Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : J.R.R. Tolkien - Der Herr der Ringe
Erstaunlich, dass wir zu diesem Buch noch keinen Thread haben. Aber das geht nicht: ein Fantasy Forum ohne diesen Meilenstein der Fantasy.
Dann mach ich mal, obwohl ich eindeutig keine fanatische Anhängerin dieses Werkes bin ;)
Im dritten Zeitalter spielt die Geschichte um die Vorherrschaft in Mittelerde und den Kampf um den Besitz eines mächtigen Rings und seiner Vernichtung. In grauer Vorzeit vom finsteren Herrscher Sauron geschmiedet, verleiht er dem Träger große Macht. Der wieder erstarkte Sauron braucht den Ring, um ganz Mittelerde unterwerfen zu können. Lange Zeit verschollen, ist der Ring im Auenland wiederaufgetaucht.
Bilbo Beutlin gibt ihn dort an seinen Neffen Frodo weiter. Beide sind Hobbits, menschenähnliche Wesen, jedoch kleiner als Zwerge. Der Ringträger Frodo wird vom Rat der Bewohner Mittelerdes dazu ausersehen, den Ring ins Land des Feindes, Mordor, zu bringen, um ihn dort zu vernichten. Begleitet wird er von acht Gefährten mit Vertretern der Völker Mittelerdes.
Dieses Buch ist phantastisch.
Obwohl Tolkien alles getan hat, was ein guter Schriftsteller eigentlich vermeiden sollte. Er lässt seine Figuren lange Monologe statt Dialoge führen. Er erzählt langatmig und oft auch langweilig. Er schreibt verwirrend und verworren. Er nimmt Höhepunkte und Entscheidungen vorweg und erzählt im nachhinein etwas, was er schon 100 Seiten vorher verraten hat. Das widerspricht jedem dramaturgischen Aufbau.
Und doch: diesem Buch gelingt es, eine der größten Fangemeinden um sich zu versammeln. Es ist faszinierend. Es ist ein Buch, das man liest und nie mehr vergisst. Und wieder einmal liest und nochmals...
Ich habe den Link zur Carroux-Übersetzung eingestellt, um nicht gehauen zu werden. Obwohl ich die Aufregung um die Krege-Übersetzung nicht wirklich verstehe.
Ja, ich mag Tolkien. Irgendwie. Aber ich liege sicher nicht vor Ehrfurcht auf dem Bauch. Er hat ein tolles Werk geschaffen, aber auch er hat Ideen geklaut und selber zugegeben, sich ungeniert aus der nordischen Mythologie bedient zu haben. Und Schriftsteller gibt es auch bessere. Viel bessere.
Soll ganz gut sein, hab schon viel davon gehört. Ist die Trilogie nicht erst verfilmt worden. ;)
Aber im Ernst: Die Diskussion über die alte und die neue Übersetzung konnte ich auch nie ganz nachvollziehen. Das Lektorat hatte halt ein paar Fehler übersehen (hätte eigentlich nicht passieren dürfen, denn dies ist ja nicht irgendein Buch), aber das ist inzwischen wohl in den späteren Auflagen ausgebessert worden.
Soll ganz gut sein, hab schon viel davon gehört. Ist die Trilogie nicht erst verfilmt worden. ;)
*lol* Ja, und sie hat den Roman ungemein aufgewertet. Die Verfilmung ist mMn noch viel besser áls die Romane.
Zu meiner Schande muß ich gestehen. dass ich "Den Herr der Ringe" nie
gelesen habe. Und irgendwie reizt es mich auch nicht das Buch zu lesen. Dafür habe ich schon zu viel negatives über Tolkien gehört.Obwohl Tolkien alles getan hat, was ein guter Schriftsteller eigentlich vermeiden sollte. Er lässt seine Figuren lange Monologe statt Dialoge führen. Er erzählt langatmig und oft auch langweilig. Er schreibt verwirrend und verworren. Er nimmt Höhepunkte und Entscheidungen vorweg und erzählt im nachhinein etwas, was er schon 100 Seiten vorher verraten hat. Das widerspricht jedem dramaturgischen Aufbau.
Vieleicht eine Wissenslücke....aber ich werde es überleben.
Vielleicht ist es auch daher so toll, eben weil Tolkien zu Beginn kein festgelegtes Konzept hatte. Er hat einfach drauf los geschrieben und was am Ende draus geworden ist, ist ja bekanntlich phänomenal.
Ich finde es gut, dass er entgegengesetzt der "Normen" einfach sein eigenes Ding gemacht hat. Außerdem war er nicht auf Kommerz usw. aus. Im Gegenteil, er hatte sogar ein paar Probleme mit dem Verlag, weil die Titel verkaufstechnisch nicht ... eh.. gelungen waren. Also was ich sagen will: Die Titel, die man heute kennt, z.B. "Die Rückkehr des Königs" wollte Tolkien so nicht haben, weil sie seiner Meinung nach alles verraten würden, oder einfach unschön waren oder man sich nichts drunter vorstellen konnte, z.B. welche Türme sind gemeint mit "Die zwei Türme"? Es gab Mehrere, die von Bedeutung waren.
Ich glaube auch, dass er für sich geschrieben hat und garnicht so sehr drauf geachtet hat, ob es den Anderen gefallen würde. Ich denke, dass er in seiner Welt alles perfekt haben wollte. Mit perfekt meine ich, lebendig und detailreich, einfach nicht platt. Jeder Ort, jede Person hat eine eigene Geschichte, aus diesem Grund warscheinlich auch die für viele Leser langen Monologe und Beschreibungen.
Ollowain
11.02.2008, 18:59
Er hat ein tolles Werk geschaffen, aber auch er hat Ideen geklaut und selber zugegeben, sich ungeniert aus der nordischen Mythologie bedient zu haben.
Finde ich nicht weiter schlimm. Wenn man bedenkt, was heute alles von Tolkien abgeschaut wird? Und so weit ich weiß hat er sich auch "nur" Mittelerde und einige seiner Geschöpfe abgeschaut.
Aber im Vergleich zu der Arbeit, die er in seine Romane gesteckt hat ist das unbedeutend; der Mann hat eine eigene Sprache erfunden. Und zwar nicht nur einfach ein paar Buchstaben aneinandergeklebt, so nach dem Motto: Hauen wir mal die Tastatur und wenn was Gescheites bei rauskommt, dann übernehmen wir das - nein; er hat eine richtige Sprache entwickelt. Und das allein finde ich schon genial. *umfall*
Über die Übersetzungen lässt sich sicher streiten. Ich persönlich finde das alte Deutsch der Übersetzungen nicht weiter störend, da es den... Charakter erhält. (Und nachdem man "Die Schwarze Spinne" lesen musste versteht man jedes Deutsch *eyesroll*)
So weit ich weiß ist der HdR ja in einem älteren Englisch als dem modernen geschrieben, das wir lernen. Warum sollte man das also in modernes Deutsch übersetzten. Das würde doch evtl. den Stil verfälschen, oder nicht?
Er hat ein tolles Werk geschaffen, aber auch er hat Ideen geklaut und selber zugegeben, sich ungeniert aus der nordischen Mythologie bedient zu haben.
Und seine Elfensprachen entstammt so sehr dem Gälischen, dass sich Elben auf Anhieb mit Iren oder Schotten unterhalten könnten. :D
Dr. Borstel
11.02.2008, 19:38
Das, was den Herrn der Ringe so großartig macht, ist, dass er mittlerweile so oft kopiert worden ist und jeder halbwegs begabte Autor sofort das Prädikat "neuer Tolkien" aufgestempelt bekommt - und doch ist bis heute kein Buch herausgekommen, das vom Stil her HdR auch nur annähernd ähnelt. Die Reihe ist einzigartig und wird es wohl auch immer bleiben.
Obwohl Tolkien alles getan hat, was ein guter Schriftsteller eigentlich vermeiden sollte. Er lässt seine Figuren lange Monologe statt Dialoge führen. Er erzählt langatmig und oft auch langweilig. Er schreibt verwirrend und verworren. Er nimmt Höhepunkte und Entscheidungen vorweg und erzählt im nachhinein etwas, was er schon 100 Seiten vorher verraten hat. Das widerspricht jedem dramaturgischen Aufbau.
Richtig, wenn du es so beschreibst, klingt es grauenhaft. Und trotzdem fesselt das Buch - oder vielleicht gerade deswegen? Ich denke, es ist der Stil, der das Buch immer noch so gut macht, denn die Story ist nach heutigen Maßstäben wirklich nicht mehr außergewöhnlich. Und zu dem Stil gehören eben all die "Nachteile", die du oben aufgezählt hast. Wirkliche Spannung kommt in dem Buch tatsächlich gar nicht wirklich auf, es ließt sich eher wie ein phantastisches Historik-Buch - und fasziniert trotzdem die ganze Welt. Obwohl jeder es kennt und ließt, gilt es nicht als Mainstream-Fantasy meiner Meinung nach, denn das kann es gar nicht sein, weil es so anders ist als alle anderen Fantasy-Romane. Genau genommen ist es eigentlich gar kein Roman ... Wie dem auch sdei, ich mag mich nicht als fanatischer Anhänger bezeichnen, im Grunde besitze ich die Bücher nicht mal selber - trotzdem gehören Die Gefährten und Die Rückkehr des Königs zu den wenigen Büchern, denen ich auf einer Skala von 1 bis 10 die volle Punktzahl geben würde - und das würde ich nicht einmal bei einem George Martin tun.
Faszination, ohne zu wissen, was genau fasziniert - es gibt viel zu wenige Bücher, die das schaffen.
Zu meiner Schande muß ich gestehen. dass ich "Den Herr der Ringe" nie
gelesen habe. Juchhu, ich stehe nicht allein da*flöt*
Ich muss zugeben, ich habe vor Jahren meiner Frau mal die rote Gesamtausgabe geschenkt. Macht sich wirklich toll im Bücherregal. Reingeguckt hat da aber noch keiner von uns.
Ich kann mich ehrlichgesagt nicht überwinden. Ich musste in der Schule "Der kleine Hobbit" lesen und der hat mich dermaßen angeödet.*mph* Es gibt nur wenige Bücher, die ich mit noch "längeren Zähnen" gelesen habe. So denke ich mal, dass dieser Klassiker für alle Zeit in unserem Regal verstauben wird.
Der kleine Hobbit (den liest meine Frau gerade mit meiner großen) kann nicht mit dem Herrn der Ringe verglichen werden. Der Eindruck, dies sei ein Prequel oder schlichtweg die Vorgeschichte, ist vollkommen falsch. Beide Bücher haben einen Zusammenhang, aber damit war es dann auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Der Hobbit ist ein Kinderbuch, der Herr der Ringe nicht.
Allerdings: Das Buch "Die Gefährten" hat seine Länge. Und immer wieder diese öden Lieder...
Ich kann mich ehrlichgesagt nicht überwinden. Ich musste in der Schule "Der kleine Hobbit" lesen und der hat mich dermaßen angeödet.
Wobei du nicht den Fehler machen solltest und denken, die zwei Werke würden sich ähneln. Mir hat der Hobbit überhaupt nicht gefallen, dafür fand ich die Trilogie super.
Dr. Borstel
11.02.2008, 20:01
Da kann ich nur zustimmen. Ich habe den Hobbit zwar auch gemocht, aber eben auf eine völlig andere Art als HdR. Abgesehen vom Ring haben die beiden Bücher praktisch keine Gemeinsamkeiten, und selbst der Ring spielt in beiden Bpchern völlig andere Rollen.
@Rusch: Stimmt, durch die Lieder musste ich mich auch meist durchquälen ...
Ollowain
11.02.2008, 20:06
Und seine Elfensprachen entstammt so sehr dem Gälischen, dass sich Elben auf Anhieb mit Iren oder Schotten unterhalten könnten.
Das will ich sehen *muahaha*, aber man sollte vielleicht anmerken, dass er ja "aus der Ecke" stammt - da wundert's mich nciht. Hat einer von euch sich schonmal die "Alte Sprache" in Eragon angekuckt? Mit ein bisschen Fantasie ist das beinahe Deutsch oder Latein. *ja*
Ich kann mich ehrlichgesagt nicht überwinden. Ich musste in der Schule "Der kleine Hobbit" lesen und der hat mich dermaßen angeödet.
Vor dem ersten Band der Trilogie kann ich nur warnen. Der ist öde, das ist schlimm...*schnarch*
Aber zum Ende hin wird's wieder besser, vor allem den 3. fand ich zum Ende hin sehr spannend. :)
@Rusch: Stimmt, durch die Lieder musste ich mich auch meist durchquälen ...
Bin ich froh, dass andere auch so denken. Diese Lieder hätte sich Herr Tolkien lieber verkneifen sollen. Ich finde sie langweilig und peinlich. Genau wie Tom Bombadill und seine Dulcinea Wie-auch-immer-sie-heißt. Diese Episode ohne Sinn und Zweck passt überhaupt nicht ins Buch.
Ich scheue mich mittlerweile ein wenig davon 'Herr der Ringe' noch als mein Lieblingsbuch zu bezeichnen. Mittlerweile gab es andere Bücher, die mich mehr gefesselt haben. Dennoch war 'Herr der Ringe' eines der Bücher, die mich ziemlich beeinflusst haben. Vor allem die Komplexität der Welt ist beeindruckend und trotz der Längen ist es eine schöne Abenteuergeschichten mit vielen Geheimnissen und Details am Wegesrand, die zwar nicht direkt zur Hauptgeschichte gehören, aber das Gesamtwerk dennoch bereichern.
Ich habe hier immer noch die englische Ausgabe rumliegen. Als Komplettband, aber bisher habe ich mich noch nicht getraut sie zu lesen. Ursprünglich habe ich es auf deutsch gelesen, in der alten Übersetzung, vor mehr als 15 Jahren. Wobei ich beim ersten Versuch beim einleitenden Kapitel über Hobbits entnervt aufgegeben habe und es erst beim zweiten Versuch, den Hobbitteil auslassend, komplett durch geschafft habe.
"Do not meddle in the affairs of wizards, for they are subtle and quick to anger."
(Im übrigen finde ich es spannend wer sich alles von Herr der Ringe hat inspirieren lassen. Sogar in SciFi-Serien taucht es wieder auf. So hat sich zum Beispiel JMS für Babylon 5 an einigen Stellen inspirieren lassen. Teilweise so sehr, dass der Technomage Elric an einer Stelle sagt: "There's an old saying: Do not try the patience of wizards, for they are subtle and quick to anger." Und ein Charakter der Serie heisst sogar 'Lorien'.)
Genau wie Tom Bombadill und seine Dulcinea Wie-auch-immer-sie-heißt. Diese Episode ohne Sinn und Zweck passt überhaupt nicht ins Buch.
Ich mochte Tom Bombadil nie. Der ging mir immer nur auf die Nerven und ich war froh, dass er in der Verfilmung nicht aufgetaucht ist. So ein rumhüpfender, merkwürdiger, dauer-fröhlicher Kerl..
Die Bücher haben mir auch nicht besonders gefallen, obwohl ich sie doch alle gelesen habe.. Sogar noch bevor es die Filme gab!
Es hat sich alles so in die Länge gezogen und diese ganzen Lieder+Monologe waren zum einschlafen. Zu wenig Action+Spannung für mich.
Genau wie Tom Bombadill und seine Dulcinea Wie-auch-immer-sie-heißt. Diese Episode ohne Sinn und Zweck passt überhaupt nicht ins Buch.
Ich mochte Tom Bombadil nie. Der ging mir immer nur auf die Nerven [...]
*grins* Gerade Tom Bombadil war eines der Geheimnisse am Wegesrande, die mir gefielen. Wenigstens hat Tolkien nicht wie ein gewisser anderer Herr ständig 'dies ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden' dazu geschrieben.
Ich dachte, ich hätte das in dem Thread hier geschrieben, aber wohl doch nicht. Ich grüble gerade wo ich folgendes geschrieben hatte:
Tolkien hat selbst zugegeben, dass er die Geschichte von Tom Bombadil noch auf der Hinterhand hatte und damit sie nicht verkommt, hatte er sie eingebaut. Die Figur an sich wäre stark genug gewesen, die ganze Geschichte schnell zu beenden. Irgendwie unlogisch.
Aber wir wollen den Herrn der Ringe nicht unnötig bashen. Die Trilogie ist schon gut, vor allem das Ende, aber die Szenen in den Minen. Einfach klasse und nur selten wurde solche Szenen von anderen Autoren geboten. Ehre wem Ehre gebührt.
Diese Episode ohne Sinn und Zweck passt überhaupt nicht ins Buch.
