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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kurzgeschichte Der Engel


Nightfarer
24.03.2009, 18:54
Hier bekommt ihr mal von mir eine Kurzgeschichte (vielleicht sogar noch kürzer als das), die schon etwas älter ist, ich aber trotzdem noch schön finde, obwohl es schon länger her ist das ich sie geschrieben habe. :D

Viel Spaß beim Lesen! Und Kritik ist natürlich erwünscht!

Der Engel

Ich hatte schon alle Hoffnungen verloren, um vielleicht normal leben zu können. Ich weinte und wollte schreien, doch kein Ton kam aus mir heraus. Ich lebte in meiner eigenen Hölle, in einer Hölle aus der ich nicht fliehen konnte. Es gab nichts womit ich ausbrechen hätte können, aus den Ketten der Gefangenschaft. Ich war einfach verdammt dazu für ewig gehänselt und verstoßen zu werden, doch dann kam er zu mir. Ich sah ihn. Erst meinte ich, dass ich träumte, doch dann war mir bewusst, er war wirklich da. Es war ein Wesen mit Flügel, mit weißen Flügeln, die für keinen außer für mich sichtbar waren. Jeder sah sie als Mädchen, doch ich war der Einzige, der die wirkliche Gestalt des Mädchens sah. Ich sah das es ein Engel war, vielleicht der Engel der Rettung, ich wüsste es nicht. Doch dann als sie gerade sie mich anlächelte, als sie die Klassenzimmertür betrat, war ich mir sicher. Es war der Engel der mich befreien wird. Der mich aus der Hölle schafft und den Himmel nahe bringen wird.
Die Glocke schrillte und die neue Schülerin, das Mädchen, der Engel, kam auf einmal zu mir und fragte mich, ob ich ihr nicht die Schule zeigen würde, erst jetzt wurde mir bewusst wie wunderschön mein Engel war. Ein Engel so wundervoll, als wäre er für einen König, nein, für einen Kaiser, nein, für einen Gott bestimmt worden. Das gerade dieser Engel, mein Engel sein sollte, wollte mir nicht einleuchten.
Ich zeigte ihr die Schule und irgendetwas schien mich zu beschützen. Schüler die mich hänselten, sahen mich neidisch an, ungläubig welches Bild sich da abspielte. Sie waren fast eingeschüchtert von der Gestalt des Mädchens.
Ich fühlte mich frei und geborgen, als hätte ich selbst schützende Flügel bekommen und so war es auch, doch meine waren schwarz, nicht weiß, wie die meines Engels. Nein ich wurde nicht zu einen solch' schönen Engel, wie das Mädchen. Ich würde zu einen schwarzen Engel, einen Engel der von Hass geprägt war. Mir kamen die Tränen, doch das Mädchen hielt mich fest, beschützte mich fast vor mir selbst. Ich spürte ihr seichten Flügel, wie sie mich umschlangen. Mich schützten, mich vor fremden Blicken bewahrten. Ich sah in die Augen des Mädchens, ihre blauen Augen, die voller Hoffnung waren.
Sie lächelte mich an und ich merkte wie sich meine Traurigkeit legte. Ich wollte etwas sagen, doch sie legte einen Finger auf meine Lippen und küsste mich, doch dann auf einmal hörte ich ein schrilles Geräusch, es wurde immer lauter und mein Engel rannte von mir fort, als hätte er auf einmal Angst.
Ich schlug meine Augen auf und sah in die Finsternis, da war ich wieder ihn meiner eigenen Hölle, ohne Engel, der mich beschützt, ohne sonst jemanden, der mich vor den Schatten des Bösen beschützen könnte, mit seinen weißen Flügel, die mir Geborgenheit und Stärke schenken könnten.
Ich war allein, doch irgendwie fühlte ich mich verändert. Die Gefühle die zuerst da waren, diese Traurigkeit, der Hass, die Wut, sie waren fort. Das der Engel fort war, stimmte nicht. Das spürte ich und es konnte man in der Realität erkennen. Die Schüler sahen mich nicht mehr abfällig an, sondern lächelten mir zu, als wäre ich jemand anderes geworden. Aber vielleicht sahen sie alle nur einen Engel neben mir stehen, der mich vor ihre Hänseleien beschützt. Ich fühlte mich neu, als hätte ich eine zweite Chance im Leben bekommen und dann spürte ich Lippen auf meinen Mund. Es waren die gleichen wie in meinen Traum, dass wusste ich, doch niemand war da, der mich geküsst haben könnte. Doch ich wusste es war mein Engel und ich hörte sogar eine leise Stimme die sagte: „Ich bin immer bei dir.”

