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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Feedback Geschichte zum Bild


Warin
26.10.2008, 19:16
Und hier der Feedback-Thread zu unserem Workshop Geschichte zum Bild (http://www.fantasy-forum.org/showthread.php?t=1500).

Bitte beginnt mit der Nennung des Autors und des Namens der Geschichte.

bisou
29.10.2008, 15:44
Hier ein klitzekleines Feedback zu Ts4ever's Geschichte Yokai:

Hallo Ts4ever!

Ich fang mal an..

„Wann kommen wir endlich an?“, fragte Tabbi mit jener weinerlichen Stimme, die selbst den geduldigsten Erwachsenen in den Wahnsinn treiben kann.

Es müsste konnte heißen, weil du im Präteritum erzählst. Deswegen stören mich auch die ersten paar Sätze, die im Präsens geschildert sind. Es stockt den Erzählfluss, wenn auf einmal ein Zeitenwechsel auftritt. Oder ist das beabsichtigt?

Warin hat es mal bei mir gesagt und ich sage es bei dir: bitte trenne die Dialoge. Es ist einfach einfacher zu lesen und als ich deinen Text gesehen (mit Verlaub noch nicht gelesen) hatte, bildete sich in meinem Hals ein Knoten, à la: ein einziger Block. *urgs*


(…) seine Schwester immer 2 Schritte hinter ihm.

Zahlen ausschreiben. ;)


Erstens hätte er Tabbi dann wahrscheinlich endgültig verloren, zweitens reichte das schwache Licht der Laterne nicht dazu aus.

Mir persönlich gefällt diese Aufzählung nicht. Es wirkt verkrampft und ein wenig steif.


doch Anhalten war das letzte

das Letzte müsste groß sein, weil ein Begleiter voraus geht.


vom Dorf und diesem schrecklichen Wald.

Erst ist es mir gar nicht aufgefallen, aber im Nachhinein muss ich sagen, dass mir diese beiden doppelten bestimmten (von dem, diesem) Artikel sehr gut gefallen. Deutlich besser, als wenn einer unbestimmt, der andere bestimmt wäre.


Das Dorf war ihre Heimat, doch sie mussten sie verlassen, in dieser langen Nacht, die jetzt schon wie ein ewiger Alptraum wirkte. Begonnen hatte alles einen Monat vorher. Die Erwachsenen waren besorgt gewesen und obwohl man Kindern nicht alles mitteilte, war doch immer öfter das Wort „Krieg“ gefallen. Dann waren Männer des Shogun ins Dorf gekommen und hatten die Dorfbewohner versammelt. Nachdem sie einige Schriftrollen verlesen hatten, nahmen sie mehrere junge Männer mit, unter anderem auch Hiros 16-jährigen Bruder. Am Abend hatte sein Vater ihm erklärt, dass sein Bruder zu den Waffen gerufen worden war, weil Barbaren aus dem Westen gekommen waren, um das Land zu überfallen und er gegen sie kämpfen musste. Einen Monat lange blickte seine Mutter abends sehnsüchtig nach Westen. Als schließlich Nachricht kam, war diese nicht gut. Viele Menschen kamen auf Pferdewägen oder zu Fuß durch das Dorf. Sie berichteten, dass es eine Schlacht gegeben habe und die Armee des Kaisers in alle Winde verstreut worden sei. Nun seien plündernde Horden im Anmarsch und die gesamte Gegend schutzlos ausgeliefert. Das Dorf beschloss, sich umgehend zum Aufbruch bereit zu machen, doch sie brauchten zu lange. Noch am selben Abend tauchten die ersten Reiter auf dem Hügel, der das Dorf überblickt, auf. Als sich die Miliz bewaffnete, wies sein Vater Hiro an zu fliehen.

Ist dieser Absatz wirklich wichtig? Mich hat er nur verwirrt, denn es geht stark in Infodump rein, was ich nicht sonderlich schätze. Geht das auch kürzer oder kann es ganz weggelassen werden? Wichtig ist doch nur, dass die geflohen sind?


Und jetzt stapfte er durch den Wald

Stapften sie? Er ist schließlich nicht allein.


wurde schneller und Tabbi fiel hin.

Das geht mir zu schnell. IMO könntest du vielleicht beschreiben, wie sie erst stolpert, sich aber gerade noch an ihm festklammert, doch er geht immer noch schneller. Fallen ist an der Hand ja oftmals mit einem Rucken, etc. verbunden. Ich fände eine etwas breitere Ausführung hier schöner.


Er zog sie wieder auf die Beine und hielt weiter auf das Licht zwischen den Bäumen vor ihm zu.

Das klingt für mich ein bisschen so, als würde er ein Auto fahren. Wie wäre es mit: er ging weiter auf das Licht zwischen den Bäumen zu?


„Du bist eine Naga.“, sagte Tabbi.

Der Punkt kann weg – glaube ich. :D


Oft hatte ihr Vater sie mitgenommen, wenn er an der Reihe war, die wöchentliche Opfergabe zum Tempel zu bringen. Dieser Tempel stand auf einem Hügel im Wald über dem Dorf und niemand vermochte zu sagen, wer ihn einmal in grauer Vorzeit dort errichtet hatte. Jetzt bewohnten ihn die Nagas und die Dorfbewohner brachten ihnen Essen als Opfer dar. Dafür beschworen die Naga weiter jene Schutzgeister, die für die Sicherheit des Dorfs sorgten und die Schrecken des Waldes fernhielten.

Auch hier finde ich, dass es unnötiger Infodump ist.


„Lass das deine erste Lektion sein: Über den, der ohne Furcht ist, haben die Geister keine Macht.“

RICHTIG schöner Abschlusssatz.


Insgesamt hat mir die Geschichte gut gefallen. Du schilderst recht anschaulich, aber ich fände es schön, wenn du den Leser ein wenig mehr spüren lassen würdest, was die Kinder empfinden, denn richtig hat mich die Geschichte nicht mitgerissen und mit den Kindern fühlen konnte ich leider auch nicht wirklich.
Aber der Yokai ist ja so was von niedlich. Das was mich wirklich gestört hat, waren die fehlenden Absätze. Rein optisch erscheint die Geschichte als Block und da sie mehrere „Ideen“ beinhaltet, könnte man die ruhig mit einem Absatz trennen. ;)

Die Idee ist wirklich gut, nur vielleicht könntest du etwas weniger mit Infos um dich schmeißen. Das mag in einem Roman durchaus angemessen sein, hier hat es mich allerdings nur gestört. Vielleicht könnte man das noch anders in die Geschichte einflechten?

Ich hoffe, du nimmst mir mein ganzes Gemecker nicht böse.

Ganz liebe Grüße und mit Freuden auf den nächsten Text wartend,

sou ;)

PoiSonPaiNter
29.10.2008, 17:05
Auch von mir mal ein bisschen Kritik! ;)

TS4ever - Yokai

Du schilderst recht anschaulich, aber ich fände es schön, wenn du den Leser ein wenig mehr spüren lassen würdest, was die Kinder empfinden, denn richtig hat mich die Geschichte nicht mitgerissen und mit den Kindern fühlen konnte ich leider auch nicht wirklich. Da muss ich bisou zustimmen, denn wirklich mitreißend war deine Geschichte nicht, klar die Idee war gut, aber die Umsetzung lässt leider zu wünschen übrig! Sorry, aber das ist meine Meinung!

Außerdem, du fragst Warin:
Die Geschichten müssen auch nicht in Japan spielen nehme ich an? Ich trage mich nämlich mit dem Gedanken auch mal eine zu schreiben, aber mit japanischer Mythologie\Kultur hab ichs nicht so.
Dennoch nimmst du Bezug auf eben diese! Das ist recht widersprüchlich! Es mag hart klingen wenn ich das jetzt so sage, aber warum machst du es dann trotzdem, wenn du es erst nicht wolltest? X.X o.O

Dann ist mir noch folgendes aufgefallen:
Der Wechsel zwischen den einzelnen Schreibstilen ist eher unpassend als nützlich! Du schreibst das Erzählende trocken und in eher gehobener Sprache, lässt aber deine Figuren teilweise in extremen Slang sprechen!
zB den schwebenden Yokai:
„Keine Ursache.“, meinte die Stimme. [..] „Das ist korrekt“

Die Geschichten seiner Großeltern kamen ihm wieder in den Sinn: von wilden Fuchsdämonen, Wenn ich mich richtig entsinne wird nach einem : groß geschrieben. =/

Pferdewägen Ist das wirklich die Mehrzahl von Pferdewagen?! o.O

Jetzt stapfte er entschlossen voran,[...]Und jetzt stapfte er durch den Wald Doppeltes stapfen, auch wenns weit auseinander liegt, nicht wirklich praktisch und wie bisou schon sagte auch eher unpassend!

Hiro erzählte die Geschichte und sowohl die Naga und der Yokai schienen aufmerksam zuzuhören. Tabbi betrachtete den schwebenden Wollgeist fasziniert und lachte, als zwei kleinere Wollmännchen hinter der Naga hervorkamen und allerlei putzige Handstände und andere Kunststücke zum Besten gaben.
Als Hiro seine Geschichte beendet hatte, fragte sie: „Und was machst du hier im Wald?“ Erstmal stört mich das doppelte erzählt seine Geschichte und dann habe ich beim ersten Lesen gedacht, dass sie die Yokai sei und nicht die Kleine, also sehr großer Sprung!

