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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Beliebtheit von Fantasyromanen


Rose
02.01.2009, 12:35
ich schreibe eine belegarbeit über die beliebtheit von fantasyromanen und würde mich freuen wenn ihr die fragen beantwortet.
1.)Wie alt bist du? (muss ich leider fragen weil ich die beliebtheit auch auf das alter beziehe)
2.)Warum liest du fantasyromane?
3.)was muss ein guter Fantasyroman für dich enthalten
4.)Welcher ist dein liebligsroman?
5.) liest du neben fantasy noch andere romane, wenn ja welche?
6.) Hast du lust in einer fantasywelt zu leben und verkleidest du dich gerne (schlüpfst du gerne mal in deine lieblingsfiguren)?
7.) was denkst du, warum sind fantasy romane so beliebt?

Verräter
02.01.2009, 13:03
1.)Wie alt bist du?
http://fantasy-forum.org/showthread.php?t=716
2.)Warum liest du fantasyromane?
http://fantasy-forum.org/showthread.php?t=1495
3.)was muss ein guter Fantasyroman für dich enthalten
http://fantasy-forum.org/showthread.php?t=603
4.)Welcher ist dein liebligsroman?
Frank Herbert - Der Wüstenplanet (ist aber kein Fantasy)
5.) liest du neben fantasy noch andere romane, wenn ja welche?
http://fantasy-forum.org/showthread.php?t=337
6.) Hast du lust in einer fantasywelt zu leben und verkleidest du dich gerne (schlüpfst du gerne mal in deine lieblingsfiguren)?
Nein
7.) was denkst du, warum sind fantasy romane so beliebt?
Siehe Antwort auf Frage 2.


So hast du gleich ein duzend Antworten auf die meisten Fragen ... (*seufz*)
Aber warum entschuldigst du dich eigentlich für deine eigene Frage?
Und ich finde der Thread hier ist etwas unpassend. Wenn würde er glaube ich eher in "Fantasy Allgemein", meiner bescheidenden Meinung nach aber noch besser in die Taverne passen.
Und was soll das eigentlich für eine Belegarbeit sein? Wer bist du eigentlich? usw. usw. ...

Jellybelly
02.01.2009, 13:06
Hui ich mag solche Sache :

1. Ich bin 14 ;)
2. Ich lese, weil es SPaß macht und man gut entspannen und eine andere Welt eintauchen kann. Manchmal wird man total mitgerissen.
3. Puuuh. Charaktere, mit denen ich mich identifizieren kann, wunderschöne Landschaften, Schnee, Spannung und Emotionen. KEINE Klischees oder als BÖSE abgestempelte VÖlker oder Personen ohne Hintergrund.
4. DIE ELFEN von BERNHARD HENNEN
5. Ich liebe Historische ROmane.
6. Ich habe sowas noch nicht so oft gemacht, aber es würde sicher SPaß machen, sich zu verkleiden. Fantasywelt? Hm... es kommt darauf an. In den meisten Fantasywelten gibts Probleme oder etwas "Böses", das besiegt werden muss. Ich könnte mich auserkoren fühlen, den Helden zu helfen ;)
7. Aus den Gründen, die ich in 2 genannt habe und, weil sicher auch einige Leute in diese andere Fantasywelt entfliehen wollen, weil es in ihrer vllt. nicht so toll ist.

gruß,
jb

Pantalaimon
02.01.2009, 13:20
Ich kann mich Verräter nur anschließen.

Zwar möchte ich dich erstmal ganz herzlich hier im Forum Willkommen heißen, fänd es aber sehr nett - und auch höflicher - wenn Du Dich vielleicht selbst erstmal vorstellen würdest. Es ist nicht jedermanns Sache hier ausgefragt zu werden ohne sich selbst ein Bild des Fragenden machen zu können.

Also, vielleicht gefällt es Dir ja hier sogar so gut, dass Du Dich auch an der einen oder anderen Diskussion beteiligen magst. Wir würden uns darüber jedenfalls sehr freuen.

Pantalaimon

Nangyala
02.01.2009, 14:49
1.)Wie alt bist du? (muss ich leider fragen weil ich die beliebtheit auch auf das alter beziehe)
A: Bin 26j., werde dieses Jahr 27..*mph*
2.)Warum liest du fantasyromane?
A: Weil man bei den meisten Romanen die Geschichten selber erleben kann.
3.)was muss ein guter Fantasyroman für dich enthalten
A: Einen kleinen, nervigen Begleiter - wie z.B. Bröckchen aus Märchenmond.
4.)Welcher ist dein liebligsroman?
A: Die Märchenmond-Reihe u. die Drachenlanze-Reihe..
5.) liest du neben fantasy noch andere romane, wenn ja welche?
A: Meist Abenteuer u. Dramen, aber auch Berichte.
6.) Hast du lust in einer fantasywelt zu leben und verkleidest du dich gerne (schlüpfst du gerne mal in deine lieblingsfiguren)?
A: Ich bin LARPerin, da verkleide ich mich häufiger. ;) U. ich lebe oft genug in Fantasy-Welten, wenn ich auf Con's fahre. ;)
7.) was denkst du, warum sind fantasy romane so beliebt?
A: Weil sie ein wenig der Kindheit wahren.

Hathor
02.01.2009, 20:39
Und ich finde der Thread hier ist etwas unpassend. Wenn würde er glaube ich eher in "Fantasy Allgemein", meiner bescheidenden Meinung nach aber noch besser in die Taverne passen.


Verräter hat ja so recht...

Mit aller Nachsicht verschiebe ich den Thread in den allgemeinen Fantasy-Teil.

@Rose: ich empfehle dir, die Threads hier zu lesen. Dann findest du die Antworten auf alle deine Fragen. Und nicht nur in nichts sagenden Stichworten ;)

Ollowain
02.01.2009, 21:42
1.)Wie alt bist du? (muss ich leider fragen weil ich die beliebtheit auch auf das alter beziehe)

Jahrgang 1994 --> 14 (noch -.-)

2.)Warum liest du fantasyromane?

Weil ich sie abwechslungsreicher finde, als viele Reality-Romane. Es ist einfach ein größeres Spektrum da und vor allem, ist man nicht so sehr an reale Gegebenheiten gebunden, z.B. was die Bewohner einer Fantasy-Welt angeht, kann sich aber z.B. bei der historischen Fantasy auch auf Reales beziehen.

3.)was muss ein guter Fantasyroman für dich enthalten

Da hab ich nichts Festes. Die Story (und die Charaktere) sollte(n) mich ansprechen und der Schreibstil sollte lesbar sein - das ist mir wichtig.
Mir persönlich ist egal, ob der Roman in einer vollkommen anderen Welt spielt oder magische Wesenheiten in eine Parallelwelt zur heutigen Zeit setzt.

4.)Welcher ist dein liebligsroman?

Puuh, da nenne ich immer die, die ich gerade lese ^^,
Also die Bartimäus-Trilogie; sehr guter Schreibstil, eine gewisse Prise Sarkasmus und eine interessante Handlung.
Ansonsten (*in den Bücherschrank guckt*) wären da noch Das Orakel von Oonagh. Wunderschön geschrieben, wobei altbekannte Fantasy-Elemente/Klischees auf sehr schöne Weise mit neuen Ideen gemischt werden.
Oder Die Saat der Yôkai. Wunderbar erzählte Geschichte, im alten Japan. Hier im Forum gibt es dazu übrigens einen Thread ^_-

5.) liest du neben fantasy noch andere romane, wenn ja welche?

Ich lese prinzipiell, was mich interessiert. Also auch mal einen Science Fiction - Roman (u.a. Gen Tatoo), Klassiker (Der Graf von Monte Christo)(und nach Bartimäus Die Elenden) oder (eher selten) einen Reality-Roman (u.a. Break Out). Und Comics (auch Manga) (Elfquest (Co.), Shaman King (Ma.), Battle Angel Alita (Ma.), Alive (Ma. Einzelband)). Außerdem hin und wieder mal ein Sachbuch aus eigenem Interesse.

6.) Hast du lust in einer fantasywelt zu leben und verkleidest du dich gerne (schlüpfst du gerne mal in deine lieblingsfiguren)?

Nein habe ich nicht. Ich verkleide mich zwar tendenziell gerne, aberwenn, dann nicht als spezifischer Roman-Charakter.
Ich habe aber schonmal ein Cosplay mitgemacht, jedoch das fällt mMn eher in den mangaspezifischen Bereich - und außerdem ist es wegen genauen (bildlichen) Angaben, was das Äußere angeht, etwas aufwendiger.
Sollte ich mal Dreads in der richtigen Länge haben, werde ich das mit einem anderen Charakter wiederholen ^_-

7.) was denkst du, warum sind fantasy romane so beliebt?

