Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Simon Beckett - Die Chemie des Todes, Kapitel 1 bis 8
David Hunter war einst Englands berühmtester Rechtsmediziner. Nach dem Unfalltod seiner Frau und der gemeinsamen Tochter hat er London den Rücken gekehrt und sich in Manham, einem kleinen Dorf in der Grafschaft Devon, als einfacher Allgemeinmediziner niedergelassen. Weder sein Arbeitgeber, der alte Dr. Maitland, noch die Dorfbewohner wissen etwas von seiner Vergangenheit.
Drei Jahre sind seitdem vergangen, als von zwei Jungen die Leiche der ortsansässigen Schriftstellerin Sally Palmer entdeckt wird. Die Ermordete wurde mit zwei angesteckten Schwanenflügeln aufgefunden. Auf Drängen des örtlichen Chief Inspector Mackenzie obduziert Hunter den Leichnam. Währenddessen verschwindet eine zweite Bewohnerin des Dorfes. Die Verdächtigungen der Einheimischen richten sich zuallererst gegen David Hunter, den in ihren Augen immer noch Fremden ...
Hier beginnt unsere erste Krimi-Leserunde.
In diesem Thread bitte die Diskussion zu den Kapiteln 1 bis 8...
Geht's schon los?:eek: Ich muss das Buch erstmal von meiner Frau zurückerobern, die es nach dem ersten Absatz nicht mehr aus den Händen gelegt hat*lol* Mit einem solchen Anfang verkauft man Bücher*ja*
Ich bin bereits durch und das an fast einem Tag (habe gestern angefangen) - das ist schonmal ein gutes Zeichen, dass ich so fleißig lese *grins*
Da das Buch zum größten Teil aus der Ich-Perspektive des Protagonisten erzählt ist, ist dieser natürlich sehr wichtig.
Und rückblickend betrachtet, fand ich Herrn Hunter nicht allzu mitreißend. Seine große Verzweiflung über die ganze Situation und die Verbindung zu seiner tragischen Vergangenheit kam bei mir nicht gerade überschwänglich an.
Ich bemerke, aufgrund der Beschreibungen des Autors, dass er leidet, aber fühle kaum oder nicht mit :D
Andere Personen finde ich da schon interessanter und unterhaltsamer:
Die, wie schon zu erwarten, verstorbene Lyn war mir nur durch das morgenliche
Training schon ziemlich smypathisch.
Genau so geht es mir mit der Schullehrerhin Jenny Hammond.
Dieser wird meiner Vermutung nach, sicher noch länger im Spiel bleiben. Und zwar aufgrund ihrer anscheinend tragischen Vergangenheit, was sie später eventuell mit David verbinden wird.
Ich vermute mal, die beiden werden sich näher kommen, Jenny wird dann in Lebensgefahr schweben und letztendlich gibt es ein Happy End mit immer noch ein wenig Dramatik. Denn die Liebe wird nur aufgrund der tragischen Vergangenheit beider existieren und der Nachgeschmack der Vergangenheit wird trotzdem noch bleiben.
Das war dann auch schon mein kleiner Ausflug zum Ende des Buches *grins*
Auch sofort sympathisch war mir Ben Anders, der darf auch ruhig noch öfters vorkommen.
Und nicht zu vergessen der schon fast pansionierte Arzt Henry, wie mir scheint auch ein recht ulkiger Typ *grins*
Seine Frage, was denn nicht stimme und ob die Einheimischen es wieder mit den Schafen triebten, war jedenfalls sehr lustig :D
Die Geschichte an sich war auch recht interessant und man lernt doch schon ein paar interessante Sachen, auch wenn man wohl nie praktischen Bedarf für diese finden wird ;)
Zur Drahtschlingen-Falle im achten Kapitel:
Glaubt ihr die war vom Serienmörder gestellt, oder nicht?
Ich denke, dass dem auf jeden Fall so ist. Aber auch ungewöhnlich finde ich, dass er anscheinend willkürlich drei Fallen aufstellt (wenn man die zwei, die zwei Polizisten erwischten noch mitrechnet).
