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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kristin Falck, Die Hüter der Wolken (Kapitel 10 und Epilog)


Hathor
18.04.2009, 12:58
Der Fürstentochter Lärka steht eine arrangierte Hochzeit bevor. Als Vasall eines machtgierigen Umstürzlers, der den rechtmäßigen Thronfolger Jaduins vertrieben hat, muss ihr Vater die einzige Tochter umsichtig verheiraten. Doch seit dem rätselhaften Tod ihrer Mutter versucht Lärka, sich von seiner erdrückenden Obhut zu befreien. Als ihr der geheimnisvolle Arild begegnet, der mit den Wolken zu sprechen scheint, ahnt sie noch nicht, wie ihr Schicksal durch die Vergangenheit mit seinem verbunden ist und dass Jaduin vor einem Wendepunkt steht, an dem nur sie beide das Schlimmste abwenden können.

Bitte in diesem Thread alles zu den Kapiteln 10 und zum Epilog.

Dieser Abschnitt ist kürzer als die anderen. Ich hatte die Wahl, das sehr lange Kapitel 9 zu teilen oder den letzten Abschnitt zu verkürzen. Ich hab mich für letzteres entschieden.
Dann bleibt auch noch Raum für ein abschließendes Resümee und vielleicht die Vorschau auf den Fortsetzungsband.

Warin
01.05.2009, 18:06
Nein wie süß, alles klärt sich zum besten auf, das junge Paar findet sich, ich hätte im Kitsch dahin schmelzen können (und ich meine das durchaus positiv, denn bekanntermaßen stehe ich auf Kitsch*ja*). Lärka und Arild sind nicht ganz so schlimm wie Bella und Edward, aber... so weit entfernt davon nun auch wieder nicht. Etwas übertrieben fand ich, wie Arild die (immer noch leicht naive) Lärka zum Schluss als mächtige Seherin überhöht, aber nu ja: Liebe macht ja bekanntlich blind, gell?*cool*

Für einen Debüt Roman kann ich nur sagen: Respekt*ja* Was Kristin Falck wirklich meisterhaft gelungen ist, ist der Spannungsaufbau. Die vielen Handlungsfäden verknüpfen sich logisch und der Band kann durchaus als abgeschlossen betrachtet werden, auch wenn die Geschichte weiter geht. Das wenige, was ich zu bemängeln habe, laste ich nicht der Autorin, sondern den Lektoren an. Warum diese die Masse an Farbadjektiven und die Häufung von "riesig" und "gewaltig" (eine Form von Adjektivitis, die eigentlich als Anfängerfehler gilt) nicht zusammengestrichen haben, ist mir unbegreiflich. Trotz dieser kleinen sprachlichen Mängel gebe ich den letzten Kapiteln vier Sterne und dem Buch insgesamt drei bis vier.

Interessant fand ich wieder die Danksagungen. So, so, Frau Falck glaubt wohl, ihr Roman wäre eher was für Frauen. Na ja, vielleicht habe ich ja ein Faible für "Frauenromane" aber ich habe mich jedenfalls gut unterhalten geführt. Eine Anmerkung lässt mich darauf schließen, dass der Roman bei ihr den Titel "Grimhorn" trug. Das wäre m.E. auch viel logischer, denn die Hüter der Wolken spielen bestenfalls eine Nebenrolle. Vermutlich war dieser Titel wieder die Idee irgendeines Strategen der Marketingabteilung des Verlages.:rolleyes:

Rusch
01.05.2009, 22:40
Ja, bei den Danksagungen musste ich auch Schmunzeln. Überhaupt: Mein Gesamteindruck deckt sich zeimlich mit Deinem (und damit sind meine Wort zuvor ad absurdum geführt ;) ). Auch mir hat der Roman ausgesprochen gut gefallen und auch ich mochte den süßen Schluss. Warum auch nicht. Auch einem Mann darf so etwas gefallen. *ja*

nyx
06.05.2009, 21:29
Ok, über Geschmak lässt sich streiten, aber das Ende war mir dann doch zu kitschig. Ich mein, gegen den Kitsch an sich hab ich ja nichts, aber bei mir ist der Funke einfach nicht übergesprungen. Naja...

Aber was noch viel schlimmer war: Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass da noch was zwischen fehlte. Erst wurde im Buch alles schön kleinschrittig beschrieben und dann macht die Autorin auf einmal einen Satz - und *zack* steht Arild im Wald. o.O
Ich hatte das Gefühl, dass da ein Loch in der Geschichte ist, besonders weil die Autorin sonst sehr kleinschrittig erzählt hatte. Als Epilog hätte ich mir übrigens lieber noch eine Szene aus Grimhorns Sicht gewünscht. Oder aus der des "Verräters". Das wäre mMn ein runderer Abschluss gewesen.

