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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die langweiligsten Werke der Weltliteratur


Cullabay
05.11.2008, 12:21
Schade, dass bisher keine Vorschläge dazu gekommen sind, welche die 10 langweiligsten Werke der Weltliteratur sind. Dabei gäbe es glaube ich doch einige heisse Kandidaten.

Von mir kämen z.B. als Vorschläge Marcel Proust, Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. 10 Bände mit Sätzen, die über 2-3 Seiten gehen und in denen der rote Faden völlig verloren geht.
Oder David Copperfield von Dickens. Habe ich in 20 Jahren insgesamt 4 Mal angefangen aber nur dadurch je zu Ende gekriegt indem ich Seitenweise nur quer gelesen habe - passiert ja eigentlich nicht wirklich etwas das man verpassen könnte.
Oder Krieg und Frieden von Tolstoi. Auf den ersten 100 Seiten begegnen einem etwa 100 Personen, die alle Namen mit -ow, itsch, owitsch oder owna tragen und keinen davon findet man irgendwie interessant, so dass man nach 100 Seiten alle verwechselt und nicht mehr auseinander halten kann, wodurch sich der Sinn der ganzen Story nicht mehr erschließt....

Enttäuscht mich nicht und macht noch ein paar Vorschläge!

Rusch
05.11.2008, 12:42
Ich denke, die Liste ist von Person zu Person unterschiedlich. Ich gestehe, dass ich von der Weltlitaratur erst sehr wenig gelesen haben, vor allem deswegen, weil ich befürchtete, dass ich mich langweile und ich das Buch nie zu Ende brächte. Das mit Krieg und Frieden habe ich allerdings auch schon gehört. Ob jedoch des Buch wegen der vieler Namen (die obendrein alle russisch sind und sich deswegen besonders schwer merken lassen) langweilig ist, glaube ich nicht. Es ist eher verwirrend und es fällt schwer der Handlung zu folgen.

Hathor
05.11.2008, 14:59
Ich habe eure Beiträge aus dem "Thursday-Next-Thread" herausgelöst, weil ich einfach keinen Zusammenhang zum Threadtitel herstellen konnte.

Ceterum censeo... dass das ein schönes (eigenes) Thema ist.

Mein langweiligstes Buch aller Zeiten ist Ulysses. Ich komme einfach nicht weiter damit. Und ich werde wohl auch nie weiterkommen. Schlafmittel, durch die Augen eingenommen.

Ja, Krieg und Frieden ist furchtbar. Überhaupt die Werke von Tolstoi oder Dostojewskij... Da ist ja das Telefonbuch spannender.

marxn
05.11.2008, 16:24
Im Allgemeinen fand ich die Pflichtliteratur in der Schule immer extrem langweilig, was letztlich zu meinem Anti-Literatur-Tick geführt hat, den ich jahrelang nicht ablegen konnte, was ich im Nachhinein bereue.

Da waren unter anderem "Faust", "Effi Briest", oder "Mutter Courage". "Erec", "Parzival" sowie "Tristan und Isolde" zählen auch nicht unbedingt zu meinen Favoriten.
Shakespeare fand ich auch doof, bei Macbeth war schon die Zusammenfassung ausm Netz todlangweilig, Romeo und Julia war auch nicht grad die Krönung der Schöpfung.

Naja, schade, dass es in der Schule kein Fantasy gab.

Hathor
05.11.2008, 17:35
Im Allgemeinen fand ich die Pflichtliteratur in der Schule immer extrem langweilig, was letztlich zu meinem Anti-Literatur-Tick geführt hat, den ich jahrelang nicht ablegen konnte, was ich im Nachhinein bereue.



Deine Meinung bestärkt mich in meiner. Ich finde, dass es viel zu früh ist, Jugendliche zwischen 14 und 17 mit Werken wie Faust zu quälen. Und wenn, dann sollten die Lehrer nur darauf hinweisen und vielleicht kleine Ausschnitte präsentieren.

Shakespeare sollte man sehen und hören, nicht lesen :rolleyes:
Dramen muss man erleben, nicht lesen.

Weitere Werke, die mir einfach zu langweilig waren:
D. H. Lawrence - Lady Chatterley: selten so einen öden erotischen Roman gelesen. Da kann einem die Lust buchstäblich vergehen.

Ganz schrecklich fade fand ich auch Alexander Döblins Berlin Alexanderplatz und Hermann Hesses Steppenwolf *gähn*

Haramis
05.11.2008, 20:12
Ich fand Der Untertan von Heinrich Mann recht langweilig. Das Thema des Buches ist an sich interessant, aber ich habe seinen Schreibstil als sehr umständlich empfunden. Es liest sich meiner Meinung nach zäh.

Noch so ein Kandidat ist Middlemarch von George Eliot. Tolle Charaktere, tolle Schauplätze, aber ich kam damit nicht vorwärts, weil ich den Stil auch hier als sehr sperrig empfunden habe.

Generell habe ich aber nichts gegen sogenannte Klassiker der Weltliteratur. Shakespeare und Dickens finde ich toll, Ulysses habe ich (noch) nicht gelesen und Marcel Proust ist ja gerade dafür bekannt, dass er ein Mammutwerk geschrieben hat, das nicht leicht zu lesen ist.

