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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der 13. Krieger


Nuramon
30.01.2008, 20:20
Dies ist die Geschichte des jungen arabischen Gesandten Ahmahd Ibn Fahdalan (Antonio Banderas), der aus seiner Heimat verbannt wird, weil er sich in die falsche Frau verliebt hat. Auf seiner Reise in die barbarischen Länder des Nordens schließt er sich einer wilden Wikingerhorde an, die sich darauf vorbereitet, in ihre Heimat zurückzukehren. Dort sollen sie gegen ein unsagbar böses Monster kämpfen, dessen Namen auszusprechen verboten ist. Einer Prophezeiung zufolge müssen 13 Krieger in den Kampf gegen das Böse ziehen, wobei der 13. Krieger kein Wikinger sein darf. Fahdalan hat, als Ausgestoßener seines eigenen Volkes, kaum eine Möglichkeit, sich dem Willen der Wikinger -- sie sehen in ihm den 13. Krieger -- zu widersetzen. Da sich Fahdalan eher als Poet denn als Krieger betrachtet, muss er nun nicht nur in den von ihm ungeliebten Krieg ziehen, er wird darüber hinaus mit einer Kultur konfrontiert, die sich in keiner Form mit der vergleichen lässt, aus der er stammt.

Einer der besten Wikingerfilme. Ich finde es sehr genial gemacht wie Antonio Banderas bei den Nordmännern die Sprache erlehrnt. Sehr großes Kino bieten auch die zum Teil sehr brutalen Schlachten.

Razor
30.01.2008, 20:43
Ohja, eine wirklich guter Film.
Die Charaktere bzw die Schauspieler haben mir mehr als gut gefallen, vor allem der Wikinger-König hat mich sehr beeindruckt. Seine Erscheinung und seine Art konnten mich begeistern. Es hätte zumindest bei der Figur keine bessere Besetzung geben können, finde ich.
Auch dieser "Clash of Cultures" ist genial umgesetzt worden:
Ich erinnere da nur an die Szene mit dem neugeformten Schwert: "Gib einem Arab ein Schwert und er macht ein Messer draus"
Das Gute ist, das war nicht der einzig witzige Zusammenprall dieser zwei Kulturen.
Es ist aber kein Humor bei dem man sich schlapp lacht, das wäre für den Film auch fatal. Diese Szenen bringen den Zuschauer eher zum Schmunzeln, das passt dann schon eher.

Was mich nur gewundert hat: Ich hätte bei den Wikingern eher auf traditionellere Rüstungen getippt (Kettenhemden zum Beispiel). Aber Diese trugen allesamt verschiedene Rüstungen.

PS: Der Film ist ungeschnitten - wie es aber immer so ist - absolut ungenießbar. Und ich rede jetzt nicht nur, weil ich in Filmen gern Blut sehe ;) sondern weil die Szenen nach den jeweiligen Kürzungen keinen Sinn machen (Prinz hat plötzlich einen Blutfleck an der Wange; Warum übergibt sich der Arab, nachdem er ins Haus reingegangen ist ...? uvm.)

Livrion
31.01.2008, 23:41
Ein Film mit genialen Ansätzen, der durch die völlig überflüssige Thematik der fiktiven Widersacher für mich alles eingebüßt hat, was ich so toll fand.
Das Zusammenspiel von Araber und Wikingern fand ich beeindruckend umgesetzt, nur, warum macht man aus so einem Stoff einen halben Fantasy Film? Für mich bis heute nicht nachvollziehbar und leider kam danach meines Wissens nach kein Wikinger Film mehr....

Zumindest bis bald nicht, weil Bully ja Wicki und die starken Männer verfilmt, wofür sich ambitionierte Menschen über Pro7 übrigens zum Casting bewerben können.
Das nur nebenbei und sorry für Off Topic. ;)

Razor
01.02.2008, 14:07
Zwei Sachen versteh ich nicht:

völlig überflüssige Thematik der fiktiven Widersacher
Kannst du das genauer erklären?

warum macht man aus so einem Stoff einen halben Fantasy Film?
Inwiefern Fantasy?
Und wenn: wieso eigentlich nicht X.X

Livrion
01.02.2008, 15:55
@Razor:

Diesen komischen Clan von Kannibalen oder was auch immer fand ich einfach überflüssig.
Die Geschichte der Wikinger liefert schon genug erzählenswerte Plots, dazu braucht man keinen Gegner erfinden, den es niemals gab.

Wenn ich mir einen Historienfilm anschaue, dann weil er ein Historienfilm ist. Einen Fantasy-Film, weil er ein Fantasy-Film ist.
Mit dieser komischen Mischung aus beidem kann ich persönlich nichts anfangen.

Genauso gut hätte man bei "Gladiator" statt des Tigers einen Drachen in die Arena einmarschieren lassen können und es wäre genauso überflüssig gewesen.

Razor
01.02.2008, 17:22
Die Geschichte der Wikinger liefert schon genug erzählenswerte Plots
Das find ich allerdings auch. Nichtsdesdotrotz ist der Film gut gelungen, find ich.

Welche Fantasy-Elemente haben dich denn gestört?
Diesen Clan würd ich nicht als etwas Fantastisches betrachten... Im Gegenteil: Nach und nach wurde doch alles aufgedeckt. Die "Dämonen" sind diese Kannibalen, der "Glühdrache" (oder wie auch immer er da genannt wird) entpuppt sich als ein Fackelzug eben dieser Menschenfresser. Dadurch distanziert sich der Film von dem Fantastischen, in dem dieser Mythen-Hauch weggeweht wird.

