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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kurzgeschichte Augen


PoiSonPaiNter
31.10.2008, 20:55
Mal wieder was neues und mal etwas ernsthafteres. UND passend zu Halloween! :halloween: :bat:

Augen

1976 Mawnan Church, Cornwall

Es ist kurz vor Mitternacht. Eine junge Frau geht durch den rabenschwarzen Wald in Mawnan, Cornwall. Der Weg ist breit genug für zwei Automobile, dennoch wirkt er eng. Uralte, mächtige Bäume umsäumen ihn. Sie schaut sich forschend um. Geschichten wurden ihr erzählt, es gäbe hier ein Ungeheuer. Mehr Tier als Mensch. Zwar haben es bis jetzt nur wenige zu Gesicht bekommen, aber es sei Furcht einflößend, so sagt man. Der Adrenalinspiegel in ihrem Körper steigt immer mehr an. Angst vor dem unbekannten Wesen, gepaart mit der Vorfreude es zu erblicken, es vielleicht sogar fotografieren zu können. In einer Hand hält sie die neue Kamera für den erhofften Moment bereit. Extra für diese Reise gekauft. Mit der anderen umklammert sie den Gurt ihrer Umhängetasche. Sie zittert vor Aufregung. Ihr Blick wandert hastig, aber doch forschend über die Baumreihen.

Etwas weiter vor ihr ragt ein Ast mitten über die Straße. Wie von Geisterhand beeinflusst schaut sie genau in diesem Moment dort hin. Dunkle ist der Schatten, der sich vor dem sternenklaren Himmel abzeichnet. Den strahlenden Vollmond im Rücken. Die Gestalt ist etwa menschengroß und geflügelt. Kann das wirklich sein? Hat sie wirklich das Glück, gerade heute dem Eulenmann von Cornwall zu begegnen? Langsam und darauf bedacht keine Geräusche zu machen schaltet sie die Kamera ein. Vorsichtig hebt sie diese vor die Augen. Ohne Vorwarnung erhebt sich das Geschöpf in die Lüfte. Mit den krallenartigen Hinterbeinen stößt es sich kraftvoll vom Ast ab. Für einen kurzen Moment schwebt das Wesen, bevor es die weiten Schwingen gänzlich ausbreitet und zum Sturzflug auf die junge Frau ansetzt. Sie ist starr vor Schreck. Es ist fast zu spät für ein Foto. Doch sie schafft es. Betätigt den Auslöser. KLICK. Scharfe Krallen rasen auf sie zu. Durch den Zoom stark vergrößert, sieht sie die drohende Gefahr. Immer weiter nähern sich die tödlichen Waffen ihrem Gesicht. Doch sie bewegt sich nicht. Ist nur in der Lage die Kamera zu senken. Es scheint ihr, als stünde die Welt still. Das einzige Geräusch das sie wahrnimmt, ist das der durch die Luft gleitenden Schwingen. Allein die immer näher kommenden Krallen dominieren ihr Blickfeld. Sie hat keine Angst. Sie hat Todesangst. Regungslos wie eine Statue steht sie da. Mit weit aufgerissenen Augen und der Kamera noch immer in den Händen. Sie kneift die Lider fest zusammen. Sich wünschend, das alles wäre nur ein Traum. Ein schlimmer Traum. Noch ist sie nicht bereit zu sterben. Mit weit von sich gestreckten Beinen landet das Wesen. Nur ein paar Meter vor ihren Füßen. Den tödlichen Stoß erwartend, öffnet sie zaghaft ihre Augen. Lebe ich noch? Das Erste, was sie erblickt, sind zwei leuchtend rote Punkte, die in ihre Richtung starren. Feuerrote Augen, die unter einem dichten Federkleid hervorblicken. Noch immer kann sie nicht begreifen, was gerade geschieht. Steht sie tatsächlich diesem sagenumwobenen Etwas gegenüber? Sie atmet tief durch. Beruhigt sich. Zu lange hat sie auf diesen Augenblick gewartet. Langsam schwindet ihre Angst. Der Wunsch nach Wissen verdrängt sie. Die Neugierde gewinnt die Überhand. Sie wagt es einen kleinen Schritt auf das Wesen zu zugehen. Welches von der Bewegung überrascht die mächtigen Schwingen ausbreitet. Einzelne Federn werden aufgewirbelt und schweben in der Luft. Selbst dann noch, als sich das Wesen erneut in die Lüfte erhoben hat. Verdutzt über diese Reaktion blickt sie zu ihm auf. Schnell begreift sie, welche Chance ihr zu entgehen droht.

