Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Pans Labyrinth
"Pans Labyrinth" ist die Geschichte der kleinen Ofélia, die mit ihrer Mutter zum Stiefvater, einem hochrangigen Militäroffizier, in eine ländliche Gegend Nordspaniens ziehen muss. Durch die Brutalität und Unberechenbarkeit des Stiefvaters tief erschüttert, findet Ofélia Zuflucht in einer Fantasiewelt, die von wundersamen, schaurigen und mythischen Fabelwesen, wie dem geheimnisvollen PAN, bevölkert ist. Sie hat nur eine Chance, in diesem neu erschaffenen Kosmos zu bestehen: Sie muss sich ihren tiefsten Ängsten und schlimmsten Träumen stellen. "Pans Labyrinth" wurde von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences mit dem Oscar in drei Kategorien ausgezeichnet: "Beste Kamera", "Beste Ausstattung" und "Beste Maske".
Der Film hat mir auch gut gefallen. Leider kommt hier der fantasybereich etwas zu kurz da der Film die meiste Zeit in Der Realen Welt spielt ...
und die ist sehr grausam.
Ofélias Vater ist schon recht brutal. Ich denke jemand mit schwachen Nerven sollte hier ein zweimal lieber weg gucken.
4 Experten haben in meiner Tageszeitung einen Rückblick auf das Kinojahr 2007 geworfen. Jeder durfte 10 Filme nominieren. Nur ein Film wurde von allen vieren genannt, nur einer wurde zweimal für den ersten Platz ausgewählt:
Pan's Labyrinth - und das zu Recht!
Für mich das Kinoereignis 2007. Er hätte vor "Das Leben der anderen" den Oscar als bester ausländischer Film verdient gehabt.
Dieser Film ist weit mehr als Fantasy. Schonungslos offenbart er die sinnlose Brutalität des spanischen Faschismus. Und sonst?
einer der besten Soundtracks, die ich je gehört habe (und ich höre viele OST's), allein dieses Wiegenlied, unglaublich
bildgewaltig, in Kombination mit dem Soundtrack atemberaubend
ausgezeichnete Kameraführung
sehr gut recherchierte Details (eine Athame als Messer für die letzte Prüfung, sehr schön)
der Fantasy-Teil ist für mich eher noch der schwächere, weil mir doch einiges bekannt vorkam (weinende Alraunen -> Harry Potter, der Beginn mit einer Pkw-Fahrt durch einen Wald, in dem ein Steingötze auftaucht/ ein Fettes Monster, das mit Kugeln zum Erbrechen gebracht wird -> Spirited Away), die Sprache des Pans und des Erzählers ist etwas zu schwülstig, das passt aber zu meiner these, dass die Fantasy Welt nur in Ofelias Kopf existiert, von ihr aus ihren Büchern und Geschichten erschaffen wurde, um der grausamen Realität zu entfliehen. Betrachtet man den Film unter diesem Gesichtspunkt, ist das Happy End ein sehr, sehr trauriges
wenn überhaupt etwas störte, dann war es die zu piepsige Synchronstimme der Ofelia, aber das kennt man jaVon mir fünf Sterne^^
Ich muss sagen, dass mir der Film sehr gut gefallen hat, aber er reizt mich nicht ihn noch einmal sehen zu müssen.
Der Film war sehr gut gemacht und ich fand auch die Auswahl der Schauplätze und Schauspieler passend. Die Fantasywelten waren ein bisschen kurz, das stimmt schon, aber dafür sehr ausgereift.
Dornkirk
08.02.2008, 19:06
Ein Film der mir überhaupt nicht gefallen hat. Viel zu Brutal. Voller unnötige Gewaltszenen die zum Film absolut nichts beitragen und daher wundert mich die Altersfreigabe ab 14 Jahren. Da ich in den Sommerferien in einer Videothek gearbeitet habe, habe ich mir den Film zwangsmäßig ansehen müssen und ich habe jeder Familie davon abgraten sich diesen Film auszuleihen, das ist definitiv nichts für Kinder. Wenn ich so etwas sehen will dann schaue ich mir „der Soldat James Ryan“ an.
Hollywood ist noch immer besser...