Ich will dich in deiner Meinung nicht umstimmen :p nur seh ich das nicht so, dass das ein Film ist mit übermäßigen Fantasy-Elementen.

Livrion
01.02.2008, 18:46
nur seh ich das nicht so, dass das ein Film ist mit übermäßigen Fantasy-Elementen.

Ich red ja auch nicht von dem Mythos des Feuerwurms, an den die Wikinger im Film glauben.
Übermäßig sind die Fantasy Elemente insoweit, dass da ein Stamm oder Figuren eingebaut werden, die mit der Geschichte überhaupt nichts zu tun haben.
Ich möchte ich mal sehen, wann und wo in Skandinavien ein ähnlicher Stamm gehaust haben soll.....:rolleyes:
Mit einer einigermaßen historischen Genauigkeit hat der Film diesbezüglich jedenfalls nichts zu tun.

Natürlich leben historische Filme von einer gewissen subjektiven Auslegung, doch warum warum bindet man einen Stamm mit ein, den es mit absoluter Sicherheit so nicht gegeben hat?
Die Wikinger hatten genug Feinde (Opfer....) in Europa, da braucht es keine komische Stammesführerin in irgendeiner Höhle....

Zumal ja beim 13. Krieger ansonsten besonders darauf geachtet wurde, die Wikinger so darzustellen, wie sie (wahrscheinlich) aussahen...ohne diese klischeehaften Hörner am Helm zum Beispiel....

Annvian
05.06.2008, 19:58
Ich hab den Film auch zu Hause und finde ihn echt gut gelungen. Wobei er von der Logik her..naja...er ist zum Anschauen und Abschalten. Man sollte da irgendwie nciht ZU sehr nachdenken, wenn man ihn sieht.
Die Wikinger finde ich auch gut dargestellt. Natürlich wurde in dem Film weggelassen, dass sie ja eigentlich die Küstendörfer Nordeuropas überfallen haben und brutale Männer wwaren etc etc, aber das passt auch nicht in diesen Film. Was ich damit sagen wollte ist, dass es alles dennoch authentisch wirkt. Nur, dass Banderas so schnell ihre Sprache lernt, ist wirklich ein Ding der Unmöglichkeit. Darüber muss ich jedesmal grinsen, auch wenn es kein gewollter Scherz ist. Aber mal ehrlich: Sie sitzen abends am Lagerfeuer und nur, weil er ja immer ach so toll zuhört, versteht er sie nach einigen Wochen plötzlich? Das ist wirklich sehr sehr realistisch. *übertrieben nick*
Omar Sharifs Auftritt finde ich auch sehr schön, wobei er ja eher eine Nebenfigur ist und nur die ersten 15 Minuten zu sehen ist. Aber zu der Reise, die ja nunmal das Hauptthem des Films ist, passte er nicht so recht.

ZanIzuNES
05.06.2008, 20:22
Ich mag den Film auch sehr, und jaaa okay die Logik kommt eventuell etwas zu kurz, was man hier aber gerade wegen der guten Umsetzung der Wikinger und des Kulturunterschiedes zu den Arabern verschmerzen kann.

Ich gebe zu: auch mir ging es so, dass ich die Hexe mit ihrem Stamm nicht so ganz in den vorher so stark aufgebauten Hintergrund Wikinger-Araber einordnen konnte. Was ich auch vom Denkansatz her recht klug gewählt fand, war, dass mit dem Wikingern und den Arabern zwei sehr weit entwickelte Völkergruppen gewählt wurden. Leider bröselt auch hier wieder ein wenig die Logik, denn so nahe beieinander Lagen diese beiden Kulturen zeitlich gesehen glaube ich nicht.

Nichts desto trotz war der Film damals ein kleiner Meilenstein fürs Kino - meiner Meinung nach irgendwo zwischen Herr der Ringe und Timeline anzuordnen. Und ach ja - schmacht - halt ein Film mit Antonnnnio. *fleh*

Gruß ZanIz

nazgul666-rr
05.06.2008, 20:23
naja iwi muss er sich verständigen können im restlichen Film :D

aber sonst ist ganz gut gemacht - ich hab mir den erst auf Video geholt und so vergammelt er jetzt im Keller weil ich die DVD hab :D

Dark MiG
05.06.2008, 20:36
Was ich auch vom Denkansatz her recht klug gewählt fand, war, dass mit dem Wikingern und den Arabern zwei sehr weit entwickelte Völkergruppen gewählt wurden. Leider bröselt auch hier wieder ein wenig die Logik, denn so nahe beieinander Lagen diese beiden Kulturen zeitlich gesehen glaube ich nicht.


Nun tatsächlich betrieben die Wikinger Handel mit den Arabern. Hier bei wurden vor allem Sklaven gegen Silber getauscht. Da Sklaven nordischer Abstammung bei den Arabern sehr begehrt waren. Dieser Handel ging soll bis den Arabern das Silber aus ging ;)

SemSimkin
09.06.2008, 21:26
Ich möchte ich mal sehen, wann und wo in Skandinavien ein ähnlicher Stamm gehaust haben soll.....:rolleyes:

Soweit ich weiss, hat Crichton in seinem zugrundeliegenden Roman "Die Ihre Toten essen" diese Wesen als Neanderthaler beschrieben. Angeblich soll er dazu auch Berichte eines historisch verbürgten arabischen Reisenden verwandt haben.