Zwar habe ich keine direkten Verbesserungsvorschläge, aber ich hoffe, dass dir das da oben wenigstens ein bisschen weiter helfen kann und du dadurch nicht abgeschreckt bist und keine weiteren Geschichten mehr veröffentlichen willst! Du kannst gut schreiben, daran besteht kein Zweifel, nur hatte ich das Gefühl du hast dich mit deiner Geschichte nicht wirklich identifizieren können und das ist wirklich schade, so wird eine schöne Geschichte schnell zu einem dahingekritzeltem etwas! Aber wie heißt es so schön: Versuch macht kluch! :D Beim nächsten Mal hab ich vllt nicht mehr so viel zu meckern! ;)

Und damit du nicht denkst das du ungeschoren davon kommst! ;)
bisou - Die Geschichte vom Schlüssel oder warum Schlüssel niemals sicher sind

Und es ist eine Gabe, die nur mir gegeben sein schien. Der Satz klingt iwie unvollständig...gegeben zu sein schien...gegeben schien..ich weiß es nicht...iwie komisch o.O
Ach ja und dann noch das mit dem Gelehrten, wie sagtest du so schön in deiner Kritik an TS4ever: "unnötiger Infodump" ;)
Wobei eher verwirrend als informierend! *.*

Es ist eine Frau, das kann man auf den ersten Blick erkennen. Auch wenn Sterne wie Diamanten vom Himmel strahlen, einzig und allein der Mond erhellt die kleine, baumgesäumte Lichtung mit seinen wabernden Strahlen. Die Schatulle ist nicht sonderlich schwer, doch du wagst es nicht, sie zu öffnen. Iwie seh ich darin keinen Zusammenhang! o.O Und ziemlicher Sprung! =/

Du warst mutig genug, sie zu öffnen und ihr(? o.O)Geheimnis zu enthüllen.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann sind wir – das Etwas und ich noch immer dabei, den Menschen Ideen in ihre Köpfe zu pflanzen. Sie sind die Menschen oder? o.O

So und nun das positive ;) :
Die Idee ist klasse und auch die Umsetzung ist dir sehr gut gelungen, Hut ab! :D

So genug von mir, der/die Nächste bitte! :D

LG PoiSon

Ts4EVER
29.10.2008, 20:05
Hallo. Erst einmal: danke für das Feedback. Und keine sorge, ich gehöre nicht zu den leuten, die anderen ihre Kritik schnell übel nehmen. ;)
Angemerkt wurde unter anderem mein etwas steifer und "gehobener" Stil. Lasst euch gesagt sein: normalerweise ist das bei mir noch viel ausgeprägter, da ich meine bisherigen Fantasy-Texte mit absicht in einem sehr trockenen und teilweise zynischen Tonfall geschrieben habe. Zwar wollte ich bei dieser geschichte ein wenig von meinem üblichen Stil weg, aber so ganz gelungen ist es mir anscheinend nicht.
Wegen der Japan-sache: Der Text spielt nicht in Japan, aber ich habe mich vor dem Schreiben über die Grundzüge japanischer Mythologie kundig gemacht. Der Text spielt in der selben Welt, in der auch meine bisherigen Geschichten spielten und ich habe diesen Wettbewerb und den "Kreativen input" durch das Bild genutzt, um sie mit japanischen Elementen zu erweitern. Das ist schließlich das schöne an einer eigenen Fantasywelt, wenn man etwas interessantes findet hängt man einfach noch einen Kontinent dran ;).
Aus dem selben Grund habe ich auch die "Informations-Dumps" angefügt. Es ist einfach mein Stil, hintergrundinformationen zu liefern, die größere Ereignisse andeuten, während die eigentliche Geschichte eher klein und unbedeutend ist. Dieses "Stilmittel" hab ich immer sehr gern angewandt und mir persönlich gefällt es sehr gut. Wenn es möglich ist werde ich die Rechtschreibfehler noch berichtigen und ein paar Absätze einfügen. ich war ein wenig in eile heute mittag und habe den text per copy and paste gepostet. Wenn ich ihn mir jetzt anschaue wirkt er tatsächlich etwas abschreckender als in Word...
Eine Kritik die ich nicht verstehe, ist das der Punkt "Du bist eine Naga!" weg kann. Warum? Meinst du weil es so offensichtlich ist?
Den Satz "Tabbi fiel hin..." habe ich mit Absicht kurz gelassen (genau genommen sogar einmal gekürzt) weil ein längerer satz meiner Meinung nach bei der "Verfolgungsszene" zu sehr das Tempo rausgenommen hätte.
Ein weiterer Kritikpunkt ist ja, dass man sich in die kinder nicht reinversetzen kann... ich finde schon, aber wenn es zwei Leser sagen muss wohl was dran sein *ja* Das hängt vielleicht mit meiner eher beschreibenden Erzählweise zusammen.
Da mir nciht mehr viel Zeit bleibt mache ich hier vorerst schluss. Nochmals danke für die konstruktive Kritik, wenn noch was kommt werde ich mich so bald wie möglich auch dazu äußern.

bisou
29.10.2008, 20:13
Uh, du hast mich falsch verstanden. Ich meinte der Punkt vor dem "
Nein, das "Du bist ein Naga" sollte meiner Meinung nach nicht weg, aber der Infodump danach. Da du dich dazu aber schonj ausführlich geäußerst hast, belassen wirs so. ;)

Dieser Punkt bedurfte nur einer kurzen Klärung. Ich hoffe, so ist es verständlicher.

Liebe Grüße

PS: VIelen lieben Dank, poison, fürs kritteln. Ich werde später darauf eingehen, wenn das okay ist. Bin im Moment aufm Sprung.

Ts4EVER
22.11.2008, 15:52
Irgendwie macht hier keiner mehr mit... schreibt auch eine Geschichte! Wenn nur zwe mitmachen, machts auch wenig Sinn.

Warin
22.11.2008, 16:28
Tja, leider scheint's dieser Aktion ähnlich zu ergehen, wie unseren letzten Leserunden und dem Wettbewerb "Wolf und Mensch" - es machen einfach viel zu wenige mit:( Ich weiß auch nicht, woran es liegt, allgemeines Desinteresse? Für uns als Team ist das frustrierend und nicht gerade motivierend, in dieser Richtung weiterzumachen*nein* Genug Mitglieder haben wir eigentlich, ich habe sogar extra noch einen Newsletter an alle verschickt, die länger nicht mehr da waren, geholfen hat's leider nichts.

Meine einzige Hoffnung ist, dass der ein oder andere vielleicht die Frist bis zum Monatsende voll ausnutzen will. Vielleicht meldet ihr euch einfach mal, wenn ihr noch eine Geschichte in der Mache habt, auch wenn ihr noch ein wenig mehr Zeit braucht, dann können wir gerne verlängern. Aber ohne Beiträge wird das erste Bild wohl auch das letzte bleiben.

Jedenfalls kann ich euch versprechen, dass von mir auch noch eine Geschichte zu dem Bild kommt;)

Ollowain
22.11.2008, 16:58
Hm ja, ich bin dabei... Hab leider erst heute - wegen akutem Ideenmangel davor - angefangen was zu schreiben.

Ich persönlich finde, dass eine Geschichte zum Bild immer polarisieren kann, was die Ideen angeht. Es gibt Bilder, bei denen man schnell eine Geschichte im Kopf hat, und andere, bei denen einem erstmal gar nichts einfällt.

Ich seh mal zu, dass ich die Geschichte so schnell als möglich fertig bekomme... Gibt es bei diesem Thema eine zeitliche Beschränkung?

Verräter
22.11.2008, 17:02
Also ich finde die Ideen mit den Workshops absolut Klasse, damit solltet ihr nicht aufhören ... nur ... bin ich in diesen Gebieten eben nicht sonderlich geübt, weswegen ich mir lieber die Werke anderer anschaue/durchlese als selbst aktiv zu werden. Gerade zu diesem Bild fällt mir persönlich überhaupt nichts ein was auch nur annähernd irgendeinen Sinn ergeben würde.

Dass ich da wohl nicht der einzige bin, der irgendwie nichts richtiges zustande kriegt (oder sich vllt nicht traut?) ist schade, aber es ist leider wohl tatsächlich so, dass man da nichts machen kann als ständig wieder daran zu erinnern, damit noch ein paar aus ihren Löchern kriechen ^^

Vielleicht kommen ja noch ein paar, ach was... bestimmt kommen noch einige :)

nyx
22.11.2008, 17:51
Hm, ich würde auch mitmachen. Auch bei dem Mensch-Wolf-Wettbewerb. Aber... ich trau mich nicht. ^^"

Ich bin erstens zu ideenlos und zweitens zu ungeübt. Vor allem, was die Geschichte zum Bild angeht. Hier gibt es so viele, die so viel besser schreiben als ich... meine Schreibkünster reichen gerade mal für ein bisschen Foren-RPG, aber mehr auch nicht. oO

Ts4EVER
22.11.2008, 18:19
Könnte auch daran liegen, dass das Bild doch sehr detailliert war und man vieles unter einen Hut bekommen musste.

Warin
22.11.2008, 19:05
Gibt es bei diesem Thema eine zeitliche Beschränkung?Ursprünglich hatte ich mal bis Ende des Monats gedacht, aber da wir eh noch kein neues Bild haben, würde ich sagen, ich lasse den Workshop einfach laufen, bis wir was Neues haben.

