Enduni
19.03.2009, 23:12
Da ich nicht Unmassen an Threads erstellen möchte, aber dennoch zwei, drei Gedichte teilen möchte, die ich selbst schrieb und die ich sonst nie nirgends unterbringen kann, dachte ich mir, ich erstelle diesen kleinen Thread hier, wenn's beliebt.
Als erstes mein ältestes Gedicht wohl und zugleich mein persönlichstes. Stilistisch absolut unausgereift. Aber es kam halt von Herzen. :)
Wyrmenliebe
In seinem Berg ein Drache hockt,
Beim Anblick jeder Atem stockt,
Versteckt im tiefen Schwarz der Grotte,
Dort wünscht’ er stumm, dass er verrotte.
Ein heitres Licht weckt ihn aus Schlummer,
Da schaut der Wyrm, geweckt aus Kummer,
Die Fee singt Lieder allen Blüten,
Betäubt der Sang sein Herzen Wüten.
Der Gram im Herzen wurd’ zur Freude,
Sein Geist ihm aber Sorge streute,
Vom Blicke er noch immer Mord,
War er gefesselt an den Hort.
Ihr Lied verstummt, sie wendet sich,
Und starrt dem Wyrm ins Angesicht,
So lächelnd wie ein Morgengrauen,
So kann sie seine Seele schauen.
Ein Ozean aus schillernd’ Farben,
Das sei sein Herz, ein tiefer Graben,
Die stille Flut aus Lieb’ und Sucht,
Sprach sie und dachte nicht an Flucht.
Sein Herz und Liebe ihr zu schenken -
Er bot, ihr Obhut zu bedenken,
Sein Hort und Schatz solle sie sein,
Sprach er, erfüllt von Glückes Schein.
Doch Fee folgt’ stillem Blütenruf,
Zurück, wo Gott die Feen schuf,
Von allen Ketten frei ihr Leben,
Und Freiheit wollte sie nicht geben.
Der Drache still liegt in dem Hort,
Verdammt, zu bleiben, konnt nie fort,
Mit Liebe dacht’ er an die Fee,
Und daran, dass er sie nie wiederseh’.
Ein heitres Licht weckt ihn aus Schlummer,
Da schaut der Wyrm, geweckt aus Kummer,
Die Fee singt Lieder allen Blüten,
Betäubt der Sang sein Herzen Wüten.
Es kommt der Schatz zu ihm zurück,
In Zeiten ohne Trost und Glück,
Auf dass sie nur kurz bei ihm bliebe,
So schenkten sie sich alle Liebe.
Ein sehr kurzer Vers, der mir doch irgendwie sehr viel bedeutet.
Leicht und federnd stets dein Schritt, deine Töne schwerelos. Flieg du empor und nimm mich mit. Einander sind wir bester Trost.
Wie wir Menschen Wölfe sehen ...
Lied der Wölfe
Gruseliges Nachtlied
Sie hocken dort in tiefer Nacht,
Verkriechen sich im Unterholz,
Das Wolfsgeheul die Furcht entfacht,
Als Blickfang für der Jäger Stolz.
Die Pfoten schlagen leise auf,
Die Wölfe nahe bringt der Lauf,
Nur weiter, vorwärts, in die Nacht!
Denn Jagd auf Menschen wird gemacht!
Ihr Atem stetig schneller wird,
Ihr Schweiß von ihrer Stirne rinnt,
Ihr Blick stets rascher sich verwirrt,
Und hofft man doch, dass man entrinnt.
Die Pfoten schlagen rascher auf,
Die Wölfe näher bringt ihr Lauf,
Noch weiter, vorwärts, in die Nacht!
Denn Jagd auf Menschen wird gemacht!
Der Mann so flink das Feuer schürt,
Dass Hoffnung wieder neu entflammt.
So jedes Kind das Zittern spürt,
Der falschen Hoffnung man verdankt.
Die Pfoten schlagen donnernd auf,
Zu ihnen führt der Wölfe Lauf,
Noch näher, weiter, durch die Nacht!
Denn Hatz auf Menschen wird gemacht!
Nach ihren Waffen folgt der Griff,
Das Knurr’n der Wölfe schon heran,
Versprengt die Furcht, das schrecklich Gift
Unter Gemensch, Getier den Wahn!
Die Pfoten pirschen leise auf,
Jetzt suchend schon nach neuer Beut’,
Zu jedem führt der Wölfe Lauf,
Zu welchem Menschen führt er heut?