Wie oben schon angedeutet, weil es eine breite Pallette gibt.
Die einen lesen gerne epische Fantasy (dHdR), die anderen lieber historische (Feuerreiter Seiner Majestät) und wieder andere Liebesromane (Biss-Reihe).
Außerdem muss man sich nicht an reele Gegebenheiten halten; wenn ich zum Beispiel bestimmte landschaftliche Gegebenheiten für meinen Roman haben will (als Autor), dann schaffe ich sie mir einfach. Und wenn ich magische Artefakte oder mega-leistungsfähige Reittiere haben will, dann erfinde ich sie einfach.
Und der Leser wird entsprechend in andere Welten entführt - und vor allem mal dazu angeregt, seine Hirnzellen dazu zu benutzen, sich etwas vorzustellen.

So, ich hab dich glaub ich ziemlich erschlagen xD"

lboy94
06.01.2009, 10:28
1. 14
2. Weil ich dadurch dem Alltagsstress entfliehen kann und weil ich
Fantasywesen einfach Faszinierend finde.
3. Gute Story und Charaktere, ich mag es nicht, wenn ein Roman so modern
wie heutzutage geschriben ist(also es gibt keine autos, mann reitet auf
pferden,...)
4. Die Orcs und die Die Feuerreiter seiner Majestät Reihe
5. nur Mangas und Comics aber das kann man nicht wirklich als Roman
bezeichnen
6. lust in einer Fantasywelt zu leben hätte ich schon, verkleiden aber nicht
7. man kann seiner Fantasie freien lauf lassen, da man den "Rassen"(zB.
Orcs, Zwerge,... aber auch zB. Drachen, Echsenwesen,....) selbst ein
Aussehen geben kann(man kann selbst entscheiden wie sie aussehen
sollen)

Wall Hadrian
08.01.2009, 23:52
@Rose
Wäre schön, wenn du mit gutem Beispiel voran gegangen wärst...!
Aber man hilft ja gern...:D

1.)Wie alt bist du?
Werd im März 25, tja jetzt gehts stark auf die 30'ig zu ;)

2.)Warum liest du Fantasyromane?
Um zu entspannen, wenn der Autor einen in "andere" Welten führt.
Neugier, wie sind hier die Völker beschrieben, gibts neue Ideen...

3.)Was muss ein guter Fantasyroman für dich enthalten?
Hauptfiguren, denen man Ihr Handeln und Ihre Beweggründe abkauft,
bzw. nachvollziehen kann.

4.)Welcher ist dein Lieblingsroman?
Momentan Loren Coleman's Trilogie "Die Legende von Conan"

5.) Liest du neben Fantasy noch andere Romane, wenn ja welche?
Ja, von Allem etwas, da wenig Zeit. Wenn’s geht lieber Dokumentationen.

6.)Hast du Lust in einer Fantasywelt zu leben und verkleidest du dich gerne?
Theoretisch fänd Ich's schön in einer Fantasywelt zu leben.
Hab mich noch nie als zB Ork verkleidet, fänds aber generell lustig,
so für Convetions oder P&P'ers...

7.) Was denkst du, warum sind Fantasyromane so beliebt?
Bei unseren Eltern waren es Märchen, bei uns Cartoon's, wir werden
von klein auf darauf gepolt unsere Helden auf Abenteuer zu begleiten.
Das magische mystische Element der Fantasy fasziniert uns mehr als die Realität oder SiFi...

zyrozz
09.01.2009, 00:04
1.)Wie alt bist du? (muss ich leider fragen weil ich die beliebtheit auch auf das alter beziehe)
22

2.)Warum liest du fantasyromane?
Weil es meistens die besten Geschichten sind, ausserdem leb ich schon in der "normalen" Welt, da möcht ich beim lesen ein bisschen entfliehn.

3.)was muss ein guter Fantasyroman für dich enthalten
Einen Helden der nicht ganz so typisch ist (vielleicht sogar ein Antiheld) und eine gut durchdachte Geschichte.

4.)Welcher ist dein liebligsroman?
Ich denke Elric von Melnibone, ich hab selten einen Wälzer so schnell durchgelesen.

5.) liest du neben fantasy noch andere romane, wenn ja welche?
Biographien von Leuten die mich interessiern

6.) Hast du lust in einer fantasywelt zu leben und verkleidest du dich gerne (schlüpfst du gerne mal in deine lieblingsfiguren)?
Nö das mach ich eigentlich nicht.

7.) was denkst du, warum sind fantasy romane so beliebt?
Ich denke weil die meissten keine Altersbeschränkung haben, sozusagen weil sie jeder lesen kann. Mit Märchen aus der Kindheit wird man ja schon herangeführt und wenn man sich selbst "zu alt" für Märchen hällt kann man Fantasy lesen.

EinfachSo
09.01.2009, 11:44
1.)Wie alt bist du? (muss ich leider fragen weil ich die beliebtheit auch auf das alter beziehe)
29
2.)Warum liest du fantasyromane?
Einfach um aus der Realität zu entfliehen, weil ich damit gerne meine eigene Fantasie anrege, weil ich damit oft meine kindliche Ader kitzle und somit auch ein wenig Nostalgie mitschwingt, weil für mich Fantasyromane einfach viel bunter sind und ich Farbenvielfalt bevorzuge wenn ich die Wahl habe und weil es bei Fantasy einfach keine Grenzen gibt!
3.)was muss ein guter Fantasyroman für dich enthalten
einen Schreibstil der mir liegt, Humor, und je nach Richtung das richtige Quäntchen an Action oder Gefühl oder Glaube oder Magie (möchte aber dabei nichts ausschließen - kann gerne auch gemischt sein muss aber ein gutes Gleichgewicht halten) wenn etwas total übertrieben ist mag ich es auch nicht in einem Fantasyroman, keine Perfektion!, der Roman muss mich so mit reissen, dass ich sozusagen darin stecke
4.)Welcher ist dein liebligsroman?
bis dato die Juwelenfeuersaga von F. Warrington (in dt. 4 Bände)
5.) liest du neben fantasy noch andere romane, wenn ja welche?
meist Thriller oder "Klassiker"
6.) Hast du lust in einer fantasywelt zu leben und verkleidest du dich gerne (schlüpfst du gerne mal in deine lieblingsfiguren)?
nein - das ist nicht so meines - ich bin gerne ich
7.) was denkst du, warum sind fantasy romane so beliebt?
siehe Punkt 2
und ich muss fragen.... sind sie wirklich so beliebt? - irgendwie bin ich der Meinung, dass nicht soooo viele Menschen Fantasy lesen..... naja ;)

Liathano
09.01.2009, 20:46
ich schreibe eine belegarbeit über die beliebtheit von fantasyromanen und würde mich freuen wenn ihr die fragen beantwortet.

Ich hoffe, bei deiner Belegarbeit vermeidest du diese vor-barocke Schreibweise und achtest zudem ein wenig mehr auf Grammatik. ;) Die Fragen beantworte ich jetzt mal nicht, weil die Fragestellerin entweder gar nicht mehr hier hereinschaut oder sehr unfreundlich ist, da sie sich für die Hilfe der anderen noch nicht einmal bedankt hat.

Um aber keinen Spam verfassen (denn das lag nicht in meiner Absicht), noch ein paar Anmerkungen, da ich mir über das Thema auch schon Gedanken gemacht hab. Wenn die Schlagwörter "Popularität" und "Fantasy" fallen, dann erheben sich sofort die Vertreter der richtigen Lidderadur (ihr wisst schon ;)) und machen die Vorwürfe des Eskapismus geltend (weshalb Fantasy a) so beliebt und b) so gefährlich für junge Leser ist) und das schon seit Jahrzehnten.

Wenn ich mir die Antworten hier so durchlese, dann passen da einige sogar fast (wobei ich durchaus ähnliche Antworten auf Fragen wie "Warum magst du Fantasy" gebe, ich will hier niemanden diffamieren). Allerdings finde ich das doch seltsam, wenn man die neuen Trends im Genre anschaut (namentlich meine ich hier Grim&Gritty). Das Blut fließt in Strömen, Frauen werden geschändet, Kinder gemetzelt, es gibt keine strahlenden Helden, keine malerische Phantasiewelt - und doch geben viele Leser (nicht nur in diesem Forum) noch an, mittels Fantasy gern die Realität hinter sich zu lassen. Nicht, dass ich daran was kritisieren würde (überhaupt gibt es mE unterschiedliche Formen des Eskapismus und nicht immer sollte das Wort negativ konnotiert sein!), aber da ist selbst unsere triste Welt voller Gewalt und Krieg noch ein Stück weit angenehmer als so manch düstere Fantasykulisse - wenn auch die Realität oft weniger spannend und aufregend ist, das gebe ich zu.