Hm, ich würde auch mitmachen. Auch bei dem Mensch-Wolf-Wettbewerb. Aber... ich trau mich nicht. ^^"Awas, das gilt jetzt aber nicht;) So leicht war es jedenfalls noch nie, ein Buch zu gewinnen. Oft hauen gerade die, die sich selbst am wenigsten zutrauen, hinterher die besten Beiträge raus^^

Ollowain
22.11.2008, 20:16
:eek: omg ich hab das Feedback ganz vergessen! *schäm*

Zu bisous Geschichte: Klasse. Dein Schreibstil ist toll, die Idee ist sehr gut und ebensogut umgesetzt. Hat richtig Spaß gemacht, dass zu lesen.
Den Bezug zur Geschichte finde ich ebenfalls gut gelungen *ja*

Zu Ts4EVERs Geschichte: Hat mir ebenfalls gut gefallen.
Dein Stil unterscheidet sich halt ziemlich krass von bisous. Das finde ich aber alles anderes als schlecht. ;) Jeder hat seinen eigenen Stil, mit anderen Schwerpunkten. Die einen schreiben halt sehr auf das Gefühlte bedacht, die anderen eher aufs optische.
Was den Schauplatz angeht, finde ich Japan nicht unbedingt ideal, da die beiden Kinder eher westliche Kleidung tragen.


Zu den Doppelpunkten: Hab ich mich auch lange mit geplagt. Die Regelung sieht aber wie folgt aus: Wenn ein Satz folgt, der auch ohne den Teilsatz vor dem Doppelpunkt stehen könnte, schreibt man groß; folgt eine Aufzählung schreibt man klein.
Beispiel: Es ist etwas Schreckliches passiert: Ein Hurrikane hat New Orealns getroffen und es gab ein schweres Erdbeben in China.
Es ist etwas Schreckliches passiert: ein Hurrikane in New Orleans und ein schweres Erdbeben in China.

Ist der Unterschied jetzt klar? ^_-

bisou
22.11.2008, 21:11
@nyx: hey, hier beißt niemand. Wie möchtest du dich denn verbessern, außer durch Schreiben, Schreiben, Schreiben. Auch wenn du noch nicht viele Erfahrungen hast (ich ja auch nicht :D), trau es dich doch einfach. Durch Kritiken will man dich nicht umbrinen, sondern dir helfen. ;)
Ich würde mich sehr sehr freuen, wenn ich von dir mal eine Geschichte lesen würde, unter anderem auch zu diesem Thema.

Dasselbe könnte ich nur zu Verräter sagen.
Ich sag's mal so...ich hab sooo lange mit mir gehadert, ob ich hier tatsächlich etwas einstellen soll. Und ich habs hinterher trotzdem getan. Und im nachhinein bin ich richtig richtig froh darüber. Denn auch durch negative Kritiken ist mein Selbstbewusstsein gestiegen. Vielleicht haben sie mich eine Weile geärgert, aber dann habe ich darüber nachgedacht und hab die Dinge, die die Leute mir angekreidet haben, verinnerlicht. Ich glaube, dass hat zu einer großen Verbesserung meinerseits geführt.
Ob ich gut schreibe oder nicht...darüber lässt sich streiten, dazu möchte ich gar nichts sagen, weil ich einfach schreibe wie ich möchte und deswegen auch mit mir zufrieden bin - weil ich einfach das tue, was mir Freude bereitet.

Ihr müsst dafür wirklich nicht zurückschrecken ;) Aber es ist natürlich immer noch eure Entscheidung. Ich hoffe, ich hab mich jetzt nicht allzu sehr um Kopf und Kragen gefaselt xD

Zu den Feedbacks:

@poison: Erst mal natürlich vielen Dank. Und nein, mit sie sind nicht die Menschen gemeint. Hab' ich aber schon geändert, jedoch nicht in dem hier eingestellten Text. ;)
Alles andere habe ich dir bereits über icq gesagt *'knuddel'*

@Ollo: Vielen Dank auch an dich.

Und ja, das ist mir auch aufgefallen, als ich beide Geschichten in kurzem Abstand hintereinander gelesen habe. Unsere Schreibstile sind wirklich gegensätzlich xD

PS: Foren-RPG's sind doch kein Zeichen von schlechtem Schreibstil. Es gibt da so einige, in denen richtig toll geschrieben wird.
Ich hoffe wirklich sehr, dass wir noch mehr Geschichten kriegen.

Ach ja...wo kann ich denn einen Vorschlag für ein neues Bild machen? Auch im Megaphon?

ChibiShiina
22.11.2008, 21:22
Meine einzige Hoffnung ist, dass der ein oder andere vielleicht die Frist bis zum Monatsende voll ausnutzen will. Vielleicht meldet ihr euch einfach mal, wenn ihr noch eine Geschichte in der Mache habt, auch wenn ihr noch ein wenig mehr Zeit braucht, dann können wir gerne verlängern. Aber ohne Beiträge wird das erste Bild wohl auch das letzte bleiben.

Jedenfalls kann ich euch versprechen, dass von mir auch noch eine Geschichte zu dem Bild kommt;)

Bitte nicht entmutigen lassen!! Ich arbeite wirklich hart und fieberhaft an meiner, sie ist sogar schon halb fertig, aber im Moment stehen soviele Familieninterne Sachen an, dann noch eine Autorenvorlesung (ich nicht, jemanden den ich bei der Erstellung seines Buches begleitet habe), Basarvorbereitungen, dann meine täglichen Pflichten. Ich würde so gerne mehr schaffen, aber ich kann einfach nicht mehr... :( Jedenfalls nicht so lange der Tag "nur" 24 Stunden hat.

Bitte macht trotzdem weiter mit solchen Wettbewerben wie diesem. Geschichte zum Bild ist absolut inspirierend gewesen für mich. Sowas bitte gerne mehr ^^ ^^

Zum eigentlichen Thema dieses Threads:

Ich werde einen Kommentar zu den anderen Geschichten abgeben, aber um mich nicht in irgendeiner weise zu beeinflussen, will ich diese erst lesen wenn ich meine absolut abgeschlossen habe.

Bitte verzeiht meinen Off Topic Post, aber ich wollte das unbedingt loswerden!

Teylen
23.11.2008, 14:19
Ich weiß auch nicht, woran es liegt, allgemeines Desinteresse?

Bei mir... ultimativer Zeitmangel. Ich glaube mein Leid diesbezüglich habe ich in letzter Zeit oft genug geklagt. Nun. Zumindest sieht's so aus als hätte die Wohnungssuche ein Ende. Morgen unterschreibe ich einen Mietvertrag. Zumindest schon mal etwas mehr Zeit wieder abends, die ich nicht mit Wohnungssuche verbringen muss.

Meine einzige Hoffnung ist, dass der ein oder andere vielleicht die Frist bis zum Monatsende voll ausnutzen will.

Ich werde sie wahrscheinlich selbst überschreiten müssen. Bin schon am überlegen, ob ich vielleicht erstmal nur meine Ideen zur Geschichte skizziere, statt gleich einen halben Roman zu schreiben. :) Vielleicht wäre das auch eine Alternative für andere, die wenig Zeit oder Angst vor'm richtigen Schreiben haben? Zumindest schon mal grob die Story skizzieren? .. sofern Warin nichts dagegen hat. :)

Und ich gebe zu... ich habe selbst Schwierigkeiten mit Ideen, obwohl das Bild auch noch von mir ist. Da sind einfach so viele Elemente, die auf Story hindeuten, dass es einfach schwer ist sie unterzubringen.

(Und zum Wolf-Mensch-Wettbewerb habe ich schon seit Beginn eine Idee, ... aber null Zeit gehabt sie zu verwirklichen. Ich hasse das x.x,)

Warin
23.11.2008, 17:59
Ich werde einen Kommentar zu den anderen Geschichten abgeben, aber um mich nicht in irgendeiner weise zu beeinflussen, will ich diese erst lesen wenn ich meine absolut abgeschlossen habe.Oh, stimmt, das habe ich noch gar nicht erwähnt. Ich halte es genau so wie Chibi, daher gibts auch von mir noch kein Feedback.

Ich werde sie wahrscheinlich selbst überschreiten müssen. Bin schon am überlegen, ob ich vielleicht erstmal nur meine Ideen zur Geschichte skizziere, statt gleich einen halben Roman zu schreiben. :) Vielleicht wäre das auch eine Alternative für andere, die wenig Zeit oder Angst vor'm richtigen Schreiben haben? Zumindest schon mal grob die Story skizzieren? .. sofern Warin nichts dagegen hat. :)Nö, habe ich nicht. Workshop heißt ja auch, sich gegenseitig beim Schreiben zu helfen, ist ja kein Wettbewerb in dem Sinne.