Ich teile sowohl die Meinung Warins (übringens auch seine These, was mir am Ende fast das Wasser in die Augen getrieben hat:() als auch die Dornkirks. Ich bin da etwas zwiegespalten, denn ich fand den Film äußerst brutal, aber gleichzeitig auch wieder unglaublich berührend.
Wenn man den Film als einen Anti-Kriegsfilm betrachtet, der uns die Schrecken des Krieges und der Unterdrückung mit abstoßenden Bildern näher bringen möchte, dann ist es definitv ein sehr guter Film, denn dass die gezeigte Gewalt nicht verherrlicht, sondern das Gegenteil bewirkt, das möchte ich doch mal behaupten. Und wenn dann noch das Schicksal Ofelias und ihre Flucht in eine Traumwelt hinzukommen, die zeigt, wie sehr die Kinderseele leidet, dann muss man schonmal heftig schlucken, ich jedenfalls...
Wenn man den Film allerdings in erster Linie als einen Fantasyfilm mit realem Hintergrund betrachtet, dann stellt sich schon die Frage, ob ein paar weniger grausige Bilder nicht auch gereicht hätten, um den Zuschauer anzusprechen und zu berühren. Besonders einige der Folterszenen fand ich schon ziemlich hart, nicht nur für 14-Jährige. Ich glaube, ich bin nicht die einzige, die bei einigen Szenen nicht hingeschaut hat.*hide*
Besonders einige der Folterszenen fand ich schon ziemlich hart, nicht nur für 14-Jährige. Ich glaube, ich bin nicht die einzige, die bei einigen Szenen nicht hingeschaut hat.*hide*Drum hat er ja auch ein FSK 16 o.O
Dornkirk
09.02.2008, 20:43
Drum hat er ja auch ein FSK 16 o.O
Nicht ganz - in Österreich ab 14!
http://de.wikipedia.org/wiki/Pans_Labyrinth
Ja.. wir Österreicher sind da anders! ; )
Naja, aber mal abgesehen vom FSK, ich fand manche Szenen schon ziemlich hart, und wenn man sich den Film anschaut, so wie ich, und eigentlich eher mit einem Fantasyfilm mit Bürgerkriegshintergrund rechnet, dann ist man schon etwas schockiert, wenn dann aufeinmal Folterszene miterleben darf.
Ich fand den Film ganz gut, aber auch sehr brutal. Und ich hätte auch gerne noch mehr vom Fantasybereich gesehen. Ich muss zugeben, dass ich an manchen Stellen kaum hinsehen konnte, aber trozdem ein super Film. Mir hat der Pan am besten gefallen.*faun*
neoxinnia
21.03.2008, 21:18
Mir persönlich hat der Film sehr gut gefallen. Auch wenn ich Filme mit solcher Brutalität nicht wirklich mag. Aber Pan's Labyrinth hat doch irgendetwas an sich, das mich einfach begeistert hat. Besonders das Wiegenlied hat's mir angetan. Ich selbst summ dass einfach viel zu gerne einfach so vor mich hin.
(Wobei mich gewundert hat, das der Film in Österreich bereits ab 14 freigegeben ist. Ich dachte auch, das wäre 16 ^^")
Das Ende hat mir wirklich gut gefallen, eben weil es so traurig war und nicht das altbekannte und sehr beliebe Freide-Freude-Eierkuchen Ende war. Besonders das Schlussbild hat mich beindruckt. Das war doch die Szene, in der Ofélia vor den Thronen gestanden ist...
Rotkätzchen
22.03.2008, 12:15
Ich liebe solche Filme, bei denen mehrere Interpretationen möglich sind.
Möglichkeit 1: Ofélia hat sich diese Märchengestalten nur in ihrer Fantasie vorgestellt, also eine Art geistige Flucht aus der kalten, grausamen Wirklichkeit, in der sie gefangen war.
Möglichkeit 2: Die Fantasygestalten waren Realität, nur die Erwachsenen und vor allem die Faschisten haben in ihrer sturen Geradlinigkeit einfach nichts von all dem wahrgenommen.
Ich tendiere zu Möglichkeit 1, aber die Vorstellung von Möglichkeit 2 macht diesen teilweise sehr brutalen Film erst erträglich. Es macht es einfacher, mit der Grausamkeit fertig zu werden - sowohl aus Ofélias Betrachtungsweise als auch als Zuschauer des Films. Erschreckend und traurig zugleich, dieser Film. Hat etwas von "Das Leben ist schön" von und mit Roberto Benigni.
