Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Simon Beckett - Die Chemie des Todes, Kapitel 25 bis 31, Epilog
David Hunter war einst Englands berühmtester Rechtsmediziner. Nach dem Unfalltod seiner Frau und der gemeinsamen Tochter hat er London den Rücken gekehrt und sich in Manham, einem kleinen Dorf in der Grafschaft Devon, als einfacher Allgemeinmediziner niedergelassen. Weder sein Arbeitgeber, der alte Dr. Maitland, noch die Dorfbewohner wissen etwas von seiner Vergangenheit.
Drei Jahre sind seitdem vergangen, als von zwei Jungen die Leiche der ortsansässigen Schriftstellerin Sally Palmer entdeckt wird. Die Ermordete wurde mit zwei angesteckten Schwanenflügeln aufgefunden. Auf Drängen des örtlichen Chief Inspector Mackenzie obduziert Hunter den Leichnam. Währenddessen verschwindet eine zweite Bewohnerin des Dorfes. Die Verdächtigungen der Einheimischen richten sich zuallererst gegen David Hunter, den in ihren Augen immer noch Fremden ...
Und hier nun der Abschlussthread unserer ersten Krimi-Leseunde:
Hier bitte die Diskussion zu den Kapiteln 25 bis 31 und zum Epilog...
Boa, WAS FÜR EINE ENTTÄUSCHUNG*mph*
Dass das Täterduo absolut vorhersehbar war, damit konnte ich ja noch leben (der Gärtner ist halt immer der Mörder:))
Die sprachlichen Schwächen hatte ich auf den Übersetzer geschoben. (Für Sätze wie "Wolkenbänder, die, angetrieben von unsichtbaren Winden, über das Firmament zogen" könnte ich mich fremdschämen:o, dass die Windmühle einst der Entwässerung diente, hätte mir auch nicht ein zweites Mal erläutert werden müssen)
Das einzige, was mir gefiel, war das tragische Ende und dass Beckett anscheinend der Versuchung eines kitschigen Happy Ends widerstehen konnte
Da schiebt er es noch nach! Da schiebt er tatsächlich ganz zum Ende des Epilogs noch ein triefkitschiges Happy End nach! Geht's noch unglaubwürdiger, flacher, abgegriffener?
Fazit: Das Buch hat exakt ein gutes Kapitel: Kapitel 1, das gem. der Danksagung wohl aus einem Artikel Becketts für das Daily Telegraph Magazine entstand. Den Rest hätte ich mir lieber geschenkt. Schade um die Zeit. Für's Ende gibt's von mir genau einen Stern. Insgesamt bewerte ich das Buch mit zwei Sterne. Auf den Nachfolger kann ich gut verzichten.
Unabhängig vom Buch muss ich aber sagen, dass mir die Leserunde sehr gut gefallen hat. Zum ersten Mal seit langem wurde wieder richtig diskutiert und gerätselt, so soll eine Leserunde sein. Vielen Dank an euch dafür. Vielleicht eignen sich Krimis ja generell besser für Lesesrunden als Fantasy-RomaneX.X
Unabhängig vom Buch muss ich aber sagen, dass mir die Leserunde sehr gut gefallen hat. Zum ersten Mal seit langem wurde wieder richtig diskutiert und gerätselt, so soll eine Leserunde sein. Vielen Dank an euch dafür. Vielleicht eignen sich Krimis ja generell besser für Lesesrunden als Fantasy-RomaneX.X
Ja, das meine ich auch. Sowohl was die Diskussionsbereitschaft angeht als auch, dass man über Krimis sehr gut diskutieren kann.
Ganz so enttäuscht wie Warin bin ich nicht. Auch wenn der Täter und sein Werkzeug für mich keine Überraschung waren.
Becketts Schreibstil gefiel mir bis auf ein paar schlimme Entgleisungen ganz gut. Es gab einige Perlen, die die Schandflecke aufheben.
Im Großen und Ganzen finde ich, dass der Roman gut aufgebaut ist. Es ist vielleicht kein überragendes Werk, aber solide Arbeit. Und wenn ich ihn mit den vielen anderen Krimis, die ich in letzter Zeit gelesen habe, vergleiche, dann bewegt er sich im oberen Drittel.
Allerdings finde ich auch, dass sich der Autor den Epilog hätte durchaus sparen können. Der ist wirklich absurd kitschig und zieht das Ende auf ein Niveau hinunter, das es eigentlich nicht hat.