Cullabay
10.11.2008, 10:23
Ob ich ein Buch als langweilich empfinde oder nicht hängt normalerweise mit mehreren Dingen zusammen.
1. Die Handlung an sich. Wenn die so spannend ist, dass ich unbedingt wissen will wie es weitergeht ist es natürlich nicht langweilig

es gibt aber auch richtig gute Bücher, in denen seitens der Handlung eigentlich gar nicht viel passiert. Dass ich sie trotzdem nicht langweilig finde müssen andere Dinge zutreffen.

2. Die Personen sind spannende Charaktere und gut ausgearbeitet. So dass ich mich mit ihnen entweder identifizieren oder zumindest mitfühlen und mitdenken kann, so dass ich wissen will was mit ihnen weiter geschieht.

oder 3. es wird eine ganz besondere Stimmung hergestellt, die vor meinem inneren Auge Bilder erzeugt, z.B. besondere Schilderung von Landschaften oder fremden Kulturen.

oder 4. im Buch werden kluge philosophische oder psychologische Dinge angesprochen, die mich dazu bringen darüber nachzudenken um mir über meine eigenen Meinung zu diesen Themen klarzuwerden.

Der Schreibstil selbst ist für mich eher ein Kriterium 2. Klasse, da bin ich bei wirklich vielem in der Lage mich reinzulesen wenn nur einer oder mehrere der oberen Punkte zutreffen.

Rusch
10.11.2008, 12:21
Gegenfrage: Gibt es Werke der Weltlitertur die man nicht als langweilig empfindet? Diese Werke sind doch allesamt irgendwie schwer und mich zieht da nur wenig hin. Mutter Courage ist ja eigentlich kein Buch sondern ein Theaterstück und Brecht (oder war es Frisch) ist immer ein Genuss. Meine Frau schwört auf Faust, ich selbst habe das Buch aber nie gelesen.

Hathor
10.11.2008, 15:19
Gegenfrage: Gibt es Werke der Weltlitertur die man nicht als langweilig empfindet?

Natürlich, und ob. Ich mag zum Beispiel Den Zauberberg von Thomas Mann sehr oder die Werke von Joseph Roth oder von Lion Feuchtwanger *schwärm*
Ebenso den Faust und die Shakespeare-Dramen.

Waterstorm
10.11.2008, 17:58
Ganz schrecklich fade fand ich Hermann Hesses Steppenwolf *gähn*

Das Buch finde ich eines der besten der Weltliteratur das ich je gelesen habe. :) (Waren sowieso nicht so viele)
Schön dass alle Menschen so verschieden sind.

Sehr langweilig fand ich Der Vorleser - Bernhard Schlink und Happy Birthday, Türke - Jakob Arjuni
Das schlimmste aber war mit Abstand Romeo und Julia auf dem Dorfe - Gottfried Keller

ExLibris
11.11.2008, 07:50
Ich finde überhaupt die Russen total langweilig, was daran so genial sein soll bleibt mir ein Rätsel. Viele russische Namen, viel russische Gesellschaft, und das wars dann meistens. Trotzdem will ich mich durch "Krieg und Frieden" irgendwann durchkämpfen. Irgendwann.

"Nana" von Emile Zola fällt mir noch ein. Todlangweilig. Ich hab es zwar fertiggelesen, kann mich aber schon nicht mehr erinnern worum es genau ging. Genauso wie "Gehen" von Thomas Bernhard.

Lion Feuchtwanger "Die Füchse im Weinberg" hab ich auf Empfehlung dreimal begonnen, konnte aber einfach nicht weiterlesen.

Goethes Faust liebe ich sehr! Genauso wie Shakespeare oder die griechischen Sagen. Und alles von Victor Hugo.
uvm.

Lythande
11.11.2008, 09:03
Hallo,

Faust habe ich den ersten Band gelesen und war begeistert, aber den bzweiten... nee.
Noch sehr langweilig fand ich alle Jugendromane, die nur daraus bestanden, dass jemand seine halbe Lebensgeschichte auf Papier gedrucht hat, anstatt sie in drei Sätzen zwischen Buss und U-Bahn mir zu erzählen. Aus diesem Grund zog es mich auch zur Fantasy, denn da fand ich, was ich suchte.

Langweilig fand ich auch Und flogen achtkantig aus dem Paradies von Barbara Noak. Haiaiai! Mussten wir als Klassenlektüre lesen. Von Erich Kästner die verschwundene Miniatur war auch sowas von fad.
Mehr fällt mir im Moment auch nicht ein.

Cullabay
13.11.2008, 14:39
Gegenfrage: Gibt es Werke der Weltlitertur die man nicht als langweilig empfindet? Diese Werke sind doch allesamt irgendwie schwer und mich zieht da nur wenig hin. Mutter Courage ist ja eigentlich kein Buch sondern ein Theaterstück und Brecht (oder war es Frisch) ist immer ein Genuss. Meine Frau schwört auf Faust, ich selbst habe das Buch aber nie gelesen.

Also ich lese unheimlich gerne Shakespeares Dramen. Für mich lesen die sich super, unterhaltsam, witzig, klug und spannend.
Auch Thomas Manns Zauberberg, Doktor Faustus oder die Buddenbrooks haben mich kein bisschen gelangweilt. Beim Zauberberg und Dr. Faustus bin ich an einigen Stellen zwar massiv an die Grenzen meiner kulturellen Bildung gestoßen aber das hat dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan.
Auch Schuld und Sühne von Dostojewski empfand ich wie einen psychologischen Kriminalroman. Oder die Deutschstunde von Siegfried Lenz, die ich ohne Bedenken empfehlen würde oder die Pest von Camus...
Es gibt eigentlich eine ganze Menge, die ich gut fand, je länger ich darüber nachdenke.