Möglichkeit 1: Ofélia hat sich diese Märchengestalten nur in ihrer Fantasie vorgestellt, also eine Art geistige Flucht aus der kalten, grausamen Wirklichkeit, in der sie gefangen war.Das ist die Interpretation, der auch ich mich anschließe.
Betrachtet man den Film unter diesem Gesichtspunkt, macht jede Szene Sinn, bis zum bitteren Ende, so traurig das auch ist.
Das ist gerade das schöne an dem Film. Man kann ihn sich so auslegen, wie es einem passt. Man könnte ewig darüber diskutieren, um herauszufinden, welche der Möglichkeiten die "richtige" ist und würde doch zu keinem gemeinsamen Ergebnis kommen.
Möglichkeit 1 widerspricht z.B. der Szene, in der Ofélia sich eine Tür in die Wand zeichnet.
Möglichkeit 2 widerspricht, dass Ereignisse aus der Fantasiewelt direkten Einfluss auf die reale Welt haben (z.B. die Alraune).
Ich habe den Film vor kurzem gesehen und muss sagen, dass es ein wirklich sehr gelungener Film ist.
Die Charaktere waren wirklich überzeugend, allen voran die liebenswürdige Ofélia, die man am liebsten vor diesem heimtückischen Stiefvater beschützt hätte.
Ja, das Ende war sehr sehr traurig, auch wenn am Ende doch alles gut geht, oder nicht? Na ja, die Brutalität hätte ich in dem Film auch nicht erwartet, war hart an der Grenze des Ertragbaren. Aber es zeigt die Wildheit der Milizionäre, allen voran Ofélias Stiefvater, der den einen Jungen mit der Flasche die Nase zermanscht hat, bevor er ihn erschoss.
Ein Meisterwerk, wie ich finde. War er nicht für ein Oscar nominiert?
Ein Meisterwerk, wie ich finde. War er nicht für ein Oscar nominiert?
Doch, hat Nuramon ja schon geschrieben:
"Pans Labyrinth" wurde von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences mit dem Oscar in drei Kategorien ausgezeichnet: "Beste Kamera", "Beste Ausstattung" und "Beste Maske".
Auch ich halte diesen Film für ein Meisterwerk. Ein Meisterwerk, das in meinen Augen mehr (Anti)Kriegsfilm als Fantasyfilm ist. Ich schließe mich jenen an, die die Fantasyelemente für eine Flucht Ofélias in eine Traumwelt halten.
Die Szene, als Mercedes die sterbende Ofélia in den Armen hält und weint, ist eine der beeindruckendsten, ehrlichsten und echtesten Stellen, die ich je in einem Film gesehen habe. Ganz großes Kino.
War er nicht für ein Oscar nominiert?Na ja, drei hat er gewonnen, aber nur Nebenkategorien: Ausstattung, Maske und Kamera. Den Preis als bester ausländischer Film hat ihm ausgerechnet der deutsche Beitrag "Das Leben der Anderen" weggeschnappt. Und auch wenn ich schon oft Prügel dafür bezogen habe: Meiner Meinung nach immer noch zu unrecht*ja*
Ist schon eine Weile her das ich den Film gesehen habe, erschreckender Weise, lag er in der Videothek bei den Filmen für Jugendliche ab 12.
Zuhause nach den ersten paar Szenen, wurde mir klar das das nicht stimmen kann. Und ein Blick auf die Hülle hat es dann bestätigt. FSK 16.
In die Kategorie Märchenfilm, würde ich Pans Labyrinth nicht unbedingt zwängen wollen. Nicht weil der Film zu wenige Elemente eines Märchens mitbringt, eher weil die Szenen um einen Kriegsschauplatz herum einfach überwiegen. Die Geschichte an sich finde ich denkbar makaber. Wer schickt seine Tochter schon auf diese Art und Weise in den Tod. Eine Prüfung wegen.
Nun, Märchen sind meist grausam, vl. erschreckt dieses nur weil es um einen Menschen geht, um die kleine Ofelia und nicht um Wölfe mit Steinen im Bauch. Wer weis wie einfallsreich ein Regisseur Max und Moritz umsetzen würde.
