Hathor
19.04.2009, 13:45
Ein Opfer wird Täter, wird Opfer. Die tragische Weisheit der Kriminologie illustriert Richard Bachman alias Stephen King in diesem rasanten und tief berührenden Thriller. Blaze heißt der zurückgebliebene junge Mann mit der üblen Kindheit, der dazu gebracht wird, einen Säugling zu entführen, und damit zum Gejagten gewissenloser Polizisten wird.
Die Geschichte dieses Blaze hat mich tief verstört, berührt und nachdenklich gemacht. Man kann lange darüber diskutieren, wie Opfer zu Tätern werden, ob Verbrechen einfach zwangsläufig stattfinden müssen, wenn die Umstände eben so und nicht anders sind... Aber dass Blaze ein schreckliches Schicksal hat, dem er nicht entrinnen kann, das macht für mich die Faszination dieses Buches aus.
Blaze kann man nicht in eine Gut-Böse-Schublade stecken. Er hatte halt immer nur Pech. Das Pech, immer zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein.
King hat diesen Roman schon 1973 als Richard Bachman geschrieben, aber in einem Karton liegen gelassen, bis er ihn dann doch 2007 überarbeitet und herausgebracht hat. Dafür sollte man ihm danken.
Ein wenig erinnert Blaze an John Coffey in The Green Mile. Und natürlich sind Blaze und George Kings Interpretation von Lennie und George. King sagt selber in einem grandiosen Nachwort, dass der Roman eine Hommage an John Steinbecks Von Mäusen und Menschen ist. Hier wie dort haben die Charaktere nie den Funken einer Chance.
Stephen King beweist mit diesem Roman, dass er ein exzellenter, intelligenter und gebildeter Autor ist. Er hat hier einfach ein "rundes" Werk geschaffen. Für den albernen, reißerischen deutschen Titel kann er ja nichts...
Der Erlös des Buches geht übrigens an eine Foundation, die in Not geratene Künstler unterstützt.
Ich weine äußerst selten um fiktive Personen, aber Blaze hat mich wirklich zu Tränen gerührt. Für die ich mich nicht schäme.
Die Geschichte dieses Blaze hat mich tief verstört, berührt und nachdenklich gemacht. Man kann lange darüber diskutieren, wie Opfer zu Tätern werden, ob Verbrechen einfach zwangsläufig stattfinden müssen, wenn die Umstände eben so und nicht anders sind... Aber dass Blaze ein schreckliches Schicksal hat, dem er nicht entrinnen kann, das macht für mich die Faszination dieses Buches aus.
Blaze kann man nicht in eine Gut-Böse-Schublade stecken. Er hatte halt immer nur Pech. Das Pech, immer zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein.
King hat diesen Roman schon 1973 als Richard Bachman geschrieben, aber in einem Karton liegen gelassen, bis er ihn dann doch 2007 überarbeitet und herausgebracht hat. Dafür sollte man ihm danken.
Ein wenig erinnert Blaze an John Coffey in The Green Mile. Und natürlich sind Blaze und George Kings Interpretation von Lennie und George. King sagt selber in einem grandiosen Nachwort, dass der Roman eine Hommage an John Steinbecks Von Mäusen und Menschen ist. Hier wie dort haben die Charaktere nie den Funken einer Chance.
Stephen King beweist mit diesem Roman, dass er ein exzellenter, intelligenter und gebildeter Autor ist. Er hat hier einfach ein "rundes" Werk geschaffen. Für den albernen, reißerischen deutschen Titel kann er ja nichts...
Der Erlös des Buches geht übrigens an eine Foundation, die in Not geratene Künstler unterstützt.
Ich weine äußerst selten um fiktive Personen, aber Blaze hat mich wirklich zu Tränen gerührt. Für die ich mich nicht schäme.