Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tipps: Bogenschießen
schneeeule
29.01.2008, 15:27
Hallo alle zusammen,
Ich habe mir überlegt dass ich gerne Bogenschiessen lernen würde.
Ist ja gut für den Aufbau der Rückenmuskulatur, und das habe ich absolut nötig.
Ich war auch schon in einem Laden der Pfeil und Bogen Sets hat, nur ich kaufe nicht immer sofort das erst beste sondern will mich auch erstmal informieren.
Was mir schon von dem Verkäufer erklärt wurde, das ich nicht den traditionellen Langbogen nehmen sollte, denn da braucht man eine Kraft von 40 Pfung um die Sehne zu spannen. Leider habe ich davon absolut noch keine Ahnung, und dem erstbesten glaube ich auch noch lange nicht alles.
Macht vielleicht jemand von euch diesen Sport???
Ich bin noch absolut blutiger Anfänger. Hat jemand vielleicht ein Paar Tipps für mich?? Welchen Bogen man zuerst kaufen sollte oder was man braucht und was eher nicht??
Um Himmels Willen, fang bloß nicht mit einem 40-Pfund-Gerät an. Mein Tipp: Geh zu einem Verein, den es sicher auch in deiner Nähe gibt und leih dir einen Anfängerbogen aus. Als nächstes nimm ein paar Trainerstunden, um die korrekte Technik zu erlernen.
Ob du dann später auf einen Jagdbogen umsteigen willst, diese Entscheidung kannst du getrost vorläufig vertagen.
Die gesamte Ausrüstung ist nicht billig, aber Vereine können sowohl alles verleihen als auch bei der kostengünstigen Anschaffung helfen.
schneeeule
29.01.2008, 16:05
@ Hathor.
Der Verkäufer hat mir ein Einsteiger Set angeboten Bogen (20 Pfund), Pfeile etc für 169,90 €.
Also mit einem 40 Pfund Bogen fange ich bestimmt nicht an, dafür habe ich viel zu wenig Kraft in den Armen.
Machst du Bogenschiessen oder hast du es schon mal gemacht???
Werde mich dann auch mal umhören nach nem Verein. Weiss das ca. 35 km entfernt es zwei gibt, aber direkt bei mir wüsste ich nicht.
Bin immernoch dankbar für weitere Tipps! (Sieht das doof aus mit 2 p)
Ja, ich war noch vor ein paar Jahren aktive Bogenschützin, musste aber aufhören, da ich mir zwei Finger gebrochen hatte (nicht beim Bogenschießen) und nach Ausheilung der Brüche kaum mehr Kraft in den Fingern besaß.
Und die Kraft in den Armen allein ist es nicht, die du brauchst. Es ist eine ganze Menge Technik dabei ;) - auch Atemtechnik. Aber an und für sich ist Bogenschießen ein wunderbarer Sport. Die Kameradschaft in den Vereinen ist legendär ;)
Naja, du kannst ja schon mal den Gruß der Bogenschützen üben: "Alles ins Gold". Denn man zielt nicht ins Schwarze, die Bogenscheiben haben ein goldenes Zentrum.
Ha noch eine, die es erlernen will. :)
Vor einiger Zeit hab ich mich auch dazu entschlossen, Bogenschießen zu lernen. Bis jetzt hat es aus finanziellen Gründen leider nicht geklappt, aber das ändert sich heuer. Vor kurzem hat eine Freundin einen guten Verein aufgetrieben, der sich auch noch bei mir in der Nähe befindet. Jetzt müssen wir uns nur noch schlau machen, wie das genau mit dem Verein so funktioniert. Vorallem was da so auf uns zukommt, außerdem haben die sehr eigenartige Kostentabellen, wo ich nicht wirklich durchblicke *nein*
Jedenfalls sollte da alles passen, fangen wir Februar bzw. März damit an. Mein Sohn hat auch schon Interesse bekundet, der muss aber wohl noch einwenig warten, mit bald acht ist er meiner Meinung noch zu "klein" dafür.
Freu mich jedenfalls schon total drauf, endlich mal was Neues zu erlernen.
Aber ist es sinnvoll sich schon so früh einen eigenen Bogen zuzulegen?
Ich denke, dass man zuerst die Techniken draufhaben sollte, bevor man sich Gedanken über die eigene Ausrüstung macht.
Na wie auch immer, schön Gleichgesinnte zu finden, vielleicht können wir uns dann mal austauschen.
Nein, wie schon gesagt: ein eigener Bogen ist anfangs überflüssig. Jeder Verein hat verschiedene Leihgeräte für Mitglieder. So kann man schön ausprobieren, welche Art für einen selber am besten geeignet ist. Außerdem ist es nicht der Bogen alleine, vor allem der Unterarmschutz, für Frauen der Brustschutz und ganz wichtig der Fingerschutz... meist kann alles ausgeliehen werden. Oft werden auch clubintern gebrauchte Sachen weiterverkauft.
Die meisten Bogenschützen bringen allerdings ihre eigenen Pfeile mit. Aber ich würde erst im Verein fragen, bevor ich irgendwas kaufe.
Ich habe das schon mehrfach im Rahmen meines Urlaubs gemacht (angeboten von Animationsmutanten ;) ). Die drei Mal hatte ich unterschiedliches Material und - fast noch wichtiger - unterschiedliche Animateure. Vom Schießen ohne Armschutz kann ich nur abraten. Die Sehne kann ganz schön weh tun. Aber höre auf Hathor. Die hat viel mehr Ahnung als ich.
Ohne irgendwas abwerten zu wollen: was in Animationsprogrammen meist geboten ist, ist was zum Reinschnuppern. Aber die Bögen sind halt besseres Spielzeug. Da kann man mal auf eine ein paar Meter entfernte Scheibe schießen. Und selbst da bekommt man eine Ahnung, welche Kraft auch hinter diesen schwachen Geräten steckt. Und das ist wirklich wichtig: der Respekt vor dem Gerät.