Michi14
28.03.2009, 14:57
Ich find die Geschichte richtig gut.Sie ist richtig fließend geschrieben. Sie ist richrig packend und man möchte mehr davon lesen um zu wissen was danach passieren würde. Du hast echt Talent.
An deiner Stelle würde ich die Geschichte weiter schreiben, die ist so gut. Und es ist schade das man nicht mehr davon lesen kann.:)

Lis-indo
29.03.2009, 15:41
Hi,
habe deine KG gelesen und finde sie echt super.
Hier noch ein paar kleine Fehler, die mir aufgefallen sind.
vielleicht der Engel der Rettung, ich wüsste es nicht.
Doch dann als sie gerade sie mich anlächelte,...
Entweder fehlt da ein Komma, oder aber aber das erste "sie" ist zuviel.
Ich würde zu einen schwarzen Engel, einen Engel der von Hass geprägt war.
Das "würde" stört mich i.wie. Besser wäre es, wenn du schreiben würdest: "würde (...) werden", oder aber "wurde".
Ich schlug meine Augen auf und sah in die Finsternis, da war ich wieder ihn meiner eigenen Hölle, ....
Bei dem ersten Komma würde ich ein Punkt setzen, denn es hebt den Satz dann besser hervor und der restliche Satz wirkt nicht mehr so lang.
Das spürte ich und es konnte man in der Realität erkennen.
"man konnte es".

Deine KG liest sich sehr flüssig und auch die Story finde ich schön, vor allem auch, wie du die Situation beschreibst. Man kann mit der Hauptperson richtig gut mitfühlen und wird von seiner GEschichte berührt.
Echt schade, dass es nicht weitergeht (hätte gerne noch mehr gelesen), aber gerade durch die Kürze (finde ich) wird die Geschichte richtig gut und bringt es auf den Punkt.
Ich frage mich nur, warum er so gehänselt wird und warum alle auf der Schule abfällig auf ihn hinab blicken.

Nightfarer
29.03.2009, 19:25
Ist schon wenn es den Leuten gefällt. :D Und danke für die Kritik. Da werde ich ja fast rot. :D

@Lis-indo: Ja, die Rechtschreibung ich stehe mit der ein bisschen auf Kriegsfuß, aber danke das du mir die Fehler gezeigt hat, wird sofort verbessert.

Silaëna
30.03.2009, 18:38
Hallo Nightfarer

Deine Geschichte gefällt mir gut - sie gibt Hoffnung. Die Veränderung durch die Anwesenheit des Engels beschreibst du sehr schön, ich kann die freundlichere Atmosphäre richtiggehend spüren.

Ja, die Rechtschreibung ich stehe mit der ein bisschen auf Kriegsfuß, ...

Wenn du das gerade so schön ansprichst... ;)
Auch ich habe noch einige Fehler gefunden, oft sind es Komma-, Fall- , aber auch Flüchtigkeits-/Tippfehler. Ich hoffe, du findest nicht, dass ich zu sehr ins Detail gehe, sonst musst du dich wehren...*ja*:D

In einer Hölle, aus der ich nicht fliehen konnte.

Es gab nichts womit ich ausbrechen hätte können, aus den Ketten der Gefangenschaft.

Der Satz hört sich für mich etwas seltsam an, ich würde ihn umstellen: "Es gab nichts, womit ich aus den Ketten der Gefangenschaft hätte ausbrechen können."
Auf jeden Fall kommt nach "nichts" ein Komma und wenn du den Satz so stehen lassen willst, solltest du auch "ausbrechen hätte können" in "hätte ausbrechen können" ändern, das hört sich (jedenfalls in meinen Ohren:D) logischer an.

Ich war einfach verdammt dazu, für ewig gehänselt

Es war ein Wesen mit Flügeln,

Jeder sah sie als Mädchen, doch ich war der Einzige, der die wirkliche Gestalt des Mädchens sah.

Das Mädchen ist doppelt - das zweite Mal nur "ihre wirkliche Gestalt".

Ich sah, dass es ein Engel war, vielleicht der Engel der Rettung, ich wusste es nicht.

Doch dann, als sie gerade sie mich anlächelte,

Wie Lis-indo schon erwähnt hat, ist da noch ein "sie" zuviel.

als sie die Klassenzimmertür betrat,

Kann man eine Klassenzimmertür betreten?X.X Vielleicht einfach "Klassenzimmer"?

Es war der Engel, der mich befreien wird.

"befreien würde"

den Himmel nahe bringen wird.

Meinst du damit wirklich, dass der Himmel in die Nähe rückt? Oder dass der Ich-Erzähler dem Himmel näher kommt? Dann müsstest du "mir den Himmel nahe bringen" oder "mich dem Himmel nahe bringen" schreiben - je nach dem, was du sagen möchtest.