Natürlich kann es auch sein, dass diejenigen, denen man "Eskapismus" im weitesten (!) Sinne vorwerfen kann, gar kein Grim&Gritty lesen (zumal das Ganze ja auch eher im angloamerikanischen Raum sehr gefragt ist, hier dümpelt man ja noch bei den Tolkienepigonen und neuerdings den Vampirschnepfen rum, von bestimmten Ausnahmen abgesehen). Hm. Aber was ist dann die Motivation der G&G-Leser (die ja zumeist ihre Wurzeln auch irgendwo anders haben). Und warum erfreuen sich besonders "realistische" Fantasybücher immer größerer Beliebtheit, wenn es doch ein Kennzeichen der Phantastik ist, dass sie Realitätsflucht fördere? Hm. Da könnten sich die "Hochliteraten" mal Gedanken machen.

Im Übrigen mag ich die - hier auch schon so ähnlich genannte - Meinung/Theorie am liebsten, dass Fantasy so beliebt ist, weil sie die Phantasie beflügelt. :) Und meine liebste Defintion des Eskapismus ist dementsprechend, dass er für die Fantasy insoweit gilt, als dass dieses Genre eine durch die Phantasie getragene Reise aus dem Alltag ermöglicht, nicht eine Flucht vor der Realität.*

So, das waren ein paar unzusammenhängende und ich fürchte auch recht unverständliche (weil schwieriges Thema) Gedanken zu dem Thema, die der Threadstellerin wohl nicht sonderlich helfen. Den Fragebogen finde ich aber auch - mit Verlaub - schwachsinnig, wenn man wirklich herausfinden will, warum und bei wem Fantasy so beliebt ist.

Als Quellenmaterial für eine Belegarbeit zum Thema Fantasy könnte man übrigens auch viele Arbeiten von Frank Weinreich und Friedhelm Schneidewind gut nutzen. Nur so am Rande.

*Der Herr Beckmann - eine Autorität, die es natürlich wissen muss - sieht das anders. Er schrieb vor einiger Zeit in seiner Buchmarkt-Kolumne, dass Fantasy Erwachsenen die schöpfere Phantasie nehme und bei Kindern eine Ausbildung derselben verhindere und ihren Spieltrieb verkümmern ließe. Man kann sich vorstellen, wie das Echo auf diese absurde Behauptung aussah ...

Wall Hadrian
09.01.2009, 23:14
Allerdings finde ich das doch seltsam, wenn man die neuen Trends im Genre anschaut (namentlich meine ich hier Grim&Gritty). Das Blut fließt in Strömen, Frauen werden geschändet, Kinder gemetzelt...
... und doch geben viele Leser (nicht nur in diesem Forum) noch an, mittels Fantasy gern die Realität hinter sich zu lassen. ...
... aber da ist selbst unsere triste Welt voller Gewalt und Krieg noch ein Stück weit angenehmer als so manch düstere Fantasykulisse - wenn auch die Realität oft weniger spannend und aufregend ist, das gebe ich zu.


@ Liathano
Wollte nur mal kurz deinen Gedanken aufgreifen, hab dafür nur nen Teil aus deinem Beitrag kopiert und gekürtzt, bitte verzeih... :D

Das Literatur voller Gewalt ist, ist doch eigentlich nichts Neues, nimmt dir nen Märchen, antike Dramen, SiFi oder einfach nur nen Thriller...

Hab auch mal kurz "Grim/Gritty" gegooglet und einfach nur sehr viele Links mit comments zu Games und Comics gefunden, aber iwie nichts zu ner Entwicklung bei Unterhaltungsliteratur...!

zB. wird der "Sin City Comicstyl" mit G&G beschrieben, nicht die Handlung,
wobei in nem Comic sehr leicht auf jedem Bild Gewalt dargestellt werden kann... *zoff*

Hab auch keinen Treffer bei der Suchmaschine hier im Forum gehabt...
Ham wa dazu vll. doch schon hier nen Thread???

Wenn nicht, fänd ichs interessant, wenn du diese "Grim/Gritty-Entwicklung"
in nem neuen Block mal was genauer ausführen könntest...

grey
10.01.2009, 00:17
(...)Und warum erfreuen sich besonders "realistische" Fantasybücher immer größerer Beliebtheit, wenn es doch ein Kennzeichen der Phantastik ist, dass sie Realitätsflucht fördere? Hm. Da könnten sich die "Hochliteraten" mal Gedanken machen.(...)

Tatsächlich meine ich zu verstehen warum das so ist. Die Leser identifizieren sich gerne mit dem was sie lesen. Und wenn sie von einer fantastischen Begebenheit lesen, die jedoch auf vertrautem Boden der Realität stattgefunden hat, so ist ihre Bindung zum Ereignis stärker, als sie es in einer fremden Welt mit fremden Gesetzen jemals sein könnte.

Die Magie im Alltäglichen suchen, hat mir mal eine gute Freundin gesagt. :)

Vielleicht liegt ja darin der Reiz?

Liathano
10.01.2009, 12:42
@Wall: Oh, entschuldige - ich werfe ständig mit komischen Begriffen um mich, ohne daran zu denken, dass jemand vielleicht noch nie davon gehört hat. Ich erläutere gleich ein bisschen, was Grim&Gritty bedeutet, aber ein eigenes Thema möchte ich eher nicht aufmachen (was nicht heißt, dass niemand anders das soll, ich fühle mich nur nicht kompetent genug ;)). Vorerst will ich aber noch kurz auf verschiedene Punkte eingehen:

Das Literatur voller Gewalt ist, ist doch eigentlich nichts Neues, nimmt dir nen Märchen, antike Dramen, SiFi oder einfach nur nen Thriller...

Das ist unstreitbar wahr. ME muss man trotzdem einige Unterscheidungen machen. Zum einen geht es natürlich um den Grad der Intensität der Gewalt und wie detailreich, wie unverblümt diese beschrieben wird. Bei Märchen beispielsweise lesen wir, wie Schneewittchen ihre Mutter in heißglühende Eisenpantoffeln steckt und damit ermordet - das wird meist ganz unspektakulär in einem Satz abgehandelt. In antiken Dramen bringt zwar jeder jeden um, dem Tötungsakt an sich wird aber nie große Aufmerksam gewidmet. SciFi, Thriller können da schon genauer drauf eingehen, aber selten geht's wirklich in den literarischen Splatterbereich (und ich bin dir grad sehr dankbar, dass du Horror rausgelassen hast ;)).

Bei Grim&Gritty-Fantasy wird nicht einfach beschrieben, dass Söldner A in einer Schlacht von Söldner B erschlagen wurde, nein, zumeist wird das Ganze mit Eimern voll Blut, mein spritzenden Eingeweiden, mit grauenhaften Schmerzen und allen möglichen stilistischen Mitteln ausgeschmückt. Gore und Sex, darum geht's (nicht vordergründig, aber es ist immer irgendwie Bestandteil).

Natürlich ist das auch nichts so "Besonderes", Kriegsliteratur arbeitet teilweise mit ähnlichen Schreckmitteln. Aber hier kommt eben die zweite Unterscheidung ins Spiel, nämlich die Genrespezifische. Fantasy - das implizierte nicht immer so "(hyper-)realistische" Schilderungen (im phantastischen Rahmen) von Kriegsschauplätzen, von Kämpfen und anderen Grausamkeiten*. Diese Welle begann erst mit George R.R. Martin (andere Vertreter der G&G-Fantasy sind bspw. Steven Erikson oder Richard Morgan), vorher war zwar Fantasy auch nicht eitel Sonnenschein, aber wenn man Lord Dunsany, Tolkien, C.S. Lewis, Joanne K. Rowling, Ursula LeGuin, Jack Vance, Patricia McKillip und auch R. E. Howard und Konsorten vergleicht, dann ist ein Unterschied schon evident.


*Das klingt jetzt ein bisschen so, als ob das heute der Fall wäre, dass nur noch G&G "richtige" Fantasy wäre. Ist natürlich Unsinn, aber gerade im angloamerikanischen Raum wird vieles nicht mehr so ernst genommen, wenn es nicht einige G&G-Elemente (die sicher weitaus mehr beinhalten, als nur den Gewaltfaktor, aber ich will nicht zu weit ausholen und weiß ja auch gar nicht so gut Bescheid) aufweist. Ausnahmen wie Patrick Rothfuss gibt es aber glücklicherweise noch viele. Ist auch alles eine Sache der ... Szene.

Hab auch mal kurz "Grim/Gritty" gegooglet und einfach nur sehr viele Links mit comments zu Games und Comics gefunden, aber iwie nichts zu ner Entwicklung bei Unterhaltungsliteratur...!