Also ich möcht sowieso erstmal reinschnuppern, ob das überhaupt was für mich ist. Vielleicht liegt mir das ja auch so garnicht. Naja deshalb denk ich, ist es eh sinnlos sich da von Anfang an auf etwas festzulegen und unnötig Geld auszugeben. Zudem werden dort zu den normalen auch japanische Bögen verwendet, die ich auch mal testen will. Von den ganzen Animationdingern hab ich mich bis jetzt gut ferngehalten, wenn dann schon ordentlich.
Schade, das ihr nicht in meiner Nähe wohnt. Bei uns gibt es die Zeughausbogner. Das ist kein Verein sondern eine Gruppe gleichgesinter die sich zweimal im Monat am Zeughaus (das ist ein Museum) treffen und traditionell Langbogen schießen. Dort kann jeder der möchte mit machen und das beste ist....es kostet nichts. Die haben auch Bögen zum leihen und wer möchte kann sogar in einem Workshop selber seinen eigenen Bogen bauen.
http://www.zeughausbogner.net/
schneeeule
30.01.2008, 15:50
@ Nuramon
Das ist wirklich schade das wir so weit auseinander wohnen, aber vielleicht finde ich ja auch hier in der Gegend einen schönen Verein.
Wann bist/seid du/ihr denn mit Bogen schiessen angefangen???
Ollowain
03.02.2008, 16:20
Bei uns gibt es einen Verein, der von Amerikanern betrieben wird (etwa zwischen Walldorf und Schwetzingen) bei dem auch mit Pistolen und Gewehren geschossen wird, soweit ich weiß.
Was den Schutz angeht: Man kann zwar auch ohne schießen (aber so eine Sehne tut eben verdammt weh und kann ordentliche blaue Flecken verursachen... :o), insofern, sollte man zumindest einen Unterarmschutz tragen.
Ach ja, wer beim Zielen nicht die ganze Zeit über die volle Zugkraft des Bogens halten will, sollte vielleicht einen Compound-Bogen benutzen. Der sieht komisch aus, ist aber was das angeht ziemlich komfortabel.;)
Und wie bei allem anderen auch, gibt es auch beim Bogenschießen Bögen mit allem möglichen unnötigen Schnickschnack. Davon kann ich nur abraten - sie sind verdammt teuer und man kommt auch wunderbar ohne sie zurecht.
Grey Wolf
03.02.2008, 20:18
Ich schieße seit einiger Zeit nen traditonellen englischen Langbogen (ohne Visier, ohne alles, lediglich ne Pfeilauflage war dran, aber selbst die is mir noch zu viel) mit 35 Pfund (auch das is fürn Anfang ein bissl viel, würd ich meinen).
Anfangs wollt ich lediglich Bogen und Pfeile benutzen, aber ich muss sagen, ein Fingertab oder einer dieser Handschuhe sind wirklich Gold wert. Mein Verein is ein Schützenverein, der neben Luftpistole und Armbrust auch halt Bogenschießen anbietet. Allerdings bin ich der Einzigste, der nen Langbogen benutzt. Die anderen benutzten sogenannte Copoundbögen oder Recurvebögen.
Als Pfeile benutze ich Aluminiumpfeile, da Holzpfeile leichter splittern können und man die Alupfeile notfalls wieder gerade biegen kann (bis zu einem gewissen Maß, ein 90° Winkel is dann doch schon etwas viel^^).
Als Köcher benutze ich nen selbstgemachten Rückenköcher mit ner "Dreipunktbefestigung". Teilweise sind die Seitenköcher aber wesendlich Prakticher und auch die Bogenschützen des Mittelalters gingen mit Zwei (!) Seitenköchern in die Schlacht, keiner trug nen Rückenköcher. Ein Seitenköcher hat den Vorteil, dass man seine verbleibenden Pfeile recht übersichtlich hat und man auch einen bestimmten Pfeil schnell finden kann, sollte man mehrere Arten benutzen. Der Nachteil liegt darin, dass man bei nicht ganz korekter Positionieren des Seitenköchers Durchaus mit der Sehne beim Schießen in Konflickt geraten kann (wie´s dem einen in meinem Verein dauernd passiert).
Aber auf jeden Fall sollte man sich nen Verein suchen und das Ganze erstmal ausprobieren.
Oh man, ich schreib zuviel^^
Was mir schon von dem Verkäufer erklärt wurde, das ich nicht den traditionellen Langbogen nehmen sollte, denn da braucht man eine Kraft von 40 Pfung um die Sehne zu spannen. Leider habe ich davon absolut noch keine Ahnung, und dem erstbesten glaube ich auch noch lange nicht alles.
:'-( ich wil aber nen langbogen :'-(
gibts da wirklich keine mit 20-25 pfund?? :(
vor ein ca. 2 wochen hab ich endlich mal bogenschießen ein bisschen ausprobiern können und ich bin ganz begeistert :D
ich würds ja so gern regelmäßig machen, aber leider sind die bogenschießplätze alle ziemlich abgelegen und ich komm da dann mit öffis nich hin. und immer meine eltern anjammern dass sie mich hinbringen ist auch doof^^ zweites problem: ich glaub mir fehlt sowieso die zeit dazu :( mit schule und zwei mal in der woche fechttraining bleibt eigentlich nur mehr das wochenende übrig *nein*
aber ich hab mir vorgenommen, dass ich das zumindest hin und wieder mal machen möchte. das lässt mich jetzt nich mehr los^^
wegen dem bogen:
ich will ja auf keinen fall so nen mit lauter schrauben und künstlichen zeug dran - gefällt mir einfach nicht
ich will lieber so nen traditionellen langbogen. aber schon nen professionellen bogen, nicht irgendsoein spielzeug für kinder^^
nazgul666-rr
18.03.2008, 18:24
da gibt es eine kleine Anekdote zu mir und Bogenschießen :D
Ferienpassaktion Bogenschießen in Meppen
erstmal bekomme ich nen normalen Bogen - zu schwer - meine Pfeile wurden (an dem Tag jedenfalls) nicht wiedergefunden :D
dann bekomm ich nen leichteren - auch keine besondere Verbesserung :D
naja Problem ist, das ich den Bogen mit meinem linken Arm halten muss, indem ich so gut wie keine Kraft habe, weil ich da einen Bänderriss hatte. Problem ist nicht nur, dass ich in dem Arm keine Kraft habe, sondern auch das der Arm krumm ist - also die Bänder insgesamt zu kurz sind - was durch eine lange Narbe "verziert" wird ~20cm
aber war schon spaßig - mich würden aber eher dann jetzt nochmal Samurai-Bögen interessieren - ausm Knien heraus schießen und der Bogen ist 2,2m lang
Dark MiG
18.03.2008, 18:40
Nun Bogenschießen gehe ich meistens einmal im Jahr auf die Planneralm. :)
Bei Schönem Wetter ist es einfach ehrlich den 3,5 Km langen Parcour entlang zu wandern. Mein Bruder und mein Vater sind auch Mitglieder im nächsten Bogenschützen Club.
