Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Baader Meinhof Komplex
Simon the Sorcerer
18.03.2009, 22:32
Hey,
ich habe vor kurzem den "Baader Meinhof Komplex" gesehen und der Film hat mich zum nachdenken gebracht...
Der Film hat mir richtig gut gefallen, ich fand es beeindruckend wie gut die Veränderungen der Personen dargestellt wurde. Was zuerst als euphorischer Idealismus begann, sich mit der Zeit aber in Extremismus wandelte.
Wie die Protagonisten immer tiefer in den Strudel der Gewalt hineingerissen wurden, sich sozusagen selbst darin verloren haben.
Selbst als sie merkten, dass der Verfall begonnen hatte, trotzdem weitermachten und sogar noch an Intensität oder Härte zulegten.
Es faszinierte mich, wie deren Sache selbst nach ihrer Festnahme, von den nachfolgenden Generationen fortgesetzt wurde.
(Was jetzt nicht heißen soll , dass ich die Methoden/Taten der RAF gut finde oder irgendewie damit sympathisiere)
Und ich fand es eschreckend, dass es hier bei uns vor gar nicht allzulanger Zeit "wirklich" stattgefunden hat. In der Jugend meiner Eltern...
Ich kann es mir nicht vorstellen in Deutschland zu leben und von den eigenen Leuten terrorisiert zu werden...
Ich muß auch zugeben, mir über diese Thema der jüngeren deutschen Geschichte, eigentlich noch nie richtig Gedanken gemacht zu haben. Es ist Schade, dass dieses Stück Zeitgeschichte nie richtig thematisiert wurde. Zumindest nicht in meinem früheren Geschichtsunterricht, was mich in diesem Gebiet relativ unwissend nun diesen Film schauen lies.
Kein Wunder also, dass ich von diesem Machwerk, geradezu überollt wurde.
Besonders beeindruckend fand ich die Orginal-Szenen aus den Nachrichten, da ich die aus meiner Kindheit genauso in Erinnerung hatte, was mir nur allzubewußt vor Augen führte :
"JA, es ist wirklich passiert und nicht nur ein Film"
Demnächst werde ich auch mal mit meinen Onkel darüber reden, er war Student zu dieser Zeit und kannte sich in der Linken Szene etwas aus...
Die Zeitzeugen sind ja im Vergleich zum Weltkrieg noch da, permanent um uns herum, dass sollte man nutzen wie ich finde.
Und zu guter letzt würde ich auch gerne eure Meinungen zu dem Film lesen. Was denkt ihr über die Bewegung und die politische Lage zu der Epoche, hat sie der Film gut eingefangen und datgestellt ? Evtl. findet sich sogar ein Zeitzeuge unter euch, denn der hätte ja den direkten Vergleich ?!
Grüße,
Also ich fand den Film echt super.
Moritz Bleibtreu ist ein gute Schauspieler wie ich finde und obwohl der Film schon seine Zeit dauert hatte ich nie Langeweile.
Ich wusste ein wenig über die RAF aus Geschichte hab mich aber nie näher über alles informiert,
Es ist wirklich faszinierend wie der Film etwas zeigt was, wie gesagt, noch nicht so lange her ist.
Die Entwicklung der RAF Generationen fand ich super dargestellt, immer radikaler, am Anfang hiess es, "keine Zivilisten" Später wurde das dann mehr oder weniger egal.
Ich hatte die Ansicht bei dem Film das mit dem einsperren der "Köpfe" auch die Kontrolle verloren ging.
Ich muss sagen ich hätte im nachhinein lieber ein wenig mehr über die RAF und eben diese Zeit gelernt als zum 100en mal den 2.Weltkrieg durchzukauen.
Ich fand Bruno Ganz in seiner Rolle als Horst Herold sehr gut, er hat die meiste Zeit der Ermittlungen nicht den Kopf verloren.
Alles in allem ein toller Film und auch ich würde mich freuen wenn ein Zeitzeuge hier was über eben diese Zeit schreiben würde.
Ein Manko hat der Film allerdings.