Wieso findest du die Episode mit Bombadil sinnlos? Ist sie nämlich nicht o.O
Die Figur an sich wäre stark genug gewesen, die ganze Geschichte schnell zu beenden. Irgendwie unlogisch.
Dann hätte Gandalf auch seine Riesenadler schicken können, um den Ring in den Vulkan zu schmeißen. Der Ring hätte auch an Gondor geleitet werden können (starke Armee). Und: Die Protagonisten wären in dem Fall auch keine Hobbits (der Inbegriff eines friedlichen Volkes).
Aber darum gehts nicht. Und das ist doch das Fantastische dran. Man sollte das nicht unbedingt rational betrachten.
John Doe
12.02.2008, 00:35
Tolkien hat sich selbst wohl kaum als überragenden Schriftsteller bezeichnet, seine Welt hat er nur für sich selbst erschaffen, sie war seine große Leidenschaft, an der er zeitlebens gearbeitet hatte. Er sagte auch einmal, dass er seine Fantasywelt zum Großteil nur deshalb erschaffen hatte, um seinen Elbensprachen Boden unter den Füßen zu geben.
Wie wichtig ihm seine eigene Vorstellung seiner Welt war, und nicht wie andere sie sahen, zeigt sich schon allein daran, dass er Tom Bombadil seiner Kinder zuliebe in den Roman miteingebracht hatte (Tom hat eine Spielzeugpuppe als Vorbild;-). Tolkien hat nicht auf eventuelle negative Kritiken und daraus drohende Umsatzeinbußen geachtet, sondern nur das getan, was seine Welt für ihn persönlich wertvoller machte. Wie viele andere Schriftsteller schreiben nur für ihre eigene Erheiterung?
Dann hätte Gandalf auch seine Riesenadler schicken können, um den Ring in den Vulkan zu schmeißen.
Das würde natürlich voraussetzen, dass der Ring keinen Einfluss auf den Adler hat. Darauf würde ich mich nicht verlassen. Deswegen zogen die Gefährten ja zusammen los.
So denke ich mal, dass dieser Klassiker für alle Zeit in unserem Regal verstauben wird.
Das dacht ich auch. Bei uns lag auch die rote Ausgabe fast 10 Jahre unberührt im Regal, bis mich schließlich nach etwa drei misslungenen Anläufen die Lesewut packte.
Was mich damals so lange davon abhielt, waren die von Anfang an, endlos scheinenden Beschreibungen.
Dennoch fand ich den HdR, wenn man sich erstmal dazu durchgerungen hat, eigentlich nicht schlecht. Na gut wenn man von all dem unnötigen absieht das sich da reingeschmuggelt hat. :)
Aber nochmal durchquälen würd ich mich nicht.
Das der HdR jetzt das Maß aller Dinge sein soll, versteh ich allerdings so garnicht. Es gibt sicher etliche Werke die besser sind. Dennoch hat Tolkien zur damaligen Zeit einen echten Meilenstein gesetzt.
Gerade Tom Bombadil war eines der Geheimnisse am Wegesrande, die mir gefielen.
Ja auf die Auflösung des Geheimnisses warte ich noch. Gerade deshalb find ich Tom Bombadil unnötig, er wirft nur Geheimnisse auf, auf die man nie einen Antwort bekommt.
Ich konnte ich mich auch nie mit ihm anfreunden, hab mich lang gefragt wo der Sinn lag ihn einzubauen, denn etwas wesentliches trägt er nicht zur Handlung bei. Also mMn hätte man ihn ruhig weglassen können. Aber gut, bedenkt man, dass er dieses Werk für sich und seine Kinder schrieb kann man ihm wiederum jede Freiheit lassen. Trotzdem hätte man Tom noch eine tiefere Bedeutung zumessen können, wenn er schon drin ist.
Ich hingegen hab noch ein Manko, was den dritten Teil des Films anbelangt. Irgendwie bin ich noch nie dazugekommen und freuen tuts mich auch nicht wirklich. Ich denk auch nicht, dass ich da viel verpasse. So schnell wie der Ring, im Buch im Vulkan gelandet ist, nach dieser endlosen Kletterei, kann das im Film ja nicht unbedingt besser sein.
Ich hingegen hab noch ein Manko, was den dritten Teil des Films anbelangt. Irgendwie bin ich noch nie dazugekommen und freuen tuts mich auch nicht wirklich. Ich denk auch nicht, dass ich da viel verpasse. So schnell wie der Ring im Buch im Vulkan gelandet ist, nach dieser endlosen Kletterei, kann das im Film ja nicht unbedingt besser sein.
Jackson hat im Film vieles geglättet. Die Kletterei war kürzer, dafür die Szene am Berg ausführlicher. Ich fand das Ende im Film gelungen.
Na mal sehen, vielleicht irgendwann einmal, wenn ich wirklich nichts mit mir anzufangen weiß. Aber ich hatte ja damals die Szene im Berg fast überlesen, musste sogar zurückblättern und nochmal lesen. :)
Am Schluss war ich dann ganz baff, dass dieses endlose Vorspiel ein solch eiliges Ende hatte.
Corsair86
13.02.2008, 22:50
Ich habe die Trilogie ebenfalls gelesen, als noch nicht einmal klar war, ob jemals ein Movie in die Kinos kommen soll.
Mittlerweile habe ich die HdR - Bücher insgesamt 2x durchgelesen.
Was viele schon erwähnt haben, ist die seehr lange Einleitung mit den Hobbits. Was interessiert es mich wer der Neffe vom Onkel vom Uronkel von... (ihr wisst was ich meine ;)) ist?
Das Thema Tom Bombadil fand ich noch interessant.Grund: Der Wald wird sehr mystisch beschrieben und auch die Hügelgräber sind spannend.
Was mir am HdR so gefällt, ist wie detailliert Tolkien alles beschreibt. Man kann sich dadurch wirklich ein ganz gutes Bild der Landschaften, Charaktere etc. machen.
Alles in allem muss man meiner Meinung nach die Bücher einmal gelesen haben. Nochmals lesen werde ich die Bände die nächsten Jahrzehnte aber bestimmt nicht mehr. Es braucht sehr viel Zeit und die haben wir ja bekanntlich alle nicht wirklich:D
Für mich gehören die Bücher seit Jahren alle zwei bis drei Jahre zum Pflichtprogramm der kalten Jahreszeit.
Meiner Meinung nach immer noch mit das Beste, was an Fantasy je geschrieben wurde.
Gerade die Beschreibungen finde ich wahnsinnig wichtig und erst die Komplexität der Stammbäume, der Geschichte von Mittelerde, der Herkunft des Rings, der Lieder und, und und macht das Buch so wichtig, weil man erst dadurch einiges versteht. Und darum geht es mir, nicht um die Geschichte an sich, sondern eben auch um das Drumherum und das hat Tolkien so perfekt gemacht wie kein Zweiter. Dadurch unterscheidet sich der Herr der Ringe eben von so Billigliteratur wie "Die Orks".
Ich mag die Filme auch sehr, aber sie greifen natürlich viel zu kurz.
Zu den wenigen Dingen allerdings, die ich nie gemocht habe war die zweite Hälfte der "zwei Türme", weil nach einem packenden ersten Teil der Jagd von Aragorn, Gimli und Legolas auf die Orks die Reise von Frodo und Sam etwas in die Länge gezogen wird. Da hätte ich es so wie im Film gemacht und abwechselnd aus zwei Perspektiven erzählt.
Und Tom Bombadil.....ich finde ihn einerseits höchst überflüssig, nachdem Tolkien selbst sagte, dass er nicht ansatzweise den Gerüchten vieler Fans nach eine für die Geschichte Mittelerdes wichtige Figur ist.
Andererseits kommt man im ersten Buch in diesem Kapitel erst einmal zum Verschnaufen und kann sich der ganzen Belanglosigkeit erst einmal hingeben, bevor es mit den Hügelgräbern weitergeht.
In diesem Herbst ist es wieder so weit mit Lesen und ich freu mich jetzt schon drauf.
Übrigens finde ich, dass die Übersetzungen Welten trennen.
Diese an den Mainstream anbiedernde Übersetzung von Herrn Krege finde ich unzumutbar. Wenn Sam Frodo "Chef" nennt - wie ich meine mich zu erinnern - dreht sich bei mir alles um...
Corsair86
13.02.2008, 23:12
Dadurch unterscheidet sich der Herr der Ringe eben von so Billigliteratur wie "Die Orks".
Hast du dieses Buch schon einmal gelesen? Bevor ich es mir zu Gemüte geführt hatte, dachte ich auch es wäre totaler Schrott.
Ich war aber beim durchlesen sehr positiv überrascht und fand es wirklich gut.
Hast du dieses Buch schon einmal gelesen?
Sonst würde ich es nicht sagen. ;) Aber es ist auch nur meine Meinung.
Ich mag die Filme auch sehr, aber sie greifen natürlich viel zu kurz.
Kennst Du die Extended Versionen? Die sind insgesamt ungefähr 2 Stunden länger als die Kinotrilogie. Für mich ist das die einzig wahre Fassung des Stoffs.
Übrigens hatte ich besonders beim dritten Teil den Eindruck, Jackson habe zuerst die Extended Fassung geschnitten und die dann auf ein - gerade noch fürs Kino vertretbares - Maß gekürzt.
Kennst Du die Extended Versionen? Die sind insgesamt ungefähr 2 Stunden länger als die Kinotrilogie. Für mich ist das die einzig wahre Fassung des Stoffs.
Übrigens hatte ich besonders beim dritten Teil den Eindruck, Jackson habe zuerst die Extended Fassung geschnitten und die dann auf ein - gerade noch fürs Kino vertretbares - Maß gekürzt.
Ja, natürlich.
Auch für mich sind diese Versionen die einzigen vernünftigen Filmversionen.
Aber es bleibt natürlich dennoch vieles - wenn auch nicht so vieles wie in den gekürzten Fassungen - offen, gekürzt oder unbeantwortet oder auch einfach falsch, wie die völlig verdrehte Reaktion Faramirs, als er von dem Ring erfährt.
Aber jetzt sind wir beim Film und nicht mehr beim Buch ;).
Dornkirk
14.02.2008, 17:35
Übrigens hatte ich besonders beim dritten Teil den Eindruck, Jackson habe zuerst die Extended Fassung geschnitten und die dann auf ein - gerade noch fürs Kino vertretbares - Maß gekürzt.
Das stimmt übrigens nicht. Tatsächlich ist zuerst die die gekürzte Version entstanden. Die Extended Fassung wurde sogar erst nach erhalt des Oscars fertig gestellt. Dazu gibt es ein lustiges Video in den Anhängen der Extenden Fassung in dem Jackson mit seinem Team einige Szenen nachdreht und scherzt das wäre das gute daran wenn man den Oscar schon habe, jetzt könne er machen was er wolle.
Auch ich finde das Herr der Ringe das Beste ist was bisher geschrieben wurde - in der Fantasy. Aber wie lange hat Tolkien eigentlich in Summe an diesem Buch gearbeitet? Wenn ich mich recht erinnere doch sicher über 10 Jahre. Ist es überhaupt möglich das ein anderer Autor ein Buch schreiben kann das ähnlich komplex ist und in einer derart gut ausgearbeiteten Welt spielt. Das ist doch nicht fair…
John Doe
14.02.2008, 17:39
Die Extended Edition hat einige Schmankerl zu bieten, das gebe ich gern zu, aber besonders bei "Die Rückkehr des Königs" sind die zusätzlichen Szenen teilweise recht schwachsinnig. Zum einen wären da die Pfade der Toten ("Langen die Schädel schon, Karl?" "Ne, Udo, kipp mal noch ne LKW-Fuhre nach!").
Zum anderen dann die Szenen mit Saurons Mund. Ich habe nach der geschnittenen Version neugierig auf das neue Material gewartet. Saurons Mund ist wahrscheinlich ein sehr alter Mensch numenorischer Abstammung und ich habe ihn mir immer als eine dunklere Variante Aragorns vorgestellt, zwar unheimlich anzusehen, aber trotzdem ein stolzer, stattlicher Zeitgenosse. Und dann kommt ein Riesenmund..Aragorns Charakter wurde in diesen Szenen außerdem völlig entfremdet, betrachtet man sein Romanvorbild. Ein Choleriker, der einen wehrlosen Unterhändler enthauptet, das ist nicht Aragorns Art.
Ich bleibe bei meinem Standpunkt, den ich auch im alten Forum immer vertreten habe: die Verfilmung ist nett anzusehen und auch erstklassige Fantasyunterhaltung; aber man konnte wohl entweder nur dem mainstream oder dem Roman gerecht werden, ersteres Konzept wurde leider konsequent verfolgt.
Aragorns Charakter wurde in diesen Szenen außerdem völlig entfremdet, betrachtet man sein Romanvorbild. Ein Choleriker, der einen wehrlosen Unterhändler enthauptet, das ist nicht Aragorns Art.
Würd ich nicht zu sehen, aber darüber kann man streiten. Ich stell mir das so vor: Die letzte Schlacht muss geschlagen werden, es gibt eigtl keine Hoffnung, man denkt, dass Frodo tot ist, oder zumindest zu spät dann den Ring in den Vulkan wirft. Etiketten sind daher sowieso fehl am Platz :p
Davon aber mal abgesehn, repräsentiert Aragorn zu dieser Stunde alle versammelten Armeen (ist ihr Anführer) und als dieser greift er zu diesen Mitteln und verbietet Saurons Mund den Mund (was für ein Wortspiel). Zwar geschieht das auf eine brutale Art und Weise, aber schließlich gilt es den eigenen Truppen die nötige Moral zu geben, dass man Stärke und Willen zeigt.
Außerdem: Hat Saurons Mund ihn verspottet, provoziert, in dem er ihm das Mithrilhemd vom Hobbit zuwirft. Rasender Zorn und Verzweiflung können selbst einen eher ruhigen Mensch zu diesen Taten zwingen (wenn man mal bedenkt, dass Orks töten usw. für diese Person sowas wie ein Alltag ist).
Dazu muss ich sagen, dass ich Saurons Mund mehr als gelungen finde. Früher ein Mann gewesen, nun ein Diener Saurons, der sich zu ewigem Dienst verpflichtet hat und daher seinen Namen vergaß über all die Jahre. Da er das Sprachrohr des dunklen Herrschers ist, fand ich diese Perversion / Ausartung des Mundes schon passend. Augen braucht man ja nicht unbedingt, wenn man nur die Befehle weitergeben muss.
Die Gedanken, die man sich da gemacht hat, sind also meiner Meinung nach schon begründet. Außerdem sah der Helm stylisch aus :D
Weta muss man hier ein dickes Kompliment machen!!
(Ich glaube die Diskussion kann man in die Rubrik "HDR der Film" kopieren, falls einer vorhanden ist)
Corsair86
14.02.2008, 19:14
Sonst würde ich es nicht sagen. ;) Aber es ist auch nur meine Meinung.
Ok. Hätte ja durchaus sei können, dass du von Vorurteilen geprägt bist :D.
@topic
Jupp. Die Ext. Versionen sind die einzig wahren*ja*
Dr. Borstel
15.02.2008, 16:13
Das würde natürlich voraussetzen, dass der Ring keinen Einfluss auf den Adler hat. Darauf würde ich mich nicht verlassen. Deswegen zogen die Gefährten ja zusammen los.
Dann hätte er ja auch Frodo auf den Adler setzen und ihn fliegen lassen können. Das Manko an dem Argument ist, dass Sauron für so was ja seine fliegenden Nazguls gehabt hätte.
Zur Länge der Filme (obwohl das eigentlich am Thema vorbeigeht): Selbst die normale Länge war mir nur beim ersten Teil zu kurz, in dem die Gefährten in etwas mehr als zwei Stunden über den halben Kontinent stolpern. Insbesondere bei der Flucht aus dem Auenland. Auf der anderen Seite hat Peter Jackson damit vermutlich diejenigen zufriedengestellt, die sich über die Langatmigkeit von Tolkiens Erzählung beschwehren.
Die Extended Version hat mich dann vollends zufriedengestellt. Seltsam auch, dass ich eigentlich noch kaum jemanden gehört habe, der sich über die Länge der Filme beschwehrt. Bei aderen Genres geht das Geschrei ja schon ab zwei Stunden los.
also cih bin im moment dabei, den ersten teil zu lesen. bin noch recht am anfang, bin aber nicht soooo begeistert. mir ist das irgendwie viel zu gestelzt geschrieben und sehr förmlich und kompliziert ausgedrückt. gut, cih bin erst dreizehn, vllt liegts auch daran..ich weiß nicht...jedenfalls habe ich besseres gelesen.