Wie aus einer Trance erwacht schreit sie: „HEY WARTE! DU BRAUCHST KEINE ANGST VOR MIR ZU HABEN! ICH WILL NUR WISSEN WAS DU BIST! WER DU BIST! ICH WILL DIR NICHTS BÖSES TUN!“
Sie versucht das Wesen mit ihrer Stimme aufzuhalten. Läuft ihm dabei hinterher. Lässt die dunkle Gestalt nicht aus den Augen. Ruckartig bleibt sie stehen als sie bemerkt, dass sie gehört wurde. Erst dreht das Wesen nur seinen Kopf, während es sich weiter von ihr entfernt. Dann aber dreht es sich komplett in der Luft und kehrt zurück zu dem Punkt an dem sie gestoppt hat. Verblüfft über die Wirkung ihrer Worte schleicht sich ein Lächeln auf ihre Lippen. Noch nie war sie so aufgeregt. Elegant landet das Geschöpf vor ihren Füßen. Etwas hat sich verändert. Seine Augen sind nicht länger mit glühenden Kohlen vergleichbar. Eher mit dem hellen Glanz von Bernstein. Durchdringend starrt es sie an.
„Waaas...wiiillst duuu?“, bringt die Gestalt mit einer Stimme hervor, die mehr an den verzweifelten Sprechversuch eines Tieres erinnert, als an die eines Menschen.
„Waaarum...haaast...duuu...keiiine...Aaangst?“, verwundert reist es die Augen auf und legt den Kopf auf die Seite.
„Ich...ähm...“, stammelte die junge Frau, kaum in der Lage die richtigen Worte zu finden.
„Reeede..oooder iiich weeerde diiich zerfetzen!“, es schnappt nach ihr um seine Worte zu verdeutlichen.
Sie zuckt zurück und sieht sich Angesicht zu Angesicht mit diesem Ding. Mit Mühe versucht sie den Schrecken zu unterdrücken. Die junge Frau atmet tief ein und setzt erneut zu einer Antwort an.
„Ich will mehr über dich erfahren“, platzt es aus ihr heraus.
Erschrocken über ihr eigenen Worten kneift sie die Augen zusammen. Das Wesen breitet erneut seine mächtigen Schwingen aus und verursacht ein Geräusch, das einem Lachen nicht unähnlich ist. Immer mehr Federn werden durch den Wind erfasst. Einige landen in ihrem Gesicht. Zögernd nimmt sie eine Feder in die Hand und löst ihren Blick von dem Wesen um sie zu betrachten. Nicht viel anders als normale Vogelfedern. Sie fühlt sich nur anders an. Sehr viel weicher. Immer mehr Federn fliegen davon. Erneut sieht die junge Frau auf. Das Federkleid lichtet sich.
„Guuut daaas duu hinsiehst“, wieder lacht es, doch nun klingt es nicht mehr so eulenhaft wie bisher.

Vor ihren Augen fallen die Federn wie von selbst ab. An Stelle des unheimlichen Vogels steht nun ein junger Mann vor ihr. Wie sie erkennen kann, ist er gut gebaut. Er trägt nur eine kurze Hose. Es ist kaum vorstellbar, dass dieser Mann noch vor wenigen Sekunden komplett mit Federn bedeckt war.
„Du bist eine der wenigen Personen, die meine Verhandlung je miterleben durften! Du kannst dich geehrt fühlen!“, wieder lacht er, diesmal klingt es sehr menschlich.
Sein Lächeln wirkt nun nicht mehr wie eine Grimasse.
„Deinem Blick nach zu urteilen hast du so etwas nicht erwartet“, er neigt seinen Kopf so das er ihr direkt in die Augen sehen kann. Sie weicht seinem Blick aus.
„Doch auf gewisse Weise schon, es gibt da ja diese Geschichten, aber es ist doch unerwartet.“, antwortet sie ausweichend.
„Erzähl mir doch in meinem Haus von den Geschichten!“, schlägt er vor und fasst sie an der Schulter. Sie schreckt zurück.
„Oder hast du etwa doch Angst vor mir?“, wieder versucht er ihr in die Augen zu blicken.
„Nein, natürlich nicht, lass uns gehen!“, widerspricht sie und geht voraus. Er soll nicht bemerken wie schnell ihr Herz rast.
„Und dabei weißt du noch nicht einmal wo es lang geht!“, erneut macht er sich über sie lustig.