DarkFairy
16.11.2008, 08:26
Da waren unter anderem "Faust", "Effi Briest", oder "Mutter Courage". "Erec", "Parzival" sowie "Tristan und Isolde" zählen auch nicht unbedingt zu meinen Favoriten.
Shakespeare fand ich auch doof, bei Macbeth war schon die Zusammenfassung ausm Netz todlangweilig, Romeo und Julia war auch nicht grad die Krönung der Schöpfung.

Mal abgesehen von Effi Briest, was wirklich echt langweilig ist find ich Schullektüren gar nicht so schlimm, ich weiß damit stehe ich ziemlich alleine da, aber ist halt meine Meinung ;) Obwohl es stimmt schon Dramen sollte man eher sehen als lesen,aber der text ist ja der gleiche.

Was ich noch echt langweilig finde -bin mir aber nicht sicher ob das zu Weltliteratur gehört- ist "Die unendliche Geschichte" von Michael Ende. Ich habe nachdem ich das Buch mehrmals angefangen habe endlich den Titel verstanden. Man wird irgendwie nicht fertig damit. Ich komme immer bis zur Mitte (wenn überhaupt) und kann einfach nicht weiter lesen....*schnarch*... einer Freundin gings da übrigens genauso bei dem Buch ;)

Lythande
16.11.2008, 12:57
Hallo,
@Darkfairy: Na ja, dann war es für dich in der Tat eine unendliche Geschichte! Ich musste mir die Kassetten auch mehrmals anhören, aber das Buchbwerde ich demnächst doch noch mal genauer lesen. Vielleicht muss man es lesen, wenn man schon fast alles gelesen hat, das irgendwie Fantasy ist, um durch zu steigen.

Felaróf
16.11.2008, 19:23
Gaius Iulius Caesar - Der Gallische Krieg

Auf Latein Schlaftablette Nummer 1! Aber ich hab mir seine komplette Fassung als kleines gelbes Reclambüchlein gekauft. An einigen Stellen recht interessant, manchmal auch witzig (Die Sache mit den Elchen ist genial), aber es ist wirklich nichts spannendes.

Ollowain
17.11.2008, 18:41
Auf Latein Schlaftablette Nummer 1! Aber ich hab mir seine komplette Fassung als kleines gelbes Reclambüchlein gekauft. An einigen Stellen recht interessant, manchmal auch witzig (Die Sache mit den Elchen ist genial), aber es ist wirklich nichts spannendes.

Die Sach mit den Elchen durfte ich gegen Ende der 8. mal übersetzen (in vereinfachter Form versteht sich) - als wir den Sinn mal verstanden hatten, war es recht lustig... aber bis dahin waren höchstens die verständnislosen Gesichter der Schüler lustig >_>

Die langweiligen Bücher reiche ich nach, wenn mir welche einfallen...

Cullabay
17.11.2008, 21:10
Mal abgesehen von Effi Briest, was wirklich echt langweilig ist find ich Schullektüren gar nicht so schlimm, ich weiß damit stehe ich ziemlich alleine da, aber ist halt meine Meinung ;) Obwohl es stimmt schon Dramen sollte man eher sehen als lesen,aber der text ist ja der gleiche.

Was ich noch echt langweilig finde -bin mir aber nicht sicher ob das zu Weltliteratur gehört- ist "Die unendliche Geschichte" von Michael Ende. Ich habe nachdem ich das Buch mehrmals angefangen habe endlich den Titel verstanden. Man wird irgendwie nicht fertig damit. Ich komme immer bis zur Mitte (wenn überhaupt) und kann einfach nicht weiter lesen....*schnarch*... einer Freundin gings da übrigens genauso bei dem Buch ;)

Nein , die unendliche Geschichte zähle ich wirklich nicht zur Weltliteratur. Dazu zähle ich nicht mal richtig den Herrn der Ringe, obwohl ich ein absoluter Fan davon bin. Was phantastische Literatur angeht am ehesten 1984 von George Orwell, Schöne neue Welt und die Zeitmaschine von Aldous Huxley und natürlich die Klassiker von Jules Verne. Sind allerdings alle eher Science fiction als Fantasy.
Vielleicht kann man dHdR irgendwann doch dazuzählen, wenn er noch weitere 50 Jahre gleichermaßen von weiteren Generationen gelesen wird. In Sachen Fantasy fällt mir dann noch Alice im Wunderland ein.
Aber alle nicht langweilig.

Feuerfluegel
18.01.2009, 00:17
"Der Steppenwolf" von Hermann Hesse ist eines meiner Lieblingsbücher :D

"Romeo und Julia auf dem Dorfe" von Keller fand ich auch ganz furchtbar

aber noch schlimmer definitiv:

"Unterm Birnbaum" von Theodor Fontane. So gut seine Balladen auch sind, seine Novellen finde ich ganz furchtbar schrecklich.
Als Fontane geschrieben hat gehörte seine Literatur noch zur Trivialliteratur und wurde in einschlägigen Zeitschriften veröffentlicht. Meiner Meinung nach gehören seine Werke genau dahin....