Ollowain
18.02.2008, 16:51
also cih bin im moment dabei, den ersten teil zu lesen. bin noch recht am anfang, bin aber nicht soooo begeistert. mir ist das irgendwie viel zu gestelzt geschrieben und sehr förmlich und kompliziert ausgedrückt. gut, cih bin erst dreizehn, vllt liegts auch daran..ich weiß nicht...jedenfalls habe ich besseres gelesen.
Der erste ist meiner Meinung nach auch der langweiligste der Drei. Ich fand, das wurde besser mit der Zeit um einiges besser ;)
Dr. Borstel
18.02.2008, 17:08
Mir persönlich hat der erste Teil immer am besten gefallen. Ich fand die Einführung in die Welt mehr als gelungen, weil Tolkien es schafft, dem Leser die Welt der Hobbits so wunderschön nahezubringen. Mag sein, dass nicht allzu viel passiert, aber ich fand das Buch einfach nur schön ;-)
also cih bin im moment dabei, den ersten teil zu lesen. bin noch recht am anfang, bin aber nicht soooo begeistert. mir ist das irgendwie viel zu gestelzt geschrieben und sehr förmlich und kompliziert ausgedrückt. gut, cih bin erst dreizehn, vllt liegts auch daran..ich weiß nicht...jedenfalls habe ich besseres gelesen.
Ich habe die Bücher ebenfalls mit dreizehn gelesen, und der "gestelzte" Schreibstil hat mich nicht wirklich gestöhrt. Dadurch kommt die Atmosphäre der Bücher viel besser zur Geltung, und vermisse ich bei den meisten anderen Fantasy-Büchern. Aber das ist wohl wirklich Geschmackssache.
John Doe
18.02.2008, 22:13
Ich finde das erste Buch ebenfalls am besten, zum einen, weil die Einführung und die Reise bis Bruchtal sehr stark an die gemütliche Sorglos-Atmosphäre im Vorgängerroman "Der Hobbit" erinnert, und zum anderen, weil im zweiten Teil ab Bruchtal die Gemeinschaft des Rings noch vollständig ist.
Die Schreibweise klingt teilweise wirklich gestelzt, keine Frage, aber in "Die Gefährten" ist das noch am wenigsten ausgeprägt. In den anderen Büchern wird in den storylines von Rohan und Gondor dieser Stil viel intensiver gepflegt.
Ollowain
19.02.2008, 18:01
Die Schreibweise klingt teilweise wirklich gestelzt, keine Frage, aber in "Die Gefährten" ist das noch am wenigsten ausgeprägt. In den anderen Büchern wird in den storylines von Rohan und Gondor dieser Stil viel intensiver gepflegt.
*lol* mir ging es genau anders herum, gegen Ende des Dritten hin, habe ich das Buch wirklich kaum noch aus der Hand legen können. Aber ich denke mal, der Erste kam mir (anfangs) so gestelzt vor, weil ich eine Weile gebraucht habe, um mich in das Buch reinzulesen.
*lol* mir ging es genau anders herum, gegen Ende des Dritten hin, habe ich das Buch wirklich kaum noch aus der Hand legen können. Aber ich denke mal, der Erste kam mir (anfangs) so gestelzt vor, weil ich eine Weile gebraucht habe, um mich in das Buch reinzulesen.
also reinlesen ist eine sache, missfallen eine andere. mir gefällt es jetzt nicht soooooo gut, wie ich es mir vorgestellt habe. es geht, ich werde weiterlesen weil die story gut ist, mehr aber auch nicht. das buch fesselt mich nciht so, wie andere es tun.
ich finde, "reinlesen" kann man sich meiner meinung nach nur in bücher, die vom aufbau her in die üblichen strukturen passen. deswegen finde ich das recht schwierig bei d.h.d.r. , weil er sich ziemlich abgrenzt. wenn man bei so einem buch nciht von anfang an richtig dabei ist, sehe ich das gefallen nicht wirklich.
naja, cih bin gespannt wies weitergeht, dann geb ich nochmal meinen senf zu dem thema hier ab^^
SemSimkin
20.02.2008, 23:22
Ich denke, es ist der Stil, der das Buch immer noch so gut macht, denn die Story ist nach heutigen Maßstäben wirklich nicht mehr außergewöhnlich. Und zu dem Stil gehören eben all die "Nachteile", die du oben aufgezählt hast. Wirkliche Spannung kommt in dem Buch tatsächlich gar nicht wirklich auf, es ließt sich eher wie ein phantastisches Historik-Buch - und fasziniert trotzdem die ganze Welt.
Hmm, ja irgendwann werde ich den HdR auch mal wieder lesen. Ist inzwischen immerhin 11 Jahre her *eek* , war so eine speckige 60er Jahre Ausgabe von meinem Vater, das hat die Atmosphäre noch verdoppelt! Also ich fand es damals sehr spannend, gerade weil es nicht zack-bum-ende vonstatten ging. Aber wenn ich es mir aus heutiger Sicht zur Brust nehme, ist es in der Tat so dass es Autoren gibt die an Tolkien mindestens herankommen. Er hat eben auch den Pionierbonus gehabt. Außer The Princess and the Goblin (von 1872!) dürfte es in der Tat das erste moderne Fantasy-Werk sein. Als provokante Hypothese von mir: Ob der gute J.R.R. heute wohl noch über den Status einer unter vielen hinauskäme ? Denn die Story ist freilich nichts Außergewöhnliches und der Kosmos zu 80% aus der Edda geklaut. Andererseits hat die Vermutung auch etwas anachronistisches ... denn kein Huhn ohne Ei ...
Rotkätzchen
21.02.2008, 19:40
Obwohl Tolkien alles getan hat, was ein guter Schriftsteller eigentlich vermeiden sollte. Er lässt seine Figuren lange Monologe statt Dialoge führen. Er erzählt langatmig und oft auch langweilig. Er schreibt verwirrend und verworren. Er nimmt Höhepunkte und Entscheidungen vorweg und erzählt im nachhinein etwas, was er schon 100 Seiten vorher verraten hat. Das widerspricht jedem dramaturgischen Aufbau
Im Silmarillion kommt diese eigenwillige Schreibweise noch viel deutlicher zu Tage. Dramaturgisch geht da tatsächlich einiges verloren, wenn man z.B. schon weiß, dass Gondolin untergehen wird, noch bevor überhaupt jemand in der aktiven Erzählzeit daran einen Gedanken verschwendet, es zu erbauen. Andererseits mag ich diese Erzählweise sehr, und das Silmarillion wird wohl immer mein Lieblingsbuch bleiben. Auch nach dem 8. Mal Lesen (Mittlerweile hab ich auch das Hörbuch ;) - wird gelesen vom Achim Höppner, die deutsch Gandalf-Stimme) findet man noch Dinge und Zusammenhänge, die man bislang vernachlässigt hat. Ich glaube, eine andere Erzählweise würde im Silmarillion auch gar keinen Sinn machen. Ich schätze, man kann eine solche Hülle und Fülle von Personen und Gegebenheiten nur in einer Art überlappenden Chronologie wirksam erzählen.
Auch ich finde das Herr der Ringe das Beste ist was bisher geschrieben wurde - in der Fantasy. Aber wie lange hat Tolkien eigentlich in Summe an diesem Buch gearbeitet? Wenn ich mich recht erinnere doch sicher über 10 Jahre. Ist es überhaupt möglich das ein anderer Autor ein Buch schreiben kann das ähnlich komplex ist und in einer derart gut ausgearbeiteten Welt spielt. Das ist doch nicht fair…
Ich glaube nicht, dass es jemals wieder ein Buch gibt, das diesem Roman das Wasser reichen kann. Tolkien muss ein genialer Mann gewesen sein! Auch wenn man "Der kleine Hobbit" oder "Das Silmarrion" ist sofort festzustellen, dass Tolkien das Schreiben im Blut hat^^
Außerdem würde es ohne das Buch (und natürlich den film) wahrscheinlich nicht die ganzen Bücher wie "Die zwerge(<-- auch ein super buch^^) / Die Elfen (<-- auch super^^) / Die Orks / Die Kobolde " usw.. geben. Die haben ihre Grundideen wohl alle - wenn auch nur etwas - bei Herr der Ringe abgeschaut. Natürlich hatte Tolkien auch seine Quellen für die Geschichte, aber hat etwas komplett neues geschaffen, was es vorher nicht gegeben hat! Also das Buch ist ein MUSS für alle Menschen (nich nur für Fantasy Fans ;) ), wer es nicht liest hat selber Schuld...
Ollowain
24.02.2008, 19:48
Ob der gute J.R.R. heute wohl noch über den Status einer unter vielen hinauskäme ? Denn die Story ist freilich nichts Außergewöhnliches und der Kosmos zu 80% aus der Edda geklaut.
Ich glaube, dass er es über den Einer-Von-Vielen-Status hinausgeschafft hätte; Tolkien hat eigentlich eine Art eigene Kultur geschaffen: Die ganzen Gedichte, Lieder und die Sprache. Das hat bis heute keiner (von dem ich weiß) (so gut und glaubhaft - soweit das in der Fantasy möglich ist) hinbekommen. Er wäre vielleicht aufgrund seines Stils nicht der wegen diesem beliebteste Autor geworden, sondern hätte eher eine Art Sonderstatus erreicht. *ja*
(Aber ohne Tolkien hätte sich die Fantasy auch nicht so entwickelt, wie sie es getan hat. Insofern ist meine Vermutung nicht wirklich stichhaltig...)
SemSimkin
24.02.2008, 20:29
Ja das ist wirklich die Sache mit dem Huhn und dem Ei. Von daher wird man wohl nie drauf kommen. Das mit der Sprache etc. ist sicherlich eine tolle Leistung - aber nicht einzigartig. Roddenberry hat soweit ich weiß mehrere Sprachen erfunden. (Also, dass ich nicht missverstanden werde: Ich finde Tolkien auch genial.)
Mit dem einer unter vielen wollte ich zum Großteil auf den heutigen Massenkommerz hinaus. Denn diese Völker-Bücher wie sie von vielen genannt werden (also Die Zwerge, Trolle, Goblins und der ganze Tand) sind achtkantig im Fahrwasser des HdR Films aufgetaucht und zogen ihren z.T. enormen Absatz aus dem für Einsteiger werbewirksamen Titel. Gerade weil Tolkien so eine getragene Schreibart hat, dürfte er zumindest im deutschsprachigen Raum sehr schwer heutzutage durchstarten können.
Wusstet ihr übrigens, dass Tolkien sehr germanophil war ? Angeblich hat er es bedauert, nicht in Deutsch schreiben zu können.
Gerade weil Tolkien so eine getragene Schreibart hat, dürfte er zumindest im deutschsprachigen Raum sehr schwer heutzutage durchstarten können.
Hm, das kann ich jetzt nicht nachvollziehen. Im allgemeinen liest sich Deutsch ein wenig schwerfälliger als das Deutsche. D. h. er dürfte wesentlich mehr Probleme im Englischen als im Deutschen haben, denn wir sind das eher gewohnt.
SemSimkin
25.02.2008, 18:06
Hm, das kann ich jetzt nicht nachvollziehen. Im allgemeinen liest sich Deutsch ein wenig schwerfälliger als das Deutsche.
Meinst du "Englisch" anstatt des ersten Deutsch ? Also ich habe das auch nicht direkt auf die Sprache bezogen, sondern auf den Buchmarkt speziell für Erstlingswerke gemeint. Kann aber gut sein, dass es in der Anglosphere noch schlimmer ist.
Obwohl das Thema schon seit einem guten Monat tot ist, möchte ich noch was erwähnen - das nicht einmal etwas mit HdR zu tun hat. (Zur "Germanophilie": 1. Ja, verdammt, Deutsch ist auch eine wunderschöne Sprache! 2. Tollkiens Vorfahren Väterlicherseits kamen aus... Sachsen! Tollkien kommt von "Tollkühn"!)
Zu der antwort von Martin_...: Wie kann man nur behaupten, wie kann man auch nur denken, dass Tollkien auf Immer der Beste bleiben (pardon: sein) wird? Weißt du, wie lange die Ewigkeit ist?
Zu seinen Sprachen... Er hat sie nicht erfunden. Lest euch nur mal den Spruch unter Moria durch; der klingt so nordisch (germanisch. Das konnte er übrigens.) wie "Walhalla". Die Elbensprachen sind, wie schon erwähnt, sehr, sehr stark an das Gällische und Walsische (?) angelehnt. Was ich damit meine....: J. R. R. hat keine Worte aus der Luft gegriffen. Und eine Grammatik zu erstellen ist nicht schwer, wenn man schon mehr als ein halbes Dutzend verschiedener gelernt hat.
Und zum Schluss zu Bisou: Es macht keinen Unterschied, in welchem Alter man das Buch liest, auch nicht mit 13 oder 11 wie damals bei mir. Man versteht nicht mehr und nicht weniger, weil es nicht schwierig oder vieldeutig erzählt ist. Es ist nicht einmal einfach erzählt, geschweigedenn gut. Es ist erzählt. Und das ist Tollkiens Verdienst. Oh. Ich erschauere.
John Doe
22.03.2008, 20:54
Warum sollte Tolkien etwas gegen Deutsch gehabt haben, wenn er Germanistik-Professor war. Wie schon erwähnt wurde, hatte er ja sogar deutsche Wurzeln. Deutsch ist Weltsprache, nicht, weil wir eine bedeutende Wirtschaftsmacht sind, sondern weil Deutsch in vielen Teilen der Welt gesprochen wird. Der Oberbefehlshaber der Allierten im Kampf gegen Hitler-Deutschland, Eisenhower, hatte deutsche Wurzeln. "Eisenhower" kommt von "Eisenhauer", der Name hat also eine ähnliche Entwicklung hinter sich wie der Name "Tolkien".
Und zum Schluss zu Bisou: Es macht keinen Unterschied, in welchem Alter man das Buch liest, auch nicht mit 13 oder 11 wie damals bei mir. Man versteht nicht mehr und nicht weniger, weil es nicht schwierig oder vieldeutig erzählt ist. Es ist nicht einmal einfach erzählt, geschweigedenn gut. Es ist erzählt. Und das ist Tollkiens Verdienst. Oh. Ich erschauere.
Ich glaube kaum, dass man den Herrn der Ringe vollständig verstehen kann, ohne zumindest das Silmarillion und den Hobbit gelesen zu haben. Wenn du die Meinung vertrittst, der Roman ist schlecht geschrieben, ist das ja kein Problem. Aber bei dir hört sich das etwas..ähm, allgemeingültig an;-)
Gut, das stimmt. Ich habe wirklich nur den Herrn der Ringe gelesen, und, obwohl ich es mir vorgenommen hatte, weder den Hobbit noch irgendein anderes, Tolkiensches Werk. Mag sein, dass ich es deswegen nicht gut, beziehungsweise gar nicht verstehen kann, aber: Ich will nun etwas sticheln und sage, ich habe die Edda gelesen. Wirklich, interessant was da so alles.... zufällig ähnlich ist. *lach* Hat Tolkien nicht auch öffentlich zugegeben, sich der nordischen Mythologie bedient zu haben?
Wie dem auch sei: Das mit dem langweiligen erzählen ist so eine Sache... Langweilig erzählt wird es immer bleiben. Aber vielleicht kommen "Aha!" und "Oh Gott!" und "Nein!" Effekte dazu, wenn man die Vor- und Nachgeschichten kennt. Ich weiß es nicht, doch ich wage daran zu zweifeln. Tut mir leid, aber ich halte einfach fast nichts von Tolkien.
Belle Morte
22.03.2008, 22:24
Was ist denn daran so schlimm, das er die Edda beansprucht hat? Welcher Autor bleibt denn schon gänzlich unbeeinflusst von anderen Werken?
Irgendwer, ich weiß nur noch, das "Sem" in seinem Namen war, er sich als netten Rocker bezeichnet und lange Haare mag - hat einmal gesagt - sogar hier -, dass Tolkien 80% bei HdR aus der Edda entnommen hat. Das stimmt fast, es waren nämlich 81%.
*lach* Nun, beide Werte mögen übertrieben sein. Aber Tolkien selbst hat nur die Geschichte des Ringträgers und den Krieg, der praktisch Mittelerde-weit tobte, erfunden. Den Rest kann man praktisch vollkommen der Edda oder anderen Geschichten zuschreiben. (Ja, ja. Vielleicht nicht Morias Hallen, oder die Liebe der Reiter von Rohan zu ihren Pferden. Aber wirklich, sehr, sehr viel.)
