Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dorothy Hearst - Das Versprechen der Wölfe (Kapitel 15-Ende)
Hier könnt ihr über die zweite Hälfte von Teil Zwei "Die Menschen" und das Ende des Buches diskutieren.
Ich bin gestern Nacht fertig geworden und das Buch ist wirklich nicht schlecht! Leider wird am Schluss mit vielen verschiedenen Varianten der Legende bombadiert und plötzlich werden alle möglichen Wölfe, Menschen und anderen Tiere rätselhaft. Jeder beginnt von den Legenden zu faseln usw.
Auch wird man mit Informationen beworfen, die man eigentlich langsamer hätte erzählen können. Dass die Höchsten Wölfe auf einmal alle Wölfe des Großen Tals tot sehen wollen, fand ich seltsam und es passte nicht so ganz.
Und die Autorin bringt einen neuen Charakter ins Spiel: Pell, ein junger Wolf aus den Feuergipfel-Rudel. Er macht Kaala einen 'Hochzeitsantrag', möchte, dass sie mit ihm kommt, um seine Gefährtin zu werden. Leider geht die Autorin nie wieder darauf ein und eigentlich hätte man es weglassen können. Denn auch die Begegnung der beiden verlief ziemlich kurz und ging einfach unter. Nur hin und wieder wir in einem Wort erwähnt, dass Kaala ihn verletzt am Boden sieht, mehr war's dann auch nicht. Das hätte man weglassen können, da es nicht zur Geschichte beiträgt oder später mehr darauf eingehen. Mich hätte interessiert, wie Kaala darauf reagiert, denn Pell war der einzige Wolf -neben Marra und Ázzuen (vllt. auch Trevegg) -, der sie anscheind mochte und das obwohl er sie nur kurz gesehen hatte, bzw. sie gejagdt hat.
Das Ende ist typisch: Hauptcharakter rettet die Welt und das innerhalb von zwei Seiten. Ging mir etwas zu schnell und vielleicht auch etwas zu einfach.
Auch versöhnt sie sich aus dem Nichts heraus mit Ruuquo und plötzlich sind alle Wölfe in die Menschen vernarrt, die eigentlich nur so am Rande vorkommen und das obwohl vorher viele Fragen aufgeworfen wurden, auf die ich in diesem Buch keine konkrete Antwort gefunden habe. Vielleicht haben ich aber auch nur etwas überlesen. Kommt bei mir häufiger mal vor, dass ich kleien Details verdränge.
Kurz gesagt: Happy End und alle sind glücklich.
Aber, wie bereits gesagt: Ich fand das Buch wirklich nicht schlecht und es war für zwischendurch in Ordnung. Die Mischung aus menschlichem Handeln und den Passagen, in denen sie -die Autorin- das Agieren eines Rudels beschreibt haben gut zusammengepasst.
Einige Formulierungen fand ich zwar nicht so passend, aber es war immerhin flüssig zu lesen und beanspruchte nicht meine volle Konzentration.
Sollten weitere Teile zu dieser Reihe erscheinen (falls es eine Reihe werden soll), werde ich diese auch lesen.
Und die Autorin bringt einen neuen Charakter ins Spiel: Pell, ein junger Wolf aus den Feuergipfel-Rudel. Er macht Kaala einen 'Hochzeitsantrag', möchte, dass sie mit ihm kommt, um seine Gefährtin zu werden. Leider geht die Autorin nie wieder darauf ein und eigentlich hätte man es weglassen können. Oh, ich denke Pell soll noch in den Nachfolgebänden eine Rolle spielen. Jetzt, wo sein Rudel ihn zurückgelassen hat, kann er sich ja den Menschen und Kaalas Rudel anschließen.