Das nächste Gedicht ist nicht ohne Vorgeschichte verständlich. Wer es dennoch versuchen will, nur zu. - Es ist ein so genanntes Seelenlied, ein Lied, dass die Bewohner Dekaros (Ja, für eine meiner Geschichten geschrieben) wählen oder verfassen, dass es zu ihrer Bestattung gesungen wird.
Das Thema ist der so genannte Vertraute Krieg, der zwischen den Fürstentümern des Reiches herrscht. Dabei kämpfen die verschiedenen Eliteheere gegeneinander, verschonen aber die Zivilbevölkerung und halten den Krieg insgesamt geheim vor ihr. Er dient zur Wahrung des Status Quo. Hitana ist Anführerin eines dieser Eliteheere. - Shima ist eine alte, beste Freundin Hitanas.
Besagtes Netz bezeichnet erstens das Merkmal der Lebensgöttin, Arashi, zweitens die Flüsse, die ganz Dekaro wie ein Netz durchziehen.
Jemandem etwas werfen ist eine Art Opferung. Normalerweise eine Ehrung der Toten. Redewendung eben.
Die Anspielung mit den Schmetterlingen geht auf das Bestattungsritual der Dekari zurück. Die Toten werden auf brennenden Booten den Flüssen übergegeben. Auf ihnen ruht eine Kiste voller Schmetterlinge, die sich entweder öffnet und die Schmetterlinge entlässt, womit dem Toten ein sorgenfreies Dasein im Tod gegeben ist, oder aber verschlossen bleibt und die Schmetterlinge verbrennen lässt, womit man seine Sorgen mit in den Tod nimmt.
Das Netz blutrot
von Hitana Arashin Hajukan,
107te Arashin des Tales Arashko
Die ganzen Freunde fort gegangen mit dem Strom,
Bin ich nun hier, die Wahrheit meine Trauerschuld.
Ihr Blut, es tropft von meinen Händen voller Hohn,
Knie ich nun hier, steh da in falscher Fürstenhuld.
Sag, was ist dieser Frieden, in dem er verstarb?
Dem er sich opferte, Hakou, mein Liebster. Tot.
Sein Lächeln, Liebe, Seele, alles nun erstarb
In dunkler Nacht, verschwunden in dem Netz blutrot.
Sag, warum dieser Frieden, den hier jeder sucht?
In dessen Schlachten suchend Shima war. Jetzt tot!
Nun ihr Vertrauen ausgehaucht, alle verflucht
In letztem Zug, verbittert in dem Netz blutrot.
Sag, warum dieser Krieg, dem alle man sie warf?
Dem ich sie warf! In meiner Pflicht. Heut alle tot!
All ihre Träume ich verriet, mit Klinge scharf
Das Herz durchbohrt, verraten an das Netz blutrot.
Sag, warum der vertraute Krieg seit erstem Tag,
Und warum dieser falsche Frieden voller Tod?
So antworte mir, Arashi! Trotz aller Klag
Da spinnst du fort, versunken in dein Netz blutrot?
Sagt Fürstinnen, versprecht Ihr Euch den Frieden so?
Den Frieden, ja. Das Leben, nein! Der Schnitter tobt
In Euren Weben! Wütet stumm und still! Ja, so
Die Klinge teilt und schneidet Euer Netz blutrot!
Sag, Hitana, nun wirst du was tun, heut und jetzt?
Bedauern deine Torheit, klagen um den Tod?
Verzagend dich ergeben und du fliehst gehetzt
Und weinst hier still? Bezwungen durch das Netz blutrot?
Nein, Hitana. Du bleibst und kämpfst im leisen Krieg.
Um aller Frieden. Auch, wenn er, dein Schmetterling,
Wird brennen lichterloh, kämpfst stets du für den Sieg,
Der unerreichbar bleibt. Ein undurchbrochner Ring.
Und jetzt, so flieg, oh flieg hinfort, mein Schmetterling!
Und letztlich, gewissermaßen als Fanfic-Lyrik und Spottlied aus World of Warcraft und auf Silbermond. Für jeden Blutelfenhasser und ernsthaften Blutelfenspieler - Falls das rechtlich nicht in Ordnung geht, entferne ich es natürlich:
Silbermond
Während es im Norden kocht,
Während man überall malocht,
Während die Scherbenwelt zerbricht,
Während man um Länder ficht,
Während Kampf tobt überall,
Hört man hier nur einen Knall.
Denn Korken fliegen aus den Flaschen,
Und die Elfen spielen Elfen haschen,
Und wie Wasser sauft man Mana leer,
Oh, Silbermond macht nicht viel her.
Auf den Plätzen tummeln sie sich munter,
Drüber, hoch her geht’s, und drunter,
Während die Krieger sterben wie die Ratten,
Tun die Elfen nichts, als sich begatten.
