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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Blutmusik (Greg Bear)


Zack
04.04.2009, 11:48
Hallo zusammen,

schon länger wollte ich mal "Blutmusik" von Greg Bear lesen. Wenn man sich für Dystopie interessiert, fällt der Titel irgendwie öfter mal ... und als ich im März entdeckt habe, dass der Roman bei Heyne neu erschienen ist, hab ich mir mal ein Reziexemplar geholt und war wirklich begeistert!

Ich habe schon lang nichts mehr so Kreatives gelesen. Größtenteils korrekte, wissenschaftliche Hintergründe, sehr gute Recherchearbeit - und das ganze mit eigenen Ideen erweitert. Was mit Biologie beginnt, entwickelt sich über philosophische Fragen hin zur Quantenphysik. Total interessant fand ich dabei das Lesegefühl: die ersten 150 Seiten dachte ich mir, cool dargestellt, gute Idee, irgendwie beklemmend - dann kommt ein Bruch, fast schon ein Schock und dann wird es echt schrecklich - fast schon Horror. Das relativiert sich dann wieder etwas und mündet in eine phantastische Reise.

Mehr in der Rezension zu Blutmusik (http://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&view=article&id=1122:blutmusik&catid=64:science-fiction&Itemid=103) :) ...

Habs in der Rezi erwähnt, aber hier nochmal ausdrücklich: Man MUSS sich mit dem Glossar beschäftigen, wenn man mit den Begriffen nichts anfangen kann, sonst bleibt einfach zu viel auf der Strecke und man kann den Roman gar nicht richtig genießen, wenn ständig ein Fragezeichen im Kopf herumschwirrt!

Grüße

- Zack

sindar
02.06.2009, 15:18
Habe es mir mal zugelegt. Ich bin Naturwissenschaftler (Chemiker, genauer gesagt) und bin daher einigermassen zurandegekommen. Ich habe keine Ahnung, wie sich das Glossar fuer einen Laien liest, aber mir kommt es SEHR knapp vor - wird man als Nicht-Naturwissenschaftler schlau daraus?

Das Buch ist der HAMMER! :eek: Ich bin echt dran festgeklebt. Voellig abgedreht und trotzdem beklemmend wirklichkeitsnah (angesehen von der Physik-Theorie am Ende). Es wird noch beeindruckender, wenn man bedenkt, dass "Blutmusik" 1983 und 1984 entstanden ist - lange bevor sich die Bioinformatik als Wissenschaftszweig ueberhaupt etabliert hatte.

Im Wesentlichen gehe ich mit der oben verlinkten Rezi konform - ausser dass ich die Idee, dass unsere Vorstellungen Einfluss auf die Naturgesetze haben, fuer absurd halte. Schoen ist sie trotzdem - und ermoeglicht ein wunderschoenes Ende des Buches, daher passt sie wunderbar hinein.

ACHTUNG: Das Buch ist nichts fuer schwache Nerven! Obwohl es nur eine Leiche gibt, ist die Bezeichnung "Horror" fuer manche Teile des Buches (das dritte Viertel etwa) durchaus zutreffend. Wer mit zwischenzeitlich beklemmenden Ideen aber kein Problem hat, wird das Buch sicherlich geniessen. Insbesondere weil es sich am Ende sehr schoen aufloest *ja*.

Allanon
02.06.2009, 16:36
Greg Bear - Blutmusik

Nicht ganz mein Genre, aber es hört sich spannend an.

Zack
06.11.2009, 20:23
@sindar: Mhm, Antwort erst jetzt gesehen, sorry! :)

"ausser dass ich die Idee, dass unsere Vorstellungen Einfluss auf die Naturgesetze haben, fuer absurd halte"

Hab grad überlegt, wo ich das in der Rezi geschrieben habe! :rolleyes:

Ich finde die Idee persönlich auch zu abgedreht - aber im Kontext des Romans wird sie konsequent umgesetzt, was mir seeeehr gefallen hat. Vor allem gegen Ende wird es stark phantastisch, womit ich keine Probleme habe. Im Gegenteil.

Was man von den Theorien im Buch hält, ist jedem selbst überlassen. Abgedreht sind sie, aber durch die konsequente Umsetzung toll zu lesen :)

@Glossar: Er ist nicht superausführlich, aber ich meine, wenn man grundsätzliches Interesse an Naturwissenschaften hat, reicht er wohl aus. Die, die kein prinzipielles Interesse haben, werden wohl eher nicht zu diesem Roman greifen *denk* ...

Rusch
09.11.2009, 14:46
Interessantes, aber auch verstörendes Buch. Sicherlich ein Klassiker der SF Literatur.

sindar
09.11.2009, 19:00
@Zack: Da habe ich wohl deine Rezi mit irgendwas verwechselt, 'tschuldige! :) Ich hatte was im Kopf, dass "nur in der Wirklichkeit machbare Dinge" vorkaemen, das steht aber nicht in deiner Rezi. War das im Vorwort? *gruebel*

Sehr merkwuerdig: Irgendwie ist mir gar nicht danach, es mir nochmal durchzulesen. Wieso das? X.X

Zack
10.11.2009, 13:22
@Zack: Da habe ich wohl deine Rezi mit irgendwas verwechselt, 'tschuldige! :) Ich hatte was im Kopf, dass "nur in der Wirklichkeit machbare Dinge" vorkaemen, das steht aber nicht in deiner Rezi. War das im Vorwort? *gruebel*

Sehr merkwuerdig: Irgendwie ist mir gar nicht danach, es mir nochmal durchzulesen. Wieso das? X.X

@Rezi: Macht nix :D ...

Kann sein, dass das in diesem Vorwort so steht, aber ich würd nicht drauf schwören. Und ich hab auch keine Lust, das Vorwort nochmal zu lesen *grins* - so toll war's nicht. Ich mag außerdem diesen Vorwort-Kram nicht so sehr, weil die einem manchmal schon versuchen, die Richtung der Interpretation "aufzuzwingen" ...

xenia22
18.11.2009, 18:47
r, weil die einem manchmal schon versuchen, die Richtung der Interpretation "aufzuzwingen" ...

Genau aus diesem Grund lese ich das Vorwort nie!Wenn es wichtig ist, sollte es im Haupttext sein.