Livrion
09.06.2008, 21:43
Soweit ich weiss, hat Crichton in seinem zugrundeliegenden Roman "Die Ihre Toten essen" diese Wesen als Neanderthaler beschrieben. Angeblich soll er dazu auch Berichte eines historisch verbürgten arabischen Reisenden verwandt haben.

Schau mal bei Wikipedia (manchmal doch recht informativ):

"Der amerikanische Schriftsteller Michael Crichton benutzte Ibn Fadlans Reisebericht für seinen 1976 erschienenen Roman „Die ihre Toten essen“ (später „Schwarze Nebel“, Original “Eaters of the Dead”), der später unter dem Titel „Der 13te Krieger“ verfilmt wurde. In dem Roman geben die ersten drei Kapitel Teile des tatsächlichen Reiseberichtes Ibn Fadlans wieder, während im Folgenden Crichton in Ibn Fadlans Schreibstil eine fiktive Geschichte von der Reise zu den Wikingern erzählt, die er aber aus erzähltechnischen Gründen als Übersetzung von Originalmanuskripten präsentiert."


Häte mich auch sehr gewundert, da ich mich doch schon einige Zeit mit der Kultur der Wikinger beschäftigt habe und von so einem Kult bisher nie etwas gelesen habe.
Ibn Fadlan ist noch nicht einmal zu den Wikingern gereist.

SemSimkin
09.06.2008, 23:12
Jaja schon klar, dass es Fiktion ist. Das mit den Neanderthalern. Aber für mich überschreitet das noch nicht die Grenze zur Fantastik, denn die Neanderthaler existierten ja tatsächlich in kleinen Enklaven bis um 10.000 v. Chr. herum. Warum soll es dann nicht als nette Idee noch so einen Stamm irgendwo in Skandinavien geben ?

Sith-Lord
29.08.2008, 06:16
Habe mir heute das Buch bestellt, weil ich den film immer wieder gerne sehe. ist gute Unterhaltung auch wenn, z.B.
die Rüstungen sehr fantasymäßig den Wikinger auf den Leib gepresst wurden.

Viconia
29.08.2008, 21:16
Ich habe den Film damals mit 12 im Kino gesehen und mir dauernd die Augen zugehalten, weil ich ihn total furchtbar fand ... hatte damals echt Angst. Heut muss ich darüber echt lachen, hab ihn 2 Jahre später nochmal gesehn und war begeistert ... jetzt zählt er zu meinen Lieblingsfilmen ;) ... finde persönlich auch den Soundtrack total super und passend.
Was jetzt nun historisch genau daran realistisch ist - darüber denke ich bei einem Film selten nach, denn meist will ich nur unterhalten werden und wenn ich faktische Genauigkeit möchte, schau ich mir dann doch lieber eine Doku an ... also alles in allem gehört der meiner Meinung nach in jedes DVD-Regal!

zyrozz
30.08.2008, 00:54
.
Was jetzt nun historisch genau daran realistisch ist - darüber denke ich bei einem Film selten nach, denn meist will ich nur unterhalten werden und wenn ich faktische Genauigkeit möchte, schau ich mir dann doch lieber eine Doku an

Oh, ich hab so lange drauf gewartet diesen Satz mal zu hören^^
Ich hasse es wenn Filme, sobald man aus dem Kino kommt, von Hobby Kritikern zerlegt werden.

back to topic.

Ich liebe diesen Film, den kann ich mir immer ankucken, am besten ist die szene wenn er langsam ihre Sprache lernt, super.
Ich bin zwar kein Antonio Banderas Fan aber in dem Film find ich ihn gut.
Die Sprüche der Nordleute sind auch super.

"Gib einem Araber ein schwert und er macht ein Messer draus^^"
"Wenn du stirbst, darf ich es dann meiner Tochter schenken:D"