Liathano
18.01.2009, 14:13
"Der Steppenwolf" von Hermann Hesse ist eines meiner Lieblingsbücher :D

Da stimme ich zu.

"Romeo und Julia auf dem Dorfe" von Keller fand ich auch ganz furchtbar

Da stimme ich ebenfalls zu.

Als Fontane geschrieben hat gehörte seine Literatur noch zur Trivialliteratur und wurde in einschlägigen Zeitschriften veröffentlicht. Meiner Meinung nach gehören seine Werke genau dahin....

Da muss ich Einspruch einlegen. Ich bin kein Fontanefan, aber man muss bei seinen Werken mE doch sehr differenzieren. Besonders der "alte" Fontane liest sich wesentlich besser und reifer als seine jungen Werken.

Ansonsten fürchte ich, dass mir keine zehn langweiligen Werke der Weltliteratur einfallen. Ich mag Klassiker. Ich mag die anspruchsvollen, die einem beim Lesen viel Konzentration abverlangen (wobei... Ulysses ist schon sehr starker Tobak) sowie die beschwingteren wie "Pride and Prejudice" von der begnadedsten Stilistin ihrer Zeit - Jane Austen. Ich mag auch Thomas Mann, Dickens, Schiller, Shakespeare (allerdings eher sehen als lesen), Büchner, Brecht, Orwell, Milton, Lessing und zahlreiche andere (wobei ich noch viel lesen darf ;)).

Nur der Keller war mE sehr grausam, aber allgemein war ich vom Realismus (mit Ausnahmen) und Naturalismus nicht sooo angetan. Faust II fand ich auch schrecklich, der erste Teil ist ein Meisterwerk. Ganz schlimm find ich alles von Böll und Grass.

Artok
18.01.2009, 16:28
Eins der langweiligsten Bücher, die ich jemals las, und das wir in der Schule lesen mussten, war "Transit" von Anna Seghers.

Selten hatte ich so Mühe zu lesen. Ich nutzte jede Gelegenheit, um das Buch NICHT weiterzulesen. Und wenn es ein anderes Buch war, kein Scherz *grins*

Ich musste mich praktisch zwingen, da weiter zu kommen. Es ist ein Historienroman und Historisches lese ich an sich gerne. Auch ist die Geschichte an sich gut durchdacht. Aber es macht so Mühe, das Buch zu lesen, dass ich nach einer Weile einfach aufgab und im Unterricht log, wie die meisten meiner mit anssäsigen Schulkameraden, dass ich das Buch gelesen hätte. Letztenendes hat die Deutsch-Leistungskurs-Lehrerin nicht gemerkt, dass wir das Buch nicht weitergelesen hatten. Irgendwie kamen wir da durch ;)

Ich weiß nicht ob es Leute gibt, die diesen Roman mögen, da gibt es sicherlich verschiedene Geschmäcker, doch ich würde ihn nicht empfehlen ^^°

Nangyala
18.01.2009, 19:35
Emilia Galotti

Klappentext
"Gewalt! Gewalt! wer kann der Gewalt nicht trotzen? Was Gewalt heißt, ist nichts: Verführung ist die wahre Gewalt. - Ich habe Blut, mein Vater, so jugendliches, so warmes Blut als eine."

Das schlimmste u. langweiligste Buch welches ich je lesen musste. *mph*
Ich habe mich strikt geweigert,
doch musste ich dann darüber eine Analyse führen. Ich wollte alles u. jeden erschlagen :D, aber ich kam nicht dran vorbei.

Artok
18.01.2009, 20:51
Emilia Galotti

Klappentext
"Gewalt! Gewalt! wer kann der Gewalt nicht trotzen? Was Gewalt heißt, ist nichts: Verführung ist die wahre Gewalt. - Ich habe Blut, mein Vater, so jugendliches, so warmes Blut als eine."

Das schlimmste u. langweiligste Buch welches ich je lesen musste. *mph*
Ich habe mich strikt geweigert,
doch musste ich dann darüber eine Analyse führen. Ich wollte alles u. jeden erschlagen :D, aber ich kam nicht dran vorbei.

So ähnlich hatte ich mich bei "Transit" gefühlt *grins* Wobei ich Emilia Galotti übrigens nicht so schlimm fand, da es zumindest leichter zu lesen war für mich. und ich war gespannt, wie das ausging. Auch wenn die Sprache sehr gewöhnungsbedürftig ist. Aber erst musst du "Transit" lesen, dann lernst du die wahre Bedeutung von "Ackern" kennen ;)

Feandor
23.01.2009, 17:07
Obwohl es stimmt schon Dramen sollte man eher sehen als lesen,aber der text ist ja der gleiche.Das ist er eben nicht ;)
Daher kann es auch Sinn machen Dramen zu lesen, denn mitunter sind die Inzenierungen ja ganz anders als der Ursprungstext.
Aber ich muss sagen, dass es mir in aller Regel wenig Spaß macht Dramen zu lesen.

Zurück zu Thema.
Auch bei mir steht "Effi Briest" von Fontane ziemlich weit oben auf der Liste der langweiligen Bücher.
Außerdem hat mich die "Traumnovelle" von Schnitzler wirklich gar nicht gefesselt.