Es wird in fast jeder Szene geraucht *grins*
AMBER schattensturm
19.03.2009, 11:21
Gut geschauspielert ja, gute Charakterstudie ebenfalls. Doch der Film macht meiner Ansicht nach den Fehler die Opfer vielfach wie Schießbudenfiguren und Statisten wirken zu lassen, während die Staatsvertreter als unsympatisch oder der Lage nicht gewachsen dargestellt werden. So gesehen ist der Film für mich eine Riesenfrechheit. Mein Vater stand auf den RAF-Todeslisten der zweiten RAF-Generation und ich kann mich noch erinnern, wie mein Bruder und ich einige Wochen nach deren Bekanntwerden mit Polizeischutz in Schule und Kindergarten gebracht wurden. Da begreift selbst ein Kind, dass da etwas nicht ganz so lustig und cool ist.
Ich muss immer kotzen, wenn ich höre, dass manche Leute noch heute sagen, dass das Handeln der RAF ja irgendwie richtig/gerechtfertigt und vielleicht nur leicht übertrieben gewesen sei. Natürlich hatten wir noch Altnazis in Schlüsselpositionen sitzen, natürlich gab es Gesetze wie den Kupplerparagraphen, durch den Blockwartmentalitäten, Bespitzelung und Denunziation befördert wurden. Aber die BRD war auch damals schon ein Rechtsstaat mit Grundrechten und Bundesverfassungsgericht. Angesichts dessen finde ich, dass der Film - anders als das Buch übrigens - viel zu leichtfertig dem geneigten Zuschauer Sympatien mit den Terroristen zugesteht. Sie wirken cool und revolutionär, die anderen dumm und dröge, wenn man sich denn überhaupt mal dazu herablässt andere darzustellen.
Was ist mit den Nächtelangen Debatten zwischen Regierungs- und Oppositionsspitzen, in denen es bspw. darum ging, ob man Terroristen frei lassen kann um unschuldige zu retten und damit andere gefährdet? Mit deren moralischem Ringen gegen die unmoral der Terroristen?
Was ist mit einer besseren Charakterisierung einzelner Opfer?
Ein Film kann zwar als Medium nicht alles leisten, aber ein Film mit einer derartigen Vorlage sollte mehr Verantwortung beweisen.
PoiSonPaiNter
19.03.2009, 16:06
Wir haben den Film letztes Jahr mit ca fünf oder sechs Klassen im Kino angesehen.
Das wir direkt das Thema RAF ausführlich behandelt haben, daran kann ich mich nicht wirklich erinnern, aber kurz vorher hatten wir noch ne Unterhaltung mit unserer Rechtslehrelehrerin - mit der wir hauptsächlich hin sind - die meinte, das die meisten Filme die das Thema beinhalten, zu sehr die Taten verharmlosen und die "Bösen" als die "Guten" darstellen.
In einem anderen Forum in dem ich bin, gab es eine Diskussion um die FSK und ich bin ebenfalls der Meinung, dass diese beim BMK eindeutig zu niedrig ist!
Der Film stellt ziemlich schonungslos dar, wie die Menschen erschossen wurden, etc. Natürlich es war so in der Realität, aber wenn ich mich richtig erinnere war der Film ab 12 oder so und 12-jährige denken dabei doch nicht, dass das wirklich mal passiert ist (wenn sie nicht vorher darauf hingewiesen wurden), die meisten dürften das doch für nen tollen Action-Film halten..wobei teilweise konnte man ja auch denken, man ist in einem Soft-Porno gelandet...*nein*
Schade fand ich, dass die Motive nicht wirklich erklärt wurden, es hieß ja immer nur "Wir wollen Veränderung" und wie sie das machen wollten bzw gemacht haben, aber das warum ging iwie verloren oder ich habs nicht mitbekommen! :rolleyes:
Das hat mir egtl am meisten gefehlt im Film, die Erklärungen und Hintergründe, es wurde zwar aus den Aufzeichnungen der Anführer zitiert, aber da ging es ja größten Teils auch nur um das weitere Vorgehen...