Nach etwa einer halben Stunde Fußweg stehen sie vor einer alten Kirche. Er führt die junge Frau um das Gebäude herum, zu einer eher unscheinbaren Hütte.
„Tritt ein“, er hält ihr die Tür auf und winkt sie herein.
Erneut zögert sie. Doch dann tritt sie ein. Schnell blickt sie sich in dem weitläufigen Raum um bevor ihr Blick wieder zu dem jungen Mann huscht, der nun hinter ihr die Tür schließt.
„Nimm Platz und berichte mir, was man sich über mich erzählt!“, fordert er sie auf und deutet auf einen großen Tisch in der einen Hälfte des Zimmers.
Sie setzt sich, wobei ihre Augen weiterhin auf ihn geheftet bleiben. Die junge Frau beginnt zu erzählen.
Von Leuten, die über ein eulenartiges Wesen berichteten, das auf dem Turm der benachbarten Kirche gesehen wurde. Von kleinen Kindern, die einen riesigen Vogel erblickt haben. Sowie andere Geschichten, die sie darauf gebracht haben an diesen Ort zu kommen.
„Und nun wolltest du dich mit eigenen Augen davon überzeugen, ob ich wirklich existiere?“, er stützt seinen Kopf auf die Hände und blickt sie lächelnd an.
„Ja.“, wieder versucht sie seinem Blick auszuweichen.
„Also was genau willst du über mich wissen?“
„Einiges“
„Dann fang an deine Fragen zu stellen!“, er lehnt sich auf seinen Stuhl zurück und betrachtet sie.
Nach genauem abwiegen ihrer unzähligen Fragen, stellt sie ihm die Erste.
„Also“, sie räuspert sich „Was bist du?“
Er grinst. „Das ist wohl unschwer zu erkennen oder?“
Verdutzt blickte sie ihn an.
„Kleines, es mag absurd klingen in deinen Ohren, aber ich bin ein Werwesen, sozusagen eine Wereule“, er lacht schallend und beugt sich wieder nach vorne.
„Und so wie du mich ansiehst, gingen deine Vermutung bereits in diese Richtung, habe ich Recht?“
„Ja“, wieder weicht sie seinem Blick aus.
„Bevor ich die von mir erzähle, beantworte mir eine Frage!“
Dieses eine Mal weicht sie seinem Blick nicht aus. Zu groß ist ihr Wissenshunger.
„Welche?“
„Warum willst du mehr über mich erfahren?“, er fixiert sie mit seinen Augen.
„Weil ich den Leuten die Wahrheit über dich erzählen möchte“
Sie kann nicht länger seinem durchdringenden Blick stand halten.
„Dann merke dir gut was ich dir jetzt erzählen werde, ein zweites Mal wirst du diese Chance nicht erhalten!“
Elegant erhebt sich der Eulenmann und schlendert zur Küchenzeile. Davor auf und ab gehend beginnt er zu erzählen. Von sich, von seiner Familie, von seinem Leben als Monster. Gebannt verfolgt sie jede Bewegung des wohl geformten Körpers und lauscht interessiert seiner Erzählung.

Er dreht sich zum Spülbecken um und stützt seine Hände auf die Arbeitsfläche.
„Warum erzähle ich dir das eigentlich?“, fragt er kopfschüttelnd.
„Weil du mit jemandem darüber reden willst?“ entgegnet sie ohne auf ihre Worte zu achten.
Entgeistert fährt er herum und starrt sie mit hasserfüllten Augen an. Ruckartig senkt er seinen Kopf wieder und löst seine zu Fäusten geballten Hände. Als er sie wieder ansieht ist nichts mehr von der Verachtung die er kurzzeitig empfand zu sehen.
„Du solltest jetzt lieber schlafen gehen...“
Er ist nicht in der Lage ihr weiterhin in die Augen zu blicken. Sein Herz rast noch immer. Irgendetwas macht sie mit ihm. Ob er darauf eingehen soll? Es ausleben, dieses Gefühl, das sie in ihm weckt? Langsam gleiten seine Augen über ihren Körper. Alles an ihr fasziniert ihn.Kaum bemerkt er, wie er sich auf sie zubewegt. Schon ist sie direkt vor ihm. Eine seiner Hände legt er auf ihre Stuhllehne, die andere auf die Tischplatte. Er beugt sich zu ihr hinunter, sieht das Leuchten in ihren Augen. Ihre Gesichter berührten sich fast, als er ihr ins Ohr flüsterte: „Verbring die Nacht mit mir!“

