Verräter
18.11.2008, 18:02
Paul Watzlawick hat mit seiner >>Anleitung zum Unglücklichsein<< einen Millionenbestseller geschrieben - was nur den Schluss zulässt, dass Leiden ungeheuer schön sein muss. Anders als die gängigen >>Glücksanleitungen<< führen Watzlawicks Geschichten uns vor Augen, was wir täglich gegen unser mögliches Glück tun. Nach der Lektüre werden auch Sie begreifen, warum Sie den Nachbarn, den Sie um einen Hammer baten, am liebsten erschlagen würden.
Ich habe mir das Buch heute Mittag gekauft um für die 90 Minuten Wartezeit auf den Bus etwas zum Lesen zu haben und weil mein Kleingeld nicht mehr für die Heimreise gereicht hätte, wenn ich mir das etwas teurere "Wers Glaubt wird selig" von Dieter Nuhr besorgt hätte.
Viel Zeit überbrückt dieses Buch jedoch leider nicht, da es nur 130 Seiten besitzt auf denen jeweils deutlich weniger steht als in jedem mittelmäßigen Roman.
Dafür, das muss ich so sagen, habe ich mich in dieser Zeit immerhin köstlich amüsiert und erkannte in den vielen Beispielen einige aus meinem direkten Umfeld wieder.
Watzlawick schreibt in der Einleitung, dass Glück bis Heute noch nicht klar definiert wurde und belegt mit einfachen Beispielen, dass der Mensch letztlich gar nicht für das "absolute Glück" geschaffen ist und die Erreichung dieses Ziels sofort Unglück hinaufbeschwören würde.
Die logische Konsequenz: Statt sein Leben auf der Suche nach Glück zu verschwenden, sucht er das "Glück im Unglück", beschreibt wie man am effektivsten Unglücklilch wird und in tiefste Depressionen stürzt (hilft letztendlich auch dem Staat :P). Und all das mit gelungenen Zitaten, aus dem Leben gegriffenen Beispielen und einfacher aber unerschütterlicher Logik. Und kaum hat er einmal angefangen dem Leser zu zeigen, wie einfach es ist das Opfer einer Weltweiten Verschwörung zu werden, von allen und sich selbst gehasst zu werden oder sein Leben möglichst effektiv damit zu verschwenden, Lösungen für Probleme dort zu suchen, wo man weiß dass man sie nicht finden wird gibt er noch Tipps darüber, wie man am einfachsten dafür sorgt, dass man diesen Kreis niemals wieder verlässt und sich sein ganzes Leben Todunglücklich (aber genau das ist ja das Ziel) um sich selbst dreht. Nachdem man es dann mithilfe von einfachen Übungen geschafft haben sollte das absolute Opfer seiner selbst zu werden, wird es Zeit alle nur denkbaren zwischenmenschlichen Beziehungen zu zerstören, wo der für mich persönliche Höhepunkt des Buches im Kapitel "Sei spontan!" liegt.
Das mittlerweile 25 Jahre alte Buch ist eine gelungene Parodie auf die vielen Ratgeber ("Wie nehme ich ab in XX Tagen","Wie werde ich Erfolgreich / Glücklich / ein guter Redner/Liebhaber usw.") die man in den Buchhandlungen findet. Mit erstaunlich einfachen aber klaren (und teilweise leicht übertriebenen) Worten führt der Autor dem Leser alltägliches Fehlverhalten vor, das so viele Menschen in die Unglücklichkeit stürzt.
Fazit:
Eine leichte, kleine, schnelle Lektüre für zwischendurch, die gleichermaßen zum Schmunzeln wie zum Nachdenken anregt.
Ich habe mir das Buch heute Mittag gekauft um für die 90 Minuten Wartezeit auf den Bus etwas zum Lesen zu haben und weil mein Kleingeld nicht mehr für die Heimreise gereicht hätte, wenn ich mir das etwas teurere "Wers Glaubt wird selig" von Dieter Nuhr besorgt hätte.
Viel Zeit überbrückt dieses Buch jedoch leider nicht, da es nur 130 Seiten besitzt auf denen jeweils deutlich weniger steht als in jedem mittelmäßigen Roman.
Dafür, das muss ich so sagen, habe ich mich in dieser Zeit immerhin köstlich amüsiert und erkannte in den vielen Beispielen einige aus meinem direkten Umfeld wieder.
Watzlawick schreibt in der Einleitung, dass Glück bis Heute noch nicht klar definiert wurde und belegt mit einfachen Beispielen, dass der Mensch letztlich gar nicht für das "absolute Glück" geschaffen ist und die Erreichung dieses Ziels sofort Unglück hinaufbeschwören würde.
Die logische Konsequenz: Statt sein Leben auf der Suche nach Glück zu verschwenden, sucht er das "Glück im Unglück", beschreibt wie man am effektivsten Unglücklilch wird und in tiefste Depressionen stürzt (hilft letztendlich auch dem Staat :P). Und all das mit gelungenen Zitaten, aus dem Leben gegriffenen Beispielen und einfacher aber unerschütterlicher Logik. Und kaum hat er einmal angefangen dem Leser zu zeigen, wie einfach es ist das Opfer einer Weltweiten Verschwörung zu werden, von allen und sich selbst gehasst zu werden oder sein Leben möglichst effektiv damit zu verschwenden, Lösungen für Probleme dort zu suchen, wo man weiß dass man sie nicht finden wird gibt er noch Tipps darüber, wie man am einfachsten dafür sorgt, dass man diesen Kreis niemals wieder verlässt und sich sein ganzes Leben Todunglücklich (aber genau das ist ja das Ziel) um sich selbst dreht. Nachdem man es dann mithilfe von einfachen Übungen geschafft haben sollte das absolute Opfer seiner selbst zu werden, wird es Zeit alle nur denkbaren zwischenmenschlichen Beziehungen zu zerstören, wo der für mich persönliche Höhepunkt des Buches im Kapitel "Sei spontan!" liegt.
Das mittlerweile 25 Jahre alte Buch ist eine gelungene Parodie auf die vielen Ratgeber ("Wie nehme ich ab in XX Tagen","Wie werde ich Erfolgreich / Glücklich / ein guter Redner/Liebhaber usw.") die man in den Buchhandlungen findet. Mit erstaunlich einfachen aber klaren (und teilweise leicht übertriebenen) Worten führt der Autor dem Leser alltägliches Fehlverhalten vor, das so viele Menschen in die Unglücklichkeit stürzt.
Fazit:
Eine leichte, kleine, schnelle Lektüre für zwischendurch, die gleichermaßen zum Schmunzeln wie zum Nachdenken anregt.