Feandor
03.03.2009, 00:36
Klappentext:
Was wäre wenn Deutschland und Japan den zweiten Weltkrieg gewonnen und die Vereinigten Staaten von Amerika unter sich aufgeteilt hätten?
Es ist, wie man merkt, eine Alternativweltgeschichte, die hauptsächlich in dem von Japan besetzten San Francisco des Jahres 1962 (der Gegenwart des Autors) spielt. Japan und Deutschland haben den Zweiten Weltkrieg gewonnen und die Welt zwischen sich aufgeteilt. Die Gründe für den Sieg Deutschlands und Japans werden im Buch nur an Rande angesprochen, sind aber zumindest ohne weitere Nachforschungen recht plausibel.
Die Welt die beschrieben wird ist das aber auf jeden Fall. Die chaotische Organisation Nazi-Deutschlands wird von außen sehr passend beschrieben, auch wenn es in einigen Bereichen wie der Raumfahrt zu aus heutiger Sicht ein wenig unrealistischen Erfolgen der Deutschen gekommen ist.
Das Hauptaugenmerk des Buches liegt allerdings auf den ganz normalen Menschen. Da gibt es den Antiquitätenhändler, der mit der Sammelleidenschaft der Japaner gutes Geld verdient, aber von der Überlegenheit der weißen Rasse überzeugt ist. Und dann sind da noch der Arbeiter, der versucht einen Markt für zeitgenössisches amerikanisches Kunsthandwerk zu finden, der japanische Verwaltungsbeamte der unwissentlich in größere politische Konflikte hineingestoßen wird u. a. Diese sind alle lose miteinander verknüpft, so dass fast jeder Charakter - wenn auch nur über einen anderen Charakter - mit den übrigen verbunden ist bzw. ihr Leben beeinflusst.
Der genialste Einfall Dicks ist zweifellos in seiner Geschichte ein Buch vorkommen zu lassen, das eine andere Alternativweltgeschichte erzählt, in der die Alliierten den Krieg gewonnen haben. Diese stimmt jedoch auch ganz und gar nicht mit der uns bekannten Geschichte des Zweiten Weltkrieges und vor allem der Nachkriegszeit überein.
Also ein meiner (nicht Sci-Fi kundigen) Meinung nach sehr ungewöhnliches Buch, das ich aber nichtsdestotrotz durch die lebendigen Charaktere und die gute Ausarbeitung der Welt sehr gerne gelesen habe.
Mit dem häufigen Erscheinen eines japanischen Orakelbuchs, dem I Ging, konnte ich allerdings nur wenig anfangen. Ebenso erschien mir das Ende des Buches, das übrigens auch bei kaum einem Handlungsstrang einen wirklich Abschluss bietet, doch sehr abstrus und ich habe auch nicht wirklich verstanden was mir der Autor damit sagen wollte. *mph*
Ich hoffe jedenfalls, dass ich hier nicht zu viel gespoilert habe, aber ohne Spoiler kann man kaum etwas über das Buch schreiben, und ich hier manche neugierig darauf gemacht habe. :D
Was wäre wenn Deutschland und Japan den zweiten Weltkrieg gewonnen und die Vereinigten Staaten von Amerika unter sich aufgeteilt hätten?
Es ist, wie man merkt, eine Alternativweltgeschichte, die hauptsächlich in dem von Japan besetzten San Francisco des Jahres 1962 (der Gegenwart des Autors) spielt. Japan und Deutschland haben den Zweiten Weltkrieg gewonnen und die Welt zwischen sich aufgeteilt. Die Gründe für den Sieg Deutschlands und Japans werden im Buch nur an Rande angesprochen, sind aber zumindest ohne weitere Nachforschungen recht plausibel.
Die Welt die beschrieben wird ist das aber auf jeden Fall. Die chaotische Organisation Nazi-Deutschlands wird von außen sehr passend beschrieben, auch wenn es in einigen Bereichen wie der Raumfahrt zu aus heutiger Sicht ein wenig unrealistischen Erfolgen der Deutschen gekommen ist.
Das Hauptaugenmerk des Buches liegt allerdings auf den ganz normalen Menschen. Da gibt es den Antiquitätenhändler, der mit der Sammelleidenschaft der Japaner gutes Geld verdient, aber von der Überlegenheit der weißen Rasse überzeugt ist. Und dann sind da noch der Arbeiter, der versucht einen Markt für zeitgenössisches amerikanisches Kunsthandwerk zu finden, der japanische Verwaltungsbeamte der unwissentlich in größere politische Konflikte hineingestoßen wird u. a. Diese sind alle lose miteinander verknüpft, so dass fast jeder Charakter - wenn auch nur über einen anderen Charakter - mit den übrigen verbunden ist bzw. ihr Leben beeinflusst.
Der genialste Einfall Dicks ist zweifellos in seiner Geschichte ein Buch vorkommen zu lassen, das eine andere Alternativweltgeschichte erzählt, in der die Alliierten den Krieg gewonnen haben. Diese stimmt jedoch auch ganz und gar nicht mit der uns bekannten Geschichte des Zweiten Weltkrieges und vor allem der Nachkriegszeit überein.
Also ein meiner (nicht Sci-Fi kundigen) Meinung nach sehr ungewöhnliches Buch, das ich aber nichtsdestotrotz durch die lebendigen Charaktere und die gute Ausarbeitung der Welt sehr gerne gelesen habe.
Mit dem häufigen Erscheinen eines japanischen Orakelbuchs, dem I Ging, konnte ich allerdings nur wenig anfangen. Ebenso erschien mir das Ende des Buches, das übrigens auch bei kaum einem Handlungsstrang einen wirklich Abschluss bietet, doch sehr abstrus und ich habe auch nicht wirklich verstanden was mir der Autor damit sagen wollte. *mph*
Ich hoffe jedenfalls, dass ich hier nicht zu viel gespoilert habe, aber ohne Spoiler kann man kaum etwas über das Buch schreiben, und ich hier manche neugierig darauf gemacht habe. :D