Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie muß ein guter Fantasyfilm sein ???
Ich finde es gut, dass zur Zeit das Genre Fantasy immer größeren Platz in der Filmwelt einnimmt. In letzter Zeit sprudelte es nur so von Fantasyfilmen (Das Labyrint des Faun, Eragon, Brücke nach Terabithia, Die schwerter des Königs, Der Sternenwanderer und und und) . Nur waren sie alle gut? Nein, ich denke nicht. Egal ob Eragon oder Die Schwerter des Königs. Viele fanden auch "Der goldene Kompass" nicht gut (ich schon). Aber was zeichnet einen guten Fantasyfilm aus? Starbesetzung alleine reicht schon lange nicht mehr. Woran liegt es, dass viele Filme nicht das Potezial haben ein "Blockbuster" zu werden? An den Buch vorlagen kann es nicht liegen. Ist es die Zeit? Kann man ein Buch einfach nicht in 120 Minuten Film packen?
Und warum vergleicht man eigentlich jeden Fantasyfilm mit HDR?
Für mich sind gute Schauspieler wichtig. Was nicht heißen soll das es unbedingt bekannte Schauspieler sein müßen.
Sie müßen einfach einen guten Job machen. Sie müßen ihre Rolle überzeugend rüber bringen.
Das Speceleffectpaket muß sehr gut sein. Mit Makeup.- und Computeranimierteneffekten steht und fällt ein Film.
Die Handlung sollte, wenn es ein Buch als vorlage hat nicht zu weit abweichen.
Und ich liebe große Schlachten...:D
Hach ja... eben schon fast die sehr lange Antwort abgeschickt, da habe ich mich entschlossen das Fenster zu schließen. Die Kurzfassung:
- Gute Handlung ( besonders auch wenn das Buch eine geniale Handlung hat, wie in meisten Fällen ) und dafür evtl. weniger Action.
Daran scheitern in letzter Zeit doch alle Fantasyfilme?
- Nicht zu sporadisch mit den phantastischen Momenten/Charakteren umgehen :D
Bigfish z.B. hats richtig gemacht ^^
- Genug Spielzeit. Der Goldene Kompass hatte meiner Meinung nach z.B. zu wenig gehabt und einige Charakter kamen deswegen nicht gut zum Vorschein.
Das wars wohl.
Am wichtigsten für mich ist, dass der Film mich bewegt. Pan hat das, Terabithia hat das, Sternwanderer hat es nicht.
Und nein, Herr der Ringe ist für mich nicht das Maß aller Dinge, was allerdings nichts daran ändert, das Peter Jackson ein sehr, sehr guter Regisseur ist.
Ich mag Geschichten, die gegen den Strich gestrickt sind, ohne typische gut/böse Schemata und Elfchen/Trollchen Stereotypen.
Ich denke, für mich macht ein guter Fantasy Film das aus, was für andere Filme genauso gilt.
Er muss nachvollziehbare Charaktere mit Tiefgang haben und eine schlüssige Handlung.
Kein Fantasy Film packt mich, wenn die Schauspieler schlecht sind, da können noch so viele Special Effects vorkommen.
Und Herr der Ringe hat vieles von dem umgesetzt, was ich mir unter einem richtig guten Fantasy Film vorstelle.
Die Chroniken von Narnia fand ich z.B. mehr als bescheiden, die Schauspieler gingen mir auf den Keks, die Effekte fand ich schlecht und die Handlung hat mich noch mehr genervt.
Wie schon mehrmals angesprochen, sind gute, am liebsten charismatische Schauspieler wichtig. Ich muss dem Schauspieler seine Rolle abkaufen können, ansonsten hilft auch das beste Kostüm nichts und der Schauspieler sieht aus wie zum Karneval in beispielsweise ein Kettenhemd gesteckt.
Wichtig ist auch die Stimmung, hierfür ist die Umgebung sehr wichtig. Und hier ist Herr der Ringe das Maß der Dinge für mich; die tollen Aufnahmen macht dem Film meiner Meinung nach bis jetzt keiner nach. Ich gerate immer wieder aufs Neue ins Schwärmen, wenn ich an die Umsetzung der Ebenen von Rohan, Minas Tirith oder an die Kameraflüge über die Streitmacht vor der Stadt denke. Sowas schockt einfach :D Diese Einstellungen verleihen dem Film auch etwas Episches, das Fantasyfilmen gut zu Gesicht steht.
Naja, dass die Handlung interessant sein soll, versteht sich ja von selber. Schön finde ich zum Beispiel mehrere Erzählstränge wie bei "Herr der Ringe".
Also zumindest für mich ist es nachvollziehbar, dass dieser Film das Maß aller Dinge auf diesem Sektor ist, wenn man denn Vergleiche mit anderen Filmen anstellen will, was ja manchmal überhaupt keinen Sinn macht, weil die Plots einfach komplett anders gestrickt sind und ganz andere Prioritäten bei der Umsetzung zur Folge haben. Aber das ist wohl eher ein generelles Problem, wenn man Bücher, Filme etc. vergleichen will.
Vor allem muß für mich die Handlung eines Filmes schlüssig sein. Sie muss in sich Sinn ergeben. Das hat die Schwerter des Königs zum Beispiel nicht geschafft. Man muss einfach die Entscheidungen der Charaktere nachvollziehen können... und zwar aller Charaktere, auch wenn sie die Antagonisten sind. Die Dialoge, als Teil der Handlung, müssen natürlich ebenfalls passen.
Dann ist es wichtig, dass man eine emotionale Bindung zu den Charakteren aufbauen kann. Man muss sich für ihre Schwierigkeiten interessieren, ihnen gutes (oder schlechtes) wünschen und einfach mitfiebern. Dabei natürlich so, dass einem im Idealfall die vom Film gewünschten Seite gefällt. Wenn man einem der Hauptcharakter, der Protagonist, derart auf die Nerven geht, dass man sich wünscht, dass ihm die Gegenseite möglichst bald den Schädel einschlägt, dann haben die Produzenten des Filmes irgendetwas falsch gemacht. Das bedeutet natürlich nicht, dass es eine strikte gut/böse-Einteilung geben muss (ich finde es ohne sogar deutlich besser). Aber wenn man letztendlich die Motivation der Charaktere aller Seiten nachvollziehen kann ist es oft deutlich spannender.
