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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Jonathan Stroud - Das Amulett von Samarkand


Rusch
01.10.2008, 20:31
Produktbeschreibungen
Aus der Amazon.de-RedaktionSo einen Helden hat es in der Fantasy noch nicht gegeben! Bartimäus ist selbstsüchtig, rücksichtslos, dreist und leidet nicht gerade unter Minderwertigkeitskomplexen. Gut, er ist ein Dämon, aber doch nur ein Dschinn, gehört also zum Mittelfeld in der Hierarchie der magischen Mächte. So begeistert und überzeugt wie Bartimäus von seinen Fähigkeiten ist, bedeutet es einen herben Schlag für ihn, als er von einem kleinen Jungen beschworen wird und ihm nun zu Diensten sein muss.
Dieser Junge, Nathanael, ist Zauberergehilfe eines unfähigen, aber umso strengeren Zauberers, der einen kleinen Posten in der britischen Regierung innehat. Nathanael bildet sich heimlich in den magischen Künsten weiter. Als der bösartige Zauberer Simon Lovelace ihn demütigt, beschwört Nathanael Bartimäus, um sich an Lovelace zu rächen. Hier beginnt die Geschichte, die sich sofort in rasantem Tempo entwickelt: Bartimäus stiehlt Lovelace ein mächtiges Amulett, und schon bald sind jede Menge Zauberer und Dämonen hinter dem Dieb her. Was als Streich begann, entwickelt sich schnell zu einer folgenschweren Angelegenheit. Es geht um eine Verschwörung in höchsten Regierungskreisen, um den geheimen Widerstand der "Gewöhnlichen" (wie die Menschen im magischen Großbritannien genannt werden) -- und nicht zuletzt um den Machtkampf zwischen Nathanael und seinem unfreiwilligen Helfer Bartimäus. Denn obwohl Bartimäus Nathanael dienen muss, hat der Jahrtausende alte Dschinn doch eine ganze Menge Tricks im Ärmel. Und da die gesamte Macht der Zauberer auf den Dämonen basiert, ist Nathanael auf seinen neuen Gefährten angewiesen.

Hier bitte nur das posten, was Teil 1 betrifft.

Rusch
03.10.2008, 12:35
So, ich habe jetzt die erste Hälfte von Teil ein durch. Bislang kann mit Jonathan Stroud voll überzeugen. Er präsentiert eine Geschichte, die witzig ist und auch recht originell. Mal was anderes - so was tut gut. Witzig ist der Ansatz, dass die Zauberer eigentlich keine Zauberer sind, sondern nur Menschen, die Dämonen beschwörren oder sich deren Energie bedienen. Sozusagen sind sie Parasiten. Netter Gedanke.
Die Fußnoten stören mich ein wenig, weil man beim Leser dieser immer wieder aus dem Lesefluss gerät. Ich kann nicht sagen, dass ich ein Freund von so etwas bin. Wie geht es Euch damit?

DisAster
03.10.2008, 13:27
Ach, ich fand die Fußnoten total toll! Man kam zwar ein bisschen auf dem Lesefluss, aber es waren immer einige lustige Infos dabei. Ausserdem ist das mal was neues. Ich habe vorher noch kein anderes Buch mit solchen Fußnoten gelesen.

Ich finde den Protagonisten toll. Bartimäus wirkt zwar total ungehobelt, dreist, hinterlistig und gemein, hat aber auch tief innen ein Herz und ist meiner Ansicht nach wesentlich netter als er es zeigt.

Nathanael mochte ich als kleinen Jungen in der Trilogie irgendwie am liebsten. Aber ich denke mal, ich bin nicht die einzige, die das denkt.

Elyon
03.10.2008, 14:12
So, auch ich hab mich wiedr zu Bartimäus hinreissen lassen...
Wie schon gesagt, bringen die Fussnoten einem aus dem Lesefluss, aber das stört mich eigentlich überhaupt nicht. Fussnoten sind ja eigentlich da um etwas zu erklären, die in Bartimäus sind irgendein Geschwafel, das weder gerade mit der Situation noch mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat. Aber genau das macht dieses Buch so unglaublich lustig. :D Und ausserdem erhält man da Nebeninformationen, die zwar unwichtig aber doch interessant sind...

Nathanael gefiel mir als kleiner Junge auch und ich hatte oft Mitleid mit ihm, doch je älter er wird, desto unsymphatischer wird er...

Bartimäus der alte, weise Dschinn hat sich über die Jahre einen giftigen Sarkasmus angeeignet, was man ja eigentlich von einem alten und weisen Dschinn niemals erwartet... Und doch merkt man, das Bartimäus hinter seiner Sarkasmusfassade ein recht netter und kluger Kerl ist:D

Rusch
09.10.2008, 13:16
Ich habe Teil 2 jetzt durch. Mir gefällt, dass die Nathaniel Abschnitte nun in der Gegenwart spielen und man mehr über dieses Figur erfährt. Bartimäus ist gut wie zuvor. Ich mag seine zynisch, sarkastische Art. Der Roman macht echt Laune. Nun bin ich gespannt, wie alles endet.

Rusch
15.10.2008, 11:30
Wollen wir dieses Trauerspiel hier beenden. Es kam genau so, wie ich es mehr oder weniger erwartet hatte, aber gut.

Ich habe den Roman jetzt durch und er hat mir ausgesprochen gut gefallen. Zwei positive Aspekte will ich hervor heben:
1. Die Art und weise wie die Zauberer Magie wirken. Eigentlich haben sie überhaupt keine Befähigung. Es geht lediglich um der Erlernen der Formeln und Rituale. Außerdem sind alle Zauberer Schmarotzer an der dämonischen Dimension. Das hat doch was.
2. Bartimäus: Er ist ein wunderbar sarkastischer Djinn, der eigentlich in jedem Satz seine Abneigungen gegenüber den Zauberern bekundet. Und man kann sich richtig vorstellen, dass er in seinen vielen Jahren eine Menge Mist gesehen hat. Schön, dass er am Ende sogar ein klein wenig Sympathie gegenüber Nathaniel zeigt, weil dieser Charakterstärke gezeigt hatte.

Der Schluss des Romans war furios und gelungen und so brachte Jonathon Stroud seinen durchweg guten Roman zu einem stimmigen Ende. Ich würde mal sagen, ich geben dem Buch 8 von 10 Punkten.