent blieb, statt dessen stand dort eine ganze Versammlung, die bunter nicht sein konnte.
Er winkte sie alle herein - die Wachen flankierten die Truppe noch immer - und musterte einen nach dem anderen aufmerksam. Der Mann mit der Kapuze war auch dabei, nur hatte er sie jetzt abgenommen.
Qvintatus wollte etwas sagen, doch der Regent brachte ihn zum Schweigen.
"Weshalb seid ihr alle hier? Ist heute der Tag an dem mir alle ihre Hilfe anbieten?"
Mit etwas mehr Misstrauen im Blick setzte er die Musterung der Anwesenden fort, versuchte sie einzuschätzen. Was verband wohl einen unfreundlich aussehenden Zwerg mit einer jungen Frau... Nun gut, das ließ sich vielleicht noch erklären, aber mit diesem merkwürdigen anderen... Typen? Und kannten sie seinen Gast etwa?
Jhael zeigte nun mehr von sich, und der Regent war froh das nicht sofort gesehen zu haben, er hätte ihn wohl auf der Stelle abführen lassen, so dunklen Elben misstraute er generell.
Er sah wie die Wache ihn aufhalten wollte als er einfach an ihnen vorbeispazierte, doch er winkte ab, noch stellte er keine Bedrohung dar, doch die Arroganz dieses Mannes gefiel ihm schon nicht mehr.

Rusch
02.01.2009, 14:54
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: alle<<

Tugold sah die Personen in der Halle an. Keiner wusste recht, was er sagen wollte und fühlte sich plötzlich sehr im Mittelpunkt. Erwarteten sie etwas, dass er etwas sagte? Er gab sich einen Ruck und fing mit trockenen Mund an zu sprechten:
"Werter Regent, sicherlich mag es Euch verwundern, dass eine so bunt zusammengewürftelte Scharr gebeten hat, zu Euch vorgelassen zu werden. Ganz ehrlich muss ich gestehen, dass ich selbst nicht genau weiß, wie es dazu kam. Ich bot lediglich dem Händler, der an Eurer Seite steht, meine Hilfe an. Durch verschiedene Umstände, für die ich, wohl nur die Göttin selbst verantwortlich machen kann, schlossen sich diese Gruppe zusammen. Wenn es etwas gibt, dass uns verbindet, dann ist es die Sorge um unser Land und Euer Reich."
Tungdil, beglückwünschte sich selbst zu dieser kühnen Rede. Der letzte Satz war nichts als reine Spekulation gewesen und für ihn zählt nur das eigene Interesse und die Möglichkeit, Geld zu machen. Er hoffte nur, dass niemand seinen Bluff durchschaute. Und er hoffte, dass die anderem in dem illustren Kreis das Spiel mitmachen würden.

koshka
02.01.2009, 15:06
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: alle<<

Der Regent musterte den Zwerg, dann Qvintatus. Dieser zuckte mit den Schultern, immerhin hatte er erklären wollen, dann nickte er zur Bstätigung dessen was Tugold gesagt hatte.
Der Blick des Regenten ruhte schließlich wieder auf der Gruppe. Ein hilfsbereiter Zwerg mit Idealismus... Es fiel ihm schwer das zu glauben, dennoch mußte er in Betracht ziehen daß das die Wahrheit war - in diesem Fall stand es wirklich schlecht um sein Land.
"Es wäre mir lieb, wenn sie alle sich vorstellen würden. Ihr wisst wer ich bin und sei mir gegenüber damit im Vorteil."
Höflichkeit schien tatsächlich nicht mehr weit verbreitet zu sein, er schon diesen Umstand jedoch auf die Krisenzeit.

Teylen
02.01.2009, 17:27
Dass der Zwerg dem Händler hinterherlaufen würde, damit hatte Scynan ja schon gerechnet, aber dass die Gefolgschaft schon auf 4 Personen angewachsen war, war doch etwas zu viel des Guten. Als ihm dann noch auffiell, dass einer davon ein dunkler Elf war, griff er sich an die Seite und leider damit auch ins Leere. Die Zeit in der er dort eine Waffe getragen hatte entfernte sich immer weiter von der Gegenwart. Einen Langdolch besass er zwar immer noch (oder vielmehr wieder), aber der war für äusserste Notfälle an einem sicheren Ort versteckt. Für jemanden wie ihn war es keine so gute Idee in den Gassen von Notus den Wachen mit einer Waffe in die Arme zu laufen. So blieb ihm bezüglich des Dunklen erst einmal nur die Beobachterrolle. Was für ihn vielleicht auch besser war. Dieses Volk war gefährlich, dass hatte ihm seine Mutter erzählt und das sagten ihm auch die wenigen Anteile elfischen Blutes, die er von seinem ihm unbekannten Großvater geerbt hatte.

Scynan stellte fest, dass der Zwerg, trotz der aus irgendeinem Grunde etwas unsicher klingenden Stimme, es ziemlich eilig zu haben schien das Wort zu ergreifen. Sollte er nur. So lange alle nur miteinander redeten war die Situation noch nicht wirklich gefährlich und er konnte weiter die Neuankömmlinge mustern. Das komische Kreide-Mädchen war auch da und er konnte nicht wiederstehen und streckte ihr kurz die Zunge raus, als sie ihn bemerkte. Den Vierten dann hatte er auch schon mal irgendwo gesehen, aber schon damals als vollkommen harmlos eingeschätzt. Den Elfen jedoch würde er im Auge behalten, während er nebenbei versuchte der Unterhaltung zu folgen.

"Vielleicht ist die Truppe hier das Wunder, dass die Stadt braucht", brummelte Scynan laut genug, dass es der Regent hören konnte. "Oder kommt so ein Auflauf hier öfter vor?"

Sich noch einmal vorzustellen hielt er nicht für nötig.


(Off topic: Mal n Beispiel für minimales Vorausgreifen auf andere Charaktere. Ich gehe einfach davon aus, dass Lyelle Scynan irgendwann erblickt, aber wie schnell ist quasi ihr überlassen, ebenso wie die Reaktion darauf ist. Und selbst wenn Nejira beschliesst, dass Lyelle ihn nicht sieht, kann ich es danach immer noch so darstellen, als ob er sich wohl in ihren Bewegungen getäuscht hat. Und ansonsten reagiert aus Scynans Sicht der Zwerg halt am schnellsten von allen... selbst wenn wir ewig brauchen uns zu sortieren, vergeht die Zeit im RPG ja nicht ^^,,)

tentix
04.01.2009, 12:52
"Diese Blöden...", brummelte Bran vor sich hin. Nur weil er "aus versehen"einen Obst stand zertrümmert hatte, weil der Händler ihn bescheißen wollte.Saß er nun im Kerker von Notux oder wie diese vermeidelte Stadt hieß.Dabei wollte er nur etwas zu Essen, und ein warmes Bett haben und vielleicht noch eine Gruppe mit der Weiterreisen könnte.Aber nein wer muss natürlich festgenommen werden, das war mal wieder typisch.

koshka
04.01.2009, 13:29
>>Notus - Zentrale Befestigung, Gefängnistrakt<<
>>betrifft: Bran<<