Für die emotionale Bindung zu den Charakteren und der Handlung ist es oft wichtig sich dementsprechend Zeit zu lassen, um Welt und Charaktere zu erklären. Natürlich ist es schwierig dies für alle Zuschauer gleichermaßen hinzubekommen. Was den einen vielleicht an Eigenschaften und Geschehen emotional berührt, lässt einen anderen vollkommen kalt oder nervt sogar.
Die Schauspieler sollten natürlich gut sein und ihre Rolle so spielen können wie es vorgesehen ist und einfach dazu passen.
Comic relief an den richtigen Stellen. Viele mögen es für geradezu abwegig halten zum Beispiel in eine Story um einen großen Krieg Humor einzubauen. Aber häufig scheint es nötig zu sein, um ein wenig Entspannung einzubauen, sonst kann es irgendwann vorkommen, dass die Zuschauer an den falschen Stellen lachen. Auch wenn viele nicht besonders gerne sahen was man mit Gimli im Herrn der Ringe gemacht haben, fand ich eine Prise Humor in den Filmen doch angebracht. Und es gibt eine Reihe von Serien und Filmen, die ernste Geschichten auf beeindruckende Weise mit Humor verbinden.
Spezialeffekte, Set-Design, Kostüme. Alles muß zueinander passen. Vor allem aber muß sich zusammen mit der Handlung und mit den schauspielerischen Fähigkeiten eine glaubhafte Welt ergeben. Filme, die das Genre durchgehend veralbern, können zwar auch nett sein. Aber für mich gehört zu einem guten Fantasyfilm (zu einem guten Film allgemein) eben, dass die Welt in sich glaubhaft ist und man sich beim Schauen darin verlieren kann.
Und dann Soundtrack. Im Idealfall schafft es ein Soundtrack die Bilder und Emotionen des Filmes zu unterstützen und weiter zu erklären.
Ich glaube zum Beispiel ohne den genialen Soundtrack bei 'Conan der Barbar' hätte ich den Film nur halb so gut gefunden. Hilfreich ist ansonsten, dass die Welt an sich stimmig wirkt und dass trotz (oder vielleicht auch wegen) Schwarzeneggers nur mäßiger schauspielerischer Fähigkeiten. Soundtrack, Welt, Kostüme und Set-Design helfen hier sogar über eine Story mit einigen Schwächen hinweg (Conan spricht im gesamten Film nur 5 Worte zu Valeria). Ich denke auch die unglaublich langen Szenen bei der Einführung, die zeigen wer Conan ist, helfen.
Ansonsten denke ich, dass man mittlerweile gerne mit Herr der Ringe vergleicht, weil die Filme es schaffen über einen langen Zeitraum hinweg die Spannung zu halten (selbst wenn man die Bücher kennt) und weil Spezialeffekte und das gesamte Visuelle einfach überragend sind. Die ganzen Dokus auf den Special Extended DVDs geben einen schönen Einblick wieviel Gedanken und Mühe man sich mit den abertausenden von Details gemacht hat. Einziger Schwachpunkt für mich war das Ende... aber vielleicht war ich damals im Kino auch einfach am Ende. Ich hab' mir nämlich das triple feature angetan und irgendwann ist man einfach nicht mehr wirklich aufnahmefähig. Mein Eindruck war jedenfalls, dass das Ende etwas zu lang war. (Aber nicht so schlimm wie beim Film "A.I. - Künstliche Intelligenz". Das Ende hätte wirklich zum Barbier gemusst.)
Hmmm... Bei Literaturverfilmungen hilft es natürlich, nicht zu weit von der Vorlage abzuweichen, damit die Fans beruhigt sind. Obwohl die natürlich immer was zum Meckern finden, wenn sie es darauf anlegen.
(Und ich glaube mit dem Posting habe ich mir ein paar Einzeiler in anderen Themen verdient. :) )
Dr. Borstel
08.02.2008, 12:09
Ich glaube, die meisten Fantasy-Filme werden deshalb mit Herr der Ringe verglichen, weil dieser Fantasy-Boom noch relativ neu ist und es eigentlich bisher kaum wirklich gute Fantasy-Filme gab, insbesondere was epische Fantasy angeht. Der Herr der Ringe war da die große Ausnahme. Auch für mich ist die Reihe eigentlich das Nonplusultra des Fantasygenres, weil Peter Jackson es geschafft hat, die klasse Atmosphäre des Buches umzusetzen. Und ob da dann manches ein bisschen zu kurz kommt, fällt gar nicht mehr so ins Gewicht. Das funktioniert natürlich besonders gut im Kino, wo man zum Teil regelrecht überwältigt wurde von den SFX. Das ist bisher nur in sehr wenigen Filmen gelungen (zum Teil in Spiderman, obwohl ich eine persönliche Aversion gegen den hege, und in Batman Begins, also dem ein oder anderen Superhelden-Film, aber eben nicht in Filmen wie dem Goldenen Kompass oder Eragon). Also das "Feeling" macht's. Ein Buch fesselt von alleine, wenn die Handlung gut ist, aber im Film muss man da eben nachhelfen, sei es mit Effekten, grandiosen Landschaftsaufnahmen oder exzellenten Darstellern. Und der Herr der Ringe vereint all das, darum ist er für mich und viele andere eben das Meisterwerk des Fantasy-Genres.
ZanIzuNES
08.02.2008, 12:28
o.O
Schwierig, es gibt da so Bücher, die würde ich ungern verfilmt sehen, weil ein Teil der Handlung eine innere Entwickung einer Figur dargestellt durch Gedankengänge, enthält. Aber das ist etwas, das in Filmen grundsätzlich schwer darstellbar ist.