O.K., ich denke ich brauche nicht mehr zu sagen, dass mir das Buch nicht gefallen hat, es war das schlechteste, was ich dieses Jahr gelesen habe. Die Sprachfehler waren wirklich hanebüchend und wenn ich das seitenlange Nachwort betrachte, wer da angeblich alles geholfen haben soll:rolleyes: Aber Frau Hearst gibt ja zu, in Cafés zu schreiben, vielleicht war sie da das ein oder andere mal abgelenkt.
Vermutlich spricht nur der Neid aus mir, aber ganz offen empfinde ich es als Schande, dass deutsche Verlage in die Schreibversuche untalentierter amerikanischer Hobbyautoren investieren, nur weil die über clevere Agenten verfügen. Ich wette, in den unverlangt bei den Fischerverlagen eingesandten Manuskripten dürften sich jede Woche welche befinden, die besser sind, als das Versprechen der Wölfe. Aber sei's drum, ich bin froh, dass ich durch bin und das Buch in die Ecke legen kann. Und manchmal bringt's ja auch was zu lernen, wie man's nicht machen sollte.
Das Ende ist typisch: Hauptcharakter rettet die Welt und das innerhalb von zwei Seiten. Ging mir etwas zu schnell und vielleicht auch etwas zu einfach.
Auch versöhnt sie sich aus dem Nichts heraus mit Ruuquo und plötzlich sind alle Wölfe in die Menschen vernarrt, die eigentlich nur so am Rande vorkommen und das obwohl vorher viele Fragen aufgeworfen wurden, auf die ich in diesem Buch keine konkrete Antwort gefunden habe. Vielleicht haben ich aber auch nur etwas überlesen. Kommt bei mir häufiger mal vor, dass ich kleien Details verdränge.
Kurz gesagt: Happy End und alle sind glücklich.
Ja, das Ende fand ich auch nicht so toll, das ging dann alles etwas zu schnell und wurde holprig erzählt. Ein gemeinsamer Feind in diesem Fall die Elen macht uns zu Freunden und alle haben sich wieder lieb.
Was es mit der Traumwelt und deren Funktion auf sich hat, in der Lydda lebt, wird wohl auch erst in den Folgebänden geklärt werden.
Eines würde mich noch interessieren, was TaLi Rissa gegeben hat, damit diese wieder Atmen konnte. Eine gebrochene Rippe, die eine Lungenquetschung hervorruft oder einen Pneumothorax, sind doch Komplikationen, die eigentlich eine orthopädische Behandlung erfordern würden, dass wird beim Wolf nicht anders sein, als beim Menschen oder irre ich mich da. Aber vielleicht ist die Großmutter ja entsprechend ausgebildet.:)
Im Großen und Ganzen fand ich die Geschichte nicht schlecht, aber sprachlich war es wirklich kein Leckerbissen den Dorothy Hearst da geschrieben hat. Sätze wie:"Es war jetzt an der Zeit - es schneite mehr, als dass es nicht schneite, und unser Winterfell war dicht geworden." (S.355), klangen doch recht seltsam.
Die Mischung aus menschlichem Handeln und den Passagen, in denen sie -die Autorin- das Agieren eines Rudels beschreibt haben gut zusammengepasst.
Ja, ich finde auch, dass die Autorin diesen Mix aus tierischem Handeln und menschlichem Denken gut hinbekommen hat.
PoiSonPaiNter
01.01.2009, 16:51
Warum ich jetzt erst schreib hab ich ja vorhin schon erklärt! :D
Also die Handlung der großen Wölfe fand ich SEHR extrem...wobei ich mir nicht mal vorstellen kann, dass sie es geschafft hätten alle zu vernichten ohne vorher selbst abgeschlachtet zu werden...immerhin werden die ja die ganze Zeit als zwar stark, doch auch schon sehr alt dargestellt...
Sehr unglaubwürdig fand ich auch, das auf einmal alle geglaubt haben das die Höchsten Wölfe gelogen haben...