Es ist vielleicht kein überragendes Werk, aber solide Arbeit. Ja, hast ja recht. Ich hätte nicht sofort nach Zuklappen des Buches posten sollen. Aber ich war sowas von sauer...
Des weiteren war es sicher ein Fehler, das Buch parallel zu Tintenblut zu lesen. Von der Sprachvirtuosität einer Cornelia Funke sind Beckett und sein Übersetzer meilenweit entfernt, allerdings ist bei einem Krimi der Spannungsaufbau ja auch wichtiger als der Sprachfaktor. Schade, dass nichts weiter aus den Pfefferminzbonbons und dem juckenden Leberfleck gemacht wurde. Aber vielleicht bleibt das dem Folgeband vorbehalten, denn die "Beziehung" David/Mackenzie geht ja weiter.
Mit ein wenig mehr Abstand füge ich je einen Stern dazu: Somit zwei für die letzten Kapitel und drei für den gesamten Thriller. Meine Frau will den nächsten Teil auf jeden Fall lesen. Und wer weiß, falls sie mir bestätigt, dass keine kitschige Liebesgeschichte drin vorkommt, werde ich ihn vielleicht sogar doch noch lesen.
Rotkätzchen
06.12.2008, 13:08
Also ich muss gestehen, dass ich Henry zu keinem Zeitpunkt in Verdacht hatte. Ja, ehrlich. Ich hatte dem seine Unbeholfnheit voll abgenommen. Scheinbar ist mein kriminalistisches Gespüt trotz massiven Trainings noch nicht wirklich ausgeprägt. :D
Meine Überlegungen gingen seinerzeit zu den Brenners und einem Komplizen derer, vielleicht Ben.
Henry war´s! Was für eine Überraschung. Dafür hatte ich den Gärtner zu keinem Zeitpunkt im Verdacht.
Was mich in Filmen/Büchern verwundert(unheimlich stört) das ungeheure Mitteilungsbedürfnis der Täter. Kurz bevor der Held sich aus seiner aussichtslosen Situation befreit, beichtet der Mörder alles. Genau so wie Henry. Zwar vermutet David, das Henry ihn nicht umbringen wollte, ich bin nicht wirklich überzeugt von der Theorie.
David hat mir leid getan, als ich angenommen habe das Jenny gestorben ist. Mir wäre es lieber, wenn sie auch tatsächlich gestorben wäre.
Einige Fragen blieben unbeantwortet. Es ist zwar wirklich unwichtig, aber ich hätte gerne gewusst: wer der anonymer Anrufer war. Und was ist den Träumen von Linda Yates? Hat sie tatsächlich übernatürliche Fähigkeiten?
*David einen Bonbon rüberreicht*:D
Die Leserunde hat mir auch sehr viel Spaß gemacht. Endlich kein Babyratgeber.
Ben war´s! Was für eine Überraschung. Dafür hatte ich den Gärtner zu keinem Zeitpunkt im Verdacht.
Du meinst doch wahrscheinlich Henry, nicht Ben, oder?
Nachdem rauskam, dass Tom Mason der Täter war, habe ich mich erstmal richtig aufgeregt. Ich habe nämlich das Gefühl, dass die Gärtner als Täter für einen Autor nur deswegen so reizvoll sind, weil die Leserschaft sich dann denkt: Der Gärtner? Nein, der war's bestimmt nicht, das ist doch ein Klischee... *mph*
Dafür hatte ich Henry zwischendurch durchaus im Verdacht, ihn aber gegen Ende des Buches hatte eigentlich ausgeschlossen, da ich die Stelle am Steg dann doch ziemlich überzeugend fand.
Wie Warin habe ich mich auch über das kitschige Ende geärgert. Okay, ich wünsche keiner Person den Tod, auch keinem Charakter aus einem Buch, aber es hätte an dieser Stelle besser gepasst, es hätte realistischer gewirkt, und dass Beckett mit Jennys (<- Gibt es eigentlich eine Regelung dafür, wie man den Genitiv eines englischen Worts mit y im Deutschen schreibt?) Überleben bis zum Ende hinterm Berg gehalten hat, empfinde ich wieder als Effekthascherei.
Große sprachliche Fehler sind mir nicht aufgefallen, aber ich habe auch nicht gleichzeitig noch ein anderes Buch gelesen. ;)
Einige Fragen blieben unbeantwortet. Es ist zwar wirklich unwichtig, aber ich hätte gerne gewusst: wer der anonymer Anrufer war. Und was ist den Träumen von Linda Yates? Hat sie tatsächlich übernatürliche Fähigkeiten?