Denn was Mackenzie bezüglich dem Sinn dieser Fallen sagte und zwar, dass sie zur Ablenkung oder Verhinderung einer Verfolgung des Täters dienen, erscheint mir nicht logisch.
Somit wäre der Serienmörder wohl einfach nur ein Sadist, oder auch Narzisst, der noch ein wenig Schrecken verbreiten möchte ;)
Und mir sind zudem auch noch einige andere Ungereimtheiten aufgefallen, die ich einfach mal aufzählen möchte xD:
Auf Seite 9, ganz unten wird geschrieben:
Sam musste sich wohl wie immer nach dem großen Bruder richten und versuchen, bei dem Wettlauf nicht abgehängt zu werden, der sie zuerst nach Hause führte und dann aufs Polizerevier.
Und schließlich zu mir.
Später, auf Seite 20/21 wird dann aber klar, dass Linda Yate aber zuerst David angerufen hat, der dann bei ihnen eintrifft, gefolgt von den Polizisten.
Somit stimmt die Reihenfolge nicht und die Jungs waren nicht einmal auf dem Polizeirevier, da sie auch Zuhause "verhört" wurden...?
Etwas anderes:
War die Aussage des Gärtners "Da geradaus" auf Seite 14 nun tatsächlich sehr starker Dialekt oder nur ein Tippfehler?
Ich tippe auf letzteres, da man Dialekt in dieser Form in einem Buch ja eigentlich nicht wiedergibt, wenn man bedenkt, dass dies das einzige mal bisher im Buch wäre.
Desweiteren bereut Dave es auf Seite 12 ganz oben, dass er sein Handy weggegeben hat:
Kurz bereute ich, mein Handy weggegebn zu haben,...
Auf Seite 31 dann aber zieht er sein Telefon (= Handy, wie es scheint, ist etwas verwirrend beschrieben desöfteren) hervor:
Ich zog mein Telefon hervor,...
Entweder hat er sehr unwahrscheinlicherweise eins im Dorf Manham gekauft, ohne dass der Autor das erwähnte, oder das ist ein kleiner Fehler, oder ich habe etwas übersehen.
Außerdem muss der letzte Satz auf Seite 40 irgendwie falsch übersetzt sein, oder ich irre mich gewaltig:
Der See war eben nicht der Solent, und es gab auch Zonen, die zu seicht oder mit Schilf zugewachsen waren, um sich hineinzuwagen.
Dass es Zonen gab, die zu seich waren, um sich hineinzuwagen erschließt sich mir grammatikalisch.
Dass es aber Zonen gab, die mit (zu?) Schilf zugewachsen, um sich hineinzuwagen, erschließt sich mir nicht.
Richtig wäre dann z.B. eher "..., die zu seicht, oder zu sehr mit Schilf zugewachsen waren, um sich hineinzuwagen."
Oder täusche ich mich da? X.X
Und ein paar mal gab es auch Stellen, an denen ich Effekthascherei, die zumindestens bei mir nicht zog, erkannte. So z.B. auf Seite 48 in der Mitte: Bisher.
Wow, spannend:
Bisher hatte ihr Sex noch zu nichts geführt, eventuell bekommen sie bald ein Baby, hurra!
Nunja.
Ähnlich erging es mir da auf Seite 104: Es war eine Entscheidung, die ich später bereuen sollte.
Jaja, wie schon so vieles... *gähn*
Und noch ein letzter Negativpunkt oder eher eine Frage:
Auf Seite 79 denkt David Die Reaktion ließ bestimmt nicht lange auf sich warten.
Etwa die Reaktion, dass der Polizist nun den Beutel ergreifen wird? Ja, das könnte ich mir auch alleine denken.
Jedenfalls musste ich den Satz auch öfters lesen um mir daraus einen Reim machen zu können und bin mir immer noch nicht sicher:
Ist damit denn diese Belanglosigkeit gemeint?^^
Achja und noch die Sache, die mich in dem Buch so ziemlich als erstes faszinierte und über die ich nachgedacht und recherchiert habe:
Und zwar, dass die Larven eine Leiche immer Richtung Süden verlassen.
