AMBER schattensturm
30.01.2009, 19:32
Eine explosive Mischung zur Jahrhundertwende, als Lou Andreas Salomé, den obsessiv selbstzerstörerischen Philosophieprofessor Nietzsche und einen Psychotherapeuten in Wien zusammen bringt: Die selbstbewusste junge Russin drängt den angesehenen Arzt Josef Breuer, dem suizidgefährdeten Friedrich Nietzsche zu helfen und ihn von seiner zerstörerischen Obsession für sie zu kurieren. Breuer willigt ein und unterzieht Nietzsche einer neuartigen Heilungsmethode, deren Ausgang jedoch für beide unerwartet ist.
Nietzsche begibt sich in die Psychotherapie. Ein zum Schreien lustiges, trauriges, tiefsinniges und informatives Buch.
Yalom kann einfach erzählen und wahrscheinlich brauchte es einen amerikanischen Juden mit europäischen Wurzeln, um eine so gelungene Liebeserklärung an zwei der bedeutendsten Männer des beginnenden 20. Jahrhunderts zu schreiben - den Begründer der Psychotherapie und Juden Freud und den von den Nazis für ihre Übermenschenlehre missbrauchten Nietzsche.
Yalom begeht nicht den Fehler ins Lächerliche abzudriften, sondern er findet immer den richtigen Ton. Der Einbau von Lou Salomé, der Femme Fatale in Nietzsches Leben und Mitgrund für sein so tief zwiespältiges Verhältnis zu Frauen ist ein Meistergriff.
Auch wenn diese Begegnung natürlich rein fiktiv ist, erlaubt sie doch einen amüsanten und leserfreundlichen Einstieg sowohl in Nietzsches als auch die Entwicklungen der frühen Psychoanalyse und macht vielleicht dem ein oder anderen Lust auf mehr.
Nietzsche begibt sich in die Psychotherapie. Ein zum Schreien lustiges, trauriges, tiefsinniges und informatives Buch.
Yalom kann einfach erzählen und wahrscheinlich brauchte es einen amerikanischen Juden mit europäischen Wurzeln, um eine so gelungene Liebeserklärung an zwei der bedeutendsten Männer des beginnenden 20. Jahrhunderts zu schreiben - den Begründer der Psychotherapie und Juden Freud und den von den Nazis für ihre Übermenschenlehre missbrauchten Nietzsche.
Yalom begeht nicht den Fehler ins Lächerliche abzudriften, sondern er findet immer den richtigen Ton. Der Einbau von Lou Salomé, der Femme Fatale in Nietzsches Leben und Mitgrund für sein so tief zwiespältiges Verhältnis zu Frauen ist ein Meistergriff.
Auch wenn diese Begegnung natürlich rein fiktiv ist, erlaubt sie doch einen amüsanten und leserfreundlichen Einstieg sowohl in Nietzsches als auch die Entwicklungen der frühen Psychoanalyse und macht vielleicht dem ein oder anderen Lust auf mehr.