Dass Linda Yates Träume nicht aufgeklärt wurden, fand ich dann allerdings auch sehr schade, und da der Nachfolgeband in Schottland spielt, werden sie wohl auch für immer ein Mysterium bleiben... :(
Insgesamt fand ich den Roman ganz gut gelungen, auch von mir drei Sterne, obwohl die Sache mit den Minzbonbons natürlich ein ganz großer Schnitzer seitens des Autors ist... ;)
Die Leserunde hat mir sehr gut gefallen, aber anders als Warin und Hathor kann ich nicht aus Erfahrung sprechen, an den letzten Leserunden habe ich nicht teilgenommen. *hat sich mittlerweile schon für die Steven-Errikson-Leserunde angemeldet* :D
Du meinst doch wahrscheinlich Henry, nicht Ben, oder?
Klar, meinte ich Henry. Habe es auch direkt geändert nachdem ich meinen Beitrag nochmal gelesen habe.
Mal eine Frage aus der Reihe: wieviel verstehen Babys von sechs Wochen? Ich habe meiner Tochter das Buch vorgelesen. Nicht das sie davon einen Knacks abbekommt.:(. Ist eine Mörderkarriere vorprogrammiert? :D
Im Großen und Ganzen finde ich, dass der Roman gut aufgebaut ist. Es ist vielleicht kein überragendes Werk, aber solide Arbeit.
So kann man das wohl stehen lassen.
Und was ist den Träumen von Linda Yates? Hat sie tatsächlich übernatürliche Fähigkeiten?
Ja, eine recht ineressante Frage. Zu der es aber sicher keine plausible Erklärung gebe.
Was mich in Filmen/Büchern verwundert(unheimlich stört) das ungeheure Mitteilungsbedürfnis der Täter. Kurz bevor der Held sich aus seiner aussichtslosen Situation befreit, beichtet der Mörder alles.
Ich fand das recht logisch. Falls Henry David nun wirklich umbringen wollte, was ja nicht sicher ist, dann macht es ja nichts, dass er alles verrät. Und dass er dann David alles erzählt,ist für mich wirklich nur menschlich...
Oder Henry war einfach so eine verzweifelte Person, dass sie all ihr Leid, ihr "Vermächtnis" einmal David mitteilen wollte, um dann zu sterben, oder auch Selbstmord zu begehen.
Ich glaube jedenfalls auch, dass Henry sich die Spritze selbst in den Arm rannte und das nicht durch den Zusammenstoß mit dem Auto passierte.
Ob er das aber nur aufgrund der Schmerzen tat, oder einfach aus seiner Verzweiflung und fehlendem Lebenswillen usw. heraus, das wage ich nicht ganz zu beurteilen ^^
(<- Gibt es eigentlich eine Regelung dafür, wie man den Genitiv eines englischen Worts mit y im Deutschen schreibt?)
Sicherlich keine feste. Es lebe also die Freiheit *grins*
Insgesamt fand ich den Roman ganz gut gelungen, auch von mir drei Sterne, obwohl die Sache mit den Minzbonbons natürlich ein ganz großer Schnitzer seitens des Autors ist...
Wie meinst du das? Dass da kein Gag mehr kam oder wie?
Entschuldige, falls ich hier gerade mal etwas nicht so kapiere xD
Nunja, ich gebe dem Buch ebenfalls drei Sterne... auch wenn ich vielleicht schon eher zu "gut", statt "befriedigend", tendiere (Mitläufereffekt xD?). Ich kann mich da aber für gewöhnlich sowieso eher schlecht auf eine so konkrete Bewertung festlegen und habe eher ein Gefühl, das ich fortwährend dann mit dem Buch verbinde ^^
Eine Freundin hat auch den Nachfolger, aber meinte selbst auch, dass der langweilig ist und sie aufgehört hat ihn zu lesen. Zur Zeit reizt es mich nicht zu sehr ihn zu lesen, aber mal schauen...
Ich fand das recht logisch. Falls Henry David nun wirklich umbringen wollte, was ja nicht sicher ist, dann macht es ja nichts, dass er alles verrät. Und dass er dann David alles erzählt,ist für mich wirklich nur menschlich...
Oder Henry war einfach so eine verzweifelte Person, dass sie all ihr Leid, ihr "Vermächtnis" einmal David mitteilen wollte, um dann zu sterben, oder auch Selbstmord zu begehen.