Belle Morte
22.03.2008, 23:49
Das regt mich immer noch nicht weiter auf, wenn man überlegt wer dann alles bei Tolkien abgepinnt hat, war das im Grunde sogar gut so, sonst wären wir womöglich alle nicht hier *ja*
*lach* Du sollst auch keinen Tobsuchtsanfall bekommen weil Tolkien in der Edda gestöbert hat. Es soll dich nicht aufregen, aber vielleicht zeigen, dass Tolkien nicht so groß ist, wie alle Welt zu denken scheint.
Und, nein. Tolkien war kein Genie, ganz sicher nicht. Und er hat auch nicht als solches die gesamte Fantasy begründet. Er war nur der erste - aber ich versichere dir: Sie wäre auch ohne ihn gekommen. Von Tolkien hängt und hing gar nichts ab - die großen Geister kommen auch ohne ihn klar, dessen bin ich mir sicher.
Also ehrlich gesagt gehen mir deine Behauptungen so langsam auf den Geist. Hier und dort hast du was zu meckern, du wirst anscheinend überall falsch verstanden und musst überall aber auch das letzte Wort haben.
Es ist ja schön und gut, dass du deine eigene Meinung hast und (in deinem Sinne) evtl. individualistisch bist, aber dennoch empfinde ich den Großteil deiner Posts störend. Keine Ahnung wie die anderen User das sehen, aber ich kam jetzt nicht drumherum diesen Beitrag zu verfassen.
Ich würde es begrüßen, wenn du nicht etwas behauptest und es dann so darstellst, als ob es eines der Gebote auf der gottgegebenen Steintafel wäre.
Tolkien war kein Genie, ganz sicher nicht.
Viele, sehr viele Menschen lesen HDR und sind begeistert. Das was er da erschaffen hat ist - und das ist Fakt - ein mehr als erfolgreiches Werk. Nicht nur die Verkaufszahlen belegen das, sondern auch die Fans, unzählige Gruppierungen, sowie nachfolgende Autoren, die sich von ihm haben inspirieren lassen. Einen Mensch, der sich über 15 Jahre (genaue Zahl weiß ich nicht genau) lang hinsetzt und an einem Werk arbeitet, in das er sein Herzblut fließen lässt und das Tausenden von Menschen bezaubert, bezeichne ich sehr wohl als Genie.
Und er hat auch nicht als solches die gesamte Fantasy begründet. Er war nur der erste - aber ich versichere dir: Sie wäre auch ohne ihn gekommen.
Meiner Meinung nach kann man ihn als Begründer unser heutigen Fantasy betrachten, da er einen sehr entscheidenden Einfluss auf die Fantasy genommen hat. Hätte es das Werk nicht gegeben, glaube ich nicht, dass die Fantasy einen derartigen Boom erlebt hätte, oder sie überhaupt in der Qualität und Quantität vorhanden wäre.
Quellen, oder vielmehr Bausteine der Fantasy sind alte Mythen und Legenden, Märchen und Sagen. Die wagemutigen Handlungen der Helden alter Geschichten, sowie die gefährlichen Abenteuer, die sie überstehen, dienen als Inspiration und Grundidee der Fantasy-Literatur. Tolkien hat sich der Edda bedient, wie du sagst. Ist das ein Frevel? Macht ihm das zu einem kleinen Autoren? Ideen, Ansätze, Elemente werden immer von irgendwas übernommen oder man schaut sich was ab und verändert es nach seinen Wünschen. Tolkien hat mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit auch aus anderen Quellen Dinge entnommen, sei es der Bibel, Kriegsberichten oder philosophischen Texten. Eine völlig natürliche Sache.
Ich z.B. schreibe auch. Natürlich bin ich beeinflusst von den Filmen, Bücher, Spiele, die ich gesehn, gelesen bzw. gespielt habe, auch wenn dann teilweise unbewusst Teile in meine Geschichte verwendet werden, die auch dort drin enthalten waren.
Das mit dem langweiligen erzählen ist so eine Sache... Langweilig erzählt wird es immer bleiben.
Für den Einen ist dieser Stil schön und aufschlussreich, da man sich alles genau bildlich darstellen kann und Charaktere und Ortschaften in all ihnre Facetten gezeigt werden. Der Andere denkt sich "Boah ist das ätzend, stinke-langweilig!" Ich gehöre da eher der ersten Gruppe an.
So. Nach dem langen Schreiben ist die Wut einwenig verraucht...
@Dreyth
Tolkien war der Wegbereiter der modernen Fantasy, da gibt es überhaupt keinen Zweifel.
Mit 15 fand ich auch manch anderes Buch besser als den Herrn der Ringe , weil es kurzweiliger war....
Natürlich spaltet der HdR, weil er eben ungewöhnlich und anders ist als allles ist, was man (meistens!) an Fantasy kennt.
Weit ausschweifend, komplex, manchmal ausladend....Aber das macht auch das Buch aus, auch für mich.
Dass Tolkien sich verschiedener Mythologien bedient hat, ist übrigens wahrlich kein Geheimnis aber bevor es dich schockiert möchte ich dir schonend beibringen, dass auch andere Autoren sich Inspirationen einholen,....
SemSimkin
23.03.2008, 10:49
... dass Tolkien 80% bei HdR aus der Edda entnommen hat. Das stimmt fast, es waren nämlich 81%.
*lach* Nun, beide Werte mögen übertrieben sein. Aber Tolkien selbst hat nur die Geschichte des Ringträgers und den Krieg, der praktisch Mittelerde-weit tobte, erfunden. Den Rest kann man praktisch vollkommen der Edda oder anderen Geschichten zuschreiben. (Ja, ja. Vielleicht nicht Morias Hallen, oder die Liebe der Reiter von Rohan zu ihren Pferden. Aber wirklich, sehr, sehr viel.)
:p Naja, ich meinte dass ja auch nur plakativ. Aber gerade die Geschichte des "verfluchten Ringträgers" ist doch 1:1 aus dem Ring der Nibelungen übernommen. (Sogar bis hin zu dem Mord an einem König bei einer Flussdurchquerung lange vor der Handlung der eigentlichen Geschichte)
Aber dass mit "Tollkühn" habe ich auch nicht gewusst ! Ist ja naheliegend ... jetzt wo mans weiß *cool* .
Kann sein, dass ich das hier schonmal gepostet habe, aber passt ja gut zum (inzwischen gewordenen) Thema:
"I do have a burning private grudge against that ruddy little ignoramus person for ruining, perverting, misapplying, and making for ever accursed, that noble northern spirit, a supreme contribution to Europe, which I have ever loved, and tried to present in its true light." (J.R.R. Tolkien über Adolf Hitler)
Belle Morte
23.03.2008, 13:55
*lach* Du sollst auch keinen Tobsuchtsanfall bekommen weil Tolkien in der Edda gestöbert hat. Es soll dich nicht aufregen, aber vielleicht zeigen, dass Tolkien nicht so groß ist, wie alle Welt zu denken scheint.
Und, nein. Tolkien war kein Genie, ganz sicher nicht. Und er hat auch nicht als solches die gesamte Fantasy begründet. Er war nur der erste - aber ich versichere dir: Sie wäre auch ohne ihn gekommen. Von Tolkien hängt und hing gar nichts ab - die großen Geister kommen auch ohne ihn klar, dessen bin ich mir sicher.
Dem schliesse ich ich sogar an, ich mag die Trilogie, aber ich bin auch schon als Ketzer bezeichnet worden, weil ich ihn nicht für den Brüller-Schreiber halte.
Als ich das erste Mal den Herrn der Ringe gelesen habe, war ich teilweise begeistert von der Welt, die das Buch in meinen Kopf projezierte, aber doch habe ich einige Dinge nicht verstanden.
Umso öfter ich die Bände jedoch lese, bin ich immer wieder überrascht über die kleinen Details, die liebevoll in dieses Meisterwerk hinein gestreut wurden und bin erstaunt, wenn ich mal wieder einen kleinen Faden entdecke, der genau diese gerade eben erst geschehene Handlung mit einer Früheren verbindet.
Ich schreib ja selbst auch sehr gern, aber ich bin immer wieder fasziniert davon, wie durchplant diese Bücher sind und jedes kleinste Detail scheint so wichtig zu sein, dass man sie aber dennoch gar nicht alle wahrnehmen kann...
Ich sehe es genauso, wie Razor. Für mich ist Tolkien ein großer Teil der heutigen Fantasy. Ohne ihn würden bestimmt einige immer noch über Lindwürmer, die von großen, ritterlichen Drachentötern getötet werden, schreiben und nicht von Elben, und selbst die Elfen wären immer noch diese kleinen Wesen, die um Blumen herum fliegen.
Er ist vielleicht kein Begründer, aber er ist Mitgründer ;) und ein großer noch dazu...
Also ehrlich gesagt gehen mir deine Behauptungen so langsam auf den Geist. Hier und dort hast du was zu meckern, du wirst anscheinend überall falsch verstanden und musst überall aber auch das letzte Wort haben.
Ich sage nur meine Meinung: dass sie dir nicht gefällt kann ich verstehen. Aber dennoch werde ich in einem Diskussionsthema nicht einfach die Hände in den Schoß legen und schweigen, weil die Welt dann glücklicher ist, verzeih mir das bitte.
Einen Mensch, der sich über 15 Jahre (genaue Zahl weiß ich nicht genau) lang hinsetzt und an einem Werk arbeitet, in das er sein Herzblut fließen lässt und das Tausenden von Menschen bezaubert, bezeichne ich sehr wohl als Genie.
Was soll ich zu dem jetzt sagen? Wenn dies deine Meinung ist, dann ist es dein gutes Recht. Aber ich denke das einfach - und das absolut - nicht.
Meiner Meinung nach kann man ihn als Begründer unser heutigen Fantasy betrachten, da er einen sehr entscheidenden Einfluss auf die Fantasy genommen hat.
Hier ist wieder der Gegensatz zwischen deiner und meiner Meinung: Ich kann dagegenhalten, dass die Welt förmlich nach solch einer Art von Literatur gegiert haben muss. Denk doch nur einmal: Es gab praktisch nichts vergleichbares, wie auch durch die Science Fiction kam ein ganz neuer Zweig der Literatur heraus - Und davor hatte es über Jahrzehnte immer nur den selben Stil gegeben. Im Übrigen muss ich in diesem Zusammenhang erwähnen, dass es im 18. Jahrhundert kein einziges, dem breiten Volk zugängliches Unterhaltungswerk gab: Dies kam erst im 19. Jahrhundert auf und ich will behaupten, dass Tolkien sich nicht schwer getan hat, etwas eigenes zu erfinden, da die Literatur zu dieser noch sehr, sehr jung war.
Wieso die Welt gegiert haben muss? Weil sie sich so auf ein derart zumindest-einmal-mir-ganz-sicher-nicht-gefallendes Werk gestürzt hat. Tolkiens Stil bezeichne ich nicht als langweilig weil er alles relativ detailliert beschreibt oder ausführlich ist, sondern weil er dies alles einfach monoton macht. Ich weiß nicht mehr, wer geschrieben hat, dass sich Herr der Ringe wie ein Fantasy-Geschichtsbuch liest,aber: Er hat vollkommen recht.
Das du aber wütend bist, Razor, verstehe ich - ja, das klingt jetzt wieder mal idiotisch. Aber würde jemand die Elfen von Hennen so kritisieren, wie ich Herr der Ringe "bloßstelle"... Es würde mich auch nicht kalt lassen. Dennoch, ich beharre auf meiner Meinung.
Sem: Ja, das... könnte man so sehen, wenn man es denn sehen will. Sicherlich kannte Tolkien die Nibelungensage, also ist das wirklich ein interessanter Gedanke - obwohl ich sie erst vor einem halben Jahr gelesen habe, bin ich bisher nicht darauf gekommen. Dass Tolkien Hitler (so ich es denn richtig übersetzt habe) relativ... Das er jedenfalls nicht gegen ihn war, ist interessant. Sehr.
Nun, ich habe mich nie mit all den Parallelen Tolkiens HdR zu all den anderen Werken befasst, ich habe nur einmal die meistgenannten Punkte, und auch auffälligsten niedergeschrieben. Ich empfehle diesen --> Link (http://www.wurzelwerk.at/thema/landgodhtru08.php) <-- nur noch einmal, er hilft vielleicht, zu verstehen, was ich eigentlich die ganze Zeit meine.
Danke Sem für diesen Einblick auf die Ringträgerei. :)
SemSimkin
23.03.2008, 17:14
Wegen Nibelungensage: Gab auch kürzlich (bzw. immer mal wieder) ne tolle Reportage auf arte über Legende und Historie.
Naja, wegen dem Zitat würde ich aber durchaus meinen, dass Tolkien gegen Mr. Evil war. Als Paganismus-Sympathisant will ich auch noch extra drauf hinweisen, dass Nordisch nicht gleich Nazi ist ... auch wenns nem Kampf gegen Windmühlen gleicht.
Hab den Link mal überflogen, interessant. Dass Gandalf praktisch den späten (Dichter)Odin darstellen soll, ist ja fast augenscheinlich. Ich glaube "Gandalfr" ist auch ein Name eines Zwergen (Dunkelalben) aus der Edda.
@Razor:
Wenn man über Bücher spricht, sollte man auch in der Lage sein, dass einer eben nicht dies selbe Meinung vertritt und vielleicht das Lieblingsbuch verreisst. Dieses Recht hat jeder hier, so lange er dies mit Argumenten untermauert und keine Platitüden ablässt.
Was den Herrn der Ringe betrifft, so schätze ich das Buch auch sehr, aber ich halte Tolkien weder für ein Genie, noch für den Erfinder der Fantasy. Letzten Endes hat er auch das gemacht, was auch heute viele Fantasy Autoren machen: Aus bestehenden Texten ideen gezogen, diese variiert und mit anderen Anleihen zu etwas neuem zusammengefügt.
Sem: Stimmt, Gandalfr ist ein Zwerg. Ich wollte dies, obwohl ich darum wusste, aber nicht schreiben - ich denke dies ist ein anderer Gandalf und wollte "Unkundige" :D nicht verwirren.
Es klingt nun... Naja, ich bekleckere mich jetzt nicht gerade mit Ruhm: Aber könntest du das Tolkien Zitat einmal übersetzen? Mein Englisch ist wohl nicht gut genug... *nein*
Und nein, ich verstehe das es ihn aufregt. Es zeigt nur noch mehr, wie unterschiedlich Vorlieben und Verständiße von Büchern sein können - Außerdem hat er nur gesagt, dass es ihn aufgeregt hat: Er war immer noch höflich. *schulterzuck* Ich möchte jedenfalls niemanden aufregen - Die Leute sind in ihrer Freizeit hier und wollen sicher nicht ihre Tastatur zerbeißen nur weil sie einen Beitrag von mir lesen.
Dr. Borstel
23.03.2008, 20:31
Ich sage nur meine Meinung: dass sie dir nicht gefällt kann ich verstehen. Aber dennoch werde ich in einem Diskussionsthema nicht einfach die Hände in den Schoß legen und schweigen, weil die Welt dann glücklicher ist, verzeih mir das bitte.
Vorweggenommen, ich habe absolut nichts gegen freie Meinungsäußerungen. Auch wenn ich persönlich den Herrn der Ringe für einen Geniestreich der Literatur halte, wie es ihn so selten gegeben hat, kann ich mehr als nachvollziehen, wenn jemand weniger begeistert von den Büchern ist als ich. Sie sind schwierig, langatmig, ja - den Schreibstil als unvollkommen zu bezeichnen und Tolkien wegen den nach heutigen Maßstäben vielen Mängeln des Buches zu kritisieren, finde ich völlig in Ordnung.
Was du hier allerdings präsentierst, ist wirklich allerunterste Schublade. Versuch wenigstens, auf andere Leute einzugehen, das, was du hier schreibt, regt nicht nur Razor auf, und das zu recht.
Dass Tolkien sehr viel aus der nordischen Mythologie entnommen hat, ist weithin bekannt. Was war Fantasy denn zu der damaligen Zeit? Es gab damals nur Märchen und eben Legenden. Tolkien hat ein völlig neues Genre kreiert, dass es bis zu der Zeit einfach nicht gab, indem er alte Mythen genommen und sie in einer völlig neuen Welt spielen lassen hat. Das war zu der damaligen Zeit mehr als innovativ, so etwas hat es einfach nicht gegeben bis dahin (wenn du dich so mit derartigen alten Mythen auskennst, solltest du auch den Unterschied zwischen denen und einem Fantasyroman erkennen).