Feuerfluegel
23.01.2009, 20:17
Da muss ich Einspruch einlegen. Ich bin kein Fontanefan, aber man muss bei seinen Werken mE doch sehr differenzieren. Besonders der "alte" Fontane liest sich wesentlich besser und reifer als seine jungen Werken.

Ich wollte damit Fontane nicht bewerten. Aber laut meinem Literaturprofessor, hat Fontane tatsächlich am Anfang seines Schaffens erst einmal seine Literatur in Zeitschriften veröffentlichen lassen. Wirklich bekannt, wurde er erst später.


Außerdem hat mich die "Traumnovelle" von Schnitzler wirklich gar nicht gefesselt.

Ich muss sagen, die habe ich geliebt :)
Eine sehr schöne Novelle. Regt zum nachdenken an. Der Maskenball hat mir sehr gut gefallen. Habe ich sogar freiwillig gelesen.

Was ich auch nicht mochte war:
"Bahnwärter Thiel" (Naturalismus)
Habe zwar viel gelernt, mich aber doch sehr sehr gelangweilt beim Lesen.

Emilia Galotti zählt nicht unbedingt zu meinen Lieblingen, war aber wirklich nicht so schlimm. Ich durfte es mit "Die Leiden des jungen Werthers" von Goethe vergleichen und mit "Kabale und Liebe" von Schiller.

Artok
23.01.2009, 22:20
Wir durften "Emilia Galotti" mit "Nathan, der Weise" vergleichen, zugegeben auch ein schönes Buch und eines der wenigen Dramen, mit mehr oder weniger einem Happy End ;)

Ein langweiliges Werk fand ich war noch, oder besser gesagt eine Kurzgeschichte, "Kopf runter" von Stephen King. ich mag seine werke meistens, aber dieser geschichte konnte ich absolut nichts abgewinnen und hatte mittendrin abgebrochen O.o

AMBER schattensturm
29.01.2009, 13:04
Was ich auch nicht mochte war:
"Bahnwärter Thiel" (Naturalismus)
Habe zwar viel gelernt, mich aber doch sehr sehr gelangweilt beim Lesen.

Bahnwärter Thiel war tatsächlich eine Qual.

Emilia Galotti zählt nicht unbedingt zu meinen Lieblingen, war aber wirklich nicht so schlimm. Ich durfte es mit "Die Leiden des jungen Werthers" von Goethe vergleichen und mit "Kabale und Liebe" von Schiller.

Wer außer mir fand "Die Leiden des jungen Werther" noch eine Zumutung? Das Buch ist zwar gut geschrieben, aber wer kann diese selbstverliebte, weinerliche Hauptfigur, die wegen eines Korbes gleich Selbstmord begeht, nachdem sie versucht hat eine glückliche Beziehung zu sprengen, wirklich leiden?
Viel Schlimmer: Wie kann man glauben, dass diese Novelle ein solcher Erfolg war und reihenweise unglücklich Verliebte hat Selbstmord begehen lassen?

Cullabay
14.02.2009, 19:56
Bahnwärter Thiel war tatsächlich eine Qual.



Wer außer mir fand "Die Leiden des jungen Werther" noch eine Zumutung? Das Buch ist zwar gut geschrieben, aber wer kann diese selbstverliebte, weinerliche Hauptfigur, die wegen eines Korbes gleich Selbstmord begeht, nachdem sie versucht hat eine glückliche Beziehung zu sprengen, wirklich leiden?
Viel Schlimmer: Wie kann man glauben, dass diese Novelle ein solcher Erfolg war und reihenweise unglücklich Verliebte hat Selbstmord begehen lassen?

Mir ist der Werther auch damals ziemlich auf den Geist gegangen. Aber langweilig fand ich ihn eigentlich nicht. Aber die Zeit damals muss schon eine ziemlich hysterische gewesen sein, dass sich so viele mit Werther identifiziert haben und sich umgebracht haben.

O ja, der Naturalismus. Das kommt mir eine verdrängte Erinnerung aus der Schulzeit wieder in den Sinn. Der Biberpelz von Gerhart Hauptmann! O Gott fand ich den gräßlich. Schon die Sprache habe ich nur zur Hälfte verstanden und der Sinn hat sich mir auch nicht erschlossen. Und der nennt sich Komödie. Ich hätte am liebsten geheult als wir den lesen mussten.

Bertvogel
04.04.2009, 10:20
"Dame,König,As.Spion" von John le Carré. Ich weiß nicht, ob es Weltliteratur ist. Der Film zum Buch ist spannend. Deswegen habe ich das Buch erstanden, als unsere Stadtbücherei ihre Altbestände verkaufte. Bis Seite 200 habe ich es geschafft, dann die Langeweile mich.
x Kapitel lang werden neue Leute eingeführt, die zwar nichts miteinander zu tun haben, aber sich in Belanglosigkeiten verzetteln.

engelchen
11.05.2009, 09:23
Im Allgemeinen fand ich die Pflichtliteratur in der Schule immer extrem langweilig