Mit weit aufgerissenen Augen blickt sie ihn an. Nervös versucht sie aus seiner Reichweite zu gelangen.
„Was?!“
Schwer atmend rutscht sie weiter von ihm weg. Der Stuhl auf dem sie sitzt beginnt zu schwanken. Klappernd fällt er zu Boden. Sie jedoch liegt in seinen Armen. Er drückt sie fest an sich. Ihre Beine umschließen seine Hüften. Mit ihren Armen klammert sie sich an seinen Oberkörper. Der Schreck und seine viel zu schnelle Reaktion haben sie dazu veranlasst. Sie spürt sein Verlangen. Er lässt ihr keine Möglichkeit sich vollkommen zu befreien. Nur ihren Kopf kann sie von seiner Schulter heben, um ihm in die lieblosen Augen blicken zu können.
„Das kannst du nicht tun!“
„Doch ich kann!“
„Lass mich los!“, schreit sie ihn an und versucht sich aus seinem Klammergriff zu befreien.
Doch er hält sie nur noch fester. In einer Geschwindigkeit die zu schnell ist, als das sie es mitbekommt bewegen sie sich. Schon nach wenigen Sekunden stehen sie auf der Treppe. Erneut versucht sie sich loszureißen, doch es gelingt ihr nicht. Nach einem weiteren Augenblick stehen sie vor einer Tür. Ohne große Umschweife stößt er sie auf und betritt den Raum. Immer noch hält er sie mit seiner übermenschlichen Kraft fest. Es ist sein Schlafraum. Er wirft sie aufs Bett. Sie versucht sich herunter zu rollen, doch er ist schneller. Mit Armen und Beinen presst er sie aufs die Matratze. Sie wehrt sich. Versucht nach ihm zu treten und ihn zu schlagen. Nach kurzem Kampf beginnt er ihr die Kleider vom Leib zu reißen. Sie kann sich nicht mehr bewegen. Sich nicht mehr wehren. Das einzige was ihr noch übrig bleibt ist es zu schreien. Mit voller Kraft verleiht sie ihrer Angst Ausdruck.

„NEIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII.........“, ihr wird schwarz vor Augen.

„......IIIIIIIN!!!!!“ schweißgebadet erwacht sie. Verwirrt schaut sie sich um. Auf der Suche nach ihm, die Bettdecke fest umschlungen. Ängstlich tastet sie über das Bettlaken neben sich. Ihre Finger streifen über etwas Festes. Unweigerlich zuckt sie ein Stück zurück. Fast fällt sie sogar aus dem Bett. Erst jetzt begreift sie, WO sie ist, WER das ist. Tief atmet sie ein. Ihr Herzschlag verlangsamt sich. Langsam rutscht sie wieder auf das Bett. Näher zu dem Mann neben sich. Er ist ihr Freund. Sie hat das alles nur geträumt. Erleichtert legt sie ihren Arm um seine Hüfte und schmiegt sich an ihn. Mit dem beruhigenden Gefühl, in Sicherheit zu sein, schläft sie letztendlich ein.

Eine kleine, unscheinbare Feder hat sich aus ihrem Haar gelöst und schwebt vom Wind getragen zum angelehnten Fenster. Würde sie in diesem Moment dem Weg der Feder folgen, dann könnte sie nicht so ruhig an der Seite ihres Geliebten schlafen. Glühend rote Auge betrachten sie durch die Scheibe.