...ob ich ihr nicht die Schule zeigen würde, erst jetzt wurde mir bewusst wie wunderschön mein Engel war.

Nach "würde" würde ich einen Punkt machen, das betont die Schönheit des Engels mehr, als wenn du sie noch so beiläufig nach einem Komma erwähnst. Ausserdem gehören die Sätze nicht wirklich zusammen, du bringst einen neuen Gedanken ein.

Dass gerade dieser Engel, mein Engel sein sollte

Nach dem ersten "Engel" kommt kein Komma.

Schüler, die mich hänselten

ungläubig, welches Bild sich da abspielte

Kann ein Bild sich abspielen?X.X Vielleicht eine Szene?

Nein, ich wurde nicht zu einem solch' schönen Engel, wie das Mädchen.

Nach "Engel" kein Komma, da du danach kein Verb mehr hast.

Ich wurde zu einem schwarzen Engel, einem Engel, der von Hass geprägt war.

Ich spürte ihre seichten Flügel

Können Flügel seicht sein?X.X Vielleicht sanft?

doch sie legte einen Finger auf meine Lippen und küsste mich, doch dann auf einmal hörte ich ein schrilles Geräusch

Ich würde die Sätze trennen - du lässt den Leser den Kuss nicht geniessen, keinen Augenblick lang, da du danach sofort weitereilst (wirkt etwas atemlos, gehetzt). Den folgenden Satz musst du dann nicht mit "doch dann auf einmal" beginnen, sondern kannst einfach "auf einmal" schreiben - sonst benutzt du unnötige Füllwörter.

ohne Engel, der mich beschützte

...vor den Schatten des Bösen beschützen könnte, mit seinen weißen Flügel, die mir Geborgenheit und Stärke schenken könnten

"beschützen konnte", "Flügeln", "schenken konnten" oder nur "schenkten".

Die Gefühle, die zuerst da waren

Dass der Engel fort war

der mich vor ihren Hänseleien beschützte

Doch ich wusste, es war mein Engel

Oje, eigentlich hatte ich nicht beabsichtigt, so sehr ins Detail zu gehen, aber die Fehler - besonders Kommafehler - stechen mir immer so unangenehm ins Auge, sodass ich nicht anders kann, als sie zu verbessern...
Und gegen das Ende hin ist es auch besser geworden mit den Fehlern, wahrscheinlich hattest du dich dann etwas "eingeschrieben"*grins*

Insgesamt gefällt mir deine Geschichte wirklich gut, ich glaube, es ist dir gelungen, die Gefühle und die Atmosphäre rüberzubringen. *ja*

Silaëna

Nightfarer
30.03.2009, 19:57
:eek::eek::eek: OH MEIN GOTT!!! Hab ich echt so viele Fehler übersehen!

@Silaëna: Also danke für die Kritik und danke für die Fehleraufdeckung. Also man darf da ruhig ins Detail gehen, macht mir nichts aus, bloß mein Umkreis erkennt die Fehler selten und ich noch weniger.

Lis-indo
30.03.2009, 20:03
Joa, die habe ich nicht erwähnt, weil ich nicht zu kleinlich werden wollte. Viele stört das leider.
Daher habe ich nur die Fehler rausgepickt, die mir sofort ins Auge gefallen sind und die mich i,wie beim Lesen gestört haben. Meistens bemerkt man die Fehler selbst nicht, die man macht, wie ich auch bei mir sehe...*grummel* leider.

Silaëna
31.03.2009, 18:27
Bei meinen Texten geht es mir leider auch so... nur bei andern sehe ich die Fehler sofort. Ausser ich lege die Geschichten etwa 2 Monate weg... und dann kommt immer der grosse Schock... *mph*

Joa, die habe ich nicht erwähnt, weil ich nicht zu kleinlich werden wollte. Viele stört das leider.

Ja, ich habe zuerst auch befürchtet, dass ich zu sehr ins Detail gehe... nicht nur bei dieser Geschichte, sondern auch bei anderen Texten von Forumsmitgliedern. Deshalb ist dies auch das erste Mal, dass ich eine Kritik schreibe und auf Fehler aufmerksam mache...

@ Nightfarer: danke, ich bin froh, dass du die Kritik gut verträgst... hatte fast ein wenig Angst;):p

Bassel1996
05.04.2009, 15:49
Eine spannende Geschichte.Ich würde gern mehr lesen.Bei dieser Kurzgeschichte will man sofort weiter lesen oder malt sich das Ende in den Gedanken aus.

Melly
13.04.2009, 17:15
Wirklich eine sehr sehr gute Geschichte. Liest sich flüssig und macht Hoffnung.

Hab nichts zu bemängeln einfach klasse!