Aber zum Thema:
Für mich am wichtigsten, die angemessene Umsetzung der Handlung und Personen. Dann kommen die Special-Effects.
Bei einem Film können SFX mittelmäßig sein, wenn die Handlung gut an das Buch/die Vorlage rankommt - dann hat der Film meinen Segen. Da aber die meisten Fantasyfilme Vorlagen von epischen Ausmaßen haben, wird gekürzt. Und wenn wild gekürzt wird, geht es so wie bei Eragon gnadenlos in die Hose. Der erst Teil von "Die unendliche Geschichte" ist von den Effekten her sicher nichts Tolles, aber handlungsmäßig noch halbwegs nah am Original. Und mal ehrlich die Rennschnecke und der Steinbeißer hatten was für sich, oder?;)
Und das ist bei Fantasyfilmen irgendwie immer der Knackpunkt: Ein guter Fantasyfilm verstümmelt und verhunzt die Vorlage nicht, sondern ehrt das Werk. Ein guter Fantasyfilmemacher fragt die Fans, was ihnen an der Vorlage wichtig ist. Harry Potter wäre da ein gutes Beispiel (auch wenn ich die Filmumsetzung nicht mag, weil ich meinen eigenen Harry Potter gerne im Kopf behalten möchte :) )
Ich denke das ist mit ein Grund warum HDR so erfolgreich war und gerne als Maßstab herangezogen wird.
Mein zweiter Wunsch an einen guten Fantasyfilm sind hervorragende Special-Effects. Ein Monster muss monstermäßig aussehen, Magie muss magisch aussehen, ein Drache wie ein Drache, der dich wirklich fressen könnte ... usw. Da man inzwischen auf einem angemessenen Stand der Technik ist, kann ich doch als Kunde erwarten, dass genau daran bei einem Fantasyfilm nicht gespart wird. Dafür gebe ich gerne ein paar Euros mehr an der Kinokasse aus.
Alles übrige wurde von meinen Vorrednern schon gesagt.
Gruß ZanIz
Ollowain
08.02.2008, 14:34
Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen.
Ein guter Fantasyfilm braucht gescheite Darsteller, die nicht primär wegen ihrer Berühtheit, sondern wegen ihres Könnens und Passens auf ihre Rolle ausgewählt wurden. Nicht unbedingt einfach, da man es Millionen von Zuschauern recht zu machen versucht, aber nicht unmöglich.
Man muss in der Lage sein, der Geschichte folgen zu können, ohne sich überlegen zu müssen, warum was so und nicht so ist.
Hat man ein schon bestehendes Werk als Vorlage, sollte man sich an diese halten so weit es möglich ist, ohne Hintergrundwissen vorauszusetzen.
Die Animationen sollten auch zum Film beitragen, und nicht dazu da sein, die Besucher zu schocken.
Beim HDR war es ja möglich, Mittelerde und seine Bewohner überaus imposant und detaillgetreu darzustellen.
Bei Eragon hingegen hat man es nicht geschafft, einen Vulkankrater (der für die Handlung wichtig ist) zu basteln - nein, man musste dafür die Ra'zak, quasi als Ausgleich und "Kick", in wandelnde Madenhaufen verwandeln *nein*.
Außerdem ist es löblich, wenn ein Film die Stimmung auf die Zuschauer überträgt. Das passiert neben dem Visuellen (Kostüme, Landschaften, manchmal auch einzelne Räume) natürlich auch auditiv.
Kurzum: Man braucht gute, passende Musik. Ohne musikalische Unterlegung geht gar nichts, vor allem, wenn man Zuschauer wirklich berühren will.
Und warum man immer mit dem HDR vergleicht?
Weil er die ungeschlagen beste Verfilmung eines bekannten Fantasyromans ist, die sich finden lässt. ;)
Dornkirk
08.02.2008, 18:49
Ich finde bei einem Fantasy-Film kommt es vor allem auf die Special-Effects an, mehr als bei allen anderen Filmen. Und genau da ist der Wurm drin. Viele Regisseure neigen dazu es zu übertreiben wie zum Beispiel in den neuen Star Wars Film (ist zwar kein fantasy-film aber ein gutes Beispiel). Wenn man die Möglichkeit hat sollte man versuchen alles in Echt darzustellen. Computereffekte sollten nur dann zum Einsatz kommen wenn es nicht anders geht und hier macht Herr der Ringe fast alles Richtig. Maßstabgetreue Nachbauten, echte Sets tolle Kostüme. Bei Star Wars 1-3 zb habe ich nicht das Gefühl eine echte Welt zu sehen bei Teil 4-6 allerdings schon. Herr der Ringe wirkt immer echt und lebendig nur Gollum stört. So wie sie den dargestellt haben wäre es mir lieber sie hätten ihn gleich weggelassen.
John Doe
08.02.2008, 19:23
Gollum war zu seiner Zeit (und ich glaube sogar, jetzt auch noch) die am realistischsten dargestellte Computerfigur aller Zeiten.
Viele Regisseure neigen dazu es zu übertreiben wie zum Beispiel in den neuen Star Wars Film (ist zwar kein fantasy-film aber ein gutes Beispiel).
Ich würde sogar behaupten, Star Wars ist ein reiner Fantasyfilm und hat mit Science Fiction überhaupt nichts zu tun, aber das ist natürlich Ansichtssache, über die Star Wars - Fans wohl heute noch streiten;-)
Fantasy- und Science Fiction-Filme kommen heutzutage natürlich nicht mehr ohne special effects aus. Wenn man die Möglichkeiten hat, warum sollte man sie nicht nutzen? Übertrieben wird es allerdings, wie du schon angedeutet hast, wenn sogar die Umgebung größtenteils aus blue screens besteht, wie es bei den neuen Star Wars - Filmen war. Der Herr der Ringe wurde da schon fantasievoller realisiert, die abwechslungsreiche Landschaft Ozeaniens wurde überall, wo es nur möglich war, ausgiebig miteinbezogen.