Alles in allem ein Film den ich einmal gesehen habe, der aber nicht den Drang verspüren läßt dies ein zweites Mal zu tun.
liebe Grüße
Allanon
Ein sehr schöner Film. Wenn er auch, wie die meisten bereits schrieben, grausam gemacht ist an einigen Stellen. Aber es soll ja auch die Herrschaft und Art der Faschisten rüberbringen. Was bei dem Hauptmann sehr gut gelungen ist (und er ist NICHT Ofelias Vater - das wird aber auch gesagt).
Ich tendiere dahin, dass sich Ofelia den Pan und die ganzen anderen Wesen wirklich vorstellt und es nicht real ist.
1. Tritt der Pan immer nur in Erscheinung, wenn sie allein ist. Es sieht nie jemand anders ihn.
2. Ofelia liest auch das Buch immer nur, wenn niemand anders dabei ist. Oder die Elfen - sie sind auch nur dann da, wenn sie allein ist.
3. Die Erwachsenen scheinen bei der Alraune, als der Hauptmann sie ins Feuer wirft, nicht zu hören, wie diese schreit. Auch die Mutter ist auf ihren Schmerz konzentriert und merkt die Alraune nicht, würde ich denken.
Sainz de Rouse
05.09.2008, 02:22
Ich finde diesen Film einfach spitze! :D
Ich muss aber dazu sagen, ich hatte ebenfalls einen SChock bekommen über die Brutalität. Das lag aber daran das ich und meine Freundin (wir hatten es aus der Videothek geliehen) uns einfach von vornherein gedacht hatten, es sei ein Kinderfilm wie Alice im Wunderland (ab 6 oder 12 jahren). Doch schnell wurden wir eines besseren belehrt. :) (Hatte mir dann auch schnell die Limited Edition besorgt^^)
Und wenn es um die Frage geht, ob Ofelia sich die Fantasiewelt nur ausgedacht hat, oder ob es realität war, dann ist die Antwort nicht ganz so schwer wie man es sich nach dem ersten Mal gucken denkt. Denn es heißt ja am Ende ... Wer daran glaubt (also die andere Welt), der weiß wo man es finden kann!
Und die Alraune hatte ja auch tatsächlich geholfen oder nicht? ;)
Und ich denke, der Pan konnte nur Nachts auftauchen, da Ofelia nur in dieser ruhigen Zeit WUSSTE, WO sie es finden konnte. Und abgesehen davon hätte sie die Aufgaben am Tage wohl nie oder nur schwierig erledigen können. (die erste Aufgabe ist aber am Tage^^) Aber vielleicht müssen sie einfach Nachts erledigt werden, genauso wie es auch alles bis zum nächsten Vollmond passieren musste.
Aber so gut der Film auch ist, ich würde auch gerne die eigentliche Ur-Version des Filmes sehen.
Hallo
Also ich fand dieses Film wirklich grandios ... Nur manche Kreaturen passten mir nicht so ganz, denn wenn etwas allzu gekünstelt aussieht, dann missfällt es mir meist.
Ich hatte wie ein paar andere hier auch etwas sehr viel andres erwartet,aber die Mutter meiner Freundin hatte mir auch schon gesagt, dass er bei weitem nicht so harmlos sei wie man so denkt, wenn man das Cover sieht. Genau so grauenhaft wie die Gewaltszenen der Realität fand ich allerdings auch wie dieses am Tisch sitzende Wesen, mit den Augen in die Händen, der Fee den Kopf abbeißt.
Allerdings hat der Film ehrlich gesagt für mich immer noch nicht seine Rätselhaftigkeit verloren, denn wie kommt Ofélia an den Wachen vorbei aus ihrem Zimmer heraus, wenn man davon ausgeht, dass das mit der aufgemalten Tür nicht funktioniert....
Sainz de Rouse
05.09.2008, 19:37
Allerdings hat der Film ehrlich gesagt für mich immer noch nicht seine Rätselhaftigkeit verloren, denn wie kommt Ofélia an den Wachen vorbei aus ihrem Zimmer heraus, wenn man davon ausgeht, dass das mit der aufgemalten Tür nicht funktioniert....