Das die Elen-Männchen auf einmal auch anfangen wollten sich das Gebiet zurück zu erobern war mir auch sehr suspekt, auch wenn das ganze relativ flüssig zu lesen war...zum Ende hin gab es ein Gespräch zwischen Kaala und Trevegg glaub ich da zollte er ihr Respekt weil er selbst nicht darauf gekommen wäre die Elen zu zerstreuen, obwohl er fast von einem zertrampelt wurde...
Auch versöhnt sie sich aus dem Nichts heraus mit Ruuquo
Und ich glaube Ruuqo war einfach nur froh, das es Rissa "gut" ging...was ja zum einen Kaalas verdienst, aber auch ihre Schuld war ;) ->Mir fällt grad beim zweiten Lesen dieses Post etwas auf, was mich noch gestört hat: Die Namen wurden zu oft erwähnt...
Jetzt wo ich durch bin, sind meine "Lieblings"charaktere doch Tlitoo und Ázzuen! :D Beide iwie die interessantesten Tiere im Buch, da sie auch mal nicht nur stur in eine Richtung denken wie das Protagonisten-Wölflein!:rolleyes:
Die Prologe fand ich gut, jedoch der Epilog war sinnlos...warum hat sie denn nicht einfach die Geschichte von damals weiter erzählt? Wieso musste sie Lydda auf die Ebene gucken lassen? Vollkommen unpassend...
Nun folgt meine Vorhersage für die nächsten zwei Bände - da ich glaube iwo aufgeschnappt zu haben (muss nicht stimmen), dass es eine Trilogie wird:
* Das Jahr geht ungefähr bis Hälfte des 3. Bandes und zum Schluss wird sich noch ein großer Konflikt anbahnen, der Kaalas Aufgabe fasst zum scheitern bringt.
* 3/4 des zweiten Bandes werden mit den Geschehnissen im Winter zu tun haben.
* Prell wird sich entweder dem Rudel vom Schnellen Fluss oder dem vom Hohen Wald anschließen und weiterhin Kaala avancen machen.
* Kaala wird sich in einem Großteil des Buches in einem Konflikt befinden ob sie denn nun Ázzuen oder Pell als Gefährten nehmen soll.
* Kaala wird auf BreLan eifersüchtig sein und auf die anderen Wölfe, die jetzt auch Menschen haben werden.
* Es wird einen Kampf mit Torell geben, entweder in der Kombination:
- Ruuqo vs. Torell oder
- Kaala vs. Torell
* Trotz allen Schwierigkeiten wird Kaala es schaffen das Jahr ohne Mord zu überstehen (abgesehen von Torell d. ggf. getötet wird und unzähligen Tieren, die als Nahrung dienen) und der Rest des 3. Buches wird sich mit dem weiterleben im großen Tal befassen.
* ggf. wird Kaalas Mutter
- zurück kehren, weil iwer (wahrscheinlich einer der Höchsten Wölfe oder ein Rabe) ihr gesagt hat das ihre Tochter jetzt das sagen hat und so...
- nur kurz erwähnt und taucht nie wieder auf oder
-> Es ist aber auch gut mgl, das Kaala mit den anderen das Tal verlassen wird um sie zu suchen
Sollten es mehr Bände geben, wird die Handlung einfach noch ein bisschen gestreckt, gespickt mit hier noch einer Jagd, da noch ein innerer Konflikt und der Suche nach dem richtigen Partner und den Konflikten in den einzelnen Stämmen etc.pp.
Gesamt kann ich zum Buch sagen, nette Lektüre, die man nicht zu ernst nehmen sollte was Formulierungen angeht, auch wenn es schwer fällt! :D
Das Thema ist interessant und sollte ich mal die Möglichkeit haben die kommenden Bände zu lesen (ohne sie unbedingt kaufen zu müssen) werd ich vllt mal reingucken! :D
-Pfertig :D -
Auch wenn diese Leserrunde hier eigl. schon etwas länger vorbei ist, möchte ich trotzdem noch etwas zu diesem Buch schreiben, auch weil mir die Geschichte mit den Wölfen & Menschen alles in allem doch recht gut gefallen hat.