Da sind einfach so viele Elemente, die auf Story hindeuten, dass es einfach schwer ist sie unterzubringen.Ja, das ist wohl wahr. Bei mir ist die Geschichte auch größer ausgefallen, als ursprünglich geplant. Um genau zu sein: Aktuell 23 Normseiten und das Ende mit der Schlüsselszene fehlt noch. Aber ich habe jetzt zwei Tage Urlaub, da muss es werden.

bisou
30.11.2008, 19:36
@_@ Warin will uns killen o.o

Nein, Spaß xD Ich hab's noch nicht gelesen, sondern werde es mir erst ausdrucken und dann drin schmökern, dabei jetzt meine Frage: generelles Feedback oder auch rumkrittelei bei ganz speziellen Sätzen? ^_^ Ich mach beides ziemlich gerne xD

Warin
30.11.2008, 20:20
dabei jetzt meine Frage: generelles Feedback oder auch rumkrittelei bei ganz speziellen Sätzen? ^_^ Ich mach beides ziemlich gerne xDVor mir aus auch ruhig ganz spezielle Sätze. Da dürfte es vor allem gegen Ende was zu kritteln geben, da ich krankheitsbedingt ein Wochenende nicht schreiben konnte, ist an diesem Wochenende sowas wie eine schnelle beta-Version entstanden. Ich hoffe, dass die Geschichte aber trotzdem funktioniert^^

Warin
06.12.2008, 22:27
*fingerknöchelchenknackenlass*

Zu "Im Schein der Laterne" von ChibiShiina:

Vorneweg eine Entschuldigung: Ich habe mich heute den ganzen Tag über intensiv mit den Schreibtipps von Andreas Eschbach auseinandergesetzt. Deshalb sei bitte nicht erschlagen von der Vielzahl der Tipps, sie sollen nicht die Qualität deiner Geschichte herabsetzen, denn dass du Schreiben kannst, hast du schon hinlänglich bewiesen, sondern dir helfen, ein veröffentlichungsfähiges Niveau zu erreichen. Interessanterweise fällt es mir viel leichter, die Ratschläge zur Überarbeitung an einem fremden Text umzusetzen, als an meinen eigenen. Da muss ich wohl noch an der Größe meines "blinden Fleckes" arbeiten.

So, aber nun in media res:

Satzbau:
Überprüfe mal diese beiden Sätze:
"Sie hätte nicht einfach die Schlüssel nehmen dürfen und weglaufen."
-> Sie hätte nicht einfach die Schlüssel nehmen und weglaufen dürfen.
"Das klirren des Blecheimers der auf den Küchenfußboden aufprallte und die eingesammelten Eier heraus kullerten."
-> Das Klirren des Blecheimers, als er auf den Küchenfußboden aufprallte und die eingesammelten Eier heraus kullerten." (wobei Gleichzeitigkeitsanzeiger eigentlich vermieden werden sollten, s.u.)

Groß/Kleinschreibung:
Ein seufzen, Das klirren, das zurückweichen, dem ängstlichen zurückweichen
-> die Liste lässt sich noch lang fortführen. M.E. muss hier groß geschrieben werden: Ein Seufzen, Das Klirren, u.s.w.

Füllworte:
Etwas, woran ich zur Zeit auch stark arbeite: Ich habe eine ganze Reihe von Wörtern gefunden, die dein Text gar nicht braucht: Lass mal die Worte in Klammern weg und prüfe für dich, ob der Text dadurch nicht gewinnt:

Irgend einem inneren Impuls (heraus) folgend
nach den Schlüsseln gegriffen, die (mitten) auf dem Tisch lagen
Der Wald kam schneller näher bis sie schließlich (in ihm) verschwand...
Grün wie Moos, dünne Arme und Beine wie morsches, ausgedörrtes Holz mit einem einfachen Gesicht, so als hätte ein Kind ungelenk versucht ein Gesicht in morsches Holz zu ritzen. -> Grün wie Moos, Arme und Beine so dünn wie morsches, ausgedörrtes Holz mit einem Gesicht, als hätte ein Kind es ungelenk aus einer Wurzel geschnitzt. (vermeidet auch die Wiederholung von "morschem Holz")
(Genau) in diesem Augenblick ges(t)ellte sich (noch) ein zweiter Hilfsgeist dazu.
Von Größe und Statur (genauso) wie der erste, (jedoch) war dieses grau wie ein Stein.

Die Liste hätte ich noch ewig lang fortführen können. M.E. ist es grad der Verzicht auf überflüssige Füllworte, der den Profi- vom Hobbyautor unterscheidet. Wenn du möchtest, kannst du es mal mit der Stilkontrolle von Papyrus Autor (http://www.papyrus.de/Autor.htm) versuchen, ziemlich interessant, was für ein Ballast sich mit diesem Tool noch in den eigenen Texten finden lässt.

Lieblingswort "wieder"


rief der Junge und senkte (wieder) den Kopf.
Diesen Blick würde er kein zweites Mal ertragen können. (Wieder mit) diese(n) vor Schreck aufgerissenen Augen(, m)i(t de)m aschfahlen Gesicht...
Sein Kopf hob sich (wieder), Tränen glitzerten auf seinen Wangen.

-> einfach weglassen;)

Gleichzeitigkeitsanzeiger "als"
Hach, ich liebe auch Gleichzeitigkeitsanzeiger. Doch ohne sie gewinnen Texte an Stil und Lesbarkeit:
"Verschwommen war sein Blick als er schließlich weiterstolperte und schemenhaft etwas auf dem Weg erkannte."
-> Er stolperte weiter, Tränen schwammen in seinem Blick. Nur schemenhaft erkannte er, dass er nicht mehr allein auf dem Weg war.

Perspektive
Bleib bei einer Perspektive! Zunächst erzählst du sehr schön aus der Sicht des Jungen, doch dann:
"Hilfsgeister, so wusste der Junge, konnten sich nie weit von ihren Herrn entfernen, dafür war ihre Macht zu gering. Sie waren vielmehr Nutznießer von den eigentlichen Yokais, mit denen sie verbunden waren. Dafür wurden sie ausgesandt um für den Yokai nach Licht und Wärme zu suchen. Das konnten kleine Tiere sein, ein Schwarm Glühwürmchen, eine Laterne...
-> Sind das wirklich Gedanken, die dem Jungen bei der Begegnung mit dem Hilfgeist durch den Kopf gehen? Oder belehrt hier ein allwissender Erzähler den Leser? Diese Infos nehmen die Spannung/das Tempo raus. Sind sie überhaupt erforderlich? Falls ja, versuche sie aus der Perspektive des Jungen zu geben. Davon finden sich mehrere Beispiele im Text.

Kaum, dass der Junge sich verwandelt hat, schwenkt die Perspektive zur Schwester. Ich würde beim Jungen bleiben, gerade seine Gefühle bei der Verwandlung zum Wolf (Hund?) hätte ich spannend gefunden.

Tempus:
Nur beispielhaft, war mir dreimal aufgefallen: Halte die Zeitformen bei: "packt(e) sie bei der Hand und schob sie"

Kürzen, kürzen, kürzen!
Jeder Text gewinnt durch kürzen. Die Faustregel liegt bei -10%. Ansetzen würde ich bei den Beschreibungen zwischen den direkten Reden bei der Begegnung mit dem Yokai. Diese hemmten meinen Lesefluss doch sehr. Hier hätte ich mir einen durchgehenden Dialog gewünscht. Ich würde diesen Teil komplett umstrukturieren: Eine grundlegende Beschreibung der Szenerie aus Sicht des Jungen zu Beginn, dann einen durchgehenden Dialog, der zum Höhepunkt der Geschichte führt.

Und nun zum Positiven:
Wie gesagt, ich habe die Latte sehr hoch gelegt. Bitte glaub jetzt bloß nicht, du hättest schlecht geschrieben. Wenn die Grundqualität nicht dagewesen wäre, hätte ich diese Feinheiten nicht daran festmachen können.

Besonders gut gefallen haben mir:


Die vielen rhetorischen Fragen zu Beginn
die Darstellung der Angst und der Sorge des Junge in den ersten Abschnitten
dein "show don't tell": Äste knacken, Wind rauscht, die Atmosphäre des nächtlichen Waldes hast du prima eingefangen
gelungene Verschärfungen des Erzähltempos durch kurze (Halb-)Sätze: "Seine Beine begannen sich in Bewegung zu setzen (besser: setzten sich in Bewegung), wurden schneller und immer schneller. Er fing an zu rennen, stolperte über dicke Wurzeln (der Bäume), ließ den Weg hinter sich, schlug sich durch Büsche (hindurch). Dabei lauschte er, spitzte die Ohren, drehte seinen Kopf in die Richtung, aus der er meinte die Stimmen zu hören."
sehr schön fand ich die Idee, dass der Stoffstreifen die Zeit darstellen sollte. Allerdings hätte ich noch gerne mehr darüber erfahren - vorzugsweise aus den Erzählungen des Yokai (und nicht von einem Erzähler)

Puh... so, ich hoffe du kannst was damit anfangen und ich habe dich nicht zu sehr frustriert...

Die weiteren Texte nehme ich mir ein anderes mal vor.

bisou
07.12.2008, 17:48
So, ich fang dann auch mal an (fast vergessen gehabt *grummel*)

Zu "Die Lehre" von Ollowain

Huhu Ollo ;)

Ich habe jetzt einfach mal beides gemacht: kleine Feinheiten herausgesucht, aber auch allgemeines. Nimm dir das raus, mit dem du was anfangen kannst und vergiss den Rest ; )

Ganz zu Anfang hat mich der personale Ich-Erzähler sofort in die Geschichte hinein gerissen. Gut gewählt und was mir sehr gefällt, ist, dass du die „Angst“ der beiden, zu spät zu kommen, gut rübergebracht hast. Nur eines fehlt mir: ein eingeschobener Nebensatz beispielsweise, warum Maud den nicht so schnell kann. Ist sie verletzt? Ist sie jünger als Lars? Das ist mir an dieser Stelle zu offen.