Ich glaube jedenfalls auch, dass Henry sich die Spritze selbst in den Arm rannte und das nicht durch den Zusammenstoß mit dem Auto passierte.
Ob er das aber nur aufgrund der Schmerzen tat, oder einfach aus seiner Verzweiflung und fehlendem Lebenswillen usw. heraus, das wage ich nicht ganz zu beurteilen ^^
Wenn Henry David nicht umbringen wollte, warum dieser Aufwand ihn zum Auto zu schleppen? Ob Henry bewusst oder aus Unfähigkeit dem Auto nicht ausgewichen ist, kann ich nicht sagen. Glaube aber, dass Henry bewusst die Spritze gesetzt hat. Würde schon fast ein Wunder grenzen: Die Spritze bohrt sich nicht nur in das Fleisch, sondern der Inhalt wird noch reingedrückt. Ich habe aber eher eine andere Vermutung warum er es getan hat: Er weiß was es heißt mit einer Behinderung zu leben, auf die anderen Menschen angewiesen zu sein und diesem Umstand wollte er entfliehen, nicht ein zweites Mal erleben.
Glaubst du Henry wollte sein Gewissen erleichtern? Oder sogar ihn davon überzeugen, dass er richtig gehandelt hat? Hmm, kann schon sein. Sogar wahrscheinlich, weil David ein Sohnersatz war. Kann mit dieser Erklärung leben, aber ein bitterer Nachgeschmack bleibt trotzdem.
Wenn Henry David nicht umbringen wollte, warum dieser Aufwand ihn zum Auto zu schleppen?
Warum überhaupt zum Auto schleppen, wenn er ihm die Spritze geben könnte? ;)
Nunja, ich weiß es nicht. Denn theoretisch könnte er die Spritze ja für David verbrauchen und sich selbst eine tödliche Mixtur injizieren.
Ich habe aber eher eine andere Vermutung warum er es getan hat: Er weiß was es heißt mit einer Behinderung zu leben, auf die anderen Menschen angewiesen zu sein und diesem Umstand wollte er entfliehen, nicht ein zweites Mal erleben.
Ja, sowas in der Art sehe ich ja auch als möglichen Grund für einen möglichen schon geplanten Selbstmord ^^
Glaubst du Henry wollte sein Gewissen erleichtern? Oder sogar ihn davon überzeugen, dass er richtig gehandelt hat?
Ja, genau sowas in der Art meine ich. Falls er sowieso Selbstmord begehen wollte, ist es ja noch plausibler. Da trifft deine Aussage " sein Gewissen erleichtern " es dann sogar sehr gut :)
Und wenn er kein Selbstmord begehen wollte, so wollte er sich sicher noch bei seinem "Ersatzsohn" für sein Verhalten entschuldigen und sich rechtfertigen - im Grunde auch ganz menschlich ^^
Kann mit dieser Erklärung leben, aber ein bitterer Nachgeschmack bleibt trotzdem.
Ich persönlich finde diesen Nachgeschmack gut :D
Henry war eben eine tragische Person und nahm auch ein tragisches Ende, sowas weckt Emotionen und auch Faszinierung für seine (kranken) Taten.
Wie meinst du das? Dass da kein Gag mehr kam oder wie?
Entschuldige, falls ich hier gerade mal etwas nicht so kapiere xD
Ja, einfach dass David bis zuletzt kein Bonbon abbekommen hat... :(;)
Ich hätte mich an dieser Stelle deutlicher ausdrücken sollen, es tut mir Leid, wenn mein Beitrag missverständlich rüberkam.
Ja, einfach dass David bis zuletzt kein Bonbon abbekommen hat... :(;)
Ich hätte mich an dieser Stelle deutlicher ausdrücken sollen, es tut mir Leid, wenn mein Beitrag missverständlich rüberkam.
Na kein Problem ;)
Ja, ich vermisse den Gag auch ein wenig. Aber mag ja sein, dass das alles dann noch im Nachfolger kommt - oder es wird verworfen und Mackenzie liebt somit nunmal Pfefferminzbonbons einfach abgöttisch :D
Als David und Jenny gemeinsam aus dem Bunker geflohen sind und dann zur Praxis wollten, um an Insulin zu kommen, dacht ich mir schon, dass noch was kommen muss und war auch nicht Überrascht, dass Henry der Kopf hinter dem ganzen war. Auf Tom Mason, den Gärtner wäre ich aber nicht gekommen, er war wirklich die unscheinbarste Figur im ganzen Roman. Das der Mörder der Gärtner war, verleiht dem ganzen aber irgendwie eine unfreiwillig komische Note.
