DisAster
21.02.2009, 14:44
Okay, 144 Beiträge stehen auf meinem Profil als Angabe und dennoch habe ich hier noch nichts veröffentlicht. Zugegeben, die letzten zwei Monate habe ich mich hier eh nicht blicken lassen, weil wir kein Internet hatten. Davor war es mehr Scheu, warum ich nichts eingestellt habe. Ich frage mich auch, ob ein Fantasy-Forum so der geeignete Platz für mich ist. Aber einfach 144 Beiträge schreiben, das Recht erlangen etwas einzustellen (weshalb ich auch überhaupt hierher gekommen bin) und es dann doch nicht tun, wäre auch etwas blöd.
Also, die erste Geschichte, die ich ins Internet einstelle. Man, ich werd nervös. Bevor ich doch noch kneife, hier:
Dein Leben
Du gehst durch die Stadt. Im Schritttempo. Langsam. Und denkst nach. Über dein Dasein. Willst du so ein Leben?
Du hast immer nach anderen Mustern, nach anderen Gesetzen gelebt. Mit dem Ziel so zu werden wie sie. Das wollten sie. Dich hat das alles nie wirklich interessiert. Ob du es zugegeben hast oder nicht, du hast immer mehr oder weniger auf sie gehört. Was blieb dir auch anderes übrig?
Aber willst du wirklich so ein Leben?
Du gehst durch die Stadt. Im Schritttempo. Langsam. Siehst dir alles genau an. Deine Umgebung. Deinen Bezirk. Deinen Lebensbereich. Diese verdammt hohen Gebäude. Gen Himmel emporragend. Die veranschaulichen wie winzig, wie unbedeutend du doch bist. Wie unnütz. Und dennoch hast du zu existieren. Genauso wie Millionen anderer Menschen. Zu feige zu leben. Zu feige zu sterben. Da hilft nur noch das Anpassen an die Gesellschaft und durch Boulevard-Neuigkeiten etwas Interessantes in dein ödes Dasein zu bringen. Die heutige Gesellschaft muss einfach die Skandale der Prominenten kennen und angesagte Fernsehserien mit Spannung verfolgen. Ohne das geht es nicht. Das Leiden der Welt interessiert niemanden.
Du gehst durch die Stadt. Im Schritttempo. Langsam. Eilig laufen Menschen an dir vorbei. Entweder in schwarzer Kleidung eingehüllte, stumme Arbeiter oder ach so einzigartige Jugendliche in bunter H&M-Uniform. Du siehst Menschen, aber keine Personen. Sie laufen so schnell an dir vorbei, dass du es nicht schaffst sie genau anzusehen. Sie ignorieren dich. Sie wollen niemanden bemerken, der über so ein Leben nachdenkt. Denn sie finden es in Ordnung. Vorausgesetzt sie schafften es sich eine eigene Meinung zu bilden. Schließlich sind doch die Medien für die freie Denkweise aller Menschen verantwortlich. Und während diese Menschen nun an dir vorbeieilen, erkennst du ihren grauen Blick. Dieser graue Blick, so monoton, wie du vorher noch nichts gesehen hast. Diesen apathischen, aussichtslosen Blick werfen sie auf die Zukunft. Auf ihr Leben. Auf sich selbst. Fragtest du sie allerdings danach, bestritteten sie es heftigst.
Du gehst durch die Stadt. Im Schritttempo. Langsam.
Verdammt! Das ist dein letzter Tag und du Vollidiot hast nichts besseres zu tun! Morgen bist du schon tot. Höchstens eine Erinnerung noch, die verblasst, weil auch die Erinnernden sterben. Früher oder später wird dich niemand mehr vermissen. Es macht nichts, dass du stirbst. Wahrscheinlich bist du wie der Großteil aller Menschen dazu da, um vergessen zu werden. Aber kannst du nicht zumindestens versuchen zu leben? Du sagst, du willst einmal etwas erreichen. Willst, nein, wirst einmal etwas erleben. Irgendwanneinmal. Dabei ist irgendwann nirgendwann.
Verdammt! Fang an zu rennen! Fang an zu leben! Hör auf dir alles bloß anzusehen! Werde endlich gesehen! Tu das, was du schon immer einmal tun wolltest!
Bungee-jumping. Fallschrimspringen. Mal ein Selbstprotrait. Mach einmal in der Schule blau. Schreib ein Buch. Spray deinen Namen an eine Hauswand. Schmeiß eine Party an einem Wochentag während der Schulzeit und feier die ganze Nacht durch. Bewahre die Böller von Silvester auf und werfe sie am ersten Mai in die Briefkästen deiner Nachbarn. Und zwar bloß, um zu wissen wie es sich anfühlt das zu tun.
Es gibt soviele Dinge, die du noch nicht getan hast und morgen stirbst du schon. Wenn du stirbst, fragst du dich, ob du mit deinem Leben zufrieden bist. Niemand will eines Tages aufwachen und merken, dass seine gesamte Existenz bloße Zeitverschwendung war.