Wir mussten uns beeilten, sonst würden wir zu spät zum Tee bei Großmutter kommen.

t muss weg ;)

Mir schossen Tränen in die Augen. Ich stolperte. Fiel hin. Begann zu weinen.

An dieser Stelle finde ich die kurzen Sätze richtig gut, weil sie große Hektik ausdrücken. Jedoch ist es mir zu viel. Wenn man hinfällt, fängt man nicht in derselben Sekunde an zu weinen, m.E. Deswegen fände ich einen kleinen, eingebauten Schockmoment gut gefunden.


Er packte mich schlichtweg rau am Arm

Kann man jemanden rau am Arm packen. Ich kenne rau nur in Verbindung mit einer Stimme, Haut, etc. Aber nicht mit einer Handlung. Ich bin mir nicht sicher, finde das Wort hier allerdings nicht so gut gewählt, da es lediglich als Einschub dient. Der Satz funktioniert m.E auch ohne dieses Adjektiv.

„Willst du Zucker oder Honig in den Tee, Großmutter?“, fragte Nils vom Sofa aus.

Heißt er nicht Lars? :D

dass das Gespräch mitgestaltete.

Eventuell: Dass sie das Gespräch mitgestaltete?

weitestgehend

weitgehend vielleicht? Das hört sich so komisch an ._.

Mir ist das Treffen mit der Oma ein wenig zu kurz. Wenn sie sich doch derart lange dort aufhalten, würde ich das auch etwas anders ausdrücken. ; ) Gut gefallen hat mir dabei jedoch der Einschub mit dem Schlüsselbund, wobei ich die Mütze nicht so gelungen fand. Das hatte so etwas wie verbissenes Hinarbeiten auf den Perfektionismus der Geschichte im Bezug auf das Bild. Schöner hätte ich es an dieser Stelle gefunden, wenn Lars seine Mütze von Anfang an gehabt hätte, bzw. sie nicht verloren hätte.

dass weder sie sich an Nona und mich erinnerten

an dieser Stelle finde ich den Satzbau etwas seltsam. Vielleicht so?: dass sie sich weder an Nona, noch an mich erinnerten.


Sprachlich finde ich die Geschichte wirklich schön. Ich bin bis auf ein paar wenige Stellen nicht gestolpert, die ich aber oben auch zitiert habe. Allerdings finde ich, dass du die Sätze etwas mehr binden könntest, hier wären Füllwörter vielleicht sogar angebracht. In gesundem Maße, versteht sich.
Inhaltlich…ich weiß nicht, ich finde, dahinter steht vom Grundsatz her doch nur die Idee, dass der Geist durch den Schlüssel den Körper des Mädchens in seinen Besitz bringt, oder? Dadurch wird dem Geist eine Lektion erteilt, doch ich fände die Geschichte deutlich interessanter, wenn klar werden würde, warum die Frau ihm eine Lektion erteilen wollte. So fehlt mir einfach ein nachvollziehbarer Hintergrund und das Ende wird deswegen nicht ganz durchsichtig. Mir kam es so vor, als wolltest du dich krampfhaft an die Vorgaben des Bildes halten.

Insgesamt habe ich aber einen positiven Eindruck, auch wenn ein wenig mehr Freiheit der Geschichte m.E. einen interessanteren Toch gegeben hätte. ^_^

Ich hoffe, ich habe jetzt nicht zu viel gekrittelt und dass dir das ein kleines Bisschen hilft ^.^


Zu "Im Schein der Laterne" von ChibiShiina

Hallo ^_^


Erst einmal kurz etwas vorweg: Ich habe bei den Zitaten, wo Kommata fehlen oder Dinge kleingeschrieben sind, die allerdings großgeschrieben werden, die Stelle nur fett gemacht und das Komma eingesetzt, bzw. den Anfang groß geschrieben. Ich hoffe, das ist für dich in Ordnung, ebenso die teilweise Feinkritik. Auch hier: nimm, was du brauchen kannst und schmeiß den Rest weg. ;)

Achtung, du hast hier (Die Eule kreischte empört ehe sie sich vom Ast abstieß und mit heftigen Flügelschlägen davon flog. Hier würde sie bei dem Geschrei keine Beute machen können.) einen Perspektivenwechsel, der IMO keinen Sinn macht. Vielleicht könnte der Junge den Schrei der Eule einfach hören?

Er hatte keine Angst vor den Geräuschen und den Tieren bei nacht.

Bei Nacht. Allgemein finde ich hier die Satzstellung irgendwie komisch. Ein Vorschlag von mir wäre: Er hatte vor der Nacht keine Angst.
Das würde die beiden Beifügungen überflüssig machen. Jedoch nur ein Vorschlag, bzw. vielleicht eine Orientierung.

mit angehaltenen Atem, aus Angst er könnte , ihre Antwort überhören.

Hier fehlen ein paar Kommata. ;) Außerdem fände ich hier den Konjunktiv schön =>könne.

Sein Rufen hatte alles vertrieben, was sich in seiner Nähe befand.

Der Schein der Laterne flackerte in seinem Gesicht, während er ausdruckslos auf den Waldboden starrte.

Ein Seufzen verließ sein Herz und eine wage Hoffnung machte sich breit.

Er schluckte, als er an Rilla dachte.

Das Klirren des Blecheimers, der auf dem Küchenfußboden aufprallte und die eingesammelten Eier heraus kullerten.

Hier stimmt die Satzstellung nicht richtig. Die eingesammelten Eier würden hier auch klirren ; ) Mein Vorschlag wäre der Folgende: Das Klirren des Blecheimers, der auf dem Küchenboden aufprallte, aus dem die Eier herauskullerten.
Bei meinem Satz würden sich beide Nebensätze auf das Klirren des Blecheimers beziehen ; ) das nur als ein Beispiel ^.^

Seine Hand vibrierte (zitterte?), als er ihr entsetztes Gesicht vor Augen hatte.

Die Angst, die zitternden Hände nahe ihrer(ihren -> Bezugsfehler) (i]seinen?[/i])Wangen, die weit aufgerissenen Augen, die ihn anstarrten und das Zurückweichen als er sich ihr nähern wollte, um sie in die Arme zu schließen und zu beruhigen.

"Rilla! Du musst keine Angst haben! Niemand ist dir böse wegen den zerbrochenen Eiern (Bezugsfehler!", rief der Junge und senkte wieder den Kopf.

Was war, wenn sie ihn wieder so ansah?

und dem ängstlichen Zurückweichen

"Rilla..." seine Stimme hatte an Kraft und Stärke eingebüßt

IMO wäre an dieser Stelle verlieren anstatt einbüßen besser. ; )

wusste nicht, wie lange er schon durch den Wald irrte und sie suchte, aber er wusste, er würde nicht eher zur Großmutter zurückkehren, bis (ehe?)er sie gefunden hatte.

Denn, (Komma weg)wenn er sie nicht fand, jemand anderes würde sie in jedem Fall finden.

Auch hier finde ich die Satzstellung seltsam. Mein Vorschlag wäre dieser: Denn wenn er sie nicht fand, würde jemand anderes es tun.

Verschwommen war sein Blick(Sein Blick war verschwommen?[/i[), als er schließlich weiterstolperte und schemenhaft etwas auf dem Weg erkannte.


"Rilla?" mehr eine hoffnungsvolle Frage als ein Rufen.

Wenn das ein Satz ist, kommt hinter dem zweiten Anführungszeichen ein Komma, wenn man es als zwei Sätze sieht, fehlen Verb und Prädikat. Vielleicht so?: „Rilla?“ Es war vielmehr eine hoffnungsvolle Frage als ein Ruf.

Er hob die Laterne an, um den Weg besser zu beleuchten ([i]Vielleicht „um ihn besser beleuchten zu können?“)

und sein Blick verfinsterte sich, als er erkannte, was da direkt vor ihm stand.

"Du nur...", knurrte er abfällig auf das kleine Männchen hinab, dass (zweites „s“ kommt weg, da man nach dem Komma ein „jenes, welches“ einsetzen kann) langsam näher kam.

Grün wie Moos, dünne Arme und Beine wie morsches, ausgedörrtes Holz mit einem einfachen Gesicht, so als hätte ein Kind ungelenk versucht, ein Gesicht in morsches Holz zu ritzen (Vielleicht „schnitzen“?.

Wütend bleckte er die Zähne, um es zu verscheuchen.

Und wo ihr beide seit, da ist das uralte Schlangenweib nicht weit!", stellte er gehässig fest.

Genau in diesem Augenblick gestellte (gesellte?) sich noch ein zweiter Hilfsgeist dazu.

Deshalb sahen Menschen diese Wesen so gut wie nie, wenn sie durch den Wald gingen.





Ich habe nur ein paar Kommatafehler gleich zu Anfang herausgesucht, alles wäre mir doch zu viel *_* Wenn allerdings benötigt, kann ich die restlichen auch noch raussuchen. ;)

Was ich sehr gut fand, war, dass du kaum Rechtschreibfehler in der Geschichte hast, außer denen, wo du dich mit Groß- und Kleinschreibung vertan hast, bzw. ob Wörter getrennt stehen oder einzeln. An einigen Stellen hast du Bezugsfehler, bzw. Verwechslungen von Personalpronomen.

