Enduni
26.11.2008, 20:15
Anlässlich meines 100ten Posts in diesem kompetent geführten und wirklich gesittetem Forum;
Die Devi
Geschrieben von Enduni aka Robert Morawa
Gewidmet Robert E. Howard und seinen Conangeschichten
Durch des Schlosses hohe Gänge wandelt,
Eine Frau, den Göttern gleich behandelt,
Von reinem Blut und reinem Herzen,
Trieb sie das Schicksal an zu scherzen.
In ihren Gemächern strengst bewacht,
Eines Nachtens vor Schreck sie erwacht,
Eines schönen Jünglings wird sie gewahr,
Wie die Sonne lächelnd, wie Gold das Haar.
„Ach, Devi, so du mich herbeigesehnt,
Steh ich hier vor dir, durch dich wie gelähmt,
Und starre auf dein Antlitz so rein,
Ja, dir sei mein Reiz, mein Herz sei dein!“
Von schönen Lippen triefen treue Worte,
Süß wie Honig, den das Bienenvolk horte.
Und die Devi verfällt seinem Charme,
Worauf sie sich lieben, Arm in Arm.
„Komm mit mir, oh Schöne, lass uns gehn!“ –
„Bleiben muss ich, oh, kannst du verstehn?
Mein Volk braucht mich hier, ich muss widerstehn.“ -
Verschwindet er rasch, ist nicht mehr zu sehn.
Einsam liegt sie noch so viele Wochen,
Der Liebe Zauber bleibt ungebrochen,
Sehnt sich nach ihm mit Haut und mit Haaren,
Will ein zweites Mal sie ihn erfahren.
Und nachts kehrt er wieder, flüstert zu ihr;
„Oh, dein sei mein Herz, mein Reiz sei dir.“
Voll Gier und Lust gibt sie sich ihm hin,
Ihn zu genießen, steht ihr im Sinn.
„Folg mir, oh Schöne, lass uns verschwinden!“ –
„Will ich kommen, alles überwinden!
Doch kann ich nicht gehn, ich habe die Pflicht!“
Verlöscht sein Strahlen in gleißendem Licht.
Die Zeit, sie verstreicht, Monde vergehn,
Wird sie den Liebsten je wieder sehn?
Wunsch und Kummer, sie rauben die Träume,
Nachts bleibt sie wach, dass sie ihn nicht säume.
Da kehrt er wieder und raunt zu ihr;
„Dein sei mein Reiz, mein Herz sei dir.“
Mit schmerzlich Verlangen liebt sie ihn,
Nur bei ihm zu sein ist ganz ihr Sinn.
„Schon muss ich gehen, bleibst du wieder hier?“ -
„Nein, nein! Ich will kommen, bleiben bei dir!
Zu lang gezaudert, nie wieder, ich komm!“
Eng, Hand in Hand, rasch jagen sie davon.
Eine Quelle, ihrer Reise Ziel,
War ein alter Hain, der ihr gefiel,
So lagen sie Zwei dort Nachtens im Gras,
Da raunt er ihr zu, mit Schalk, wie im Spaß.
„Oh Devi, ist dein Geist nicht mehr rein?
Dann mir sei dein Reiz, dein Herz sei mein.“
Mit einem Kuss zerfällt sie zu Staub,
Wird fort geweht mit trockenem Laub.
Ihr Herz und ihr Reiz in des Jünglings Hand,
Ein Geist ist er nur, schon lange verbannt,
Aber die Devi in Liebe so blind,
Tanzt sie jetzt trauernd und weinend im Wind.
___________________________________________
Tja, der geneigte Leser wird sich jetzt fragen; was zur Hölle hat das mit Conan zu tun, wo es doch fast das Gegenteil ist; eine Protagonistin, keine Action, Sehnsucht und Schwermut. Nun ja, die Devi, als Titel, ist seine Schöpfung und ich möchte sie nicht umbenennen, es käme mir respektlos vor. Deshalb widme ich Howard, der Selbstmord beging, und Conan, der oft der holden Weiblichkeit erlag, diese kleine Ballade. Feedback, aber vor allem Kritik sähe ich gerne. Ich bin sicher, es gibt noch immer einige Holperstellen.