Die Wächter vor der schweren Holztüre unterhielten sich leise, doch nicht unbedingt in der Absicht vom Gefangenen nicht gehört zu werden. Momentan waren zwar einige Zellen belegt, doch er war der einzige Zwerg, überhaupt waren nicht besonders viele Zwerge in der Stadt und obwohl diese eigentlich den Ruf hatten cholerisch zu sein gab es selten Aufruhr mit einem von ihnen... wohl auch wegen des Rufs.
"ist schon Meldung erstattet?" - "ja... Septimer ist unterwegs..." - "Und der Kerl hat den ganzen Oststand alleine zerlegt?" - "Wenn ich es doch sage..." - "und nur weil der Händler im Preis nicht runtergehen wollte?" - "Sagte ich doch..." - "Mann, die sind ja wirklich cholerischer als ich dachte..."

koshka
04.01.2009, 13:31
Ok, eine gute Gelegenheit für etwas Abwechslung:

>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: alle, v.a. Tugold<<

"Vielleicht ist die Truppe hier das Wunder, dass die Stadt braucht", brummelte Scynan laut genug, dass es der Regent hören konnte. "Oder kommt so ein Auflauf hier öfter vor?"
Der Regent hatte es gehört, doch eine direkte Antwort war ihm unmöglich ohne unhöflich zu seinen Gästen zu sein... Aber vielleicht hatte der Junge recht. Vielleicht hatte eine so bunte Truppe die nötigen Ideen... Und vielleicht steckte wirklich ein Gott dahinter. Immerhin ein Lächeln in Scynans Richtung gestattete sich der Regent.
Doch eine Unterbrechung kam trotzdem...
Einer der Wachmänner kam auf ihn zu um eine Mitteilung zu machen, er flüsterte, dann verschwand er wieder. Der Regent nickte ihm nur zu.

"Werter Zwerg..." - "Tugold..." unterbrach ihn Qyintatus und lächelte entschuldigend. Der Regent quittierte die Unterbrechung mit einem strengen Blick. "Tugold also... Ich habe eben erfahren, daß ein weiterer Zwerg arrestiert wurde nachdem er auf dem Markt für Handgreiflichkeiten verantwortlich war. Sein Name ist Bran Steinhammer, gehört er auch zu eurer Gruppe?"

tentix
04.01.2009, 13:33
Bran drehte wie eine gefangene Raubkatze seine Kreise in der kleinen Zelle.
"Irgendeine Möglichkeit muss es doch geben", überlegte er laut. Doch ihm wollte keine Einfallen. Gleichzeitig hörte er draußen die Wachen wispern. " Diese verdammten Bastarde wenn ich die in die Finger kriege!".
Dann sah er die vergitterte Öffnung in der Zellentür, danach guckte er auf seinen vollen Nachttopf da schlich sich eine Idee in seinem Kopf wie er die Wachen ärgern könnte.
2 Sekunden später schüttete er seine eigenen Exkremente auf die Wachen durch die vergitterte Öffnung wobei er selber noch etwas Ab bekam da er so klein war.
"Haha den Hab ichs gezeigt!".

Rusch
06.01.2009, 17:04
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: alle außer Bran<<

Tugold stutzte: "Ein Zwerg? Ihr sagt Bran ist sein Name?"
Der Zwerg überlegte kurz, dann antwortete er mit Kopfschütteln: "Nein, den kenne ich nicht, aber ich würde ihn mir, wenn ihr erlaubt, gerne mal ansehen. Zwerge sind sind, wie ihr wisst in diesem Landstrich sehr selten und ich fühle mir ein wenig für meinen Bruder verantwortlich, auch wenn er ein Taugenichts zu sein scheint."

koshka
06.01.2009, 17:19
>>Notus - Zentrale Befestigung, Gefängnistrakt<<
>>betrifft: Bran<<

Die Wachen fluchten laut...
"Ich bring den Mistkerl um! Eigenhändig bring ich ihn um!" - "Verfluchte Scheisse..." - "Du sagst es..." - "Versauern soll er da drin!" - "Der bezahlt dafür..."
Doch viel blieb ihnen nicht übrig ausser einen Wachwechsel zu ordern und gehen um sich zu waschen. Doch der gefangene blieb keinen Moment unbeaufsichtigt, sie befürchteten vielleicht einen Fluchtversuch, trotzdem bezog die neue Wachmannschaft etwas weiter vom Sichtfenster Aufstellung.

koshka
06.01.2009, 17:22
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: alle, v.a. Tugold<<

Der Regent nickte. "Man wird sie zu ihm bringen."
Er nickte einem weiteren Wächter zu, daß dieser zusammen mit dem, der die Meldung gebracht hatte, Tugold eskortierte.

"Das war die letzte unterbrechung. Würde mir der Rest von euch nun bitte mitteilen was euch hierher führt, wer ihr seid und was ihr mir anzubieten habt?"
Der Regent wurde nun allmählich ungeduldig.

Rusch
06.01.2009, 18:30
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: Bran<<

Tugold ging mit den Wächtern mit. Insgeheim ärgerte er sich, dass er nun nicht mitbekam, was im Thronsaal gesprochen wurde, aber es ging um einen seines Volkes und dies konnte er nicht ignorieren. Allerdings schwante ihm nichts Gutes, denn er hatte mal von einen Bran gehört und dieser war als Tunichtgut verschrienen. Der Zwerg klammerte sich an die Hoffnung, dass es ein anderer Zwerg diesen Namens war, aber als er zur Wachstube kam hörte er schon die Verwünschungen und Flüche. Nein, er hatte sich hier keine Freunde gemacht. Warum, so sandte er eine Frage an die Göttin, muss dies ausgerechnet mir passieren. Warum soll ich mich um diesen Rabauken kümmern. Hörten die Prüfungen denn nicht auf? Tugold wurde aus seinen Überlegungen gerissen als die Wächter die schwere Türe zum Zellentrakt öffneten und diese quietschend aufschwang.

koshka
06.01.2009, 18:53
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: Bran, Tugold<<

Die Wachen führten Tugold zu Brans Zelle. Dort waren bereits 'saubere' Männer postiert, allerdings war der Boden bislang noch nicht gereinigt worden. Einer der Wachposten vor der Tür gab kurz Auskunft:
"Der Zwerg wurde festgenommen als er sich mit einem Händler anlegte. Der gab übrigens zu Protokoll, daß der Zwerg ungerechtfertigt Preisnachlass verlangt hat und dann ausgerastet ist als der Händler nicht zugestimmt hat. Jetzt sitzt er hier und wird auch so schnell nicht rauskommen, vor allem nicht nach einem tätlichen Angriff auf zwei meiner Kollegen."
Der Bericht wirkte ein wenig auswendig gelernt, und während der eine sprach ließ der andere Tugold und die Tür nicht aus den Augen. Hier unten wurde alles bewacht, aufmerksam.

tentix
06.01.2009, 20:20
Bran hörte nachdem er lauthals Fluchend in der kleinen Zelle rumgelaufen war, Schritte und Stimmen vor seiner Zellentür und hoffte das sie nur gutes zu bedeuten hatten!