An einigen Stellen hast du die Zeitform gewechselt, darauf solltest du achten ; )

Ganz allgemein hast du sehr viele Adjektive benutzt. Das gibt dem ganzen zwar einen schönen, bildlichen Touch, ist m.E. jedoch unnötig, da du mit deiner Sprache ohnehin sehr schöne Bilder erzeugst. Etwas weniger Adjektive würden das Ganze m.E noch besser machen.



Richtig klasse waren die Beschreibungen der Gefühle des Jungen. Du hast sehr schön mit Bildern gearbeitet, auch bei der Begegnung mit den kleinen Hilfsgeistern, bei der man den Hass, bzw. die deutlich ausgeprägte Abneigung geradezu spüren konnte, ebenso die Trauer der kleinen Schwester, als Taku ihr sein Schicksal eröffnet.

Doch bei der Begegnung mit dem Yokai ist mir auch bei deiner Geschichte aufgefallen, dass du scheinbar krampfhaft die Eigenschaften der Zeichnung befolgt hast. Die ganzen Details wären meines Erachtens gar nicht nötig gewesen, da das Stricken ja nichts mit der eigentlichen Handlung der Geschichte zu tun hat. Später gewinnt es zwar an Nutzen und Essenz, doch ich persönlich mag es nicht, wenn der Gegenüber in einigen Sätzen von oben nach unten beschrieben wird. Kann man Teile der Beschreibung nicht auch später einbauen, damit es nicht so als gebündelte Information rüberkommt?

Zum Inhalt allgemein: traurig aber richtig schön. Ich persönlich finde die Geschichte klasse, eine schöne Idee, auch wenn ich über die ein oder andere gepresste Formulierung gestolpert bin. Das wäre das einzige, was ich beim Inhalt zu kritteln hat, da die Geschichte in sich stimmig ist. Über die Länge lässt sich streiten, für mich ist das schon fast keine Kurzgeschichte mehr. ;) Ich glaube, ich werde erst einmal eine gewisse Zeit damit zubringen, darüber zu fantasieren, wie das Ganze weitergehen wird. ^_^
Aber die Schwester ist ja niedlich…und dabei fällt mir auf, dass ich doch etwas zum Kritteln hat. Am Anfang denkt er über seine Schwester nach, dabei fällt aber niemals das Wort Missverständnis. Deswegen finde ich die Wendung ein wenig zu plötzlich, da du den Leser praktisch die ganze Zeit auf Irrwegen zum Ziel geführt hast. Deswegen hätte es mir an dieser Stelle glaube ich besser gefallen, hättest du schon Andeutungen gemacht und nicht am Ende mit der Riesenüberraschung aufgewartet, sondern auch den Leser ganz langsam die Verbindungen der einzelnen Elemente entdecken lassen.

So, das war mein Senf. Ich hoffe, du nimmst mir die viele Krittelei nicht krumm. ;)



Sodele...Die Krittelei an der Lehre ist natürlich bedeutend kürzer ähem *räusper* xD
Zu Warins Geschichte äußere ich mich später, gelesen habe ich sie schon, allerdings würde ich das gar nicht in einen Post reinkriegen und es dauert mir dann doch zu lang, drei komplette Kritiken zu verfassen.
Ich weiß, ich bin faul :D


Ach ja , noch etwas @Warin: Könnte man vielleicht die anderen Beiträge, die keine Kritiken sind, ins Megaphon oder so reinpacken? Weil so wird das ein ganz schön unübersichtliches Durcheinander ;) Lediglich eine Frage ^_^

Mit lieben Grüßen

ChibiShiina
07.12.2008, 21:36
@Warin

Nein nein ganz im Gegenteil. Ich bin sehr sehr dankbar für jede Art der Hilfe und wenn du noch gerade ein gutes Buch zum Thema gelesen hast, ist das für mich gleich doppelte Hilfe.

Nur zwei Dinge möchte ich anmerken:

- Als ich den "letzten Rest" der Geschichte geschrieben habe, so ab dem Zeitpunkt wo der Junge auf die Lichtung kommt, habe ich unter fürchterlichen Halsschmerzen, Kopfschmerzen und einem Brechhusten gelitten. Ich hatte etwas die Zeit aus den Augen verloren und hab mich dann doch vor den PC begeben um den Abgabetermin noch einzuhalten. Auch wollte ich mal testen ob ich es auch unter "erschwerten Bedingungen" hinkriege. (Soll also keine Ausrede darstellen, sondern sind nur Tatsachen die vielleicht erklären warum die Qualität dieser Geschichte etwas abgenommen hat zu den anderen die ich sonst veröffentliche.) Anzumerken wäre also auch noch, dass ich auch die Geschichte hätte verschieben können, aber ich hatte meinen Dickkopf zu diesem Zeitpunkt ^^" Heute würde ich das wohl nicht nochmal so machen.

- Ich hatte keinen Betaleser. Mein letzter Betaleser ist wegen privater Gründe abgesprungen und es ist sehr sehr schwer einen Nachfolger zu finden, der qualitatativ in dieselbe Kerbe schlägt, also praktisch unmöglich. Man kann als Autor noch so oft über den eigenen Text gehen, man findet die Fehler einfach nicht. Man denkt und fühlt dabei zu subjektiv.

Jetzt zu deinen Anmerkungen für die ich mich wirklich herzlich bedanke. Und noch eines, ich fühle mich keineswegs Herabgesetzt, ich fühle mich bestärkt und bin froh, dass mal ordentlich drübergeschaut wurde und wird ^^

Satzbau:
Oh ja, da war ich auch am hin und her überlegen. Ich hab die Geschichte glaub ich drei mal direkt hintereinander durchgelesen. Leider hatte ich keine Möglichkeit mehr einen Tag Ruhe dazwischen zu legen, sonst wäre der Satzbau vielleicht noch etwas besser gelungen. Manche Dinge gefielen mir noch beim Hochladen nicht, aber ich sagte mir dass auch wenn es unvollkommen ist, ich dennoch dahinter stehe und ich, wenn es mir besser geht, noch einmal drüberschauen werde. In Ruhe versteht sich.

Groß- und Kleinschreibung
Ja, mein alter Feind, mein alter Freund, mein altes Laster. Aber ich habe immerhin begonnen mir in Eigenregie dieses Defizit noch auszutreiben. Nur leider lernt ein alter Gaul sehr sehr langsam...
Soll also heissen, mir waren die Fehler von vorn herein klar und dass sie auftauchen würden.

Füllwörter:
Hui, muss ich hier sagen. Die sind mir in meinem eigenen Text noch nie so wirklich aufgefallen. Aber wenn ich mir deine Vorschläge ansehe, sie würden den Text tatsächlich straffen, die Erzählweise beschleunigen und letztendlich dem Leser einen Dienst erweisen. Seltsamerweise, so muss ich an dieser Stelle sagen, überfliege ich solche Wörter immer wenn ich eine fremde Geschichte/Buch lese aber verwenden tu ich sie pausenlos selbst. Manchmal fehlt tatsächlich nur ein Schubs in die richtige Richtung.

"wieder" und "als" ...
Auch so etwas was mir noch nicht aufgefallen ist, aber jetzt wo du es anmerkst. Jupp, da lassen sich haufenweise wegreduzieren, straffen und der Geschichte würde eine Menge ballast abhanden kommen.

Perspektive
Ein alter Fehler! Dabei dachte ich den hätte ich schon vor langer Zeit ausgemerzt. Da hab ich wohl tatsächlich nicht aufgepasst. Selbst beim drüberlesen, querlesen und durchlesen hab ich es nicht bemerkt. Danke für den Hinweis, das muss ich unbedingt abändern. So ein dummer Fehler, das mache ich normalerweise nicht mehr.

Tempus
Der würde sich glaub ich automatisch etwas erhöhen wenn ich ein paar Füllwörter und "wieder" und "als" streichen würde. Aber ich werde mir auch das notieren und mit dem nochmal drübergehen.

Kürzen und Abändern
Also statt zu wechseln einen durchgehenden Dialog starten. Das hört sich etwas schwieriger an, aber ist wohl sicherlich machbar.

Zu der Liste am Ende:
- Ich liebe Rhetorische Fragen in Geschichten die ich lese, deshalb baue ich sie auch selbst gerne ein ^^
- Zur Darstellung der Angst und Sorgen, da hatte ich selbst auch noch die "Sorge" dass ich es nicht gut genug wiedergegeben hätte. Danke ^^
- "show don't tell" ist sowas wie mein Motto. Warum soll ich lange Beschreiben wie ein Ast unter dem Fuß knackt wenn ichs auf den Punkt bringen kann?
- Halbsätze ^^ Manchmal hab ich nur das Gefühl ich mach zuviele rein, aber gut, ich gehe ja nochmal drüber ^^ Danke.
- Du wirst lachen, den gleichen Gedanken hatte ich auch, oder einen ähnlichen, dass ich nämlich den Zeitfaden nur unzulänglich beschrieben habe. Eigentlich befand sich die ganze Geschichte noch im Plottstatus, zumindest dieser Teil, aber mir rannte einfach die Zeit davon. Da ist durchaus noch was im Hinterstübchen wo man mehr draus machen könnte. Die Fragen nach dem "Warum" und "Wie wurde der Yokai ausgerechnet mit dem Faden und dem Band dazu?" und derlei.

Vielleicht baue ich es ja nochmal aus, aber im Moment muss ich mich erstmal um die anderen Fehler und Verbesserungen kümmern.