Dass du im Übrigen Tolkien des Abschreibens beschuldigst, finde ich ziemlich lachhaft, wenn du gleichzeitig Hennens Elfen über alle Maßen lobst - Elfen wurden erst durch Tolkiens Elben zu dem, was sie heute sind. Der eigentliche Begriff der Elfen stammt von den Alben, kleinen Dämonen, die nachts Angst und Schrecken verbreiten -> siehe Wikipedia. Hennen hat folglich ebenfalls stark bei Tolkien abgeschrieben, nicht nur, was das angeht, auch bei der Handlung. Die klassische Queste hat schließlich ebenfalls Tolkien erfunden (bzw. neu interpretiert, also hat Hennen entweder bei Tolkien oder auch bei alten Legenden kopiert).
Nicht dass ich Hennen kritisieren wollte, ich halte Die Elfen und Folgebände durchaus für gute Bücher, nur um das klarzustellen. Das war nur gerade ein naheliegendes Beispiel.
Zusammenfassend: Tolkien hat nichts neu erfunden, dennoch ist er für mich der Begründer des Genres - auch wenn schon Dichter wie Homer im Grunde Fantasy geschrieben haben, ist das, was wir heute Fantasy nennen, in meinen Augen auf Tolkiens Mist gewachsen. Wessen Meinung da abweicht, den verstehe ich. Mir meine Meinung allerdings vollkommen abzusprechen finde ich eine Frechheit.
Für mich ist Tolkien aus ebendem Grund ein Genie: Er hat eine Welt erschaffen, und das mit einem Detailreichtum, für die heute die meisten Autoren zehn Bücher oder mehr brauchen. Seinen Schreibstil liebe ich, und auch da mag es andere Meinungen geben, die ich gut verstehe - nur respektiert meine. Jedem sein Geschmack, und laut meinem ist HdR das Meisterwerk der Fantasy schlechthin.
Sem: Ja, das... könnte man so sehen, wenn man es denn sehen will. Sicherlich kannte Tolkien die Nibelungensage, also ist das wirklich ein interessanter Gedanke - obwohl ich sie erst vor einem halben Jahr gelesen habe, bin ich bisher nicht darauf gekommen. Dass Tolkien Hitler (so ich es denn richtig übersetzt habe) relativ... Das er jedenfalls nicht gegen ihn war, ist interessant. Sehr.
Ähm, falls mein armseliges Englisch mich da nicht im Stich lässt, besagt das Zitat doch nur, dass Tolkien einen Groll gegen Hitler hegt, weil dieser die nordischen Mythen so in den sprichwörtlichen Dreck zieht, oder?
Die Nibelungensage floss bei Tolkien wohl noch eher in den Hobbit mit ein, würde ich behaupten.
Ähm, falls mein armseliges Englisch mich da nicht im Stich lässt, besagt das Zitat doch nur, dass Tolkien einen Groll gegen Hitler hegt, weil dieser die nordischen Mythen so in den sprichwörtlichen Dreck zieht, oder?
Die Nibelungensage floss bei Tolkien wohl noch eher in den Hobbit mit ein, würde ich behaupten.
Das hast du ganz richtig verstanden. Tolkien hatte den völlig korrekten Eindruck, dass Hitler die nordischen Mythen verdreht und pervertiert hat.
Meines Wissens hat Tolkien auch nie abgestritten, sich der nordischen Mythologie bedient zu haben.
Dr. Borstel
23.03.2008, 21:03
Das hast du ganz richtig verstanden. Tolkien hatte den völlig korrekten Eindruck, dass Hitler die nordischen Mythen verdreht und pervertiert hat.
Meines Wissens hat Tolkien auch nie abgestritten, sich der nordischen Mythologie bedient zu haben.
Danke, das freut mich.
Ganz im Gegenteil, er hat es sogar selbst offen angesprochen. Ich habe gerade keine Lust, nach irgendwelchen Zitaten zu suchen, aber das war tatsächlich der Fall. Naja, Tolkien hat eben bei irgendwelchen Mythen und Legenden abgeschrieben, dafür schreiben heute alle bei Tolkien ab - was ist daran so verwerflich? Solange was Gutes dabei herauskommt ...
Borstel: Nun, ich vertrete meine Meinung hier vor allen und ich vertrete sie absolut. Mein Standpunkt ist und bleibt einfach dieser Standpunkt; Ich habe aber nie gesagt, dass andere falsch wären. All die Vergleiche mit der Edda und den nordischen Sagen mögen dir bekannt gewesen sein; mir aber waren sie es lange Zeit nicht und haben mich deshalb umso mehr erschrocken. Ich denke zudem, dass kaum ein Durchschnittsleser - und diese bilden einfach numal das Groß - um diese Begebenheit weiß.
Ich habe niemals gesagt, dass Razor falsch liegt, ich habe auch nie versucht ihn von meiner Meinung zu überzeugen. Auch nicht dich, oder sonst jemanden. Ich habe nur gesagt, was ich von dem Herrn der Ringe halte: Und das in einem Thema, dass nach meiner Meinung fragt. ò.ó
Tolkiens Aussage: Ich habe deshalb auch um eine Übersetzung gebeten, in der Nachricht über deiner ersten.
was ist daran so verwerflich? Solange was Gutes dabei herauskommt ...
So, und jetzt ein großer, fetter, immer wiederkehrender Satz von mir, den anscheinend keiner hören will: Das ich Tolkien für einen schlechten Autor halte, liegt nicht an gewissen Parallelen zur Edda, anderen Sprachen oder Sagen - er schreibt, einfach, nicht, gut!
Das was du über Hennen sagst (und: Nein, das, was du als Alben bezeichnest ist eine mittelalterliche, christianisierte Vorstellung.) stimmt. Hennen hat sogar sehr viel offensichtlicher an andere Werke angelehnt, zB schon "Jarl" - Das ist das germanische Wort für Herzog. Allerdings schreibt er im Gegensatz zu Tolkien ausgezeichnet.
SemSimkin
25.03.2008, 20:47
@Dreyth: Also hier mal ne Übersetzung.
Ich hege einen brennenden, privaten Groll gegen diese kleine verdammte Ignoranten-Person aufgrund ihres Runierens, Pervertierens, Missbrauchens und für immer verhasst Machens dieses noblen, nordischen Geistes, eines höchsten Beitrags zu Europa, welchen ich immer geliebt habe und versucht, ihn in seinem wahren Licht zu zeigen.
Also schon nicht so gaaaaanz positiv ;).
*lach* Ich habe all das negative auf "kleine ignorante Leute" bezogen, und Hitler in einen Zusammenhang mit dem edlen, nordischen Geist gebracht. Ich hoffe mich schlägt jetzt niemand; es war nur ein Versehen. :)
Tut mir leid, dass ich Verwirrung gestiftet habe.:rolleyes:
Ich denke, daß man über die Autorenqualität Tolkiens streiten kann. Ich glaube auch kaum, daß sich Tolkien selbst in erster Linie als Autor sah. Er war Wissenschaftler und hat auch auf diese Art und Weise geschrieben. Wird wohl kaum jemand abstreiten.
Nur stellt sich mir die Frage, ob du einmal einen Orginaltext von Tolkien gelesen hast, oder nur eine Übersetzung. Auch hier würde mich interessieren, welche Übersetzung du gelesen hast, da ich persönlich die eine auch grausig finde. ;)
Aber nimm es mir bitte nicht übel, aber der HdR ist nur ein sehr geringer - wenn auch der bekannteste - Teil von Tolkiens Schaffen. Und wenn dir die wunderbaren Lays of Beleriand ("Gedichte" über das erste Zeitalter, in Art und Weise der Orginal-Edda nahekommend) auch sprachlich nicht gefallen, dann hast du einen komplett anderen Geschmack als ich. Nur sind diese Texte in einem sehr antiken Englisch geschrieben, daß teilweise doch schwer zu verstehen ist. Aber wenn man sich dem mal genauer widmet und es vor allem mal laut vorliest, bezaubert schon allein die Klangfolge. *lieb*
_zuchtmopsNRW_
27.03.2008, 08:27
@luthien
da muss ich dir voll und ganz zustimmtne in allen punkten*ja*
sehr gut gesprochen
tolkien hat nunmal seien eigenen schreibstil und vielleicht macht auch grade das seine bücher so einzigartig
ich sammle viele seiner werke und lese sie alle gerne
ehrlich gesagt finde ich herr der ringe da noch am schlechtesten :rolleyes:
Ich habe beide Überetzungen gelesen, das original-englische aber nicht. Wie sollte ich auch, da ich doch nicht mal diesen einfachen Satz übersetzen kann? *mph*
Ich weiß, oder zumindest habe ich mir sagen lassen, dass Tolkien ein gutes Englisch hatte (ist auch klar, bei seiner Vorgeschichte.) Meine Englischlehrerin zum Beispiel hat einmal - ziemlich begeistert übrigens - gesagt, dass Tolkien "mit der Sprache spielt".... Nun, dazu kann ich nichts sagen. *schulterzuck* Vielleicht tue ich ihm Unrecht und nur die Übersetzer sind böse?
ExLibris
27.03.2008, 12:35
Vielleicht tue ich ihm Unrecht und nur die Übersetzer sind böse?
Also Herr Krege war mit Sicherheit von allen guten Geistern verlassen....
"Chef" *vogel*
Also Herr Krege war mit Sicherheit von allen guten Geistern verlassen....
"Chef" *vogel*
Da fällt mir auch auf, dass in meinem Bekanntenkreis insbesondere Diejenigen mit dem Herrn der Ringe nichts anzufangen wussten, die Kreges Übersetzung gelesen hatten.
Ich selbst habe vielleicht nur die Hälfte der "Gefährten" dieser Übersetzung gelesen und mich sehr schnell davon wieder abgewendet.
Mich würde mal interessieren, welche scharfen Kritiker hier welche Übersetzung gelesen haben, oder sogar das Original für nicht gut befinden (was ich nicht beurteilen kann, da ich das Original leider nie gelesen habe....)
Also Herr der Ringe ist mein Lieblingsbuch! Hab aber nur die normale deutsche übersetzung gelesen...
Aber ich mag Tolkien allgemein:
Tuor und seine Ankunft nach Gondolin
Feanors Fluch
Die Kinder Hurins
Der kleine Hobbit
--Nachrichten aus Mittelerde
Silmarillion
ja und noch andere ^^
Aber ich mag Tolkien allgemein:
Tuor und seine Ankunft nach Gondolin
Feanors Fluch
Die Kinder Hurins
Silmarillion
Was heißt "normale" Übersetzung? Die Erste?
Zudem sei hier festzuhalten, dass die ersten drei von dir genannten Erzählungen aus dem Silmarillion stammen......
SemSimkin
27.03.2008, 23:53
Öhm, wer hat denn die 60er Jahre Ausgabe übersetzt ? Diese 3 grünen Bände im Schuber. Habe es gerade nicht hier.
Die erste Tolkienübersetzung war von Margaret Carroux. Das sind - zumindest bei mir - die weißen, gebundenen Ausgaben.
Alles andere dürfte von Wolfgang Krege sein, aber da bin ich mir nicht so sicher. Wäre nett, wenn man jemand auf diesen grünen Schuber gucken könnte (den kenn ich nämlich auch :D ).
ExLibris
28.03.2008, 07:51
@ Luthien
Stimmt schon was du sagst. Die erste Übersetzung ist von Margaret Carroux (1970), http://www.klett-cotta.de/fantasy_buecher_t.html?&tt_products=1575
Die neue stammt von Wolfgang Krege (2000).
Eine kurze Gegenüberstellung findet man zB hier: http://www.elronds-haus.de/translate.htm
Etwas ausführlicher hier: http://www.herr-der-ringe.ws/Gegenueberstellung-Krege-Carroux.pdf
SemSimkin
28.03.2008, 22:45
Wurde das wirklich erst 1970 übersetzt ? Kann ich ja fast nicht glauben. Ah, diese Krege-Übersetzung scheint ja wirklich schrecklich zu sein. Das wars dann bei mir auf keinen Fall !
Tolkien: "I hope Strider or someone will come and claim us."
Carroux: "Ich hoffe, Streicher oder sonst wer wird kommen und uns abholen."
Krege: "Hoffentlich kommt Streicher und holt mich im Fundbüro (!!!) ab.".
hmmm okey ich hab das Rote dicke buch :D keine ahnung von wem dat übersetzt wurde...
und ja ich hab halt diese Geschichten nur einzeln und ned im Silmarillion...
Simon the Sorcerer
01.04.2008, 20:39
hmmm okey ich hab das Rote dicke buch :D keine ahnung von wem dat übersetzt wurde...
Tja... das "rote dicke Buch" gibt es von M. Carroux und von W. Krege ...glaub ich ?!
Aber die Übersetzung von Krege ist wirklich zum davonlaufen schlecht *mph*!
Grüße
Tja... das "rote dicke Buch" gibt es von M. Carroux und von W. Krege ...glaub ich ?!
Aber die Übersetzung von Krege ist wirklich zum davonlaufen schlecht *mph*!Ich zitiere mal aus meiner "roten Bibel": [Aus dem Engl. übers. von Margaret Carroux. Gedichtübertr. von E.-M. von Freymann. Durchges. und rev. von Roswith Krege-Mayer]. - 3. Aufl. - Stuttgart: Klett-Cotta, 1993
Simon the Sorcerer
01.04.2008, 21:14
@ Warin:
Es gibt aber noch ne Neuauflage vom "roten Buch", welche von Krege überstetzt wurde....
Der Herr der Ringe. Die Gefährten / Die zwei Türme / Die Rückkehr des Königs. Mit Anhängen und Register. von John Ronald Reuel Tolkien und Wolfgang Krege von Klett-Cotta (Gebundene Ausgabe - 2002)
Quelle: Amazon.de
Grüße
Meine Ausgabe vom "roten Buch" ist von 2003 - ebenfalls von Krege übersetzt. Ich nehme mal an es handelt sich um die gleiche Übersetzung? Falls ja, kann ich nur von ihr abraten, denn sie enthält einige Mängel, die mir persönlich wirklich auf den Geist gehen. So konnte sich Krege nicht einigen, ob er die Sprache modern halten sollte, oder lieber altmodisch. Und auch den Majestätsplural "Ihr" hat er abgeschafft und Siezt stattdessen nur noch, was mMn völlig unangemessen für den HdR ist.
Kreges Übersetzung ist zwar kein Weltuntergang, ich würde aber dennoch die von Carroux empfehlen ;)
Falls noch Bedarf besteht über die verschiedenen Übersetzungen zu diskutieren, schlage ich vor einen eigenen Thread dafür zu erstellen.
Leider geht hier das eigentliche Thema unter: Tolkiens Werk.
@Yvaine: Wie fandest du denn das Buch im Allgemeinen, jetzt mal abgesehen von einigen Makeln des Übersetzers?
Es gibt Dinge, die einfach nicht verstehe: Der Herr der Ringe ist das bestverkaufte Buch des 20. Jahrhunderts nach der Bibel. Jetzt machen die eine Neuübersetzung wegen des Booms durch die Filme und dann kommt so was raus: Eine Übersetzung, unausgegoren und umstritten. Wozu bitteschön gibt es Lektoren und Redakteure? Ich verstehe ja, dass bei Büchern mit geringer Auflage gespart wird. Da trägt sich ein Lektor einfach nicht mehr, aber hier??? Das ist doch zu doof.
Curuthrandir
07.04.2008, 15:13
Ich glaub immer noch das Kreges Version von HdR irgendwie einfach als Aprilscherz gedacht war oder als krasse Alternative bzw moderne Anpassung... Ansonsten wäre eine Übersetzung auch nicht von Nöten gewesen. Silmarillion und Hobbit sind extrem gut übersetzt und haben auch den selben Flair wie Tolkiens Originale...was halt das Problem ist: Coreaux (oder wie auch immer) schreibt wesentlich geschwollener als Tolkien und Krege verballhornt alles. Das Tolkien nicht immer bierernst schrieb, sollte einem spätestens beim Hobbit aufgefallen sein...also: Sch*** auf die Übersetzung, lies das Original ^^
ExLibris
26.09.2008, 11:56
Für alle Fans, die sich etwas Besonderes leisten wollen/können, erscheint Ende September eine Luxusausgabe. Ledergebunden, limitiert auf 7.777 Stück, Carroux-Übersetzung.
Luxusausgabe
Produktbeschreibungen
Die bekannte Übersetzung von Margaret Carroux neu durchgesehen und in neuer Rechtschreibung. Limitierte Auflage!