Sie ist es immer noch. Wir lesen in der Schule so einiges, angefangen in Klasse 5 mit "Damals war es Freidrich". Bücher über Nazideutschland mag ich eh nicht und dass einem das immer wieder aufgedrückt wird. So auch "Stern ohne Himmel", Klasse 7. Dazwischen gab's noch "Ein Schatten wie ein Leopard", auch extrem langweilig, handelte von Gangs in New York. "Fahrerfluch" in der 8ten war auch schlimm, das war aber eher ein Hörspiel, trotzdem - schlimm. Die Krönung war dann "Wilherm Tell" in der 9ten. Langweiliger, verstaubter und uninteressanter ging's ja wohl nicht. Dieses Jahr stand dann die Novelle "Die Entdeckung der Currywurst" und im Moment die tragische Komödie "Der Besuch der alten Dame" auf dem Plan. Freiwillig würde ich so was auch nicht lesen. Schon wieder 2ter Weltkrieg. Und die "Kömödie" ist nicht wirklich lustig. Insgesamt sollte man die Schullektüre mal umstellen, ich bin froh, dass nächstes Jahr wenigstens im Englischunterricht Shakespeare an die Reihe kommt.

Bertvogel
11.05.2009, 10:18
...Bücher über Nazideutschland mag ich eh nicht und dass einem das immer wieder aufgedrückt wird. So auch "Stern ohne Himmel", Klasse 7...
Bei uns wurde das dritte Reich verschwiegen, wir haben nicht mal den ersten Weltkrieg geschafft. Die Lehrerin druckste herum, als sie danach gefragt wurde. (Pardon für den kleinen Off-toppic Ausreißer).

Feuerfluegel
13.05.2009, 19:14
Die Krönung war dann "Wilherm Tell" in der 9ten. Langweiliger, verstaubter und uninteressanter ging's ja wohl nicht.

Also ich muss sagen, dieses Drama war das erste was ich von Schiller gelesen hatte, mal abgesehen von seinen Gedichten.
Und gerade dieses Drama hat mich gefesselt und mich dazu gebracht mehr von Schiller zu lesen.
Jetzt studiere ich Germanistik und habe Freitags morgens einen Kurs belegt mit dem Namen:
"Schiller der Antropologe"
Und diese Vorlesung ist richtig gut.

Nebelkrähe
23.05.2009, 18:35
Wer außer mir fand "Die Leiden des jungen Werther" noch eine Zumutung? Das Buch ist zwar gut geschrieben, aber wer kann diese selbstverliebte, weinerliche Hauptfigur, die wegen eines Korbes gleich Selbstmord begeht, nachdem sie versucht hat eine glückliche Beziehung zu sprengen, wirklich leiden?

Ich musste es auch in der Schule lesen. Bis zum Ende sind wir aber nicht gekommen. Wir hatten etwa 2/3 des Buches gelesen und unsere Klausur geschrieben. Danach meinte unsere Lehrerin dann (annähernd wortwörtlich): "Sie wissen ja alle wie es weitergeht: Werther bringt sich um, Ende, wir machen jetzt was interessanteres."
Die gute Frau wurde auf einmal allen viel sympathischer. :D

starkhand
23.05.2009, 22:43
"Doktor Faustus" von Thomas Mann fand ich … speziell. *hüstel* Schlimm, wenn man sich nicht für Musiktheorie interessiert.

Den "Faust" hingegen - wo wir grad beim Namen sind - liebe ich. :)

Feuerfluegel
24.05.2009, 00:24
Den "Faustus" habe ich nie gelesen, aber ich habe angefangen mit "Der Zauberberg" von Thomas Mann. Und das hat mir gezeigt, dass ich wohl nie ganz mit ihm warm werden werde.
Ich bin ja eigentlich schon Freund von bestimmter Kanonliteratur, aber Thomas wird nie zu meinen Favoriten gehören.

dugie
24.05.2009, 16:32
Ja ist schon lustig, was als weltliteratur gehandelt wird und wie man das selbst empfindet.
Mir gehts wie allen im thread. Schul-reklam-schokiert über die gesamte schulzeit.
Selbst heute bekomme ich eine Kriese, wenn ich in Buchhandlungen vor den Reklamwänden stehe ...
Einzig den "Julius Caesar" habe ich im englisch LK gelesen und fand das ganz großartig. Der rest war so la-la.
Leidvoller waren da die ganzen anderen Lektüren - zum glück erinnere ich mich nicht wirklich daran, außer "immensee", "die schwarze spinne" etc.
Von meinem vater habe ich mal den rat bekommen "Robinson Crusoe" zu lesen.
Das aber hat mir auch keinen auftriebe gegeben und wurde selbstverstänlich nicht zuende gelesen.
Keine weltliteratur, aber häufig von weltbürgern gelesen sind bücher von stehpen king. Schrecklich. Wurde mir mal wärmstens empfohlen, weil ich was unterhaltsames lesen wollte.
Kann mich irren, aber ich glaube es war shining oder cujo.
Hat dann dazu geführt, dass ich mir eine 80-seiten-regel zugelegt habe:
Pack mich die story nicht in 80 Seiten ists vorbei un das buch ist in die ecke gefeuert.
Dann ist da noch die "keine dicken bücher sache" - mehr als 500 seiten lese ich extrem selten. Meiner meinung nach kommt ein autor da nicht auf den punkt.
Ein gutes beispiel für knapp, packend und nichts für schwache nerven ist clive barkers hellraiser (http://www.amazon.de/Hellbound-Heart-Clive-Barker/dp/0061452882/ref=sr_11_1?ie=UTF8&qid=1243175575&sr=11-1). 176 Seiten gute Literatur *ja*. Hab ich auf GB und D gelesen.
Das buch hat mich zurück an die buchfront gebracht.
Wer weiß, vielleicht wird das auch mal weltliteratur Ü18 :D

Feuerfluegel
24.05.2009, 17:21
Keine weltliteratur, aber häufig von weltbürgern gelesen sind bücher von stehpen king. Schrecklich. Wurde mir mal wärmstens empfohlen, weil ich was unterhaltsames lesen wollte.