Allerdings finde ich auch, dass sich der Autor den Epilog hätte durchaus sparen können. Der ist wirklich absurd kitschig und zieht das Ende auf ein Niveau hinunter, dass es eigentlich nicht hat.
Ja, ich hatte auch die Hoffnung, dass uns der Autor ein kitschiges Ende dererlei Art erspart. Die Hoffnung wurde auch durch den Anfang des Epilogs genährt, als da stand:"Es waren die weniger sichtbaren Narben, die sich heftiger bemerkbar machten. Doch ich wusste, dass auch diese irgendwann verschorfen und heilen würde." Aber dann kam später noch der folgende Satz hinterher:"Als ich sah, wer da anrief, lächelte ich.":rolleyes:
Ingesamt hat mir doch ganz gut gefallen, er war spannend und interessant geschrieben, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass Davids Arbeit als forensicher Anthropologe etwas mehr zur Geltung kommt.
Es gab auch einige Stellen im Roman, die ich weniger gelungen fand, wie zum Beispiel die Stelle am Ende von Kapitel 28, als David auf die Fliegen aufmerksam wird, das wirkte auf mich irgendwie affektiert. Die penetrant eingebauten Cliffhänger empfand ich auch eher als lästig.
Das gemeinsame Rätselraten hat mir auch sehr viel Spaß gemacht. Dies war meine erste Leserunde hier im Forum, aber sicher nicht die Letzte.
Ingesamt hat mir doch ganz gut gefallen, er war spannend und interessant geschrieben, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass Davids Arbeit als forensicher Anthropologe etwas mehr zur Geltung kommt.
Ja, das könnte ich bei mir auch als Negativpunkt werten. Oder andersrum:
Die ganzen forensisch anthropologen Einblicke (die zum Ende hin deutlich abnahmen) als positiv, da diese wirklich sehr interessant und erstaunlich waren.
Also, mir reichten die forensischen Abschweifungen... Noch mehr zu erfahren über Maden und noch mehr Infos über die verschiedenen Stadien der menschlichen Verwesung hätte ich nicht haben müssen. Pfui Teufel, war auch so schon hart an der Grenze :D
Also, mir reichten die forensischen Abschweifungen... Noch mehr zu erfahren über Maden und noch mehr Infos über die verschiedenen Stadien der menschlichen Verwesung hätte ich nicht haben müssen. Pfui Teufel, war auch so schon hart an der Grenze :D
Nunja, manchen geht das eben etwas näher :D
Aber ich fand wirklich, dass das interessante Informationen waren, die man sonst wohl kaum wo so detailliert bekommt. Und da Beckett auch auf der Body Farm war, waren die sicher auch nicht schlecht recherchiert.
Jedoch hat man im Grunde ja auch das meiste über die Verwesung und weitere Sachen erfahren und da es nur drei Leichen gab, wäre es wohl nicht alllzu sinnvoll das Thema ohne Zusammenhang noch weiter zu führen ^^
Also:
Eigentlich alles fein und ich kenne eine weitere faszinierende Kuriosität:
Maden verlassen Leichen in Richtung Süden :D
*Absatz - Beckett Stil*
"Keiner weiß wieso."
*grins*
ExLibris
09.12.2008, 13:25
So, mein Fazit:
Im großen und ganzen ein kurzweiliger Krimi mit gutem Spannungsbogen. Sprachlich einfach schlecht, und das kann nicht nur an der Übersetzung liegen. Ich habe sonst noch nichts von Simon Beckett gelesen, aber ich gehe mal davon aus, dass er das besser kann. Stellenweise kam mir das alles nämlich sehr laienhaft vor. :rolleyes: Als hätte er kein einziges Mal quergelesen, oder als hätte er unter Zeitdruck geschrieben. Wie sonst kann er den Gag mit dem Bonbon vergessen? Aber war ja nicht nur das.