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Der Band enthält alle drei Bücher und die Anhänge:"Die Gefährten","Die zwei Türme","Die Rückkehr des Königs"und die Anhänge und Register
Sehr schön gemacht! Aber der Preis von € 98,00 ist natürlich saftig! Eher ein Buch zum Sammeln als zum Lesen.
Die bekannte Übersetzung von Margaret Carroux neu durchgesehen und in neuer Rechtschreibung.
Wow, das hört sich toll an. Die Kerge Übersetzung schein einfach zu modern zu sein. Ich jedenfall kenne nur die alte.
Cullabay
01.10.2008, 16:13
Als langjähriger Herr der Ringe Fan habe ich inzwischen alle Versionen gelesen. Zuerst die alte Übersetzung von Carroux ,dann das englische Original und zum Schluss die neue Übersetzung von Krege - die allerdings nicht alle drei Bände, weil ich in dieser Sprache sämtliche Atmosphäre des Originals vermisst habe. Bei Margaret Carroux kommt sie dagegen recht gut rüber.
Was ich auf jeden Fall sagen kann ist, dass ich wohl niemals zu einem Fan des HdR geworden wäre, hätte ich die Krege-Übersetzung als erstes gelesen.
Die Sprache ist platt, die Wortwahl beliebig und er versucht meiner Meinung zeitgeistig an die Umgangssprache anzubiedern. Und das bekommt einem Buch ganz schlecht, das ja im Prinzip in einem mittelalterlichen und mystischen Welt spielt.
Un ich habe auch noch ein Wort zu Tom Bombadil. Obwohl er ja eigentlich keinen wirklichen Beitrag zur Handlung liefert, hat er für die Dramaturgie vielleicht doch einen Sinn. Wenn man die Reise Frodos nach Mordor betrachtet besteht sie abwechselnd immer wieder aus Phasen der akuten Gefahr und Phasen der relativen Sicherheit. Diese Sicherheit nimmt im Verlauf des Buches von Mal zu Mal ab und die Gefahr wird größer.
So ist Tom Bombadil der erste Hort der Sicherheit und hier kann Sauron dem Ringträger absolut nichts Böses anhaben. Danach Bruchtal, hier sind die Reiter schon an der Furt, aber man hat immer noch das Gefühl, dass die Mahct des Bösen noch nicht stark genug ist um Bruchtal gefährden zu können. In Lorien sieht das schon ganz anders aus, die Bedrohung ist deutlich näher. Un die letzte Station der relativen Sicherheit ist die Begegnung mit Faramir, da kann man allerdings schon kaum noch von Sicherheit reden.
Nightfarer
07.10.2008, 14:20
Ich habe die Bücher am Anfang in der Krege Übersetzung gelesen. Doch die fand ich fürchtbar und hab mir die Alte besorgt. Von der war ich begeistert. Aber so ist es nun mal mit Übersetzungen. Die einen sind gut, die anderen schlecht. Manche Bücher sollte man deshalb auf Englisch lesen.
Emma Leigh
12.10.2008, 11:39
Der Herr der Ringe ist bei mir so eine Sache. Ich habe die Bücher erst letztes Jahr gelesen, weil ich mir dachte, dass man daran einfach nicht vorbeikommt. Die Filme kannte ich allerdings auch nur ausschnittsweise, also konnte ich relativ unvoreingenommen an die Sache rangehen.
Fakt ist, in die Bücher muss man sich reinlesen, was mir vor allem beim ersten Band schwer gefallen ist. Wenn man später im Film tolle Landschaftsaufnahmen sieht, muss man sich im Buch eben durch lange Beschreibungen kämpfen. Anfangs hatte ich Probleme mit der Sprache, aber je mehr man sich daran gewöhnt, desto mehr hat man auch das Gefühl, dass keine andere Sprache besser zu dieser Geschichte passt.
Alles in allem fand ich die Bücher sehr gut. Ich würde sie wahrscheinlich nicht jedes Jahr wieder lesen, aber sie haben auf jeden Fall einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen - vielleicht nicht als beste Trilogie schlechthin, aber als etwas maßgebendes.
Als alter HDR-Fan muss ich hier meinen Senf dazugeben! :)
"Der Herr der Ringe" war eines der ersten Fantasy-Bücher, die ich je gelesen habe. Ich bin durch den Zeichentrickfilm von Bakshi darauf gegommen, der eines Tages im Fernsehen lief. Danach habe ich das Buch eine Dekade lang jedes Jahr mindestens einmal gelesen und immer wieder Neues darin entdeckt bzw. endlich haben sich mir gewisse Sachen erschlossen (klar, wenn man es das erste Mal mit 11 liest...). Ich habe mich jedesmal komplett in dieser Welt verloren. Das war so prägend, dass für mich kein anderes Buch da rankommt - und das ist eine reine Gefühlssache und hat nichts mit Schreibstil, Dramaturgie etc. zu tun. Es gibt natürlich trotzdem viele andere tolle Fantasy-Bücher ...
Ich kann auch Leute verstehen, die HDR nicht mögen oder langweilig finden. Es ist schon umständlich und eigenwillig geschrieben. Was ich besonders mag, ist für andere wahrscheinlich abtörnend.
Jedenfalls finde ich die neue Übersetzung schaurig. Ich hab sie nicht wirklich gelesen sondern nur durchgeblättert, aber allein die Tatsache, dass Sam Frodo mit "Chef" statt mit "Herr" anspricht, ließ mir die Haare zu Berge stehen.
Das hat Cullabay super in wenige Worte gefasst: "Die Sprache ist platt, die Wortwahl beliebig und er versucht meiner Meinung zeitgeistig an die Umgangssprache anzubiedern. Und das bekommt einem Buch ganz schlecht, das ja im Prinzip in einem mittelalterlichen und mystischen Welt spielt."
Danke dafür, Du sprichst mir aus der Seele!
LG an alle
P.S.: Die HDR-Filme finde ich natürlich auch toll - und gerade die Tatsache, dass Peter Jackson eigene Ideen eingebracht hat, finde ich eine Bereicherung. Freue mich auch schon auf Del Toros "Hobbit"...
Für mich hat Tolkiens Werk eine besondere Bedeutung, da es mich zur Fantasy Literatur geführt hat. Ich glaube ich war ungefähr 12 als ich das Buch "Der kleine Hobbit" von meinem Bruder stibitzt habe. Er hatte das Glück das Buch als Schullektüre zu haben, unglaubliches Glück wie ich finde! Wenn ich sowas in der Schule zu lesen bekommen hätte, wäre meine Noten in Deutsch sicher besser gewesen ;)
Nach dem Hobbit war ich einfach nur fasziniert. Ich habe das Buch direkt noch einmal durchgelesen. Dann bin ich in der Bücherrei auf den Herrn der Ringe gestossen. Für mich, der ich damals eher von Büchern wie "Die drei ???" und ähnliches angetan war, waren die drei Bücher erstmal erschreckend dick. Ich habe die drei Bände dann fast am Stück verschlungen und wollte mehr davon.
Ich glaube ich habe die drei Bände in den nächsten Jahren insgesamt 10 bis 12 mal gelesen, das letzte mal ist allerdings schon eine Weile her. Tolkien hat es geschafft eine so detaillierte Welt zu schaffen wie ich sie bisher in sonst keinem anderen Buch gefunden habe. Überall spürt man Geschichten die sich hinter den verschiedenen Personen und Orten verbergen. Trotzdem belasten diese Geheimnisse nicht die Handlung, sondern regen die Fantasie nur weiter an. Mit dem Silmarillion enthüllt Tolkien dann schließlich noch einige dieser Geheimnisse man sieht einige der Charaktere und ihrer Handlungen in neuem Licht. Auch wenn das Silmarillion zeitlich vor dem Herrn der Ringe spielt, beginnend mit der Erschaffung der Welt (eine nette Anspielung auf die Bibel wie ich finde), empfehle ich jedem die Bücher in der genannten Reihenfolge zu lesen: Den Hobbit, die Herr der Ringe-Trilogie und anschließend das Silmarillion. Und dann nochmal von vorne! ;)
Andere Bücher von Tolkien haben mich seltsamerweise nicht mehr so gereizt. Ich kann nicht genau sagen wieso, aber vielleicht lag es daran das diese Bücher aufgrund von Tolkiens Tod nie von ihm in eine endgültige "Form" gebracht wurden. Es handelt sich mehr um Sammlungen von Tolkiens Aufzeichnungen, Briefen und Hintergrundinformationen zu Mittelerde. Alles muss ich aber nicht wissen, schließlich ist das was gut "verpackt" ist oft anregender als das, was für alle sichtbar ist ;)
Wie gesagt für mich hat Tolkiens Werk immer einen besonderen Platz im Herzen, da es mir die Welt der Fantasy Literatur nahe gebracht hat und mir seitdem unzählige Stunden der Freude beim lesen von Büchern diese Genres vergönnt waren.
Zu den Filmen: sie sind gut, sehr gut sogar. Vielleicht die beste Verfilmung eines Fantasy Buches bisher. Solche liebevollen Umsetzungen von Büchern sind selten. Aber zu behaupten die Filme wären besser als die Bücher, widerspricht meiner Meinung nach der Faszination und Wirkung von Büchern. Filme sind die visuelle Umsetzung von Geschichten aus Sicht einiger weniger Leute (Drehbuch-Autor, Regieseur, etc.). Man bekommt die Geschichte sozusagen vorgekaut. Oft fehlen ganze Kapitel und kein Film kann einem einen solchen Einblick in die Gedanken der Charaktere geben wie ein Buch. Beim lesen von Büchern spielt die Fantasie des Lesers jedoch die entscheidende Rolle. Könnte man Gedanken und Fantasie als Bilder oder Filme ausgeben, glaube ich kaum das es bei den Lesern zwei gleiche Bilder oder Filme gäbe. Jeder entwickelt seine eigenen Vorstellungen und Bilder der Charaktere und Orte im Kopf.
EinfachSo
10.11.2008, 18:35
*hach* HDR - benötigte 2 Anläufe... war erst 11 und hatte Anfangs so meine Schwierigkeiten in den Lesefluss zu kommen - aber dann habe ich die Bücher nicht mehr aus der Hand gelegt - ich vollkommen weg - live dabei mit den Hobbits - bin nun einige Jährchen älter und werde HDR immer wieder lesen! *ja*
Den kleinen Hobbit liebe ich auch! - bin gerade dabei diesen meinem Stiefsohn schmackhaft zu machen - denke, dass Eragon bei weitem nicht so gut ist....
die Filme - auch genial!
Sonntags bei schlechtem Wetter und "Einsamkeit" ist die Trilogie fixer Bestandteil meines Tages ;)
HDR *fan* HDR *fan* HDR *fan* *grins*
Also: ich hab letztes Jahr (glaube ich) mir mal die grünen HDR-Bücher aus der Bücherhalle ausgeliehen, hab aber nur das erste druchgelesen und das zweite nur angefangen, weil ich die Bücher ziemlich langweilig und langatmig fand und jetzt hab ich hier gelesen, dass es noch andere Übersetzungen gibt, die nicht so "schlecht" seien sollen?! Könnte mir jemand mal schreiben welche empfehlenswert ist? Ich würde es gerne nochmal probieren zu lesen!*les*
*fleh*
Sternenstaub
12.11.2008, 12:40
Glaub mal nicht, dass dadurch die Bücher anders werden, nur weil du eine andere Ausgabe liest.
Vom Grundsatz her bleibt die Geschichte doch immer die gleiche, ganz egal, welche Ausgabe du liest. Also, ich habe auch die grüne und finde das jetzt nicht so schlimm.
Pantalaimon
12.11.2008, 12:52
Wobei es auch die grüne Ausgabe sowohl von Carroux als auch von Krege übersetzt gibt. Üblicher ist in der grünen Ausgabe jedoch die Krege-Übersetzung, da neuer.
Ich hab allerdings noch die grüne Ausgabe von Carroux übersetzt gelesen...
Ich muss jedoch Sternenstaub absolut recht geben, egal wers übersetzt, die Geschichte an sich ändert sich nicht grundlegend. Lediglich die Stimmung wird m.E. von Carroux besser eingefangen.
Ich brauchte auch zwei Anläufe bei dem Buch. Es lag wahrscheinlich daran, dass ich vorher den kleinen Hobbit verschlungen hab, und danach der Herr der Ringe sich am Anfang ziemlich gezogen hat.
Lythande
12.11.2008, 13:07
Hallo,
die grüne Ausgabe habe ich auch gelesen. Die Anhänge fehlen jedoch, was ich sehr schade finde. Ich habe die drei Bücher von Mai bis Oktober gelesen, keine Ahnung in welchem Jahr aber verschlungen auf jeden Fall. Den Hobbit fand ich als Hörspiel absolut blöd und die Sounds waren sowas von daneben. Billiger gehts nicht. Gelesen habe ich ihn nicht, bin aber auf die Verfilmung sehr gespannt.
ok dann danke erstmal! ich werde es auf jeden Fall nochmal probieren!
Cullabay
13.11.2008, 14:03
Glaub mal nicht, dass dadurch die Bücher anders werden, nur weil du eine andere Ausgabe liest.
Vom Grundsatz her bleibt die Geschichte doch immer die gleiche, ganz egal, welche Ausgabe du liest. Also, ich habe auch die grüne und finde das jetzt nicht so schlimm.
Die grüne gibts auch in beiden Versionen. Und wenn sich zwar nicht die Handlung durch die Sprache ändert, so doch massiv die Stimmung und die inneren Bilder, die durch die Sprache erzeugt werden. Insofern können zwei verschiedene Übersetzungen am Ende doch zwei vollkommen verschieden Bücher werden.
So. Die letzten Wochen habe ich versucht, mich mit Tolkiens großem Werk anzufreunden.
Und bin gescheitert.
Ich will gar nicht so viel schreiben, da sehr viele das Buch mögen und ich es ihnen nicht schlecht reden will. Sagen wir einfach, dass die Sprache derer sich Tolkien bedient, nicht mein Fall ist. Sehr gut sind die Beschreibungen der Landschaft und der Natur, welche die Protagonisten umgibt. Hier hat der Autor ganze Arbeit geleistet. Und diese Beschreibungen tragen auch viel zur Atmosphäre bei.
Die Atmosphäre geht aber sofort flöten, wenn einer der Charaktere seinen Mund aufmacht. So doofe und ausschweifende Dialoge habe ich wirklich selten erlebt. Wobei die Bezeichnung "Dialoge" nicht ganz richtig ist, denn meistens kann man sie ruhig Monologe nennen. Spannung und Dramatik kann nicht aufkommen, wenn jemand in der unpassendsten Situation erstmal seine halbe Lebensgeschichte runter erzählen muss. Zumal den Texten meist völlig der Sprachwitz fehlt. Und dann kommen noch die Gedichte und Lieder …
Dalidulidalida, hier kommt Tom der Meister .. seine Lieder haben Macht über böse Geister.
Ich erstelle solche Texte zum Spaß, weil mir Lyrische Begabung zur Gänze fehlt. Aber wenn eine Romanfigur, die ich irgendwie ernst nehmen soll, sich solcher Reime bedient, dann weiß ich nicht wie ich das finden soll.
Ich habe mir auch schon überlegt, ob vielleicht einfach die Übersetzung schlecht ist. Wie ist es? Hat jemand Herr der Ringe auf Englisch gelesen und kann mir sagen, dass es dort besser aussieht?
Nun ja …
Wie gesagt, bin ich mit meinem Urteil alles andere als glücklich. Aber es ist nun mal so, dass Herr der Ringe nichts für mich ist. Daher breche ich das Buch ab und nehme den Schwall der Entrüstung aller Fans auf mich. ^^
Wie gesagt, bin ich mit meinem Urteil alles andere als glücklich. Aber es ist nun mal so, dass Herr der Ringe nichts für mich ist. Daher breche ich das Buch ab und nehme den Schwall der Entrüstung aller Fans auf mich. ^^
Von mir wirst du nichts dergleichen lesen ;)
Wie ich schon in meinem Eingangsposting sagte, hat Tolkien viele Mängel. Und trotzdem hat er etwas ausgelöst, was einem Schriftsteller sehr selten gelingt.
Greys Worte über Tom Bombadill haben mir aus der Seele gesprochen. Der große starke Kerl ist irgendwie lächerlich mit seinen albernen Reimen und seinen Gesängen, die übrigens im Original kaum weniger dämlich rüberkommen. Überhaupt die Gesänge und Gedichte: solche Reimereien, die nicht mal schlecht sind, sondern einfach belanglos, lösen bei mir immer den Effekt des Fremdschämens aus ;)
Warum haben Leute, die Tolkien nicht für das Maß aller Fantasydinge halten, das Gefühl, sich für ihre Meinung entschuldigen zu müssen? Tolkien ist nicht Gott. Man begeht weder Blasphemie noch ein Sakrileg...