Und ehrlich gesagt hatte ich auch jetzt erst die Zeit, das Buch in aller Ruhe zu Ende zu lesen - denn die Feiertage waren für mich dafür dann doch etwas zu stressig...:rolleyes:
Aber egal, zurück zum Buch:
Jetzt wo ich durch bin, sind meine "Lieblings"charaktere doch Tlitoo und Ázzuen! :D Beide iwie die interessantesten Tiere im Buch, da sie auch mal nicht nur stur in eine Richtung denken wie das Protagonisten-Wölflein!:rolleyes:
Genau, die Beiden waren die besten!*fan* Ich fand´s schon lustig, wie Tlitoo am Ende die hohen Wölfe nochmal so richtig geärgert hat (besonders Frandra) und sie mit Dreck und so´n Zeugs beworfen hat. Und wär´ (der schlaue) Ázzuen nicht gewesen, hätte Kaala das ein oder andere Mal bestimmt noch viel tiefer in der Sch... gesessen.
Dass die vielen hohen Wölfe am Ende die Konflikte auf ihre radikale Weise lösen wollten, fand ich auch schon ziemlich krass - frei nach dem Motto, wenn keiner mehr (über)lebt, dann gib´s auch keinen Stress mehr.:rolleyes:
Und das Kaala Ruuqo angegriffen hat, fand ich ja genauso verrückt... naja, erst denken, dann handeln, war meist nicht gerade einer ihrer Stärken. Hätte Ruuqo manchmal genauso unüberlegt gehandelt, wäre Kaala bestimmt auch ganz schnell eines dieser Schatten-/Traumwölfe geworden, aber zum Schluss haben sich ja beide wieder vertragen.
Das Ende war doch noch recht wendungsreich, auch in der Richtung, das die Elen und ihr Anführer wieder mitgemischt haben. Dass Wolf & Mensch sich etwas näher kommen, war ja abzusehen - aber ob der Friede lange halten wird? Genug Ideen für eine Fortsetzung bleiben ja allemal.
Hmm... wenn ich jetzt nur die reine Geschichte beurteile (was ich jetzt auch iwie tue:p), dann fand ich das Buch insgesamt schon recht gut. Denn ich finde die Story überwiegend spannend, viell. auch weil der Wolf in diesem Falle eine Art Fantasygeschöpf ist und sich nicht immer wie ein richtiger verhält. Die vielen verschiedenen Charaktere waren auch sehr gut beschrieben und jeder hatte ja so seine eigenen speziellen Eigenschaften und Macken.
Aber wenn ich mir so manchen Satzaufbau betrachte na, ja...*mph*
Einige (und nicht gerade wenige) Sätze fand ich in ihrer Formulierung ebenfalls furchtbar, besonders stark ist mir das iwie in der Mitte des Buches aufgefallen. Und ich hatte eigl. iwie von vornerein erwartet, das solche Passagen beim Erscheinen des Buches (im Handel) beseitigt worden sind, aber allen Anschein nach ist das nicht passiert... entweder konnte oder wollte man es nicht mehr ändern, wer weiß?
Im Großen und Ganzen fand ich die Geschichte nicht schlecht, aber sprachlich war es wirklich kein Leckerbissen den Dorothy Hearst da geschrieben hat. Sätze wie:"Es war jetzt an der Zeit - es schneite mehr, als dass es nicht schneite, und unser Winterfell war dicht geworden." (S.355), klangen doch recht seltsam.
Ja, die Geschichte fand ich wie gesagt schon recht gut, aber genau solche Sätze sind wirklich sehr störend - da sie ja in dieser Form schon häufiger vorkommen.