Wie gesagt, mir ging es um Fantasy, nicht Unterhaltunsgliteratur im Allgemeinen. Da Trends zu analysieren geht doch weit über meine Kompetenz. :D

Wenn nicht, fänd ichs interessant, wenn du diese "Grim/Gritty-Entwicklung"
in nem neuen Block mal was genauer ausführen könntest...

Vielleicht erbarmt sich jemand anderes ... falls du noch Fragen hast, gerne. Aber ich stelle hier nur meine eigenen Ansichten/Beobachtungen dar (sprich: ich hab keine Ahnung), also sollte man sicher nichts, was ich sage, als allgemeingültig werten.
Im Übrigen gibt's in englischen Foren oft Diskussionen dazu, zum Beispiel hier (http://www.sffworld.com/forums/showthread.php?p=377025).

Noch ein Wort zu grey:
Ehm, sicher hast auch du recht, nur hast du dem Begriff Realismus eine andere Bedeutung (die richtige nämlich, im Gegensatz zu mir ;)) zugemessen als ich in dem Posting. Aber natürlich erklärt das gut den Erfolg von urbaner Fantasy, die in der wirklichen Welt spielt.

PS: Ich hoffe, dass man mir den Weggang vom Thema verzeiht, aber ich musste mich ein wenig erklären ...

grey
11.01.2009, 12:03
Noch ein Wort zu grey:
Ehm, sicher hast auch du recht, nur hast du dem Begriff Realismus eine andere Bedeutung (die richtige nämlich, im Gegensatz zu mir ;)) zugemessen als ich in dem Posting. Aber natürlich erklärt das gut den Erfolg von urbaner Fantasy, die in der wirklichen Welt spielt.

Ich bin mir gerade nicht sicher, ob ich dich richtig verstehe. Wenn du Realismus schreibst, dann meinst du den Grad der dargestellten Gewalt und Folgerichtigkeit der Handlungen innerhalb einer Fantasywelt. Und das was ich meinte, war die Realität in der wir leben.

So richtig? ^^

Was den Siegeszug der Gewalt in den Medien (also auch in der Fantasy-Literatur) angeht, so haben manche Menschen ganz interessante Theorien.

Zum Beispiel: Ich habe mal ein Making-of zu Saw gesehen. In einem der Interviews behauptete ein Schauspieler, dass die Reihe deshalb so erfolgreich wäre, weil die meisten Menschen von heute zu sehr abgestumpft sind, als das sie andere Gefühle als Angst und Terror erreichen könnten.

Das wird jetzt sicher den einen oder anderen auf die Palme bringen. Aber ich finde die Theorie durchaus ... erwähnenswert. :D

DarkFairy
12.01.2009, 21:19
1. Noch 18 ;)
2. Weil ich es liebe in andere Welten einzutauchen. Das "normale" erlebt man oft genug;)
3. Gute Beschreibungen der Charaktere/Landschaften, Magie, Kampf, Helden
4. Ähm...die Frage kann ich wirklich nicht beantworten... Ich liebe so viele Bücher
5. Mittelalter Romane, aber sonst auch eigentlich fast alles (das aber eher selten...meistens wirklich fantasy oder mittelalter)
6. Logisch^^ Aller dings erschaffe ich eigene Figuren wenn ich mich verkleide^^
7. s. Frage 2

Fanni_
13.01.2009, 18:23
1.)16
2.)weil es mir spaß macht und ich mich einfach mal aus der Realität "ausklinken" kann
3.)viel Action, gute Bösewichter, ein Happy End ...
4.)eindeutig Tintenherz
5.)eigentlich nicht
6.)mal so meinen lieblingshelden einen besuch abstatten wär nicht schlecht; verkleidet hab ich mich noch nie, ich schlüpfe nur in meinen Träumen in meine Lieblingsfiguren
7.) vielleicht weil es einfach etwas ganz anderes, "unbekanntes" ist

bisou
13.01.2009, 19:18
Liathano, teilweise muss ich dir recht geben, allerdings glaube ich, dass der Trend doch so langsam wieder zurückschweift. Nicht zuletzt (so glaube ich), weil die Medien sich schon ausführlich über dieses Thema gestritten haben. Ausschweifende Kriegszenen gehören aber m.E. nicht zur modernen Fantasy, sondern vielmehr zu der Bevölkerung, die, wie grey passend gesagt hat, einfach abgestumpft ist.
Um das an einem Beispiel zu verdeutlichen: Wenn in der Schule ein Film ansteht, der mit Krieg und dessen Folgen zu tun hat - großer Jubel. Wenn allerdings Filme wie le huitième jour, ein Film über eine tiefschürfende Freundschaft zwischen einem Menschen, der unter dem Down-Syndrom leidet und einem "normalen" Menschen, gibt es allerhöchstens ein paar Seufzer. Niemand will etwas sehen, was auch noch im geringsten mit Gefühlen außer Schmerz zu tun hat. Das finde ich traurig und ganz ehrlich erschreckend. Mir hat der Film sehr gefallen, eben WEIL er nicht nur Krieg, Morden und Sterben thematisiert, sondern auch die Augen öffnen kann...alltägliche Dinge sind oftmals noch das, was am phantasiereichsten ist..

So, jetzt aber zurück zum Thema, auch wenn das vielleicht sogar damit verknüpft sein könnte.

Ich halte es für recht sinnlos, hier noch weiter die Fragen zu beantworten. Scheinbar lässt sich die/der EröffnerIn dieses Themas hier nicht mehr blicken.

Auch wenn das wahrscheinlich ins Thema "Die Faszination von Fantasy Romanen" übergreift, möchte ich noch kurz zu etwas Stellung nehmen, was ich jetzt hier vermehrt gelesen habe.

Und das wäre nämlich, dass das Lesen von Fantasy-Romanen für viele eine Flucht aus der Realität bedeutet. Das finde ich...seltsam, zugegebenermaßen. Ich kann wieder einmal nur für mich sprechen, wenn ich sage, dass es für mich genau das Gegenteil ist. Nachdem ich einen Roman gelesen habe, egal wegen Genres, breitet meine Phantasie buchstäblich die Flügel aus. Dann suche ich mir unterbewusst das übermenschliche, das phantastische in unserer Realität. Denn die ist oftmals wirklich unwirklicher als ein Roman, so seltsam es auch klingen mag.
Deswegen mache ich mir Gedanken, ob einige die Realität tatsächlich als so verabscheuungswürdig ansehen, dass sie unbedingt aus ihr flüchten wollen, was es auch kostet. Denn letztendlich sind Romane doch nichts weiter als Ideen, die schließlich zu papiernen Realität werden. Oder sehe ich das falsch?

Und wenn dies der Fall ist, ist das für meinen Geschmack realitätsfremd. Denn wer nicht das Schöne an seinem Leben entdecken kann, den kann ich einfach nicht verstehen.
Eine Flucht aus der Realität in eine flüchtig erschaffene Welt, aufgebaut aus 15 Städtenamen, Pässen, grundsätzlich genauso aufgebaut wie unsere Welt - für mich ist das immer noch Realität. Realität im Kopf, aber immer noch wirklich....Weil wir diese Ideen, die in Buchstaben gewandelt wurden, schlussendlich als Bücher in unseren Händen halten.
Und ich finde die Realität immer noch schöner als eine Buchwelt, in der man für ca. 5 Stunden versinken kann, mit ihren Protagonisten träumen und erleben kann...sie aber schlussendlich selbst nicht erleben kann. Und genau DAS ist doch die Faszination an unserer Welt. ;)

So, ich hoffe das war jetzt einigermaßen verständlich und nicht allzu konfus.

Nangyala
13.01.2009, 20:20
Deswegen mache ich mir Gedanken, ob einige die Realität tatsächlich als so verabscheuungswürdig ansehen, dass sie unbedingt aus ihr flüchten wollen, was es auch kostet. Denn letztendlich sind Romane doch nichts weiter als Ideen, die schließlich zu papiernen Realität werden. Oder sehe ich das falsch?

Und wenn dies der Fall ist, ist das für meinen Geschmack realitätsfremd. Denn wer nicht das Schöne an seinem Leben entdecken kann, den kann ich einfach nicht verstehen.
Eine Flucht aus der Realität in eine flüchtig erschaffene Welt, aufgebaut aus 15 Städtenamen, Pässen, grundsätzlich genauso aufgebaut wie unsere Welt - für mich ist das immer noch Realität. Realität im Kopf, aber immer noch wirklich....Weil wir diese Ideen, die in Buchstaben gewandelt wurden, schlussendlich als Bücher in unseren Händen halten.
Und ich finde die Realität immer noch schöner als eine Buchwelt, in der man für ca. 5 Stunden versinken kann, mit ihren Protagonisten träumen und erleben kann...sie aber schlussendlich selbst nicht erleben kann. Und genau DAS ist doch die Faszination an unserer Welt. ;)

So, ich hoffe das war jetzt einigermaßen verständlich und nicht allzu konfus.

