AMBER schattensturm
30.01.2009, 12:14
Wie überleben Vampire im nebelverhangenen London zu Beginn des 20. Jahrhunderts? Dieser Frage geht Barbara Hambly, Autorin von 'Die Schöne und das Biest', in einem Roman nach, den die Leser des Fachblattes 'Locus' zum besten Horrortitel des Jahres wählten.
Ein hervorragendes Vampirbuch, dem die bleierne Schwere von Bram Stoker abgeht. Die Vampire sind hervorragend beschrieben. Sie sind nicht "böse" per se, aber eben doch dem Wesen nach Blutsauger. Insbesondere Don Simon Ysidro, Grippen und der Lady Ernchester sind erfrischend komplex dargestellt. Wie eine Zwiebel offenbaren sie unter einer äußere Schicht der Zivilisiertheit, den gefährlichen, oft gewissenlosen Jäger. Schließlich erlaubt erst das nähere Kennenlernen den Blick auf den Menschen, der sie einst waren und die Tragik, die mit der Verwandlung einherging.
Barbara Hambly schafft es durch Ihre Art zu schreiben, die Atmosphäre eines Ortes perfekt einzufangen, und dabei dennoch auf langatmige Ortsbeschreibungen zu verzichten; während allein der Blick durch die Augen der Hauptfigur, ein Literaturprofessor und Linguist, der bei Zeiten für den britischen Geheimdienst tätig war, einen einzigartig analytischen Blick auf die Charaktere um ihn gestattet. Dazu kommt ein erfrischend trockener Humor, ohne den das Bücher nur halb so gut wären. Eines der besten Vampirbücher, die ich je lesen durfte, wenn nicht sogar das beste.
Hambly jedenfalls ist nicht nur mit diesem Buch ein Geheimtipp, auch viele Ihrer Bücher, die nicht in deutscher Sprache erschienen sind, sind mehr als lesenswert.
Ein hervorragendes Vampirbuch, dem die bleierne Schwere von Bram Stoker abgeht. Die Vampire sind hervorragend beschrieben. Sie sind nicht "böse" per se, aber eben doch dem Wesen nach Blutsauger. Insbesondere Don Simon Ysidro, Grippen und der Lady Ernchester sind erfrischend komplex dargestellt. Wie eine Zwiebel offenbaren sie unter einer äußere Schicht der Zivilisiertheit, den gefährlichen, oft gewissenlosen Jäger. Schließlich erlaubt erst das nähere Kennenlernen den Blick auf den Menschen, der sie einst waren und die Tragik, die mit der Verwandlung einherging.
Barbara Hambly schafft es durch Ihre Art zu schreiben, die Atmosphäre eines Ortes perfekt einzufangen, und dabei dennoch auf langatmige Ortsbeschreibungen zu verzichten; während allein der Blick durch die Augen der Hauptfigur, ein Literaturprofessor und Linguist, der bei Zeiten für den britischen Geheimdienst tätig war, einen einzigartig analytischen Blick auf die Charaktere um ihn gestattet. Dazu kommt ein erfrischend trockener Humor, ohne den das Bücher nur halb so gut wären. Eines der besten Vampirbücher, die ich je lesen durfte, wenn nicht sogar das beste.
Hambly jedenfalls ist nicht nur mit diesem Buch ein Geheimtipp, auch viele Ihrer Bücher, die nicht in deutscher Sprache erschienen sind, sind mehr als lesenswert.