Rusch
06.01.2009, 23:22
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: Bran, Tugold<<

Tugold fragte nach, wie den der tätliche Angriff von dem Deliquenten aussah. Nach der Erklärung seufzte Tugold und bat einen Blick auf den Zwerg werfen zu dürfen. Die Gestalt, die wie ein Tiger in der Zelle unruhig auf und ab lief, war stattlich für einen Zwerg, sehr sogar. Das war in der Tat niemand, den man als Feind haben wollte. Oder vielleicht jemand, den man gern an seiner Seite hätte, wenn es brenzlig wird. Tugold wollte sich ein genaueres Bild machen und rief durch das Gitter der Türe: "Hey Du da, Bran Steinhammer, mein Name ist Tugold Schieferstolz. Wer bist Du und welcher Wahn hat Dich in diese Lage gebracht?"

Zachary
07.01.2009, 21:17
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: Lyelle, Dorgan, Scynan, ...<<

"Verzeiht mein plötzliches Eindringen", sagte der Elf mit einem leicht verlegenem, aber charmanten Lächeln. Ihm war der mißbilligende Blick des Regenten, der ihn zuvor gestreift hatte, nicht entgangen.
"Ich vermeinte die Stimme eines Freundes in den Gängen zu hören, da konnte ich nicht umhin, ihr zu folgen. Nur durch Zufall kam ich also dazu, auch dieser Audienz beiwohnen zu können, für deren Beteiligung meiner Person, ich euch selbstverständlich danke möchte." Er neigte respektvoll den Kopf. "Nun denn, ich glaube, ich habe mich noch nicht vorgestellt..."

Bei der kecken Geste vor den Wachen hatte er sich dazu hinreißen lassen, auch seine Kapuze zurück zu schlagen, um sie ein wenig zu erschrecken. Tugold war seine Identität ohnehin bekannt gewesen. Natürlich hatte er damit rechnen müssen, dass der Regent auf eben solche Weise wie die Wachen auf ihn reagierte, die deshalb immer noch nervös, aufällig nahe bei ihm standen. Seine zuvor unerwartet freundliche Begrüßung hatte ihn unvorsichtig werden lassen. Einmal Geschehen, machte es nun wenig aus, wenn er sich auch beim Namen nannte. Was er war, sollte zumindest jetzt jedem hier im Raum klar sein.

"Mein Name ist Jhael aus Laelirin. Ich bin gekommen, um euch bei der Verteidigung gegen die Kschataa zu unterstützen", sagte er mit amüsiertem Unterton. Der Regent wußte nicht, dass er das Gespräch mit Scynan belauscht hatte, dennoch konnte man wohl schon den wenigen Worten, die hier gesprochen worden waren, entnehmen, dass Jhael damit nicht der einzige war. Sein Blick wanderte irgendwie wissend zu Scynan, aber das konnte auch täuschen. Mit höflicher Aufmerksamkeit hingegen wurden das sonderbare Mädchen und der Magier angesehen. Der Elf wollte nicht feindselig wirken, er war in gewisser Weise sogar neugierig, was es mit den Anderen auf sich hatte. Daher versuchte er, trotz der allgemeinen Anspannung, sich möglichst locker vor den Versammelten zu geben. Der Dunkelelf hoffte, dass Tugold bald zurück war. So wie er sich gerade für ihn eingesetzt hatte, wäre er jetzt sicher auch von Vorteil gewesen.

Als letztes viel sein Blick auf Qvintatus. Er war Händler durch und durch, das konnte Jhael sofort sehen, seine Kleidung verriet, dass er häufiger im Osten unterwegs war. Als wahrscheinlich enger Vertrauter des Königs mußte er sich vor ihm besonders in Acht nehmen.

(Anmerkung: Ich hoffe, das ist jetzt so in Ordnung? Ich habe versucht, es so zu schreiben, dass Nejira und Verräter gleich auch noch antworten könnten, wenn sie möchten.)

Verräter
07.01.2009, 22:37
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: Alle im Verhandlungsraum des Regenten<<

Langsam begann alles kompliziert zu werden. Aber war dies nicht genau der eine Reiz, der ihn vor Jahr und Tag aus seinem Lehramt trieb, fort von Familie und Heimat. Hier schien sich eine Art Abenteuer zu entwickeln! Leider verlief das nicht so wie in den alten Legenden von tapferen Recken, die sich gegen eine Hydra oder einen Basilisk stellten, siegreich hervorgingen und danach ewig als Helden gefeiert wurden.
Hier war nichts so einfach wie in den alten Märchen und Helden, soviel Realismus hatte sich Dorgan bewahrt, gab es im Krieg keine.
"Krieg! Oh nein!"
Plötzliche Panik umgab ihn bei diesem Gedanken. Die Kschataa! Und diese Bestien, diese blutrünstigen Mörder, Schlächter und Vergewaltiger waren auf dem Weg hier her! Vor seinem inneren Auge sah er Leichenberge und in Flammen stehende Häuser, unwillkürlich trieb sich der Duft von verbranntem Fleisch in seine Nase, eine Gänsehaut durchschüttelte seinen Körper. Er musste hier weg! Alle mussten hier weg! Und das schnell wenn sie nicht sterben wollten! Irgendwohin, egal wo, Hauptsache in Sicherheit!

Doch dann verstand Dorgan und fluchte still in sich hinein. Er war schon zu tief in "der Sache" drinnen und alle seine Begleiter schienen sehr darauf erpicht zu sein sich in die völlig sinnlose Schlacht zu stürzen.
Aber wer waren seine Begleiter schon? Leute, wohl bemerkt äußerst seltsame Gestalten, die er erst wenige Stunden bis ein paar Minuten kannte. Ein stummes Mädchen, ein brummeliger Zwerg der jetzt irgendwohin verschwunden war sich mit einem Gefangenen zu Unterhalten und ein dunkler Elf, der gerade eben wie aus dem nichts aufgetaucht war. Der erste Dunkelelf den er jemals gesehen hatte und bislang war Dorgan immer sehr froh darüber gewesen mit diesen verfluchten Geschöpfen gerade keinen Kontakt zu haben.

Mehr und mehr wurde sich der gutmütige Magier seiner schier Hoffnnugslosen Lage bewusst. Wie war er hier nur hineingeraten? Aber er konnte hier nicht einfach rumstehen, vor sich hin stammeln und sich selbst bemitleiden, beschloss Dorgan in einem kurzen Moment aufflackernden Mutes. Als er jedoch das Wort erheben, laut seinen Namen rufen und dem Regenten seine Dienste versprechen wollte, versagte seine Stimme.
Die folgenden Sekunden, in denen alle Blicke auf ihm ruhten fühlten sich an wie kleine Ewigkeiten, bevor er dazu kam erneut einen Sprechversuch zu wagen.