Warum haben Leute, die Tolkien nicht für das Maß aller Fantasydinge halten, das Gefühl, sich für ihre Meinung entschuldigen zu müssen? Tolkien ist nicht Gott. Man begeht weder Blasphemie noch ein Sakrileg...
Das sagt einem die Vernunft. Und doch fühlt man sich ... schäbig, wenn man ein Buch schlecht macht, das von so vielen geliebt und verehrt wird. ^^"
Und für viele haben das Werk wie der Autor, wohl wirklich einen gottähnlichen Status. Und da wagt man sich nun hin und führt solche Reden.
Ich glaube nicht an Gott. Dennoch würde ich mich schämen das in einer Kirche auszusprechen. :D
Dr. Borstel
24.01.2009, 08:21
Warum haben Leute, die Tolkien nicht für das Maß aller Fantasydinge halten, das Gefühl, sich für ihre Meinung entschuldigen zu müssen? Tolkien ist nicht Gott. Man begeht weder Blasphemie noch ein Sakrileg...
Natürlich nicht, trotzdem ist der Vergleich nicht ganz aus der Luft gegriffen. Tolkien gilt gewissermaßen als "Schöpfer" der High Fantasy; der Herr der Ringe wird oft genug als Fantasy-Bibel bezeichnet (wobei ich letzteren Vergleich auch recht abwegig finde). Als Erfinder eines Genres, das man selbst mag, hat man das Gefühl, ihn auch mögen zu müssen, und ist zwangsläufig enttäuscht, wenn man es nicht tut. Ich möchte da jetzt nicht zu tiefenpsychologisch herangehen, aber diese Wirkung scheint mir doch unverkennbar ...
Zu Tom Bombadil: Sicherlich eine streitbare Figur. Mir ist seine ausgelassene Albernheit immer irgendwie feierlich vorgekommen. Er zelebriert sein Leben, statt es einfach nur zu leben, wie wir es tun. Er tut nur das, was ihm gefällt, und kennt keinerlei Angst, was ihn mir immer sehr sympatisch gemacht hat. Gut und böse spielen für ihn keine Rolle, und trotzdem hat er ein sehr einfaches Weltbild, weil er sich nur um die Dinge kümmert, die ihn selbst etwas angehen. Diese Einstellung manifestiert sich in seiner kindlichen, aber keineswegs naiven Art. Man kann sicher viel über Bombadil diskutieren, denn entgegen der allgemeinen Auffassung ist er vielleicht der Charakter mit der größten Tiefe; Tatsache ist allerdings, dass Meister Tolkien persönlich einmal gesagt hat: "Ich glaube nicht, daß man über Tom philosophieren müßte und daß er dadurch besser wird." Weswegen ich jetzt auch ganz fix die Klappe halte. ;-)
Lythande
24.01.2009, 13:49
Hallo,
Tom Bombadil - da stimme ich Dr. Borstel zu - ist sicherlich ein Charakter, der vielen lächerlich vorkommt, trotzdem empfand ich seine Reime zu ihm passend. Er kam mir immer wie einer der alten Waldgötter heidnischer Religionen rüber, der da auf den Hügelgräberhöhen sowas wie ein uralter Wächter ist, der schon sooo viel sah, dass er mit dem Land verschmolzen ist. Kindliche Reime sind oft die wirksamsten Zaubersprüche oder wer ist nicht einmal als Kind dagestanden und hat mit einem herzhaften "hokuspokus!" seinen Zauberstab durch die Luft gewirbelt. Ähnliche Gedanken kommen mit bei Tom Bombadil...
Lythande
Invisible Hand
27.01.2009, 00:40
Jaja Tom Bombadil...
Ich empfand den irgendwie immer wie künstlich eingefügt und überhaupt nicht zum Rest der Geschichte oder der Welt passend. Den hätte Herr Tolkien besser weggelassen.
Zum Rest der Geschichte: Es gehört definitiv nicht zu meinen Lieblingswerken. Es ist mir einfach zu langatmig.*nein* Meiner Meinung nach sind die Filme besser als die geschriebene Vorlage (was m.M.n. eher eine Seltenheit ist).
ich bin da genau einer der anderen Fraktion
ich finde den Film zwar gut gemacht Bilder Figuren Musik usw aber ein Buch wie der Herr der Ringe kann man einfach nicht in 3 filme verpacken
das Buch lebt mMn von den ganzen kleinikeiten wie Geschichten die am Lagerfeuer erzählt werden oder die hier schon erwähnten lieder all soche sachen die man in zusatzbüchern noch nachlesen kann
das verleit dem buch Tiefe und macht die welt sehr glaubhaft
genau diese Tiefe fehlt dem Film
es wird einfach zu viel übersprungen
Tom Bombadil ist einer meiner Lieblingsfiguren im ganzen buch :D
ein kleiner Naturgeist
geheimnisvoll, liebenswert, kindlich verspielt und sehr weise
er verkörpert für mich die essenz vieler religiöser weisheiten
auch wenn Tolkin einiges für seine Bücher aus Sagen und alten Liedern abgeschrieben hatt ist es einfach ein sehr gutes Buch dass ich allen Fantasyfans die es noch nicht gelesen haben nur empfehlen kann
Jaja Tom Bombadil...
Ich empfand den irgendwie immer wie künstlich eingefügt und überhaupt nicht zum Rest der Geschichte oder der Welt passend. Den hätte Herr Tolkien besser weggelassen.
Ich hab irgendwo die Theorie gelesen, dass Tolkien sich in Gestalt von Tom Bombadil selber im Buch verewigt hätte. Mag sein. Ich finde die Gestalt zwar sympathisch und die betreffende Stelle im Buch sehr nett, aber er fehlt im Film kein bisschen. Sein Fehlen wird von vielen Leuten kritisiert, aber wenn die Filme unter 6 h pro Folge bleiben sollen, kann man nun mal nicht jede Seite verfilmen.
engelchen
15.05.2009, 13:11
Natürlich nicht, trotzdem ist der Vergleich nicht ganz aus der Luft gegriffen. Tolkien gilt gewissermaßen als "Schöpfer" der High Fantasy; der Herr der Ringe wird oft genug als Fantasy-Bibel bezeichnet (wobei ich letzteren Vergleich auch recht abwegig finde). Als Erfinder eines Genres, das man selbst mag, hat man das Gefühl, ihn auch mögen zu müssen, und ist zwangsläufig enttäuscht, wenn man es nicht tut. Ich möchte da jetzt nicht zu tiefenpsychologisch herangehen, aber diese Wirkung scheint mir doch unverkennbar ...
Hast Recht. Mir gefällt zwar die Geschichte sehr, aber das Buch ist schon sehr langatmig. ich hatte die Filme auch davor gesehen - war begeistert - und hab mir erst in Nachhinein das Buch zugelegt. (Das Buch, weil ich einen Sammelband habe.) Ich hab mich einfach dazu verpflichtet gefühlt, eben wegen diesem "Mythos", aber auch weil ich einen Vergleich ziehen wollte. Zwischen Buch und Film, zwischen dem geschriebenen Wort und bewegten Bildern. Ganz ehrlich muss ich zugeben: Der Film gefällt mir ein winzigen bisschen besser. Aber wirklich nur ganz wenig. Trotzdem - bineher Bücher- als Filmfan. Und deswegen werd ich sicher nicht in Zukunft nur auf die Filme zurückgreifen, sondern auch das Buch mal wieder in die Hand nehmen. Es dauert halt sehr lange und zeiht sich eine Weile, aber wenn man Zeit hat... Und den Stempel "Pflichtlektüre für Fantasy-Begeisterte" trägt das Buch zu Recht. Man muss es gelesen haben.
Simon the Sorcerer
15.05.2009, 15:50
...Ganz ehrlich muss ich zugeben: Der Film gefällt mir ein winzigen bisschen besser...
Das ist leider ein Effekt, den ich schon oft bei mir und anderen ferstgestellt habe. Wenn man den Film vor einem Buch sieht, ist man oft vom Buch eher entäuscht. Klar umgekehrt ist das selbe Phänomen zu beobachten, doch da macht es mir nicht so viel aus... ;)
Ich habe zum Glück den HdR vor dem Film gelesen (lange vorher und nicht nur einmal). Wenn man total unvoreingenommen das Buch liest, ist es denke ich weniger langatmig, weil man ja noch nicht weiß was für aufregende Ereignisse noch kommen und so baut sich eine ganz andere Spannung während des lesens auf.
Außerdem kann man sich die Landschaften, Figuren, Burgen und Festungen etc. ganz eigen vorstellen, ohne eine bildliche Prägung durch den Film zu "erleiden".
Wobei ich den Film jetzt nicht herabsetzen will, es ist und bleibt ein Meisterwerk. Doch die Bücher im Vergleich, sind mMn unerreicht. *ja*
Grüße
Ich habe das Buch zum ersten Mal 1978 gelesen. Seitdem bestimmt weitere 8 Mal (wenn es reicht, ich zähle eigentlich nicht). Zusammen mit Michael Moorcock und Stephen R. Donaldson ("Die Chroniken von Thomas Covenant, dem Zweifler") hat es mich für die epische Fantasy geprägt. Und deswegen versuche ich auch epische Fantasy zu schreiben.
Ich finde Jacksons Filmumsetzung genial und die Fantasyfilme der nächsten Jahre oder Jahrzehnte werden sich an seiner Verfilmung messen lassen müssen.
Bei Erstlesern nach den Filmen stoße ich immer wieder auf Kommentare wie: "Im Film war das aber anders!" Da werden Ursache und Wirkung verwechselt.
Sicher sind seit "Der Herr der Ringe" (ich mag die Abkürzung HdR einfach nicht *nein*) noch andere sehr gute und die Fantasy-Literatur prägende Romane erschienen. Man muss das Tolkien-Werk nicht gelesen haben, doch man sollte. Es gehört (wie sie es in anderen Literaturarten auch gibt) zu den Standardwerken der Fantasy-Literatur. Ich verstehe aber auch, wenn jemand damit nichts anfangen kann. Geschmäcker sind nun einmal verschieden. Ich zum Beispiel kenne "Harry Potter" - vom Hörensagen. Ich habe noch nicht einen einzigen Band gelesen.
Auf alle Fälle sind aber für mich Buch und Film von "Der Herr der Ringe" in ihren Bereichen Meilensteine.
ich habe angefangen die bücher zu lesen, als grade der hype um die erste verfilmung tobte. das buch gehört definitiv nicht zu meinen lieblingen, denn einige passagen sind doch sehr langatmig und seitenweise umgebungsbeschreibungen sind aunicht unbedingt mein fall. im gegensatz dazu hat mir die verfilmung durchweg sehr gut gefallen, so dass ich darüber zum hardcorefan mutiert bin und mir sogar die elbensprache in vokabeln und schrift angeeignet habe. teilweise hatte ich sogar eine brieffreundschaft, die komplett in der schrift geführt wurde und wie mir grade auffällt, könnte ich dies auch heute noch ohne weiteres aufleben lassen :D es ist zwar wirklich nicht oft der fall, aber meiner meinung nach übertrifft die verfilmung das buch noch bei weitem.
starkhand
20.05.2009, 12:57
Ich hab irgendwo die Theorie gelesen, dass Tolkien sich in Gestalt von Tom Bombadil selber im Buch verewigt hätte. Mag sein. Ich finde die Gestalt zwar sympathisch und die betreffende Stelle im Buch sehr nett, aber er fehlt im Film kein bisschen.
Klingt plausibel. Er zeigt ja auch, daß der Ring keine Macht über ihn hat. Und er ist der "Älteste" und Gandalf muß sich unbedingt noch mit ihm unterhalten, bevor er nach Valinor zurückkehrt. Und Tom liebt seine Frau über alles und findet sich im Vergleich zu ihr erdig und dunkel. Da gibt's nicht viel zu rätseln … :)
Aber der Alte Wald hat gefehlt. :(
Klingt plausibel. Er zeigt ja auch, daß der Ring keine Macht über ihn hat. Und er ist der "Älteste" und Gandalf muß sich unbedingt noch mit ihm unterhalten, bevor er nach Valinor zurückkehrt. Und Tom liebt seine Frau über alles und findet sich im Vergleich zu ihr erdig und dunkel. Da gibt's nicht viel zu rätseln … :)
Aber der Alte Wald hat gefehlt. :(
Soweit ich im Netz auf einer Tolkienseite gelesen habe, geht die Figur von Tom Bombadil eher auf die Puppe seines Sohnes Michael zurück. John, der Bruder Micheals, mochte die Puppe wohl nicht sonderlich und versuchte sie deshalb wohl in der Toilette zu versenken. Aus dieser Situation heraus erschuf Tolkien dann Tom Bombadil.
Wenn ich die Seite wiederfinde, werde ich sie hier noch angeben.
Es waren noch viele andere interessante Dinge zu Tom Bombadil dort vermerkt.
... doch noch gefunden
http://ardapedia.herr-der-ringe-film.de/index.php/Tom_Bombadil
liebe Grüße
Allanon
starkhand
20.05.2009, 13:45
Das erklärt Gestalt und Namen. Eigenschaften und Charakterisierung sprechen eher für das Selbstbildnis.
Das erklärt Gestalt und Namen. Eigenschaften und Charakterisierung sprechen eher für das Selbstbildnis.
Ich habe noch etwas weitergestöbert und.. yop ich glaube du hast recht. Das sehe viele genauso. Hier noch ein Artikel zu diesem Thema.
http://www.polyoinos.de/tolk_stuff/tom_bombadil.html
liebe Grüße
Allanon
Ich finde Jacksons Filmumsetzung genial und die Fantasyfilme der nächsten Jahre oder Jahrzehnte werden sich an seiner Verfilmung messen lassen müssen.
Ich fürchte, dass in die Richtung in nächster Zeit nicht mehr viel kommen wird. Allgemein sind Fantasygeschichten doch für ein zu kleines Publikum interessant, um so Riesenproduktionen draus zu machen, wenn es nicht gerade Herr der Ringe oder Harry Potter sind. Deswegen werden wir wohl lange auf vergleichbare Filme warten müssen, wenn überhaupt nochmal eine Fantasygeschichte so erfolgreich sein sollte, dass man so viel Geld in einen Film steckt.
Ich muss auch sagen, dass ich die Bücher teilweise sehr langatmig fand, obwohl ich sie nicht alle erst nach den Filmen gelesen hatte. Die Landschaftsbeschreibungen waren zwar schön, aber doch zuviel und durch manche Seiten habe ich mich echt gequält.
Trotzdem, irgendwie ist mir gerade danach, die Bücher nochmal zu lesen. Mir fällt auf, dass ich doch einige Details garnicht mehr so richtig im Kopf habe.
Mir geht es wohl wie der Mehrheit hier (nicht der Mehrheit der letzten paar Seiten, sondern ueber den ganzen Thread gesehen): Der Herr der Ringe ist nach wie vor mein absolutes Lieblingsbuch. Bei mir mag dazu beitragen, dass ich mich auch sehr fuer die Hintergruende interessiere (ich habe nicht nur das Silmarillion, sondern auch "Nachrichten aus Mittelerde" und die "History of Middle-Earth"-Baende gelesen). Daraus ergibt sich, dass ich (inzwischen) den Herrn der Ringe mit ganz anderen Augen sehe. Ich gebe gerne zu, dass das eine Riesenmenge Stoff ist - eine ganze Menge habe ich auch schon wieder vergessen, wie ich vor einiger Zeit festgestellt habe. Derzeit habe ich nur leider keinen Kopf, mir das alles nochmal durchzulesen :(. Schade, mir macht es Freude, das alles in den groesseren Zusammenhaengen zu sehen.
Mal sehen, vielleicht geht es demnaechst mal wieder! Der naechste Versuch ist jedenfalls schon fest eingeplant.
"Herr der Ringe" ist ein Meisterwerk als Buch und ganz bestimmt ein Meilenstein!
Ich habe das Buch erst nach der Verfilmung lesen können, immerhin bin ich ja noch ein junger Hüpfer *baby*
Dennoch hat mich kein Buch so sehr gerührt, fasziniert und überwältigt wie "Herr der Ringe" und ich bezweifle dass es je so weit kommen wird, dass es nach diesem Buch überhaupt irgendeins schaffen würde meine Überzeugung ins Wanken zu kriegen.