Nur bin ich irgendwie zu Faul es auch regelmäßig zu trainieren.:rolleyes:
Mein Bruder hat heuer wegen Matura auch keine Zeit mehr.
Natürlich gibt es Langbögen mit geringerem Zuggewicht. das fängt bei 15 lbs an und hört dann irgendwann (im Normalfall) bei 60 lbs auf.
Schaut euch wirklich mal die vielen shops im Netz an um Preise zu vergleichen. Da sind enorme schwankungen drin. Natürlich kommt es auch auf die Qualität an aber ich denke man muß als Einsteiger nicht gleich mit einem 500 Euro Bogen loslegen. Und wie Harthor schon sagte wenn ihr irgendwie könnt schaut bei einem Verein rein und last euch vor Ort beraten.
Und wie Harthor schon sagte wenn ihr irgendwie könnt schaut bei einem Verein rein und last euch vor Ort beraten.
Genau das wollte ich machen, erst mal reinschnuppern mich beraten lassen, sehen ob das überhaupt was für mich is. Was draus geworden is? Ja die Enttäuschung war groß. Zumindest den Verein betreffend. Wollten die tatsächlich die Jahresgebühr im Vorhinein abkassieren, ohne irgend eine Art des schnupperns anzubieten. Ich sag euch ich war sauer *kawum* Naja somit is das ganze momentan wieder auf Eis gelegt bis ich wieder Lust und Laune und vorallem Zeit dafür habe.
Das ist aber gar nicht nett von denen... Wahrscheinlich haben sie keinen Mangel an Mitgliedern.
Aber es ist halt von Verein zu Verein verschieden. Leichter ist das Reinschnuppern auf alle Fälle, wenn man ein Mitglied kennt, das einen dann als Gast mitbringt. Vielleicht klappts ja mal auf diese Weise.
Das ist aber gar nicht nett von denen... Wahrscheinlich haben sie keinen Mangel an Mitgliedern.
Aber es ist halt von Verein zu Verein verschieden. Leichter ist das Reinschnuppern auf alle Fälle, wenn man ein Mitglied kennt, das einen dann als Gast mitbringt. Vielleicht klappts ja mal auf diese Weise.
Nein, dass war echt nicht nett von ihnen. Aber was soll´s wird sich schon noch was finden. Das über ein anderes Mitglied wäre natürlich die beste Lösung, leider kenne ich keinen der sowas macht, daher im Moment leider keine Option. Fürn Schwertkampf hätte ich ja jetzt wenn, aber dafür bin ich wohl ziemlich ungeeignet. Naja mal sehen kommt Zeit kommt Rat.
hmm
ich hab auch einen bogen... geh mit nem kumpel des öfteren bei schönem wetter bei uns bissle üben... bin in keinem verein oder so.. gibt hier ned in der nähe.. oder nur son doofer.. hm also ich hab n holzbogen ohne visir und so und mein kumpel n compund mit allem drum und dran...
mags halt lieber auf altmodische art...
wenn wer mal probieren will un in der nähe wohnt... nur sagen ;D hmm gibts hier überhaupt schweizer ? :X.X
Da hier schon häufig auch Bögen als Waffen genannt wurden, jetzt mal von mir als praktizierenden Sportbogenschützen einen Kommentar dazu.
Vorab: Natürlich ist der Bogen meine Lieblingswaffe, selbstverständlich auch für einen Fantasy-Helden, keine Frage.
Allerdings ist der Einsatz eines Bogens in der Realität schon sehr anders als es in der Fantasy gerne dargestellt wird. Die absurdeste Bogenschützenszene ist sicherlich Legolas zuzuordnen, der in "Die zwei Türme" auf einem Schild eine Treppe heruntersurft und dabei zielsicher mindestens 3 Pfeile verschiesst. Wahrscheinlich wird jedem klar sein, dass das überhaupt nicht geht. Macht aber nichts. ;) Ist trotzdem ziemlich cool.
Als der Treck Richtung Helm's Klamm von Orks auf diesen wolfsähnlichen Reittieren angegriffen wird (Kann mir jemand helfen: Wie heissen die Reitwölfe?), ist die Darstellung schon eher realistisch, da er dort zumindest eine wesentliche Grundregel für einen sicheren Schuss einhält:
Den festen und sicheren Stand.
Man muss bedenken, dass so ein Stück Holz, was gegen seinen Willen doch recht heftig gespannt werden muss, ein nur schwer zu beherrschendes Gerät ist. Um eine Reichweite von hundert Metern zu erzielen, ist meiner Erfahrung nach ein Zuggewicht von mindestens 30 Pfund nötig. Gemeint ist hier die Kraft, die notwendig ist, den Bogen zu spannen. Gemessen wird in britischen Pfund, das sind etwa 454 Gramm. Das sind 13,62 Kg oder physikalisch korrekt ausgedrückt, da ja hier Kraft beschrieben wird 133,61 N. Mit dieser Kraft an einer Sehne zu ziehen, dass Ziel anzuvisieren ohne zu wackeln, ist schon durchaus eine Herausforderung. Trotzdem kommt der Pfeil in hundert Metern Entfernung dann so langsam an, dass er grad mal in einer Strohscheibe stecken bleibt. Ernsthaft verletzen würde das in der Regel niemanden.