In den Wäldern treiben sie es wie Tiere,
Dass jede Elfe ihr Häutchen rasch verliere,
Denn die Welt, sie drehte sich nicht mehr,
Wenn das Elfenvolk auf ihr nicht wär.
Und während man um Northrend streitet,
Während der Tod die Welt begleitet,
Während der Mahlstrom Schiffe schlingt,
Und man Trauer überall besingt,
Während man Festen feiert, wie sie fallen,
Während die Krieger saufen in den Hallen,
Während der Krieg die Welt beschattet,
Ja, wird in Silbermond sich rasch begattet.
Die Skrupel schmelzen schnell wie Eis,
Duldet man nun jegliches Geschmeiß,
Selbst die halb Toten dürfen wandeln,
Fehlt nur, dass wir mit ihnen bandeln!
Sind es die blauen Augen, die wir missen?
Weshalb werdn sie nicht zerrissen?
Diese Todesritter, voll Gram und Hass,
Sie quälen unsren Stolz aus Spaß,
Doch dulden wir dieses Getier,
Als wärn sie ein Lebenselixier.
Und während Seelen lauthals klagen,
Während Geißel und Legion uns plagen,
Während man sich heiser schreit,
Und kalter Zorn einzig verbleibt,
Während man sein Blut vergießt,
Während sich die Welt verdrießt,
Während das Leben grausam wird
Und alles seinen Klang verliert,
Während der eigne Körper stetig schwindet,
Und klaffende Wunden man verbindet,
Während die Welt so blutrot glänzt,
Glüht in Silbermond nur Dekadenz.
Der ganze alte Stolz verschwand,
Was zurückblieb ist nur Tand,
Mit dem man sich schmückt
Als wär die ganze Welt entzückt.
Goldne Säulen, rote Schleier,
Barden spieln auf ihrer Leier.
Und um die eigne Haut sich nur zu retten,
Würd man selbst mit Orks sich betten,
Verkauft man rasch die eigne Seele,
Damit sie niemand andres stehle.
Man überlegt ohne Vernunft,
Denkt nur an die eigne Zunft,
Der Stolz egal, solang man steht,
Das Volk egal, solang man lebt,
Das ist das neue Silbermond,
Das man heut als Sin’dorei bewohnt.
Weitere Gedichte werde ich irgendwann in den Thread her posten, so sie vorhanden sind.
Gruß,
Als erstes mein ältestes Gedicht wohl und zugleich mein persönlichstes. Stilistisch absolut unausgereift. Aber es kam halt von Herzen. :)
Wyrmenliebe
In seinem Berg ein Drache hockt,
Beim Anblick jeder Atem stockt,
Versteckt im tiefen Schwarz der Grotte,
Dort wünscht’ er stumm, dass er verrotte.
Ein heitres Licht weckt ihn aus Schlummer,
Da schaut der Wyrm, geweckt aus Kummer,
Die Fee singt Lieder allen Blüten,
Betäubt der Sang sein Herzen Wüten.
Der Gram im Herzen wurd’ zur Freude,
Sein Geist ihm aber Sorge streute,
Vom Blicke er noch immer Mord,
War er gefesselt an den Hort.
Ihr Lied verstummt, sie wendet sich,
Und starrt dem Wyrm ins Angesicht,
So lächelnd wie ein Morgengrauen,
So kann sie seine Seele schauen.
Ein Ozean aus schillernd’ Farben,
Das sei sein Herz, ein tiefer Graben,
Die stille Flut aus Lieb’ und Sucht,
Sprach sie und dachte nicht an Flucht.
Sein Herz und Liebe ihr zu schenken -
Er bot, ihr Obhut zu bedenken,
Sein Hort und Schatz solle sie sein,
Sprach er, erfüllt von Glückes Schein.
Doch Fee folgt’ stillem Blütenruf,
Zurück, wo Gott die Feen schuf,
Von allen Ketten frei ihr Leben,
Und Freiheit wollte sie nicht geben.
Der Drache still liegt in dem Hort,
Verdammt, zu bleiben, konnt nie fort,
Mit Liebe dacht’ er an die Fee,
Und daran, dass er sie nie wiederseh’.
Ein heitres Licht weckt ihn aus Schlummer,
Da schaut der Wyrm, geweckt aus Kummer,
Die Fee singt Lieder allen Blüten,
Betäubt der Sang sein Herzen Wüten.
Es kommt der Schatz zu ihm zurück,
In Zeiten ohne Trost und Glück,
Auf dass sie nur kurz bei ihm bliebe,
So schenkten sie sich alle Liebe.