Ich fand im Internet lediglich diesen Kommentar (http://iq.lycos.de/qa/show/1312763/warum-verlassen-Insekten-eine-im-Freien-liegende-Leiche-immer-in-Richtung-Sueden/) dazu, der erklärt, dass das nur eine moderne Sage ist.
Weiß jemand mehr?
Immerhin war Simon Beckett auf der "Body Farm" und müsste es doch eigentlich besser wissen, oder ist das erneut nur Effekthascherei?
Mein Fazit:
Inhaltlich und die Personen betreffend ganz gut, einige formale Fehler bzw. Ungereimtheiten und ein nun hoffentlich noch weiter steigender Spannungsbogen.
Das ergibt 3 Sterne.
ExLibris
26.11.2008, 08:51
Ich war schon lange nicht mehr ab der ersten Seite einer Geschichte so gebannt. Ich überlege noch was er da richtig gemacht hat. Auf jeden Fall weiß ich jetzt, dass der erste Satz keine reißerische Verkaufstaktik war. :) Es geht genauso weiter! Ich mag vorallem den kleinen Rahmen der Story, also das ländliche Gebiet, das kleine Dorf, die Einheimischen,... macht schon viel von der Atmosphäre aus.
Kann sein, dass es Fehler und Ungereimtheiten gibt, aber mir fallen sie nicht störend auf.
Was Moon zu David Hunter sagt, kann ich aber nachvollziehen. Ich fühle nicht ganz mit ihm mit. Und für mein Gefühl wird einmal zu oft erwähnt, dass das alles schon lange hinter ihm liegt, dass er das alles nicht mehr machen will, dass er das alles schon von früher kennt. Da hätte der Autor mehr kürzen können, und es dem Leser überlassen sollen, welche Schlüsse er aus Hunters Verhalten zieht.
Bsp. Seite 73
Als sie zum Tatort kommen, zuerst beschreibt er das ganze Déjà-vu, der vertraute Ablauf, die Plastikanzüge, das Mentholgel unter der Nase, die Gerüche die ihm so vertraut sind....
Und dann:
"Es gibt auch Masken, wenn Sie wollen", sagte Mackenzie.
Ich schüttelte automatisch den Kopf. Wenn es sich vermeiden ließ, hatte ich nie gerne Masken getragen."
Mein erster Gedanke: Oookaaay! Wir habens kapiert! Pauschale Unwichtigkeit.
Spielen die Masken irgendeine Rolle? Das ist mir ein bisschen zu platt, damit dem Leser auch ja nichts entgeht!
@ Jenny
Ich vermute mal, die beiden werden sich näher kommen, Jenny wird dann in Lebensgefahr schweben und letztendlich gibt es ein Happy End mit immer noch ein wenig Dramatik.
Das war auch mein Gedanke, mal sehen wie sich das entwickelt. Auf jeden Fall freue ich mich schon aufs weiterlesen.
Mein erster Gedanke: Oookaaay! Wir habens kapiert! Pauschale Unwichtigkeit.
Spielen die Masken irgendeine Rolle? Das ist mir ein bisschen zu platt, damit dem Leser auch ja nichts entgeht!
Ich glaube die meinen damit doch nur eine Maske, neben dem Mentholgel, um den Gestank noch mehr zu verhindern, oder?
Somit ist das wohl, wie du sagtest, pauschale Unwichtigkeit... einfach eine kleine Erklärung des Fortgehens.
ExLibris
26.11.2008, 15:40
Nein so meinte ich das nicht,... hm wie soll ich sagen. "Wenn es sich vermeiden ließ, habe ich nie gerne Masken getragen" Ja das konnte man sich schon irgendwie denken. Er sagt irgendwie zuviel.
Wie deine Bsp. zu Effekthascherei
Es war eine Entscheidung, die ich später bereuen sollte.
Solche Phrasen drücken dem Leser etwas auf, das er von ganz alleine gedacht hätte. Und das wirkt ein bisschen billig.
Was jetzt alles nicht heißen soll, dass ich das Buch nicht sehr gut finde! Das sind auch nur Kleinigkeiten.
Ich habe nun vier Kapitel durch und schwanke zwischen Ekel und Begeisterung.