Vielen Dank fürs drüberschauen ^^ Ich hab mir die Anmerkungen gleich notiert und werde mich alsbald an die Verbesserung ranmachen. Nur bin ich immer noch nicht so ganz Fit, deshalb kann das noch etwas dauern.

@bisou

Hui, ja meine Kommafehler, mein ewiges Stigmata, genauso wie die Groß- und Kleinschreibung.

Zu den einzelnen sage ich jetzt nichts, aber ich bin dir sehr Dankbar dass du sie mir rausgesucht hast. Wenn du willst und Zeit und Lust hast, also wenn du absolut magst, dann wäre es wirklich sehr lieb wenn du die "restlichen" auch noch raussuchen könntest. Ich würde die Kommafehler definitiv abändern, das kann man ja schließlich nicht so stehen lassen. O_O

Das mit den Zeitformen hat mir Warin schon eindringlich ans Herz gelegt. Ein dringender Appell den ich nicht übergehen werde.

Adjektive zuviele? Hui, dabei dachte ich es wären noch zu wenige. Gut, dann könnte man es versuchen hier und da zu streichen, das würde auch das Tempo anziehen, wie Warin mir ja auch schon nahe gelegt hat *zustimmend nickt*

An der Stelle hab ich mir tatsächlich das Bild zwischen PC-Bildschirm und Tastatur gelegt und beschrieben was ich gesehen habe. Das "von oben nach unten Prinzip" habe ich wohl noch aus meiner FOS Gestaltungszeit, wo wir Bilder analysieren und Bewerten sollten, von oben nach unten. Ich hab das Prinzip unbewusst angewandt. Aber jetzt wo du es anmerkst, man könnte die Beschreibung auch innerhalb der Begegnung einbauen. Ich bin sonst selbst kein Freund von solcherei Beschreibungen, aber hier habe ich auch an den Leser gedacht, der das Bild unter Umständen nicht kennt. Manchmal hab ich wirklich sehr seltsame Gedankengänge, dabei kennt doch hier jeder das Bild.

Keine Kurzgeschichte? Ich dachte alles was bis 50 Seiten geht wäre eine Kurzgeschichte, also zählt noch dazu? Weil ich hatte das mal in einem Autobiographiekurs gelernt und die Frau die den Kurs geleitet hat, war auch selbst Schriftstellerin. Deshalb dachte ich das wäre korrekt. *sich am Kopf kratzt*

Normalerweise mache ich das auch so, wie du schon beschrieben hast. Step by step to the finish-line. Aber dieses Mal ist mir das irgendwie misslungen, dann noch der Abgabetermin im Nacken und irgendwie war ich auch selbst nicht so ganz zufrieden mit dem ganzen. Zum Schluss hab ich dann "nur" noch Hauptaugenmerk auf die Personen gelegt, dass die wenigstens einigermaßen gut Ausgearbeitet sind, wobei ich da auch noch nicht so wirklich zufrieden bin.

Aber wann ist man als Autor schon zufrieden?

-------

Jetzt möchte ich dann doch noch eine Sache zum Topic hinzufügen

@bisou (nochmal ^^)

Bisher bin ich nur dazu gekommen mir deine Geschichte durchzulesen, alle anderen müssen leider noch warten. Aber sie kommen definitiv noch dran.

Trotzdem möchte ich diese Geschichte schon einmal bewerten, auch wenn es nicht viel ist ^^

Der Schlangen-Yokai stellt hier die Muse und die Idee für die Autoren dar. Sie ist die personifizierte Fantasie (was ich auch erst ganz zum Schluss herausfand, erst als du es geschrieben hast. Vorher dachte ich sie wäre die "Fiktion", knapp daneben ^^")

Sie selbst gibt Ideen für Geschichten weiter aber an ihre eigene kommt sie dafür nicht heran. Für mich ist das schon eine sehr poetisch angehauchte Erzählung, die am Anfang für mich etwas holperte (ich kann nicht genau sagen was holperte, aber ich hatte beim lesen das Gefühl über Kopfsteinpflaster zu fahren... und dann auf einmal war ich auf einer geteerten Straße und es ging auf einmal ^^).

Doch als ich langsam dahinter kam was du uns sagen willst, war es ganz einfach dir zu folgen.

Hat mir sehr sehr sehr gut gefallen ^^ Der poetische Touch, die Idee dahinter. Ich hab auch nichts zu bekritteln, nur halt am Anfang, wobei ich auch eher nur nach Gefühl sagen kann das es holperte.

Nur eine Kleinigkeit habe ich: Könnte man es auch in eine Art Ballade oder Gedicht umschreiben? Irgendwie musste ich immer genau an diese zwei Richtungen denken als ich die Geschichte las. Ich weiss nicht genau warum, aber für mich könnte das sogar eine Ballade oder ein Gedicht sein.

Vielleicht als Anregung? ^^

bisou
08.12.2008, 15:23
Mhm ja, generell hätte ich schon Lust, nur hapert’s mit der Zeit momentan so richtig. Erstmal werd’ ich jetzt Warins Geschichte machen und dann, wenn ich in den Weihnachtsferien meine Zeit habe, deine auch noch mal durchgehen, wenn du möchtest.
Das würde ich dann allerdings gerne in dem Worddokument drin machen, denn mit den ganzen Quote-Befehlen ist das ziemlich umständlich ^_^
Es wäre deshalb lieb, wenn du mir eine Möglichkeit geben könntest, dir das Dokument zu senden, beispielsweise per E-Mail oder ICQ.

Jetzt zu deiner Antwort ^.^

Das mit der Kurzgeschichte … natürlich ist es noch eine Kurzgeschichte, das war bei mir auch eher ein spontaner Gedankengang, der dann aufs Papier gehüpft ist, als ich vor dem Text saß und gedacht habe: ne, oder?
Aber wer Feedback möchte, sollte auch selbst welches geben und wenn’s Spaß macht : D

Zu den Kommatafehlern: ich würde dir vorschlagen, dass du dich damit ein wenig auseinandersetzt. Es muss nicht viel sein, doch es gibt viele grandiose (auch Online-) Ratgeber, die das Thema Groß- und Kleinschreibung ebenso gut behandeln wie Kommasetzung. Denn eins dazu, was keinerlei ein Angriff sein soll: auch ein Betaleser möchte sich nicht mit mangelnder Kommasetzung auseinander setzen ; )
So gravierend ist das jetzt bei dir nicht, aber im weiteren Verlauf der Geschichte sind noch einige Kommata mehr aus der Reihe gepurzelt ; )

So weit ich das sehe, sind wir ohnehin schon sehr weit über die eigentliche zeitliche Begrenzung hinausgeschossen. M. E. macht man nur Fehler, wenn man sich selbst übermäßig unter Druck setzt und quasi wir das Huhn auf dem Minenfeld schreibt : )

Aber wann ist man als Autor schon zufrieden?

Ich nehme diesen Satz mal erst, auch wenn ich glaube, dass das eher ein kleines Augenzwinkern war ;)
Ich bin dann zufrieden, wenn ich mir selbst sagen kann: Hey, das ist mein Schreibstil, meine Idee und somit MEINE Geschichte. Und auch wenn sich ein paar Fehlerchen eingeschlichen haben – was soll’s? Niemand ist unfehlbar. Und solange die Geschichte nicht verfälscht wird durch auffallende Mängel kann ich immer noch stolz auf sie sein.
Aber zufrieden – kurz gesagt: niemals. : D

Zu deinem Feedback zu meiner Story:

die am Anfang für mich etwas holperte (ich kann nicht genau sagen was holperte, aber ich hatte beim lesen das Gefühl über Kopfsteinpflaster zu fahren... und dann auf einmal war ich auf einer geteerten Straße und es ging auf einmal ^^).

Jau, das ist auch jemand anderem bereits aufgefallen. Ich weich aber selbst nicht, woran das jetzt liegt. In diesem Falle komme ich nicht weiter. Könntest du mir vielleicht sagen, ab wann es bei dir wieder geht, bzw. wo genau wo es komisch war? Vielleicht ist der Grund auch erst einmal die seltsam verdrehte Einleitung, die allerdings den inneren Zustand der „Phantasie“ darstellen soll? X.X

Könnte man es auch in eine Art Ballade oder Gedicht umschreiben? Irgendwie musste ich immer genau an diese zwei Richtungen denken als ich die Geschichte las. Ich weiss nicht genau warum, aber für mich könnte das sogar eine Ballade oder ein Gedicht sein.

Vielleicht als Anregung? ^^

Da fragst du die Falsche ^_^ Gedichte gehen gerade noch so, aber Balladen, die Inhalt und Sinn haben, die sind schlicht gesagt einfach nicht mein Ding.
Geschichten dagegen, die vielleicht schon. Wenn du da Lust zu hätte: bitte, tu dir keinen Zwang an. ; )

Vielen Dank auch für deine Anmerkungen. Vor allem für die kleine Analyse…Dabei ist mir aufgefallen, dass ich offenbar eine Sache ganz anders herübergebracht habe, als ich eigentlich wollte. Ob das positiv oder negativ ist, muss ich erst noch herausfinden. Das mit dem Holpern hat mir jetzt aber zu denken gegeben….gleich mal drüber grübeln.