Es stört mich außerdem nach wie vor, dass Arild und Lärka als "junges Paar" bezeichnet werden. In Lärkas Fall mag das ja zutreffen, aber bei Arild doch nicht! o.O
Naja, kommt wahrscheinlich auch auf den Standpunkt an, ob man 32 als jung betrachtet... :p

Über die Danksagung am Ende musste ich auch schmunzeln. ;)

Also, alles in allem hat mir das Buch gut gefallen und ich habe auch eigentlich wenig auszusetzen. Manchmal wirkte die Sprache etwas aufgesetzt und die Figuren ein wenig unentschlossen (nicht flach aber irgendwie unreif o.O), aber ich denke da dies ein Erstlingswerk ist, kann man darüber hinwegsehen. (Oh, was bin ich heute wieder großzügig! :p)
Die Geschichte war relativ vorhersehbar, was mich allerdings nicht wirklich gestört hat.

Ob ich den zweiten Band lese? Bestimmt, aber erst muss ich noch einen ganzen Haufen anderer Bücher lesen, die auf meinem SuB warten. :D

Hathor
07.05.2009, 10:19
Ich habe ja den Verdacht, dass Kristin Falck in diesem letzten Abschnitt selber gemerkt hat, dass sie die Tendenz zum Schwafeln hat und manchmal einfach viel zu viel Unnötiges erzählt. Und dann versucht hat, gegenzusteuern.
Dadurch wirkt das letzte Kapitel für mich einfach viel zu überhastet, überladen und oberflächlich.

Der Epilog ist... nett. Ach Gott, lieb Lärkalein darf Kräutlein anbauen und alle Wunden heilen. Ihr edler Beinahe-Lover zieht derweil aus, das unsagbar Böse zu besiegen.

Ihr findet also, das sei ein Happy End? Naja. Die beiden sitzen im Wald träumen von einer gemeinsamen Zukunft, die sehr unwahrscheinlich ist. Anstatt sich in die Arme zu fallen und zu tun, was sie seit Monaten tun wollen... Nuja, de gustibus non est disputandum.
Meins wärs nicht.

Fazit: Beim zweitenmal Lesen hat sichs doch recht arg gezogen. Ich hab noch nie so lange für ein Buch gebraucht.
Immer noch finde ich einige Ideen Falcks großartig, aber in der Ausführung hätte man einiges herumbasteln müssen.
Wer immer den Roman lektoriert hat, hat sich nicht mit Ruhm befleckt. Einige übersehene Fehler sind echt haarsträubend.

Ich weiß immer noch nicht, ob ich die Fortsetzung lesen muss...

Pantalaimon
09.05.2009, 09:44
Ich bin nun auch durch. Puh.
Ja, was soll ich sagen... eigentlich ein nettes Buch mit einer netten Geschichte. Besonders die von Grimhorn hat mir gefallen. Aber die Länge...

Wie bereits vorher schon erwähnt, hab ich noch nie bei einem Buch Seiten überschlagen, weil es so langweilig und langatmig war. Hier schon. Und ich hab noch immer nicht den Eindruck, dass ich was verpasst hätte.

Was mir gut gefallen hat war, dass Lärka zwar die gestohlene Seele ihres Vaters wiedergefunden hat, die von Grinjard jedoch verloren war. Hätte sie auch die gerettet, hätte ich das Buch leider auch auf den Scheiterhaufen werfen wollen. Aber so war sie doch nicht die Obersuperheldin, sondern muss auch kleine Niederlagen einstecken.

Das Ende war süß, auf jeden Fall. Aber wie zuvor schon von einigen hier bemerkt, zu hastig. Ich hätte mir dieses Tempo für das gesamte Buch gewünscht... Aber nu sind sie vereint, alles ist gut.

Was mich ein wenig berührt hat war die Tatsache, dass Orgly seine Frau hat töten müssen. Damit hätte ich nicht gerechnet. Schlimm genug, dass er sein geliebtes Weib verliert, aber auch noch selbst Hand anlegen zu müssen, wie grausam.

Die Danksagung fand ich auch sehr amüsant. Besonders die Stelle, wo sie erwähnt, dass sie einige Längen zusammengestrichen habe. Oje, oje... wie säh das Buch denn sonst aus?

Nunja, insgesamt würde ich 3 Sterne geben. aber den Nachfolgeband werde ich definitiv nur lesen, wenn er in der gekürzen Readers Digest Fassung rauskommt.

Warin
09.05.2009, 19:34
Es stört mich außerdem nach wie vor, dass Arild und Lärka als "junges Paar" bezeichnet werden. In Lärkas Fall mag das ja zutreffen, aber bei Arild doch nicht! o.OSeid ihr euch mit dem Alter da sicher? Ich meine, Arild war 6, als Harold geboren wurde und sie geflohen sind. Und soviel später ist Lärka doch gar nicht geboren worden, oder? Ich hatte Arild eher auf 23/24 geschätzt.

