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03.01.2009, 21:30
Titel: Alle Menschen sind sterblich
Autor: Simone de Beauvoir
Taschenbuch
Verlag: Rowohlt Tb.; Auflage: 35., Aufl. (April 2004)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978 3 499 11302 4
Kurzbeschreibung:
Mit Fosca, dem ungewöhnlichen Helden des Romans, dem auf geheimnisvolle Weise Unsterblichkeit verliehen ist, erleben wir sechs Jahrhunderte europäischer Geschichte in blutvollen Gestalten und abenteuerlichen Ereignissen. Foscas wechselvolle Schicksale lassen in ihm die tragische Erkenntnis reifen, daß die Sehnsüchte der Menschen ewig erfüllbar und ihre Hoffnung immer vergeblich sind.
Ich behaupte nicht, die vollständige Botschaft dieses Buches verstanden zu haben. Vielmehr wechselte sich beim Lesen regelmäßig das Gefühl der Erkenntnis mit dem Gefühl der totalen Verwirrung ab. Ich las Botschaften, in denen ich mich wiedererkennen konnte. Ich las Botschaften, die mir zuwider waren. Und ich las Botschaften, deren Sinn sich mir vollends entzog.
„Alle Menschen sind sterblich“ führt einem schmerzhaft die eigene Unbedeutsamkeit vor Augen und verspricht gleichzeitig Bedeutung allein in der Handlung des Augenblicks. Es ist schwer sich auf eine bestimmte Aussage zu einigen. Wahrscheinlich, weil es keine gibt.
So heißt es im Buch so treffend:
Es gibt nur ein Gut auf der Welt: nach dem eigenen Gewissen zu handeln.
Und vielleicht ist gerade das die Botschaft, die es zu vermitteln gilt.
Ich möchte eine Stelle aus dem Buch zitieren, weil sie so perfekt meine eigene Überzeugung widerspiegelt, dass es mir die Sprache verschlug. Ich werde dieses Zitat in setzen, für den Fall, dass jemand das Buch lesen möchte.
[spoiler](...)wenn wir den Mond ersteigern könnten und tief in den Ozean tauchen, so würden wir doch Menschen bleiben inmitten einer Menschenwelt. Die geheimnisvollen Wirklichkeiten, die sich unseren Sinnen entzogen: Die Naturkräfte, die Planeten, die Moleküle, die Wellen waren ein weites, riesiges Nichts, aus dem unserer Unwissenheit uns entgegensah und das wir unter Worten zu verstecken suchten.
Niemals würde die Natur uns ihre Geheimnisse ausliefern: sie hatte keine Geheimnisse: wir waren es selbst, die Fragen erfanden und Antworten formulierten, und niemals würden wir auf dem Grund unserer Retorten etwas anderes entdecken als unserer eigenen Gedanken(...)
Wie wahr ...
Autor: Simone de Beauvoir
Taschenbuch
Verlag: Rowohlt Tb.; Auflage: 35., Aufl. (April 2004)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978 3 499 11302 4
Kurzbeschreibung:
Mit Fosca, dem ungewöhnlichen Helden des Romans, dem auf geheimnisvolle Weise Unsterblichkeit verliehen ist, erleben wir sechs Jahrhunderte europäischer Geschichte in blutvollen Gestalten und abenteuerlichen Ereignissen. Foscas wechselvolle Schicksale lassen in ihm die tragische Erkenntnis reifen, daß die Sehnsüchte der Menschen ewig erfüllbar und ihre Hoffnung immer vergeblich sind.
Ich behaupte nicht, die vollständige Botschaft dieses Buches verstanden zu haben. Vielmehr wechselte sich beim Lesen regelmäßig das Gefühl der Erkenntnis mit dem Gefühl der totalen Verwirrung ab. Ich las Botschaften, in denen ich mich wiedererkennen konnte. Ich las Botschaften, die mir zuwider waren. Und ich las Botschaften, deren Sinn sich mir vollends entzog.
„Alle Menschen sind sterblich“ führt einem schmerzhaft die eigene Unbedeutsamkeit vor Augen und verspricht gleichzeitig Bedeutung allein in der Handlung des Augenblicks. Es ist schwer sich auf eine bestimmte Aussage zu einigen. Wahrscheinlich, weil es keine gibt.
So heißt es im Buch so treffend:
Es gibt nur ein Gut auf der Welt: nach dem eigenen Gewissen zu handeln.
Und vielleicht ist gerade das die Botschaft, die es zu vermitteln gilt.
Ich möchte eine Stelle aus dem Buch zitieren, weil sie so perfekt meine eigene Überzeugung widerspiegelt, dass es mir die Sprache verschlug. Ich werde dieses Zitat in setzen, für den Fall, dass jemand das Buch lesen möchte.
[spoiler](...)wenn wir den Mond ersteigern könnten und tief in den Ozean tauchen, so würden wir doch Menschen bleiben inmitten einer Menschenwelt. Die geheimnisvollen Wirklichkeiten, die sich unseren Sinnen entzogen: Die Naturkräfte, die Planeten, die Moleküle, die Wellen waren ein weites, riesiges Nichts, aus dem unserer Unwissenheit uns entgegensah und das wir unter Worten zu verstecken suchten.
Niemals würde die Natur uns ihre Geheimnisse ausliefern: sie hatte keine Geheimnisse: wir waren es selbst, die Fragen erfanden und Antworten formulierten, und niemals würden wir auf dem Grund unserer Retorten etwas anderes entdecken als unserer eigenen Gedanken(...)
Wie wahr ...