Hallu bisou,

im Allgemeinen stimme ich Dir zu, definitiv.
Aber:
wenn Du irgendwann mal 11h am Tag arbeitest,
immer den gleichen Trott mitmachst, dann wünschst Du Dir einfach manchmal in eine andere Welt - nicht immer, aber manchmal.
Das hat nichts mit Realitätsverabscheuung z. tun sondern einfach nur mit geistiger sowie körperlicher Entspannung.
Wenn Du den ganzen Tag über Stress hast, egal ob jetzt Arbeit od. Studium (Schule zähle ich nicht dazu, denn wieviele Stunden sitzt man denn im Klassenzimmer?), er ist immer vorhanden, ob geistig od. körperlich.
Und wenn dann jmd. "in eine andere Welt flüchten u. sich dort erholen" will - warum nicht?
Wenn ihm diese Welt in diesem Moment, wo er dem Stress ausgesetzt ist, besser gefällt als der reale Moment - warum nicht?
Wenn ein Autor es mit einfachen Worten tatsächlich schafft, mich aus meiner Umgebung zu reissen, er es schafft, mich "runterzuholen", dass ich mich entspannen kann - warum nicht?

zyrozz
13.01.2009, 21:27
Auch wenn das wahrscheinlich ins Thema "Die Faszination von Fantasy Romanen" übergreift, möchte ich noch kurz zu etwas Stellung nehmen, was ich jetzt hier vermehrt gelesen habe.

Und das wäre nämlich, dass das Lesen von Fantasy-Romanen für viele eine Flucht aus der Realität bedeutet. Das finde ich...seltsam, zugegebenermaßen. Ich kann wieder einmal nur für mich sprechen, wenn ich sage, dass es für mich genau das Gegenteil ist. Nachdem ich einen Roman gelesen habe, egal wegen Genres, breitet meine Phantasie buchstäblich die Flügel aus. Dann suche ich mir unterbewusst das übermenschliche, das phantastische in unserer Realität. Denn die ist oftmals wirklich unwirklicher als ein Roman, so seltsam es auch klingen mag.
Deswegen mache ich mir Gedanken, ob einige die Realität tatsächlich als so verabscheuungswürdig ansehen, dass sie unbedingt aus ihr flüchten wollen, was es auch kostet. Denn letztendlich sind Romane doch nichts weiter als Ideen, die schließlich zu papiernen Realität werden. Oder sehe ich das falsch?


Naja, sich in seine Fantasie zu flüchten halte ich eigentlich nicht für Realtätsfremd, kann an mir liegen aber ich verstehe jetzt nicht so wirklich wie für dich da das Gegenteil entstehn kann?
Ich meine was ist denn z.b. das Fantastische und übermenschliche in unserer Realität?

Ich seh das z.b. so, wenn ich einen guten film kenne muss ich ihn immer wieder sehn und dann denk ich mir schade das es nicht mehr "Fantsasy"- oder was auch immer filme gibt, also les ich Genre bezogene Bücher, denn ein gutes Buch lässt in meinem Kopf einen Film entstehn der um einiges länger wie 2h stunden dauert. Das ist auch wie wenn man ne gute Serie sieht, ma freut sich drauf weiterzulesen weil man ja wissen will wies weitergeht.

Ich glaube niemand hier meint das mit dem "in die andere Welt entfliehn" so krass das man nicht mehr in der Realität sein will.
Wenn man arbeitet hat man viel was einem um die Ohren geht, sonst natürlich auch, und dann einfach mal abschalten, die Gedanken praktisch von den Problemen ablenken, das ist es was ich meine wenn ich sage "In eine andere Welt entfliehn"

Mordocklady
13.01.2009, 21:49
ich schreibe eine belegarbeit über die beliebtheit von fantasyromanen und würde mich freuen wenn ihr die fragen beantwortet.
1.)Wie alt bist du? (muss ich leider fragen weil ich die beliebtheit auch auf das alter beziehe)
Ich bin 29 Jahre JUNG!!!

2.)Warum liest du fantasyromane?

Ich kann mich in eine mir fremde Welt, fernab von den heutigen Alltag fallen lassen und im Geiste Abenteuer erleben, wie ich es im reellen Leben nie könnte.

3.)was muss ein guter Fantasyroman für dich enthalten
Eine stimmige Handlung, Charaktäre mit denen man mitfiebern kann, nicht so vorausschaubare Szenarien, Heldenfiguren mit "Macken"
4.)Welcher ist dein liebligsroman?
Ich kann mich da nicht so genau festlegen da ich mehrere Favoriten habe. Unter anderem Rebeca Gable - Die Siedler; Markus Heitz - Ulldart Saga, ....

5.) liest du neben fantasy noch andere romane, wenn ja welche?
Ich lese noch gern Mittelalterroman bzw. historische Romane, aber auch Thriller. Die Weltliteraten Goethe, Schiller, Heine,... sowie diverse Biographien z.B. von Martin Luther finden sich in meiner kleinen Bibliothek wieder.

6.) Hast du lust in einer fantasywelt zu leben und verkleidest du dich gerne (schlüpfst du gerne mal in deine lieblingsfiguren)?
Ja und Nein! Ich schlüpfe gerne im Geiste in diese Welten hinein aber belasse es dabei. Ich spiele ab und zu Rollenspiele als Brettvariante oder P&P sowie noch ein Online Rollenspiel. Ich gehe gern auf Mittelaltermärkte und genieße das bunte Treiben, aber Leben möchte ich in dieser Zeit nun doch nicht, so verhält es sich auch mit Fantasy.
7.) was denkst du, warum sind fantasy romane so beliebt?
Ich denke aus den gleichen Gründen warum ich sie so liebe, sie entdrücken einen in eine fremde fantastische Welt. Eine Welt wie wir sie nie zu sehen bekommen, aber doch im Geist enstehen lassen können.

An'wén
14.01.2009, 10:57
1.)Wie alt bist du? (muss ich leider fragen weil ich die beliebtheit auch auf das alter beziehe)

-18, aber in wenigen Tagen 19

2.)Warum liest du fantasyromane?

-Dazu könnte ich nun eine ganze Menge schreiben, aber am ehesten wohl, weil ich in den Büchern versinken kann, weil ich Hoffnung aus ihnen ziehe und sie nicht das ewig "Graue" der Realität besitzen. Sie bringen mich zum Träumen, zum Nachdenken und sie erschaffen Welten wie Gefühle in mir und vor meinem inneren Auge.

3.)was muss ein guter Fantasyroman für dich enthalten

-Nachvollziehbare Figuren! Emotional sollte ein Buch sein, spannend, ein wenig episch, aber nicht überladen. Ein wirklich guter Roman sollte zudem vielschichtig sein wie auch reich an Figuren, die sich nicht nur uralter Klischees bedienen.

4.)Welcher ist dein liebligsroman?

-Einen Lieblingsroman habe ich gar nicht wirklich ... Die Tintenherz-Trilogie von Cornelia Funke ist sehr gut, Der Herr der Ringe, Rosa Montero - Zittern ...

5.) liest du neben fantasy noch andere romane, wenn ja welche?

-Ich lese gerne Historisches, Mythologisches, gerne auch Biographien, gute Thriller ... Poesie ebenfalls ;)

6.) Hast du lust in einer fantasywelt zu leben und verkleidest du dich gerne (schlüpfst du gerne mal in deine lieblingsfiguren)?

-Als Liverollenspielerin kommt man da wohl nicht drumherum ;) Sicher würde ich gerne manchmal in Fantasywelten leben, aber auch nicht dauerhaft.

7.) was denkst du, warum sind fantasy romane so beliebt?

-Auf Grund ihrer Zeitlosigkeit und weil es in der Natur des Menschen liegt, zu träumen. Und weil sie normale Menschen zu etwas größerem heben können und ebenfalls noch Ideale besitzen, die in der Realität manchmal untergehen.

grey
14.01.2009, 12:02
Und das wäre nämlich, dass das Lesen von Fantasy-Romanen für viele eine Flucht aus der Realität bedeutet. Das finde ich...seltsam, zugegebenermaßen.

Wenn Du den ganzen Tag über Stress hast, egal ob jetzt Arbeit od. Studium (Schule zähle ich nicht dazu, denn wieviele Stunden sitzt man denn im Klassenzimmer?), er ist immer vorhanden, ob geistig od. körperlich.
Und wenn dann jmd. "in eine andere Welt flüchten u. sich dort erholen" will - warum nicht?