Feedback hier im Thread! :D :halloween: :bat:

Hathor
01.11.2008, 21:59
Und nun *auf Feedback zu "Augen" wart* :D :halloween: :bat:

Dann lasse ich dich mal nicht länger warten ;)

Weil ich heute sehr positiv gestimmt bin, sage ich erstmal auch was Positives: ich fand deine Geschichte herzerfrischend.

Herzerfrischend "anders" genauer gesagt. Dein Schreibstil holpert (wie es nyx schon geschrieben hat) zwar an einigen Stellen wirklich. Trotzdem sind da gute Ansätze - vor allem ein eigener Stil. So etwas schätze ich besonders...

Du versuchst der Geschichte auch Tempo zu verleihen durch kurze Sätze. Leider machst du dann den gewünschten Effekt immer wieder durch umständliche Wiederholungen teilweise zunichte.

Außerdem hat die Geschichte Humor. Ob der allerdings von dir so beabsichtigt war, weiß ich nicht. Aber ich habe Tränen gelacht. Vor allem an der Stelle, als der Wereulenmann plötzlich die Federn verlor und in einer kurzen Hose dastand. Wo kam denn die plötzlich her? Ist die vom Himmel gefallen, oder trug die das Monster auch schon? Ich habe mir das Eulenungeheuer mit seinen schrecklichen Klauen in einer kurzen Hose vorgestellt und bin vor Lachen fast vom Stuhl gefallen :D Es war einfach zu comichaft... Aus dem gar schrecklichen Ungeheuer wurde eine Witzfigur. Wie früher, als ich mir meinen gar gestrengen Lateinlehrer in der Unterhose vorstellte - und er verlor jeden Schrecken.

Und dann die Vergewaltigungsszene... Wieder ein Kompliment zu Beginn: nett, dass sich endlich mal jemand traut, auch ein bisschen Sex in eine Geschichte zu schreiben. Ein bisschen zumindest.
Allerdings breitete sich bei mir schon wieder ein Grinsen im Gesicht aus. Hast du schon mal Vögel beim Sex gesehen? Ja? Da warst du aber schnell. Denn man muss wirklich sehr aufmerksam sein, um diese Sekunde nicht zu verpassen. Und ich albernes Wesen stellte mir eine überdimensionale Eule beim Sekundensex vor. Nicht sehr beängstigend :pingu:

Nun zur psychologischen Seite deiner Geschichte: oioioi... Welch ein Tiefschlag für den Mann, wenn seine Freundin von einer Vergewaltigung durch einen Vö...äääh...Vogelmann träumt. Also, wenn ich ein Mann wäre und meine Freundin bei mir im Bett sowas träumen würde und ich wüsste davon... Ich bräuchte dringend sowohl einen Sexualtherapeuten als auch eine Psychotherapie :D

Fazit: bügle die Falten der holprigen Sätze im ersten Abschnitt und die Rechtschreibfehler aus, denn ist das eine wirklich herzerfrischende Geschichte. Wie ich schon zu Anfang sagte ;)

PoiSonPaiNter
01.11.2008, 23:31
Hab mal ein bisschen dran rumgebastelt! :D

Sollten immer noch Rechtschreibfehler drin sein, dann bitte genau drauf hinweisen, denn ich seh keine mehr! http://server1.webkicks.de/dragon/replacer/confused.gif

Schön das sie dir doch ein bisschen gefällt Hathor! Dein Lob hat einen hohen Wert für mich! *verneig*

Allerdings hab ich auch keinen Plan was ich aus
Er trägt nur eine kurze Hose.
machen soll! XD

Und auch das Holprige in "Augen" ist beabsichtigt, wenn es aber Stellen gibt die gar nicht gehen, dann bitte ich nochmal um nen Wink mit dem Zaunpfahl (Wobei das eher schon nen ganzer Wald sein müsste, denn ich weiß nicht mehr was ich da noch anders machen kann...:( )

Hathor
02.11.2008, 09:14
PoiSonPaiNter, deine Geschichte gefällt mir mehr als nur ein bisschen ;)

Allerdings kenne ich deinen Ehrgeiz und bin deshalb ein wenig kritischer... einfach um vielleicht ein wenig zu helfen.

Was ich immer noch bemängle:

Eine junge Frau geht durch den rabenschwarzen Wald in Mawnan, Cornwall. Der Weg ist breit genug für zwei Automobile, dennoch wirkt er eng. Uralte, mächtige Bäume umsäumen diese Allee.