Gruß,
Die Devi
Geschrieben von Enduni aka Robert Morawa
Gewidmet Robert E. Howard und seinen Conangeschichten
Durch des Schlosses hohe Gänge wandelt,
Eine Frau, den Göttern gleich behandelt,
Von reinem Blut und reinem Herzen,
Trieb sie das Schicksal an zu scherzen.
In ihren Gemächern strengst bewacht,
Eines Nachtens vor Schreck sie erwacht,
Eines schönen Jünglings wird sie gewahr,
Wie die Sonne lächelnd, wie Gold das Haar.
„Ach, Devi, so du mich herbeigesehnt,
Steh ich hier vor dir, durch dich wie gelähmt,
Und starre auf dein Antlitz so rein,
Ja, dir sei mein Reiz, mein Herz sei dein!“
Von schönen Lippen triefen treue Worte,
Süß wie Honig, den das Bienenvolk horte.
Und die Devi verfällt seinem Charme,
Worauf sie sich lieben, Arm in Arm.
„Komm mit mir, oh Schöne, lass uns gehn!“ –
„Bleiben muss ich, oh, kannst du verstehn?
Mein Volk braucht mich hier, ich muss widerstehn.“ -
Verschwindet er rasch, ist nicht mehr zu sehn.
Einsam liegt sie noch so viele Wochen,
Der Liebe Zauber bleibt ungebrochen,
Sehnt sich nach ihm mit Haut und mit Haaren,
Will ein zweites Mal sie ihn erfahren.
Und nachts kehrt er wieder, flüstert zu ihr;
„Oh, dein sei mein Herz, mein Reiz sei dir.“
Voll Gier und Lust gibt sie sich ihm hin,
Ihn zu genießen, steht ihr im Sinn.
„Folg mir, oh Schöne, lass uns verschwinden!“ –
„Will ich kommen, alles überwinden!
Doch kann ich nicht gehn, ich habe die Pflicht!“
Verlöscht sein Strahlen in gleißendem Licht.
Die Zeit, sie verstreicht, Monde vergehn,
Wird sie den Liebsten je wieder sehn?
Wunsch und Kummer, sie rauben die Träume,
Nachts bleibt sie wach, dass sie ihn nicht säume.
Da kehrt er wieder und raunt zu ihr;
„Dein sei mein Reiz, mein Herz sei dir.“
Mit schmerzlich Verlangen liebt sie ihn,
Nur bei ihm zu sein ist ganz ihr Sinn.
„Schon muss ich gehen, bleibst du wieder hier?“ -
„Nein, nein! Ich will kommen, bleiben bei dir!
Zu lang gezaudert, nie wieder, ich komm!“
Eng, Hand in Hand, rasch jagen sie davon.
Eine Quelle, ihrer Reise Ziel,
War ein alter Hain, der ihr gefiel,
So lagen sie Zwei dort Nachtens im Gras,
Da raunt er ihr zu, mit Schalk, wie im Spaß.
„Oh Devi, ist dein Geist nicht mehr rein?
Dann mir sei dein Reiz, dein Herz sei mein.“
Mit einem Kuss zerfällt sie zu Staub,
Wird fort geweht mit trockenem Laub.
Ihr Herz und ihr Reiz in des Jünglings Hand,
Ein Geist ist er nur, schon lange verbannt,
Aber die Devi in Liebe so blind,
Tanzt sie jetzt trauernd und weinend im Wind.
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Tja, der geneigte Leser wird sich jetzt fragen; was zur Hölle hat das mit Conan zu tun, wo es doch fast das Gegenteil ist; eine Protagonistin, keine Action, Sehnsucht und Schwermut. Nun ja, die Devi, als Titel, ist seine Schöpfung und ich möchte sie nicht umbenennen, es käme mir respektlos vor. Deshalb widme ich Howard, der Selbstmord beging, und Conan, der oft der holden Weiblichkeit erlag, diese kleine Ballade. Feedback, aber vor allem Kritik sähe ich gerne. Ich bin sicher, es gibt noch immer einige Holperstellen.
Gruß,