Kepheus
07.10.2008, 17:06
Aus der Amazon.de-Redaktion
Mit den Hyperion-Romanen läutete Dan Simmons eine neue Ära der Space Opera ein –- und setzte gleichzeitig einen bis heute unerreichten Standard. Mit den beiden jetzt im Sammelband erschienen Endymion-Romanen setzt er die Geschichte fort und bringt sie zu einem grandiosen Abschluss.
Sie wird erzählt von ihrem Helden, Raul Endymion, der -- zum Tode verurteilt -- auf sein Leben zurückblickt. Er sitzt in einer Schrödinger-Katzenkiste, nach einem uralten Rätsel der Quantenphysik weder tot noch lebendig. Und er erinnert sich an seine Reise als Beschützer des Mädchens Aenea, der Tochter des John-Keats-Cybriden aus Hyperion. Aenea wird verfolgt von dem "Pax", einer Mutation der katholischen Kirche in weiter Zukunft, die die Menscheit beherrscht und ihr mithilfe eines Parasiten eine scheinbare Unsterblichkeit verschafft hat. Eine wilde Flucht beginnt, die mithilfe der Farcaster-Portale durch die verschiedensten Welten bis zur Alten Erde führt. Während dieser Reise wächst Aenea zur Frau heran und entwickelt sich zu "Derjenigen die lehrt" –- eine tödliche Bedrohung für das Pax.
Es ist unmöglich, die ungeheure Komplexität der Geschichte in wenigen Worten auch nur ansatzweise wiederzugeben. Während der erste der beiden Romane noch einige Längen aufweist, findet Simmons im zweiten Teil zu einer überwältigenden Synthese von Ideenreichtum, genialem Plot, metaphysicher Botschaft und erzählerischer Kraft. Wirft man der Science Fiction zur Recht häufig vor, ihre Figuren seien bloße Ideenträger, so beweist Simmons hier mit seinen beiden Helden Endymion und Aenea, das es auch anders geht. Seine Vision von der wahren Natur des Universums vermittelt er nicht nur durch eine überbordene Ideenfülle, sondern lässt sie zugleich mit der wohl schönsten Liebesgeschichte, die das Genre je hervorgebracht hat, Wirklichkeit werden.
Am Ende lässt er den Leser in andächtigem Staunen zurück. Trotz der Länge des aus insgesammt vier Romanen bestehenden Opus scheint letztlich keine Seite zu viel, vielmehr blitzen an vielen Stellen andeutungsweise neue Ideen auf, die nur auf ihre Initialzündung zu warten scheinen. Und trotz des überwältigenden Endes bleibt eine Sehnsucht bestehen -– wann wird es wieder einen derartigen Ausnahmeroman geben, der dem Genre zu neuen Höhen verhilft? --Birgit Will
Pressestimmen
'Dan Simmons schreibt wie ein Gott - ich kann kaum sagen, wie sehr ich ihn beneide.' (Stephen King)
'Eines der bedeutendsten Werke in der modernen phantastischen Literatur!' (Locus Magazine)
Wie bei "Die Hyperion Gesänge" handelt es sich auch bei "Endymion" um einen Doppelband, der die Bücher "Pforten der Zeit" und "Die Auferstehung" beinhaltet.
Meine Erwartungen an dieses Buch waren hoch, zum einen hoffte ich, dass die Qualität von Hyperion beibehalten wurde, zum anderen natürlich die Beantwortung der Fragen, die der Leser zwangsläufig nach der Lektüre von "Hyperion" hat. Vorweg kann ich sagen, beide Erwartungen wurden erfüllt und teilweise sogar übertroffen. Aber eins nach dem anderen.
Kurz erwähnen sollte ich noch, dass man vor der Lektüre von Endymion auf jeden Fall die beiden Hyperionbücher gelesen haben sollte, auch wenn der Protagonist, der gleichzeitig Erzähler ist, darauf besteht, dass es sich um keine Fortsetzung im strengen Sinne handelt.
Die Geschichte setzt etliche Jahre nach dem Fall der Hegemonie ein und in ihrem Mittelpunkt stehen natürlich gänzlich andere Charaktere. Einige Charaktere aus dem ersten Buch tauchen jedoch trotzdem auf.