George Lucas bewies schon mehr Kreativität, als er "Willow" (mein absoluter Lieblingsfantasyfilm:-) und die alte Sternentrilogie auf die Leinwand brachte. Mit aus heutiger Sicht primitiven technischen Mitteln trotzdem glaubwürdige fremde Welten zu erschaffen, ist (oder besser gesagt war) eine Kunst für sich. Die Hobbitdarsteller werden am Computer künstlich verkleinert, früher stellte George Lucas einfach eine Riesentruppe aus kleinwüchsigen Laiendarstellern auf die Beine, um Willow zu drehen.
Dornkirk
08.02.2008, 21:05
Die Hobbitdarsteller werden am Computer künstlich verkleinert, früher stellte George Lucas einfach eine Riesentruppe aus kleinwüchsigen Laiendarstellern auf die Beine, um Willow zu drehen.
Das stimmt so nicht. Die Hobbitdarsteller wurden nicht mit dem Computer verkleinert sondern man verwendete einfach optische Tricks und besagte „Minidouble“. Die bewährten Methoden sind halt doch die besten. Jackson verwendet Computereffekte nur wenn es nötig ist und wenn sie passen. Wie hätte Helms klamm wohl ausgesehen wenn es komplett am Computer entstanden wäre? Sicher nicht so Eindrucksvoll wie die Maßstabsgetreue Nachbildung. Selbst die Ents sind nicht rein am Computer entstanden und auch Gollum wird eigentlich von einer realen Person gespielt. Die Technik ist zwar besser geworden aber noch immer nicht so gut, dass sie das Reale detailgetreu und vor allem lebendig nachstellen kann.
Außerdem:
Es wurden bestimmte Kameratricks benutzt, damit die Hobbits kleiner wirken bzw. die Anderen größer. Das ist keine Magie und kein Specialeffect, der per PC hergestellt wird, sondern eine Sache der Sichtweise und des Kamerawinkels.
Eigtl. hat Dornkirk schon alles erwähnt. Hinzuzufügen ist noch, dass sie nicht nur Kleinwüchsige für manch eine Szene benutzt haben, sondern Menschen, die an die 2,20m waren, die dann natürlich die anderen Schauspieler (Menschen) ersetzen sollten.
Alles was man in HDR sieht, seien es die fantasitschen Monster (Troll), Gebäude (Sarumans Turm), Städte (Minas Tirith) usw. wurde im Prinzip alles vorher per Hand modelliert und dann mit einem speziellen Laser gescannt, damit es im Nachhinein auf PC editiert werden konnte. Und das finde ich halt so gut daran. Denn das Gezeigte ist so gesehen tatsächlich vorhanden, nur in einem weitaus kleinerem Maßstab. Wenn tatsächlich alles ausschließlich einfach so per PC gemacht worden wäre, würden viele Sachen keine Tiefe, keine Detailliebe, geschweige denn Atmosphöre haben.
Zum Thema Gollum. Alle Aktionen werden vom Schauspieler Andy Serkis gemacht, der seinen Job übrigens mehr als fabelhaft ausgeübt hat. Jedes Mal, wenn "Gollum" schleicht, Sam anspringt oder einen Fisch isst, so hat es Andy gemacht. Die Bewegungen wirken also authentisch, weil sie echt sind. Sogar einige Gesichtszüge wurden vom Schauspieler übernommen :p
RickyLee
09.02.2008, 15:00
Wie muss ein guter Fantasyfilm sein?
Gute Frage. Ich bin ja der Ansicht, generell sollte diese Frage unbeantwortet bleiben, denn wenn man Fantasy zu sehr definiert, wird sie uninteressant.
Beispiel?
Nun: Ritter trifft wunderhübsches Mädchen, Mädchen wird entführt von bösem Drachen, Ritter muss Drachen töten, Happy End.
Was muss ein guter Fantasyfilm also haben? Neue Ideen, Innovation, er muss auch neue Wege beschreiten können, selbst wenn er dann nicht mehr dem "Fantasy-Genre" oder einem Fantasyklischee entspricht - nein, eher: Gerade dann!
Was muss ein guter Fantasyfilm also haben?
Fantasie :)
Für mich sind Fantasyfilme leider die Sparte Filme, bei denen es am wenigsten gut gemachte gibt.
Ich habe eine recht umfangreiche DVD-Sammlung von einigen hundert Filmen - also fast alle die ich je für gut befunden habe - und die ist nach Sparten sortiert. Und wenn ich da auf die Abteilung Fantasy blicke, schaut es eher mau aus. HdR selbstversändlich, die zwei Conan-Filme, Willow, Feuer und Eis, Red Sonja (eher aus Nostalgiegründen :D), Dragonheart ... und das war's dann schon.
Fast alles was sonst noch so produziert wurde waren entweder die B-Movies im Fahrwasser von Conan anfang der 80er oder die Filme der letzten Jahre, die sich meiner Meinung nach aber eher an Harry Potter orientieren denn an HdR. Was ich auch verstehe, denn HdR als Maßstab setzen kann nur in die Hose gehen.
Und das ist auch das Problem: die neueren Fantasyfilme sind alle viel zu "kindgerecht". Das sind eher Märchen als Fantasyfilme im klassischen Sinn.
Viel zu bunt und zuckerlsüß ;)
Ich möchte mal wieder einen richtig rauhen, derben Fantasyfilm sehen der in einer brutalen, erbarmungslosen Welt spielt. Conan, mit größerem Budget und besseren Schauspielern halt ;)
Z.B. Hohlbein's Enwor-Saga fände ich eine guten Stoff für mehrere Filme oder auch die Dray Prescot-Serie.
Ein guter Fantasyfilm muss einfach die Welt in der er spielt glaubhaft rüberbringen können. D.h. die Ausstattung ist extrem wichtig, die Spezialeffekte insbesondere bei nichtmenschlichen Wesen und Zaubern und eine Story, die nicht so furchtbar klischeebeladen ist wie bei vielen Filmen.