Wenn man arbeitet hat man viel was einem um die Ohren geht, sonst natürlich auch, und dann einfach mal abschalten, die Gedanken praktisch von den Problemen ablenken, das ist es was ich meine wenn ich sage "In eine andere Welt entfliehn"

Geht man davon aus, dass sich alles über das Wie und nicht über das Was definiert, dann kann man die Sichtweisen jedes einzelnen von euch nachvollziehen.

Während Bisou offenbar gelernt hat, die Magie im Alltag zu sehen, verbinden andere Stress und Arbeit damit und versuchen ihm zu entkommen. Ein frisch verliebtes Pärchen braucht keine Fantasybücher um auf Wolken zu gehen. Ein gestresster Buchhalter dagegen schon.

Doch am Ende unterscheidet sie sich überhaupt nicht von einander. Sie alle machen die Welt um sie herum zu etwas anderem, indem sie diese anderes wahrnehmen und auf ihre Weise umzugestalten versuchen.

Ich denke, dass jeder von uns nach Magie sucht. Nur die Orte, wo wir danach suchen, unterscheiden sich.

bisou
14.01.2009, 15:06
@ Nanyala, da ich nicht deinen ganzen Post zitieren möchte:

Klar, 11h pro Tag arbeiten ist hart. Studieren auch - Schule aber nicht weniger. Wenn wir teilweise bis zu sechs Stunden täglich im Klassenraum sitzen, dann kommt noch lernen, Recherche, etc. dazu...doch, auch da möchte ich manchmal einfach raus!
Aber aus der Schule, nicht aus meinem Leben. Denn vielmehr bedeutet Alltag für mich einfach nicht. In meinen Augen hat man viele Möglichkeiten, sein Leben zu gestalten, auch wenn man die meiste Zeit mir Arbeit zubringt. Dass manche Leute einfach aus der Realität raus wollen kann ich deswegen nicht vollständig nachvollziehen, weil es mir einfach noch nie passiert ist.
Und in so eine Situation kann ich mich auch nicht hereinversetzen, weil es nicht in meine Gedankengänge passt. So leid es mir tut. ^_^

Und, ein bisschen allgemeiner: Theoretisch sind doch alle Bücher, Fantasy, Science Fiction, Krimis, Thriller etc. etc. auf der Realität basierend, denn - wer hat den schon mal etwas ganz neues erfunden? Geht nicht, da man dafür doch gar keine Worte hat. Zumindest wir Menschen nicht und auch nur soweit es mir bekannt ist.
Deswegen sehe ich Fantasy und Flucht aus der Realität eher als einen Prozess an, bei dem man sich die irdische Welt so zurecht biegt, wie man sie haben will und sie schön findet. Wenn ich träume, dann zumeist nicht über das Schlechte sondern über das Gute und dass das Gute schlussendlich doch triumphiert.
Deswegen halte ich das wiederum für real.

@zyrozz: so doof es klingen mag, aber ich bastle mir aus meinen Erlebnissen, mithilfe meiner Phantasie dann etwas zusammen. Was es ist - davon will ich nicht sprechen, weil ich es einfach nicht weiß. Vielleicht ist es auch nicht das Gegenteil, sondern nur ein kleines Stückchen von Realitätsflucht entfernt oder vielleicht ist genau DAS Realitätsflucht...keine Ahnung.

Und grey hat eigentlich genau das gesagt, was ich auch ausdrücken wollte. Dass man das Übermenschliche auch in seinem Alltag finden kann, in einer neuen Liebe and so on...
Für mich ist es so, für andere mag es nicht so sein. Ich glaube, dass ist wieder stark an der Persönlichkeit festgemacht. Oder mein Weltbild ist einfach noch zu jung. Auch möglich.

Feandor
22.01.2009, 18:25
Da die Beantwortung der Fragen einen guten Einstieg in meine Ansichten zu den entstandenen Diskussionen bildet, beantworte ich sie mal, ob sie nun den ursprünglichen Adressaten erreichen oder nicht:
1.)Wie alt bist du?
19
2.)Warum liest du Fantasyromane?
Das kann ich nicht wirklich beantworten. Sie unterhalten mich einfach sehr gut. Außerdem gefällt es mir mich in fremde Welten einzulesen. Das beflügelt die Phantasie, um bei dem oft genutzten Terminus zu bleiben.
3.)Was muss ein guter Fantasyroman für dich enthalten?
Er sollte in sich logisch und "realistisch" sein. Das heißt es sollte nachvollziehbare Charaktere, ein sinniges Magiesystem und möglichst logische aufgebaute Gesellschaften geben. Etwas was für mich gar nicht in einen guten Roman gehört sind Dei ex Machina, also unerklärte Rettungen etc.
Dass bedeutet aber nicht, dass es nicht auch ohne diese Attribute gute Fantasyromane geben kann.
4.)Was ist dein Lieblingsroman?
George R. R. Martin - A Song of Ice and Fire
5.)Liest du neben Fantasy noch andere Romane, wenn ja welche?
SF, Historische Romane, Klassiker und alles was mich sonst noch interessiert.
6.)Hast du Lust in einer Fantasywelt zu leben und verkleidest du dich gerne?
Nein.
7.)Was denkst du, warum sind Fantasyromane so beliebt?
Es ist ein sehr abwechslungsreiches Genre, mit dem jeder in der einen oder anderen Form in Berührung kommt. Sie bilden ja beispielsweise auf dem Kinderbuchmarkt einen sehr großen Anteil.
Außerdem gefällt es wohl den meisten einfach mal die Phantasie schweifen zu lassen.


Und das wäre nämlich, dass das Lesen von Fantasy-Romanen für viele eine Flucht aus der Realität bedeutet. Das finde ich...seltsam, zugegebenermaßen. Ich kann wieder einmal nur für mich sprechen, wenn ich sage, dass es für mich genau das Gegenteil ist. Nachdem ich einen Roman gelesen habe, egal wegen Genres, breitet meine Phantasie buchstäblich die Flügel aus. Dann suche ich mir unterbewusst das übermenschliche, das phantastische in unserer Realität. Denn die ist oftmals wirklich unwirklicher als ein Roman, so seltsam es auch klingen mag.Vollkommene Zustimmung :)
Meiner Meinung nach flieht man mit jedem Buch egal welchen Genres zumindest ein Stück weit aus seinem eigenen Alltag. Das heißt noch lange nicht, dass man darüber den Zugang zur Realität verliert.
Dieser Kritikpunkt der so genannten Literaturkenner an der Fantasy ist somit völlig absurd und erinnert an die Stimmung der vorletzten Jahrhunderte nach der das Lesen von Romanen für viele nur etwas für betuchte Frauen war. Diese konnten dann in andere Welten "fliehen", während ihre Männer in der richtigen Welt lebten. *mph*

Und, ein bisschen allgemeiner: Theoretisch sind doch alle Bücher, Fantasy, Science Fiktion, Krimis, Thriller etc. etc. auf der Realität basierend, denn - wer hat den schon mal etwas ganz neues erfunden? Geht nicht, da man dafür doch gar keine Worte hat. Zumindest wir Menschen nicht und auch nur soweit es mir bekannt ist.
Deswegen sehe ich Fantasy und Flucht aus der Realität eher als einen Prozess an, bei dem man sich die irdische Welt so zurecht biegt, wie man sie haben will und sie schön findet. Wenn ich träume, dann zumeist nicht über das Schlechte sondern über das Gute und dass das Gute schlussendlich doch triumphiert.Und noch einmal vollkommene Zustimmung ;)
Um mal den englischen Philosophen David Hume (1711-1776) zu zitieren: "All die schöpferische Kraft der Seele ist nichts weiter, als die Fähigkeit, den durch die Sinne und die Erfahrung gewonnenen Stoff zu verbinden, zu umstellen, zu vermehren oder zu vermindern."

Das Blut fließt in Strömen, Frauen werden geschändet, Kinder gemetzelt, es gibt keine strahlenden Helden, keine malerische Phantasiewelt - und doch geben viele Leser (nicht nur in diesem Forum) noch an, mittels Fantasy gern die Realität hinter sich zu lassen.Eben. Eskapismus ist kein Phänomen, das auf Phantastik beschränkt ist.

Bei Grim&Gritty-Fantasy wird nicht einfach beschrieben, dass Söldner A in einer Schlacht von Söldner B erschlagen wurde, nein, zumeist wird das Ganze mit Eimern voll Blut, mein spritzenden Eingeweiden, mit grauenhaften Schmerzen und allen möglichen stilistischen Mitteln ausgeschmückt. Gore und Sex, darum geht's (nicht vordergründig, aber es ist immer irgendwie Bestandteil).Auch wenn ich viele der hier und woanders genannten Beispiele für diese Untergattung, die ich übrigens eher als Hard Fantasy kenn, gelesen habe und hoch schätze, kann ich sie in dieser Beschreibung nicht wirklich wieder finden. Zwar wird die Gewalt ziemlich schonungslos gezeigt, aber das nur als Mittel der Geschichte, deren Fokussierung ich eher bei gut ausgearbeiteten Gesellschaften und Figuren sehe.