Conan
18.11.2008, 17:20
Ein genialer Film und gut gemacht, er ist einer meiner Lieblingsfilme aus diesem Genre. Historisch nicht genau, aber ich glaub´ darauf legt der Film auch keinen allzugroßen Wert. Zudem baut der Film, wie ich finde, sehr gute Spannung auf, in dem diese komischen Menschenfresser ~Wendol~ anfangs immer nur kurz gezeigt werden und mehr ihre Greueltaten in den Vordergrund stellt - man weiß Anfangs erstmal nicht, mit was man es genau zu tun hat.
Wie viele andere hat natürlich auch dieser Film ein paar unlogische Szenen, die für mich aber nich wirklich störend sind, viell. auch, weil ich Filme mag, die in dieser Zeitepoche spielen. Gut gelungen finde ich auch die "Hau-drauf-Schlachten" oder einige heroischen Sätze wie z.B.:
"Dort treffe ich dann meinen Vater, dort treffe ich meine Mutter,
meine Schwestern und meine Brüder, dort treffe ich dann all jene Menschen.
Meine Ahnenreihe von Beginn an. Sie... rufen bereits nach mir.
Sie bitten mich, meinen Platz zwischen ihnen einzunehmen.
Hinter den Toren von Walhalla!!!
Wo die tapferen Männer für alle Ewigkeit ...Leben." (Buliwyf)
"Für alles was wir hätten denken müssen und niemals gedacht haben.
Für alles was wir hätten sagen müssen und niemals gesagt haben.
Für alles was wir hätten tun müssen und niemals getan haben.
Ich bitte dich - Gott - um VERGEBUNG..." (Ahmad Ibn Fadlān)
Neben solchen Sätzen sind es die düsteren, stimmungsvollen Bilder, die die rauhe Schönheit dieses Films auch ohne große Special-Effekte eindrucksvoll in Szene setzen. Neben der Kulisse & Landschaft trägt dazu sicherlich auch die Schauspieler-Besetzung bei, die ich sehr passend finde. Erstaunlicherweise sind dabei fast keine bekannten Namen vertreten ...und auch nicht nötig.
...ist gute Unterhaltung auch wenn, z.B.
die Rüstungen sehr fantasymäßig den Wikinger auf den Leib gepresst wurden.
Ja, bei der Zusammenstellung der Kostüme mag man sich über die Authentizität streiten, aber in dieser Richtung ich hab auch schon weitaus schlimmeres gesehen. Ich finde jedenfalls, dass die Wikinger ziemlich glaubhaft rüberkommen.
"Störender" finde ich da schon eher die Bezeichnung "Fantasy" im Zusammenhang mit dem Film. Er ist insgesamt wohl mehr ein Abenteuerfilm, denn richtige Fantasy-Elemente gib´s ja eigentlich nicht.

Trotz einiger Schwächen, von mir bekommt der Film ebenfalls 4 von 5 Sterne!

Klars
30.01.2010, 20:05
Der Film kam ja kürzlich wieder im Fernsehen und darf hier eigentlich nicht fehlen.

Da ich trotz Suche noch keinen Thread dazu gefunden habe, mache ich einmal flux einen auf :)

EDIT: Da war doch tatsächlich schon einer da ;):D

Es ist zwar bereits ein Weilchen her, dass ich der dreizehnte Krieger zum letzten Mal gesehen habe, aber ich fand und finde noch, dass er zu den wenigen Fantasy Filmen gehört, die alles bieten, was zumindest mein Herz begehrt.

Einen (im Vergleich zu den rauhen Nordmännern) etwas verweichlichten Helden, wirklich gut verkörpert von Antonio Banderas, düstere Spannung in Abwechslung mit wilden Kampfszenen, in denen die 13 Krieger nach und nach dezimiert werden (ich mag halt keine Überhelden), witzige Dialoge, die das ganze auflockern und eine fantastischen aber logischen Handlungsstrang.

Der dreizehnte Krieger gehört zu den Fantasy Filmen, die ich mir gerne öfters ansehe.

Alcarin
31.01.2010, 21:19
Zu meinen Favoriten zählt dieser Film nicht. Ich fand die Neandertalerstory recht sonderbar und mich störte, dass Antonio Banderas von seinem Aussehen her keinen überzeugenden Araber abgegeben hat. Er ist ein Muster- Latino und kein Semit.

SemSimkin
31.01.2010, 23:41
Achso ... ja stimmt, denn wie jeder weiß, darf bei einem Semiten das Verhältnis Nasenwurzel-Stirn und Nasenflügel-Wangenknochen die 1,43 nicht überschreiten, gell ? :D

Alcarin
01.02.2010, 01:36
Die Schädelmaße waren ein Witz der Wissenschaft, der nur nie lustig war.
Aber ehrlich: Araber haben in der Mehrheit ein ganz besonderes Aussehen und Antonio Banderas hat nicht diesen Beduinenlook, er ist halt ein Latino.

Klars
01.02.2010, 08:17
Ah, und Schweden sind alle groß, blond und blauäugig, gelle ;):)

Aber eigentlich geht es hier um Meinungen zum Film, nicht vordergründig um das Aussehen von Banderas.

Storm
01.02.2010, 08:53
Ich mag den Film. Ich mag es, dass eine historische Vorlage verwandt wurde und trotzdem eine ganz neue Geschichte daraus wurde und außerdem liebe ich die Musik (jedenfalls das Main Theme, moar).

Insgesamt ist der Plot zwar nun nichts, was einem total logisch vorkommt, aber die Geschichte ist imho einfach gut erzählt und das macht den Film unterhaltsam und auch mehrmals sehenswert.

Und ganz im Ernst, ich kenne einige Araber, die nicht so arabertypisch aussehen. Und wenn mir einer Banderas hinstellen würde und sagen würde "das ist ein Ägypter", dann würd ich ihm das vermutlich glauben. Es soll ja auch blonde Türken geben und so, mein Vater ist zufällig einer ;)

ExLibris
01.02.2010, 11:06
Ich kann mich Storm nur anschließen. Der Film hat mir gut gefallen, Banderas war für mich ein sehr überzeugender Araber. :) Das Aufeinandertreffen von zwei ganz unterschiedlichen Kulturen war interessant gemacht, vor allem die Lagerfeuerszene hat mir gefallen, als er ihre Sprache lernt.
Omar Sharif hat zwar nur eine kleine Rolle, aber seit "Lawrence von Arabien" ist er für mich noch immer der charmanteste Araber überhaupt. *lieb*

Mirar
01.02.2010, 13:16
Hallo zusammen

Ich schliesse mich den Meinungen von Storm und ExLibris an. Ein lohnendswerter Film. Die Story ist spannend, die Dialoge ansprechend und auch die Kostümierungen, Landschaften, Gebäude etc. sind sehr gut inszeniert.