Stimmt. ^^ Daran hab ich noch gar nicht gedacht... also wenn es so ne einfache Steinmauer gewesen wäre, könnte man meinen das sie vielleicht ein paar Steine herauspfeilen könnte.. aber so ... wer weiß ... dann muss es ja echt gewesen sein^^
Hab`den Film heute zum ersten Mal gesehen und vor einer Viertelstunde beendet.
Mir bleibt eigentlich noch die Luft weg.
Kein Fantasyfilm, sondern mehr Drama im Rahmen einer sehr brutalen Geschichte während des Krieges.
Ich weiß nicht, ab wievielen Jahren der Film nun freigegeben ist, aber tatsächlich würde ich ihn - wie so viele andere Filme - mindestens ab 16, wenn nicht ab 18 Jahren freigeben.
Die brutale Rahmengeschichte ist der eigentliche Inhalt, denn wegen ihr flüchtet sich Ofelia in die Welt des Pan...
Es mag für manch Jüngeren einfacher sein, sich vorzustellen, das Alles, was sie (Ofelia) erlebt, tatsächlich passiert, allein aufgrund der Tatsache, dass der Film ein Happy End erhält.
Sieht man ja auch hier ;)
Ich musste jedenfalls mehrmals durchschnaufen und brutale Filme hab ich genug gesehen.
Aber Filme, die so intensiv sind und dabei so glaubwürdig menschliche Tragödien und die Hoffnungen eines kleinen Mädchens zu übermitteln, Wahnsinn...
Dass Tel Toro Regie geführt hat, wusste ich gar nicht. Erstaunlich, dass man erst so eine Sch....sse wie Hellboy machen kann, und dann so einen Film.
Jetzt bin ich auf den Hobbit noch gespannter.
Ich fand diesen Film auch sehr faszinierend, vor allem die Art und Weise, wie er die reale und die fantastische Welt verbindet.
Außerdem bin ich ganz begeistert von dem wunderbaren Soundtrack. :D
Ich denke, der Film soll grausam sein. Der Krieg war auch grausam, und hat auch die Menschen dazu gemacht.
Wahrscheinlich kann ein kleines Mädchen, das so etwas erlebt, nicht nur von rosa Ponys träumen, weil es schon zuviel gesehen hat. Vielleicht stellt sich Ofélia deswegen diese grausamen, beängstigenden Dinge vor (wenn man davon ausgeht, dass sie es sich ausdenkt).
Möglicherweise soll der Film auch eine Parabel sein, der die Grausamkeit der realen Welt verfremdet in einer Fantasiewelt wieder aufgreift. Vielleicht soll das grausame Wesen, dass die Feen frisst, ja Ofélias Stiefvater sein???
Koboldkind
14.07.2009, 11:53
Möglichkeit 1: Ofélia hat sich diese Märchengestalten nur in ihrer Fantasie vorgestellt, also eine Art geistige Flucht aus der kalten, grausamen Wirklichkeit, in der sie gefangen war.
Möglichkeit 2: Die Fantasygestalten waren Realität, nur die Erwachsenen und vor allem die Faschisten haben in ihrer sturen Geradlinigkeit einfach nichts von all dem wahrgenommen.
Okay, 2. habe ich garnicht so wahrgenommen. Mich hat danach mal wieder geärgert, dass die Fantasiewelten der Kinder im Endeffekt immer (meist) als Träume abgestempelt werden(wie der Zauberer von Oz und Die Brücke nach Terabithia), aber bei Pan könnte die Realität der Fantasie auch der Fall sein. Hm... Danke, das hat mir diesen Film gerettet ^^
Ich hatte das Preview dazu gewonnen und war, wie wohl viele hier, in der Annahme da rein gegangen, dass es ein Märchenfilm sei. Umso erschreckender dann der Film selbst. Der Oscar für Maske und Ausstattung ist echt verdient(ich denke immer wieder an den aufgeschlitzten Mund des Offiziers O.o) und den Kinderfresser. Leider hatte ich auf den Soundtrack bis dato nicht so sehr geachtet, aber ich werde es mir in nächster Zeit mal anhören.
Aber so gut der Film auch ist, ich würde auch gerne die eigentliche Ur-Version des Filmes sehen.