Zusätzlich führt das Lösen der Sehne zu einer plötzlichen Entladung der Spannung, bei der selbst bei 30 Pfund Zuggewicht nur mir höchster Konzentration und Übung verhindert werden kann, dass man völlig verreisst und der Pfeil irgendwo im Nirwana landet. Recurve-Sportbögen, einen solchen benutze ich selbst, haben zur Stabilisierung eine Stange die nach vorne herausragt, einen Stabilisator. Vielleicht ist die schon mal aufgefallen. Ausserdem wird ein Visier benutzt. Kommt in der Fantasy eigentlich auch nirgendwo vor.
Wenn ich also in hundert Metern Entfernung jemanden erschiessen will, brauche ich einen Bogen mit einem weitaus höheren Zuggewicht. Langbögen, wie auch im Mittelalter verwendet, haben Zuggewichte von bis zu 100 Pfund. Das sind dann 45,4 Kg. Ooups. Geht mal ins Sportstudio und legt 45 Kg auf den Zugturm und versucht, auf Höhe der Schultern mit einer Hand zu ziehen. Und bedenkt, dass beim Zugturm mit Flaschenzügen, meist mit drei Rollen gearbeitet wird. Ihr müsst also den Pin in das Eisen stecken, auf dem 135 Kg steht. Viel Spass. ;)
Das kann man sich antrainieren. In der Tat.
Aber aus der Bewegung heraus, im Laufen einen sicheren Schuss abzugeben ist kaum vorstellbar. Vielleicht vom Pferd. Aber da kann man die Entfernung auch durch geschicktes Manöverieren verkürzen.
Das dazu. Ansonsten ist Bogenschiessen als Sport (und da kommt eben zum Glück keine Horde Orks auf einen zu) eine geradezu meditative Angelegenheit. Ein guter Schuss hängt von Konzentration und gleichzeitiger Entspannung ab. Man muss eins werden mit dem Bogen und dem Ziel.
Um das Ganze jetzt wieder in Fantasy-Welten zu bringen: Magie wäre für Bogenschützen wirklich hilfreich.
Das mit den 135 Kilo ist einfach falsch, so funktioniert das beim Zugturm nicht, weil nur feste Rollen verwendet werden, die, im Gegensatz zu losen Rollen, keinen Einfluss auf die erforderte Kraft haben. (http://de.wikipedia.org/wiki/Flaschenzug#Faktorenflaschenzug).
Stimmt. Es werden feste Rollen verwendet. Insofern ist das richtig. Aber ich ziehe am Zugturm 65 Kg mit einer Hand auf Schulterhöhe. Einen 90 Pfund Bogen, also etwa 41 Kg kann ich nicht spannen. Ich werd mal mit einem Federkraftmesser ziehen. Mal schauen, was der anzeigt.
@Bogen+Visier:
Ich kenne mehrere Bogenvereine die nur mit Naturbögen schießen, also komplett ohne Visier, das geht auch und man entwickelt wohl ein ganz anderes Gefühl für seinen Bogen und seine Verwendung.
Klar. Geht alles. Trotzdem bleiben die Aspekte Zugkraft, sauberes Lösen und sicherer Stand für alle Arten des Bogenschiessens zutreffend.
Es kommt drauf an, was man will. Recurve-Sportbogen ist das Gerät, was auch für die olympischen Spiele zugelassen ist. Und da wird halt mit Visier und Stabilisator geschossen. Darauf zu verzichten würde im Turnier zu erheblichen Nachteilen führen.
Was sind Naturbögen? Meinst du Bogen vollständig aus Holz? Also Jagdbogen, Langbogen? Oder Yumi?
Sry. Bin da irgendwie über deinen Ausdruck gestolpert. Das weckte so die Assoziation, Naturbogen ist Bio und alles andere Junkfood ;)
Compound Bogen wäre dann sozusagen die Steigerung und ein absolutes No Go? ;)
(Alles mit Augenzwinkern...und das letzte ist wohl eine Unterstellung)
Alcarinque
01.09.2009, 13:21
Gute Frage, ich glaub der eine Verein verwendet nur selbstgemachte Bögen oder so. Ich denke dabei an so etwas wie den klassischen englischen Langbogen (http://de.wikipedia.org/wiki/Langbogen). Also ganz klassisch aus einem Stück Eibe (?) geschnitten und bearbeitet.
Mit den moderneren Bögen habe ich mich noch überhaupt nicht befasst, und will da auch gar nicht werten, ist einfach ein anderer Bereich.
Der Compound Bogen wäre für mich nur in Fantasy ein No-go, wobei es sich vermutlich auch dort irgendwie machen lassen würde.
Achja, da mir das noch aufgefallen ist:
Man muss bedenken, dass so ein Stück Holz, was gegen seinen Willen doch recht heftig gespannt werden muss, ein nur schwer zu beherrschendes Gerät ist. Um eine Reichweite von hundert Metern zu erzielen, ist meiner Erfahrung nach ein Zuggewicht von mindestens 30 Pfund nötig. Gemeint ist hier die Kraft, die notwendig ist, den Bogen zu spannen. Gemessen wird in britischen Pfund, das sind etwa 454 Gramm. Das sind 13,62 Kg oder physikalisch korrekt ausgedrückt, da ja hier Kraft beschrieben wird 133,61 N. Mit dieser Kraft an einer Sehne zu ziehen, dass Ziel anzuvisieren ohne zu wackeln, ist schon durchaus eine Herausforderung. Trotzdem kommt der Pfeil in hundert Metern Entfernung dann so langsam an, dass er grad mal in einer Strohscheibe stecken bleibt. Ernsthaft verletzen würde das in der Regel niemanden. Ich habe die genauen Daten nicht (ich und Zahlen) aber laut Wiki könnte es die Schlacht von Crécy gewesen sein. Auf jeden Fall soll sie das Ende des "klassischen" Rittertums gewesen sein, da diese von den englischen Langbogenschützen regelrecht zerlegt wurden.