Schade, da du sagst, dass dir sehr kurze, knappe packende Bücher sehr gut gefallen, aber Stephen King nicht.
Ich kann dir nur empfehlen einmal "Riding the Bullet" von Stephen King zu lesen, ist aber unter dem Autorennamen Richard Bachmann zu finden.
Das ist auch kurz, knapp, packend, spannend. Einfach großartig.
Einen Versuch ist es wert.

Generell aber zählt für mich Stephen King defintiv nicht zur Weltliteratur in dem Sinne, wie sie hier besprochen wird. Es ist Trivialliteratur, (was ja nicht heißt, dass sie schlecht ist) die von aller Welt gelesen wird, in so fern stimmt es. Aber "Weltliteratur" verbinde ich eher mit der Kanonliteratur.
Da ich immernoch nicht begriffen habe, nach welchen Kriterien manche Bücher zur Weltliteratur zählen und manche nicht, weiß man nie welche Bücher, in einigen Jahren einmal zur "Weltliteratur" zählen werden.
Ich hätte da zumindest schon mal einige Vorschläge.... ;)

Feuerfluegel
27.09.2009, 18:55
Ein Stickwort: "Das Parfum" von Patrick Süßkind. ;)

Ich stimme zu.
Obwohl ich nicht mal sagen würde, dass es langweilig war. Ich mochte es einfach aus anderen Gründen nicht.
Schullektüre. Leider. Aber gab damals gute Noten :D

Möchte noch einfügen:
"Don Juan"-erzählt von sich selbst von Peter Handke

Dieses Buch ist einfach furchtbar. Als dann endlich die Erzählung beginnt sind die Szenen sterbenslangweilig, wo es hätte spannend werden können.
Und das zählt meine Uni (schon) zur Weltliteratur.

"Woyzek" von Georg Büchner

Hätte ich mir gerne auch gespart. Aber die Uni hackt darauf herum. Ständig begegnet es mir wieder. Ich weiß nicht, wo die Faszination liegt. Vielleicht an der Unvollständigkeit?!

Seppel
06.10.2009, 20:27
Ganz oben auf meiner Haßliste: Der bereits genannte Werther.
Weinerliche Vollhupe zerfließt vor Selbstmitleid weil er auf ein Mädel steilgeht, das vergeben ist. Er könnte sogar Erfolg haben, wenn er mal sagen würde, was Sache ist, rasiert sich stattdessen aber lieber die Beine und wimmert bei jedem ausgezupften Härchen vor sich hin. Am Ende scheitert er sogar daran, sich selbst umzubringen. Super Sport, Du Null.

Fast genauso schlimm und noch stumpsinniger: Der geteilte Himmel von Christa Wolf.
Ich fasse die Handlung kurz zusammen: Er (aus West-Berlin) liebt Sie (aus Ost-Berlin). Beide würde gerne mit dem anderen und so, geht aber nicht, weil die Mauer im Weg ist. Beide finden das doof, machen aber nichts.
Und das knappe 600-800 Seiten lang!

sindar
07.10.2009, 18:18
"Maria Stuart" von Schiller.

Interessanterweise das einzige Stueck Schulliteratur, an das ich mich erinnern kann - der Rest kann so schlimm also nicht gewesen sein. Das "Maria Stuart"-Reclamheft habe ich jedenfalls am Ende des Schuljahres genuesslich in zwei Tiel zerrissen und diese Teile ebenso genuesslich in den Papierkorb gepfeffert! Da passiert ja mal so richtig gar nix *schnarch*

Verräter
19.10.2009, 20:51
Bertolt Brecht - Das Leben des Galilei
Grauenvoll. Keine Charaktere, keine Handlung, keine Spannung, nichtmal ordentliche Dialoge. Nur 2 Informationen, die dem Leser Seite zu Seite neu eingedrescht wird:
1. Galilei war ne tolle Sau. (Schön, sagt mir der Wikipedia Eintrag auch - UND der ist kürzer)
2. Die Inquisition ist böse. (Danke Brecht für diese Erkenntnis, allein wäre ich da nie drauf gekommen)

Dagegen waren die Leiden des Jungen Werther (über den ich mich wirklich nicht positiv äußern möchte) die reinste Achterbahnfahrt.
Wenn die Ferien vorbei sind werde ich mich bei meiner Deutschlehrerin beschweren!

Nazurka
19.10.2009, 20:59
Das Parfum von Patrick Süßkind.