*Ausnahmen wie Patrick Rothfuss gibt es aber glücklicherweise noch viele. Ist auch alles eine Sache der ... Szene.Den würde ich nach meiner Auffassung von Hard Fantasy eigentlich in eine Reihe mit Martin, Erikson und den von mir noch nicht gelesenen Bakker setzen, auch wenn Gewalt bei ihm (zumindest noch) keine große Rolle spielt. Seine Geschichte ist ebenfalls sehr realistisch wie man bspw. an dem höchst wissenschaftlichen Magiesystem merkt.

Als Quellenmaterial für eine Belegarbeit zum Thema Fantasy könnte man übrigens auch viele Arbeiten von Frank Weinreich und Friedhelm Schneidewind gut nutzen. Nur so am Rande.*ja*

Liathano
23.01.2009, 00:55
Wie lockt man Liath von ihren Lehrbüchern weg? Ganz einfach: Man widerlegt ihre Ansichten. ;)

Eben. Eskapismus ist kein Phänomen, das auf Phantastik beschränkt ist.

Zumal das implizieren würde, dass das eine das andere hervorgebracht hätte, was natürlich komplett unsinnig ist.

Auch wenn ich viele der hier und woanders genannten Beispiele für diese Untergattung, die ich übrigens eher als Hard Fantasy kenn,[...]

Hm, Moment mal. Du setzt Hard Fantasy gleich mit G&G? Hmm, würde ich als strittig erachten. Ich gebe ja zu, dass ich diese ganzen Begrifflichkeiten und Differenzierungen teilweise unmöglich finde (High/Low Fantasy?!). Aber Hard Fantasy wird (nach dem, was ich gelesen habe, allgemeingültig ist das sicher auch nicht) durch das besonders ausgefeilte World Building definiert. Dabei kommt es zwar auf den Grad des Realismus an - aber nicht bezüglich solcher Punkte wie Gewaltdarstellungen, sondern in einem viel weiteren Sinne. HF zeichnet sich dadurch aus, dass das Setting besonders arm an Magie ist (oder dass die Magie besonders logisch ausgearbeitet ist und eher auf nachvollziehbaren (!) physikalischen/chemischen Gesetzmäßigkeiten basiert), an Fabelwesen und seltsamen Rassen. Die Autoren schaffen eine besonders plastische Welt, sie achten auf das Herausarbeiten verschiedener Kulturen, auf Religion, soziologische Betrachtungen, auf viele Kriterien, die zusammenspielen und ein Setting kreieren, das völlig glaubwürdig und multidimensional ist.
Nun kann man selbiges auch von den meisten G&G-Werken behaupten. Hier ist aber zudem ein besonders bezeichnendes Merkmal, dass besagte Werke eben.. eh... "grim" und "gritty" sind. (Muss ich jetzt nicht noch mal ausführen, man siehe oben. ;)) Mich persönlich würde das zu der Ansicht verleiten, dass zwar jedes G&G-Werk Hard Fantasy sein kann, aber nicht jedes Hard-Fantasy-Werk sollte man unter G&G kategorisieren. Nun, damit dürften alle Klarheiten beseitigt sein... *seufz* (Ist auch egal, nur Haarspalterei, die aber ein grundsätzliches Missverständnis zumindest ansatzweise vermeiden soll.)

[...]Zwar wird die Gewalt ziemlich schonungslos gezeigt, aber das nur als Mittel der Geschichte, deren Fokussierung ich eher bei gut ausgearbeiteten Gesellschaften und Figuren sehe.

Sicher, ich sagte ja auch: die Bestandteile sind nicht vordergründig. Aber (mE - wie immer) muss man (so man denn will) Kriterien finden, um Genres abzugrenzen. Wenn du nur nach komplexen Gesellschaftssystem und Figuren gehst, kannst du keine rationale Einteilung von Romanen vornehmen, die gibt's nämlich in der Fantasy ebenso wie in SF, historischer Fiktion, klassischer Belletristik, Krimis, Horror, etc.pp.
Und meiner Ansicht nach ist die Gewaltdarstellung nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern ein essentieller Bestandteil der Bücher. Nimm das alles weg, die Gewalt, den Sex, die besonders dunklen Graustufen innerhalb der Geschichte - glaubst du, Martin und Co würden sich dennoch so gut verkaufen, es blieben dennoch gleichwertige Bücher? Schwierig...
Conditio sine qua non... :rolleyes:

Den würde ich nach meiner Auffassung von Hard Fantasy eigentlich in eine Reihe mit Martin, Erikson und den von mir noch nicht gelesenen Bakker setzen, auch wenn Gewalt bei ihm (zumindest noch) keine große Rolle spielt. Seine Geschichte ist ebenfalls sehr realistisch wie man bspw. an dem höchst wissenschaftlichen Magiesystem merkt.

Ich weiß nicht, ob ich dir jetzt widersprechen will/kann. Siehe oben, es kommt darauf an, wie man HF definiert und inwiefern man HF und G&G gleichsetzt bzw. das eine als Ausprägung des anderen betrachtet. Aber ich würde den Windsnamen eher unter klassischer Heroic Fantasy einordnen, wenngleich du mit dem Magiesystem natürlich völlig recht hast und es in Rothfuss Absicht lag, hier etwas Realistisches, Glaubhaftes zu schaffen (inwiefern das gelungen ist, steht auf einem anderen Blatt). Aber mit Martin und Erikson hat dNdW sehr, sehr wenig gemein. Struktur, Protagonisten, Sprache, Gesellschaft, Magiesystem - es unterscheiden sich einfach zu viele Dinge, als dass man diese Werke in eine Reihe stellen könnte.

Nunja, ich hoffe, dass ich mich zu später Stunde verständlich machen konnte, auch wenn ich mich wieder mal kurz (und daher schwammig) fassen musste. Übrigens sehr schön, dich auch hier zu lesen! ;)

Feandor
23.01.2009, 18:49
Wie lockt man Liath von ihren Lehrbüchern weg? Ganz einfach: Man widerlegt ihre Ansichten. ;)Widerlegt habe ich deine Ansichten da noch lange nicht und das will ich auch gar nicht.


Hm, Moment mal. Du setzt Hard Fantasy gleich mit G&G? Hmm, würde ich als strittig erachten.[...]
Mich persönlich würde das zu der Ansicht verleiten, dass zwar jedes G&G-Werk Hard Fantasy sein kann, aber nicht jedes Hard-Fantasy-Werk sollte man unter G&G kategorisieren. Nun, damit dürften alle Klarheiten beseitigt sein... *seufz* (Ist auch egal, nur Haarspalterei, die aber ein grundsätzliches Missverständnis zumindest ansatzweise vermeiden soll.)Ich hatte den Begriff G&G in Bezug auf Fantasy noch nie gehört und mich daher eher an den Beispielen orientiert ;) . So kann ich damit dann auch besser leben.
Ergänzend würde ich hinzufügen, dass es wohl darauf ankommt womit sich das Buch beschäftigt, ob Hard Fantasy mit G&G ist oder nicht. So wie ich das sehe, ist es wohl kaum zu vermeiden, dass die Beschreibung von Krieg in Hard Fantasy die Gewalt sehr plastisch ausfällt.
Es fällt mir aber allenfalls Rothfuss als Vertreter der Hard Fantasy ein, dessen Buch sich nicht in erster Linie mit Krieg beschäftigt.


Und meiner Ansicht nach ist die Gewaltdarstellung nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern ein essentieller Bestandteil der Bücher. Nimm das alles weg, die Gewalt, den Sex, die besonders dunklen Graustufen innerhalb der Geschichte - glaubst du, Martin und Co würden sich dennoch so gut verkaufen, es blieben dennoch gleichwertige Bücher?Es wäre andere Bücher und ich kann mir diese aus oben genannten Gründen auch nicht vorstellen.
Darüber zu diskutieren wie essentiell die Gewaltdarstellungen denn nun sind, würde wohl zu einer Sisyphosdiskussion ausarten. :D


Ich weiß nicht, ob ich dir jetzt widersprechen will/kann. Siehe oben, es kommt darauf an, wie man HF definiert und inwiefern man HF und G&G gleichsetzt bzw. das eine als Ausprägung des anderen betrachtet. Aber ich würde den Windsnamen eher unter klassischer Heroic Fantasy einordnen, wenngleich du mit dem Magiesystem natürlich völlig recht hast und es in Rothfuss Absicht lag, hier etwas Realistisches, Glaubhaftes zu schaffen (inwiefern das gelungen ist, steht auf einem anderen Blatt). Aber mit Martin und Erikson hat dNdW sehr, sehr wenig gemein. Struktur, Protagonisten, Sprache, Gesellschaft, Magiesystem - es unterscheiden sich einfach zu viele Dinge, als dass man diese Werke in eine Reihe stellen könnte.Du hast recht es sind schon sehr unterschiedliche Werke, aber dennoch meiner Meinung nach alles Hard Fantasy. Allerdings werden wir mit der endgültigen Einordnung wohl darauf warten müssen, was Rothfuss noch aus der Geschichte macht.