Was mir im Nachhinein noch so eingefallen ist: Lärka wird sich wohl früher oder später einen anderen Namen zulegen müssen. "Hier kommt die große Seherin 'kleine Lärche'..." Wenn's nicht grad Indianer sind, würde sicher hinter vorgehaltener Hand gelacht werden*lol* Tja, ja, man sollte Kindern keine Namen geben, die nur süß sind, so lange sie klein sind:D

Ich fand die Längen gar nicht so extrem, vom weitenteils völlig überflüssigen Prolog mal abgesehen. Die Prinzen von Amber fand ich da wesentlich langatmiger...

Warin
28.07.2009, 21:45
So, wen's interessiert, ich habe hier (http://www.fantasy-forum.org/showthread.php?t=2848) die Fortsetzung rezensiert.

Mein Fazit: Finger weg, höchstens mal ausleihen, wenn die Gelegenheit besteht, um den Epilog zu lesen und den ersten Band damit abzuschließen, das Gewurschtel davor ist einfach nur zum abgewöhnen:(

Ich frag mich, was für verblendete fangirlies da wieder die guten Amazon Rezensionen geschrieben haben:rolleyes:

Moon
30.09.2009, 17:39
Was ist nur mit meinen Lesegewohnheiten los? :rolleyes:
Lag aber auch am Buch glaube ich, an einigen Stellen war ich wenig motiviert, weiter zu lesen.
Ich schreibe hier nun trotzdem was dazu, ein weeeeeeenig später als die anderen eben:


Interessant fand ich wieder die Danksagungen. So, so, Frau Falck glaubt wohl, ihr Roman wäre eher was für Frauen. Na ja, vielleicht habe ich ja ein Faible für "Frauenromane" aber ich habe mich jedenfalls gut unterhalten geführt.

Mich hat die Bemerkung auch verwundert, so "weiblich" fand ich den Roman jedenfalls nicht.

Warum diese die Masse an Farbadjektiven und die Häufung von "riesig" und "gewaltig" (eine Form von Adjektivitis, die eigentlich als Anfängerfehler gilt) nicht zusammengestrichen haben, ist mir unbegreiflich.

Ich hatte schon ganz zu Beginn das Gefühl, dass Frau Falck eine Leidenschaft für Edelsteine und Sonstiges hegt und das führt dann wohl auch zu den Farben.
Aber ich finde das hat glücklicherweise im Laufe des Romans abgenommen.


Ich bin nun auch durch. Puh.
Ja, was soll ich sagen... eigentlich ein nettes Buch mit einer netten Geschichte. Besonders die von Grimhorn hat mir gefallen. Aber die Länge...


Meine Rede.

Was mir gut gefallen hat war, dass Lärka zwar die gestohlene Seele ihres Vaters wiedergefunden hat, die von Grinjard jedoch verloren war. Hätte sie auch die gerettet, hätte ich das Buch leider auch auf den Scheiterhaufen werfen wollen. Aber so war sie doch nicht die Obersuperheldin, sondern muss auch kleine Niederlagen einstecken.


Selbigen Gedanken hatte ich auch, wenn auch nicht ganz so fies ;)
Und den gleichen Gedanken hatte ich auch hierzu:

Die Danksagung fand ich auch sehr amüsant. Besonders die Stelle, wo sie erwähnt, dass sie einige Längen zusammengestrichen habe. Oje, oje... wie säh das Buch denn sonst aus?


Hätte man all die Längen, die teilweise retrospektiv betrachtet wirklich nicht nötig waren und auch nicht sonderlich unterhaltsam waren, so hätte man vllt. noch den großen Kampf gegen Hakon und Grimhorn in den ersten Band einbauen können.
Ich dachte sogar bis ca. 50 Seiten vor Schluss auch öfters noch, dass das jetzt aber knapp wird, noch alles einzubringen.

Und da ich mitbekommen habe, dass der zweite Band ein Reinfall ist, wäre das wohl die bessere, wenn auch weniger lukrative Entscheidung gewesen.

Orylgs Geschichte war mit das emotionalste am Buch.
Andere Passagen, z.B. in denen Arild sich um Lärka sorgt, während der Leser um ihr Wohlergehen weiß und sich das dann 1-2 Seiten lang zieht und man alle Horrorszenarien lesen darf, die ja eh nicht eintreten... hätten mir gern erspart bleiben können.

Ich gebe dem Buch 3 vllt. sogar 4 Sterne. Zwar gab es nette Ideen wie Grimhorn und auch die Idee der Ahnin, die Seelen und generell der ganze Teil, in dem Arild den Norden besucht fand ich sehr gut. Aber es gibt eben Negatives, die einem das Drumherum um diese guten Ideen verderben.