Ein sehr kurzer Vers, der mir doch irgendwie sehr viel bedeutet.
Leicht und federnd stets dein Schritt, deine Töne schwerelos. Flieg du empor und nimm mich mit. Einander sind wir bester Trost.
Wie wir Menschen Wölfe sehen ...
Lied der Wölfe
Gruseliges Nachtlied
Sie hocken dort in tiefer Nacht,
Verkriechen sich im Unterholz,
Das Wolfsgeheul die Furcht entfacht,
Als Blickfang für der Jäger Stolz.
Die Pfoten schlagen leise auf,
Die Wölfe nahe bringt der Lauf,
Nur weiter, vorwärts, in die Nacht!
Denn Jagd auf Menschen wird gemacht!
Ihr Atem stetig schneller wird,
Ihr Schweiß von ihrer Stirne rinnt,
Ihr Blick stets rascher sich verwirrt,
Und hofft man doch, dass man entrinnt.
Die Pfoten schlagen rascher auf,
Die Wölfe näher bringt ihr Lauf,
Noch weiter, vorwärts, in die Nacht!
Denn Jagd auf Menschen wird gemacht!
Der Mann so flink das Feuer schürt,
Dass Hoffnung wieder neu entflammt.
So jedes Kind das Zittern spürt,
Der falschen Hoffnung man verdankt.
Die Pfoten schlagen donnernd auf,
Zu ihnen führt der Wölfe Lauf,
Noch näher, weiter, durch die Nacht!
Denn Hatz auf Menschen wird gemacht!
Nach ihren Waffen folgt der Griff,
Das Knurr’n der Wölfe schon heran,
Versprengt die Furcht, das schrecklich Gift
Unter Gemensch, Getier den Wahn!
Die Pfoten pirschen leise auf,
Jetzt suchend schon nach neuer Beut’,
Zu jedem führt der Wölfe Lauf,
Zu welchem Menschen führt er heut?
Das nächste Gedicht ist nicht ohne Vorgeschichte verständlich. Wer es dennoch versuchen will, nur zu. - Es ist ein so genanntes Seelenlied, ein Lied, dass die Bewohner Dekaros (Ja, für eine meiner Geschichten geschrieben) wählen oder verfassen, dass es zu ihrer Bestattung gesungen wird.
Das Thema ist der so genannte Vertraute Krieg, der zwischen den Fürstentümern des Reiches herrscht. Dabei kämpfen die verschiedenen Eliteheere gegeneinander, verschonen aber die Zivilbevölkerung und halten den Krieg insgesamt geheim vor ihr. Er dient zur Wahrung des Status Quo. Hitana ist Anführerin eines dieser Eliteheere. - Shima ist eine alte, beste Freundin Hitanas.
Besagtes Netz bezeichnet erstens das Merkmal der Lebensgöttin, Arashi, zweitens die Flüsse, die ganz Dekaro wie ein Netz durchziehen.
Jemandem etwas werfen ist eine Art Opferung. Normalerweise eine Ehrung der Toten. Redewendung eben.
Die Anspielung mit den Schmetterlingen geht auf das Bestattungsritual der Dekari zurück. Die Toten werden auf brennenden Booten den Flüssen übergegeben. Auf ihnen ruht eine Kiste voller Schmetterlinge, die sich entweder öffnet und die Schmetterlinge entlässt, womit dem Toten ein sorgenfreies Dasein im Tod gegeben ist, oder aber verschlossen bleibt und die Schmetterlinge verbrennen lässt, womit man seine Sorgen mit in den Tod nimmt.
Das Netz blutrot
von Hitana Arashin Hajukan,
107te Arashin des Tales Arashko
Die ganzen Freunde fort gegangen mit dem Strom,
Bin ich nun hier, die Wahrheit meine Trauerschuld.
Ihr Blut, es tropft von meinen Händen voller Hohn,
Knie ich nun hier, steh da in falscher Fürstenhuld.
Sag, was ist dieser Frieden, in dem er verstarb?
Dem er sich opferte, Hakou, mein Liebster. Tot.
Sein Lächeln, Liebe, Seele, alles nun erstarb
In dunkler Nacht, verschwunden in dem Netz blutrot.
Sag, warum dieser Frieden, den hier jeder sucht?
In dessen Schlachten suchend Shima war. Jetzt tot!
Nun ihr Vertrauen ausgehaucht, alle verflucht
In letztem Zug, verbittert in dem Netz blutrot.
Sag, warum dieser Krieg, dem alle man sie warf?