Es gibt eine Ur-VersionX.X
Möglicherweise soll der Film auch eine Parabel sein, der die Grausamkeit der realen Welt verfremdet in einer Fantasiewelt wieder aufgreift. Vielleicht soll das grausame Wesen, dass die Feen frisst, ja Ofélias Stiefvater sein???
Wenn man solche Interpretatonsaufgaben im Deutschunterricht machen müsste, das wäre schon was...
Aber erst in der Oberstufe ^^"
Doch stimmt, in den Oben genannten Filmen ist die andere Welt ja auch ein Spiegel des Lebens der Kinder gewesen. Dass es bei Ofelia auch so ist, ist mir noch garnicht in den Sinn gekommen.
Ich schließe mich aber der Meinung an, das es eher ein Anti-Kriegsfilm als ein Fantasyfilm ist. Trotzdem war es mit nicht zuwenig Fantasy, ich denke, es hielt sich ziemlich die Waage. Womit kann man besser die Schutzlosigkeit eines Kindes darstellen, als nicht mit Krieg?
Oh jeh - ich muss einen anderen Film gesehen haben.
Während eines Fantasie Film Festivals habe ich mir diesen Film gegeben und fand ihn sehr, sehr schlecht. Vermutlich lag es an der Erwartung an Fantasie, statt diesem - was war das eigentlich - Films...
3 Oscars, del Toro hin oder her: Mir egal
Ich war auch recht überrascht, als ich mir den Film angesehen habe.
Oftmals musste ich mich dabei ertappen wie ich zwischendurch ungläubig das Cover untersucht habe: "Fantasy-Film", FSK?
Ich würde es ebenfalls unter die Kategorie "Anti-Kriegsfilm" einordnen.
Teilweise war es für meinen Geschmack auch etwas zu brutal, die detaillierten Folterszenen bspw., obwohl ich recht zufrieden war, dass der Stiefvater des kleinen Mädchens doch irgendwann mal ein "Lächeln" übrig hatte :D
Mir persönlich jedoch grenzt es an "Horror", zumindest war dies mein erster Gedanke, also dementsprechend wirklich kein Film für Kinder.
Ich habe im Prinzip nicht viel von dem Film für mich behalten, außer etwaige Ablehnung. Damit möchte ich nicht sagen, dass der Film schlecht war, für mich persönlich einfach zu brutal und fragwürdig. Es war einfach keine eindeutige Pointe einsehbar, die den Film in seinen Gewaltdarstellungen bezüglich des Krieges hätte rechtfertigen können bzw. unmittelbar mit dem Kind zusammenhänge. Klar, zum Nachdenken regt es sicherlich an, aber ich selbst bin zu keinem Schluss gekommen. Vielleicht ist es ein "Anti-Kriegsfilm" mit einer nicht unbedingt aussagekräftigen kleinen Nebengeschichte diesbezüglich. Vielleicht war es ein Fantasy-Film mit einer kleinen Nebengeschichte bezüglich des Krieges. Fakt ist, beides hat für mich keinen
Zusammenhang, zumindest nicht so wie es dargestellt wurde.
Seraphina
15.07.2009, 20:04
Der Film wurde aber auch falsch beworben. Del Toro selbst bezeichnete ihn als Horror-Märchen über den Faschismus.
Wieso der Verleih ihn in die Fantasy-Sparte ziehen wollte? Wahrscheinlich weil das mehr Geld einbringt.
Bei "Die Brücke nach Terabithia" war´s ja ähnlich. Da wurde der Film als Fantasystreifen betitelt, obwohl es bloss ein Jugenddrama war.
Und was die Frage der Einbildung angeht:
Seht euch mal den Film auf DVD an ... mit Regiekommentaren.
Dort sagt del Toro aus, daß Ofelia sich das Ganze eben nicht eingebildet hat und gibt auch diverse Beweise an.
Oder kann sich z.B. einer erklären, wie das Mädchen aus einem verschlossenen und bewachten Zimmer entkommen ( in welches sie der Hauptmann nach ihrem "Verrat" einsperren liess ) und in dem anderen Zimmer mit ihrem Baby-Bruder auftauchen konnte? Das ginge nur dank dieser "Zauberkreiden-Türen".
Darüber hat sich hier schon einer gewundert.
Der Film wurde aber auch falsch beworben.