Aber ich erwarte mir in dieser Richtung nicht mehr viel, denn HdR kann sowieso nicht mehr überboten werden *teufel*
John Doe
09.02.2008, 16:14
Selbst die Ents sind nicht rein am Computer entstanden und auch Gollum wird eigentlich von einer realen Person gespielt. Die Technik ist zwar besser geworden aber noch immer nicht so gut, dass sie das Reale detailgetreu und vor allem lebendig nachstellen kann.
Serkins liefert das Drahtgittermodell für die Computergrafiker und ist dadurch für die lebensechte Animation Gollums wirklich ein wichtiger Darsteller. Alle Texturen wurden jedoch rein digital erstellt, somit ist Gollum durchaus ein special effect. Denn nur viele, einzelne Punkte an Serkins` Ganzkörperanzug sind "zum Anfassen echt".
Aber ich erwarte mir in dieser Richtung nicht mehr viel, denn HdR kann sowieso nicht mehr überboten werden
Ich warte immer noch auf die beiden Hobbit - Filme;-)
Aber ich erwarte mir in dieser Richtung nicht mehr viel, denn HdR kann sowieso nicht mehr überboten werden *teufel*
Hm, weiß nicht, also ein paar Dialoge find ich schon etwas überzogen... besonders die oberschlauen Kommtentare, die Orlando Bloom aka Legolas so von sich gibt. *lol*
Aber stimmt schon, bis ein Fantasyfilm draußen ist, der HdR in Kameraführung, Special Effects, Storyline und Musik, überhaupt in der gesamten Umsetzung überbieten kann, wird wohl noch ein Weilchen vergehen... :)
Bin ja mal gespannt wie Krabat so wird.
Dass HdR immer wieder (zu meinem Unverständnis) als Vergleich für andere Werke herangezogen wird, liegt meiner Meinung nach daran, dass die HdR-Filme genauso wie das Buch einen Meilenstein im Fantasy-Genre gesetzt haben. Es gab sowohl in der Literatur als auch im Film vorher schon etliche Fantasy-Werke, nur eben keine, die den Ansprüchen, die man heute stellt gerecht werden.
Meist war die Sprache recht schwer verständlich (z.B. in der Edda), die Welt zu nah an der echten oder es fehlte einfach eine ergreifende Story, die den Leser/Zuschauer in seinen Bann zieht und auch im Nachhinein noch zum Nachdenken und zu Diskussionen anregt.
Bei der Umsetzung eines guten Fantasy-Buchs sind mMn vor allem eine angemessene Umsetzung der Vorlage (d.h. keine wesentlichen Geschehnisse umdichten, rausschneiden oder komplett neu erfinden), Einsatz modernen Computergrafik zur Umsetzung von Fantasiegestalten/Effekten und ein dazu passender Soundtrack sehr wichtig. Insbesondere beim Soundtrack bin ich der Meinung, dass er bis zu 50% des Erfolgs eines Films ausmacht. Mir geht es normalerweise so, dass wenn mir ein Film gut gefällt, mir auch der dazugehörige Soundtrack zusagt. Andersherum gibt es aber auch ein paar Soundtracks, die mir gefallen, der Film dazu aber nicht.
Dragontear
29.02.2008, 22:10
Bei einem guten Fantasyfilm muss einfach (wie bei jedem anderen Film auch) einfach alles zusammenpassen! Die Schauspieler müssen authentisch sein und ihre Sache gut machen, sie müssen die Rolle überzeugend spielen können. Dann muss der Film auch die richtige Stimmung rüberbringen können! Auch die Musik muss passen zu den Szenen! Ein guter Fantasyfilm muss mich einfach in seine Welt hineinziehen und dort "gefangen" halten (blöde Formulierung, aber mir fällt jetzt nichts passenderes ein)!
Ich finde die Geschichte muss zwar anschpruchsvoll, aber nicht zu kompliziert sein, damit man auch noch durchblickt. Die Schauspieler müssen richtig in der rolle drinnen sein. Und die Lanschaft und Kolisse muss etwas her machen. Und auch die Filmmusik muss eingänig und zum Film passen.
Ich liebe ja Schlachtszenen in Büchern und genauso in Filmen. Bei einem guten Fantasy-Film ist das genauso. Die Schlachten sollten aber nicht zu brutal sein, sonst ist der Film erst ab 18.
Die Schauspieler müssen überzeugend sein. Zwar denken viele Filmemacher, das bekannte Schauspieler das am besten können, aber das kann bei einigen Charakteren besonders ins Auge gehen, wenn der Schauspieler eine ungewohnte Rolle spielt. (z.B. Bruce Willis als verweichlichter Angsthase, der vor einem Zwerg weg rennt.)
Unbekannte Schauspieler können besser an den Charakter angepasst werden, wie ich finde. Sie sind überzeugender authentischer. Das soll jetzt nicht generell heißen, dass man unbekannte Schauspieler nehmen sollte.
Die Special-Effekte müssen auf jeden Fall gut sein. Das ist das einzigste, was an Herr der Ringe heran reichen sollte. Wenn sie sogar übertreffen, wär's auch nicht schlecht.
Die Handlung sollte wirklich gut sein, spannend und wenns eine Buch-Verfilmung ist, dann nahe am Buch.
SemSimkin
10.03.2008, 18:46
Ich liebe ja Schlachtszenen in Büchern und genauso in Filmen. Bei einem guten Fantasy-Film ist das genauso. Die Schlachten sollten aber nicht zu brutal sein, sonst ist der Film erst ab 18.
Naja ... ich wäre durchaus für einen sehr realistischen Film ... also entsprechend dem Kampf mit Stich- und Hiebwaffen durchaus extrem brutal. Wie gesagt, nicht um der Sache ansich willen, sondern weil es nunmal so sein würde. Total wichtig ist natürlich auch, dass die Schauspieler nicht in jeder zweiten Einstellung mit frisch gewaschenen Haaren auftauchen ... á la Hercules und dieser ganze Mist.
Suicide_Ride
12.03.2008, 00:23
Ganz einfach:
Spannend
Von den Schauspielern und der Kulisse glaubhaft dargestellt
Magieeffekte usw. überaschend und glaubhaft animiert per Computer.