Lohrian
15.02.2009, 01:16
1.)Wie alt bist du?
28

2.)Warum liest du fantasyromane?
Ich liebe es durch fantasybücher etwas dem altag zu entfliehen

3.)was muss ein guter Fantasyroman für dich enthalten
verschiedene Völker
eine heroische geschichte
etwas Magie
eine stimmige mittelalterliche welt

4.)Welcher ist dein liebligsroman?
die Mithgarreie von Dennis L. McKiernan

5.) liest du neben fantasy noch andere romane, wenn ja welche?
nein

6.) Hast du lust in einer fantasywelt zu leben und verkleidest du dich gerne (schlüpfst du gerne mal in deine lieblingsfiguren)?
leben nein verkleiden ja

7.) was denkst du, warum sind fantasy romane so beliebt?
weill sie eine lücke füllen die man mit dem erwachsenwerden bekommt

Nayth
20.05.2009, 17:43
1.) Ich gehöre vermutlich zu den jüngsten Forumbenutzern und bin unter 14. Mehr sage ich nicht.
2.) Sie sind das einzige, was mich interessiert und die einzigen, in deren Welten man richtig eintauchen kann.
3.) Auf jeden Fall Magie und viele mysteriöse Dinge. Mindestens eine große Liebe, ca. drei Schlachten, gut beschrieben, und ein paar arme Würstchen, die gut aussehend und nett, aber unbeliebt, gemobbt oder ähnliches sind. Und facettenreiche Figuren, die zum Beispiel glänzende Feldherren sind, gleichzeitig aber vielleicht... keine Ahnung, andere Probleme haben.
4.) Die Elfen, Elfenwinter, Elfenlicht, Elfenlied, Elfenritter 1,2 und 3
Auch gut sind Bücher von Markus Heitz, vor allem Der Krieg der Zwerge, Die Rache der Zwerge und alle neun Ulldart-Bände
5.) Nein, definitiv nicht. Meine Oma versucht allerdings immer, mich für solche Sachen wie "Das Intimleben des .... irgendwas xD" zu begeistern.
6.) Leben würde ich gerne in einer Fantasywelt. Aber ansonsten: Nein, ich finde es anmaßend, eine meiner verehrten Lieblingsfiguren darzustellen. Es sind ja hauptsächlich Elfen, und wenn ein Mensch, egal sich anmaßen würde, einen Elfen verkörpern zu wollen.... Nein, das ist furchtbar. Ich habe mich allerdings, mit sieben Jahren, einmal als Waldelfe verkleidet. Wenn ich jetzt zurückdenke, ist mir das furchtbar peinlich.
7.) Ich denke, weil junge Menschen viele Probleme mit der Welt im Allgemeinen haben, sehen sie Fantasyromane als Zuflucht, in der man versinken kann, wenn man nichts mehr hören und sehen will. Außerdem macht die große Auswahl an Rassen (Elfen, Orks, Drachen, Goblins, Zwerge etc.) die Geschochte um einiges interessanter und weniger eintönig.

Seraphina
26.05.2009, 03:00
ich schreibe eine belegarbeit über die beliebtheit von fantasyromanen und würde mich freuen wenn ihr die fragen beantwortet.
1.)Wie alt bist du? (muss ich leider fragen weil ich die beliebtheit auch auf das alter beziehe)
2.)Warum liest du fantasyromane?
3.)was muss ein guter Fantasyroman für dich enthalten
4.)Welcher ist dein liebligsroman?
5.) liest du neben fantasy noch andere romane, wenn ja welche?
6.) Hast du lust in einer fantasywelt zu leben und verkleidest du dich gerne (schlüpfst du gerne mal in deine lieblingsfiguren)?
7.) was denkst du, warum sind fantasy romane so beliebt?

Dann schreibe ich auch mal was! ^^

1)
29 Jahre
2)
Weil man da so schön Eskapismus betreiben kann! :D
3)
Allgemein ist es inhaltliche Logik ( nicht zu verwechseln mit Realismus ).
Im Speziellen mag ich es, wenn ganz viel Magie vorkommt und auch nichtmenschliche Völker ( bes. Elfen ) oder Fabelwesen!
4)
ERAGON ( siehe Nr. 3 ), Sevenwaters-Trilogie, etc.
5)
Gelegentlich auch historische Romane
6)
Wär nicht schlecht ( vorrausgesetzt ich überlebe es :rolleyes: )
Verkleiden tue ich mich nur zu Fasching, bzw. früher an meinem Geburtstag!
8)
Dasselbe könnte man auch über Manga fragen! Modewelle? Gegenwärtig gesteigertes Interessa am Eskapismus? Grosse Bandbreite und damit für jeden was dabei?

Nunii
20.12.2009, 12:30
1.)Wie alt bist du?
> 12

2.)Warum liest du fantasyromane?
> Weil mir Fantasyromane auch mal einen Überblick auf das (fast?) unmögliche bringen.

3.)was muss ein guter Fantasyroman für dich enthalten?
> Ich liebe Fantasyromane in denen es um Magie geht!
Die Romane müssen etwas spannendes an sich haben und irgendwie..auch etwas mystisches.

4.)Welcher ist dein liebligsroman?
> Die Triologie von Trudi Canavan. --> Die Gilde der schwarzen Magier.

5.) liest du neben fantasy noch andere romane, wenn ja welche?
> Liebesromane

6.) Hast du lust in einer fantasywelt zu leben und verkleidest du dich gerne (schlüpfst du gerne mal in deine lieblingsfiguren)?
> Nein eigendlich nicht..

7.) was denkst du, warum sind fantasy romane so beliebt?
> Weil sie Menschen ermöglichen ihre Fantasy zu erweitern und mystisches und altes Wissen bringen (manchmal..).

*ja*

Bajarin
19.01.2010, 09:58
1.)Wie alt bist du? 45

2.)Warum liest du fantasyromane? Als Allegorie geben sie die Möglichkeit, ein Thema seperat zu behandeln, zu überzeichnen, herauszulösen in einer Art und weise, die in einer realen Umwelt nicht so spielerisch gelingen kann.

3.)was muss ein guter Fantasyroman für dich enthalten
Er muss schlüssig und intelligent gemacht sein. Zauberwesen sind nicht erforderlich, aber er muss mit Mitteln spielen, die in der Realität nicht möglich sind. Dieses "Was wäre, wenn..." ist für mich entscheidend.

4.)Welcher ist dein liebligsroman?
Der Herr der Ringe ist mit nichts zu vergleichen. Mittelerde scheint mir beim Lesen manchmal vertrauter, als unsere wirkliche Welt, weil es die Welt der Märchen und Sagen meiner Kindheit ist.

Aber daneben habe ich auch noch viele andere Lieblingsromane, die ich immer wieder lese, vor allem von Terry Pratchett.

5.) liest du neben fantasy noch andere romane, wenn ja welche?
Ich bin ein großer Fan von Karl-May, auch wenn die Sprache inzwischen sehr überholt ist. Noah Gordon, Steven King (manche Bücher), James Clavell

6.) Hast du lust in einer fantasywelt zu leben und verkleidest du dich gerne (schlüpfst du gerne mal in deine lieblingsfiguren)? Nein

7.) was denkst du, warum sind fantasy romane so beliebt? Weil sie eine überschaubare Alternative zur immer komplexer werdenden Wirklichkeit bieten.

Hathor
19.01.2010, 10:13
Ist ja nett, dass du dir die Mühe gemacht hast, den Fragebogen zu beantworten, Bajarin.

Aber...

Der Thread ist mehr als ein Jahr alt.
Die Arbeit müsste lange schon geschrieben sein.
Die Thread- und Fragebogenerstellerin Rose hat sich seit ihrem Eingangsposting nicht mehr hier sehen lassen.
Die Beantwortung des Fragebogens ist somit vergeudete Zeit, zumal die meisten der aufgeworfenen Fragen in anderen Threads diskutiert werden.
Ich schließe den Thread. ;)