Als ich die detaillierte Beschreibung des Zerfallsprozesses des menschlichen Körpers gelesen habe, musste ich mehrmals schlucken. Dieses Buch bestärkt mich darin, dass ich mal verbrannt werden will. Nach meinem Tod, versteht sich ;)
Dass das mit der Wanderung der Maden eine Urban Legend ist, glaube ich nicht so ganz. Es könnte doch wirklich so sein. Gerade im Tierreich gibt es doch mehrere unerklärliche Phänomene wie die Wanderung der Lachse oder die Zielsicherheit der Zugvögel.
Die Masken dienen wohl auch zum Schutz vor Keimen.
Begeistert hat mich Becketts Schreibstil. Gerade richtig, wie er die Atmosphäre beschreibt, die Landschaft, die David Hunters Gefühlszustand widerspiegelt.
Bei Stellen wie
(Bei der Beschreibung der alten Häuser)
Trist kauerten sie sich dort aneinander, in ihren dunklen Fenstern spiegelte sich blankes Misstrauen.
oder
...und fing meine abgeschweiften Gedanken wieder ein.
weiß ich, dasss es sich lohnt, das betreffende Buch zu lesen. Und seien solche Sätze das einzige, was ich mitnehme...
Aber es wird wohl nicht das einzige bleiben, was mir gefällt.
Über die Handlung kann ich noch zuwenig sagen. Die Schildung und Zeichnung der Charaktere finde ich jedenfalls gelungen. Auch wenn - wie Moon und ExLibris schon sagten - einen Tick zu häufig Hunters Zögern und Hinaussschieben erwähnt wurde.
Und dass Mackenzie geizig mit seinen Pfefferminzbonbons ist... diese Information hätte mir auch einmal gereicht.
Ansonsten freue ich mich schon darauf, heute Abend weiterlesen zu können.
Also ich finde die sehr detaillierte Beschreibung des Zerfallsprozesses toll. Wo kriegt man das sonst so schön geschildert? *grins*
Solange man sich nicht zu Tode ekelt, ist das eine wertvolle und interessante Information :)
Und dass Mackenzie geizig mit seinen Pfefferminzbonbons ist... diese Information hätte mir auch einmal gereicht.
Ach, ich fand das erneute Erwähnen dieser Tatsache recht lustig :D
Mackenzie gefällt mir insgesamt sowieso auch sehr gut. Muss immer ein wenig an den Herrn hier denken: Klick (http://www.tsumea.com/files/sincity.jpg) *grins*
Ein richtig typischer, jedoch nicht dummer, Polizist ^^
Auch sofort sympathisch war mir Ben Anders, der darf auch ruhig noch öfters vorkommen.
Und nicht zu vergessen der schon fast pansionierte Arzt Henry, wie mir scheint auch ein recht ulkiger Typ *grins*
Ja, das sehe ich genauso. :D Henry mochte ich schon von seinem ersten Satz an: "Herrgott, Mann, Sie sehen ja wie aus dem Wasser gezogen aus!"
War die Aussage des Gärtners "Da geradaus" auf Seite 14 nun tatsächlich sehr starker Dialekt oder nur ein Tippfehler?
Ich tippe auf letzteres, da man Dialekt in dieser Form in einem Buch ja eigentlich nicht wiedergibt, wenn man bedenkt, dass dies das einzige mal bisher im Buch wäre.
Ich könnte mir vorstellen, dass der Dialekt recht schnell gesprochen wird, und weil er für David einfach so fremd ist, wird ein Satz mal zur Verdeutlichung "aus"geschrieben...
Entweder hat er sehr unwahrscheinlicherweise ein Handy im Dorf Manham gekauft, ohne dass der Autor das erwähnte, oder das ist ein kleiner Fehler, oder ich habe etwas übersehen.
Na, das spielt doch drei Jahre später. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass er sich innerhalb von drei Jahren ein neues Handy zugelegt hat (dafür muss er noch nicht mal in eine größere Stadt fahren, er kann's auch einfach über Internet bestellen, und dass er einen Computer sowie Internetanschluss hat, das steht im Buch wiederum geschrieben).