Jedes Lied, jedes Gedicht oder auch sonst für manch einen überflüssig erscheinenden Charackter ist ein Teil der Geschichte, wäre es nicht so, dann klaffe dort eine riesig-große Schlucht, dunkel und abgrundtief.
Alles ist miteinander verwoben und gerade erst die kleinen Nichtigkeiten machen das Buch so besonders und einzigartig.
Und J.R.R.Tolkien hätte es verdient dass sein Werk als "Fantasy-Bibel" gilt!
Was den Film angeht: Es ist ein Film, weder mehr, noch weniger.
Es fehlen diese kleinen Nichtigkeiten die das Buch und somit die Geschichte so besonders machen.
Es mag schön gestaltet sein, überzeugende Schauplätze und passende Charaktere, doch nach wie vor gilt: Ein Film kann niemals mit dem Buch verglichen werden.
Und wenn ich meine persönliche Meinung äußere dann sage ich ganz klar:
Das Buch ist so viel besser als der Film, als ein Buch nur sein kann.
Vielleicht ist es langatmig für diejenigen die sich zu sehr an die "leichte" Literatur gewöhnt haben.
Es ist sicherlich nicht einfach ein Buch zu schreiben, aber solch ein Werk wie J.R.R. Tolkien es vollbracht hat ist gewaltig!
Der Herr der Ringe ist für mich nach wie vor "das" Fantasy-Buch schlechthin. Wenn es dieses Buch nicht gäbe, gäbe es wohl kaum Fantasy im heutigen Sinne. Die wurde von Tolkien ja praktisch "erfunden".
Ich habe den Herr der Ringe schon ziemlich oft gelesen (alte Übersetzung, neue Übersetzung, auf Englisch,...) und ich habe auch das Silmarillion und die Nachrichten aus Mittelerde gelesen.
Die Filme finde ich sehr gut umgesetzt, aber an manchen Stellen ärgert es mich dann doch wie viel da weggelassen oder geändert wurde. Mit Arwen als Elbenemanze (;)) allein hätte ich ja noch leben können, aber das sie unbedingt das sechste Buch wegglassen mussten hat mich dann doch sehr aufgeregt...:rolleyes:
Na ja, die Bücher sind eigentlich fast immer besser als die Verfilmung.
Um ehrlich zu sein habe ich die Bücher noch nicht mal gelesen, was aber unbedingt nachgeholt werden wird!
Kriege ich bestimmte Empfehlungen? *g
Bücher? Hier gings doch um die Filme : ) Ich tippe mal, dass dieser Threadwildwuchs bald von einem Mod auf die vorhandenen Themen aufgeteilt wird.
Normalerweise empfehle ich, englische Bücher auch im Original zu lesen. Beim HdR ist das etwas anders, da sollte man schon ziemlich sicher sein im englischen, sonst ist man mit der Sprache, die zwischen altertümlich und modern schwankt, leicht überfordert. Von den beiden Übersetzungen empfehle ich die von Margaret Carroux, das sind die alten in hellgrün gehaltenen Bände.
Um ehrlich zu sein habe ich die Bücher noch nicht mal gelesen, was aber unbedingt nachgeholt werden wird!
Kriege ich bestimmte Empfehlungen? *g
Sinnigerweise beginnt man mit dem Hobbit. Danach halt das Hauptwerk. Empfohlene Reihenfolge der Bücher: Erst Band1, dann 2, dann 3 :-D
Im Übrigen sollte man grade Tolkien im Original lesen. Zumindest wenn man Sprache an sich ein wenig mag, denn er setzt verschieden Sprachstile ganz bewußt ein, um die Völker und Kulturen voneinander zu differenzieren. Schwerer zu verstehen als andere Autoren ist er ohnehin nicht. Fantasywerke gehören ohnehin nicht zu den sprachlich diffizilieren Ausgeburten der Literatur. Solang ein Teil des Lesegenusses nicht aus Wortspieleren wie bei den alten Pratchetts besteht, gibt es nach einer kurzen Eingewöhnungsphase keine Verständnisprobleme.
Die Carroux-Übersetzung ist aber trotz meines Sermons über JEDEN Zweifel erhaben. Wenn Du die deutsche Ausgabe lesen möchtest, dann achte unbedingt darauf, daß Dir nicht die Krege-Übersetzung angedreht wird.
Ich gehören dann wohl zu der Fraktion, die diese Büher nicht mag.
Ich habe das erste Buch davon gelesen und hab über ein Jahr gebracuht um mcih da durch zu Kämpfen ... ich hatte gehofft das wird irgendwann mal spannend aber wurde es nicht. Das zweite habe ich bis heute auch nur halb durch, dannach habe ich es wütend durchs Zimmer geworfen und mir gedacht: ahhhhh gott ey hilfe .. nen langweiligeren Autor gibts wohl nciht mehr -.-
Die Filme hab ich auch gesehen
und die haben ne menge abgeändert hihi
(hey und ich hab nur das 1. buch ganz gelesen^^)
im allgemeinen Finde ich die "Herr der Ringe" Trillogie extrem langweilig zu lesen.
Da bleib ich lieber beim kleinen Hobbit vom selben Autor
da beweißt er nähmlich dass er auch schreiben kann.
aber ich glaube das gehört in nen anderen Treat ;)
Fazit: ich bin kein Fan der Bücher aber der Filme (Orlando Bloom *sabber* )
und J.R.R. Tolkin kann besser schreiben wenn er will.
Simon the Sorcerer
30.09.2009, 22:17
im allgemeinen Finde ich die "Herr der Ringe" Trillogie extrem langweilig zu lesen.
Da bleib ich lieber beim kleinen Hobbit vom selben Autor
da beweißt er nähmlich dass er auch schreiben kann.
und J.R.R. Tolkin kann besser schreiben wenn er will.
Entschuldige bitte mal, aber ich finde es etwas vermessen, zu behaupten, dass der "Herr der Ringe" schlechter geschrieben sei als der "Hobbit".
Du kannst natürlich sagen, dass dir der "Hobbit" besser gefällt und du den "Herr der Ringe" langweilig findest, doch einem Buch wie diesem die Qualität abzusprechen, finde ich...naja... ziemlich dreist.
Grüße
Entschuldige bitte mal, aber ich finde es etwas vermessen, zu behaupten, dass der "Herr der Ringe" schlechter geschrieben sei als der "Hobbit".
Du kannst natürlich sagen, dass dir der "Hobbit" besser gefällt und du den "Herr der Ringe" langweilig findest, doch einem Buch wie diesem die Qualität abzusprechen, finde ich...naja... ziemlich dreist.
Grüße
okay blöd ausgedrückt
ich bitte um Entschuldigung
Ich wollte nciht sagen dass diese Bücher mist sind .. keines wegs. Sie sind einfach nciht meine Kragenweite.
Ich hoffe das ist nun besser ausgedrückt.
Ich kenn viele die die Bücher mögen und kann es aufgrund der Handlung auch nachvollziehen, aber die Schreibweise mag ich einfach nicht.
Ich bin der absolute Tolkien-Übernerd, aber ich muss zugeben, daß der Professor nicht immer den mitreißendsten Schreibstil hat. Insbesondere die Dialoge können meist nicht wirklich viel.
Ich mag aber grade die ausgiebigen Landschaftsbeschreibungen; ob nun Auenland, Fangorn, Rohan, Mordor: Tolkien schafft es nahezu perfekt, die Atmosphäre dieser Orte einzufangen.
Und zu richtiger Hochform läuft er auf, wenn er episch werden darf. Die Schlacht auf dem Pelennor habe ich schon dutzende Male gelesen. Und jedes Mal hauts mich auf Neue um, wenn die Hörner Rohans in dem Moment erschallen als Nazgul Nr. 1 Gandalf herausfordert.
Oder Fingolfins Ritt und Kampf gegen Morgoth. Da springt einem die Epik mit Anlauf ins Gesicht.
Ich habe es nun auch endlich geschafft die Bücher auf Englisch zu lesen, nachdem ich in England war und da dort die Bücher so herrlich billig sind, musste ich einfach zuschlagen *ja*
Ich dachte ja lange Zeit über, dass es gar nicht so leicht zu verstehen ist, aberschon nach der ersten Seite, habe ich eines bemerkt: Tolkien hat einen fantastischen klaren Schreibstil, den ich innerhalb weniger Tage liebgewonnen habe. Da bereue ich es wirklich, erst so spät damit angefangen zu haben, auf die englische Version zurückzugreifen.
Wer noch am Überlegen ist, ob er sich die Trilogie auf englisch anschaffen möchte, kann ich die illustrierten Taschenbücher wirklich sehr ans Herz legen. Alan Lee, der einen Oscar für seine Zeichnungen/Designs für den Herrn der Ringe bekam, zeichnet wirklich wunderschöne Bilder, die die Atmosphäre der Bücher super unterstreichen.
Wer noch am Überlegen ist, ob er sich die Trilogie auf englisch anschaffen möchte, kann ich die illustrierten Taschenbücher wirklich sehr ans Herz legen. Alan Lee, der einen Oscar für seine Zeichnungen/Designs für den Herrn der Ringe bekam, zeichnet wirklich wunderschöne Bilder, die die Atmosphäre der Bücher super unterstreichen.
Illustrierte Taschenbücher? Hättest Du evtl. nen Amazonlink?
Klaro =)
Hier wäre zum Beispiel Band 1:
The first ever illustrated paperback of part one of Tolkien's epic masterpiece, The Lord of the Rings, featuring 19 colour paintings by Alan Lee. Sauron, the Dark Lord, has gathered to him all the Rings of Power -- the means by which he intends to rule Middle-earth. All he lacks in his plans for dominion is the One Ring -- the ring that rules them all -- which has fallen into the hands of the hobbit, Bilbo Baggins. In a sleepy village in the Shire, young Frodo Baggins finds himself faced with an immense task, as his elderly cousin Bilbo entrusts the Ring to his care. Frodo must leave his home and make a perilous journey across Middle-earth to the Cracks of Doom, there to destroy the Ring and foil the Dark Lord in his evil purpose. J.R.R. Tolkien's great work of imaginative fiction has been labelled both a heroic romance and a classic fantasy fiction. By turns comic and homely, epic and diabolic, the narrative moves through countless changes of scene and character in an imaginary world which is totally convincing in its detail.Part of a set of three paperbacks, this classic edition is available in a smart new livery, and is illustrated by Alan Lee throughout to complement the new paperback of The Children of Hurin.
Soweit ich weiß, gibt es auch eine illustrierte Ausgabe vom Hobbit, die ist mir bisher aber noch nicht zwischen die Finger gekommen.
Er dritte Band ist auf Amazon ausverkauft, genauso wie beim schweizer Online-Händler meines Vertrauens. Also nix wie los zum English Bookshop, von dem ich obendrein noch einen 10CHF Gutschein hab und siehe da: I got it! Ich freu mich riesig!!!
Ich würde mir das Buch auch gerne auf Englisch kaufen, ebenso die Folgebände.
Du sagtest, du hast es in England gekauft.
Leider bin ich erst nächstes Jahr für sechs Wochen in London, meinst du, ich kann es mir dort dann besorgen? Ich denke mal, die werden das bist nächstes Jahr noch haben, oder?
Ansonsten müsste ich sie mir bestellen. Aber ich hab hier auch gar keinen Englishbookshop oder sowas.. Und bei amazon kann ich nicht bestellen, weil ich nicht mit meiner Bankkarte überweisen kann. Müsste dafür evtl. mal meinen Vater fragen, ob der das machen würde.
EDIT: Du sagtest auch, du hast sie billig erworben. Wieviel hast du bezahlt? Der 3. Teil auf Englisch kostet bei Amazon ca. 23 €, doch ganz schön viel. ;o
Hallo Nazurka,
nein, ich habe mir das Buch nicht in England gekauft, sondern im English Bookshop einer Buchhandlungskette in der Schweiz. Genauer gesagt an der Bahnhofstrasse in Zürich. Es hatte noch mehrere Exemplare und gekostet hats CHF 22.90, was ungefähr 15 Euro entspricht. Den Europreis auf Amazon fand ich ebenfalls heftig und hätte dann halt einfach auf diese illustrierte Ausgabe verzichtet. Ich habe gesehen, dass es von derselben Reihe auch noch den Hobbit sowie das Silmarillion gibt. Da ist die Verlockung dann doch sehr gross evtl. mal zu komplettieren.
Ah, okay.
Ja, dann muss ich wohl oder übel mal die Englischen Bookshops durchsuchen, und da ich mich nicht so gut in Frankfurt auskenne.. nunja. Wird schon.
Ja, die amazon Preise sind echt der Hammer.
Der 3. Teil kostet dort auf Englisch knapp 27 €. Eindeutig zu teuer..
Ich werde mir dennoch überlegen, ob ich sie mir anschaffe.
Und da ich mir ja 10 Bücher von meinen Eltern zum Geburtstag bezahlt anschaffen darf, werden die 3 vielleicht auch drunter sein.
The Hobbit werde ich vielleicht auch kaufen, das Silmarillion weiß ich noch nicht genau, hier im Forum hab es dafür ja nicht gerade sehr berauschende Kritik.
Ich würde mir das Buch auch gerne auf Englisch kaufen, ebenso die Folgebände.
Du sagtest, du hast es in England gekauft.
Leider bin ich erst nächstes Jahr für sechs Wochen in London, meinst du, ich kann es mir dort dann besorgen? Ich denke mal, die werden das bist nächstes Jahr noch haben, oder?
Ansonsten müsste ich sie mir bestellen. Aber ich hab hier auch gar keinen Englishbookshop oder sowas.. Und bei amazon kann ich nicht bestellen, weil ich nicht mit meiner Bankkarte überweisen kann. Müsste dafür evtl. mal meinen Vater fragen, ob der das machen würde.
EDIT: Du sagtest auch, du hast sie billig erworben. Wieviel hast du bezahlt? Der 3. Teil auf Englisch kostet bei Amazon ca. 23 €, doch ganz schön viel. ;o
Ich denke, die Bücher werden auch noch nächstes Jahr in England zu bekommen sein. Vor allem in London gibt's riesige Buchläden, die das bestimmt noch haben!
Ansonsten habe ich die Bücher auch bei uns im Thalia in der Abteilung für englische Bücher stehen sehen, sowohl illustriert, als auch Normalfassung. Ich weiß nicht, ob bei dir in der Nähe ein Thalia ist, aber vielleicht haben auch andere große Buchläden in der Innenstadt die Bücher im Sortiment.
Was ich für die Bücher bezahlt habe, weiß ich leider nicht mehr. Habe mehrere Bücher gekauft, die unterschiedlich stark reduziert waren. Aber ich denke, es waren nicht mehr als 9 Pfund (ca. 11-12€)
Auch aktuelle gebundene Bücher gibt's teilweise für 8 Pfund ;)
(Ich glaube, jetzt sind wir etwas vom Thema abgewichen ...)
Wenn ihr schon bei den englischen Büchern seid. Wie schreibt denn Tolkien so vom Schwierigkeitsgrad her? War in den letzten Jahren in Englisch nicht mehr wirklich gut, aber zu den Zeiten, als die Schulaufgaben noch aus Grammatik und Übersetzung bestanden stand ich meistens auf ner 2.
Hab bis jetzt nur Harry Potter auf Englisch gelesen, wo aber sogar ich mir dachte, man ist das einfach.
Was würdet ihr sagen? Muss man dazu allzu gut Englisch können?
Wenns nicht zu schwer ist, leg ich sie mir vielleicht auch zu.
Ich fands damals nicht wirklisch schwer, muss aber dazu sagen, daß ich den HdR vor dem ersten englischen lesen bereits neunmal auf deutsch verschlungen hatte und meinen Einstieg in das Lesen von Originalversionen mit Pratchett gestartet habe. Hatte den Vorteil, daß diese Bücher auch beim zweiten Lesen noch viel Neues zu bieten hatten :-D
Ist letztlich eine Frage der Übung. nach 2-3 englischen Büchern ist man für alle weiteren gut gerüstet. Tolkiens Stil ist relativ eigenwillig, aber dennoch gut verständlich.
Ist letztlich eine Frage der Übung. nach 2-3 englischen Büchern ist man für alle weiteren gut gerüstet. Tolkiens Stil ist relativ eigenwillig, aber dennoch gut verständlich.
Kann mich dem nur anschliessen. Ich habe den dritten Teil nun endlich wieder in Angriff genommen und es geht besser als ich es in Erinnerung habe. Der Stil, die Wortwahl und der Rythmus sind gewöhnungsbedürftig aber schön.
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