Bitte entscheide dich: ist es nun ein Waldweg oder eine Allee? Im Wald selber gibt es keine Allee. Die Eigenart einer Allee ist es eben, dass diese Straße von Bäumen gesäumt wird, aber kein Wald ist.

In ihrer einen Hand hält sie die neue Kamera für den erhofften Moment bereit.

Nur eine Kleinigkeit, aber mich stört es, weil es unnötig umständlich ist. Schreib doch einfach und klar: In einer Hand

vor dem Sternenklaren Himmel
Eine etwa menschen große, geflügelte Gestalt

sternenklar schreibt man klein
menschengroß gehört zusammen

gerade heute, dem Eulenmann von Cornwall zu begegnen?

Hier bitte kein Komma. Das gehört in den folgenden Satz:

Für einen kurzen Moment schwebt das Wesen bevor es die weiten Schwingen gänzlich ausbreitet und zum Sturzflug auf die junge Frau ansetzt.


Starr vor Schreck schafft sie es erst als es schon fast zu spät ist, den Auslöser zu betätigen.


Das ist wieder ein etwas holpriger Satz. Stell ihn um - oder noch besser: mach zwei oder drei Sätze daraus. Denn jetzt kommt ja ein dramatischer Höhepunkt, in dem sich die Ereignisse überschlagen. Kurze Sätze unterstützen die Dramatik.

Durch das Objektiv stark vergrößert, sieht sie die drohende Gefahr.

Beim ersten Lesen hat mich diese Stelle irritiert, aber ich wusste nicht,. warum. Nun ist es mir aufgefallen... Ich habe durch das Objektiv meiner Kamera geschaut. Auch wenn ich zoome, vergrößern sich die Dinge nicht. Aber mein Horizont erweitert sich. Ich denke, das meintest du damit. Dann schreib es auch so.

Sich wünschend das alles wäre nur ein Traum.
Bitte Komma setzen.

Das Erste, was sie erblickt sind zwei leuchtend rote Punkte die in ihre Richtung starren.
Bitte zweimal Komma setzen.

Bis sie begreift, was ihr gerade für eine Chance davonfliegt


Auch noch holprig...
Mein Vorschlag: Endlich begreift sie, welche Chance ihr zu entgehen droht.

Erst dreht das Wesen nur seinen Kopf, während es weiterhin davonfliegt.

Würde das Wesen wirklich davonfliegen, wäre es nicht mehr da. Ich denke, das Wesen entfernt sich bloß noch weiter.

Zwischen der Angst und der Neugier fehlt was... Das geht mir zu abrupt. Du solltest den Moment erwähnen, als Neugier und Panik miteinander ringen und die Neugier siegt...


„Wahs...wihllst duh?“, bringt die Gestalt mit einer Stimme hervor, die mehr an den verzweifelten Sprechversuch eines Tieres erinnert, als an die eines Menschen.
„Wahrum...hahst...duh...keihne...Ahngst?“, verwundert reist es die Augen auf und legt den Kopf auf die Seite.
„Ich...ähm...“, stammelte die junge Frau, kaum in der Lage die richtigen Worte zu finden.
„Rehdeh..ohder ihich wehrdeh dihich zehrfehtzen!“, es schnappt nach ihr um seine Worte zu verdeutlichen.


Klar, du willst die dumpfe, gedehnte Sprechweise des Wesens verdeutlichen. Aber bitte nicht durch unbeabsichtigt komische Rechtschreibfehler. Dehnen kannst du nur, was da ist. Und die Wörter enthalten eben kein H. Es genügt, wenn du die Vokale dehnst. Also nicht "wahs" sondern "waaas" - beispielsweise.

Sie zuckt ein Stück zurück und sieht sich Angesicht zu Angesicht mit diesem Ding.

Unnötiges Füllwort. Sie zuckt zurück genügt vollauf.

Erfolglos versucht sie den Schrecken zu unterdrücken.

Stimmt nicht. Es gelingt ihr sehr wohl, wenn auch vielleicht mit Mühe.

„Ich will mehr über dich erfahren“, platzt es aus ihr heraus
Erschrocken über ihr eigenes Handeln kneift sie die Augen zusammen.