Ich weiß noch, dass ich, als wir aus dem Saal rausgingen, ein mulmiges Gefühl hatte, weil es halt alles so (oder zumindest so ähnlich) in gar nicht so ferner Vergangenheit tatsächlich geschehen ist...
Mein Fazit: Gut gemachter Film, der aber leider zu sehr ins Action Genre abrutscht und dadurch einiges an Bedeutung verliert.
Ehrlich gesagt, ich halte den Baader-Meinhof-Komplex für einen guten Film. Die damalige Zeitlinie konkret und unter Beachtung aller Standpunkte darzustellen, ist schlicht unmöglich, außer der Film wird ein Epos. Die Ideologie der damaligen Leute zu vermitteln, alle möglichen Schlüsselrollen, die Vorgeschichte, kaum machbar. Zumal auch heutzutage kaum noch verständlich, aber das ist die RAF ja auch nicht.
Grundsätzlich hörte ich, der Film solle die Gruppendynamik der RAF herausarbeiten, die deutlich auch im realen Vorbild gegeben war. Das ist gelungen. Diese szenenhafte Darstellung der einzelnen Attentate mitsamt Planung und so weiter ist durchaus gelungen. Im Zusammenhang kann man sie kaum erzählen, ohne ausufernd zu werden und im Grunde handelte es sich ja um ein wildes Umsichschlagen der RAF, besonders in den Folgegenerationen ging es eher planlos, dafür umso radikaler und gewalttätiger zu. - Schon der ersten Generation fehlte der Plan, zeigt sich ja auch, als sie handeln wollen, aber irgendwie nicht wissen, wie genau. - Die erste Generation war beinahe noch "harmlos" und man sieht auch im Film, wie ihr die Dinge zunehmend aus den Händen gleitet, als Baader beteuert, sie könnten nichts dafür.
Generell wirken die Terroristen nur auf der Oberfläche cool, gelassen, locker und sympathisch. Wenn man eine Weile darüber nachdenkt, was sie tun, wie wenig Ahnung sie eigentlich haben. Was für eine intrigante ... Ensslin doch war und was für ein Selbstinszenierer Baader, wie demütig doch Meinhof. Wer sich auch nur etwas mehr als mit der Oberfläche mit dem Film auseinandersetzt, kriegt das durchaus mit. Insofern grandios umgesetzt.
Durch den Film bin ich auch das erste Mal auf die faszinierende Personalie Ulrike Meinhof gestoßen. Versteht mich nicht falsch, ich finde ihre terroristische Laufbahn verurteilenswert, falsch. Aber ihr Werdegang ist interessant. Genauso wie der der anderen Protagonisten der 68er. Bis auf Baader. Der ist flach und langweilig für mich.
Gruß,
Durch den Film bin ich auch das erste Mal auf die faszinierende Personalie Ulrike Meinhof gestoßen. Versteht mich nicht falsch, ich finde ihre terroristische Laufbahn verurteilenswert, falsch. Aber ihr Werdegang ist interessant. Genauso wie der der anderen Protagonisten der 68er. Bis auf Baader. Der ist flach und langweilig für mich.
Dafür braucht man sich nicht zu entschuldigen, die Entwicklung von weitgehend "normalen" Schülern, Studenten, Bürgern zu Terroristen ist spannend genug, um sich dafür interessieren zu können. Und in psychologischer und gesellschaftlicher Hinsicht lehrreich. Dabei habe ich den Film noch nicht gesehen, aber ich warte mit Spannung drauf.
Wir haben den Film ebenfalls im Rahmen des Geschichtsunterrichts im Kino gesehen. Also sind alle 10ten Klassen, plus Geschichtslehrer und Schulleiter zum Kino gepilgert.
Ich fand den Film gar nicht mal schlecht. Ob historisch alles richtig war, kann ich nicht beurteilen. Mich interessiert Geschichte ab dem 17./18. Jahrhundert nämlich überhaupt nicht mehr. xP
Was ich allerdings nicht so toll fand, war die Altersbeschrenkung ... der Film ist ab 12, das finde ich allerdings etwas unangemessen. Ich habe nichts gegen Blut, aber ich hätte schon eine Altersbeschrenkung von 16 Jahren genommen. Aber die werden sich schon was dabei gedacht haben, als das festgelegt wurden.
