Warin
02.02.2008, 19:36
Ich hatte drei Motive dieses Buch zu kaufen
ich habe mich in der Anime-Verfilmung fürchterlich über die Dampfmaschinen, Luftschiffe und Kriegsszenen geärgert, die irgendwie nicht in die Handlung zu passen schienen und wollte rausbekommen, ob Miyazaki oder Jones dafür verantwortlich waren
als ich den Klappentext gelesen haben: "Als älteste von drei Schwestern hat man immer Pech, wenn man auszieht, um das Glück zu suchen." wusste ich: Das musst du deiner Ältesten vorlesen (sie hat auch zwei kleine Schwestern). Gemein, nicht?
als Hobby-Autor denke ich ja immer, noch was lernen zu können
zu 1:
Das hat tatsächlich Miyazaki verzapft, da ist seine Leidenschaft mit ihm durchgegangen. Für mich als Fan mit Abstand sein schlechtester Film. Das Buch finde ich wesentlich inspirierter: Howl's Charakter (eingebildet, eitel) ist klarer und nachvollziehbarer, im Film wirkt er mir viel zu selbstlos. Ich verstehe nicht, wie Miyazaki den Kern der Handlung, nämlich Sophies unbewusste Zauberkraftweglassen konnte. Daraus ergeben sich im Buch sehr schöne, überraschende Wendungen. Schade auch, dass es bei schwarz im Film nicht nach Wales geht, gerade diese Szene im Buch ist zum schießen: "Die größte magische Kiste hatte vorn eine Glasscheibe (...) hier waren geschriebene Texte und Diagramme zu sehen, keine Bilder. Alle Kisten wuchsen an langen, biegsamen weißen Stängeln, die auf der einen Zimmerseite in der Wand verwurzelt zu sein schienen". So beschreibt Sophie einen PC
zu 2:
Aufgrund seiner einfachen Sprache ist das Buch prima zum Vorlesen geeignet und auch für eine 6-jährige gut nachvollziehbar. Nach dem Film hatte sie sich in Howl verknallt, ich glaube, nach dem Buch ist das wieder geheilt . Und zu guter Letzthat Sophie als Älteste ja doch noch ihr Glück gefunden.
zu 3:
Um es ganz krass zu sagen: Diana Wynne Jones Ideen sind klasse. Das Schreiben sollte sie jedoch anderen überlassen. Anfangs fand ich die Einfachheit der Sprache ja noch ganz witzig. Irgendwie Märchenstil halt. Auch dass sie nichts oder nur sehr seltsam beschreibt, konnte ich verkraften, ich habe ja schließlich Phantasie. Nach hinten hin wird's m.E. jedoch immer schlimmer. Monstersätze, die keinen Sinn mehr machen und sich kaum vorlesen lassen. Eine ganz schwache Beschreibung der Kampfszene zwischen Howl und der Hexe der Wüste. Ein -wie ich finde- enttäuschendes und übereiltes Ende. Mich wundert, dass das beim Lektor durchgegangen ist, oder liegt's an der Übersetzung?
Kennt eigentlich jemand das Sequel (s.u.)? Ich dachte zuerst, das hätte was mit Miyazakis Laputa -Castle in the Sky zu tun, aber es ist wohl eine Art Fortsetzung von Howl's Moving Castle. (Bei den vielen Schlössern wird man ja schon ganz kirre)
ich habe mich in der Anime-Verfilmung fürchterlich über die Dampfmaschinen, Luftschiffe und Kriegsszenen geärgert, die irgendwie nicht in die Handlung zu passen schienen und wollte rausbekommen, ob Miyazaki oder Jones dafür verantwortlich waren
als ich den Klappentext gelesen haben: "Als älteste von drei Schwestern hat man immer Pech, wenn man auszieht, um das Glück zu suchen." wusste ich: Das musst du deiner Ältesten vorlesen (sie hat auch zwei kleine Schwestern). Gemein, nicht?
als Hobby-Autor denke ich ja immer, noch was lernen zu können
zu 1:
Das hat tatsächlich Miyazaki verzapft, da ist seine Leidenschaft mit ihm durchgegangen. Für mich als Fan mit Abstand sein schlechtester Film. Das Buch finde ich wesentlich inspirierter: Howl's Charakter (eingebildet, eitel) ist klarer und nachvollziehbarer, im Film wirkt er mir viel zu selbstlos. Ich verstehe nicht, wie Miyazaki den Kern der Handlung, nämlich Sophies unbewusste Zauberkraftweglassen konnte. Daraus ergeben sich im Buch sehr schöne, überraschende Wendungen. Schade auch, dass es bei schwarz im Film nicht nach Wales geht, gerade diese Szene im Buch ist zum schießen: "Die größte magische Kiste hatte vorn eine Glasscheibe (...) hier waren geschriebene Texte und Diagramme zu sehen, keine Bilder. Alle Kisten wuchsen an langen, biegsamen weißen Stängeln, die auf der einen Zimmerseite in der Wand verwurzelt zu sein schienen". So beschreibt Sophie einen PC
zu 2:
Aufgrund seiner einfachen Sprache ist das Buch prima zum Vorlesen geeignet und auch für eine 6-jährige gut nachvollziehbar. Nach dem Film hatte sie sich in Howl verknallt, ich glaube, nach dem Buch ist das wieder geheilt . Und zu guter Letzthat Sophie als Älteste ja doch noch ihr Glück gefunden.
zu 3:
Um es ganz krass zu sagen: Diana Wynne Jones Ideen sind klasse. Das Schreiben sollte sie jedoch anderen überlassen. Anfangs fand ich die Einfachheit der Sprache ja noch ganz witzig. Irgendwie Märchenstil halt. Auch dass sie nichts oder nur sehr seltsam beschreibt, konnte ich verkraften, ich habe ja schließlich Phantasie. Nach hinten hin wird's m.E. jedoch immer schlimmer. Monstersätze, die keinen Sinn mehr machen und sich kaum vorlesen lassen. Eine ganz schwache Beschreibung der Kampfszene zwischen Howl und der Hexe der Wüste. Ein -wie ich finde- enttäuschendes und übereiltes Ende. Mich wundert, dass das beim Lektor durchgegangen ist, oder liegt's an der Übersetzung?
Kennt eigentlich jemand das Sequel (s.u.)? Ich dachte zuerst, das hätte was mit Miyazakis Laputa -Castle in the Sky zu tun, aber es ist wohl eine Art Fortsetzung von Howl's Moving Castle. (Bei den vielen Schlössern wird man ja schon ganz kirre)