Bis heute um ca 13.02 habe ich aber noch nie einen Gedanken über das Aussehen von Banderas im Film verloren. Eine interessante Fragestellung, die meiner Meinung nach aber irrelevant für die Qualität des Films ist.

Fazit: Gehört in jede gute Filmsammlung mit "fantastischer Anhauchung" dazu. :-)


Liebe Grüsse

Mirar

PS: Weiss jemand zufällig, ob der Film ein Buch als Vorlage hatte oder neu erfunden wurde?

Nebelkrähe
01.02.2010, 13:35
PS: Weiss jemand zufällig, ob der Film ein Buch als Vorlage hatte oder neu erfunden wurde?


Auf jeden Fall ein Film mit großem Unterhaltungswert. Auch wenn mir die schlechte Ausrüstung und Darstellung der Figuren nicht passt, macht der Film Laune.
Und die Szene in der er die Sprache der Nordmänner lernt, ist meines Erachtens nach einzigartig im Genre.

@ Mirar: Die Vorlage für den Film war Michael Crichtons "Eaters of the Dead" von 1976, bei dem er sich von dem Reisebreicht Ibn Fadlans aus dem 9. Jahrhundert inspirieren ließ.
Ibn Fadlan war Teil einer Gesandschaft nach Bulgarien und stieß dabei auch auf Rus-Wikinger, deren Gebräuche er beschrieb. Der Teil mit den Wendols ist meines Wissens nach fiktiv. Der Teil mit der Halle und den machtlosen Kriegern stark an Beowulf angelehnt.

neoxinnia
01.02.2010, 19:13
Bei mir ist es schon eine Weile her, seit ich den Film gesehen habe.
Ich weiß zwar, dass es ihn erst vor kurzem im Fernsehen gespielt hat, aber ich hab irgendetwas anderes gekuckt - egal.

Jedenfalls habe ich den Film in ziemlich guter Erinnerung und im Moment fällt mir auch nicht wirklich etwas ein, dass mir überhaupt nicht gefallen hat.
An was ich mich aber noch gut erinnere ist diese Lagerfeuerszene, die auch ExLibris erwähnt hat. Ich finde die nach wie vor relativ gut gemacht und echt toll. :D

sueño
01.02.2010, 22:59
Der Teil mit den Wendols ist meines Wissens nach fiktiv.

Es gab gar keine Neandertaler, die mit magischen Kräften die Wikinger heimgesucht haben? Ja, dann ist das wohl fiktiv :D



Ibn Fadlan war Teil einer Gesandschaft nach Bulgarien und stieß dabei auch auf Rus-Wikinger, deren Gebräuche er beschrieb.

Das bekam ich erst Jahre später mit, nachdem ich den Film zum ersten Mal gesehen hatte. Ich finde es zwar spannend, dass sich der Film auf eine historische Vorlage bezieht; für mich ist das aber auch einer der Punkte, wo die Realität viel interessanter ist, als der Film. Trotzdem ist "der dreizehnte Krieger" auch für mich beste Unterhaltung mit guter Besetzung.

Alcarin
02.02.2010, 00:15
Ich habe Ibn Fadlans Reisebericht gelesen, wo unter anderem steht, wie er bei den Bulgaren zwei rotgoldene Jinn- Geisterheere gegeneinander kämpfen sah. Das Met muss dort oben recht stark gewesen sein oder hat er zu viele Fliegenpilze gefuttert? Man weiß es nicht...
Angesichts dessen hätte er eigentlich auch von Neandertalern schreiben können.

Conan
03.02.2010, 20:03
[...] vor allem die Lagerfeuerszene hat mir gefallen, als er ihre Sprache lernt.
Ja, in Sachen Sprachen ist er ein richtiges Naturtalent. Das ging ja alles schon verdächtig schnell - für meinen Geschmack fast schon zu schnell. Sein "Mithören und Lernen" am Lagerfeuer war eigl. gut gmacht (jedenfalls von der Grundidee her), allerdings mit Null Kenntnissen dürfte wohl niemand so schnell so gut werden.;)

Naja, ich finde seinen kleinen "Crashkurs" deshalb eigl. nicht so glaubwürdig - für mich einer der wenigen unlogischen Stellen im Film.
Besser wär´ viell. gewesen, wenn er schon während oder zu Beginn seiner Reise ein paar Grundkenntnisse hätte mitbringen können, z.B. von seinem Begleiter, der ihn ins Land der Nordmänner geführt hat. Dieser konnte ja schon bereits die Sprache und auch deren Traditionen waren ihm nicht unbekannt.

---
Der Film [...] darf hier eigentlich nicht fehlen.