Ich weiß, es werden viele nicht mit mir übereinstimmen, aber hier meine Gründe:

1. Ständige Wiederholungen (Es stank hier, und da, und da auch noch... ; In diesem Regal stand jenes und jenes, dort stand das und das... )

2. Konnte ich mich überhaupt nicht in die Geschichte oder den Charakter reinversetzen

3. Die Geschichte ist ja gar nicht mal so übel, allerdings finde ich das einfach makaber. ô.o

Einfach nicht meins, hab das Buch nach der Hälfte, durch die ich mich durchgequält (ja, durchgequält) habe, abgebrochen und so am nächsten Tag meine Arbeit geschrieben. Ne 3-, dafür ganz zufrieden. ;)

midnighter
19.10.2009, 21:16
Bertolt Brecht - Das Leben des Galilei
Grauenvoll. Keine Charaktere, keine Handlung, keine Spannung, nichtmal ordentliche Dialoge. Nur 2 Informationen, die dem Leser Seite zu Seite neu eingedrescht wird:
1. Galilei war ne tolle Sau. (Schön, sagt mir der Wikipedia Eintrag auch - UND der ist kürzer)
2. Die Inquisition ist böse. (Danke Brecht für diese Erkenntnis, allein wäre ich da nie drauf gekommen)

Dagegen waren die Leiden des Jungen Werther (über den ich mich wirklich nicht positiv äußern möchte) die reinste Achterbahnfahrt.
Wenn die Ferien vorbei sind werde ich mich bei meiner Deutschlehrerin beschweren!

Verräter da gebe ich dir voll und ganz recht. Wir haben dieses "Buch" jetzt die letzten Wochen gelesen, behandelt und auch die erste Klausur darüber geschrieben. Also so einen Mist hab ich schon lange nicht mehr gelesen. Die Charaktäre waren auch ziemlich unsympatisch.
Aber was will man auch anderes von ner Schullektüre erwarten. Die machen ja nie Spaß sie zu lesen.

Nazurka
19.10.2009, 21:20
Aber was will man auch anderes von ner Schullektüre erwarten. Die machen ja nie Spaß sie zu lesen.

Es kommt darauf an, was man liest. Hermann Hesse, Friedrich Dürrenmatt, Theodor Fontane.. ich fand die Werke, die ich von ihnen las sehr gut. :)

midnighter
19.10.2009, 21:26
Ok Friedrich Dürrenmatt Der Verdacht konnte man einigermaßen lesen.
Obwohl das auch nicht das gelbe vom Ei war.

So und damit ich nicht ganz off topic bin:

Das Haus der Treppen von William Sleator ist auch ziemlich langweilig und unlogisch. Am Anfang fande ich die Idee ja noch ganz interessant, aber das Verhalten der Jugendlichen war nach einer gewissen Zeit einfach nur noch albern. Außerdem hätte man das Buch um die Hälfte kürzen können.

Nazurka
19.10.2009, 21:29
Oh, da haste mich gleich auf ein weiteres Buch gebracht:

About a boy von Nick Hornby.
Muss ich für englisch lesen, PURE Langeweile.
Ich quälte mich von Anfang an durch das Buch und tue es auch immernoch.. ;>

Verräter
19.10.2009, 21:38
Es kommt darauf an, was man liest. Hermann Hesse, Friedrich Dürrenmatt, Theodor Fontane.. ich fand die Werke, die ich von ihnen las sehr gut. :)
Von Dürrenmatt haben wir ebenfalls ein Buch gelesen (letztes Jahr). Der Richter und sein Henker. Es beginnt zwar relativ unspannend, entwickelt sich dann aber zu einem wirklich spannenden Roman. Ich war am Ende wirklich begeistert davon und hab dann auch eine sehr gute Note für meine Ausarbeitung der Frage "Wer hat die Wette gewonnen?" gekriegt. (Ein in diesem roman fast philosophisches Thema) Bücher von ihm würde ich jederzeit wieder freiwillig anfassen. (Wobei ich darin eher ein Krimi als Weltliteratur sehe, aber was solls)
Ansonsten finde ich noch Stefan Zweig mit seiner Schachnovelle absolut genial. Das Buch ist unheimlich intensiv in seinen Beschreibungen und dabei nicht ausschweifend, sondern kurz und prägnant. Der Mann weiß einfach wie man schreibt und wie man alle nötigen Informationen an den Leser bringt und alles unnötige beseitigt. (was definitiv zur Weltliteratur gehören dürfte)

Ansonsten gehört noch Kafka zu den Büchern die man in der Schule lesen kann, der zwar zugegeben sehr trocken ist, dafür aber mit guten Ideen aufwartet. Eine Delikatesse für interpretierfreudige Menschen :) (Gut, ich habe erst ein Buch von ihm gelesen, aber in dem Fall stimmt es.) Und wenn der nicht zur Weltliteratur gehört, dann weiß ich auch nicht weiter.

sueño
19.10.2009, 21:47
. Der Mann weiß einfach wie man schreibt


Und ob. Bei der Schachnovelle muss er zwar einen sachlichen Schnitzer einbauen um den Gegensatz der beiden Protagonisten zu betonen, die Geschichte wird dadurch aber unvergesslich. Auch "Sternstunden der Weltgeschichte" ist farbig, lebendig und fesselnd geschrieben, und sehr emotional. Das ist vielleicht nicht reinste Geschichtswissenschaft, aber toller Stil.

Kafka

Der Name alleine macht mir schon Schmerzen. Das ist zwar nicht regelrecht "langweilig", mir aber immer total unverständlich geblieben. Dass er mir die schlechtesten Deutschnoten meiner Schullaufbahn beschert hat, macht ihn mir auch nicht sympathischer.