Mit Raul Endymion (dessen Vorname sich auf Paul reimt) hat Simmons einen der sympathischsten Protagonisten erschaffen, von dem ich jemals gelesen habe. Hier liegt sicherlich eine der ganz großen Stärken des Buches bzw. des Autors; auch die anderen Charaktere sind hervorragend gezeichnet und tragen somit in erheblichem Maße zur Glaubwürdigkeit der Geschichte bei.
Es ist schwierig, auf die Geschichte einzugehen, ohne zuviel vorweg zu nehmen, daher werde ich auf die Handlung als solche nicht näher eingehen.
Die Geschichte gewinnt im Verlaufe der Handlung immer mehr an Komplexität, was aber keineswegs negativ zu beurteilen ist, zumal Simmons die Handlung am Ende zu einem überragenden Schluss führt und die Komplexität auflöst.
Irgendwo im Verlaufe der Geschichte wird etwas (an das ich mich nichtmehr genau erinnere) mit einem vierdimensionalen Schachspiel verglichen. Dieser Vergleich passt meiner Meinung nach gut zur gesamten Geschichte.
Auch der Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen, voller Leidenschaft Kraft, Humor, Freude und Trauer, an genau den richtigen Stellen.
Das einzig Negative, das ich an diesem Roman finde, ist, dass sich der Autor teilweise in zu vielen Details verrennt, wodurch unnötige Längen entstehen. Dies passiert jedoch nicht allzu oft und trügt meinen überaus positiven Gesamteindruck nicht.
Meine Meinung: Ein gelungener, würdiger Nachfolger der "Hyperion Gesänge", teilweise sogar besser als der Vorgänger, in dem alle offenen Fragen geklärt werden.
Wie ich im Thread über die Hyperion Gesänge gesehen habe, gibt es ja durchaus einige, die das Buch "Hyperion" kennen oder sogar gerade lesen, daher hoffe ich, dass es nach und nach auch Kommentare zu "Endymion" geben wird, auf die ich sehr gespannt bin.
Mit den Hyperion-Romanen läutete Dan Simmons eine neue Ära der Space Opera ein –- und setzte gleichzeitig einen bis heute unerreichten Standard. Mit den beiden jetzt im Sammelband erschienen Endymion-Romanen setzt er die Geschichte fort und bringt sie zu einem grandiosen Abschluss.
Sie wird erzählt von ihrem Helden, Raul Endymion, der -- zum Tode verurteilt -- auf sein Leben zurückblickt. Er sitzt in einer Schrödinger-Katzenkiste, nach einem uralten Rätsel der Quantenphysik weder tot noch lebendig. Und er erinnert sich an seine Reise als Beschützer des Mädchens Aenea, der Tochter des John-Keats-Cybriden aus Hyperion. Aenea wird verfolgt von dem "Pax", einer Mutation der katholischen Kirche in weiter Zukunft, die die Menscheit beherrscht und ihr mithilfe eines Parasiten eine scheinbare Unsterblichkeit verschafft hat. Eine wilde Flucht beginnt, die mithilfe der Farcaster-Portale durch die verschiedensten Welten bis zur Alten Erde führt. Während dieser Reise wächst Aenea zur Frau heran und entwickelt sich zu "Derjenigen die lehrt" –- eine tödliche Bedrohung für das Pax.
Es ist unmöglich, die ungeheure Komplexität der Geschichte in wenigen Worten auch nur ansatzweise wiederzugeben. Während der erste der beiden Romane noch einige Längen aufweist, findet Simmons im zweiten Teil zu einer überwältigenden Synthese von Ideenreichtum, genialem Plot, metaphysicher Botschaft und erzählerischer Kraft. Wirft man der Science Fiction zur Recht häufig vor, ihre Figuren seien bloße Ideenträger, so beweist Simmons hier mit seinen beiden Helden Endymion und Aenea, das es auch anders geht. Seine Vision von der wahren Natur des Universums vermittelt er nicht nur durch eine überbordene Ideenfülle, sondern lässt sie zugleich mit der wohl schönsten Liebesgeschichte, die das Genre je hervorgebracht hat, Wirklichkeit werden.