Die Sprachfehler waren wirklich hanebüchend und wenn ich das seitenlange Nachwort betrachte, wer da angeblich alles geholfen haben soll:rolleyes:
An dieser Stelle würde mich ehrlichgesagt mal die englische bzw. amerikanische Version interessieren. Ich mag mir iwie nur schwer vorstellen, das solche Sätze (wie oben), so eins zu eins von der Autorin stammen, da sich einige andere Passagen doch wiederum recht flüssig lesen - ob da viell. ein bisschen bei der Übersetzung geschlammt wurde?X.X
Egal, ein bisschen mehr Korrekturlesen hätte bestimmt nicht geschadet, anstatt viell. einfach nur die "Alpha-Version" des Buches auf den Markt zu schmeißen. Und die Leute, die ihr anscheinend "geholfen" haben sollen, haben m.E., die Sache höchstens nur noch verschlimmbessert.
Aber mal wieder was Positives...
Der Verlauf der Handlung ist ja insgeamt sehr sehr einfach gehalten, es finden z.B. nie mehrere Handlungen gleichzeitig statt oder es kommen viele Charaktere gleichzeitig zum Einsatz - das ganze wird dadurch natürlich nie zu kompliziert, liest sich recht einfach und man verliert nie den Faden. Das Erzähltempo war für mich eigl. auch nie zu schnell oder langsam gewesen, iwie gerade richtig - in der Richtung kenn´ ich echt schlimmere Geschichten. Denn bei so manch anderen Büchern passt zwar wieder der Satzaufbau, aber es passiert auf fünfzig Seiten nichts, gar nichts und dann wird iwie versucht auf einer Seite die halbe Story zu packen.
Wie gesagt, einige Sachen hätte ich selber dann doch anders formuliert oder sogar ganz weggelassen. Andererseits fand ich einige Sätze inhaltlich aber wiederum auch sehr gut und iwie nachdenklich und traurig, wie z.B. diesen hier:
>>Sich selbst überlassend werden sie sogar das Gleichgewicht zerstören, und dann werden wir keine Wahl mehr haben, dann werden wir nicht nur das Leben der Wölfe und der Menschen beenden müssen, sondern das der gesamten Welt.<< (S.130)
Klingt für mich iwie nach dem Tag des jüngsten Gerichts...*hide*
Na ja, ich vermute mal, das mit dem "Beenden der Welt" schaffen wir schon selber, in dieser Sache brauchen wir keine Hilfe von irgendwelchen Göttern.:D
Fazit: Für mich war es doch eine recht schöne Geschichte, die ich mir bestimmt auch noch irgendwann ein zweites Mal durchlesen werde. Auf diese ganzen komischen Formulierungen und den diversen (Satz)fehlern werd´ ich dann wohl auch wieder gnädig hinwegsehen.:)
Noch etwas, das eigentlich in den vorherigen Thread gepasst hätte:
Kaala erzählt einmal von dem Gehirn bei Wölfen... mag sein, dass irgendein Wolf schonmal ein rausquillendes Gehirn gesehen hat und ihr davon erzählt hat, aber trotzdem ungewöhnlich, das dann auch als Gehirn zu bezeichnen ôo
Passte mir einfach nicht so.
Eines würde mich noch interessieren, was TaLi Rissa gegeben hat, damit diese wieder Atmen konnte. Eine gebrochene Rippe, die eine Lungenquetschung hervorruft oder einen Pneumothorax, sind doch Komplikationen, die eigentlich eine orthopädische Behandlung erfordern würden, dass wird beim Wolf nicht anders sein, als beim Menschen oder irre ich mich da. Aber vielleicht ist die Großmutter ja entsprechend ausgebildet.
Jetzt wo du es sagst... schon recht ungewöhnlich. Aber vielleicht ja doch nur eine geschickte Kurzzeitlösung.
Im Großen und Ganzen fand ich die Geschichte nicht schlecht, aber sprachlich war es wirklich kein Leckerbissen den Dorothy Hearst da geschrieben hat. Sätze wie:"Es war jetzt an der Zeit - es schneite mehr, als dass es nicht schneite, und unser Winterfell war dicht geworden." (S.355), klangen doch recht seltsam.