Die Pfeile müssen also die doch sehr massiven Rüstungen der schweren Reiterei durchschlagen haben.
Da ich davon ausgehe das du das mit der Entfernung selbst getestet hast oder so, frage ich mich, was denn da so anders war?
Das einzige was mir als Bogenlaie einfallen würde, wäre vielleicht die Art der Verwendung. Die Bogenschützen werden weniger direkt auf jemanden gezielt haben als vielmehr nach oben geschossen haben, wodurch der Pfeil durch das runterkommen wieder Geschwindigkeit bekam, da war es dann einfach die Masse die etwas bewirkt hat.
Nebelkrähe
01.09.2009, 15:53
Achja, da mir das noch aufgefallen ist:
Ich habe die genauen Daten nicht (ich und Zahlen) aber laut Wiki könnte es die Schlacht von Crécy gewesen sein. Auf jeden Fall soll sie das Ende des "klassischen" Rittertums gewesen sein, da diese von den englischen Langbogenschützen regelrecht zerlegt wurden.
Die Pfeile müssen also die doch sehr massiven Rüstungen der schweren Reiterei durchschlagen haben.
Da ich davon ausgehe das du das mit der Entfernung selbst getestet hast oder so, frage ich mich, was denn da so anders war?
Das einzige was mir als Bogenlaie einfallen würde, wäre vielleicht die Art der Verwendung. Die Bogenschützen werden weniger direkt auf jemanden gezielt haben als vielmehr nach oben geschossen haben, wodurch der Pfeil durch das runterkommen wieder Geschwindigkeit bekam, da war es dann einfach die Masse die etwas bewirkt hat.
Könnte an der höheren Zugkraft liegen, die Ylduran erwähnt hat. Zwischen 30 Pfund Zuggewicht und 100 besteht doch ein wesentlicher Unterschied im "wumms"; zusätzlich zur Ballistischen Schussbahn.
Könnte an der höheren Zugkraft liegen, die Ylduran erwähnt hat. Zwischen 30 Pfund Zuggewicht und 100 besteht doch ein wesentlicher Unterschied im "wumms"; zusätzlich zur Ballistischen Schussbahn.
Jep!
Was den Compound Bogen betrifft, so setzt das schon ein recht weitgehendes Wissen über Hebel und Rollen voraus. Ist Geschmackssache, ob man das in einem Fantasy-Umfeld zulassen will oder nicht.
Wenn ich allerdings tatsächlich jemanden mit einem Bogen erschiessen wollen würde (was mir natürlich absolut nicht in den Sinn kommt), so würde ich einen Compound Bogen benutzen. Sie sind klein, leicht und handlich. Die Sehne rastet ein, muss also während des Zielvorganges nicht gehalten werden. Es gibt kaum Erschütterungen beim Lösen mittels einens mechanischen Auslösers (also quasi Knöpfchen drücken) und das Schussgeräusch ist fast nicht zu hören.
Nebelkrähe
01.09.2009, 19:18
Wenn ich allerdings tatsächlich jemanden mit einem Bogen erschiessen wollen würde (was mir natürlich absolut nicht in den Sinn kommt), so würde ich einen Compound Bogen benutzen. Sie sind klein, leicht und handlich. Die Sehne rastet ein, muss also während des Zielvorganges nicht gehalten werden. Es gibt kaum Erschütterungen beim Lösen mittels einens mechanischen Auslösers (also quasi Knöpfchen drücken) und das Schussgeräusch ist fast nicht zu hören.
Ich bin da eher etwas reaktionär. Ich war bisher nur ein paar mal traditionell schießen und hab noch nie nen Compound Bogen in der Hand gehatb, aber mir ist das zu technisch, mit zu viel Hilfen.
Ich will auch merken, dass ich nen Bogen spanne und die Kraft auch halten kann. Aber ich hab auch nicht den Ehrgeiz so zielgenau zu schießen, wie es bei modernen Turnieren getan wird. wenn ich ein Tier oder nen Menschen treffen könnte, würds mir von der Gneuigkeit her schon ausreichen.
Ich liebe einfach 3D Ziele. Wir haben da ein unter anderem viel perforiertes Wildschwein und nen Pleitegeier aufm Schießstand; so wie ne überdimensionale Spinne in ihrem Netz. Macht mir dann gleich viel mehr Spaß, als auf Scheiben zu schießen. :D
Das mit den 135 Kilo ist einfach falsch, so funktioniert das beim Zugturm nicht, weil nur feste Rollen verwendet werden, die, im Gegensatz zu losen Rollen, keinen Einfluss auf die erforderte Kraft haben. (http://de.wikipedia.org/wiki/Flaschenzug#Faktorenflaschenzug).
Nochmal dazu. Der Zugturm, an dem ich trainiere (und ich war vor einer Stunde noch dran) ist ein Flaschenzug mit drei beweglichen und drei festen Rollen. Die festen Rollen hängen oben im Gestell, die beweglichen am Gewicht, welches dann durch Ziehen am Zugseil hoch und runter bewegt wird.
Also: 45 Kg Zugkraft = 135 Kg Gewicht
Ich bin da eher etwas reaktionär. Ich war bisher nur ein paar mal traditionell schießen und hab noch nie nen Compound Bogen in der Hand gehatb, aber mir ist das zu technisch, mit zu viel Hilfen.
Ich will auch merken, dass ich nen Bogen spanne und die Kraft auch halten kann. Aber ich hab auch nicht den Ehrgeiz so zielgenau zu schießen, wie es bei modernen Turnieren getan wird. wenn ich ein Tier oder nen Menschen treffen könnte, würds mir von der Gneuigkeit her schon ausreichen.