Genau wie euch ging auch mir die Hauptperson David des öfteren auf die Nerven, aber ansonsten gefallen mir Stimmung und Charaktere bisher sehr gut. Allerdings schwirrt mir die ganze Zeit im Kopf die Frage rum "Wozu bloß diese komischen Schwanenflügel?!"...
Hattet ihr auch solches Mitleid mit den armen Ziegen, dem Hasen, dem Collie und der Wildente? :'-(
Na, das spielt doch drei Jahre später. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass er sich innerhalb von drei Jahren ein neues Handy zugelegt hat (dafür muss er noch nicht mal in eine größere Stadt fahren, er kann's auch einfach über Internet bestellen, und dass er einen Computer sowie Internetanschluss hat, das steht im Buch wiederum geschrieben).
Argh, totaler Hänger meinerseits :D
Hattet ihr auch solches Mitleid mit den armen Ziegen, dem Hasen, dem Collie und der Wildente?
Nein *grins* Aber die Szene mit der toten Wildente (oder Vogel? Wie auch immer) an der Säule im Wald, fand ich doch schon sehr intensiv und extrem, was aber keinesfalls negativ zu bewerten ist^^
Aber hoffentlich gibt es noch eine interessante und achzuvollziehende (ôo komisches Wort) Erklärung für das Anbringen der Schwanenflügel. Irgendeine bestimmte psychische Störung oder was auch immer.
Falls nicht wäre das aber auch zu verzeihen, denn Dave ist ja nunmal kein psychischer Profiler, wie er selbst sagte ;)
Mir gefällt die Chemie des Todes bis jetzt ganz gut. Der Einstieg in den Roman mit der genauen Beschreibung des Verwesungsvorgang und den Maden war ein schon ein echter Appetitanreger.:D
Die Idee aus der Sicht eines forensischen Anthropologen zu erzählen finde ich ganz gut und gibt doch sehr interessante Einblicke in das Arbeitsgebiet. Richtig spannend fand ich bis jetzt nur die Szene mit Lyn der Joggerin, als sie im Wald auf die gefesselt Wildente traf, musste ich erst mal schlucken.
Zitat von Moon:
Aber hoffentlich gibt es noch eine interessante und achzuvollziehende (ôo komisches Wort) Erklärung für das Anbringen der Schwanenflügel. Irgendeine bestimmte psychische Störung oder was auch immer.
Ich denke auch, dass es was in die Richtung psychische Störung zu bedeutem hat.
Jedenfalls lässt es mich vermuten, dass es sich nicht um einen sexuell motivierten Triebtäter handelt, sondern um einen Ritualmörder, der die Frauen vielleicht in ihrer Unschuld darstellen will, die durch die Engelsflügel symbolisiert wird.
Was ich auch noch seltsam finde. warum träumt diese Linda Yates ausgerechnet das Sally Palmers stirbt und diese entpuppt sich letztenendlich wirklich als das Mordopfer - seltsam.
Das Täter offenbar mit einer art Guerilla-Taktik die Suche nach ihm sabotieren will, in dem er überall Fallen stellt ist zwar clever, aber doch irgendwie übertrieben, es erinnert mich stark an Rambo.
Rotkätzchen
27.11.2008, 12:15
:D
Freut mich sehr, zu lesen, dass euch das Buch anspricht. Mich juckts in allen Fingern, auch etwas dazu zu sagen, aber ich werde mich selbstverständlich VOLLKOMMEN zurückhalten und mich weiterhin an euren Theorien und Kombinationen erfreuen. Bis ins Detail weiß ich natürlich auch nicht mehr über den Buchinhalt Bescheid, aber während ich nun eure ersten Reviews las, machte es einige Male BING in meinem Köpfchen und ich war wieder anwesend ... in Manham. :eek: *cool*
Als denne ...
Immer schön fleißig kombinieren und vor allem: Augen und Ohren und Nase offen halten ... *hrhr* *les* *clap*
Damit Rotkätzchen was zum Schmunzeln hat, will ich nun mal meine ersten Spekulationen abgeben. Alles beruht auf reiner Intuition und ist nur so daherphantasiert. Keine Sorge, ich kann nicht spoilern, da ich nichts weiß ;)
Wer käme schon mal als Täter in Frage von den Charakteren, die bisher aufgetaucht sind?