Ja, die Sprache war echt mies manchmal. Wobei ich diesen Satz ganz gelungen fand, da die Sprache in diesem Satz irgendwie die manchmal so direkten Denkweise Kaalas gut traf.
Aber es gab sonst auch echt schlimme Fehler... So wurde in einem Satz (Seite habe ich nicht notiert) statt einem normalen "das" ein "dass" geschrieben - das tat echt schon weh. Und ich besitze ja auch die eigentlich ausgearbeitete Version des Buchs.
Tja, paar andere Fehler bzw. blöde/unnötige Formulierungen musste ich mir einfach auch noch notieren:
Selbst mit meinem...konnte ihre Füße hören, wie sie den Boden berührten. Sie wird ihre Fußumhüllungen tragen, dachte ich bei mir. (Seite 420)
Da habe ich erstmal gestutzt und fast losgelacht, was sollte das jetzt?
Ach... nach ca. 2 Minuten kam es mir auch schon in den Sinn:
Das soll wohl heißen, dass sie deshalb sehr schnell laufen kann, was eigentlich sonst auch nicht gesagt wird?
Na super, das hilft mir jetzt >_>
Anderer Satz:
Sag ihr, dass ich ihr danke erklärte, Ruuqo
(Seite 422)
Wen meint Ruuqo jetzt? Kaala soll TaLi im Namen Ruuqos danken? Er wird sicher schon bemerkt haben, dass TaLi die Wölfe nicht verstehen kann >.<?
Plötzlich gab Yonor ein erstickendes Geräusch von sich und stolperte. Das war alles, was mein Rudel benötigte. Werrna,Ruuqo und Yllin zogen ihn zu Boden.
Schrecklich*nein* Habe auch hier erstmal eine zeit lang gar nicht verstanden was mit dem 2. Satz gemeint ist.
Aber klar, ein paar (wenige?) Sätze waren auch ganz gut, besonders fiel mir das aber nur bei einem auf:
Ich glaube, wenn niemand gekommen wäre, hätte ich mich nie erhoben, sondern wäre dort liegen geblieben, bis mich das Gleichgewicht in die weiche Erde aufgenommen hätte.
Das mit dem Gleichgewicht auszudrücken fand ich sehr schön und passend :)
Na ja, ich vermute mal, das mit dem "Beenden der Welt" schaffen wir schon selber, in dieser Sache brauchen wir keine Hilfe von irgendwelchen Göttern.
Jop :D
Aber das bringt mich wieder auf einen meiner Gedanken während dem Lesen. Ich hoffe ich habe das jetzt nicht falsch verstanden, aber:
Die Wölfe sollten jetzt "nur" über die Menschen wachen (statt richtig mit ihnen zu leben), da die Menschen sonst zu viel Beute essen werden usw?
Mir schien es ganz eindeutig so zu sein, dass das auch ohne die "Hilfe" der Wölfe geschenen würde.
Ich hoffe ich habe jetzt die richtige Version der Legende rausgepickt *mph*
Die einzelnen Charaktere fand ich auch gelungen. Tlitoo ist sehr lustig, Werrna mit ihrer starken Aura (besonders am Ende!) beeindruckt und Rissa fand ich auch die ganze Zeit toll.
Den Kampf mit den Elen zu Ende fand ich auch sehr gut, bzw. nur die Idee. Manche Beschreibungen des Kampfes waren auch wieder schlecht...
Die Elen hatten für mich aber auch ein sehr starkes Auftreten, das schon zuvor geschaffen wurde.
Eine Stelle, als Werrna den einen Elen anspang (glaube sogar es war Yonor, der stärkste. Oder war der Bruder von Yonor der stärkste? Wie auch immer :D) fand ich somit z.B. sehr beeindruckend ^^
Insgesamt ganz nettes Buch. Die Nachfolger werde ich aber wohl nicht lesen, schon bei diesem hatte ich manchmal Motivationsprobleme beim Weiterlesen.