Dem ich sie warf! In meiner Pflicht. Heut alle tot!
All ihre Träume ich verriet, mit Klinge scharf
Das Herz durchbohrt, verraten an das Netz blutrot.
Sag, warum der vertraute Krieg seit erstem Tag,
Und warum dieser falsche Frieden voller Tod?
So antworte mir, Arashi! Trotz aller Klag
Da spinnst du fort, versunken in dein Netz blutrot?
Sagt Fürstinnen, versprecht Ihr Euch den Frieden so?
Den Frieden, ja. Das Leben, nein! Der Schnitter tobt
In Euren Weben! Wütet stumm und still! Ja, so
Die Klinge teilt und schneidet Euer Netz blutrot!
Sag, Hitana, nun wirst du was tun, heut und jetzt?
Bedauern deine Torheit, klagen um den Tod?
Verzagend dich ergeben und du fliehst gehetzt
Und weinst hier still? Bezwungen durch das Netz blutrot?
Nein, Hitana. Du bleibst und kämpfst im leisen Krieg.
Um aller Frieden. Auch, wenn er, dein Schmetterling,
Wird brennen lichterloh, kämpfst stets du für den Sieg,
Der unerreichbar bleibt. Ein undurchbrochner Ring.
Und jetzt, so flieg, oh flieg hinfort, mein Schmetterling!
Und letztlich, gewissermaßen als Fanfic-Lyrik und Spottlied aus World of Warcraft und auf Silbermond. Für jeden Blutelfenhasser und ernsthaften Blutelfenspieler - Falls das rechtlich nicht in Ordnung geht, entferne ich es natürlich:
Silbermond
Während es im Norden kocht,
Während man überall malocht,
Während die Scherbenwelt zerbricht,
Während man um Länder ficht,
Während Kampf tobt überall,
Hört man hier nur einen Knall.
Denn Korken fliegen aus den Flaschen,
Und die Elfen spielen Elfen haschen,
Und wie Wasser sauft man Mana leer,
Oh, Silbermond macht nicht viel her.
Auf den Plätzen tummeln sie sich munter,
Drüber, hoch her geht’s, und drunter,
Während die Krieger sterben wie die Ratten,
Tun die Elfen nichts, als sich begatten.
In den Wäldern treiben sie es wie Tiere,
Dass jede Elfe ihr Häutchen rasch verliere,
Denn die Welt, sie drehte sich nicht mehr,
Wenn das Elfenvolk auf ihr nicht wär.
Und während man um Northrend streitet,
Während der Tod die Welt begleitet,
Während der Mahlstrom Schiffe schlingt,
Und man Trauer überall besingt,
Während man Festen feiert, wie sie fallen,
Während die Krieger saufen in den Hallen,
Während der Krieg die Welt beschattet,
Ja, wird in Silbermond sich rasch begattet.
Die Skrupel schmelzen schnell wie Eis,
Duldet man nun jegliches Geschmeiß,
Selbst die halb Toten dürfen wandeln,
Fehlt nur, dass wir mit ihnen bandeln!
Sind es die blauen Augen, die wir missen?
Weshalb werdn sie nicht zerrissen?
Diese Todesritter, voll Gram und Hass,
Sie quälen unsren Stolz aus Spaß,
Doch dulden wir dieses Getier,
Als wärn sie ein Lebenselixier.
Und während Seelen lauthals klagen,
Während Geißel und Legion uns plagen,
Während man sich heiser schreit,
Und kalter Zorn einzig verbleibt,
Während man sein Blut vergießt,
Während sich die Welt verdrießt,
Während das Leben grausam wird
Und alles seinen Klang verliert,
Während der eigne Körper stetig schwindet,
Und klaffende Wunden man verbindet,
Während die Welt so blutrot glänzt,
Glüht in Silbermond nur Dekadenz.
Der ganze alte Stolz verschwand,
Was zurückblieb ist nur Tand,
Mit dem man sich schmückt
Als wär die ganze Welt entzückt.
Goldne Säulen, rote Schleier,
Barden spieln auf ihrer Leier.
Und um die eigne Haut sich nur zu retten,
Würd man selbst mit Orks sich betten,
Verkauft man rasch die eigne Seele,
Damit sie niemand andres stehle.
Man überlegt ohne Vernunft,
Denkt nur an die eigne Zunft,
Der Stolz egal, solang man steht,
Das Volk egal, solang man lebt,
Das ist das neue Silbermond,
Das man heut als Sin’dorei bewohnt.
Weitere Gedichte werde ich irgendwann in den Thread her posten, so sie vorhanden sind.
Gruß,