"Kann man denn mit den ... Kschataa ... nicht verhandeln?"
Alle anderen hüllten sich in Schweigen und starrten und unglaubwürdig an. So fühlte er sich also gezwungen seine Aussage zu erweitern.
"Warum sie auch immer hier herkommen, man könnte es ihnen doch einfach, oder zumindest zu einem Teil geben. Ich bin mir sicher...", er war sich überhaupt nichts sicher, ,,damit würde die Stadt die wenigsten Verluste erleiden, selbst wenn sie einen Sieg erringen sollte. Goldschätze, Korn und andere Werttümer sin ersetzbar, ein Menschenleben und gerade das eines ausgebildeten Arbeiters von unschätzbarem, viel größerem Wert. Nehmen wir nur einmal einen Schreiner, der seinem Beruf dreißig Jahre nachgeht. Er wird in dieser Zeit natürlich sehr viel Holz verarbeiten und damit der Stadt einen großen Dienst erweisen, wenn auch über Umwege. Und nun stellen sie sich einmal vor ein hundert Menschen würden in diesem unsinnigen Kampf getötet! Jedes Kind sollte erkennen, dass dies ein größerer Verlust wäre als alles was diese Stadt an Besitztümern haben kann. Und das zu verhindern, mein Regent, sollte doch euer größtes Ziel sein."

Noch immer blieb es still im Raum. Nahm man ihn überhaupt ernst? Oder war es nicht vielleicht sogar besser ihn zu ignorieren? Dorgan musste sich eingestehen weder von Kriegstaktik noch üer die Kschataa wirklich viel zu verstehen.

koshka
07.01.2009, 22:51
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: Alle im Verhandlungsraum des Regenten<<

Der Regent nickte Jhael zu, dann sprach ein anderer... Er wirkte so unsicher, daß der Regent seinen Vorschlag bereits mit einer abfälligen Geste beiseite wischen wollte, doch nur ein kurzes Zögern später dachte er doch darüber nach... Verhandeln, ja, warum nicht verhandeln? Wer sagte denn, daß sie nicht darauf eingehen würden? Und wenn es ihnen nur Zeit verschaffen sollte bis die Armee eintraf...
Er wandte sich einem der Bediensteten zu, befahl schnell einen Raum für eine Besprechung vorzubereiten, Essen aufzutragen und zu melden sobald alles bereit war, dann wandte er sich Scynen zu:
"Was denkst du, würden sie darauf eingehen, und wenn ja, was können wir anbieten?"

tentix
08.01.2009, 19:22
>>Notus-Kerker<<
>>Betreff: Tugold<<

"Ha", rief Bran anderem Zwerg zu. "Es war kein Wahn es war diese verfluchten Stadtwachen, pah, alles nur wegen diesem starrsinnigen Händler", sagte er diesmal mit lauter Stimme und spuckte auf dem Boden.

Rusch
09.01.2009, 07:43
>>Notus-Kerker<<
>>Betreff: Bran<<

"Gut, wenn Du es so siehst, können wir morgen ja nochmals darüber reden. Ein Nacht im Kerker wird wohl Deinem Gemüt gut tun."
Tugold verschloss das Sichtgitter wieder mit der kleine Holztüre und machte sich auf, den Raum zu verlassen.

tentix
09.01.2009, 19:15
<<Notus-Kerker>>
<<Betrifft:Tugold>>
"Neine bitte", schrie Bran,"ich bin ein Zwerg hol mich hieraus!"

Teylen
10.01.2009, 11:22
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: Alle im Verhandlungsraum des Regenten<<

"Was denkst du, würden sie darauf eingehen, und wenn ja, was können wir anbieten?"


Scynan brauchte bei dieser Frage nicht lange überlegen. "Gold, Silber, Wein, allerlei zu futtern, Pferde, Vieh, Waffen, Sklaven. Und was sonst noch wertvoll ist." Sein Blick fiel dabei auf einen der kunstvoll verzierten Wandteppiche, die in all ihren Details die Größe und Macht des aeolischen Reiches priesen. "Außer so'n Zeugs vielleicht."

"Schick einen Unterhändler hin. Kommt er in Einzelteilen oder gar nicht wieder, weisst du, dass sie nicht verhandeln wollen, sondern einzig zum Kämpfen hier sind. Wobei sowieso die Frage ist was sie wollen. So eine große Streitmacht stellte man nicht nur auf, um sich mit Notus anzulegen. Was sagen denn die Kundschafter? Sind nur Kämpfende unterwegs, oder ziehen die dazugehörigen Stämme mit Sack und Pack mit? Dann ist vermutlich nicht Notus das vorangige Ziel, sondern die Gegenden mit unermesslichen Reichtum: Die Kernlande von Aeolien. Dann wird es deinem obersten Anführer aber sicherlich nicht gefallen, wenn die Kschataa gerade hier mit Proviant und anderen Dingen versorgt werden."

Damit war seine Antwort vorerst beendet und er sah sich in der Runde um. Etwas abwesend kratzte er sich dabei kurz am Arm. Vielleicht war es mal wieder Zeit für ein Bad.

Rusch
11.01.2009, 14:02
>>Notus-Kerker<<
>>Betreff: Bran<<

Tugold überlegte kurz, dann öffnete er nochmals die Türe und sprach:
"Also gut, ich sehe, was ich machen kann, aber es liegt nicht in meiner Macht, dies zu entscheiden. Ich werde ein gutes Wort für Dich einlegen, Du versprichst mir aber, endlich zur Besinnung zu kommen. Ich weiß nicht, was Du mit den Wachen gemacht hast, aber ein paar von denen sehen so aus, als ob sie dem Folterknecht ein paar Münzen für ein paar Überstunden zuschieben wollten. Ich weiß, mit den Großen ist es nicht leicht, aber wenn Du es nicht schaffst klar zu kommen, dann verschwinde aus den Menschensiedlungen und gehe zurück ins Gebirge."

Zachary
13.01.2009, 17:28
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: Alle im Verhandlungsraum des Regenten<<

Als der Magier zu sprechen begann, konnte Jhael nicht umhin, in sich hinein zu lächeln. Gerade bei einem, wenn auch noch jungen, Gelehrten hätte er sicherere Worte erwartet. Das was dieser jedoch zu sagen hatte, war nicht ganz von der Hand zu weisen, womit ihm Scynan schließlich auch recht gab. "Das ist ein wahres Wort", pflichtete Jhael ihm deshalb bei. Die Arme vor der Brust verschränkt, war er näher an den Verhandlungtisch herangerückt.
"Ich bin auch der Meinung, Güter würden womöglich nur ihren Kriegszug fördern. Aber man kann durchaus versuchen zu verhandeln. Dafür müßte man ihnen aber zuerst einen Grund geben, warum sie mit uns überhaupt verhandeln sollten, wo doch die Grenze so leicht zu überrennen scheint. Und wenn sich ein Großteil der Stämme bereits angeschlossen hat, was wir aber nicht genau wissen - und von diesem Mangel an Information gehe ich aus, da die Kschataa für Außenstehende im Allgemeinen schwer zu fassen sind - umso mehr.

Aber...", damit machte er eine kurze Redepause, vielleicht um sich selbst die Worte nocheinmal zu überlegen.
"Ich wüßte unter Umständen eine Möglichkeit, wie man dem Problem beikommen könnte." Als wäre ihm der Einfall gerade bewußt geworden, schnippte mit dem Finger in die Luft.
"Soweit ich durch die Karten und meinen eigenen Reiseweg gesehen habe, müssen die Kschataa entweder zuerst die karge Ebene oder die Gebirgskette, die die natürliche Grenze im Osten bildet, durchqueren. Das Meer schließe ich, als ihre mögliche Route, mal von Vornherein aus. Obwohl die Ebene für sie zum Kämpfen besser geeignet wäre, glaube ich, selbstsicher wie sie sind und ob der Geschwindigkeit, in der sie voranschreiten, werden sie wohl kaum das Gebirge umgehen wollen, da sie auch nicht mit einem so frühen Angriff Euerseits rechnen. Daher würde ich vorschlagen, sie genau dort mit euren Männern abzufangen. Falls es noch nicht zu spät ist. Wobei, zu unseren Gunsten, setze ich das erstmal voraus.