Du läufst durch die Stadt. Daran kannst du nichts ändern. Aber es ist deine Entscheidung, ob du die Hauptstraße langgehst oder ob du dir deinen eigenen schwierigeren Weg suchst.
Also frage ich dich noch ein letztes Mal: Was willst du für ein Leben?
Also, die erste Geschichte, die ich ins Internet einstelle. Man, ich werd nervös. Bevor ich doch noch kneife, hier:
Dein Leben
Du gehst durch die Stadt. Im Schritttempo. Langsam. Und denkst nach. Über dein Dasein. Willst du so ein Leben?
Du hast immer nach anderen Mustern, nach anderen Gesetzen gelebt. Mit dem Ziel so zu werden wie sie. Das wollten sie. Dich hat das alles nie wirklich interessiert. Ob du es zugegeben hast oder nicht, du hast immer mehr oder weniger auf sie gehört. Was blieb dir auch anderes übrig?
Aber willst du wirklich so ein Leben?
Du gehst durch die Stadt. Im Schritttempo. Langsam. Siehst dir alles genau an. Deine Umgebung. Deinen Bezirk. Deinen Lebensbereich. Diese verdammt hohen Gebäude. Gen Himmel emporragend. Die veranschaulichen wie winzig, wie unbedeutend du doch bist. Wie unnütz. Und dennoch hast du zu existieren. Genauso wie Millionen anderer Menschen. Zu feige zu leben. Zu feige zu sterben. Da hilft nur noch das Anpassen an die Gesellschaft und durch Boulevard-Neuigkeiten etwas Interessantes in dein ödes Dasein zu bringen. Die heutige Gesellschaft muss einfach die Skandale der Prominenten kennen und angesagte Fernsehserien mit Spannung verfolgen. Ohne das geht es nicht. Das Leiden der Welt interessiert niemanden.
Du gehst durch die Stadt. Im Schritttempo. Langsam. Eilig laufen Menschen an dir vorbei. Entweder in schwarzer Kleidung eingehüllte, stumme Arbeiter oder ach so einzigartige Jugendliche in bunter H&M-Uniform. Du siehst Menschen, aber keine Personen. Sie laufen so schnell an dir vorbei, dass du es nicht schaffst sie genau anzusehen. Sie ignorieren dich. Sie wollen niemanden bemerken, der über so ein Leben nachdenkt. Denn sie finden es in Ordnung. Vorausgesetzt sie schafften es sich eine eigene Meinung zu bilden. Schließlich sind doch die Medien für die freie Denkweise aller Menschen verantwortlich. Und während diese Menschen nun an dir vorbeieilen, erkennst du ihren grauen Blick. Dieser graue Blick, so monoton, wie du vorher noch nichts gesehen hast. Diesen apathischen, aussichtslosen Blick werfen sie auf die Zukunft. Auf ihr Leben. Auf sich selbst. Fragtest du sie allerdings danach, bestritteten sie es heftigst.
Du gehst durch die Stadt. Im Schritttempo. Langsam.
Verdammt! Das ist dein letzter Tag und du Vollidiot hast nichts besseres zu tun! Morgen bist du schon tot. Höchstens eine Erinnerung noch, die verblasst, weil auch die Erinnernden sterben. Früher oder später wird dich niemand mehr vermissen. Es macht nichts, dass du stirbst. Wahrscheinlich bist du wie der Großteil aller Menschen dazu da, um vergessen zu werden. Aber kannst du nicht zumindestens versuchen zu leben? Du sagst, du willst einmal etwas erreichen. Willst, nein, wirst einmal etwas erleben. Irgendwanneinmal. Dabei ist irgendwann nirgendwann.
Verdammt! Fang an zu rennen! Fang an zu leben! Hör auf dir alles bloß anzusehen! Werde endlich gesehen! Tu das, was du schon immer einmal tun wolltest!
Bungee-jumping. Fallschrimspringen. Mal ein Selbstprotrait. Mach einmal in der Schule blau. Schreib ein Buch. Spray deinen Namen an eine Hauswand. Schmeiß eine Party an einem Wochentag während der Schulzeit und feier die ganze Nacht durch. Bewahre die Böller von Silvester auf und werfe sie am ersten Mai in die Briefkästen deiner Nachbarn. Und zwar bloß, um zu wissen wie es sich anfühlt das zu tun.
Es gibt soviele Dinge, die du noch nicht getan hast und morgen stirbst du schon. Wenn du stirbst, fragst du dich, ob du mit deinem Leben zufrieden bist. Niemand will eines Tages aufwachen und merken, dass seine gesamte Existenz bloße Zeitverschwendung war.
Du läufst durch die Stadt. Daran kannst du nichts ändern. Aber es ist deine Entscheidung, ob du die Hauptstraße langgehst oder ob du dir deinen eigenen schwierigeren Weg suchst.
Also frage ich dich noch ein letztes Mal: Was willst du für ein Leben?