Eine einfach zu verstehende aber interessante Story haben
so muß für mich ein Fantasyfilm sein!*cool*
Traeumerin
20.03.2008, 15:02
Ich denke, es ist sehr schwierig einen Fantasy-Film zu verfilmen, weil sie Sicht bzw. Phantasie ja bei jedem einfach anders ist, daher sind die einen glücklich darüber, die nächsten überhaupt nicht. Daher ist es eben noch viel viel schwieriger einen Fantasy-Roman zu verfilmen. Für den einen ist das Kapitel wichtig, für den nächsten nicht. Man sollte es eben nicht als äquivalente Umsetzung sehen, sondern einfach als Erweiterung.. Ich glaube, wenn man mit so einem Abstand sich einen Film ansieht, dann ist es schon viel gelungener.
Ich bin auch mal echt gespannt, wie "die Geheimnisse der Spiderwicks" umgesetzt wurde. Ich habe jetzt angefangen, es zu lesen und so wird es mir noch krasser im Kopf sein. Aber ich werde einfach mal nicht versuchen, Buch und Film zu vergleichen. Wir werden sehen..
Schattenwölfin
24.03.2008, 18:27
Ein großartiger Fantasyfilm braucht für mich:
Tiefgang der Geschichte und Gefühle- die Geschichte sollte einen mitreißen- also so spannend/traurig/fröhlich sein, dass man jeden Moment mitfühlt, dafür wiederrum sind gute Schauspieler nötig. Wenn man sich mit den Schauspielern identifizieren kann bzw. mit ihnen mitfühlt (vllt. Angst um sie hat), dann ist der Film sehr gut. Auf einen tollen Soundtrack kann ein richtig guter Film auf keinen Fall verzichten. Am allerbesten ist es, wenn die Musik beim bloßen wiederholten Hören spezielle Gefühle hervorruft. Während des Films sollte die Musik die Szenen natürlich perfekt unterstützen. Ansonsten sollte es natürlich auch besonders tolle Orte geben, für mich persönlich muss ein Fantasyfilm nicht unbedingt in einer anderen Welt spielen- sollte es eine geben, müsste auch diese in sich selbst authentisch sein. Spielt die Geschichte in unserer Welt muss der fantastische Aspekt natürlich nicht zu kurz kommen (auch wenn eventuell die echte Welt nichts von der 'Magie' was auch immer mitbekommen soll). Große Final-Schlachten sind mir persönlich auch sehr wichtig- wobei während des Films nicht soo viel gemetzelt werden müsste.
So- das wäre mein perfekter Fantasyfilm :) der für mich persönlich in Herr der Ringe verwirklicht wurde (jaja^^)
Bei einem guten Fantasyfilm will ich das Gefühl haben, dass die Fantasywelt und die Wesen, die darin leben, greifbar nah sind und mir ein Gefühl der Selbstverständlichkeit vermitteln.
Zu viel Realität macht einen Fantasyfilm kaputt.
Bei "Brücke nach Terabithia" z. B. ist das nicht. Da weiß man während des ganzen Films: die denken sich das nur aus. Den Film find ich trotzdem genial, er ist aber ein gutes Beispiel dafür, was ich gerade zum Ausdruck bringen will.
Hingegen Beispiele für gute Fantasyfilme sind für mich "Herr der Ringe" oder "Narnia".
Bei letzterem ist zwar auch Realität dabei, aber die Abenteuer, die die Geschwister dort erleben, scheinen das normalste der Welt zu sein.
Ansonsten stelle ich an Fantasyfilme die gleichen Ansprüche, wie an andere Filme auch:
- gute Schauspieler (nicht unbedingt bekannt aber gut)
- ansprechende Kulissen (sehenswerte Naturbeispiele, z. B. HdR)
- mitreißende Soundtracks (Gänsehautfeeling)
MissGunst
25.03.2008, 23:12
Für mich muss solch ein Film merkwürdig sein. Ich mag grundsätzlich keine Filme, die einfach so an mir riesel riesel vorbeiziehen (dann kann ich auch Talkshows gucken). Soll heissen, es braucht eine interessante Geschichte, nicht das Urtypische. Der 5. Drache und die 10. Prinzessin ist eben nicht sehr überzeugend. Ausserdem sollte ein Mindestmaß an Realismus zu finden sein. Negativbeispiel: Dungeons and Dragons. Wenn ich mich an diese Plastikpinökel erinnere, die, glaube ich, Zepter darstellen sollten, wir mir komisch. Da macht auch ein wenig Witz in der Geschichte nichts mehr wett.
Für mich ist ein Fantasyfilm gut, wenn die Schauspieler glaubwürdig rüberkommen und wenn sich der Film an die Buchvorlagen hält und nicht groß abgeändert wird.
Nangyala
02.01.2009, 15:12
Ich schließe mich Werwolf an,
denn als ich Daniel Craig im Goldenen Kompass sah wollte ich nur noch flüchten.
Ein Schauspieler MUSS einfach passen.
Habe ich ja auch schon z. Thema Farben der Magier geschrieben.
Ausserdem muss mich die Geschichte fesseln, sie muss mich entführen, ich muss mitfiebern.
So wie in Die unendliche Geschichte.
Oh ja Die unendlich Geschichte warn super Filme. Einen guten film kann ich mir auch 2 mal hintereinander ankucken und wenn er vorbei is muss ich das Gefühl haben das ich woanders gewesen bin.
Naja Daniel Craig hat mich im Goldenen Kompass eig. nicht gestört da er ja da nur ne kleinere Rolle hatte. Ich fand er hat sogar ganz gut drauf gepasst.
Was ich allerdings schrecklich finde ist wenn man ein Buch gelesen hat und sämtliche Rollen in dem Film dann anders aussehn als die, die man sich vorgestellt hat.