Was die Verhandlungen betrifft könnte ein Erkundungstrupp, am besten mit Männern bestückt, denen die Taktiken der Kschataa bekannt sind, vorausgeschickt werden, der sich ein Bild über die Größe des Heeres macht und Euren Generälen schließlich Bericht erstattet. Wer weiß, vielleicht haben sich die Stämme noch nicht ganz versammelt und der ein oder andere Anführer kann zur Umkehr bewegt werden?
Ansonsten sollten wir versuchen, die Passage durch das Gebirge abzuriegeln, was auch mit einem nicht so großen und erfahrenen Heer, wie Eurem...ihr entschuldigt, möglich sein sollte.
Der einzige Schwachpunkt in dieser Argumentation ist schließlich, und das habt Ihr wahrscheinlich auch schon selbst festgestellt, dass dann kaum noch Soldaten in der Stadt verblieben.

Allerdings, wenn ich die Argumentation von zuvor nochmal aufgreifen darf, solltet Ihr Euch dafür entscheiden, die Güter der Stadt den Kschataa zu übereignen, könnte man ihnen sicherlich klar machen, dass die Stadt wohl kaum noch ein lohnenswertes Ziel für sie wäre, was aber nicht garantieren würde, dass sie nicht trotzdem einfallen würden." Der dunkle Elf setze nochmal ab.

"Was mich wiederum auf eine Idee bringt." Ihm war durchaus bewußt, dass er damit den zuvor geäußerten Vorschlag von Scynan, den er eigentlich offiziell nicht gehört hatte, indirekt aufgriff: "Warum uns den Kschataa nicht zum Schein ergeben, ihnen die Stadt als Ort zum Verschnaufen und Kraftschöpfen vor der großen Schlacht anbieten? Sind sie schließlich in der Stadt müssten sie sich auf einen Gassenkampf gefasst machen, für den ihre Pferde und Ausbildung nur sehr hinreichend ist. Eure Wachen hingegen kennen die Stadt, die Stadtwache ist für den Straßenkampf ausgebildet. Sollten wir hier allerdings scheitern, ist für die Stadt alles verloren."
Als Jhael endete, lächelte er verschmitzt, was einen leicht ironischen Anklang hatte. Die Handflächen hatte er in einer fragenden Geste nach oben gewandt, als würde er die Vorschläge immer noch gegeneinander abwägen.

koshka
13.01.2009, 19:55
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: Alle im Verhandlungsraum des Regenten<<

Der Regent schüttelte den Kopf.
"Sie sind zu viele und meine Soldaten zu wenige. Ich sagte bereits, daß das Heer zu spät eintreffen wird, und die Verteidigung der Stadt nur auf die Stadtwache und eine Bürgerwehr zu stützen wäre töricht... Auch um ihnen den Weg abzuschneiden sind es zu wenige. Wir brauchen eine List."
Er blickte zu Qvintatus. "Wieviel weißt du? Sind es nur Kämpfer oder führen sie auch Wagen mit?"
Der Händler lief seinen Blick durch die Runde wandern, er schien abzuwägen ob er vor all diesen Fremden seine Informationen preisgeben sollte...
"Sie kommen soweit ich gehört haben mit Wagen und Zelten. Es ist wohl eine Truppe bewaffneter die vorne reiten, ihnen folgen Frauen und Kinder. Wenn bei ihnen nicht die ganze Familie kämpft so können wir wohl davon ausgehen, daß sie auch am Land interessiert sind, nicht nur an unserem Reichtum."

Inzwischen war die Meldung eingetroffen, daß ein Tisch bereit war.
"Folgt mir, setzt euch und esst."
Als alle mit Wasser, Wein und gefüllten Tellern nach ihren Wünschen versorgt waren fuhr der Regent fort.
"Ich hab nicht vor, die Eroberung unseres Landes zu unterstützen indem ich mich die Angreifer mit Gütern versorge. Aber die werden sie bekommen ob sie die Stadt nun erobern oder wir uns ergeben... Die einzige Möglichkeit ihnen alles zu entziehen wäre, alles niederzubrennen... Aber wenn es das einzige ist was sie aufhalten kann... Ich brauche einen Unterhändler, der zu ihnen geht und mit ihnen spricht... es wird kein ungefährlicher Auftrag sein, wie Scynan sagte, vielleicht schicken sie ihn in Stücken zurück... Qvintatus, würdest du gehen?"
Der Händler nickte ohne zu zögern.
"...wenn sich ihm jemand anschliessen würde... Befehlen werde ich es nicht, und ich werde auch jeden hier brauchen können um über eine Lösung nachzudenken... Aber wenn einer von euch bereits ist ihn zu begleiten würde ich mich dankbar zeigen."

Rusch
14.01.2009, 13:35
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: Alle im Verhandlungsraum des Regenten<<

Tugold wurde in den Verhandlungsraum gebracht, als gerade das Essen auf den Tisch gestellt wurde. Das Gerede über Krieg und Verhandlungen verursachte in seinem Magen ein flaues Gefühl. Verhandlungen mochten Sinn machen, doch ließ sich die Gegenseite darauf ein?
Aber nein, er war kein Freund der Worte, er war ein Mann der Tat.

So war es kein Wunder, dass ihm Jhael Vorschlag beschäftigte. Der Feind kam aus dem Gebirge im Osten, seiner Heimat. Er musste ihn darauf ansprechen, sobald der Regent geendet hatte. Es ist durchaus möglich, dem Feind mit wenigen Leuten einen Hinterhalt zu legen, der zumindest Schaden verursacht und den Vorstoß aufhalten oder in stocken bringen würde. Vielleicht könnte man die nötige Zeit erkaufen, die hier im Land nötig wären um Vorkehrungen zu treffen.

tentix
16.01.2009, 19:12
Bran hockte in seinem piffigen Kerker und überlegte wie er ausbrechen konnte und seine Waffen bekomen konnte doch ihm fiel nichts. Irgendwas muss es doch geben...