David Hunter: vielleicht ist er nach dem Tod seiner Familie völlig durchgeknallt oder der Landarzt-Job langweilt ihn, sodass er eine Abwechslung braucht. Oder er will mit seinen Fähigkeiten prahlen (so wie unterbeschäftigte Feuerwehrleute, die selber einen Brand legen).
Find ich nun selber äußerst unwahrscheinlich :D
Ein etwas heißerer Typ ist für mich Ben Anders. Der Mann ist einfach zu gewollt hilfsbereit und macht ein bisschen zuviel auf Gutmensch.
Oder natürlich der Pfarrer, Scarsdale, der einfach deshalb, weil er ist, was er ist, mir unsympathisch ist. Und weil ich unbedingt mal einen Krimi lesen will, in dem ein bigotter Pfarrer ein Serienmörder ist :D
Hm, und dann wurde noch so ein Kerl erwähnt, der unter der Fuchtel seiner Mutter steht: Rupert Sutton. Übergewichtige Muttersöhnchen, die Mama dominant sein lassen, sind meist die Mörder. Hoffentlich diesmal nicht, denn DIE Story kenne ich schon. Zur Genüge ;)
Oder Henry *misstrauisch guck* Vielleicht macht er allen was vor und ist gar nicht gehbehindert und schleicht nach Ordinationsschluss mordend durch die friedliche Landschaft...
A propos Landschaft: es kommen sogar zwei Gärtner vor. Und wer von beiden ist nun der Mörder? Oder ist der Butler mal zur Abwechslung der Bösewicht? Ach so, den gibts ja nicht. Bloß eine Haushälterin.
/me steckt weiter die Nase ins Buch und schnüffelt rum :D
Oder natürlich der Pfarrer, Scarsdale, der einfach deshalb, weil er ist, was er ist, mir unsympathisch ist. Und weil ich unbedingt mal einen Krimi lesen will, in dem ein bigotter Pfarrer ein Serienmörder ist :D
Ohja, der ist mir wirklich auch sehr unsympathisch. Und in Kapitel 9 verstärkt sich das noch sehr... und lässt durch sein auffälliges Verhalten eventuell noch mehr darauf schließen, dass er der Täter ist.
Wie auch immer, am Ende ist es ja jedenfalls trotzdem meistens gerade nicht der, der am auffälligsten war ;)
Ja, der Pfarrer ist bis jetzt auch mein Verdächtiger Nummer 1. Bei seinem Besuch in der Kneipe hat er ja auch eine offensichtlich Abneigung gegen Frauen offenbart, in dem er sich nur mit der Anrede Gentlemen gehör schaffen wollte und das weibliche Geschlecht völlig außer Acht gelasssen hat. Dann die Andacht in der Kirche und seine Rede wider den Verfall der Sitten, die, die am lautesten schreien sind mir immer sehr verdächtig.
ExLibris
27.11.2008, 16:12
Hm, und dann wurde noch so ein Kerl erwähnt, der unter der Fuchtel seiner Mutter steht: Rupert Sutton. Übergewichtige Muttersöhnchen, die Mama dominant sein lassen, sind meist die Mörder.
Das wäre im Moment auch mein Favorit. Er wurde nicht gar so auffällig ins Spiel gebracht wie zB Pfarrer Scarsdale.
Auf jeden Fall hat Beckett dafür gesorgt, dass man viel zu spekulieren hat! :D
Nightfarer
28.11.2008, 14:23
So bin glaub ich das Schlusslicht, aber egal.
Das Buch ist bisher ganz gut, aber erschreckend fand ich als es hieß das David Hunter forensischer Antroprologe (kann falsch geschrieben sein!) war und jetzt zugezogen wird.
Aber die ersten Seiten fand ich toll, die Erklärung wie die eine Linie bilden, interssant.
Ingsamt finde ich sehr interessant was David Hunter manchmal für Methoden hat. Sowas ist mir bisher in keinen Buch begegnet, zumindest nicht in der Art.