Ich mein das die nicht 100% gleich sind ist klar, aber wenns zu weit abweicht hab ich schon keinen bock mehr.
ja gute fantasy filme gibt es leider sehr wenige
fantasy wie ich es mag (glaube das nennt man high fantasy) kenne ich gerade mal Willow welchen ich als wirklich sehenswert bezeichnen würde
der herr der ringe ist meiner meinung nach einfach nicht als film geeignet
das buch ist zu umfangreich und gerade dieser umfang , dass heisst all diese kleinen details machen aus der herr der ringe eine unglaublich durchdachte und stimmige geschichte mit einer sehr glaubhaften welt
das schafft auch der besste regisseur nicht in einem 3 teiler unterzubringen
was ich schade finde idt das zwar einige fantasy filme gemacht werden in letzter zeit diese aber immer für die ganze familie ausgelegt sind
sprich sehr gewaltarm
ich bin nicht der "ich will literweise blut spritzen sehen" typ aber fantasy filme spielen ja eigentlich in einer art mittelalter zeit und um eine solche welt glaubhaft rüberzubringen kann man auf ein gewisses mass an gewalt einfach nicht verzichten
fazit
ein guter fantasyfilm braucht für mich
gute geschichte
glaubwürdige welt und charaktere
etwas magie ist auch nicht verkehrt
realistische kämpfe/schlachten
Der Film sollte eine gute Handlung haben und auch kleine Delas wenn sie für den Rest der Geschichte wichtig sollte man nicht auslassen.
Die Charakter sollten dem Ihm Buch sehr ähneln nicht nur wie sie aussehn sondern auch ihre Bewegungen und ihre Stimme.
Z.B der Fantasy Film ,,Dragonheart"Ok die spezial Effekte sind scheußlich aber die Handlung ist spanend und die Charakter gut gespielt.
Der Film sollte kein billiger Abklatsch von einem anderen sein und er darf nicht, wenn es der Fall ist, vom Buch abweichen. Die Starbesetzung spielt dabei keine Rolle, siehe bei Caspian von Narnia. Dieser Junge Schauspieler wurde dadurch zum Star. Der Film sollte dich fesseln und mitreißen.
Dragonologist
30.01.2010, 11:19
Ich finde, dass die Meisten Fantasyfilme ziemlich schlecht sind. Ob einer gut ist, erkennt man meistens am Plakat. Wenn dunkles bis grünliches Blau vorherrscht, eventuell mit ein Bisschen rot und lila drin (eragon, Harry Potter), ist es meistens ein grellbunter, überzeichneter 08/15-Fantasyfilm. Harry Potter fand ich besonders mies. Es sollte einfach alles ganz natürlich sein. Herr der Ringe fand ich ganz wunderbar: Hauptsächlich grün- und brauntöne, weil sie ja in echter Natur unterwegs sind, kaum lächerliche Überzeichnung wie zum Beispiel viele Lehrer von Hogwarts oder Graf Olaf bei "a series of unfortunate events".
Naja, also bei den Filme die du genannt hast, muss man aber schon ein bisschen unterscheiden, meinst du nicht?
Herr der Ringe und Harry Potter, das sind doch zwei ganz unterschiedliche Settings mit ganz unterschiedlichen Anforderungen. Die jeweiligen Buchvorlagen sind schon sehr verschieden. Während der Herr der Ringe sich hauptsächlich an Erwachsene richtet, mit all seinen epischen Schlachten und heroischen Helden, ist es bei Harry Potter doch so, dass sich diese Filme (und Bücher) an Kinder bzw. später dann Jugendliche richten. Ist es da nicht selbstverständlich, dass sie etwas greller und manchmal auch alberner daher kommen? Kinder haben eine andere Auffassung von Humor, Ironie ist für Kinder bspw. erst ab einem gewissen Alter zu verstehen und auch da muss unterschieden werden, um welche Art von Ironie es sich handelt.
Was ich damit eigentlich nur sagen will, ist, dass man kaum alle Filme in einen Topf werfen kann. Man sollte auch darauf achten, welche Intention hinter dem Film steht, für welche Zielgruppe er gedacht ist, und womöglich auch, was die Buchvorlage hergibt.
Diese einzelnen Aspekte kann man dann sinnvoll vergleichen, etwa wie gut der Film bei der Zielgruppe ankommt (hätten Kinder keinen Spaß an Harry Potter, würde ich meinen, Zielgruppe verfehlt), wie die Buchvorlage adaptiert wurde und ob filmische Stilmittel sinnvoll eingesetzt wurden (etwa Kameraführung, Licht und Ton, insbes. der Soundtrack).
Imho schaffen das beide der von mir genannten Filme, wenn auch bei den Harry Potter Filmen im Verlauf der Geschichte zunehmend Special Effects im Vordergrund stehen, weniger die Geschichte, was ich ein wenig schade finde. Immerhin nimmt die Geschichte an Komplexität zu, da müssten eigentlich auch die Filme vielschichtiger werden.
Herr der Ringe hat diesen Spagat zwischen tollen Effekten und interessanter Story wunderbar hinbekommen, jedoch sollte man nicht vergessen, dass die Macher (insbes. die Drehbuchautoren) unter anderen Voraussetzungen arbeiten konnten. Die hatten nämlich schon die komplette Geschichte in den Händen und haben alle drei Filme auf einmal drehen können. Nochmal erschwerend für die Harry Potter Filme ist, dass beinahe jeder Film mit einem anderen Regisseur gedreht wurde, was man auch ziemlich deutlich merkt, wie ich finde.
Liebe Grüße,
nyx
Ich kann Harry Potter nicht wirklich als Fantasy-Film bezeichnen. Auch wenn er eigentlich einer ist. Meiner Meinung nahc muss ein Fantasy-Film neue Völker, andere Welten und so weiter einhalten. In Harry Potter sind nur ein paar Spuren der Fantasy drin.
Herr der Ringe hingegen fand ich richtig gut. Auch wenn mir da ein bisschen zu viele Schlachten drin waren, ich mochte den Film seehr. :)
Ich kann Harry Potter nicht wirklich als Fantasy-Film bezeichnen. Auch wenn er eigentlich einer ist. Meiner Meinung nahc muss ein Fantasy-Film neue Völker, andere Welten und so weiter einhalten. In Harry Potter sind nur ein paar Spuren der Fantasy drin.