Da ich trotz Suche noch keinen Thread dazu gefunden habe,

Oh fleißig Suchender, lenke deine Blicke auf diesen Link hier (http://www.fantasy-forum.net/showthread.php?t=154) und du wirst finden, wonach du begehrst. *china*

Nebelkrähe
04.02.2010, 08:53
Ja, in Sachen Sprachen ist er ein richtiges Naturtalent. Das ging ja alles schon verdächtig schnell - für meinen Geschmack fast schon zu schnell. Sein "Mithören und Lernen" am Lagerfeuer war eigl. gut gmacht (jedenfalls von der Grundidee her), allerdings mit Null Kenntnissen dürfte wohl niemand so schnell so gut werden.;)

Naja, ich finde seinen kleinen "Crashkurs" deshalb eigl. nicht so glaubwürdig - für mich einer der wenigen unlogischen Stellen im Film.
Besser wär´ viell. gewesen, wenn er schon während oder zu Beginn seiner Reise ein paar Grundkenntnisse hätte mitbringen können, z.B. von seinem Begleiter, der ihn ins Land der Nordmänner geführt hat. Dieser konnte ja schon bereits die Sprache und auch deren Traditionen waren ihm nicht unbekannt.


Auch wenn es unrealistisch ist, reicht die Szene meiner Ansicht nach aus um darzustellen wie er die Sprache lernt.
Ich krieg doch auch immer einen auf den Deckel wenn ich mich über unhistorische Ausrüstung beschwere. Menno. *grins*


Und Ibn Fadlans Begleiter, also Omar Sharif spricht mit den Nordmännern Griechisch und Latein und nicht ihre eigene Sprache, deshalb wird er ja an Hergeir verwiesen.

Klars
04.02.2010, 09:19
Ja, in Sachen Sprachen ist er ein richtiges Naturtalent. Das ging ja alles schon verdächtig schnell - für meinen Geschmack fast schon zu schnell. Sein "Mithören und Lernen" am Lagerfeuer war eigl. gut gmacht (jedenfalls von der Grundidee her), allerdings mit Null Kenntnissen dürfte wohl niemand so schnell so gut werden.;)

Da gebe ich Dir natürlich recht.
Im Film muss halt manchmal ein wenig gerafft werden, um Überlängen zu vermeiden.
Und ausserdem ist es ja Fantasy, sagen wir deshalb einmal, Ibn lernt einfach sehr, sehr schnell andere Sprachen ;):D

Storm
04.02.2010, 15:08
Man bekommt es durch die Darstellung im Film nicht so gut mit, dass die eine ganze Weile gemeinsam unterwegs sind, sie treffen sich ja auch an der Wolga und reisen dann gemeinsam in den Norden. Es soll also weniger ein Abend am Lagerfeuer sein, an dem er dann plötzlich die Sprache kann, sondern eben gerafft darstellen, dass er während dieser ganzen langen Reise immer zugehört hat und es dann irgendwann konnte. Das ist schon realistisch, auch ohne Vorkenntnisse ;)

Conan
04.02.2010, 20:48
Und Ibn Fadlans Begleiter, also Omar Sharif spricht mit den Nordmännern Griechisch und Latein und nicht ihre eigene Sprache, deshalb wird er ja an Hergeir verwiesen.

Und ich dachte eigl., dass... naja; wieder ein weiterer Grund, das ich mir diesen (guten) Film noch ein weiteres Mal ansehen werde.:)

Es soll also weniger ein Abend am Lagerfeuer sein, an dem er dann plötzlich die Sprache kann, sondern eben gerafft darstellen, dass er während dieser ganzen langen Reise immer zugehört hat und es dann irgendwann konnte. Das ist schon realistisch, auch ohne Vorkenntnisse

Das es natürlich nicht nur ein Abend (am Lagerfeuer) war, ist schon klar.
Aber ok, ich merk´ schon, ich hab´ viell. doch etwas zu viel von mir auf andere geschlossen.:D
Naja, bei mir würde es zumind. einige "Lagerfeuerabende" mehr brauchen, bis ich eine mir völlig unbekannte Sprache fließend beherrsche. Bis dahin hätte Fahdalan´s Reisegruppe die Welt sicherlich schon dreimal umrundet.^^

Und ausserdem ist es ja Fantasy, sagen wir deshalb einmal, Ibn lernt einfach sehr, sehr schnell andere Sprachen

Ja, nehmen wir´s einfach mal so hin...;)

---
Aber andereseits (um viell. eine weitere Diskussion anzustoßen) ist es doch schon eher ein Abenteuer/Action- als ein Fantasyfilm. Denn es gibt weder Magie noch irgendwelche Fabelwesen.

Bajarin
09.02.2010, 00:42
Hat eigentlich schon mal einer von Euch "Das erfundene Mittelalter" gelesen, ein, naja, ich wills mal populärwissenschaftliches Buch nennen, über einen Zeitraum von ca. 300 Jahren der europäischen Geschichtsschreibung, die möglicherweise gar nicht stattgefunden hat? Zahlreiche Dokumenten- und Geschichtsfälschungen insbesondere durch den Vatikan, Kaiser Otto I. und Friedrich II. sind wohl inzwischen erwiesen und unter Historikern allgemein anerkannt. Kollossal interessant, selbst, wenn nicht die gesamte Theorie stimmen sollte! Danach haben anscheinend u.a. die Wikinger viel zu wenige Spuren in Mitteleuropa hinterlassen, um tatsächlich und glaubhaft die bösen Buben sein zu können, die immer am Niedergang der klassischen antiken Hinterlassenschaften in Mitteleuropa Schuld sein sollten ... ich glaube dieser Satz war jetzt etwas lang und wirr. :rolleyes:

Tatsächlich aber hat es für die vielen Raubzüge mit Hunderten von Schiffen und Tausenden von Kriegern wohl nur sehr wenige Tote, Gräber, Münzen und Gebrauchsgegenstände gegeben, die belegen könnten, daß sie tatsächlich jahrhundertelang hier alles ausgeplündert hätten. Demnach waren die Wikinger eher Händler und Entdecker, als Plünderer ... so wie im Film.