Und wird immer noch falsch bezeichnet als "poetischer Fantasyfilm" etc.
Dementsprechend überrascht war ich auch, als mich mir die DVD angesehen habe. Das ist sicher nicht das, was man gemeinhin als "schönen Film" bezeichnet, trotzdem bleibt er einem im Gedächtnis. Die Mischung aus der harten und brutalen Wirklichkeit einerseits und der verwirrenden Fantasywelt andererseits nimmt einen mehr mit und ist berührender als viele "harmlose" Fantasyfilme. (Und ich habe erst durch diesen Film erfahren, dass es in Nordspanien noch lange nach Ende des Bürgerkriegs eine Guerilla gab.)
Der Film ist nicht schlecht und ich werde ihn mir bei Gelegenheit noch mal ansehen. Aber man sollte wissen, worauf man sich einlässt.
Pans Labyrinth hat mich auch überzeugt. So gelungen habe ich Realität und Mythos noch selten miteinander verbunden gesehen. Es wurde ja schon genug gesagt, ich möcht nur unterstreichen, dass es mir ganz und gar nicht schwer fiel, die fantastischen Episonden als Filmrealität zu akzeptieren, da dieses Mädchen schon von Anfang an sehr verträumt wirkt. Dass sie in einer so trostlosen und hoffnungslosen Situation den Eingang in eine Fantasiewelt findet, aus der sie reale Kraft schöpft und in der sie Hilfe findet, ist für mich sehr glaubwürdig. Habe ich schon gesagt: Ich liebe Märchen!
Jetzt bin ich auf den Hobbit noch gespannter.
Schande über mich. Ich habe zwar Gerüchte gehört, dass der Hobbit demnächst verfilmt werden soll, aber dass Del Toro da seine Finger mit drinnen hat, wusste ich noch nicht. Ein Grund zur Freude!!! :D
"Das Waisenhaus" auch von del Toro, hat mir auch gut gefallen. Auch in dem Film spielt ein Kind die Hauptrolle, das viel Fanatasie besitzt und so einiges erfährt, das den Erwachsenen verborgen geblieben wäre. Allerdings ist der Film auch kein Kinderfilm und nichts für schwache Nerven.
Seraphina
16.07.2009, 13:54
Dass sie in einer so trostlosen und hoffnungslosen Situation den Eingang in eine Fantasiewelt findet, aus der sie reale Kraft schöpft und in der sie Hilfe findet, ist für mich sehr glaubwürdig. Habe ich schon gesagt: Ich liebe Märchen!
Ich auch! :D
Wobei besagte Fantasywelt hier tatsächlich auch einer anderen Seite der Wirklichkeit entsprang und nicht bloss erträumt war ( siehe Regiekommentar auf DVD ).
Übrigens war die Sache mit der gleich zu Beginn erwähnten Unterwelt schon ein deutliches Anzeichen, wie die Geschichte enden wird. Man muß sich bloss vor Augen führen, was die Unterwelt in der Antike für ein Ort war bzw. wie man dort hingelangen konnte.
kleine_elfe
19.07.2009, 22:24
Ist schon etwas länger her, das ich den Film gesehen hab...hatte gar nicht mehr dran gedacht, aber jetzt wo ich diesen Thread hier so lese...
Ich fand den Film auch sehr gut gemacht. Ich fand den Film teilweise sehr schockierend bei all der brutalität, aber auch sehr berührend.
Ich fand es echt schade, dass ich auch diesen Film mal wieder allein sehen musste, da mein Mann meinen Geschmack absolut gar nicht teilt!
Pans Labyrinth habe ich vor ca. einem Jahr mir angeschaut und er hat mir sehr, sehr gut gefallen.
Ein richtig schönes Märchen :).
Die Gewalt, vor allem die eine Szene, wo der Vater, die 2 Schmuggler aufgreift (ich glaub es waren welche oder? ;)) war schon fast a bissl zuviel des Guten.
Aber für ne FSK: 16 Jahre ist es schon OK :)
Samwell Tarly
23.07.2009, 09:30
Ich hab den Film so interpretiert, dass die fantastische Welt die einzige Möglichkeit für das Kind war, der brutalen Realität zu entfliehen. Deshalb finde ich die Fantasy-Elemente auch nicht zu wenig.
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