Am Ende lässt er den Leser in andächtigem Staunen zurück. Trotz der Länge des aus insgesammt vier Romanen bestehenden Opus scheint letztlich keine Seite zu viel, vielmehr blitzen an vielen Stellen andeutungsweise neue Ideen auf, die nur auf ihre Initialzündung zu warten scheinen. Und trotz des überwältigenden Endes bleibt eine Sehnsucht bestehen -– wann wird es wieder einen derartigen Ausnahmeroman geben, der dem Genre zu neuen Höhen verhilft? --Birgit Will
Pressestimmen
'Dan Simmons schreibt wie ein Gott - ich kann kaum sagen, wie sehr ich ihn beneide.' (Stephen King)
'Eines der bedeutendsten Werke in der modernen phantastischen Literatur!' (Locus Magazine)
Wie bei "Die Hyperion Gesänge" handelt es sich auch bei "Endymion" um einen Doppelband, der die Bücher "Pforten der Zeit" und "Die Auferstehung" beinhaltet.
Meine Erwartungen an dieses Buch waren hoch, zum einen hoffte ich, dass die Qualität von Hyperion beibehalten wurde, zum anderen natürlich die Beantwortung der Fragen, die der Leser zwangsläufig nach der Lektüre von "Hyperion" hat. Vorweg kann ich sagen, beide Erwartungen wurden erfüllt und teilweise sogar übertroffen. Aber eins nach dem anderen.
Kurz erwähnen sollte ich noch, dass man vor der Lektüre von Endymion auf jeden Fall die beiden Hyperionbücher gelesen haben sollte, auch wenn der Protagonist, der gleichzeitig Erzähler ist, darauf besteht, dass es sich um keine Fortsetzung im strengen Sinne handelt.
Die Geschichte setzt etliche Jahre nach dem Fall der Hegemonie ein und in ihrem Mittelpunkt stehen natürlich gänzlich andere Charaktere. Einige Charaktere aus dem ersten Buch tauchen jedoch trotzdem auf.
Mit Raul Endymion (dessen Vorname sich auf Paul reimt) hat Simmons einen der sympathischsten Protagonisten erschaffen, von dem ich jemals gelesen habe. Hier liegt sicherlich eine der ganz großen Stärken des Buches bzw. des Autors; auch die anderen Charaktere sind hervorragend gezeichnet und tragen somit in erheblichem Maße zur Glaubwürdigkeit der Geschichte bei.
Es ist schwierig, auf die Geschichte einzugehen, ohne zuviel vorweg zu nehmen, daher werde ich auf die Handlung als solche nicht näher eingehen.
Die Geschichte gewinnt im Verlaufe der Handlung immer mehr an Komplexität, was aber keineswegs negativ zu beurteilen ist, zumal Simmons die Handlung am Ende zu einem überragenden Schluss führt und die Komplexität auflöst.
Irgendwo im Verlaufe der Geschichte wird etwas (an das ich mich nichtmehr genau erinnere) mit einem vierdimensionalen Schachspiel verglichen. Dieser Vergleich passt meiner Meinung nach gut zur gesamten Geschichte.
Auch der Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen, voller Leidenschaft Kraft, Humor, Freude und Trauer, an genau den richtigen Stellen.
Das einzig Negative, das ich an diesem Roman finde, ist, dass sich der Autor teilweise in zu vielen Details verrennt, wodurch unnötige Längen entstehen. Dies passiert jedoch nicht allzu oft und trügt meinen überaus positiven Gesamteindruck nicht.
Meine Meinung: Ein gelungener, würdiger Nachfolger der "Hyperion Gesänge", teilweise sogar besser als der Vorgänger, in dem alle offenen Fragen geklärt werden.
Wie ich im Thread über die Hyperion Gesänge gesehen habe, gibt es ja durchaus einige, die das Buch "Hyperion" kennen oder sogar gerade lesen, daher hoffe ich, dass es nach und nach auch Kommentare zu "Endymion" geben wird, auf die ich sehr gespannt bin.