In den Trümmern des römischen Reiches auf dem Vielvölkerkontinent Europa war die lateinische Sprache tatsächlich eine Möglichkeit, sich mit Angehörigen völlig fremder Kulturen zu verständigen. Gerade die hoch gebildeten und kultivierten Araber kannten das Latein und das Griechisch aus den vielen Büchern, die es damals in islamischen Bibliotheken gab. Und auch ein Händler- und Kriegervolk wie die Wikinger hätte sich dieser "Lingua franca" der verlöschenden Antike/des Frühmittelalters bedient. Das passt schon. Nach meiner unbedeutenden Meinung zumindest.*ja*

Ach ja, und um mich der neuen Diskussion anzuschließen: Wie viel Magie und Fabelwesen müssen Buch oder Film enthalten, um ein Fantasy-Werk zu sein? Ich finde die Idee, aus dem vermeintlichen Feuerwurm bei genauem Hinsehen einen Fackelzug werden zu lassen, einfach nur gut. So ist es weniger ein Film über Magie und Ungeheuer, sondern über Aberglauben und kritisches, quasi wissenschaftliches Denken. Mir gefällt der Film super gut und den jungen Antonio Banderas stelle ich mir ja zu gern in meinen Träumen in der Hauptrolle der (selbstverständlich niemals Wirklichkeit werdenden) Verfilmung meines Buches vor. Neben ein oder zwei anderen Aspiranten.*grins*

Allanon
09.02.2010, 11:13
Aber andereseits (um viell. eine weitere Diskussion anzustoßen) ist es doch schon eher ein Abenteuer/Action- als ein Fantasyfilm. Denn es gibt weder Magie noch irgendwelche Fabelwesen.

Nicht direkt und nicht offensichtlich, wenn man es aber aus den Augen der Personen im Film betrachtet, an das was sie glauben zu sehen, dann gibt es sie schon. Die Weissagungen, die Auswahl des Kriegers, überhaupt die Aufmachung des Filmes ich denke er passt ganz gut in das Bild das sich Ottonormalverbraucher von einem Fantasystreifen macht. Wären andererseits moderne Mittel (Autos, Flugzeuge, Schußwaffen) im Film untergebracht, so wie z.B. bei Indiana Jones dann wiederum würde ich mich dir vorbehaltlos anschließen.

liebe Grüße

Allanon

Conan
09.02.2010, 22:01
Nicht direkt und nicht offensichtlich, wenn man es aber aus den Augen der Personen im Film betrachtet, an das was sie glauben zu sehen, dann gibt es sie schon.
Nicht direkt und offensichtlich... so kann man es auch ausdrücken.:D
Dass der Film nun gar nichts mit den Genre zu tun hat, will ich nicht behaupten, für mich sind die Fantasyelemente nur sehr dünn gesät - ein paar wenige gibt es ja schließlich schon. Das tut dem Film aber wahrlich keinen Abbruch; will ich nur noch mal betonen.^^

Aber der angebliche "Drache", die Auswahl des Kriegers, die Weissagungen und das ganze Drumherrum sind doch alles mehr oder weniger mystische Elemente.;) Wenn in einer Storry nur über einen Drachen oder über ähnliche Kreaturen geredet/gemunkelt (und dadurch Spannung aufgebaut) wird, sie aber dann in einer solchen nicht ("real") existieren, zählt das dann auch schon direkt als Fantasy?

Die Suche nach dem Genre des Films im www. ergibt fast ausschließlich Mysterie, Action, Abenteuer oder gar alles zusammen... so ganz einig scheint man sich da iwie auch nicht zu sein. Aber Fantasy kommt (wenn überhaupt) eher als letzteres vor.

-----
Die Grundidee des 13. Kriegers baut auch auf viele reale Begebenheiten aus dem ersten Jahrtausend n. Chr. auf. -> Zitat Wiki:

"In dem Roman geben die ersten drei Kapitel Teile des tatsächlichen Reiseberichtes Ibn Fadlans wieder, während im Folgenden Crichton in Ibn Fadlans Schreibstil eine fiktive Geschichte von der Reise zu den Wikingern erzählt, die er aber aus erzähltechnischen Gründen als Übersetzung von Originalmanuskripten präsentiert."

Wären andererseits moderne Mittel (Autos, Flugzeuge, Schußwaffen) im Film untergebracht, so wie z.B. bei Indiana Jones dann wiederum würde ich mich dir vorbehaltlos anschließen.
Moderne Technik im Zusammenhang mit Fantasy mag ich eigl. auch nicht, wobei sich beides wiederum nicht unbedingt ausschließen muss - dazu gibt es schon sehr sehenwerte Ausnahmen.*ja*