Ich liebe einfach 3D Ziele. Wir haben da ein unter anderem viel perforiertes Wildschwein und nen Pleitegeier aufm Schießstand; so wie ne überdimensionale Spinne in ihrem Netz. Macht mir dann gleich viel mehr Spaß, als auf Scheiben zu schießen. :D
Compound ist mir auch zu viel technische Unterstützung. Deswegen ist er ja auch bei den Olympischen Spielen nicht zugelassen.
Ich schiesse doch am liebsten mit meinem Recurve. Der hat zwar ein Visier und auch einen Stabilistor und einen Mittelstück aus Magnesium. Ist auch recht viel Hight-Tech. Aber man muss schon selbst schiessen und Spannung halten beim Zielen. Aber er ermöglicht eben auch sehr präzises Schiessen. Und das ist auch das was mich reizt.
Auf Attrapen schiessen ist auch sehr spassig. Aber wenn man mal an einem Turnier teilnimmt, auf dem man einen Parcour ablaufen muss und die dort plazierten Attrapen aus einer vorgegebenen Position heraus treffen muss, stellt man fest, das auch dafür reichlich Präzision notwendig sein kann. Dann steht das Ding nämlich gerne mal am anderen Ufer in 80 m Entfernung .... Und dann wird so ein Wildschwein auch verdammt klein. ;)
Nebelkrähe
02.09.2009, 12:07
Auf Attrapen schiessen ist auch sehr spassig. Aber wenn man mal an einem Turnier teilnimmt, auf dem man einen Parcour ablaufen muss und die dort plazierten Attrapen aus einer vorgegebenen Position heraus treffen muss, stellt man fest, das auch dafür reichlich Präzision notwendig sein kann. Dann steht das Ding nämlich gerne mal am anderen Ufer in 80 m Entfernung .... Und dann wird so ein Wildschwein auch verdammt klein. ;)
Aye, da hast du schon recht bei. Nur hab ich für Parcoure oder Turniere gar keinen Anreiz. Ich geh alle paar Wochen mal aufm Schießstand schießen, für mehr hab ich auch aufgrund von Uni, Arbeit und dem Primärhobby Reenactment gar keine Zeit mehr...
Schade eigentlich. Vielleicht sollt ich Uni oder Arbeit knicken um mehr schießen zu können... :rolleyes:
Vermithrax
02.09.2009, 17:45
Mitglied in einem Bogensportverein bin ich zweimal gewesen. Allerdings hat der erste Durchlauf wesentlich länger gehalten, was an diversen Umständen lag.
Jedenfalls hab ich zuallererst einen Recurvebogen inklusive Pfeilen gestellt bekommen. Köcher, Schutzausrüstung und Ständer waren selbst käuflich zu erwerben. Es war nicht meine Anfangsintention, mit einem Bogen, der technisch unterstützt wird, den Zielscheiben zu Leibe zu rücken. Dennoch gab ich dem Gerät eine Chance, schoss für mich zum reinen Zeitvertreib, kam aber zwecks Zugstärke nie über 30 Meter hinaus. Bei Wettkämpfen hätte meine Altersklasse viel weiter schießen müssen, aber ich wollte nicht nebenher ins Fitnessstudio rennen, um die nötige Muskelmasse für den Clinch mit der Bogensehne aufzubauen. Sehnsüchtig bot sich mir der Anblick der ganzen Schützen traditioneller Bögen, die vollkommen ohne Visier - eins mit ihrem Bogen - auf die besten Ergebnisse kamen. Das wollte ich auch unbedingt. Nur zu dumm, dass der Vereinslangbogen immer ausgeliehen war. Selbst einen kaufen wäre sinnlos gewesen. Na ja, nach zwei Jahren war sowieso Schluss, bis ich vergangenen Winter die Idee hatte, es nochmal von Anfang an mit dem Langbogen des Vereins zu probieren. Glücklicherweise war er erhältlich, nur haben mich die paar Monate mehr schlechter als rechter Aktivität nicht zufrieden gestellt. Meine eigens gekauften Holzpfeile waren von bescheidener Qualität, der Nachkauf nicht gerade billig und gute Ergebnisse erzielte ich mit der 25l lbs-Gurke auch nicht. So mutierte mein einst liebes Hobby zu einer nervigen Last, der ich in diesem Sommer den Laufpass gegeben habe.
Schade eigentlich. Vielleicht sollt ich Uni oder Arbeit knicken um mehr schießen zu können... :rolleyes:
Nein! Don't do it! ;)
Ich hab den :rolleyes: schon gesehen, so ist's nicht, aber Zeit ist rar. Dann musst du halt Prioritäten setzten. Und reenactment ist sicherlich ziemlich aufwändig.
Aber es droht schon wieder vom Thema abzukommen. Dann werden wir wieder verschoben. ;)
Beriawen
03.09.2009, 08:28
Moin!!!
Ich hänge mich hier auch mal rein;)
Ich hab auf ner Con das erste Mal einen Bogen in der Hand gehabt und es hat mir ne menge spaß bereitet. ( Wobei Larp Pfeile nicht besonders gut fliegen:rolleyes:)
Zum Glück habe ich unter meinen Freunden jetzt einen Langbogner und das letzte Treffen dort hat mir die letzten Zweifel beseitigt und nun bin ich stolze Besitzerin eines Langbogens mit selbstgebauten Pfeilen(von meinem Freund).
Den Bogen hab ich bei BSW bestellt und es ist ein Marksman 60" und 25 lbs Zuggewicht.(Empfehlung von meinem Freund)
Da ich nicht besonders groß bin, reicht dieser Bogen völlig aus für einen Anfänger und auch geldlich ist absolut erschwinglich und von guter Qualität.
Sicherlich sind nach oben keine Grenzen gesetzt was Preise und Qualität angeht, doch was bringt mir ein 300 Euro Bogen wenn ich nur aus Spaß schießen will?