Aber kurze Spekulation wer es sein könnte: Scott Brenner, ich fand einfach den Kommentar des Sohnes so seltsam, muss aber nichts bedeuten, ich hab auch noch nicht weiter gelesen als bis dahin.
Das war es von mir bisher.
Habe jetzt länger gebraucht als gewöhnlich, aber meine Tochter fordert öfters ihr Recht auf Aufmerksamkeit.
Es wurden ja schon sehr viele Punkte aufgezählt, die ich auch notiert habe. Also es wäre mal wirklich interessant, ob es wirklich so ist, dass Larven sich niemals Richtung Norden bewegen.? Aber ich glaube das Beckett es nicht einfach so behaupten würde, wenn es nicht so wäre.
Der Traum von der Mutter der Jungs fand ich auch merkwürdig, vor allem das sie so überzeugt davon war, wer das Opfer ist. Weiß sie mehr? Träumt sie noch mehr?
Wenn ich an das Wetter in England denke, dann habe ich Bilder von dauerhaften Regen vor mir. Kann mir fast schon nicht vorstellen das es solche heiße Sommer dort gibt. Finde aber gut, dass Beckett nicht den Dauerregen beschrieben hat.
Als ich das vierte Kapitel gelesen habe hat nur die Musik aus einem Horrorfilm gefällt. Ich fand die angespannte Stimmung zum greifen nahe. Sehr spannend.
Momentan kommt fast jeder als Mörder in Frage. Und wer sagt, dass es nur einer ist?
Meine beiden Favoriten:
David Hunter: Er hat hinter seinem Haus ein Ruderboot. Also hätte wahrscheinlich die Möglichkeit ungesehen zu der Stelle des Leichenfundes zu kommen. Die Tatsache das er schlafwandelt und das noch nackt, ist sehr verdächtig.
Hanry wäre auch ein möglicher Mörder. Rollstuhl könnte nur eine Ablenkung sein. Er ist ein Hobby-Psychologe, was seine Bücher beweisen. Außerdem versucht er David immer auszufragen.
Es euch auch aufgefallen, dass bis jetzt nur zugezogene Frauen Opfer sind?
Denn was Mackenzie bezüglich dem Sinn dieser Fallen sagte und zwar, dass sie zur Ablenkung oder Verhinderung einer Verfolgung des Täters dienen, erscheint mir nicht logisch.
Warum nicht? Lyn hätte in ihrer Panik auch einen andern Weg einschlagen können. Sehr unwahrscheinlich, aber er hätte auch dabei ertappt werden können und mit dem Wissen, wo die Fallen sind, hätte er mehr Möglichkeiten zu entkommen. Wenn ich noch länger darüber nachdenke, kommen mir noch mehr Gründe für den Sinn der Fallen.
Die, wie schon zu erwarten, verstorbene Lyn war mir nur durch das morgenliche
Training schon ziemlich smypathisch.
Lyn wurde doch bis jetzt nur entführt! Es besteht noch die Hoffnung das sie noch lebt.
Wenn ich Zeit finde, werde ich noch heute Abend weiter lesen.
Wenn ich an das Wetter in England denke, dann habe ich Bilder von dauerhaften Regen vor mir. Kann mir fast schon nicht vorstellen das es solche heiße Sommer dort gibt. Finde aber gut, dass Beckett nicht den Dauerregen beschrieben hat.
Hm stimmt eigentlich ;)
Jedoch durch diese sehr drückende Hitze, die auch gut rüberkommt, entsteht eben auch eine "drückende" Stimmung. Gute Idee also :)
Warum nicht? Lyn hätte in ihrer Panik auch einen andern Weg einschlagen können. Sehr unwahrscheinlich, aber er hätte auch dabei ertappt werden können und mit dem Wissen, wo die Fallen sind, hätte er mehr Möglichkeiten zu entkommen. Wenn ich noch länger darüber nachdenke, kommen mir noch mehr Gründe für den Sinn der Fallen.
Ja, du hast schon recht. Und inzwischen habe ich auch schon etwas weiter gelesen und es gibt tatsächlich noch einige andere logische Gründe^^
Lyn wurde doch bis jetzt nur entführt! Es besteht noch die Hoffnung das sie noch lebt.