Nebelkrähe
10.02.2010, 12:04
Hat eigentlich schon mal einer von Euch "Das erfundene Mittelalter" gelesen, ein, naja, ich wills mal populärwissenschaftliches Buch nennen, über einen Zeitraum von ca. 300 Jahren der europäischen Geschichtsschreibung, die möglicherweise gar nicht stattgefunden hat? Zahlreiche Dokumenten- und Geschichtsfälschungen insbesondere durch den Vatikan, Kaiser Otto I. und Friedrich II. sind wohl inzwischen erwiesen und unter Historikern allgemein anerkannt. Kollossal interessant, selbst, wenn nicht die gesamte Theorie stimmen sollte! Danach haben anscheinend u.a. die Wikinger viel zu wenige Spuren in Mitteleuropa hinterlassen, um tatsächlich und glaubhaft die bösen Buben sein zu können, die immer am Niedergang der klassischen antiken Hinterlassenschaften in Mitteleuropa Schuld sein sollten ... ich glaube dieser Satz war jetzt etwas lang und wirr. :rolleyes:


Das Thema ist zwar etwas OT, ich geb aber dennoch mal meinen Senf dazu ab.
Dokumentsfälschungen durch Vatikan, Kaiser, Könige, Herzöge und Städte sind lange Zeit üblich gewesen, meist um einem Gewohnheitsrecht Autorität zu verleihen oder politische Ansprüche auf ein juristisches Fundament zu stellen.
Die Theorie vom erfundenen Mittelalter gilt aber als nicht haltbar und die meisten Historiker halten sie es nicht mal für Wert sich mit ihr zu beschäftigen. Ich selber habe das Buch nicht gelesen und kann deshalb nicht viel dazu sagen. Aus Kritiken habe ich jedoch herausgelesen, dass der Autor als wirrer Verschwörungstheoretiker und Rechtspopulist gilt.
Für diese Aussagen kann ich aber keine Gewähr geben, habe den Mann schließlich nicht selbst gelesen.

Bajarin
10.02.2010, 15:04
Die Theorie vom erfundenen Mittelalter gilt aber als nicht haltbar und die meisten Historiker halten sie es nicht mal für Wert sich mit ihr zu beschäftigen. Ich selber habe das Buch nicht gelesen und kann deshalb nicht viel dazu sagen. Aus Kritiken habe ich jedoch herausgelesen, dass der Autor als wirrer Verschwörungstheoretiker und Rechtspopulist gilt.
Für diese Aussagen kann ich aber keine Gewähr geben, habe den Mann schließlich nicht selbst gelesen.

Ja, der Autor muss eine Art Erich von Däniken sein. Glücklicherweise hat ja jeder die Freiheit, ihm seine Theorien abzunehmen oder auch nicht. Unterhaltsam sind sie allemal. Was ich aber wirklich interessant finde, ist das Ausmaß der nachgewiesenen Geschichtsfälschungen und zum Beispiel der Mangel an Stellungnahme des Vatikans zu diesem thema. Aber wenn jemand per Abstimmung als unfehlbar befunden wurde, kann man natürlich keine Rechtsbrüche zugeben. Auf jeden Fall ist auch dieses Buch wieder einmal ein Augenöffner für mich gewesen, daß nicht alles, was die Wissenschaft zu wissen schien, auf Dauer haltbar ist.

sueño
10.02.2010, 22:15
Zahlreiche Dokumenten- und Geschichtsfälschungen insbesondere durch den Vatikan, Kaiser Otto I. und Friedrich II. sind wohl inzwischen erwiesen und unter Historikern allgemein anerkannt.

Das ist soweit richtig, hat aber mit der Theorie der "fehlenden Zeit" wenig zu tun. Bisher hatte ich auch nur von einer gehört, die irgendein Jahrhundert im Frühmittelalter als überflüssig einstufen wollte. Das 6. oder 7. evtl. wo man relativ wenig "Geschehnisse" verzeichnet. Auch das gilt bisher eher als Phantasterei und drei Jahrhunderte streichen zu wollen, gehört wohl echt zu einem Geschichts-Däniken.

Dumdidu
11.02.2010, 08:52
Ich hab mir den Film seinerzeit im Kino angeschaut und dann noch paar Mal im Fernsehen. Gerade die düstere Atmo hat mir bei diesem Film sehr gut gefallen.

Die Darsteller fand ich ebenfalls sehr gelungen. Vorallem natürlich den Hauptcharakter.

Gerade diese nordische Landschaft hat mir schon sehr gefallen. Ich kanns nimmer genau sagen, aber irgendwas ist mir abgegangen. War es der Schluss? Ich weiß es nimmer :)

Bajarin
11.02.2010, 13:23
Das ist soweit richtig, hat aber mit der Theorie der "fehlenden Zeit" wenig zu tun. Bisher hatte ich auch nur von einer gehört, die irgendein Jahrhundert im Frühmittelalter als überflüssig einstufen wollte. Das 6. oder 7. evtl. wo man relativ wenig "Geschehnisse" verzeichnet. Auch das gilt bisher eher als Phantasterei und drei Jahrhunderte streichen zu wollen, gehört wohl echt zu einem Geschichts-Däniken.

So habe ich das auch gemeint. habe mich wohl etwas unklar ausgedrückt. Ich fand nur, dass diese "Phantasterei" zum kritischen überdenken vermeitlicher Tatsachen anregt. Ich habe über die Geschichtsfälschungen (die EIN Argument des Autors für seine Theorie sind) eben durch dieses Buch erstmals gehört, ebenso, wie von manchen anderen Fakten, die der Autor anführt. Diese Informationen machen für mich den Wert des Buches aus, nicht die lustige Theorie an sich.