Ich habe zusammen mit Scheibe(90 x 90), Schutzausrüstung, Köcher und Bogen ca 120 Euronen gelassen. Dazu dann noch die Pfeilkosten(45 Euro)
Achja und ich benutze zum Spannen und Entspannen der Sehen eine Spannschnur und die kann ich auch nur jedem empfehlen, der nen Langbogen besitzt, den das freie Spannen belastet die Bögen zu einseitig und die Gefahr, das sie brechen ist groß.
Schießen? Achja ich schieße in meinem Garten, auf einer Länge von ca 10-15 m. Das reicht für den spaß völlig aus, gibt mir die Sicherheit, daß ich keine nachbarn erlege:D und ich kann jederzeit und kurzfristig schießen.
LG Beri
starkhand
03.09.2009, 10:22
Wahrscheinlich fange ich jetzt auch an, lustigerweise, weil meine Jungs es mir vormachen. Dem Kleinen (7 Jahre) habe ich einen Glasfaserbogen geschenkt, den er ganz gut ziehen kann, der Große hat sich im Ferienlager selber einen Eschenbogen gebaut. In der Kiesgrube haben wir schonmal geübt und prompt gemerkt, wie schnell billige Pfeile Spitzen und Befiederung verlieren …
Dieser Tage holen wir uns erstmal neue Pfeile, 'ne Sehne für den Eigenbau, Armschützer und einen Zielsack - ein Outdoorladen in Köln hat eine Bogensport-Abteilung (http://epages2.euro-web.net/epages/50021487.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/50021487/Categories/Bogensport), wo man so ziemlich alles kriegt. Fangnetz wär' auch schön. :)
Aktueller Hinweis:
Am Wochenende ist die Meisterschaft der Bogenschützen zu Pferd in Bamberg:
http://www.eocha.org/
Hier die Bilder vom Vorjahr:
http://www.mysteryofnature.com/steppenreiter/
Ich kann mir zwar überhaupt nicht vorstellen, wie man freihändig reiten UND Bogenschießen UND dabei treffen kann, aber diese Kollegen hier machen das regelmäßig:
http://www.steppenreiter.de
Nebelkrähe
03.09.2009, 10:44
Nein! Don't do it! ;)
Ich hab den :rolleyes: schon gesehen, so ist's nicht, aber Zeit ist rar. Dann musst du halt Prioritäten setzten. Und reenactment ist sicherlich ziemlich aufwändig.
Ist schon klar. :)
Ich war muss jetzt nur leider schon fast nen Monat pausieren, weil ich keine Zeit hab. Und nächste Woche auch schon wieder nicht. Dabei macht schießen Spaß...
Aktueller Hinweis:
Am Wochenende ist die Meisterschaft der Bogenschützen zu Pferd in Bamberg:
http://www.eocha.org/
Hier die Bilder vom Vorjahr:
http://www.mysteryofnature.com/steppenreiter/
Ich kann mir zwar überhaupt nicht vorstellen, wie man freihändig reiten UND Bogenschießen UND dabei treffen kann, aber diese Kollegen hier machen das regelmäßig:
http://www.steppenreiter.de
Sehr geil. Und sie benutzen original, hunnische Kompositbögen. Die sind schön klein und handlich, trotzdem aber recht effizient. So weit ich weiss werden dabei für die Wurfarme Tiersehnen auf einer hölzernen Trageschicht verwendet. Daher sind diese Bögen recht elastisch und sehr effizient.
Damit haben die Hunnen ihren Ruf als unbesiegbare Reiterarmee begründet.
Ich kann nicht mal reiten. Und mit einem Langbogen vom Pferd ... :(
Einen ausschlieslich auf Bogensport spezialisierten Laden gibt es hier (http://www.sherwood-bogensport.de/). Es werden auch Bögen mit allem Zubehör vermietet. Das ist dann nicht ganz so unbezahlbar teuer.
starkhand
03.09.2009, 11:14
Ich kann nicht mal reiten. Und mit einem Langbogen vom Pferd ... :(
Schau mal die Bilder von der Meisterschaft 2008 durch: da ist ein Reiter in japanischer Tracht dabei, der mit einem dieser Langbögen schießt, wie sie beim Kyudo verwendet werden (so ein Ding, das man im unteren Drittel hält …) - der ist aber ordentlich lang!
Okay, mit 'nem englischen Langbogen wird das wirklich nicht gehen.
Schau mal die Bilder von der Meisterschaft 2008 durch: da ist ein Reiter in japanischer Tracht dabei, der mit einem dieser Langbögen schießt, wie sie beim Kyudo verwendet werden (so ein Ding, das man im unteren Drittel hält …) - der ist aber ordentlich lang!
Ein Yumi. Ursprünglich hiess es, die Form sei dadurch bedingt, dass sie vom Pferde aus eingesetzt wurden. Weiss aber nicht mehr genau. Ich glaube der Grund für die asymetriche Form ist ein anderer...
Netter Beitrag :)
Mein Mann ist seid etwa 15 Jahren Bogenschütze und war schon einige male auf der deutschen Meisterschaft und 2x im Finale. Er schießt allerdings Compound und das seid etwa 10 Jahren.
Sicher, der Bogen ist extrem technisch, bis er ihn zusammen gebaut hat dauerts...aber auch bei diesem Bogen brauch mal wie bei den weniger technischen die Muskeln zum spannen und auch die übrigen Atribute. Nur weil er die Rollen an den Fangarmen hat heißt das nicht das er sich wie von allein schießt - da kann ich ein Lied von singen, ich bekomme den Bogen nicht mal annähernd gespannt.
Jedenfalls mag ich auch die Langbögen mehr, auch wenn die von der Treffsicherheit dem Recurve oder dem Compound weit unterlegen sind. Da ich schon seid 20 Jahren Freizeitreiterin bin reizt es mich schon irgendwann einmal die Mischung aus beiden zu testen ;).