Dankeschön und liebe Grüße ^_^

Ollowain
08.12.2008, 20:35
@bisou: Vielen Dank für das ausführliche Feedback^^ *knuddel*

Was den Hintergrund angeht hab ich ehrlich gesagt keine Idee gehabt... und, naja, ich bin es von Kurzgeschichten mehr oder minder gewohnt, dass nicht alle Hintergründe aufgeklärt werden ^^,
Zu der Passage aus Mauds Sicht: Fand ich persönlich am schwersten zu schreiben. Es war für mich ziemlich schwer, so zu schreiben, dass es sich nach 'nem jüngeren Kind anhört.
Was die Genauigkeit zur Vorlage betrifft: Ich hab mich da irgendwann so richtig reingefressen gehabt sodass es richtig Spaß gemacht hat, mich möglichst nah daran zu halten ^^,
Und was Maudleins Alter angeht, hatte ich sie mir ungefähr fünf Jahre alt vorgestellt. Eher noch etwas jünger ^^,

Kann man jemanden rau am Arm packen. Ich kenne rau nur in Verbindung mit einer Stimme, Haut, etc. Aber nicht mit einer Handlung. Ich bin mir nicht sicher, finde das Wort hier allerdings nicht so gut gewählt, da es lediglich als Einschub dient. Der Satz funktioniert m.E auch ohne dieses Adjektiv.

Ich hab's durch "grob" ersetzt ^_-
Auch die anderen Fehler hab ich mal eben verbessert


Zu Warins "Und führe uns nicht in Versuchung"

Die Geschichte hat mir sehr sehr sehr gut gefallen. Ich mag deinen Schreibstil auch sehr gerne... Ist mir irgendwie sympathisch xD

Vor allem die Stelle mit der Hexe hat mir sehr gut gefallen.
Und im Wald hat man dein Mononoke-Otakutum irgendwie rausgelesen xDD Ist aber keineswegs schlimm ^^
Hm, über diesen Punkt wird man vermutlich streiten können (^^,), aber ich finde Clara fast ein bisschen zu erwachsen. Klar, es herrschte Krieg und sie muss sehr ernst sein, aber irgendwie ist es mir immer wieder ins Auge gesprungen... Aber eigentlich eher positiv als negativ.

In diesem Sinne: Weiter so *thumbsup*

Warin
13.12.2008, 16:22
@bisou und Die Geschichte vom Schlüssel:

Ein sehr schöner, poetischer Ansatz. Die Personifizierung der Fantasie, das hat schon was von Ende, Funke oder Marzi. Sehr schönes Sprachspiel.

Allerdings verliere ich mich ein wenig in den schönen Worten. Mir kam es vor, als wäre dir am Anfang die Richtung noch nicht ganz klar gewesen. Und der "Ich"-Part ist zu lang. Kleiner Tipp: Ich würde einen Charakter nie sich selbst beschreiben lassen, zumindest nicht von "außen". Das muss über Gefühle, Empfindungen kommen.

Sehr schön dann der Wechsel zum Du-Part, optisch auch durch die andere Schriftart hervorgehoben. Den Wechsel hätte ich mir früher gewünscht. Also: Im vorderen Teil entrümpeln, die Botschaft mehr fokussieren, dann könnte das eine wundervolle Kurzgeschichte werden. Auf jeden Fall verstehst du es, mit Worten zu zaubern, jetzt musst du nur noch die Satzkleinodien zu einem schönen Geschichtenteppich verweben.

bisou
15.12.2008, 19:28
@Warin

Ein sehr schöner, poetischer Ansatz. Die Personifizierung der Fantasie, das hat schon was von Ende, Funke oder Marzi. Sehr schönes Sprachspiel.


O_O Funke, Marzi? Na, wenn man sowas zu hören bekommt, kann ich nur danke sagen ^_^

Was deine Aussage über den Anfang betrifft hast du vollkommen Recht. Ich war mir tatächlich noch nicht hundertprozentig sicher, was das denn geben soll. Gut, wenn ich jetzt soviel Feedback bekommen habe, was im Grunde auf demselben Standpunkt begründet ist, werd ich mich wohl doch noch um einges eingehender damit befassen müssen.
Auch wenn man es nicht machen soll, eine kleine Verständniserklärung: die "Phantasie" charakterisiert sich nicht mit Empfindungen und Gefühlen, weil sie selbst eher oberflächlich ist. Diese Empfindungen gibt sie an andere weiter, hat aber selbst so gut wie keine. Hab ich das nicht mit eingewebt?:eek:

Okay, dann das feine Garn herausgeholt und auf zur Arbeit...es wartet ja noch eine Menge auf mich ^^
Vielen Dank auch an dich für dein Feedback. Nein, was liebe ich doch die Arbeit an Geschichten. ;)

Ollowain
16.12.2008, 21:28
Im Schein der Laterne:

Ich fand die Geschichte irgendwie etwas gewöhnungsbedürftig. Einmal bin ich hin und wieder über irgendeine Formulierung gestolpert, was mMn aber daran liegt, dass ich gerade voll auf einen anderen Schreibstil eingestellt bin, und zum anderen hab ich mir, sozusagen, immer mal wieder an Taku die Finger verbrannt, weil er so schnell wütend wurde. Aber dann kam das große Finale und mir wurde klar, warum er sich so verhalten hat, wie er sich verhalten hat^^
Genau das, was ich an Kurzgeschichte so liebe^^

Allgemein ist dein Schreibstil sehr bildlich, und ich hatte die ganze Zeit über die Geschichte vorm inneren Auge. Und irgendwie dachte ich die ganze Zeit, dass die Geschichte eigentlich (noch) ein Bild zur Geschichte bräuchte. ^^,

Warin
23.12.2008, 08:18
@ollowain: Die Lehre

Also mir hat die Geschichte ausgesprochen gut gefallen.

Ich finde, du hast den Kinderton im ersten Absatz ganz ausgezeichnet getroffen. Sehr schön fand ich die Idee, dem Teddy einen Namen zu geben. Mister Betz - abgeleitet von Meister Petz?

"Besessene Verbände" ist auch eine sehr gelungene Umschreibung für das Yokai.

Über das Ende habe ich länger nachgegrübelt. Die Andeutung „Aber der Anfang ist gemacht“ klang so bedeutungsschwanger, dass ich zunächst dachte, da müsste mehr hinterstecken also nur die Lehre, was es bedeutet, ein Mensch zu sein (z.B. dass das Geschwisterpaar verzaubert worden wäre). Ist doch interessant, dass ich mich der typisch westlichen Einstellung, in Geistergeschichten immer das Böse zu erwarten, nicht ganz entziehen kann. Ich finde es jedenfalls sehr schön, dass du diesem Klischee nicht gefolgt bist und so bekommt die Geschichte, wie ich finde, eine positive Aussage, die den Titel unterstreicht.

Was ich nicht ganz verstanden habe ist, warum der Schlüssel sich teilt? Nur damit es besser zum Bild passt? Inhaltlich hat das jetzt iwie keine Anbindung (ich hatte schon befürchtet, es wäre ein Teil der Seelen der Kinder in die Schlüssel geflossen).

Ollowain
23.12.2008, 08:39
Danke für das Feedback Warin^^

Ich finde, du hast den Kinderton im ersten Absatz ganz ausgezeichnet getroffen. Sehr schön fand ich die Idee, dem Teddy einen Namen zu geben. Mister Betz - abgeleitet von Meister Petz?

Ja, die Ableitung kam daher... Aber "Betz" klang netter als "Petz" und da so weit ich das kenne Kinder gerne mal ein Problem mit ähnlichen Buchstaben haben :rolleyes:

Ich finde es jedenfalls sehr schön, dass du diesem Klischee nicht gefolgt bist und so bekommt die Geschichte, wie ich finde, eine positive Aussage, die den Titel unterstreicht.

^^ Ich glaube das liegt eher daran, dass ich das aus der Sicht eines Geistes geschrieben habe - wenn ich es z.B. aus der Sicht des Jungen geschrieben hätte, wäre da sicher auch mal durchgeklungen, dass der Geist "böse" ist.

Was ich nicht ganz verstanden habe ist, warum der Schlüssel sich teilt? Nur damit es besser zum Bild passt? Inhaltlich hat das jetzt iwie keine Anbindung (ich hatte schon befürchtet, es wäre ein Teil der Seelen der Kinder in die Schlüssel geflossen).

Das sollte die Wahl, die er hat, nochmal unterstreichen. Dass sich der Schlüssel wieder zusammengefügt hat, soll verdeutlichen, dass er es wirklich ernst mit seiner Entscheidung meint.

Warin
12.01.2009, 21:08
Ja, ich hab's nicht vergessen, ich hatte nur keine Zeit:(

Also: TS4ever - Yokai

Wie auch deine Fortsetzungsgeschichte sehr schön und lebendig erzählt. Schön finde ich, dass der Yokai und die Naga nicht böse sind (und auch nicht wirklich gut), was der japanischen Mythologie sehr gut entspricht.

Inhaltlich war mir die Geschichte zunächst nicht stringent genug (Worum gehts? Um den Krieg, um vertriebene Kinder? Um Yokais?) und ich hatte schon befürchtet, sie hätte keine Pointe - doch da hast du mich positiv überrascht. Du hast die Geschichte ja vergleichsweise schnell hochgeladen. So schnell so viel Qualität zu schreiben, finde ich bemerkenswert. Wenn du jetzt noch beginnst, deine eigenen Texte zu überarbeiten und zu verbessern, kannst du es m.E. als Autor weit bringen^^