Zachary
16.01.2009, 23:00
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Speisezimmer<<
>>betrifft: Alle im Speisezimmer des Regenten<<

Jhael setzte seine Kapuze wieder auf, als sie den Raum wechselten, darum sah auch niemand, dass er die Stirn runzelte, nachdem der Regent seine Vorschläge so einfach abgetan hatte. Er ließ sich auf eine der Sitzgelegenheiten nieder, wartete erstmal ab, was die jüngeren Mitglieder ihrer kleinen Gruppe zu sagen hatten. Auch Tugold war soeben wieder zu ihnen gestoßen.

koshka
23.01.2009, 17:59
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: Alle im Verhandlungsraum des Regenten<<

"Also gut..." beendete der Regent das Schweigen. "Ich kann neimandem den Befehl geben. Qvintatus, du kannst dich noch einige Stunden ausruhen, dannach wirst du für den Weg ausgestattet. Ein schnelles Pferd wird bereit stehen, und du bekommst ein Sigel das dich berechtigt an den Wechselstationen zu tauschen."
Qvintatus nickte abermals, wenn auch nicht mehr so selbstsicher wie noch eben.
"Die Angreifer in den Bergen abzupassen klingt verlockend, aber ich verfüge nicht einmal über eine Zenturie... Und sie kommen mit..."
Er blickte den Händler an:
"...mindestens 5 davon... das die die Berichte über die erste Vorhut..."
Der Regent nickte.
"Wären es erfahrene Männer würde ich es wagen..."
Entschuldigend blickte er zu Jhael, ihm war nicht entgangen, daß dieser die Distanz wieder erhöht hatte nachdem er den Vorschlag zunächst abgelehnt hatte.

Rusch
26.01.2009, 08:04
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: Alle im Verhandlungsraum des Regenten<<

Tugold überwand seine Scheu und erhob ganz offen seine Stimme:
"Ich hatte leider das Gespräch zuvor nur teilweise mitbekommen. Wenn es der Plan ist, den Feind im Gebirge aufzuhalten, dann kann ich sicherlich sehr hilfreich sein. Dieser Gebirgszug grenzt an meine Heimat an und ich kenne ihn sehr gut. Auf anhieb fallen mir drei Stellen ein, die sich für einen Hinterhalt eignen würde, aber wir müssten schnellstmöglich aufbrechen, denn uns bleibt nicht viel Zeit dies vorzubereiten. Doch ich habe Hoffnung, dass ich Brüder meines Volkes zur Mithilfe bewegen kann."

Zachary
29.01.2009, 16:36
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: Alle im Verhandlungsraum des Regenten<<

Jhaels Augen leuchteten auf. Die Zwerge, richtig, an die hatte er gar nicht gedacht! "Das wäre eine Möglichkeit, zumindest, wenn Ihr Qvintatus, wie Ihr es nennt "in einem Stück" zurück haben wollt. Wie ich bereits sagte, halte ich die Verhandlungen unter den Bedingungen für ein ziemliches Himmelsfahrtskommando. Aber wenn die Zwerge uns tatsächlich unterstützen würden, ist das eine echte Chance, die man auf keinen Fall von der Hand weisen darf. Tugolt, meint ihr denn, sie würden sich uns anschließen?"

Rusch
30.01.2009, 07:43
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: Alle im Verhandlungsraum des Regenten<<

Tugold richtete seinen Blick von Jhael auf den Regenten.
"Die Zwerge werden Kämpfen, wenn die Invasion ihren Frieden bedroht. Wir müssten ihnen also einen Beweis liefern, dass die feindliche Macht auch das Reich unter dem Berge bedroht. Wenn Euch das gelingt, habt ihr treue Verbündete. Hintergeht ihr sie aber, werdet ihr hartnäckige Feinde im Rücken Sitzen haben.", sagte Tugold.

Dann fuhr er fort: "Der Zwerg, der hier im Kerker sitzt sieht für mich sehr wie einer meiner Brüder aus diesem Landstrich aus. Er mag vielleicht ein Tunichgut sein, abe möglicherweise kann er unserer Unternehmung von Nutzen sein. Ich bitte Euch, ihm Amnesie im Gegenzug zur Teilnahme an dieser Unternehmung zu geben."

koshka
30.01.2009, 14:51
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: Alle im Verhandlungsraum des Regenten<<

Der Regent schwieg zunächst, er dachte über die Worte nach. Schließlich ergriff Qvintatus das Wort. "Welche Wahl haben wir denn? Ich rate dir, es mit den Zwergen zu versuchen. Ich würde trotzdem zu ihnen reiten - vielleicht erreiche ich etwas, oder erfahre wenigstens etwas mehr... aber du solltest jedem Verbündeten der sich dir bietet die Hand reichen..."
Der Regent musterte seinen Berater eine Weile lang, dann nickte er.
"Also gut, dann denken wir darüber nach, wie die Beweise aussehen müssen..." Er trank einen Schluck, dann wandte er sich direkt an Tugold.
"Du denkst er wäre von Nutzen? Kann ich in dir einen Fürsprecher nach unserem Recht sehen, der für seine Redlichkeit eintritt?"

Rusch
02.02.2009, 08:25
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: Alle im Verhandlungsraum des Regenten<<

Tugold setzte ohne zu zögern mit der Antwort an:
"Er mag fehlgeleitet sein, aber ich verbürge mich für ihn. Was er nun am dringensten benötigt ist eine leitende Hand. Er ist noch jung und wird es bestimmt noch lernen. Sicher aber ist, dass er von großer Hilfe bei unserer Unternehmung sein wird. Er scheint ein nicht zu unterschätzender Kämpfer zu sein. Vielleicht ist diese Mission genau das, was sein rastloses Herz braucht."

koshka
10.02.2009, 21:58
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: Alle im Verhandlungsraum des Regenten<<

"Also gut. ...holt ihn" Er hatte einen der permanent unauffällig im Hintergrund wartenden Wachposten herabgewunken, der nickte und eilte davon.
"Nun... wie können wir die Zwerge dazu bewegen sich uns anzuschliessen? Was müssen wir ihnen liefern, damit sie uns glauben daß auch sie bedroht sind?"

koshka
10.02.2009, 21:59
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: Bran<<

Nur kurze Zeit später traf die Nachricht bei den Wachen vor Brans Zelle ein. Diese zeigten sich nicht eben erfreut darüber, hatten jedoch kaum eine Wahl.
"...he, Zwerg... scheint als hättest du Glück..." rief einer von Beiden in die Zelle...

Rusch
11.02.2009, 13:41
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: Alle im Verhandlungsraum des Regenten<<

Tugold überlegte nicht lange:
"Alle Gerüchte, die man über das Vorgehen der Kschataa in eroberten Gebieten zu hören sind, verheißen nichts gutes. Es ist die Rede von Greultaten und unzähligen Exempel, die statuiert wurden. Ob das allerdings genügt, um die Zwerge zu überzeugen wage ich zu bezweifeln. Aber vielleicht können wir meine Brüder überzeugen, dass es besser ist, mit dem derzeitigen Regiem zu leben als mit den Kschataa. Immerhin hat Notus niemals die Goldvorkommen für sich beansprucht und wenn man ihnen zusichert, dass dies auch in Zukunft so bleiben wird und man ihnen vielleicht noch Handelszugeständnisse machen würde, könnte ich mir vorstellen, dass man sie für den Plan gewinnen kann."

tentix
12.02.2009, 18:28
>>Notus Kerker<<
Bran hörte wie ihn die Wachen an die Zellentür riefen un d er ging vorsichtig darauf zu und schnautze die Wachen an:"Was gibs`n?"

koshka
13.02.2009, 10:01
>>Notus - Haupthaus des Regenten, Kerker<<
>>betrifft: Bran<<