Aber das ich mir jetzt selber eine Ausrüstung zulegen würde ist eher unwahrscheinlich, der ganze Koffer meiner besseren Hälfte ist schon locker 2000-3000€ wert und selbst wenn man sich alles nach und nach anschafft finde ich das Hobby schon nicht gerade für den kleinen Geldbeutel gemacht.
Wahrscheinlich fange ich jetzt auch an, lustigerweise, weil meine Jungs es mir vormachen. Dem Kleinen (7 Jahre) habe ich einen Glasfaserbogen geschenkt, den er ganz gut ziehen kann, der Große hat sich im Ferienlager selber einen Eschenbogen gebaut. In der Kiesgrube haben wir schonmal geübt und prompt gemerkt, wie schnell billige Pfeile Spitzen und Befiederung verlieren …
Dieser Tage holen wir uns erstmal neue Pfeile, 'ne Sehne für den Eigenbau, Armschützer und einen Zielsack - ein Outdoorladen in Köln hat eine Bogensport-Abteilung (http://epages2.euro-web.net/epages/50021487.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/50021487/Categories/Bogensport), wo man so ziemlich alles kriegt. Fangnetz wär' auch schön. :)
Aktueller Hinweis:
Am Wochenende ist die Meisterschaft der Bogenschützen zu Pferd in Bamberg:
http://www.eocha.org/
Hier die Bilder vom Vorjahr:
http://www.mysteryofnature.com/steppenreiter/
Ich kann mir zwar überhaupt nicht vorstellen, wie man freihändig reiten UND Bogenschießen UND dabei treffen kann, aber diese Kollegen hier machen das regelmäßig:
http://www.steppenreiter.de
Wirklich genial und Bamberg wäre gar nicht mal so weit weg von mir, aber da weder Freunde noch Familie Interesse an so etwas haben, wird's wohl nichts und mit 17 Jahren kann man ja nicht alleine in den Zug steigen und hinfahren :rolleyes:
Ich wollte schon vor etlichen Jahren mit dem Bogenschießen anfangen, da ich nebenbei auch Reiterin bin und das Reiten ohne Sattel und Zaumzeug beherrsche ... wäre also schon einmal eine Grundlage geschaffe, was das freihändige Galoppieren angeht. Pferd wäre auch vorhanden =) Größtes problem wäre nur, dass es überhaupt keine Trainingsmöglichkeiten, noch Leute gibt, die einem das beibringen könnte.
Ich will's auch immer noch unbedingt lernen und nachdem ich in Norwegen von einem Wikinger einen Bogen in die Hand gedrückt bekommen habe und auf einen Elch (Pappe ;)) schießen sollte, hat sich dieser Wunsch nur verstärkt. Theoretisch wäre die Zeit vorhanden, die Lust ebenso.
Aber: Ich bin kurzsichtig (-0,5 und -0,75). Nicht viel, aber wirkt sich schon so weit aus, dass in aus der letzten Reihe des Klassenzimmers das Geschriebene an der Tafel nicht mehr entziffern kann. Und ich möchte beim Bogenschießen nicht irgendwen umschießen, weil ich zu blind bin und den roten Punkt nicht sehe.
Klar, ich habe eine Brille, aber mich stört dieser Rahmen, den man immer im Sichtfeld hat und Kontaktlinsen sehen meine Eltern bei der geringen Dioptrinzahl leider nicht gerechtfertigt.
Würde halt auch gerne mal wieder einen Sport machen, bei dem ich nach einer gewissen Zeit auf Wettbewerbe gehen könnte und einen kleinen Anreiz habe. Leichtathletik und Schwimmen musste ich wegen der Schule und zickenden Mädchen, die Angst hatten, man wäre besser als sie, aufgeben.
Werde aber demnächst trotzdem mal anrufen, ob ich eventuell mal eine Schnupperstunde nehmen könnte.
Nebelkrähe
03.09.2009, 15:05
Aktueller Hinweis:
Am Wochenende ist die Meisterschaft der Bogenschützen zu Pferd in Bamberg:
http://www.eocha.org/
Hier die Bilder vom Vorjahr:
http://www.mysteryofnature.com/steppenreiter/
Ich kann mir zwar überhaupt nicht vorstellen, wie man freihändig reiten UND Bogenschießen UND dabei treffen kann, aber diese Kollegen hier machen das regelmäßig:
http://www.steppenreiter.de
Vielen Dank für den Link. Dieses lebendighalten von Traditionen, Lebens-, und Denkweisen und nicht zu vergessen die Kunstfertigkeit im Umgang mit den Tieren und den Waffen finde ich unglaublich faszinierend.Die Steppenreiter kommen erstmal in die Favoritenliste.
Mir geht es ähnlich wie Felarof. Reiten kann ich wohl, aber bei mir mangelt's an Bogen und Pferd. :(
Es sieht auf jeden Fall klasse aus und macht auch bestimmt richtig viel Spaß (wenn man denn erstmal das Bogenschießen erlernt hat). Leider ist Bamberg dann doch eine Ecke zu weit. ^^
Sollten die aber in Münster oder Köln auftauchen, würd ich's mir gerne mal ansehen (und noch viel lieber selbst ausprobieren :D).
Vermithrax
03.09.2009, 16:11
Felaróf, ich bin auch ein blinder Maulwurf und hab die Scheiben getroffen. ^^
Für mich war und ist das Tragen der Brille was Selbstverständliches.
Nur eines hat mich augentechnisch gestört: Ich bin linksdominant und muss die Sehne demzufolge mit dem linken Arm ziehen, was aber mein schwächerer ist. Das hat immer ziemlich schnell zu Ermüdungserscheinungen geführt und so richtig verstanden hab ich den Kram mit dominanten Augen nie. Manche Schützen tragen sogar ne Augenklappe, um das Sehen des unterwürfigen Auges auszublenden. o_O
Ich hab mir mal die DvD von letztem Jahr bestellt da Bamberg für uns viel zu weit weg ist um uns die Show dieses Jahr anzusehen leider. Ich hoffe das dort viele schöne Szenen festgehalten wurden.
Hat vielleicht schon jemand die DvD?
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