Also ich freu mich schon auf den zweiten Band. Was mich grad am meisten interessiert ist, ob das Rudel noch rausfindet, was mit Borlla passiert ist. Ich meine, sie kann ja nicht einfach so verschwunden sein.
Was mich grad am meisten interessiert ist, ob das Rudel noch rausfindet, was mit Borlla passiert ist. Ich meine, sie kann ja nicht einfach so verschwunden sein.
Hm, Tatsache :D
Obwohl Borlla etwa zu Ende ja auch nochmal erwähnt wurde, habe ich das Wölflein ganz vergessen :rolleyes:
Was solls, mir hat Borlla sowieso viel zu kindisch reagiert.
ExLibris
26.01.2009, 14:17
Auch wenn diese Leserunde schon lange beendet ist, möchte ich trotzdem noch mein Schlusswort geben. Ich bin leider erst jetzt damit fertig geworden.
Also. Ich halte es für ein sehr mittelmäßiges Buch. Die Idee ist nett, aber die Umsetzung irgendwie nicht gelungen. Eigentlich erinnert mich die Geschichte ein bisschen an Mädchen-Pferde-Bücher. (Wildes Pferd freundet sich mit Mädchen an, und muss zu verstehen geben, wie es ihm helfen kann) Mit 12-13 Jahren hätte mir "Das Versprechen der Wölfe" vielleicht besser gefallen! Und das mein ich jetzt nicht abwertend. Andererseits gibt es auch für dieses Alter hochwertigere Bücher.
Was ich mich ständig gefragt habe ist, was ich mir vorstellen muss wenn die Wölfe miteinander "reden". (das was TaLi nicht verstehen kann) Ein "bösartiges Lächlen" kommt mir bei einem Wolf auch eher unsinnig vor.
Was mir inhaltlich aufgefallen ist, dass Ruuqo zwar so dargestellt werden sollte, dass er als Leitwolf die Gesetze am striktesten befolgt, und Kaala durch ihn dadurch am meisten bedroht wird (Ausschluss aus dem Rudel etc.), andererseits fällt es ihm plötzlich sehr leicht, sich über die Regeln hinwegzusetzen, als er sich mit den anderen Wölfen verbünden sollte um gegen die Menschen zu kämpfen. (etwas wie "bevor wir uns abschlachten lassen..") Das fand ich ein bisschen billig, einen Charakter so zu benutzen wie man ihn gerade braucht.
Den Endkampf fand ich eigentlich ganz gut, aber irgendwie zu umständlich.
Der krönende Abschluss war aber für mich die Danksagung der Autorin.
Ohne zu böse klingen zu wollen, aber so eine Danksagung/Beweihräucherung hab ich noch nie gelesen. Muss ja ganz schön erfolgreich gewesen sein... :rolleyes: Nach soviel Recherche hätte ich mir da mehr erwartet.
Das alles gilt nur dem Inhalt. Ich hab mich trotzdem sehr über den Gewinn gefreut, und wollte es deswegen auch wenigstens fertig lesen.
PoiSonPaiNter
26.01.2009, 17:00
Da du schon den Thread nochmal hochgeschoben hast, werd ich die Gelegenheit mal gleich dazu nutzen eine Erkenntnis von gestern loszuwerden...*flöt*
Die da wäre, dass die "Höchsten Wölfe" diese Urzeitwölfe waren, die selbst Mammuts, Pferde, Bisons und ähnliches erlegen konnten...
Jedenfalls sind diese Wölfe um einiges größer und kräftiger als der heutige (und damalige) Grauwolf und haben diese auch teilweise unterdrückt.
Wie es so oft in der Evolution war, sind ihnen aber ihre kräftigen Kiefer dann später zum Verhängnis geworden und sie sind ausgestorben...:rolleyes:
Spiegel Artikel dazu (http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=52032646&top=SPIEGEL)
Fazit: Fernsehen bildet manchmal doch...:rolleyes:
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