Dann fallen etwa 80% der Fantasy-Filme durch dieses Sieb ;)!
Die meisten Fantasyfilme sind ziemlicher Trash.
Der Film zu Herr der Ringe ist zwar hervorragend gemacht,allerdings steht ein Film einem Buch (fast) immer nach.
Dragonologist
01.02.2010, 08:42
Hm, ja, nyx, du hast wohl Recht dass man die Zielgruppe entscheiden lassen soll... aber ich hab HdR mit neun bis zwölf gesehen und er hat mir damals schon gefallen, und HP hab ich auch noch im Zielgruppenalter gesehen und hab geheult weil ich ihn so schlecht gefunden habe. Es gibt auch einen Haufen Musik der wenig mehr ist als eine gedankenlose Aneinanderreihung von elektronischen Effekten und trotzdem fährt die Zielgruppe drauf ab.
Zu EinOrk: Ja, aber ich finde, dass bei HdR der Film etwas eigenes ist und das Buch auch. Das haben sie toll hinbekommen. Liegt aber vielleicht auch daran, ob man zuerst den Film sieht oder das Buch liest.
Und ich finde Fantasy in realen Welten wunderbar, zum Beispiel bei "der goldene Kompass" oder der Bartimäus-Trilogie (ok, ist ein Buch=)
LG
Und ich finde Fantasy in realen Welten wunderbar, zum Beispiel bei "der goldene Kompass"
Was verstehst Du unter einer "realen Welt"?
Dragonologist
01.02.2010, 12:41
Äh. Reale WeltEN ist ein Widerspruch. Ich rede von hier und jetzt, auf der Erde.
Äh. Reale WeltEN ist ein Widerspruch. Ich rede von hier und jetzt, auf der Erde.
"Der goldene Kompass" spielt aber nicht im hier und jetzt und auch nicht in unserer Welt. Spielt der nicht in Lyras Welt?
Dragonologist
01.02.2010, 17:04
Aber die Welt ist der unseren enorm ähnlich. Ich habe nicht das Buch gelesen, nur den Film gesehen, und aus dem Film konnte ich nicht erkennen, dass es sich nicht um die Erde handelt. Danke fürs Schließen einer Wissenslücke:D
Hab zwar nicht jeden Beitrag gelesen, aber 99% der Posting könnten so genausogut in einem "Was erwartet ihr von einem guten Film?"-Thread stehen ;-)
Interessanter ist doch die Frage, was ich speziell von einem Fantasyfilm erwarte. Und da gehts mir (den ganzen Schmu wie tolle Handlung, Schauspieler, Dramatik, usw.) in erster Linie um die Optik.
Ich möchte, daß die Bilder, die im beim Lesen gehabt habe, auf die Leinwand gebannt werden. Ich will den Balrog bewundern, häßliche Trolle und majestätische Drachen sehn. Ich möchte das riesige Heere in glitzernden Rüstungen aufmarschieren und kilometerdicke Burgmauern belagern. Ich will daß Zauberer mit langen Bärten Feuerbälle schmeissen und sich gerissene Assassinen von Laternenpfahl zu Kronleuchter schwingen. Und ich möchte Landschaften sehen, die selbst in einem notorischen Stubenhocker wie mir den Drang auslösen, Wanderhut und Spazierstock zu ergreifen und ein verlängertes Wochenende im Harz zu verbringen.
Bernd Rümmelein
01.02.2010, 23:40
Hab zwar nicht jeden Beitrag gelesen, aber 99% der Posting könnten so genausogut in einem "Was erwartet ihr von einem guten Film?"-Thread stehen ;-)
Interessanter ist doch die Frage, was ich speziell von einem Fantasyfilm erwarte. Und da gehts mir (den ganzen Schmu wie tolle Handlung, Schauspieler, Dramatik, usw.) in erster Linie um die Optik.
Ich möchte, daß die Bilder, die im beim Lesen gehabt habe, auf die Leinwand gebannt werden. Ich will den Balrog bewundern, häßliche Trolle und majestätische Drachen sehn. Ich möchte das riesige Heere in glitzernden Rüstungen aufmarschieren und kilometerdicke Burgmauern belagern. Ich will daß Zauberer mit langen Bärten Feuerbälle schmeissen und sich gerissene Assassinen von Laternenpfahl zu Kronleuchter schwingen. Und ich möchte Landschaften sehen, die selbst in einem notorischen Stubenhocker wie mir den Drang auslösen, Wanderhut und Spazierstock zu ergreifen und ein verlängertes Wochenende im Harz zu verbringen.
Thats it! Genau so muss ein Fantasyfilm sein. *ja*
Koboldkind
07.02.2010, 10:38
Interessanter ist doch die Frage, was ich speziell von einem Fantasyfilm erwarte. Und da gehts mir (den ganzen Schmu wie tolle Handlung, Schauspieler, Dramatik, usw.) in erster Linie um die Optik.
Ich möchte, daß die Bilder, die im beim Lesen gehabt habe, auf die Leinwand gebannt werden. Ich will den Balrog bewundern, häßliche Trolle und majestätische Drachen sehn. Ich möchte das riesige Heere in glitzernden Rüstungen aufmarschieren und kilometerdicke Burgmauern belagern. Ich will daß Zauberer mit langen Bärten Feuerbälle schmeissen und sich gerissene Assassinen von Laternenpfahl zu Kronleuchter schwingen. Und ich möchte Landschaften sehen, die selbst in einem notorischen Stubenhocker wie mir den Drang auslösen, Wanderhut und Spazierstock zu ergreifen und ein verlängertes Wochenende im Harz zu verbringen.
*unterschreib*
Es kommen die Filme Prinz von Persien und der eine von dem Conan-Erfinder(mir sind die Namen entfallen), Filme, von denen ich weiß, dass sie amerikanisch-actionlastig sind. Etwas, was man auch nur im Fernsehn gucken kann. Aber hey, die SpecialEffects sind klasse ^^ :rolleyes:
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