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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Martin Suter - Der Teufel von Mailand


Lena
31.01.2008, 17:59
Sonias Sinne spielen verrückt: Sie sieht auf einmal Geräusche, schmeckt Formen oder fühlt Farben. Ein Aufenthalt in den Bergen soll ihr Gemüt beruhigen, doch das Gegenteil tritt ein: Im Spannungsfeld von archaischer Bergwelt und urbaner Wellness, bedrohlichem Jahrhundertregen und moderner Telekommunikation beginnt ihre überreizte Wahrnehmung erst recht zu blühen – oder gerät die Wirklichkeit aus den Fugen?

„Hochspannender Stoff, angerichtet mit der für den Schweizer Bestellerautor Martin Suter so typischen Milieukenntnis, die dem Roman die wunderschönen Boshaftigkeiten schenkt.“

„Der perfekte Psychothriller für alle, die sich beim Entspannen gern die Ruhe rauben lassen“

Diese Kommentare habe mich dazubewegt das Buch zu kaufen, leider frage ich mich jetzt ob wir auch das gleiche Buch gelesen haben?

Die Hauptfigur ist Sonea, die sich vor ihren Exehemann in ein kleines Hotel flieht. Dort arbeitet sie als Physiotherapeuten. Was man Suter lassen muss, er kann die verschiedenen Massagemethoden sehr gut beschreiben, aber da hätte er lieber ein Handbuch „Massage für Laien“ schreiben sollen, weil diese Beschreibungen überhaupt nicht für die Handlung notwendig waren. In dem Hotel passieren seltsame Dinge und hier kommt die Saga über den Teufel von Mailand ins Spiel. Die Auflösung des Rätsels kam sehr unspektakulär und zu schnell.

So was wie Spannung kam nur auf den letzten Seiten auf, ansonsten schleppt sich die Handlung dahin. Auf die Synästhesie wird kaum eingegangen, was ich sehr schade fand.
Der Schreibstil ist zu nüchtern und stellenweise etwas holprig.

Dieses Buch muss man nicht unbedingt gelesen haben.