Welches Handeln? Sie hat doch nur etwas gesagt. Sie ist nur über ihre eigenen Worte erschrocken.

Das Wesen breitet erneut seine mächtigen Schwingen aus und verursacht ein Geräusch, dass einer Lache nicht unähnlich ist.

Bitte ersetz das Dialektwort "Lache" durch "Lachen". Und korrigiere das "dass" in ein "das".
-> das einem Lachen nicht unähnlich ist.

Einige landen ihr im Gesicht.

Holprig. Besser: Einige landen in ihrem Gesicht.

Erneut sah die junge Frau auf.
sieht

„Guht dahs duh hinsiehst“, wieder lacht es, doch nun klingt die Lache nicht mehr so eulenhaft wie bisher.


Siehe oben ;)

Er ist gut gebaut wie sie erkennen kann. Er trägt nur eine kurze Hose.

Stell den ersten Satz um: Wie sie erkennen kann, ist er gut gebaut.
Das macht den Stil flüssiger.


„Du bist eine der wenigen Personen, die meine Verhandlung je miterleben durften! Du kannst dich geehrt fühlen!“, wieder lacht er, diesmal klingt es sehr menschlich.

Du kannst dich geehrt fühlen!“ Wieder lacht er,...

"Jetzt bist du geschockt. Das hast du wohl nicht erwartet?“, er neigt seinen Kopf so das er ihr direkt in die Augen sehen kann.

Das hast du wohl nicht erwartet?“ Er neigt seinen Kopf so, dass er ihr direkt in die Augen sehen kann.

„Oder hast du etwa doch Angst vor mir?“, wieder versucht er ihr in die Augen zu blicken.
„Ach Quatsch, lass uns gehen!“, widerspricht sie und geht voraus.
„Und dabei weißt doch gar nicht wo lang es geht!“, erneut macht er sich über sie lustig.


Siehe oben ;)


„Ladys first“, er hält ihr die Tür auf und winkt sie herein.

„Nimm platz und erzähle mir was man sich so über mich erzählt!“, fordert er sie auf und deutet auf einen großen Tisch in der einen Hälfte des Zimmers.


Nimm Platz...

Ansonsten: siehe oben ;)

Sie setzt sich, wobei ihre Augen weiterhin auf ihn geheftet blieben.

bleiben

Die junge Frau begann zu erzählen.

beginnt

Von Leuten, die über ein eulenartiges Wesen berichteten, dass auf dem Turm der benachbarten Kirche gesehen wurde.

das, nicht dass

„Und du wolltest dich jetzt mit eigenen Augen davon überzeugen, ob es mich wirklich gibt?“, er stützte seinen Kopf auf die Hände und blickte sie lächelnd an.

Siehe weiter oben.

stützte


„Ja so könnte man es nennen.“, wieder versucht sie seinem Blick auszuweichen.

„Na dann fang mal an!“, er lehnte sich auf seinen Stuhl zurück und betrachtet sie.


Same procedure...

lehnt

Nach genauem abwiegen ihrer Fragen fing sie an ihn zu löchern.

Dieser Satz ist wirklich schlimm ;)

Nach genauem Abwägen möglicher Fragen fängt sie an, ihm einige zu stellen.


„Also“, sie räusperte sich „Was bist du?“
Er grinste. „Das ist doch wohl eindeutig oder?“
Verdutzt blickte sie ihn an.
„Ach, Kleines, es klingt zwar absurd, aber ich bin ein Werwesen, sozusagen eine Wereule!“, er lacht schallend und beugt sich wieder nach vorne.
„Und so wie du schaust, hast du dir das schon fast gedacht, oder?!“
„Ja“, wieder weicht sie seinem Blick aus.


räusperte

Need I say more?

„Warum erzähle ich dir das eigentlich?“ schüttelnd senkt er seinen Kopf

...fragt er kopfschüttelnd.

Wenn ich mir vorstelle, wie er seinen Kopf geleichzeitig schüttelt und senkt, muss ich an einen epileptischen Anfall denken ;)

Es ausnutzen, dieses Gefühl das sie ihm gibt?

Es ausleben, dieses Gefühl, das sie in ihm weckt?

Alles an ihr faszinierte ihn.

fasziniert

Kaum das er bemerkt, dass er sich auf sie zu bewegt, ist sie schon direkt vor ihm.