"Ein bisschen freundlicher wäre angebracht, offenbar hast du Freunde. Der Regent hat dich freigesrochen... aber wahrscheinlich gibt's Bedingungen. In Notus wird nicht grundlos begnadigt, also mach dich auf was gefasst. Wir bringen dich hoch."
Als aufgeschlossen wurden war die Zahl der Wachen bereits verdoppelt, trotz allem schien dem Zwerg keiner zu trauen.

tentix
13.02.2009, 17:19
>Notus Kerkergang<

Bran ging mit den Wachen zum Trohnsaal bringen und erschreckte die Wache in dem er ein paar Angriffe vortäuschte und sich halb-tot lachte.
Auf dem Weg zum Trohnsaal fragte er sich aber dennoch warum sie ihn dort hin brachten die Wachen meinten zwar das er Begnadigt wird aber er traute ihn nicht so ganz. Doch alle seine Fragen sollten bald beantwortet sein den nun standen sie vor den Trohnsaal Türen, genauer gesagt war es eine Doppeltür die mit schönen,verschlungenen Ornamenten überzogen war.

koshka
21.02.2009, 23:37
>>Notus - Haupthaus des Regenten, Kerker<<
>>betrifft: Bran<<

Die Wachen waren bereits kurz davor den Gefangenen, den sie eskortieren sollten umzubringen. Dem Regenten hätten sie einfach erzählt, daß er dumm gestürzt sei, in ein Schwert... sowas passierte.
Doch bevor das geschehen konnte hatten sie ihr Ziel erreicht.
Sie wurden eingelassen und brachten ihren Gefangenen bis zum Regenten, ihm erstatteten sie Bericht, und ließen auch die Erwähnung seines seltsamen Humors nicht aus.

Der Regent entließ sie mit einem Nicken und wandte sich an Tugold.
"Bist du immer noch sicher, daß du für ihn bürgen kannst?"

Rusch
23.02.2009, 08:49
>>Notus - Haupthaus des Regenten, Kerker<<

Tugold schluckt. Schon die Haltung dieses Zwergs drückte Ärger aus. Ganz klar: Dies war ein Zwerg, der immer da war, wo der Ärger am größten war und blutige Nasen an der Tagesordnung waren. Aber, so dachte Tugold, für die Mission wäre er wohl eine große Hilfe und seine Kampfkraft steht außer Frage.

Tugold blickte Bran an und sprach:
"Hör zu, Bran. Ich habe mit dem Regenten gesprochen und er wäre breit, Dir Straffreiheit zu gewähren, wenn Du für ihn einen Dienst erfüllst. Es ist eine gefährliche Mission - ich will hier ehrlich sein. Es wird nicht ohne Kämpfe abgehen. Du bist aber nicht alleine. Ich werde Dich begleiten und wohl weitere aus dieser Runde hier. Deine Kraft können wir sehr gut gebrauchen, doch frage ich mich: Ist dein Mut so groß wie dein Mundwerk und dein Heißsporn?"

tentix
23.02.2009, 18:17
>>Notus Trohnsaal<<
>>Betreff:Alle im Trohnsaal<<

Bran blickte Tugold an und dachte im stillen das er wohl nicht zu der Sorte Zwerg gehört wie er doc hauf eine komische Art und Weise war er ihm Sympatisch und auch der Rest der Gruppe schien ein verwegener Haufen zu sein. Nachdem Bran seine Betrachtung zu Ende geführt hatte antwortete er Tugold:"Nun ja ihr scheint ein recht verwegener Haufen zu sein und da es wahrscheinlichKämpfe geben wird die blutig Enden...BIN ICH DABEI!
Aber es muss anständige Verpflegung geben das heißt das wir uns auch mal Zeit nehmen einen anständigen Hirsch zu Jagen, wenn ihr bereit seid das zu machen komm ich mit."

koshka
24.02.2009, 18:27
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: Alle im Verhandlungsraum des Regenten, v.a. Tugold, Jhael, Scynan<<

"Meinetwegen."
Der Regent hätte Bran fast alles versprochen, nur um ihn aus der Stadt zu bekommen, und immerhin war er nicht dabei.
"Ich werde euch gute Diplomaten mit auf den Weg geben... Wann könnt ihr aufbrechen?" Er wandte sich in erster Linie an Tugold und den Dunkelelfen, sie schienen ihm in der Gruppe die Wortführer zu sein, doch auch Scynan blickte er lange an.

Rusch
24.02.2009, 19:07
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: Alle im Verhandlungsraum des Regenten, v.a. Tugold, Jhael, Scynan<<

"Ich werde morgen früh aufbrechen. Da bleiben uns noch ein paar Stunden Schlaf. Wir sollten keine Zeit vergeuden und so bald als Möglich aufbrechen. Könnte ihr Euren Zeugmeister den Auftrag geben unsere Ausrüstung und Pferde zur vorzubereiten. Zeit ist in dieser Unternehmung ein kritischer Faktor und ich will morgen keine Zeit mit langwierigen Vorbereitungen verbringen."

koshka
26.02.2009, 14:10
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: Alle im Verhandlungsraum des Regenten, v.a. Tugold, Jhael, Scynan<<

Der Regent lächelte. Der Zwerg hatte verstanden.
"Alle nötig Ausrüstung sowie Packtiere und deren Führer werden bereitstehen."

Teylen
02.03.2009, 00:31
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: Alle im Verhandlungsraum des Regenten, v.a. den Regenten<<

"Pff... Zwerge", meinte Scynan schliesslich irgendwann, nachdem er dem Blick des Regenten nicht lange Stand gehalten hatte. Etwas was ihn ärgerte. Aber letztendlich war er sich nur zu bewusst, dass ihm wahrscheinlich immer noch eine saftige Strafe dafür drohte, dass er sich unter falschen Vorwänden in den Palast geschlichen hatte. Und wenn nicht ihm, dann vielleicht den Wachen die ihn reingelassen hatte.

Was die Zwerge betraf, so hielt Scynan nicht besonders viel von ihnen. Er war bisher nur wenigen von ihnen begegnet, meist einzeln. Sie waren starke und ausdauernde Kämpfer, aber langsam. Und trotzdem sie meistens gut gerüstet waren, gab es immer irgendwo Stellen, die ein guter Bogenschütze nur häufig genug treffen musste, um sie auszuschalten. Ein Schicksal, dass den meisten Zwergen drohte, die es wagten sich in Kschataa-Gebiet vorzuwagen. Aber in den meisten Fällen ging man sich ohnehin aus dem Weg, bis auf seltenen, dann jedoch sorgsam geschützten Handel von Getreide und Fleisch gegen Eisen mit einigen wenigen kleineren Zwergenbingen. Die einen lebten halt zwischen den Bergen und in den umliegenden Ebenen und die anderen, die Zwerge, eben im Berg. Das war es auch für Scynan fraglich erschienen liess, ob die Kschataa in irgendeiner Weise eine Bedrohung für das Zwergenvolk in den Bergen war. Aber warum sollte er irgendwem reinreden, wenn die beiden kleinen stämmigen Typen und sogar Qvintatus der Meinung waren dieses Volk überzeugen zu können.