Die größte Schwäche des Films war die Länge. Also an einigen Stellen hat sich das wirklich wie ein zäher Kaugummi gezogen und ich habe ständig auf die Uhr geschaut, nur um dann festzustellen, dass es noch eine kleine Ewigkeit dauern wird.
Dafür ist die Charakterentwicklung sehr gut zu sehen, vor allem von Ulrike Meinhof. Das fand ich richtig toll.
Aber wie beriets erwähnt, habe ich mich noch nie sonderlich für die Geschichte dieser Zeit interessiert, deshalb war ich bei diesem Film auch nicht mit vollem Herzblut dabei. Aber man hat einen schönen Einblick in das damalige Geschehen bekommen (sofern der Film das richtig dargestellt hat).
So, nu hab ich ihn auch. Jetzt kommt was langes, holt euch schon mal einen Kaffee.
Als Wertung voran: Starker, sehenswerter Film, der sich eingehend mit 10 Jahren bundesdeutscher Geschichte beschäftigt und der einer ganzen Garde deutscher Schauspieler die Gelegenheit gibt, das beste aus sich herauszuholen. Allen voran Moritz Bleibtreu als Andreas Baader mit psychotischen Zügen und Johanna Wokalek als Gudrun Ensslin, zuerst mit revolutionärem Blitzen in den Augen und dann gnadenlos und verknöchert, im Fanatismus gefangen.
Der Film ist: Die chronologische Abfolge historischer Ereignisse, so neutral und präzise wie möglich erzählt.
Der Film ist nicht: Eine moralische Wertung, ein gut- oder schlechtheissen von Personen oder Geschehnissen. Mit dieser "puren" Wiedergabe muss der Zuschauer klarkommen, mancher Kritiker hat die moralische Verurteilung der Täter vermisst.
Der Hauptfehler des Films liegt für mich aber darin, dass er trotz einer Laufzeit von 143 Minuten die Geschehnisse immer noch unvollständig darstellt. Es fehlt vor allem eine Darstellung davon, wie sehr die Terroristen den Rechtstaat ins Wanken gebracht hatten und wie sehr totalitäre Maßnahmen des Staates überlegt wurden (wird nur ganz leicht angerissen). Die Geschichte des "Baader-Meinhof-Komplexes" war schliesslich nicht nur die ihrer Namensgeber sondern vor allem die eines ganzen Landes im Umbruch.
Mir persönlich fehlte auch, trotz überzeugender Charakterzeichung, die Entwicklung der Charaktere von Menschen, die die Welt positiv verändern wollen bis hin zu kaltblütigen Mördern, die alle ihre Taten unreflektiert rechtfertigen, für die es keine Unschuldigen mehr gibt sondern nur Bestandteile des "Systems". Die Rhetorik der RAF, mit der sie einfach alles rechtfertigt und mit der sie in ihrem Extremismus gar nicht so weit ist von den schlimmsten Auswüchsen des Nazi-Systems, ist ein schauderhafter aber unerlässlicher Bestandteil ihrer Geschichte. Beides (die Entwicklung und die bezeichnende Rhetorik) werden im Ablauf der Ereignisse kurz angerissen, aber da fehlt was.
(Btw, wo ich schon bei Extremismus bin, vielen jüngeren Betrachtern des Films wird nicht bekannt sein, welchen Lauf der Anwalt und Mitbegründer der RAF genommen hat. Horst Mahler hat eine auf den ersten Blick verblüffende Wandlung durchgemacht vom linken Terroristen zum lautstarken NPD-Befürworter und Holocaust-Leugner. Eine gruselige aber bezeichnende Demonstration, wie nahe sich die Extreme sind.)
Kommen die Terroristen zu gut weg, wie Amber meint, und die Handelnden des Staates zu schlecht? Auch unter dem Blickwinkel habe ich den Film angesehen und ich komme zu einem anderen Ergebnis.