Kaum bemerkt er, wie er sich auf sie zubewegt. Schon ist sie direkt vor ihm.

Eine seiner Hände setzt er auf ihre Stuhllehne, die andere auf die Tischplatte.

*holper* Das Verb "setzen" passt hier einfach nicht. Nimm vielleicht "legen" oder "stützen"

Eine Hand stützt er auf die Lehne ihres Stuhles, die andere auf die Tischplatte.

Ihre Gesichter berührten sich fast, als er ihr ins Ohr flüsterte: „Verbring die Nacht mit mir!“


berühren
flüstert

Klappernd fällt er zu Boden.

besser: polternd oder krachend.

„......IIIIIIIN!!!!!“ schweißgebadet schreckt sie hoch.

Und noch einmal.. ;)

Auf der Suche nach ihm. Die Bettdecke fest umschlungen.

Die beiden Sätze würde ich durch ein Komma verbinden.

Näher zu dem Mann neben ihr.

Näher zu dem Mann neben sich.

Sie hatte das alles nur geträumt.

hat

Beruhigt in Sicherheit zu sein, schläft sie letztendlich ein.


Mit dem beruhigenden Gefühl, in Sicherheit zu sein, schläft sie letztendlich ein.

Puh, das war jetzt so einiges, was?

Zum Schluss möchte ich trotz aller Kritik nochmals sagen, dass deine Geschichte das gewisse Etwas hat. Du verstehst es, mit der Sprache umzugehen und musst nur darauf achten, Umständlichkeiten und Holprigkeiten zu vermeiden. Aber das kommt schon :)

PoiSonPaiNter
02.11.2008, 11:56
So wieder dran gebastelt! :D
Hab jetzt hoffentlich alle Falten geglättet und es ist jetzt nicht mehr so holprig! :D

Hab auch noch ein paar kleine Sachen neu eingebaut, um die Geschichte noch ein wenig auszubauen, hoffentlich geht der Schuss nicht nach hinten los! :D

Zum Schluss möchte ich trotz aller Kritik nochmals sagen, dass deine Geschichte das gewisse Etwas hat. Du verstehst es, mit der Sprache umzugehen und musst nur darauf achten, Umständlichkeiten und Holprigkeiten zu vermeiden. Aber das kommt schon
VIELEN DANK! *schäm* *fleh*

Spätestens in der Fortschreibegeschichte die ich iwann reinstellen werde, wird sich zeigen ob ich es schaffe das zu umgehen! ;)

Warin
02.11.2008, 21:10
Ich finde, diese Geschichte hat einen eigenen Thread und eine eigene Bewertungsmöglichkeit verdient, deshalb habe ich sie mal aus dem Sammelsurium herausgelöst.

Inzwischen ist der Text ja gut lektoriert, so dass ich nur noch die Häufung von "ein... ein... ein..." (ein Ast, ein dunkler Schatten, eine ... Gestalt) zu Beginn der Geschichte zu monieren habe, das wirkt sprachlich auf mich ein klein wenig unprofessionell.

Die Idee ist nicht überragend neu, aber erfrischend erzählt und passt wunderbar zu Halloween. Daher gibts drei Sterne und einen Halloween-Bonus-Kürbis von mirhttp://www.fantasy-forum.org/images/rating/rating_3.gif:halloween:

PoiSonPaiNter
02.11.2008, 21:48
:eek: *oi* O.O Damit hätt ich nicht gerechnet! O.O War ganz geschockt als ich den Titel sah! O.O

DANKE für diese Ehre! *fleh*

Und ich hoffe das "Ein"-Problem hab ich zufriedenstellend gelöst! :D

(Sorry für den etwas kurzen Post, aber mir fällt grad nicht mehr ein, muss das hier erst noch verdauen! :D)

Edit: Will ja nicht meckern, aber muss da nich noch das Kürzel vor den Threadtitel? X.X

Lythande
03.11.2008, 14:12
Hallo,
ja... hier wurde ja schon alles gesagt und verbessert... besonders von Hathor.
Eine gelungene Geschichte, gruselwusel und der Schluss absolut unerwartet. Man wacht praktisch mit der Frau auf und denkt sich: "Puuh, das ging noch mal gut!"

Schööön.
Grüße
Lythande