Und wieder hast du recht *grins*
Nun, mal schauen wie sich das entwickelt.
So, da meine Frau jetzt durch ist und nach dem Nachfolger "Kalte Asche" lechzt, konnte ich auch endlich mal den ersten Teil lesen.
Somit stimmt die Reihenfolge nicht und die Jungs waren nicht einmal auf dem Polizeirevier, da sie auch Zuhause "verhört" wurden...?Genau darüber bin ich auch gestolpert. Wie können bloß solch gravierende Fehler durchgehen? Des weiteren wird Henrys cremefarbenes Haar bei der zweiten Begegnung nochmals wie beim ersten Mal beschrieben. Regelrecht abstoßend fand ich den Vergleich von Manham mit einem "asozialen alten Mann" (Seite 38). Was, bitte schön, hat das Wort "asozial" in diesem Zusammenhang zu suchen? Solche handwerklichen Fehler bei einem Bestseller stören mich einfach. Aber vermutlich hat da wieder nur der Übersetzer geschlampt, wie bei der Sache mit dem Dialekt (die ich auch unfreiwillig komisch fand). Ich sollte dabei bleiben und Werke englischer Autoren nur im Original lesen, die schlampigen und lustlosen Übersetzungen, die heutzutage produziert werden, regen mich nur auf.
Nach der absolut genialen Beschreibung des Zerfalls des menschlichen Körpers war ich bös enttäuscht von der blutleeren, aufzählenden Beschreibung Manhams. Wo blieb denn da das show don't tell? Als ob Kapitel 2 von einem anderen Autor als Kapitel 1 geschrieben wurde.
Was die Spekulationen betrifft: Für mich läuft alles auf Henry hinaus. Er ist der einzige Charakter, der in diesen ersten Kapiteln eingehender beschrieben wurde, alles andere sind doch Randfiguren. Aufgrund seiner Behinderung gerät er nicht so schnell in Verdacht und sicher gibt es ein Geheimnis hinter dem Autounfall, der ihn zum Krüppel machte und seine Frau tötete. Außerdem hat die Haushälterin hinsichtlich Henrys verstorbener Frau nicht einen vergangenen Skandel angedeutet? Ich hoffe aber, dass ich mich irre, denn sonst wäre dieser Thriller doch ziemlich *gähn*
Dieses Buch bestärkt mich darin, dass ich mal verbrannt werden will. Nach meinem Tod, versteht sich ;)Ich war bislang immer strikt gegen Verbrennung, aber mit diesem Buch beginnt sich meine Meinung langsam zu wandeln...
Desweiteren bereut Dave es auf Seite 12 ganz oben, dass er sein Handy weggegeben hat:
Auf Seite 31 dann aber zieht er sein Telefon (= Handy, wie es scheint, ist etwas verwirrend beschrieben desöfteren) hervor:
Da ich einfach nicht glauben konnte, dass solche schwerwiegenden Fehler einem ansonsten so guten Autor unterlaufen können, habe ich nochmals nachgesehen:
Zwischen Seite 12 und Seite 31 liegen drei Jahre. In dieser Zeit ist es wohl nicht nur möglich, sondern sehr wahrscheinlich, dass sich ein Landarzt ein neues Handy zulegt ;)
Ja, ich wurde schon berichtigt. War ein grober Fehler meinerseits ;)
Na, das spielt doch drei Jahre später. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass er sich innerhalb von drei Jahren ein neues Handy zugelegt hat (dafür muss er noch nicht mal in eine größere Stadt fahren, er kann's auch einfach über Internet bestellen, und dass er einen Computer sowie Internetanschluss hat, das steht im Buch wiederum geschrieben).
Ja, ich wurde schon berichtigt. War ein grober Fehler meinerseits ;)
Das ist doch das Schöne an einer Leserunde, dass man gemeinsam überlegt und sich austauscht. Und da passieren eben Irrtümer oder "Fehler". Wie mir eben vorhin auch. Sorry an Mürtz, hatte ich überlesen. :o
Wenn man sich nicht austauschen würde und Spekulationen äußern, wäre es ja keine Leserunde :)
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