Andreas Baader wird ja nun sicher nicht als positiver Held und unschuldig Verfolgter dargestellt. Jähzornig, brutal, schiesswütig, aufsässig gegen alle Regeln die er nicht selber setzt. Jede Ideologie ist für ihn nur das, was er braucht, um seinen Willen durchzusetzen, und wenn ihm was nicht passt, kann er, als "eigentlich linker", auch locker frauenfeindliche und rassistische Phrasen kloppen. Alles andere als ein cooler Held oder eine Sympathiefigur.
Gudrun Ensslin kann zu Anfang zwar faszinieren, aber das ist bei "Terroristen im Werdegang" ja nicht untypisch. Später stößt sie mit ihrem gnadenlosen Fanatismus nur noch ab; die endlosen Flügelkämpfe der Linken und das Verzetteln in theoretischen Grundsatzdiskussionen kommen in ihrer Person gut zum Ausdruck.
Ulrike Meinhof macht den bei weitem menschlichsten Eindruck von allen. Ist das "zu positiv" dargestellt? Bei aller berechtigter Verurteilung aller Taten handelt es sich hier doch immer noch um Menschen mit den verschiedensten Charakteren und Beweggründen. Sich dem verständlich zu nähern ist immer ein richtig heisses Eisen (und der Film hat ja nicht wenig Polemik hervorgerufen). Leider fehlt bei der Darstellung der Meinhof die Entwicklung hin zu der Person, deren Worte zitiert werden mit "Jeder in Uniform ist ein Schwein ... und natürlich kann geschossen werden". Diese grundlegende terroristische Einstellung wird im Film viel zu wenig in Einklang gebracht mit der sensiblen Darstellung von Martina Gedeck. Es bleibt eine Lücke zwischen (noch so gut) dargestelltem und historischem Charakter.
Und steht der Staat zu schlecht da? In erster Linie wird er verkörpert durch den Staatsanwalt und Ermittler Horst Herold. Und ich sehe bei dessen Darstellung einen intelligenten, pragmatischen und vor allem weitblickenden Mann, der fernab von ideologischen Hetzjagden den Rechtsstaat schützen will und nicht vor Versuchen zurückschreckt, die Motivation seiner Gegner zu verstehen. Fandest du den unsympathisch oder der Lage nicht gewachsen, Amber? Auch sein Assistent Koch (Heino Ferch) äussert sich süffisant über totalitäre Auswüchse eines Staatsvertreters, ist also alles andere als eine Schiessbudenfigur.
Dass der Vorsitzende des Gerichtes, Prinzing, restlos überfordert rüberkommt, dürfte wohl eher die historische Wahrheit sein. Die Interpretation bleibt allerdings auch dem Zuschauer überlassen, denn die renitenten Angeklagten hätte auch jemand anderes kaum zur Raison bringen können. Insgesamt finde ich "den Staat" an sich aber nicht zu negativ gezeichnet. Ich glaube, wenn man gewollt hätte und noch mehr historisch belegte Auswüchse staatlicherseits zur Bekämpfung des Terrorismus herangezogen hätte, hätte der Staat noch viel schlechter dastehen können.
Noch eine Fußnote zum Schluss: Ignes Ponto, die Frau des ermordeten Bankiers Ponto, gab letztes Jahr ihr Bundesverdienstkreuz zurück, auf Grund der staatlichen Förderung für den in ihren Augen unmöglichen Film. Ihre Kritik richtet sich dabei an die Darstellung der Ermordung von Jürgen Ponto, an der alles falsch sei. Ihre Tochter Corinna kritisiert sogar die Darstellung an sich. Ich habe aber nicht den Eindruck, als ob in dieser Szene die Pontos auch nur ansatzweise schlechtgemacht würden, oder der kaltblütige Mörder Christian Klar zu positiv daherkommt. Leider wird die Kritik der Familie Ponto nicht präzisiert, ich hätte das gerne genauer gewusst. So kann man nicht viel dazu sagen.
Insgesamt: Kein grandioser Film, aber ein guter. Ansehen, diskutieren!
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