Wenn sie es schafften, hatten sie möglicherweise eine Chance. In den engeren Pässen der Gebirge hatten die Zwerge, vor allem in Massen, doch einen deutlichen Vorteil gegen die Kschataa. Denn trotz seiner geringen Meinung über Zwerge musste er ihnen zugestehen, dass sie eins gegen und eins und im Nahkampf wohl die überlegeneren Kämpfer waren. Dass sich Scynan trotzdem zu dem kleinen leicht abfällig klingenden Kommentar hinreissen liess, lag vor allem daran, dass Tugold und Bran sich auf der anderen Seite des Tisches befanden und er der Meinung war notfalls schneller als die beiden laufen zu können.

Scynan überlegte. Es war für ihn schon interessant zu erfahren, ob die seltsame Truppe bei den Zwergen wohl Erfolg hätte und wie wohl ein Kampf ausgehen würde. Es war sicherlich schon ein spannendes Abenteuer. Aber er hatte eigentlich keine besondere Lust sich in eine Gegend zu wagen wo dann eigentlich jeder sein Feind war: sowohl sein ehemaliges Volk, als auch die Zwerge.

"Ich werde dann wohl nicht mehr benötigt, oder? Ich kann nämlich kein zwergisch", meinte Scynan und versuchte sich so herauzureden. Vielleicht liess ihn der Regent ja auch einfach frei. Zumindest mit dieser Hoffnung hatte er einen Teil des Mahles und ein wenig edles Besteck in seinen Sachen verschwinden lassen. Damit konnte er Kuru, Utana und sich ein ganzes Weilchen lang durchbringen. Vielleicht war es sogar genug, um genügend haltbare Nahrung zu kaufen, um aus Notus zu verschwinden bevor die Schlacht hier begann.

Nejira
02.03.2009, 22:57
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: v.a. Scynan<<

Lyelle funkelte wütend zu dem jungen Dieb hinüber. Das war ja wohl klar gewesen: groß die Klappe aufreißen - und dann feige den Schwanz einziehen und das Silberbesteck vom Tisch stehlen. Dieser feige kleine Dieb!

Rusch
03.03.2009, 12:25
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: v.a. Scynan<<

Scynans Handlungen waren Tugold nicht entgangen. Innerlich verfluchte er alle Götter, warum ausgerechnet er nun in eine Rolle gedrängt wurde, die er nie habe spielen wollen. Das wirklich letzte, was er im Leben machen wollte war das Anführen einer Gruppe wie dieser: Ein Haufen Taugenichtse, die losziehen sollten um die Welt zu retten. Verdammt, er hätte die Zeichen richtig deuten und die Explusion in der Terverne als deutlichen Hinweis werten sollen, dass es allerhöchste Zeit war, diesen Landstrich zuverlassen.

Doch nun war es zu spät und es blieb nur noch die Flucht nach vorne. Auch wenn diese Gruppe hier nicht wie Helden aussahen, verfügten sie doch alle über Wissen und Fährigkeiten, die diese Mission brauchte und das traf auch auf diesen verlausten Bengel zu, denn wie sonst war es zu erklären, dass er vor ihnen allen den Weg zum Regenten gefunden hatte.

Es war Zeit zu handeln. Tugold legte schnell seine große, schwere Hand auf Scynans. Zwar mag dem Regenten der versuchte Diebstahl entgangen sein, aber ein Zwerg würde nie ein Stück Metall in Bewegung übersehen. Er blickte den Jungen an und sprach: "Stellt Eurer Licht nicht unter den Scheffel. Obwohl ihr noch jung an Jahren seit, verbergen sich in Euch Talente, die sich als wertvoll erweisen könnten. Fürchtet nicht um Euer Leben. Die Flucht in die Zwergenstollen wird uns immer offenstehen, wenn alles andere versagen sollte. Meine Brüder würden uns nicht im Stich lassen."

koshka
04.03.2009, 23:26
Du hast die Wahl, ob du mit Qvintatus gehst und ihm behilflich bist, mehr über die Angreifer herauszufinden, oder ob du meinen Bevollmächtigten und die Zwerge begleitest... Die Wahl hat natürlich jeder von euch, nur dir, Scynan steht es nicht frei hier zu bleiben." ...ein 'allerhöchstens in einer Zelle...' schwang dem Gesagten unausgesprochen nach.
"Im übrigen wartet eine bequeme Unterkunft auf euch alle. Meine Bediensteten werden euch den Weg zeigen. Ich empfehle mich."
Er nickte ihnen zu, gab noch Anweisungen und verließ dann den Raum. Nur Qvintatus blieb zurück.

Zachary
06.03.2009, 03:50
>>Notus - Haupthaus des Regenten, im Verhandlungsraum<<
>>betrifft: alle<<

Ernst, mit den Armen vor der Brust verschränkt, war Jhael dem Gespräch gefolgt, hatte hin und wieder bei den Worten des Zwerges genickt. Seine Stimmung hatte sich merklich gebessert, als er feststellte, welche Richtung die Überlegungen nahmen. Damit konnte er arbeiten.
Als Bran den Raum betrat, der sich für ihn, schon vor der Tür, durch seine Scherzchen bemerkbar gemacht hatte, war eine Augenbraue des Dunkelelfen, vorborgen hinter der Kapuze, immer weiter nach oben gewandert. Als er dann auch noch dessen Antworten hörte, kam er nicht mehr darum herum, dass sich seine Lippen zu einem amüsierten Lächeln kräuselten. Ja, Zwerge. Auch wenn dieser hier etwas anders war als der gute Tugold. Immer für handfeste Dinge - und gutes Essen zu haben.

Scynans Versuch sich herauszureden und Lyelles Reaktion, vervollständigten nur sein Bild bezüglich der Truppe. Er fand ihre Zusammenstellung durchaus interessant. Ebenso wie der Regent war er, wenn auch aus anderen Gründen, unbedingt dafür, dass Scynan mit ihnen zog. Er war immerhin ein Kschataa. Ob er sich dann tatsächlich für sie als hilfreich erwies - man würde sehen.
Wieder wanderte sein Blick zu dem Mädchen. Scheints, als wollte sie sie auch begleiten. Sehr gut. Ihm entging der zornige Ausdruck, der gegen Scynan gerichtet war, nicht, auch wenn Jhael der leere Blick ihrer Augen immer noch verwirrte.

Langsam, sich dabei streckend, erhob er sich. "Nun denn, dann sollten wir uns wohl besser ausruhen, nicht? Uns steht morgen ein langer Ritt bevor."

koshka
10.03.2009, 11:26
Die Bediensteten standen bereit jedem der Anwesenden ein Zimmer zu zeigen in dem sie die Nacht verbringen konnten. Sie hielten sich dezent im Hintergrund, würden aber sofort aktiv werden wenn einer der Anwesenden aufstand.

Ende:
Die kleine Versammlung löste sich schon kurz nach dem Vercshwinden des Regenten auf und alle anwesenden wurden zu Unterkünften im Gebäude gebracht. Diese waren komfortabel aber nicht zu luxuriös und lagen alle im gleichen Gebäudeabschnitt. Die Bediensteten erklärten, daß sie da wären für den Fall, daß jemand noch einen Wunsch hätte.
Lediglich Dorgan hatte sich entschlossen die Gruppe nicht zu begleiten, er verließ noch am Abend den Sitz des Regenten.