Der Gärtner wurde doch nur hinzugefügt, damit auch jemand dabei ist, den man so garnicht verdächtigt hat. Fand ich eher langweilig. Aber Toms Antwort wo denn der Alte sei ("liegt noch im Bett"), fand ich gut. :D
Sehr gut fand ich das Tempo im letzten Abschnitt, der Aufbau, ab dem Abschnitt wo die Polizei die Windmühle stürmt. Das lief für mich wie ein runder Film ab, ganz so schlecht finde ich das Buch also auch wieder nicht. Trotzdem gab es da auch wieder so eine Szene die unverständlich war, irgendwas, dass man eine Geiselnahme nicht so stürmen könnte, sondern planen muss. Seltsame Reaktion, wenn man bedenkt dass sich die Geisel wegen Zuckerkrankheit in Lebensgefahr befindet.
Solche Kleinigkeiten verderben mir den Lesespaß, jedesmal wenn ich mir denke "Hääh?! Wieso das denn?".
@ Jenny
Ok ich gebs zu! Ich hab mich gefreut, dass sie überlebt hat. So jetzt ist es raus! :D Ich mag nunmal Happy-Ends, und hätte mich geärgert, wenn der ganze Zirkus umsonst gewesen wäre.
Ich bin also ziemlich zweigeteilt, und gebe 3 Sterne für das Buch. Und bin der Meinung, wenn der Autor ordentlich gekürzt hätte, und die ganzen Floskeln und Phrasen gestrichen hätte, wäre ein nüchterner und solider Krimi dabei herausgekommen, an dem man weniger auszusetzen hätte. Da es an der Spannung nicht gelegen hat.
Nightfarer
10.12.2008, 17:39
So bin jetzt als letzer fertig geworden. Das Buch war gut, und @Exlibris: Gerade die Floskeln machen das Buch finde ich aus.
Sprachlich: Recht gut und spannend geschrieben
Inhalt: Sehr gut und vor allem, das Jenny überlebt hat, hat mich sehr gefreut und war sogar sehr überrascht. Das Henry der Mörder war, vor allem mit Tom Mason (mit dem habe ich ja gar nicht gerechnet), ist dann doch überraschend für mich gewesen.
Ingsamt: Ein guter Roman. Ich werde auf jeden Fall, Kalte Asche von ihm irgendwann mal lesen.
Gerade die Floskeln machen das Buch finde ich aus.
Welche meinst du denn genau?
Generell sind Floskeln für mich schon ein negativer Begriff und auch in diesem Roman war das der Fall.
Also mich haben die ganzen "Was ein großer Fehler war, wie sich später herausstellen sollte."-Floskeln, noch extra doof betont durch Absätze, auch genervt^^
Also mich haben die ganzen "Was ein großer Fehler war, wie sich später herausstellen sollte."-Floskeln, noch extra doof betont durch Absätze, auch genervt^^
Ja, sowas kann man mögen oder hassen. Es ist aber auf jeden Fall ein Stilmittel, das viele Autoren verwenden. Mich haben diese Phrasen nicht wirklich gestört, aber überflüssig fand ich sie allemal. Ich komme gut ohne solche Hinweise mit dem Holzhammer aus. Vor allem, wenn man als Leserin eh schon hinter jedem Busch einen Mörder vermutet :D
Nightfarer
11.12.2008, 13:54
Welche meinst du denn genau?
Generell sind Floskeln für mich schon ein negativer Begriff und auch in diesem Roman war das der Fall.
Also mich haben die ganzen "Was ein großer Fehler war, wie sich später herausstellen sollte."-Floskeln, noch extra doof betont durch Absätze, auch genervt^^
Ich wollte einfach nur das Wort benutzen, was Exlibris schon benutzt hat, um klar zu machen worum es geht. Aber den Schreibstil fand ich einfach toll. Mir hat es gefallen, auch wenn andere hier, eine andere Meinung haben.
Ja, sowas kann man mögen oder hassen. Es ist aber auf jeden Fall ein Stilmittel, das viele Autoren verwenden. Mich haben diese Phrasen nicht wirklich gestört, aber überflüssig fand ich sie allemal. Ich komme gut ohne solche Hinweise mit dem Holzhammer aus. Vor allem, wenn man als Leserin eh schon hinter jedem Busch einen Mörder vermutet :D
Ja, eigentlich ist es meiner Meinung nach (und die Erkenntnis kam mir erst mit dem Lesen deines Beitrags^^) besser, wenn man solche Sachen subtiler und nicht so offensichtlich andeutet.
In anderen Büchern mag ich aber sicher auch mal solche "Floskeln" gern lesen, aber in diesem wurden sie für mich nach einer Zeit einfach zu einer Effekthascherei, woran ich dann immer denken musste, als so etwas wieder vorkam. Das ist dann eben störend :D
Wie so oft: Geschmackssache
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